BasisBibel (BB)
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Gedalja wird ermordet

411Es war mittlerweile der siebte Monat41,1 siebter Monat: Meint den Monat Tischri. Er fällt in den September/Oktober unseres Jahres..Jischmael41,1 Jischmael: Mitglied der königlichen Familie, die durch den Sieg der Babylonier entmachtet worden war., der Sohn Netanjas und Enkel Elischamas,kam nach Mizpa41,1 Mizpa: Ortschaft 12 km nördlich von Jerusalem, in der Gedalja übergangsweise das Zentrum der Verwaltung eingerichtet hatte. zu Gedalja41,1 Gedalja: Bereits unter den Königen Judas ein hoher Beamter. Nach dem Untergang Judas wurde er von König Nebukadnezzar II. als Verwalter eingesetzt., dem Sohn Ahikams.Jischmael gehörte zur königlichen Familieund war einer der höchsten Offiziere.Er hatte zehn Männer dabei.In Mizpa saßen sie alle beieinander und aßen zusammen.2Da stand Jischmael, der Sohn Netanjas, auf,dazu die zehn Männer, die bei ihm waren.Sie zückten ihre Schwerter und schlugen zu.Da starb Gedalja, der Sohn Ahikams und Enkel Schafans41,2 Schafan: Aus Schafans Familie stammten viele hohe Beamte, die Jeremia unterstützten; vgl. Jeremia 26,24..So ermordete Jischmael den Verwalter,den der babylonische König eingesetzt hatte.3Das Morden ging sogar noch weiter:Jischmael ließ alle Judäer töten,die bei Gedalja in Mizpa waren.Er ließ auch alle Babylonier41,3 Babylonier: Wörtlich »Chaldäer«. Im Alten Testament werden die Menschen, die in Babylonien wohnen, häufig Chaldäer genannt. umbringen,die dort als Soldaten stationiert waren.

Das Morden hört nicht auf

4Es war am zweiten Tag nach der Ermordung Gedaljas41,4 Gedaljas: Bereits unter den Königen Judas ein hoher Beamter. Nach dem Untergang Judas wurde er von König Nebukadnezzar als Verwalter eingesetzt..Bisher wusste noch niemand etwas davon.5Da näherten sich etwa 80 Männer Mizpa.Es waren Pilger aus Sichem, Schilo und Samaria41,5 Sichem, Schilo und Samaria: Drei Orte im Norden des Landes, die zum Nordreich Israel gehört hatten..Ihre Bärte hatten sie abgeschnitten41,5 Bärte abschneiden: Wie das Zerreißen der Kleider und das Zufügen von Schnittwunden ein Zeichen der Trauer.,ihre Kleider waren zerrissen41,5 Kleider zerreißen: Zeichen der Trauer..Ihre Haut war voller Schnittwunden41,5 Haut voller Schnittwunden: Das Ritzen der Haut gehörte zu den Trauerbräuchen.,die sie sich selbst zugefügt hatten.In den Händen hielten sie Opfergaben und Weihrauch41,5 Weihrauch: Harz des Weihrauchbaums. Es wird beim Räucheropfer in bronzenen Pfannen verbrannt und verbreitet einen wohlriechenden Duft. Mehr …,um sie zum Haus des Herrn41,5 Haus des HERRN: Heiligtum in Mizpa, in dem nach der Zerstörung des Tempels in Jerusalem Gottesdienste gefeiert, aber keine Tieropfer dargebracht wurden. zu bringen.6Jischmael41,6 Jischmael: Mitglied der königlichen Familie, die durch den Sieg der Babylonier entmachtet worden war., der Sohn des Netanja, ging aus Mizpa herausund lief ihnen entgegen.Dabei weinte er unaufhörlich.Als er sie traf, lud er sie ein:»Kommt mit zu Gedalja, dem Sohn des Ahikam!«

7Sie kamen mitten in die Stadt.Da schlachtete Jischmael41,7 Jischmael: Mitglied der königlichen Familie, die durch den Sieg der Babylonier entmachtet worden war., der Sohn Netanjas, sie abund warf die Leichen in die Zisterne41,7 Zisterne: In den Boden geschlagene Kammer oder Beckenanlage zum Sammeln und Speichern von Regenwasser. Mehr ….Die Männer, die bei ihm waren, halfen ihm dabei.8Unter den Pilgern waren zehn Männer,die hatten Jischmael angefleht:»Töte uns nicht!Denn wir haben auf dem Feld Vorräte versteckt,Weizen, Gerste, Öl und Honig!«Da ließ Jischmael von ihnen abund tötete sie nicht zusammen mit den anderen.

9Die Zisterne41,9 Zisterne: In den Boden geschlagene Kammer oder Beckenanlage zum Sammeln und Speichern von Regenwasser. Mehr …, in die man die Leichen warf,hatte Asa41,9 Asa: Vom Krieg zwischen den Königen Asa und Bascha erzählt 1. Könige 15,16-22., der König von Juda, anlegen lassen.Er führte damals Krieg gegen Bascha41,9 Bascha: König des Nordreichs Israel (906–883 v. Chr.).,den König von Israel.In diese Zisterne ließ Jischmael, der Sohn Netanjas,jetzt alle hineinwerfen, die er getötet hatte –er hatte sie mit der Erwähnung von Gedalja getäuscht.So füllte Jischmael die Zisterne mit Leichen.10Den ganzen Rest des Volkes, der in Mizpa41,10 Mizpa: Ortschaft 12 km nördlich von Jerusalem, in der Gedalja übergangsweise das Zentrum der Verwaltung eingerichtet hatte. war,führte Jischmael gefangen weg.Darunter waren die Töchter des Königsund all die anderen Leute, die übrig geblieben waren.Nebusaradan41,10 Nebusaradan: Hoher Beamter von König Nebukadnezzar II., der Kommandant der Leibwache,hatte sie Gedalja, dem Sohn Ahikams, unterstellt.Sie alle nahm Jischmael, der Sohn Netanjas, gefangen.Er wollte sie über die Grenze bringen,hinüber zu den Ammonitern41,10 Ammoniter: Nachbarvolk Israels im Ostjordanland..

Die Gefangenen werden befreit

11Doch Johanan, der Sohn des Kareach, hörte davon.Auch alle Offiziere, die bei ihm waren, erfuhren,was Jischmael41,11 Jischmael: Mitglied der königlichen Familie, die durch den Sieg der Babylonier entmachtet worden war., der Sohn Netanjas, Böses getan hatte.12Da nahmen sie alle Männer mit und zogen los,um gegen Jischmael, den Sohn Netanjas, zu kämpfen.In der Nähe von Gibeon41,12 Gibeon: Stadt 5 km nördlich von Jerusalem, in der König David einen entscheidenden Kampf um seine Königsherrschaft geführt hatte; vgl. 2. Samuel 2,12-17., beim großen Wasser,trafen sie auf ihn.13Die Menschen, die bei Jischmael waren,sahen sie und freuten sich:Johanan, der Sohn Kareachs, kommtund seine Offiziere mit ihm!14Sofort drehten alle Gefangenen um,die Jischmael aus Mizpa weggeführt hatte.Sie liefen über zu Johanan, dem Sohn Kareachs.15Aber Jischmael, der Sohn Netanjas, entkam.Mit acht Männern gelang ihm die Flucht vor Johanan.Er rettete sich zu den Ammonitern41,15 Ammoniter: Nachbarvolk Israels im Ostjordanland..

Die Angst vor den Babyloniern

16Johanan, der Sohn des Kareach,und die anderen Offiziere, die bei ihm waren,übernahmen nun die Verantwortung.Sie führten den ganzen Rest des Volkes41,16 Rest des Volkes: Meint die Überlebenden aus dem eroberten Südreich Juda. an,den Johanan bei Gibeon befreit hatte.Jischmael41,16 Jischmael: Mitglied der königlichen Familie, die durch den Sieg der Babylonier entmachtet worden war., der Sohn des Netanja,hatte zuvor Gedalja41,16 Gedalja: Bereits unter den Königen Judas ein hoher Beamter. Nach dem Untergang Judas wurde er von König Nebukadnezzar II. als Verwalter eingesetzt., den Sohn des Ahikam, ermordet.Danach hatte er alle aus Mizpa gefangen weggeführt:Männer, Frauen und Kinder,darunter auch einige Kämpfer und Beamte des Hofes.17Sie kamen von Gibeonund machten halt bei Betlehem41,17 Betlehem: Ortschaft etwa 8 km südwestlich von Jerusalem. Mehr …,in der Herberge von Kimham.Danach wollten sie nach Ägypten41,17 nach Ägypten: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott die Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten führt. Sie sollten nie wieder dorthin zurückkehren, vgl. 5. Mose/Deuteronomium 17,16. weiterziehen.18Sie waren auf der Flucht vor den Babyloniern41,18 Babylonier: Wörtlich »Chaldäer«. Im Alten Testament werden die Menschen, die in Babylonien wohnen, häufig Chaldäer genannt..Denn sie fürchteten sich vor ihnen,da Jischmael, der Sohn Netanjas,Gedalja, den Sohn Ahikams, ermordet hatte.Den hatte der babylonische König eingesetztals Verwalter über das Land.
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Die Verschleppung Jeremias nach Ägypten

Jeremia 42,1–45,5

Das Volk ist verunsichert

421Damals hatten alle dieselbe Bitte:die Offiziere der versprengten Truppen,darunter Johanan, der Sohn des Kareach,und Asarja, der Sohn des Hoschaja.Das ganze Volk, von Klein bis Groß,kam zu Jeremia.2Sie baten den Propheten42,2 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr …:»Bitte, versteh uns doch!Bete für uns zum Herrn, deinem Gott!Denn wir sind nur noch ein kleiner Rest,der übrig geblieben ist von den vielen.Du sieht ja selbst, wie wenige wir sind.3Bitte den Herrn, deinen Gott, für uns.Er soll uns den Weg zeigen,den wir gehen sollen!Er soll uns sagen, was wir tun sollen.«

4Der Prophet42,4 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … Jeremia antwortete ihnen:»Ich habe euer Anliegen gehört.So wie ihr es mir gesagt habt,werde ich zum Herrn, eurem Gott, beten.Jedes Wort, das der Herr mir antworten wird,werde ich euch verkünden.Kein einziges Wort werde ich euch vorenthalten.«

5Darauf sagten sie zu Jeremia:»Der Herr soll unser Zeuge sein,er ist wahrhaftig und verlässlich:Wir wollen all das befolgen,was uns der Herr, dein Gott, durch dich sagen wird.Und wenn nicht?Dann soll er selbst als Zeuge gegen uns auftreten.6Wird er uns Gutes oder Schlechtes sagen?Egal, wir werden auf den Herrn, unseren Gott, hören,zu dem wir dich jetzt senden.Dann wird es uns gut gehen.Ja, wir werden auf den Herrn, unseren Gott, hören!«

Die Antwort Gottes

7Es dauerte zehn Tage,dann kam das Wort des Herrn42,7 das Wort des HERRN kam: Typische Redewendung in prophetischen Büchern. Sie verdeutlicht, dass die Propheten in ihren Worten Gottes Willen weitergeben. zu Jeremia.8Da rief Jeremia alle zu sich:Johanan, den Sohn des Kareach,alle Offiziere der Truppen, die bei ihm waren,und das ganze Volk, von Klein bis Groß.9Er sagte zu ihnen:»Ihr habt mich zum Herrn gesandt,damit ich ihm eure Bitte vortrage.So spricht der Herr42,9 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern., der Gott Israels:10Wenn ihr jetzt hier in diesem Land bleibt,werde ich euch aufbauen und nicht zerstören.Ich werde euch einpflanzen und nicht ausreißen.Denn ich bin das Unheil leid,das ich euch angetan habe.11Habt keine Angst vor dem König von Babylonien42,11 König von Babylonien: Nebukadnezzar II. hatte kurz zuvor die Stadt Jerusalem erobert und den Tempel zerstört.,vor dem ihr euch gerade so fürchtet!Habt keine Angst vor ihm!Ausspruch des Herrn42,11 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.Denn ich bin bei euch.Ich werde euch helfenund euch aus seiner Gewalt retten.12Mein Erbarmen schenke ich euch.Dann wird auch er Erbarmen mit euch habenund euch in euer Land zurückkehren lassen.

13Was aber ist,wenn ihr das Gegenteil tut?Ihr sagt:›Wir wollen nicht in diesem Land bleiben!‹Ihr gehorcht dem Herrn, eurem Gott, also nicht.14Stattdessen sagt ihr:›Nein! Wir wollen nach Ägypten42,14 nach Ägypten: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott die Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten führt. Sie sollten nie wieder dorthin zurückkehren, vgl. 5. Mose/Deuteronomium 17,16. ziehen.Dort gibt es keinen Krieg und keinen Kriegslärm.Dort hört man den Klang des Widderhorns42,14 Widderhorn: Musikinstrument, das im Krieg zum Geben von Signalen eingesetzt wurde. Sein Klang bedeutet: Der Feind ist da. nicht.Auch werden wir dort keinen Hunger leiden müssen.Dort wollen wir leben!‹15Wenn ihr, der Rest Judas42,15 Rest Judas: Meint die Überlebenden aus dem eroberten Südreich Juda., so entscheidet,dann hört dieses Wort des Herrn:So spricht der Herr42,15 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern. Zebaot42,15 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck. Mehr …, der Gott Israels:Ihr entscheidet euch tatsächlich für Ägypten?Dorthin wollt ihr ziehen und dort in der Fremde leben?16Dann wird das geschehen:Der Krieg, vor dem ihr euch so fürchtet,wird euch auch in Ägypten erreichen.Der Hunger, vor dem ihr Angst habt,wird euch in Ägypten verfolgen.Und ihr werdet dort umkommen.17Für alle, die sich für Ägypten entscheiden,dorthin ziehen und dort leben, gilt:Sie werden durch Krieg, Hunger und Seuchen sterben.Keiner von ihnen wird entkommen.Keiner von ihnen wird dem Unheil entkommen,das ich über sie bringen werde.

18Denn so spricht der Herr42,18 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern. Zebaot42,18 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck. Mehr …, der Gott Israels:Mein Zorn42,18 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten. Mehr … und meine Wut entluden sich schon einmal.Damals hat es die Bewohner Jerusalems42,18 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr … getroffen.Genauso wird euch meine Wut treffen,wenn ihr nach Ägypten zieht42,18 nach Ägypten ziehen: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott die Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten führt. Sie sollten nie wieder dorthin zurückkehren, vgl. 5. Mose/Deuteronomium 17,16..Ihr werdet zum Inbegriff von Fluch42,18 Fluch: Ein Unheil bringendes Wort, durch das die Lebenskraft oder das Wohlergehen des Verfluchten gemindert werden soll. Mehr … und Schande.Ja, in Fluchworten und Spottliedernwird man von euch reden.Und diesen Ort hier werdet ihr nie wieder sehen.«

Jeremias Warnung

19»Das hat der Herr zu euch, dem Rest Judas42,19 Rest Judas: Meint die Überlebenden aus dem eroberten Südreich Juda., gesagt.Geht also nicht nach Ägypten42,19 nach Ägypten: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott die Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten führt. Sie sollten nie wieder dorthin zurückkehren, vgl. 5. Mose/Deuteronomium 17,16.!Begreift doch, dass ich euch heute warnen muss:20Ihr selbst habt euer Leben in Gefahr gebracht.Denn ihr habt mich zum Herrn, eurem Gott, gesandtund dabei gesagt:›Bete für uns zum Herrn, unserem Gott!Verkünde uns alles, was der Herr, unser Gott, uns sagen lässt!Wir werden das alles genau befolgen!‹21Ich habe euch heute alles verkündet,aber ihr habt nicht auf den Herrn, euren Gott, gehört.Ihr wolltet die Botschaft nicht hören,mit der er mich zu euch gesandt hat.22Jetzt aber sollt ihr begreifen:Ihr werdet durch Krieg, Hunger und Seuchen sterben.Das wird an dem Ort geschehen,an den ihr gehen wollt, um dort zu leben.«
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Die Flucht nach Ägypten

431Jeremia hatte aufgehört zu reden.Er hatte den Israeliten alles mitgeteilt,womit der Herr, ihr Gott, ihn zu ihnen gesandt hatte.Alle Worte des Herrn, ihres Gottes,hatte er ihnen verkündet.2Da ergriffen einige Männer das Wort.Es waren Asarja, der Sohn des Hoschaja,Johanan43,2 Johanan: Anführer der Gruppe, die die Menschen aus Mizpa befreit hatte; vgl. Jeremia 41,11-15., der Sohn des Kareach,und all die anderen Männer,die von sich sehr überzeugt waren.Sie warfen Jeremia vor: »Alles Lüge!Der Herr, unser Gott, hat dich gar nicht gesandt,um uns das zu sagen:›Geht nicht nach Ägypten43,2 nach Ägypten: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott die Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten führt. Sie sollten nie wieder dorthin zurückkehren, vgl. 5. Mose/Deuteronomium 17,16.!Lebt nicht in der Fremde!‹3Nein, es war Baruch43,3 Baruch: Schreiber des Propheten Jeremia., der Sohn des Nerija.Er hetzt dich gegen uns auf,um uns den Babyloniern43,3 Babylonier: Wörtlich »Chaldäer«. Im Alten Testament werden die Menschen, die in Babylonien wohnen, häufig Chaldäer genannt. auszuliefern.Die werden uns tötenoder in die Verbannung43,3 Verbannung: Meint die Zeit zwischen 586 und 538 v. Chr., in der ein Teil des Volkes Israel gezwungen war, in Babylonien zu leben. Mehr … nach Babylon führen.«

4Johanan43,4 Johanan: Anführer der Gruppe, die die Menschen aus Mizpa befreit hatte; vgl. Jeremia 41,11-15., der Sohn Kareachs,die anderen Offiziere der Truppen und das ganze Volkgehorchten dem Herrn nicht.Sie blieben nicht länger im Land Juda43,4 Juda: Der südliche Teil des Landes, in dem die Israeliten lebten. Mehr ….5Johanan, der Sohn Kareachs, und die anderen Offizierenahmen den ganzen Rest Judas43,5 Rest Judas: Meint die Überlebenden aus dem eroberten Südreich Juda. mit.Einige davon waren nach ihrer Flucht ins Auslandwieder ins Land Juda zurückgekehrt.6Es waren Männer, Frauen und Kinderund die Töchter des Königs.Dazu kamen alle,die Nebusaradan, der Kommandant der Leibwache43,6 Nebusaradan, der Kommandant der Leibwache: Hoher babylonischer Heerführer, der die Verhältnisse in Juda regeln sollte.,beim Verwalter Gedalja43,6 Gedalja: Bereits unter den Königen Judas ein hoher Beamter. Nach dem Untergang Judas wurde er von König Nebukadnezzar II. als Verwalter eingesetzt. gelassen hatte.Der war der Sohn des Ahikam und ein Enkel von Schafan43,6 Schafan: Aus Schafans Familie stammten viele hohe Beamte, die Jeremia unterstützten; vgl. Jeremia 26,24..Auch den Propheten Jeremia nahmen sie mit,zusammen mit Baruch, dem Sohn Nerijas.7Sie zogen nach Ägypten43,7 nach Ägypten: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott die Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten führt. Sie sollten nie wieder dorthin zurückkehren, vgl. 5. Mose/Deuteronomium 17,16.,weil sie dem Herrn nicht gehorchten,und so kamen sie nach Tachpanhes43,7 Tachpanhes: Stadt im östlichen Nildelta..

Jeremia setzt in Tachpanhes ein Zeichen

8In Tachpanhes43,8 Tachpanhes: Stadt im östlichen Nildelta. kam dieses Wort des Herrn zu Jeremia:9»Nimm dir ein paar große Steine!Füg sie mit Lehm zwischen die Pflastersteine ein,am Eingang zum Haus des Pharao43,9 Haus des Pharao: Palast und Verwaltungsgebäude im Stadtzentrum. Der Fußboden davor war mit Ziegeln aus Lehm gepflastert. in Tachpanhes.Die Männer aus Juda43,9 Männer aus Juda: Die Überlebenden aus dem Südreich Juda waren nach Ägypten geflohen. sollen dir dabei zusehen.10Dann sag zu ihnen:So spricht der Herr43,10 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern. Zebaot43,10 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck. Mehr …, der Gott Israels:Seht her! Ich lasse Nebukadnezzar43,10 Nebukadnezzar II.: König des babylonischen Reichs in Mesopotamien 605–562 v. Chr. herholen,meinen Knecht43,10 Knecht: Ehrenvolle Bezeichnung für Menschen, die Gott in seinen Dienst stellt. Der fremde König ist von Gott beauftragt, obwohl er fremde Götter anbetet., den König von Babylonien.Über diesen Steinen, die ich einfügen ließ,werde ich seinen Thron errichten.Darüber wird er sein Prunkzelt43,10 Prunkzelt: Transportabler Thronsaal, dessen Aufbau und Verwendung den Herrschaftsanspruch unterstreichen. aufbauen.11Er wird heranmarschieren und Ägypten besiegen.Jeder wird dann das bekommen, wozu er bestimmt ist:Tod, Gefangenschaft oder Hinrichtung.12In meinem Auftrag wird Nebukadnezzar Feuer legenan die Tempel43,12 Tempel: Gebäude, in dem Gottesdienste gefeiert und Opfer für eine bestimmte Gottheit dargebracht wurden. der ägyptischen Götter.Er wird die Götterbilder43,12 Götterbild: Aus Stein, Ton, Holz oder Metall gefertigtes kleines Standbild einer Gottheit. Seine Herstellung und Verehrung waren in Israel verboten. Mehr … verbrennen oder wegbringen.Wie ein Hirte die Läuse aus seiner Kleidung entfernt,so wird er sie aus Ägypten entfernen.Er selbst wird ungehindert nach Hause zurückkehren.13Die Kultsteine von Heliopolis43,13 Heliopolis: Stadt in der Nähe des heutigen Kairo, die für ihre prächtigen Kultsteine und Tempel berühmt war. wird er zertrümmern.Ja, die Tempel der ägyptischen Götterwird er in Brand stecken.«