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Jeremia schreibt einen Brief nach Babylon

291Der Prophet29,1 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … Jeremia schrieb aus Jerusalem29,1 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr … einen Brief.Er schickte ihn nach Babylon an alle,die dorthin in die Verbannung geführt29,1 in die Verbannung geführt: 597 v. Chr. eroberte Nebukadnezzar die Stadt Jerusalem und führte einen Teil der Bewohner in die Verbannung nach Babylon. worden waren:an den Rest der Ältesten29,1 Älteste: Bezeichnung für ein leitendes Amt in der Gemeinschaft, das von älteren Männern ausgeübt wurde. des verschleppten Volkes,an die Priester29,1 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … und Propheten und an das ganze Volk,das Nebukadnezzar29,1 Nebukadnezzar II.: König des babylonischen Reichs in Mesopotamien 605–562 v. Chr. aus Jerusalem verschleppt hatte.2Damals hatten viele Jerusalem verlassen müssen:König Jojachin29,2 Jojachin: König des Südreichs Juda (598–597 v. Chr.). Am Ende seiner Regierungszeit wird er von Nebukadnezzar II. in die Verbannung nach Babylon geführt. von Juda und die Mutter des Königs29,2 die Mutter des Königs: Wörtlich »Herrin«. Die Mutter des Königs hatte eine besondere Rolle am Königshof und entsprechenden Einfluss.,die Beamten am Hof und die von Juda und Jerusalemsowie die Handwerker und Schmiede.3Jeremia gab den Brief zwei Männern29,3 zwei Männer: Hohe Beamte, die aus einflussreichen Jerusalemer Familien stammen. mit,die König Zidkija29,3 Zidkija: Letzter Herrscher des Südreichs Juda (597–586 v. Chr.). Er wurde von Nebukadnezzar II. zum König gemacht. von Juda nach Babylon sandte –zu König Nebukadnezzar von Babylon.Es waren Elasa, der Sohn des Schafan,und Gemarja, der Sohn des Hilkija.

In dem Brief stand:4So spricht der Herr29,4 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern. Zebaot29,4 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck. Mehr …, der Gott Israels!Das ist meine Botschaft für alle in der Verbannung29,4 in der Verbannung: 597 v. Chr. eroberte Nebukadnezzar die Stadt Jerusalem und führte einen Teil der Bewohner in die Verbannung nach Babylon.,die ich aus Jerusalem nach Babylon29,4 Babylon: Hauptstadt Babyloniens. Nach der Belagerung Jerusalems 597 v. Chr. verschleppte Nebukadnezzar einen Teil der Bewohner Jerusalems dorthin. weggeführt habe:5Baut Häuser und lasst euch darin nieder!Legt Gärten an und esst, was dort wächst!6Heiratet und zeugt Söhne und Töchter!Verheiratet auch eure Söhne und Töchter,damit auch sie Kinder bekommen!Eure Zahl soll dort wachsen, nicht abnehmen.7Seht zu, dass es der fremden Stadt gut geht,in die ich euch verbannt habe!Betet für sie zum Herrn!Denn geht es ihr gut, wird es auch euch gut gehen.Und ihr werdet in Frieden29,7 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht. Mehr … leben.

8Denn so spricht der Herr29,8 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern. Zebaot29,8 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck. Mehr …, der Gott Israels:Lasst euch nicht von euren Propheten29,8 eure Propheten: Falsche Propheten, die ihre eigene Botschaft verkünden und keinen Auftrag von Gott haben. täuschenoder von den Wahrsagern29,8 Wahrsagerei, wahrsagen: Praktiken und Methoden, um zukünftige Ereignisse vorherzusagen oder gegenwärtig Verborgenes zu enthüllen. Mehr …, die bei euch sind!Hört nicht auf die Träume,die sie für euch träumen!9Denn was sie euch in meinem Namen weissagen,ist nichts als Lüge.Ich habe sie nicht geschickt.– So lautet der Ausspruch des Herrn29,9 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet..

10So spricht der Herr29,10 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:Erst wenn 70 Jahre29,10 70 Jahre: 70 ist ein runde Zahl. Die Zeit der Verbannung reichte von der Zerstörung Jerusalems 586 v. Chr. bis zum Erlass des Königs Kyros II. 538 v. Chr. vergangen sind,werde ich mich euch in Babylon29,10 Babylon: Hauptstadt Babyloniens. Nach der Eroberung Jerusalems 586 v. Chr. wurden viele Bewohner dorthin verschleppt. wieder zuwenden.Erst dann werde ich meine Verheißung erfüllenund euch an diesen Ort hier29,10 dieser Ort hier: Meint die Stadt Jerusalem, in der Jeremia sich aufhält. zurückbringen.11Denn ich weiß, was ich mit euch vorhabe.Ausspruch des Herrn29,11 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.Ich habe Pläne des Friedens29,11 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht. Mehr … und nicht des Unheils.Ich will euch Zukunft und Hoffnung schenken.12Ihr werdet zu mir rufen.Ihr werdet kommen und zu mir beten,und ich werde euch erhören.13Ihr werdet mich suchen, und ihr werdet mich finden.Ja, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir fragt,14dann lasse ich mich von euch finden.– Ausspruch des HerrnIch werde euer Schicksal wenden.Ich werde euch sammeln aus allen Völkernund von allen Orten, wohin ich euch verbannt habe.– Ausspruch des HerrnIch bringe euch an den Ort zurück,von dem ich euch weggeführt habe.

15Doch ihr in Babylon behauptet:»Auch hier hat der Herr Propheten29,15 Propheten: Falsche Propheten, die nur behaupten, Gottes Willen zu verkünden. Sie kündigen die baldige Rückkehr nach Jerusalem an. eingesetzt.«

16Das ist die Botschaft des Herrnfür eure Brüder29,16 Bruder: Mitmensch, der wie der Angesprochene zum Volk Gottes gehört. in Jerusalem –für den König29,16 König: Meint Zidkija, der als Nachkomme von König David auf dem Thron in Jerusalem sitzt., der auf dem Thron Davids sitztund für dieses Volk, das noch in dieser Stadt lebt.Sie wurden nicht mit euch in die Verbannung geführt29,16 in die Verbannung geführt: 597 v. Chr. eroberte Nebukadnezzar die Stadt Jerusalem und führte einen Teil der Bewohner in die Verbannung nach Babylon..17So spricht der Herr29,17 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern. der himmlischen Heere29,17 himmlische Heere: Hebräisch Zebaot. Der Beiname bringt die ganze Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck. Mehr …:Ich schicke ihnen Krieg, Hunger und Seuchen.Ich werde sie wie verdorbene Feigen29,17 verdorbene Feigen: Bild für die in Jerusalem Zurückgebliebenen, denen Gott Unheil ankündigt. Das Bild wird auch in Jeremia 24,8-10 verwendet. behandeln.Sie sind so schlecht, dass sie ungenießbar sind.18Mit Krieg, Hunger und Seuchen werde ich sie verfolgen.Ich werde sie zu einem abschreckenden Beispiel machenfür alle Königreiche der Erde.Zum Inbegriff von Fluch29,18 Fluch: Ein Unheil bringendes Wort, durch das die Lebenskraft oder das Wohlergehen des Verfluchten gemindert werden soll. Mehr … und Schande sollen sie werden.Hohn und Spott wird man über sie ausgießenbei den Völkern, zu denen ich sie verbannen werde.19Denn sie haben nicht auf meine Worte gehört,die ich ihnen geschickt habe.Ausspruch des Herrn29,19 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.Meine Knechte29,19 Knecht, Knecht Gottes: Ehrenvolle Bezeichnung für Menschen, die Gott in seinen Dienst nimmt. Mehr …, die Propheten29,19 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr …,sandte ich immer und immer wieder,aber sie wollten nicht hören.– So lautet der Ausspruch des Herrn.

20Ihr jedoch, all ihr Verschleppten,die ich aus Jerusalem nach Babylon weggeführt29,20 nach Babylon weggeführt: 597 v. Chr. führte Nebukadnezzar II. einen Teil der Bewohner Jerusalems in die Verbannung nach Babylon. Da er in Gottes Auftrag handelte, kann Gott hier sagen, dass er selbst das getan hat. habe,hört doch die Worte des Herrn!21Das ist die Botschaft des Herrnfür Ahab, den Sohn des Kolaja,und Zidkija29,21 Zidkija: Hier ist nicht der König gemeint, sondern ein falscher Prophet., den Sohn des Maaseja –die beiden weissagen euch in meinem Namen Lügen.So spricht der Herr29,21 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern. Zebaot29,21 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck. Mehr …, der Gott Israels über sie:»Ich gebe sie in die Hand Nebukadnezzars29,21 Nebukadnezzar II.: König des babylonischen Reichs in Mesopotamien 605–562 v. Chr..Der babylonische König wird sie vor euren Augen töten.22Alle Verschleppten aus Juda29,22 Verschleppte aus Juda: 597 v. Chr. eroberte Nebukadnezzar die Stadt Jerusalem und führte einen Teil der Bewohner in die Verbannung nach Babylon., die in Babylon leben,werden ihr Schicksal als Fluchwort29,22 Fluch: Ein Unheil bringendes Wort, durch das die Lebenskraft oder das Wohlergehen des Verfluchten gemindert werden soll. Mehr … gebrauchen:›Der Herr lasse es dir gehen wie Zidkija und Ahab,die der babylonische König lebendig geröstet hat!‹23Schlimm haben es die beiden in Israel getrieben:Sie haben mit den Ehefrauen von anderen geschlafen.In meinem Namen haben sie geredet.Aber das waren Lügen.Ich hatte sie gar nicht beauftragt.Doch ich weiß genau, was sie getan haben,und ich trete gegen sie als Zeuge auf.– So lautet der Ausspruch des Herrn29,23 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.

Jeremia reagiert auf eine Antwort aus Babylon

24Sag zu Schemaja aus Nehelam29,24 Nehelam: Ein uns unbekannter Ort oder ein Wortspiel mit dem hebräischen Wort »Träumer«.:25So spricht der Herr29,25 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern. Zebaot29,25 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck. Mehr …, der Gott Israels:In deinem eigenen Namen hast du Briefe geschrieben.Du hast sie an das Volk in Jerusalem29,25 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr … geschickt,an den Priester29,25 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … Zefanja, den Sohn des Maaseja,und an alle anderen Priester.Und das stand darin:26Der Herr hat dich zum Priester ernannt.Anstelle des Priesters Jojada bist du jetzt Aufseher.Jetzt bist du verantwortlich,wenn im Haus des Herrn29,26 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem.sich jemand wie ein Verrückter benimmt,Das gilt auch, wenn sich jemand als Prophet aufspielt.Dann musst du ihn in den Block spannen29,26 in den Block spannen: Form der öffentlichen Folter, bei der der Gefangene so fest angebunden ist, dass er sich nicht mehr bewegen kann.und ihn mit dem Halseisen29,26 Halseisen: Enger Ring aus Eisen, der Gefangenen um den Hals gelegt wurde. anketten lassen.27Warum hast du nichts gegen Jeremia unternommen?Jeremia aus Anatot29,27 Anatot: Heimatstadt Jeremias, 5 km nordöstlich von Jerusalem. führt sich bei euch so auf,als sei er ein Prophet.28Er hat uns einen Brief29,28 Brief: Der Brief, den Jeremia an die nach Babylon verbannten Judäer schickt, findet sich in Jeremia 29,4-23. nach Babylon geschrieben.Darin heißt es: Es wird noch lange dauern.Baut Häuser und lasst euch darin nieder!Legt Gärten an und esst, was dort wächst!

29Diesen Brief las der Priester Zefanja vor,sodass der Prophet29,29 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … Jeremia alles hörte.30Da kam das Wort des Herrn29,30 das Wort des HERRN kam: Typische Redewendung in prophetischen Büchern. Sie verdeutlicht, dass die Propheten in ihren Worten Gottes Willen weitergeben. zu Jeremia:31Sende einen Brief an die Verschleppten29,31 die Verschleppten: 597 v. Chr. eroberte Nebukadnezzar die Stadt Jerusalem und führte einen Teil der Bewohner in die Verbannung nach Babylon.und teile ihnen mit:So spricht der Herr29,31 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern. über Schemaja aus Nehelam29,31 Nehelam: Ein uns unbekannter Ort oder ein Wortspiel mit dem hebräischen Wort »Träumer«.:Schemaja hat zu euch als Prophet gesprochen,obwohl ich ihn nicht geschickt habe.Er hat es geschafft, dass ihr auf Lügen vertraut.32Deshalb spricht der Herr:Ich werde Schemaja aus Nehelam strafen,ihn und auch seine Nachkommen.Kein Einziger von ihnen wird in diesem Volk leben.Keiner von ihnen wird das Gute sehen,das ich für mein Volk tun werde.Denn er hat die Leute dazu aufgerufen,sich vom Herrn abzuwenden.– So lautet der Ausspruch des Herrn29,32 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet..
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Das Trostbuch für Israel

Jeremia 30,1–31,40

Einleitung

301Das folgende Wortkam zu Jeremia vom Herrn:2So spricht der Herr30,2 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern., der Gott Israels:Alle Worte, die ich zu dir gesprochen habe,sollst du dir aufschreiben und ein Buch daraus machen.3Denn die Zeit wird kommen,in der ich das Schicksal meines Volkes wenden werde.Ausspruch des Herrn30,3 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.Ja, das sagt der Herr:Mein Volk aus Israel und Juda30,3 mein Volk aus Israel und Juda: Lange Zeit gab es zwei Königreiche, eines im Norden und eines im Süden. In der Zukunft soll Gottes Volk wieder ein Volk sein. werde ich zurückbringen.Sie kommen zurück in das Land,das ich ihren Vorfahren als Besitz gegeben30,3 ihren Vorfahren als Besitz gegeben: Davon, dass Gott seinem Volk ein Land schenken wird, erzählt beispielsweise 1. Mose/Genesis 13,14-18. habe.

Nach der Katastrophe kommt die Rettung

4Diese Worte hat der Herr gesprochen.Über Israel30,4 Israel: Bezeichnung für das Königreich im Norden (926–722 v. Chr.). und Juda30,4 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt. Mehr … hat er das gesagt:5Ja, so spricht der Herr30,5 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:Schreckliches Geschrei haben wir gehört.Statt Frieden herrscht Angst.6Fragt doch nach und seht euch um:Können Männer Kinder kriegen?Warum machen sie es dann so wie Frauen bei der Geburt?Sie pressen ihre Hände auf die Hüfte,und ihre Gesichter sind ganz blass.7Was für ein Tag! Wie schrecklich ist diese Zeit!Mit nichts ist sie zu vergleichen.Eine Zeit der Not ist es für Jakob30,7 Jakob: Bezeichnung für das Volk Israel. Der Stammvater Jakob wird in 1. Mose/Genesis 32,29 in Israel umbenannt. Mehr …!Doch er wird gerettet.8Das ist der Ausspruch des Herrn30,8 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet. Zebaot30,8 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck. Mehr …:Wenn diese Zeit gekommen ist, zerbreche ich Jakobs30,8 Jakob: Bezeichnung für das Volk Israel. Der Stammvater Jakob wird in 1. Mose/Genesis 32,29 in Israel umbenannt. Mehr … Joch30,8 Joch: Holzbalken, der Tieren über den Nacken gelegt wird, um einen Wagen oder Pflug zu ziehen. Hier Bild für die Unterdrückung durch fremde Herrscher.und nehme die Last von seinem Nacken.Ich werde seine Stricke zerreißen.Den fremden Mächten soll er nicht länger dienen.9Nein, sie werden dem Herrn, ihrem Gott, dienenund ihrem neuen König.Einen neuen König David30,9 König David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–970 v. Chr. regierte. Während seiner Regierungszeit ging es Israel gut. werde ich für sie einsetzen.

10Fürchte dich nicht, mein Knecht Jakob30,10 mein Knecht Jakob: »Jakob« ist eine andere Bezeichnung für das Volk Israel, das hier den Ehrentitel »Knecht Gottes« trägt.!Ausspruch des Herrn30,10 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.Hab keine Angst, Israel30,10 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. Mehr …!Denn ich rette dich aus dem fernen Landund befreie deine Nachkommen aus der Verbannung30,10 Verbannung: Meint die Zeit zwischen 586 und 538 v. Chr., in der ein Teil des Volkes Israel gezwungen war, in Babylonien zu leben. Mehr ….Jakob30,10 Jakob: Sohn von Isaak und Rebekka. Er ist der Vater von zwölf Söhnen, die für die Stämme Israels stehen; vgl. 1. Mose/Genesis 25,19–50,14. Mehr … wird zurückkehrenund in Ruhe und Sicherheit leben, ganz ungestört.11Denn ich bin bei dir, um dich zu retten.– Ausspruch des HerrnUnter fremde Völker hatte ich dich zerstreut.Doch jetzt mache ich mit ihnen allen ein Ende.Nur mit dir will ich kein Ende machen.Ich werde dich so erziehen, wie es recht ist.Ungestraft kann ich dich nicht davonkommen lassen.

Gott selbst wird Israels Wunden heilen

12So spricht der Herr30,12 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:Unheilbar ist dein Knochenbruch30,12 Knochenbruch: Die Verletzungen sind ein Bild für die Zerstörung Jerusalems.,bösartig deine Wunde.13Niemand kümmert sich um deine Leiden.Für deine eiternde Wunde gibt es keine Medizin.Nichts und niemand kann dir helfen.14Alle deine Liebhaber30,14 Liebhaber: Das Verhältnis zwischen Gott und Israel wird in der Bibel oft als Ehe beschrieben. Die Liebhaber sind hier ein Bild für die fremden Götter, die Israel angebetet hat. haben dich vergessen.Keiner fragt nach dir.Denn ich habe dich so hart gestraft,wie man Feinde straft – mit unbarmherzigen Schlägen.Das alles geschah wegen deiner großen Schuld.Unzählige Male hast du Sünden30,14 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … begangen.15Warum schreist du wegen deines Knochenbruchs?Warum klagst du, dass deine Schmerzen unheilbar sind?Der Grund dafür ist doch deine große Schuld.Unzählige Male hast du Sünden begangen.Deshalb habe ich dir das angetan.

16Und doch gilt:Alle, die dich fressen, werden gefressen.Alle, die dich bedrängen,werden gefangen genommen – ja, sie alle!Wer dich ausplündert, wird selbst geplündert.Und alle, die dich ausrauben,lasse ich selbst ausgeraubt werden.17Denn ich mache dich wieder gesundund will deine Wunden heilen.Ausspruch des Herrn30,17 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.Warum tue ich das?Weil man dich »die Verstoßene« genannt hat.Du bist Zion30,17 Zion: Tempelberg von Jerusalem, aber auch Bezeichnung für die ganze Stadt. Mehr … – von der es heißt:Niemand kümmert sich um sie.

Gott wird Israel wieder aufbauen und einen neuen König einsetzen

18So spricht der Herr30,18 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:Ich wende das Schicksal Jakobs30,18 Jakob: Bezeichnung für das Volk Israel. Der Stammvater Jakob wird in 1. Mose/Genesis 32,29 in Israel umbenannt. Mehr …und habe Erbarmen mit den Menschen –ihre Zelte und Wohnungen30,18 Zelte und Wohnungen: Bild für die Heimat in Jerusalem. gebe ich ihnen zurück.Auf den Bergen aus Schuttsoll die Stadt wieder aufgebaut werden.Auch der Palast soll wieder an alter Stelle stehen.19Dann werden sie Danklieder singen.Sie werden wieder lachen können.Ihre Zahl soll wachsen, nicht abnehmen.Ich werde ihnen Achtung verschaffen.Niemand soll sie mehr verachten.20Mit den Nachkommen Jakobs30,20 Nachkommen Jakobs: Bezeichnung für das Volk Israel. Der Stammvater Jakob wird in 1. Mose/Genesis 32,29 in Israel umbenannt. soll es wie früher sein:Sie werden vor mir bestehen bleiben.Alle, die sie bedrängen, werde ich strafen.21Ihr Machthaber soll einer von ihnen sein.Ihr Herrscher soll aus ihrer Mitte kommen.Er darf zu mir kommen30,21 zu mir kommen: Wie sich ein Untertan seinem König nähert, darf der neue Herrscher vor Gott, den Herrscher der Welt, treten.,frei soll er sich mir nähern können.Wer sonst darf sich mir ungestraft nähern?Riskiert er dabei doch sein Leben!Ausspruch des Herrn30,21 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.22Dann werdet ihr mein Volk seinund ich werde euer Gott sein.

23Seht doch hin:Wie ein Sturm zieht der Zorn des Herrn30,23 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten. Mehr … herauf.Ein schrecklicher Sturmwirbelt über die Köpfe der Frevler30,23 Frevler: Menschen, die Gottes Gebote missachten und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen. Mehr … hinweg.24Der glühende Zorn des Herrn ist entbrannt.Er wird so lange wüten,bis Gott getan hat, was er sich vorgenommen hat.Im Nachhinein werdet ihr das alles verstehen.
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311So lautet der Ausspruch des Herrn31,1 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.:

Dann werde ich für alle Menschen in Israel Gott sein,und sie werden mein Volk sein.

Für die Verschleppten aus dem Nordreich gibt es Hoffnung

2So spricht der Herr31,2 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:Das Volk, das dem Schwert entkommen ist,hat Gnade31,2 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. Mehr … gefunden in der Wüste31,2 in der Wüste: Hier vermischen sich die Kriegserfahrungen mit der Erinnerung daran, dass Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit und auf dem Weg durch die Wüste begleitet hat..Israel31,2 Israel: Bezeichnung für das Königreich im Norden (926–722 v. Chr.). zieht zum Ort seiner Ruhe.

3Ja, der Herr ist mir, Israel, erschienen.Von weit her ist er gekommen und versichert mir:Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebtund habe dir die Treue gehalten.4Ich werde dich wieder aufbauen.Ja, dir wird geholfen31,4 dir wird geholfen: Wörtlich »du wirst aufgebaut«. Dieses Bild kann sich auf Israels Städte beziehen, die wieder aufgebaut werden, oder im übertragenen Sinn auf viele Kinder, die geboren werden. So baut sich das Volk wieder auf., Jungfrau Israel31,4 Jungfrau Israel: Das Verhältnis zwischen Gott und Israel wird in der Bibel oft als Ehe beschrieben. Hier wird Israel als Jungfrau vorgestellt, mit der der Bräutigam einen Neuanfang wagt.!Deine Trommeln wirst du wieder hervorholenund Schmuck zum Fest anlegen.Fröhlich werdet ihr zusammen tanzen.5Du wirst wieder Weinberge31,5 Weinberg: Ein mit einer Mauer umgebener Garten, in dem Wein angebaut wird. In Israel war das ein wertvoller Besitz. Mehr … pflanzen,auf Samarias31,5 Samaria: Hauptstadt des Nordreichs Israel, 722 v. Chr. von den Assyrern zerstört. Bergen wirst du sie anlegen.Ja, wer pflanzt, der wird auch ernten können!6Denn die Zeit wird kommen,dass die Wächter auf dem Gebirge Efraim31,6 Efraim: Gebirgszug im mittleren Westjordanland. Der Name kommt vom Stamm Efraim, der dort sein Siedlungsgebiet hatte. rufen:»Lasst uns hinaufziehen nach Zion31,6 Zion: Tempelberg von Jerusalem, aber auch Bezeichnung für die ganze Stadt. Mehr …!Wir wollen zum Herrn, unserem Gott, gehen!«

7So spricht der Herr31,7 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:Jubelt voller Freude Jakob31,7 Jakob: Bezeichnung für das Nordreich Israel. Der Stammvater Jakob wird in 1. Mose/Genesis 32,29 in Israel umbenannt. zu!Stimmt Freudengesänge anfür den Herrscher der Völker31,7 Herrscher über die Völker: Ehrentitel, den König David trägt; vgl. 2. Samuel 22,44. Nur hier wird er auf das Volk übertragen.!Lasst es alle hören, lobt und verkündet:»Der Herr hat seinem Volk geholfen,den Rest Israels31,7 Rest Israels: Gruppe von Menschen, die Gottes Gericht überleben. Gott sammelt sie und schenkt ihnen eine neue Zukunft. hat er gerettet!«8Ja, ich hole sie heraus aus dem Land des Nordens31,8 Land des Nordens: Nach der Eroberung des Nordreichs Israel durch die Assyrer 722 v. Chr. wurde ein Teil der Bevölkerung in das Gebiet des heutigen Nord-Irak verschleppt.,aus allen Ecken der Erde bringe ich sie zusammen.Unter ihnen werden Blinde und Lahme sein,schwangere Frauen und junge Mütter.Sie werden wieder hierher zurückkehren.Als große Gemeinschaft kommen sie zurück.9Mit Tränen in den Augen werden sie kommen.Aber ich werde sie trösten und sicher leiten.Zu Bächen voller Wasser werde ich sie führen –auf einem ebenen Weg,auf dem sie nicht stolpern werden.Denn ich bin für Israel31,9 Israel: Bezeichnung für das Königreich im Norden (926–722 v. Chr.). zum Vater geworden,Efraim31,9 Efraim: Stamm Israels, später auch Bezeichnung für das Nordreich. ist mein erstgeborener Sohn.

10Hört das Wort des Herrn, ihr Völker!Verkündet es selbst auf den fernen Inseln31,10 Inseln: Bezeichnen den westlichen Rand der damals bekannten Welt.!Sagt allen: »Der Herr hat Israel zerstreut31,10 Israel zerstreuen: Bild für die Verschleppung der Bevölkerung nach der Eroberung des Nordreichs Israel durch die Assyrer..Doch jetzt sammelt er es wieder!Er beschützt und leitet sein Volk,wie ein Hirte31,10 Hirte: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. In der Antike steht das Hirtenbild oft für den König oder für Gott. Mehr … seine Schafe hütet.«11Denn der Herr erlöst Jakob31,11 Jakob: Bezeichnung für das Nordreich Israel. Der Stammvater Jakob wird in 1. Mose/Genesis 32,29 in Israel umbenannt..Er befreit ihn aus der Hand dessen,der stärker ist als Jakob.12Dann werden sie kommen und auf Zions31,12 Zion: Tempelberg von Jerusalem, aber auch Bezeichnung für die ganze Stadt. Mehr … Höhe jubeln.Sie werden vor Freude strahlen über das Gute,das der Herr ihnen schenkt:über Korn, Wein und Olivenölund über die Jungtiere der Schafe, Ziegen und Rinder.Sie werden wie ein bewässerter Garten31,12 bewässerter Garten: Bild für das ungefährdete Aufblühen von Menschen, denen es rundherum gut geht. sein –nie mehr wird es ihnen an etwas fehlen.13Dann werden die Mädchen vor Freude tanzen,Jung und Alt werden miteinander lachen.Ich werde ihre Trauer in Freude verwandeln.Ich werde sie tröstenund sie von ihrem Kummer befreien.14Den Priestern31,14 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … gebe ich ihren Anteil am Opfer31,14 Anteil am Opfer: Priester erhalten einen Teil des Opfers für ihren Lebensunterhalt, vgl. 3. Mose/Levitikus 7,28-34.und werde sie reichlich sättigen.Mein Volk soll sich satt essen an all dem Guten,das ich ihm schenke.– So lautet der Ausspruch des Herrn31,14 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet..

Für das verlassene Land gibt es Hoffnung

15So spricht der Herr31,15 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:Noch hört man in Rama31,15 Rama: Ortschaft 8 km nördlich von Jerusalem gelegen. bitteres Klagen und Weinen.Rahel31,15 Rahel: Lieblingsfrau Jakobs. Hier Bild für die verlassene Stadt, die um die verschleppten Menschen weint. weint um ihre Kinder.Sie will sich nicht trösten lassen.Denn ihre Kinder wurden ihr genommen.16So spricht der Herr:Doch jetzt hör auf zu klagen und zu weinen!Denn deine Mühe wird belohnt.Ausspruch des Herrn31,16 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.Sie werden aus dem Land des Feindes zurückkehren.17Es gibt Hoffnung für deine Zukunft.– Ausspruch des HerrnDeine Kinder werden in ihre Heimat zurückkehren.

Ein Bild der Hoffnung: Rückkehr des verlorenen Sohnes

18Ich habe wohl gehört, wie Efraim31,18 Efraim: Enkel von Rahel und Jakob. Er steht hier für das Nordreich Israel, dessen Klage Gott hört. klagt:»Du hast mich hart erzogen.Ich ließ mich von dir zähmen wie ein junger Stier,den noch niemand gebändigt hat.Lass mich doch umkehren!Ich will ja umkehren:Denn du, Herr, bist mein Gott!19Wenn ich umgekehrt bin,bereue ich, was ich getan habe.Nachdem ich es erkannt habe,schlage ich an meine Brust.Ich schäme mich in Grund und Boden.Denn als ich jung war,habe ich Schande31,19 Schande: Hier eine Folge der Missachtung von Gottes Willen. über mich gebracht.Daran trage ich jetzt schwer.«

20Ist Efraim31,20 Efraim: Enkel von Rahel und Jakob. Er steht hier für das Nordreich Israel, das Gott liebt wie sein eigenes Kind. denn nicht mein Lieblingssohn?Ist er nicht das Kind, das ich über alles liebe?Selbst wenn ich streng mit ihm reden muss,bin ich mit meinen Gedanken ganz bei ihm.Mein Herz schlägt ganz für ihn.Ich kann nicht anders: Ich habe Erbarmen mit ihm.– So lautet der Ausspruch des Herrn31,20 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet..

21Also mach dich jetzt auf den Heimweg:Stell die Wegweiser wieder auf!Markiere mit Steinen den Weg,den du damals gegangen bist!Achte genau auf die Straße!Kehre heim, Jungfrau Israel31,21 Jungfrau Israel: Das Verhältnis zwischen Gott und Israel wird in der Bibel oft als Ehe beschrieben. Hier wird Israel als Jungfrau vorgestellt, mit der der Bräutigam einen Neuanfang wagt.!Kehre zurück in deine Städte!22Wie lange willst du noch zögern, Tochter31,22 Tochter: Anrede für die Jungfrau Israel.?Wie lange bleibst du noch unentschlossen?Denn der Herr hat Neues geschaffen:Im Land erwartet dich ein neues Miteinander –die Frau umgibt den Mann31,22 die Frau umgibt den Mann: Gemeint ist entweder ein neues Miteinander von Männern und Frauen oder von Gott und seinem Volk..

Auch für Juda gibt es Hoffnung

23So spricht der Herr31,23 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern. Zebaot31,23 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck. Mehr …, der Gott Israels:Auch im Land Juda31,23 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt. Mehr … und in all seinen Städtenwird man sich wieder Segen31,23 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen. Mehr … wünschen.Wenn ich ihr Schicksal wenden werde,werden sie über ihr Land sagen:»Der Herr segne dich,du Weideland31,23 Weideland: Bild für ein Land, das unter Gottes Schutz steht. voller Gerechtigkeit,du heiliger Berg31,23 heiliger Berg: Meint den Berg Zion, auf dem der Tempel in Jerusalem steht.24Dann wird Juda wieder bevölkert sein.In all seinen Städten werden wieder Bauern lebenund Hirten, die mit ihren Herden umherziehen.25Ja, den Durstigen gebe ich zu trinkenund die Müden stärke ich.

26Das alles erlebte ich31,26 ich: Meint den Propheten Jeremia. im Schlaf.Da wachte ich auf und schaute mich um.Ich dachte: Wie angenehm war doch mein Schlaf!

Das Volk Gottes wird erneuert

27Seht, es kommt eine Zeit,da werde ich neu aussäen.Ausspruch des Herrn31,27 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.Mit dem Haus Israel31,27 Haus Israel: Bezeichnung für das Nordreich Israel. und dem Haus Juda31,27 Haus Juda: Bezeichnung für das Südreich Juda mit der Hauptstadt Jerusalem.werde ich einen Neuanfang machen:Menschen und Tiere sollen wieder leben und gedeihen.28Schon immer habe ich mich um sie gekümmert.Damals habe ich sie ausgerissen, eingerissen,zerstört, vernichtet und Schaden angerichtet.Jetzt aber werde ich sie aufbauen und pflanzen.– So lautet der Ausspruch des Herrn31,28 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet..29Dann werden sie nicht mehr länger sagen:»Die Väter haben saure Trauben gegessen31,29 saure Trauben essen: Bild für das Tun von etwas Schlechtem..Deshalb sind die Zähne der Söhne jetzt ruiniert31,29 Zähne der Söhne ruiniert: Bild für die nachfolgende Generation, die unter den Folgen der Sünden ihrer Väter leidet.30Nein!Dann wird jeder seine eigene Schuld31,30 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … tragen müssenund daran sterben.Wer saure Trauben isst,wird seine eigenen Zähne ruinieren.

Gott schließt einen neuen Bund mit seinem Volk

31Seht, es kommt eine Zeit,da werde ich einen neuen Bund31,31 Bund: Vertrag, mit dem zwei Partner eine gegenseitige Verpflichtung eingehen. Ist Gott einer der Partner, kann er sich auch einseitig zur Treue gegenüber seinem Volk oder einzelnen Menschen verpflichten. Mehr … schließen.Mit dem Haus Israel31,31 Haus Israel: Bezeichnung für das Nordreich Israel. und dem Haus Juda31,31 Haus Juda: Bezeichnung für das Südreich Juda mit der Hauptstadt Jerusalem.werde ich ihn schließen.Ausspruch des Herrn31,31 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.32Dieser Bund wird anders sein als der Bund,den ich mit ihren Vorfahren geschlossen31,32 mit ihren Vorfahren geschlossen: Meint den Bund, den Gott mit seinem Volk am Berg Sinai geschlossen hat; vgl. 2. Mose/Exodus 34. Die Gebote Gottes waren damals auf Tafeln aus Stein geschrieben. habe.Damals habe ich ihre Vorfahren an der Hand genommenund sie aus Ägypten geführt31,32 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit..Aber sie haben meinen Bund gebrochen,obwohl ich doch ihr Herr war!– So lautet der Ausspruch des Herrn.33In Zukunft soll es einen neuen Bund31,33 neuer Bund: Gott verspricht einen Neuanfang. Für Christen ist dieses Versprechen durch Tod und Auferstehung von Jesus Christus erfüllt. Gottes Zusagen gelten jetzt für alle Menschen, die an ihn glauben. geben.Mit dem Haus Israel will ich ihn schließen.– So lautet der Ausspruch des Herrn.Und das wird der neue Bund sein:Ich werde meine Weisung31,33 Weisung: Hebräisch Tora. Sie umfasst die schriftliche und mündliche Mitteilung von Gottes Willen. Mehr … in sie hineinlegenund sie in ihr Herz schreiben31,33 in ihr Herz schreiben: Die Gebote Gottes werden die Menschen von innen heraus prägen..Ich werde ihr Gott sein,und sie werden mein Volk sein.34Sie werden einander nicht mehr belehren.Keiner wird zum anderen sagen:»Erkenn doch endlich, wer der Herr ist!«Nein, sie alle werden mich kennen,vom Kleinsten bis zum Größten.– Ausspruch des HerrnDenn ich werde ihnen ihre Schuld vergebenund nicht länger an ihre Sünde31,34 Sünde: Die Trennung des Menschen von Gott, seinem Schöpfer. Sie führt dazu, dass der Mensch sein Leben nicht nach Gottes Willen ausrichten kann. Mehr … denken.

Gottes Versprechen für sein Volk

35Der Herr hat eine Botschaft für sein Volk.Er, der die Sonne zum Licht des Tages bestimmt hat,Mond und Sterne für die Nacht – das ist seine Ordnung31,35 seine Ordnung: Der Schöpfungsbericht in 1. Mose/Genesis 1,1–2,4 zeigt, wie Gott die Welt geordnet hat..Er, der das Meer aufwühlt, dass die Wellen brausen.Herr der himmlischen Heere31,35 himmlische Heere: Hebräisch Zebaot. Der Beiname bringt die ganze Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck. Mehr … – so lautet sein Name.Und so spricht der Herr31,35 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:36»Können diese Ordnungen denn jemals vergehen?Ausspruch des Herrn31,36 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.Und das Volk aus dem Samen Israels31,36 Same Israels: Bild für den Rest Israels, mit dem Gott einen Neuanfang machen wird.kann es jemals untergehen?Nein, immer wird Israel vor meinen Augen bestehen.«

37So spricht der Herr31,37 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:»Kann jemand den Himmel vermessenoder in die Tiefen der Erde vordringen?Und alle Nachkommen Israels –kann ich sie jemals verwerfen?Nein, trotz allem, was sie getan haben!– So lautet der Ausspruch des Herrn31,37 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.

38Seht, es kommt eine Zeit,da wird Jerusalem31,38 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr … für den Herrn wieder aufgebaut –vom Turm Hananel bis zum Ecktor.– So lautet der Ausspruch des Herrn31,38 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet..39Weit reicht die Messschnur.Man wird die Stadtmauern verlängern –vom Hügel Gareb gegenüber dem Turmmit einem Knick bis nach Goa.40Selbst unreine Orte31,40 unreine Orte: Kontakt mit Toten macht unrein. sind dann heilig für den Herrnwie das Tal der Leichen und der Asche31,40 Tal der Leichen und der Asche: Im Tal Hinnom, im Süden Jerusalems, wurden die Toten bestattet und die Asche der Opfertiere ausgeschüttet..Dazu noch die Hänge bis zum Bach Kidronund bis zum Pferdetor im Osten.Nie wieder wird diese Stadt zerstört und abgebrochen!