BasisBibel (BB)
19

Jeremia zerschlägt einen Krug

191Der Herr gab Jeremia einen Auftrag:Geh und kauf beim Töpfer19,1 Töpfer: Handwerker, der Gefäße aus Ton formt. einen Krug aus Ton.Nimm einige der Ältesten19,1 Älteste: Bezeichnung für ein leitendes Amt in der Gemeinschaft, das von älteren Männern ausgeübt wurde. des Volkes mitund einige der Ältesten der Priester19,1 Älteste der Priester: Die führenden und angesehensten Priester..2Geh hinaus vor die Stadt ins Ben-Hinnom-Tal19,2 Ben-Hinnom-Tal: Tal, in dem die Opferstätte Tofet liegt, an der fremden Göttern Opfer dargebracht wurden.,das beim Scherbentor19,2 Scherbentor: Tor in der Stadtmauer Jerusalems, das nahe bei den Töpferwerkstätten liegt. Dort wurden die Tonscherben entsorgt. liegt.Dort sollst du die Worte verkünden,die ich dir jetzt sagen werden:3Hört das Wort des Herrn,ihr Könige Judas19,3 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt. Mehr … und ihr Bewohner Jerusalems19,3 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr …!So spricht der Herr19,3 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern. Zebaot, der Gott Israels:Seht her!Ich bringe Unheil über diesen Ort19,3 dieser Ort: Meint das Ben-Hinnom-Tal, stellvertretend für Jerusalem und Juda.,dass jedem Hören und Sehen vergehen wird!4Denn sie alle haben mich verlassen.Sie haben diesen Ort entweiht und entstellt,indem sie anderen Göttern Räucheropfer19,4 Räucheropfer: Verbrennen von Weihrauch oder anderen Duftharzen auf einem Räucheraltar. Mehr … darbrachten.Diese Götter19,4 Götter: Götter, die von anderen Völkern verehrt werden. Israel hat nur einen einzigen Gott. Mehr … kannten sie früher nicht einmal –weder sie noch ihre Vorfahren noch die Könige Judas.An diesem Ort haben sie auch Blut vergossen,das Blut unschuldiger Menschen.5Sie haben Kultpätze19,5 Kultplatz: Lokales Heiligtum auf einer Anhöhe oder Bezeichnung für einen Ort, an dem fremde Götter verehrt werden. für Baal19,5 Baal: Palästinisch-syrischer Wettergott. Er galt als Herrscher über Wolken, Wind und Regen, der für die Fruchtbarkeit des Landes sorgt. Mehr … errichtet,um dort ihre Söhne zu verbrennen.Ihre Kinder sollten ein Brandopfer19,5 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr … für Baal sein.Das habe ich nie geboten und nie von ihnen verlangt –so etwas ist mir nicht einmal in den Sinn gekommen!

6Deswegen werde ich sie bestrafen:Seht, es kommt eine Zeit,da wird dieser Ort einen anderen Namen haben.Er wird nicht mehr Tofet19,6 Tofet: Opferstätte vor den Toren Jerusalems, an der Kinder für den Gott Baal oder Moloch geopfert und verbrannt wurden. und Ben-Hinnom-Tal heißen,sondern »Tal des Mordens«.– Ausspruch des Herrn7Dann werden an diesem Ort die Köpfe leer19,7 leer: Wortspiel mit dem hebräischen Wort für »Krug« aus Vers 1, das ähnlich klingt wie das hebräische Wort für »leer«. sein,keiner hat einen Rettungsplan für Juda19,7 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt. Mehr … und Jerusalem19,7 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr ….Ich werde sie vernichten:Sie werden durch das Schwert ihrer Feinde fallenund in der Gewalt derer sein, die sie töten wollen.Die Vögel des Himmels und die Tiere der Erdewerden ihre Leichen fressen.8Ich werde diese Stadt verwüstenund sie zur Zielscheibe des Spotts machen.Jeder, der vorbeikommt, wird entsetzt seinund darüber spotten, dass sie so geschlagen ist.9So weit lasse ich es kommen:In ihrer Not werden sie sich gegenseitig auffressen,sogar das Fleisch ihrer eigenen Söhne und Töchter.So sehr werden ihre Feinde sie bedrängenund die, die sie töten wollen, sie bedrohen.

10Jeremia, zerbrich dann den Krug –vor den Augen der Männer19,10 Männer: Meint die Ältesten des Volkes und der Priester aus Vers 1., die bei dir sind!11Dazu sollst du ihnen erklären:So spricht der Herr19,11 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern. Zebaot19,11 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck. Mehr …:Wie man einen Tonkrug zerschlägt,so will ich das Volk in dieser Stadt zerschlagen.Auch den kann man nicht wieder ganz machen.Sogar auf dem Tofet19,11 Tofet: Opferstätte vor den Toren Jerusalems, an der Kinder für den Gott Baal oder Moloch geopfert und verbrannt wurden. wird man Menschen begraben19,11 begraben: Kontakt mit Toten macht unrein. Als Friedhof war der Ort nicht mehr für Gottesdienste geeignet.,weil es nicht genug Platz für die Gräber gibt.12So lautet der Ausspruch des Herrn19,12 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.:Ich will diese Stadt samt ihren Bewohnern zerschlagen.Diesen Ort will ich dem Tofet gleichmachen.13Dann werden alle Häuser Jerusalems unrein19,13 unrein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die aus unterschiedlichen Gründen nicht dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. sein –die Wohnhäuser und auch die Paläste der Könige Judas19,13 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt. Mehr ….Denn für das himmlische Heer19,13 himmlisches Heer: Bezeichnung für Sonne, Mond und Sterne, die als Gottheiten verehrt wurden.brachten sie auf allen Dächern Räucheropfer19,13 Räucheropfer: Verbrennen von Weihrauch oder anderen Duftharzen auf einem Räucheraltar. Mehr … dar.Und für andere Götter gossen sie Trankopfer19,13 Trankopfer: Ausgießen von Wein, Wasser oder Öl an einem Altar. Mehr … aus.

Jeremias Rede im Tempel

14Jeremia führte den Auftrag des Herrn aus.Dann verließ er das Tofet19,14 Tofet: Opferstätte vor den Toren Jerusalems, an der Kinder für den Gott Baal oder Moloch geopfert und verbrannt wurden. und ging ins Haus des Herrn.Er stellte sich in den Hof des Tempels19,14 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr …und verkündete dem ganzen Volk:15»So spricht der Herr19,15 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern. Zebaot19,15 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck. Mehr …, der Gott Israels:Seht her!Schon bringe ich das Unheil über euch.Es trifft diese Stadt und all die anderen Städte.Dieses große Unheil habe ich angekündigt,weil die Leute halsstarrig sindund meine Worte nicht hören wollen.«
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Jeremia wird misshandelt

201Paschhur, der Sohn des Immer,war ein Priester20,1 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … und Oberaufseher im Tempel20,1 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr ….Er hörte all diese Worte,die Jeremia als Prophet20,1 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … verkündete.2Als er sie hörte, schlug er den Propheten Jeremiaund ließ ihn gefangen nehmen.Jeremia wurde zum oberen Benjamintor20,2 Benjamintor: Öffentlicher Platz am Rand des Tempelbezirks, den besonders Jeremias Landsleute aus dem Norden durchquerten. gebracht,das beim Haus des Herrn20,2 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem. liegt.Dort wurde er in einen Block gespannt20,2 in einen Block spannen: Form der öffentlichen Folter, bei der der Gefangene so fest angebunden ist, dass er sich nicht mehr bewegen kann..

Jeremia kündigt Paschhur die Strafe an

3Am nächsten Tag ließ Paschhur Jeremia wieder freiund ließ ihn aus dem Block herausholen20,3 aus dem Block herausholen: Als Form der öffentlichen Folter wurden Gefangene so fest angebunden, dass sie sich nicht mehr bewegen konnten. Jeremia wird hier davon befreit..Da sagte Jeremia zu ihm:»Der Herr nennt dich nicht mehr Paschhur,sondern Magor–Missabib, ›Schrecken-ringsum‹20,3 ›Schrecken-ringsum‹: Der Name spielt sowohl darauf an, dass Paschhur Schrecken um sich herum verbreitete, als auch auf das nahe Ende voller Schrecken..4Denn so spricht der Herr:Ich mache dich zu einem Schrecken –für dich selbst und für alle, die dich lieb haben.Sie werden vor deinen Augen sterben,dem Schwert ihrer Feinde werden sie zum Opfer fallen.Ganz Juda20,4 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt. Mehr … werde ich dem Feind ausliefern.Ich gebe sie in die Hand des Königs von Babylonien20,4 König von Babylonien: König Nebukadnezzar eroberte 586 v. Chr. die Stadt Jerusalem und zerstörte den Tempel..Die einen wird er nach Babylon verschleppen20,4 nach Babylon verschleppen: Meint die Zeit zwischen 586 und 538 v. Chr., in der ein Teil des Volkes Israel gezwungen war, in Babylonien zu leben.,die anderen schonungslos erschlagen.5Den ganzen Reichtum dieser Stadt gebe ich den Feinden.Sie werden alles plündern,was sich die Leute erarbeitet haben und was kostbar ist.Auch die Schätze der Könige Judas werden sie nehmenund alles nach Babylon bringen.6Du, Paschhur, deine Familie und all deine Leute,ihr werdet in die Gefangenschaft verschleppt.Du wirst nach Babylon20,6 Babylon: Hauptstadt Babyloniens. Nach der Eroberung Jerusalems 586 v. Chr. wurden viele Bewohner dorthin verschleppt. kommen,dort sterben und begraben werden.Nicht nur du, sondern alle, die dich lieb haben.Du hast Falsches versprochen und damit alle getäuscht.«

Jeremia klagt Gott sein Leid

7Herr, du hast mich überredet20,7 überreden: Das hebräische Wort wird verwendet, wenn ein Stärkerer gegenüber einem vermeintlich Schwächeren seinen Willen durchsetzt.und ich habe mich überreden lassen.Du bist für mich zu stark geworden und hast gewonnen.So bin ich jeden Tag zum Gespött geworden,alle lachen mich aus.8Immer wenn ich reden will, schreie ich es heraus.»Gewalt und Zerstörung!« muss ich rufen.Das Wort des Herrn ist mir eine Last geworden.Den ganzen Tag bringt es mir nur Hohn und Spott.9Ich fasste für mich den Entschluss:Ich denke einfach nicht mehr an ihn.Nie wieder werde ich in seinem Namen reden.Doch da brannte es in meinem Herzen wie Feuer,eingeschlossen in meinem Inneren.Ich versuchte es auszuhalten, schaffte es aber nicht.

10Ich hörte das ganze üble Gerede:»Er verbreitet um sich herum nur Schrecken!Zeigt ihn an!« – »Ja, lasst ihn uns anzeigen!«Selbst alle, die mir nahestehen,warten nur, dass ich stürze:»Vielleicht schaffen wir es, ihn vorzuführen.Dann können wir ihn packen und uns rächen.«

11Doch der Herr ist bei mir.Er beschützt mich wie ein starker Held.Deshalb werden meine Verfolger zu Fall kommenund keinen Erfolg haben.Sie werden sich schämen,weil es ihnen nicht gelingt.Für immer wird ihre Schande unvergessen sein.12Der Herr Zebaot20,12 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck. Mehr … prüft den Gerechten20,12 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt.,er untersucht Herz20,12 Herz: Sitz des Verstandes und des Willens. und Nieren20,12 Nieren: Sitz innerer Gefühlsregungen und des Gewissens. Mehr ….Dir vertraue ich meinen Fall anund werde sehen, wie du Rache an ihnen nimmst.13Singt für den Herrn und lobt den Herrn!Denn er rettet das Leben des Wehrlosen,aus der Gewalt der Übeltäter befreit er ihn.

14Verflucht20,14 Fluch: Ein Unheil bringendes Wort, durch das die Lebenskraft oder das Wohlergehen des Verfluchten gemindert werden soll. Mehr … sei der Tag,an dem ich geboren wurde!Ein Unglückstag ist der Tag,an dem meine Mutter mich geboren hat!15Verflucht sei derjenige,der meinem Vater verkündete:»Du hast einen Sohn bekommen!«,und ihn damit glücklich machte!16Der soll wie die Städte20,16 Städte: Anspielung auf die Städte Sodom und Gomorra, die von Gott vernichtet wurden, weil ihre Bewohner sich von ihm abgewandt hatten; vgl. 1. Mose/Genesis 19. werden,die der Herr erbarmungslos zerstört hat.Morgens soll er Geschrei hörenund am Mittag den Lärm des Krieges.17Denn er hat mich nicht getötet,als ich noch im Mutterleib war.Dann wäre meine Mutter zu meinem Grab geworden,und ihr Bauch wäre für immer schwanger geblieben.18Warum nur bin ich aus dem Mutterleib herausgekommen?Um Qual und Kummer zu erleben?Um in Schande auf mein Ende zu warten?
21

Anklage gegen Könige, Beamte und Propheten

Jeremia 21,1–25,38

Das Versagen der Führung Israels

Jeremia 21,1–23,8

Keine Rettung für Zidkija und Jerusalem

211Der Herr ließ Jeremia ein Wort zukommen.Das geschah, als König Zidkija21,1 Zidkija: Letzter Herrscher des Südreichs Juda (597–586 v. Chr.). Er wurde von Nebukadnezzar II. zum König gemacht. Boten zu ihm schickte.Die Boten waren Paschhur, der Sohn des Malkija,und der Priester21,1 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … Zefanja, der Sohn des Maaseja.Der König ließ Jeremia sagen:2»Befrag doch den Herrn für uns!Denn Nebukadnezzar21,2 Nebukadnezzar II.: Der König von Babylonien belagerte ab 588 v. Chr. die Stadt Jerusalem, bis er sie 586 v. Chr. eroberte. kämpft gegen uns.Vielleicht tut der Herr ein Wunder für uns,wie er es früher getan hat21,2 wie er es früher getan hat: Die Stadt Jerusalem wurde in einer ähnlichen Situation schon einmal gerettet, vgl. 2. Könige 18,13–19,36. Von Wundern, die Gott für sein Volk tut, erzählt beispielsweise 2. Mose/Exodus 7–15..Dann zieht der babylonische König wieder ab.«

3Jeremia antwortete ihnen:»Richtet Zidkija21,3 Zidkija: Letzter Herrscher des Südreichs Juda (597–586 v. Chr.). Er wurde von Nebukadnezzar II. zum König gemacht. Folgendes aus:4So spricht der Herr21,4 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern., der Gott Israels:Noch kämpft ihr vor den Mauern der Stadt.Draußen richtet ihr eure Waffen gegen eure Belagerer,den babylonischen König21,4 babylonischer König: Nebukadnezzar II. belagerte ab 588 v. Chr. die Stadt Jerusalem, bis er sie 586 v. Chr. eroberte. und die Babylonier21,4 Babylonier: Wörtlich »Chaldäer«. Im Alten Testament werden die Menschen, die in Babylonien wohnen, häufig Chaldäer genannt..Doch ich werde eine Wende herbeiführen.Bald kämpft ihr mitten in der Stadt gegen die Feinde.5Ich selbst werde dann gegen euch kämpfen –mit ausgestreckter Hand und starkem Arm,voller Wut und Zorn und mit aller Macht.6Ich werde alle in dieser Stadt mit Krankheit schlagen,Mensch und Tier.An einer schlimmen Seuche werden sie sterben.7Danach wird es Zidkija, den König von Juda, treffen –samt seinem Hofstaat und dem Rest des Volkes,der Seuche, Krieg und Hunger überlebt hat.So lautet der Ausspruch des Herrn21,7 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.:Ich werde sie in die Gewalt ihrer Feinde geben –in die Hand von Nebukadnezzar21,7 Nebukadnezzar II.: König des babylonischen Reichs in Mesopotamien 605–562 v. Chr.,dem König von Babylonien,und von allen, die ihnen nach dem Leben trachten.Er wird sie mit dem Schwert abschlachten lassen,schonungslos, ohne Mitleid und Erbarmen.«

8Jeremia, fordere dieses Volk auf:»So spricht der Herr21,8 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:Ich stelle euch jetzt vor die Wahl,ob ihr den Weg des Lebens oder des Todes nehmen wollt.9Wer in dieser Stadt bleibt,wird durch Krieg, Hunger oder Seuche sterben.Wer aber hinausgehtund sich euren Belagerern, den Babyloniern21,9 Babylonier: Wörtlich »Chaldäer«. Im Alten Testament werden die Menschen, die in Babylonien wohnen, häufig Chaldäer genannt., ergibt,wird leben.So rettet er wenigstens sein Leben.10Denn ich habe mich dieser Stadt zugewandt,aber nicht zum Guten,sondern zum Bösen.Ich gebe sie in die Hand des babylonischen Königs21,10 babylonischer König: Nebukadnezzar II. belagerte ab 588 v. Chr. die Stadt Jerusalem, bis er sie 586 v. Chr. eroberte.,damit er sie in Brand steckt.«– So lautet der Ausspruch des Herrn21,10 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet..

Gerichtsworte gegen das judäische Königshaus

11Und nun zu euch, ihr vom judäischen Königshaus21,11 judäisches Königshaus: Angesprochen ist der in Juda regierende König mit seinen Beamten.:Hört auf das Wort des Herrn!12So spricht der Herr21,12 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.: Ihr vom Haus David21,12 Haus David: Bezeichnung für die Familie des Königs und seine Nachkommen. David war der erste König der Israeliten, der in Jerusalem regierte.!Sorgt für Recht, und zwar an jedem Morgen!Rettet den Beraubten vor seinem Unterdrücker,sonst entfacht ihr meinen Zorn21,12 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten. Mehr …!Und brennt mein Zorn erst wie ein Feuer,kann ihn niemand mehr löschen.Denn ihr habt so viel Böses getan.

13Sieh her, du Stadt: Ich gehe gegen dich vor!Du thronst über dem Tal21,13 über dem Tal thronen: Bild für eine stolze Stadt, die sich aufgrund ihrer Lage in Sicherheit wiegt. wie ein Felsen über der Ebene.Noch fühlt ihr euch21,13 euch: Meint die Bewohner der Stadt. sicher und behauptet:»Wer kann uns schon überfallen?Wer schafft es, in unsere Festungen einzudringen?«– So lautet der Ausspruch des Herrn21,13 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet..14Doch ich werde euch heimsuchen,wie es euren Taten entspricht.– Ausspruch des HerrnIch lege Feuer in eurem Wald21,14 euer Wald: Anspielung auf die dicht stehenden Häuser Jerusalems, die mit teurem Holz ausgestattet waren.,das alles ringsum verzehren wird.