BasisBibel (BB)
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Gott wählt eine kleine Truppe aus

71Jerubbaal, wie Gideon auch noch genannt wurde,zog am frühen Morgen mit seinem ganzen Heer los.Bei der Quelle Harod errichteten sie ihr Heerlager.Die Midianiter7,1 Midianiter: Kamelnomaden aus den Wüstengebieten östlich des Jordan. aber hatten ihr Lager nördlich davon.Es lag in der Ebene, dem Hügel More gegenüber.2Der Herr sagte zu Gideon:»Das Heer, das du bei dir hast, ist zu groß.So wie es jetzt ist,kann ich die Midianiter nicht in eure Gewalt geben.Sonst könnten die Israeliten mir gegenüber behaupten:›Wir haben uns aus eigener Kraft gerettet!‹3Darum gib im Heer bekannt, damit alle es hören:Wer Angst hat und vor dem Krieg zittert,soll umkehren und sich nach Gilead7,3 Gilead: Landschaft im heutigen Jordanien, zwischen See Gennesaret und Totem Meer. zurückziehen.«Da verließen 22.000 Mann das Heer, 10.000 blieben.

4Doch der Herr sagte zu Gideon:»Das reicht nicht! Das Heer ist immer noch zu groß.Führ jetzt deine Leute hinunter zur Quelle!Dort will ich für dich eine Auswahl treffen.Sag ich zu dir: ›Der kommt mit!‹ –dann soll er mit dir gehen.Sag ich aber: ›Der nicht!‹ –dann geht keiner von denen mit dir.«5Gideon führte also das Kriegsvolk zur Quelle hinunter.Da sagte der Herr zu ihm:»Wer das Wasser wie ein Hund mit der Zunge schlabbert,den stell auf die eine Seite!Und wer sich zum Trinken niederkniet,den stell auf die andere Seite!«6Es waren 300 Mann,die das Wasser mit der Zunge schlabberten.Das übrige Kriegsvolk hatte sich niedergeknietund das Wasser mit der Hand zum Mund geführt.7Der Herr sagte zu Gideon:»Mit diesen 300 Mann,die das Wasser mit der Zunge schlabberten,will ich Israel retten.Ja, ich gebe die Midianiter7,7 Midianiter: Kamelnomaden aus den Wüstengebieten östlich des Jordan. in deine Gewalt.Das übrige Kriegsvolk aber soll heimkehren,jeder in seinen Wohnort.«8Gideon schickte also den Großteil Israels heim,jeden zu seinem Zelt7,8 jeder zu seinem Zelt: Mit dieser Redewendung wird die Auflösung eines Heeres und die Rückkehr der Soldaten nach Hause zum Ausdruck gebracht..Zuvor nahm man den Leuten die Krüge7,8 Krüge: Vorratsbehälter, in denen die Lebensmittel für die Versorgung des Heeres aufbewahrt wurden. und Widderhörner7,8 Widderhorn: Hebräisch schofar. Ein Musik- und Signalinstrument, das aus dem Horn eines Widders hergestellt wird. Mehr … abund ließ sie bei der Truppe –bei den 300 Mann, die Gideon bei sich behielt.Die Midianiter aber hatten ihr Lager unten im Tal.

Gideons Sieg über die Midianiter

9In der Nacht sagte der Herr zu Gideon:»Steh auf, geh hinunter ins Lager der Midianiter7,9 Midianiter: Kamelnomaden aus den Wüstengebieten östlich des Jordan..Denn ich gebe es in deine Gewalt.10Wenn du aber Angst hast, allein zu gehen,dann geh mit deinem Knecht Pura ins Lager hinunter.11Dort wirst du hören, was sie reden.Das wird dir Mut machen, das Lager anzugreifen.«So machte er sich mit seinem Knecht Pura auf den Weg.Sie kamen bis zum äußeren Rand des Lagers,bis zu den Wachsoldaten.12Die Midianiter aber, die Amalekiter7,12 Amalekiter: Räuberisches Nomadenvolk im Südwesten Israels und auf der Sinaihalbinsel. und alle Beduinen7,12 Beduinen: Wörtlich »Söhne des Ostens«. Meint Gruppen von Nomaden, die östlich des Jordan leben.hatten sich im Tal wie die Heuschrecken7,12 Heuschrecken: Flugfähige und gefräßige Insekten, die sich von Grünpflanzen ernähren. In Schwärmen von Millionen Einzeltieren können sie ganze Ernten vernichten. Mehr … niedergelassen.Und die Kamele, die sie bei sich hatten,waren so viele wie der Sand am Meer.13Als Gideon ankam,erzählte gerade einer dem anderen von einen Traum:»Hör mal, was ich geträumt habe!Ich sah einen Laib Gerstenbrot.Der rollte in das Lager der Midianiter hinunter.Als er es erreichte,traf er unser Zelt und warf es um.Da entstand ein großes Durcheinander.Das Zelt aber lag am Boden.«14Da antwortete ihm der andere:»Glaub mir, damit kann nur das Schwert gemeint sein,das dem Israeliten Gideon, dem Sohn Joaschs, gehört!Gott hat die Midianiter in seine Gewalt gegeben,nämlich uns und unser ganzes Heer.«

15Als Gideon den Traum und seine Deutung hörte,sank er auf die Knie und betete.Dann kehrte er ins Lager der Israeliten zurückund sagte: »Auf in den Kampf!Der Herr hat das Heer der Midianiter7,15 Midianiter: Kamelnomaden aus den Wüstengebieten östlich des Jordan.in eure Gewalt gegeben.«16Nun teilte er die 300 Mann in drei Gruppen ein.Dann drückte er allen die Widderhörner7,16 Widderhorn: Hebräisch schofar. Ein Musik- und Signalinstrument, das aus dem Horn eines Widders hergestellt wird. Mehr … in die Handund dazu die leeren Krüge7,16 Krüge: Vorratsbehälter, in denen die Lebensmittel für die Versorgung des Heeres aufbewahrt wurden..In die Krüge aber taten sie Fackeln hinein.17Dann gab er ihnen die Anweisung:»Macht alles so, wie ihr es bei mir seht!Passt auf, ich gehe jetzt zum äußeren Rand des Lagers.Ihr aber sollt alles so machen, wie ich es mache.18Ich werde in das Widderhorn blasen,ich selbst und alle, die bei mir sind.Dann sollt auch ihr in die Widderhörner blasen.Stellt euch dazu um das Lager herum und ruft:Für den Herrn und für Gideon!«

19Gideon erreichte mit seinen 100 Mannden äußeren Rand des Lagers.Die mittlere Nachtwache hatte inzwischen begonnen.Gerade hatten die Wachsoldaten ihren Dienst angetreten.Da bliesen die Leute Gideons in die Widderhörner7,19 Widderhorn: Hebräisch schofar. Ein Musik- und Signalinstrument, das aus dem Horn eines Widders hergestellt wird. Mehr …und zerschmetterten die mitgebrachten Krüge.20Daraufhin bliesen alle drei Gruppen in die Widderhörner,zerschmissen die Krügeund griffen mit der linken Hand nach den Fackeln.Mit der rechten Hand hielten sie die Widderhörner,bliesen hinein und riefen abwechselnd:»Ein Schwert für den Herrn und für Gideon!«21Sie blieben dabei um das Lager herum stehen,jeder an seinem Platz.Da liefen alle im Lager durcheinander,schrien laut und ergriffen die Flucht.22Als nämlich die 300 Mann die Widderhörner bliesen,sorgte der Herr selbst für den Sieg.Er richtete das Schwert des einen gegen den andern.So war es im ganzen Lager.Dann floh das Heer bis nach Bet-Schitta und Zereda,bis in die Gegend von Abel-Mehola und Tabbat.

23Aus den Stämmen Naftali7,23 Naftali: Einer der zwölf Stämme Israels. Sein Siedlungsgebiet liegt in Galiläa., Ascher7,23 Ascher: Einer der zwölf Stämme Israels. Sein Siedlungsgebiet liegt am Mittelmeer, nördlich des Gebirges Karmel. und Manasse7,23 Manasse: Stamm Israels, der nach einem der beiden Söhne Josefs benannt ist. Die eine Hälfte seines Siedlungsgebiets liegt zwischen Mittelmeer und Jordan, die andere erstreckt sich von dort aus weiter ins Ostjordanland.wurden die Männer Israels zusammengerufen.Die machten sich an die Verfolgung der Midianiter7,23 Midianiter: Kamelnomaden aus den Wüstengebieten östlich des Jordan..24Außerdem hatte Gideon Boten losgeschickt,die auf dem ganzen Gebirge Efraim7,24 Efraim: Gebirgszug im mittleren Westjordanland. Der Name kommt vom Stamm Efraim, der dort sein Siedlungsgebiet hatte. ausriefen:»Zieht gegen die Midianiter in den Kampf!Besetzt die Wasserstellen bis nach Bet-Baraund den Übergang über den Jordan7,24 Jordan: Wichtigster Fluss in der Region, der vom Hermongebirge durch den See Gennesaret ins Tote Meer fließt. Mehr …Da folgten alle Männer Efraims7,24 Efraim: Stamm Israels, der nach einem der beiden Söhne Josefs benannt ist. Sein Siedlungsgebiet liegt im mittleren Westjordanland und erstreckt sich bis zum Mittelmeer. Mehr … dem Ruf.Sie besetzten die Wasserstellen bis Bet-Baraund den Übergang über den Jordan.25Dann ergriffen sie die beiden Anführer der Midianiter.Der eine hieß Oreb, sein Name bedeutet: Rabe.Der andere hieß Seeb, sein Name bedeutet: Wolf.Den »Raben« töteten sie am Rabenfelsenund den »Wolf« töteten sie bei der Wolfskelter.Danach setzten sie die Verfolgung der Midianiter fort.Oreb und Seeb aber hatten sie die Köpfe abgeschlagenund zu Gideon auf die andere Seite des Jordan gebracht.
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Die Efraimiter beschweren sich bei Gideon

81Die Männer aus dem Stamm Efraim8,1 Efraim: Stamm Israels, der nach einem der beiden Söhne Josefs benannt ist. Sein Siedlungsgebiet liegt im mittleren Westjordanland und erstreckt sich bis zum Mittelmeer. Mehr … sagten zu Gideon:»Das hättest du uns nicht antun dürfen!Warum hast du uns nicht zu Hilfe gerufen?Warum bist du ohne uns gegen die Midianiter8,1 Midianiter: Kamelnomaden aus den Wüstengebieten östlich des Jordan.in den Kampf gezogen?«So machten sie ihm heftige Vorwürfe.2Gideon aber antwortete ihnen:»Was habe ich denn schon geleistetim Vergleich mit eurem Kriegserfolg?Ist nicht die Nachlese8,2 Nachlese: Das Auflesen von Früchten, die nach der Ernte auf dem Feld noch übrig geblieben sind. Hier bezogen auf die Tötung der beiden Anführer der Midianiter, vgl. Richter 7,23-25. Efraims größer gewesenals die Ernte, die Abieser8,2 Abieser: Gideon ist ein Nachkomme des Abieser aus dem Stamm Manasse, vgl. Josua 17,2. Offenbar geht es in diesen Versen um einen Rangstreit zwischen den Stämmen Efraim und Manasse. einbrachte?3Euch hat Gott die beiden Anführer der Midianiter,Oreb und Seeb, in die Hand gegeben.Ich aber habe nichts geleistet im Vergleich mit euch!«Als er das sagte, legte sich der Zorn,den sie auf ihn gehabt hatten.

Gideon verfolgt die beiden Könige der Midianiter

4Kaum war Gideon an den Jordan8,4 Jordan: Wichtigster Fluss in der Region, der vom Hermongebirge durch den See Gennesaret ins Tote Meer fließt. Mehr … gekommen,ging er mit seinen 300 Männern hinüber.Sie waren aber erschöpft und hungrig.5Da sagte er zu den Leuten von Sukkot8,5 Sukkot: Ort im Jordangraben, im Gebiet des Stammes Gad.:»Gebt dem Volk ein paar Scheiben Brot!Denn sie sind von dem Fußmarsch erschöpft.Ich bin dabei, Sebach und Zalmunna zu verfolgen,die Könige der Midianiter8,5 Midianiter: Kamelnomaden aus den Wüstengebieten östlich des Jordan.6Doch die Stadtobersten von Sukkot spotteten:»Hast du denn Sebach und Zalmunna schon in deiner Hand?Nein? Warum sollten wir deinen Männern dann Brot geben?«7Gideon sagte darauf: »Ihr könnt euch sicher sein:Wenn der Herr Sebach und Zalmunnain meine Hand gegeben hat,verdresche ich euch den Leib.Ich tu’s mit Wüstendornen und Stachelruten!«8Danach zog er weiter nach Penuelund redete dort mit den Bewohnern in gleicher Weise.Doch die Leute von Penuel antworteten ihm genauso,wie es die Leute von Sukkot getan hatten.9Darauf drohte er den Leuten von Penuel:»Wenn ich siegreich zurückkehre,werde ich euren Wehrturm niederreißen.«

10Sebach und Zalmunna waren in Karkor8,10 Karkor: Wahrscheinlich eine Stadt, die am Weg in die nordarabische Wüste lag..Dort hatten sie ihr Heerlager aufgeschlagen,mit ungefähr 15.000 Mann.Das waren alle,die vom Heer der Beduinen8,10 Beduinen: Wörtlich »Söhne des Ostens«. Meint Gruppen von Nomaden, die östlich des Jordan leben. übrig geblieben waren.Es waren nämlich 120.000 Schwertkämpfer gefallen.11Gideon zog die Karawanenstraße entlang,die östlich von Nobach und Jogboha verläuft.Dann überfiel er das feindliche Heer.Die Leute im Lager hatten aber geglaubt,dass ihnen keine Gefahr drohte.12Doch Sebach und Zalmunna konnten fliehen.Gideon jagte sofort hinter Sebach und Zalmunna herund nahm die beiden Könige der Midianiter8,12 Midianiter: Kamelnomaden aus den Wüstengebieten östlich des Jordan. gefangen.Das ganze Heer hatte er da schon zerstreut.13Danach nahm Gideon, der Sohn des Joasch,den Weg über den Pass von Heres.So kehrte er aus dem Krieg zurück.

14Als er in die Nähe von Sukkot8,14 Sukkot: Ort im Jordangraben, im Gebiet des Stammes Gad. kam,griff er dort einen jungen Mann auf.Den fragte er nach den Namen der Oberstenund der Ältesten8,14 Älteste: Bezeichnung für ein leitendes Amt in der Gemeinschaft, das von älteren Männern ausgeübt wurde. von Sukkot.Er schrieb ihm die Namen von 77 Männern auf.15Als er zu den Stadtobersten kam,sagte er zu ihnen:»Schaut her, hier sind Sebach und Zalmunna!Wegen dieser beiden habt ihr mich verspottet.Ihr habt zu mir gesagt:Hast du Sebach und Zalmunna schon in deiner Hand?Nein? Dann geben wir deinen erschöpften Männernauch kein Brot!«16Sofort ließ er die Ältesten der Stadt ergreifen.Dann nahm er Wüstendornen und Stachelruten in die Handund erteilte damit den Männern von Sukkot eine Lektion.17In Penuel ließ er den Wehrturm niederreißenund tötete die Männer der Stadt.

Gideon bestraft die beiden Könige der Midianiter

18Er sagte zu Sebach und Zalmunna:»Wie sahen die Männer aus,die ihr auf dem Berg Tabor8,18 Tabor: Ein fast 600 m hoher Bergkegel am nordöstlichen Rand der Ebene Jesreel. Dass dort die Brüder von Gideon getötet worden seien, wird in der Bibel nicht erzählt. getötet habt?«Sie antworteten: »Genauso wie du!Jeder sah aus wie ein Königssohn.«19Da entgegnete er:»Das waren meine Brüder, die Söhne meiner Mutter!So gewiss der Herr lebt:Hättet ihr sie nicht umgebracht,hätte ich euch heute das Leben geschenkt!«20Dann befahl er seinem ältesten Sohn Jeter:»Steh auf, töte sie!«Doch der wollte sein Schwert nicht ziehen.Denn er hatte Angst, weil er noch jung war.21Da sagten Sebach und Zalmunna:»Steh doch selber auf und schlag uns tot!Denn wie der Mann so ist seine Kraft.«Sofort stand Gideon aufund tötete Sebach und Zalmunna.Dann nahm er die Amulette8,21 Amulette: Hier mondförmige Anhänger. Durch sie sollte der Mondgott die Midianiter vor Gefahren schützen. an sich,die ihre Kamele um den Hals trugen.

22Die Israeliten sagten zu Gideon:»Sei du unser Herrscher,du selbst und später dein Sohn und dein Enkel!Du hast uns ja aus der Gewalt der Midianiter8,22 Midianiter: Kamelnomaden aus den Wüstengebieten östlich des Jordan. befreit.«23Doch Gideon antwortete ihnen:»Nein! Ich will nicht über euch herrschen.Und auch mein Sohn wird nicht über euch herrschen.Der Herr allein soll euer Herrscher sein!«

Gideon und der Götzendienst der Israeliten

24Gideon sagte zu den Israeliten:»Ich habe eine Bitte an euch.Von dem Schmuck, den ihr im Krieg erbeutet habt,soll mir jeder einen Ring überlassen.«Denn die Feinde hatten goldene Ringe getragen,sie waren nämlich Ismaeliter8,24 Ismaeliter: Hinweis auf Nomaden in der nordwestarabischen Wüste. Von ihnen war bekannt, dass sie Ohrringe und Nasenringe trugen..25Da sagten sie:»Ja, wir wollen dir die Ringe geben!«Sie legten einen Mantel auf den Boden.Und jeder von ihnen warf einen Ring hinein,den er erbeutet hatte.26So kamen auf Gideons Bitte viele Ringe zusammen,fast 20 Kilogramm8,26 20 Kilogramm: Wörtlich »1700 Schekel«. Ein Schekel entspricht knapp 12 g. Gold.Die Amulette und Anhänger wurden nicht mitgezählt,auch nicht die Purpurkleider der midianitischen Könige,und auch nicht die Halsketten ihrer Kamele.27Gideon verarbeitete das Gold zu einem Götterbild8,27 Götterbild: Damit wird Gideon in ein schlechtes Licht gerückt. Er selbst soll das Volk zum Abfall von Gott verführt haben.und stellte es in seiner Heimatstadt Ofra auf.Ganz Israel aber benahm sich wie eine Hure,ging dorthin und trieb Götzendienst.Das wurde Gideon und seiner Familie zum Verhängnis.

Weitere Nachrichten über Gideon

28Gott hatte die Midianiter8,28 Midianiter: Kamelnomaden aus den Wüstengebieten östlich des Jordan. gedemütigtvor den Augen der Israeliten.Da war es mit ihrer Vorherrschaft aus und vorbei.Das Land hatte 40 Jahre Ruhe vor dem Krieg,solange Gideon lebte.

29Jerubbaal8,29 Jerubbaal: Nachdem Gideon einen Altar des Gottes Baal zerstört, erhält er diesen Beinamen; vgl. Richter 6,32., also Gideon, der Sohn des Joasch,ging nach Hause und lebte dort in Frieden.30Gideon hatte 70 Söhne.Sie waren alle seine eigenen Söhne,denn er hatte viele Frauen.31Eine seiner Nebenfrauen8,31 Nebenfrau: Ehefrau, die weniger Rechte als die Hauptfrau besitzt, aber höhergestellt ist als eine Sklavin. lebte in Sichem8,31 Sichem: Stadt 60 km nördlich von Jerusalem, zwischen den Bergen Garizim und Ebal gelegen..Auch sie schenkte ihm einen Sohn.Dem gab er den Namen Abimelech.32Gideon, der Sohn des Joasch, starb in hohem Alter.Man begrub ihn im Grab seines Vaters Joasch in Ofra,dem Wohnort der Nachkommen Abiesers.

33Kaum war Gideon gestorben,liefen die Israeliten wieder fremden Göttern8,33 Götter: Götter, die von anderen Völkern verehrt werden. Israel hat nur einen einzigen Gott. Mehr … nach.Sie machten sogar den Baal-Berit8,33 Baal-Berit: Wörtlich »Bundesbaal«. Anstelle des Gottes Israels verehren die Leute von Sichem den kanaanitischen Baal, mit dem sie einen Bund geschlossen haben. zu ihrem Bundesgott.34Denn sie dachten nicht mehr an den Herrn, ihren Gott.Dabei hatte er die Israeliten vor den Feinden gerettet,die sie von allen Seiten bedrängt hatten.35Auch den Nachkommen des Jerubbaal8,35 Jerubbaal: Nachdem Gideon einen Altar des Gottes Baal zerstört, erhält er diesen Beinamen; vgl. Richter 6,32. dankten sie es nicht.Dabei hatte Gideon so viel Gutes für Israel getan.
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Gideons Sohn Abimelech

Richter 9,1-57

Abimelech greift nach der Königswürde

91Abimelech, der Sohn des Jerubbaal9,1 Jerubbaal: Anderer Name für Gideon, vgl. Richter 6,32., ging nach Sichem9,1 Sichem: Stadt 60 km nördlich von Jerusalem, zwischen den Bergen Garizim und Ebal gelegen.zu den Brüdern seiner Mutter.Er sagte zu ihnen und zu allen Verwandten,die zur Großfamilie seiner Mutter gehörten:2»Redet ganz offen mit den Herren der Stadt Sichem:Was ist besser für euch?Sollen 70 Männer über euch herrschen,nämlich alle Söhne des Jerubbaal?Oder soll nur ein einziger Mann über euch herrschen?Wenn ihr euch entscheidet, dann denkt daran:Ich bin euer Fleisch und Blut9,2 euer Fleisch und Blut: Unter den Söhnen von Jerubbaal ist nur Abimelech über seine Mutter mit Sichem verwandtschaftlich verbunden, vgl. Richter 8,29-32.3Da redeten die Brüder seiner Mutter ganz offenmit den Herren der Stadt Sichem über Abimelech.Als sie alle Vorteile seines Königtums genannt hatten,ließen sich die Leute von Sichem begeistern.Und so stellten sie sich hinter Abimelech.Denn sie sagten: »Er ist einer von uns!«4Daraufhin gaben sie ihm 70 Silberstückeaus dem Tempel ihres Gottes Baal-Berit9,4 Baal-Berit: Wörtlich »Bundesbaal«. Anstelle des Gottes Israels verehren die Leute von Sichem den kanaanitischen Baal, mit dem sie einen Bund geschlossen haben, vgl. dazu Richter 8,33..Mit diesem Geld stellte Abimelech eine Truppe zusammen.Die Männer aber, die er angeworben hatte,hatten nichts zu verlieren und waren zu allem fähig.5Mit ihnen zog er nach Ofra zum Haus seines Vaters.Dort tötete er seine Brüder, die Söhne des Jerubbaal.Die 70 Männer wurden auf einem Felsblockwie die Opfertiere abgeschlachtet.Nur Jotam, der jüngste Sohn des Jerubbaal, blieb übrig.Denn der hatte sich versteckt.6Dann versammelten sich die Herren der Stadt Sichemund alle Leute, die im Schutz der Burg9,6 Burg: Befestigungsanlage in der Stadt, die bei Gefahr den Bürgern von Sichem besonderen Schutz bot. wohnten.Sie gingen zu dem Kultstein9,6 Kultstein: Wahrscheinlich der große Stein, den Josua in Sichem aufgestellt hatte. Dadurch wird das Geschehen mit der Erzählung von Josuas Abschiedsrede in Sichem verknüpft, vgl. Josua 24,25-28. in Sichem,der unter einer Terebinthe9,6 Terebinthe: Eine Pistazienart, die man auch als heiligen Baum verehrte. stand.Dort machten sie Abimelech zum König.

Jotam erzählt eine Pflanzenfabel

7Als man Jotam davon berichtete,stieg er auf den Berg Garizim9,7 Garizim: 845 m hoher Berg, südwestlich der Stadt Sichem im Gebirge zwischen Jordan und Mittelmeer gelegen. Mehr ….Dort stellte er sich auf den Gipfelund rief ihnen mit lauter Stimme zu:

Hört auf mich, ihr Herren der Stadt Sichem!

Dann wird auch Gott auf euch hören.

8Einst zogen die Bäume los.

Sie wollten einen König über sich salben.

9Also sagten sie zum Olivenbaum9,9 Olivenbaum: Im östlichen Mittelmeerraum weitverbreiteter Baum, aus dessen Früchten Öl hergestellt wird. Es gehörte in der Antike zu den Grundnahrungsmitteln. Mehr …:

»Sei du unser Herrscher!«

Doch der Olivenbaum antwortete ihnen:

»Soll ich denn keine Oliven mehr hervorbringen?

Mit ihrem Öl werden Götter und Menschen geehrt.

Nein, ich will nicht über den Bäumen schweben9,9 über den Bäumen schweben: Wörtlich »hin- und herschwanken«, ein deutlich negatives, fast spöttisches Urteil über die Tätigkeit eines altorientalischen Königs.

10Da sagten die Bäume zum Feigenbaum9,10 Feigenbaum: Obstbaum mit großen Blättern, die in der Mittagshitze reichlich Schatten spenden. Die Früchte gehören im östlichen Mittelmeerraum zu den Grundnahrungsmitteln.:

»Auf, sei du unser Herrscher!«

11Doch der Feigenbaum antwortete ihnen:

»Soll ich denn keine Feigen mehr hervorbringen?

Die Früchte sind süß und schmecken köstlich.

Nein, ich will nicht über den Bäumen schweben!«

12Da sagten die Bäume zum Weinstock9,12 Weinstock: Bezeichnung für die einzelne Weinpflanze. Mehr …:

»Auf, sei du unser Herrscher!«

13Doch der Weinstock antwortete ihnen:

»Soll ich denn keine Trauben mehr hervorbringen?

Mit ihrem Saft werden Götter und Menschen erfreut.

Nein, ich will nicht über den Bäumen schweben!«

14Schließlich sagten alle Bäume zum Dornbusch9,14 Dornbusch: Im Gegensatz zu den bisher genannten Pflanzen ist der Dornbusch keine Nutzpflanze und trägt keine verwertbaren Früchte.:

»Auf, sei du unser Herrscher!«

15Da antwortete der Dornbusch den Bäumen:

»Ist das euer Ernst?

Wollt ihr mich wirklich zum König über euch salben?

Dann kommt und sucht Schutz in meinem Schatten9,15 in meinem Schatten: Das ist ironisch gemeint. Denn der Dornbusch bietet kaum Schatten, sticht dafür aber mit seinen Dornen.!

Sonst soll Feuer von meinen Dornen ausgehen

und die Zedern9,15 Zedern: Bis zu 30 m hohe Bäume, deren Holz ein begehrtes und edles Baumaterial war. Hier Bild für die Mächtigen im Staat. vom Libanon fressen!«

16Jetzt frage ich euch, ihr Herren von Sichem9,16 Sichem: Stadt 60 km nördlich von Jerusalem, zwischen den Bergen Garizim und Ebal gelegen.:»Ist das euer Ernst?Habt ihr wirklich aufrichtig gehandelt,als ihr Abimelech zum König gemacht habt?Habt ihr euch gut gegenüber Jerubbaal verhaltenund gegenüber seiner Familie?Habt ihr es ihm gedankt, was er getan hat?17Mein Vater hat doch für euch gekämpft.Er hat sein Leben dafür eingesetzt,euch aus der Gewalt der Midianiter zu befreien.18Heute seid ihr zu weit gegangen,als ihr euch gegen mein Vaterhaus erhoben habt.Ihr habt seine Söhne getötet,70 Männer abgeschlachtet auf einem Felsblock.Ihr habt Abimelech, den Sohn seiner Sklavin9,18 Sklavin: Die Mutter des Abimelech war eine Nebenfrau seines Vaters. Sie wird hier als Sklavin bezeichnet, um den niedrigen Rang Abimelechs zum Ausdruck zu bringen.,zum König über die Stadt Sichem gemacht –und das nur, weil er mit euch verwandt ist.19Ist das euer Ernst?Habt ihr euch wirklich aufrichtig verhaltengegenüber Jerubbaal und seiner Familie?Wenn es so ist,dann werdet glücklich mit Abimelech und er mit euch.20Wenn es aber nicht so ist,dann soll Feuer von Abimelech ausgehen.Es soll die Herren der Stadt Sichem fressenund die Leute, die im Schutz der Burg wohnen.Aber auch umgekehrt soll Feuer ausgehenvon den Herren der Stadt Sichem und ihrer Burg.Und dieses Feuer soll Abimelech fressen.«21Danach ergriff Jotam die Flucht.Er ging nach Beer und ließ sich dort nieder,in sicherer Entfernung von seinem Bruder Abimelech.

Erste Streitigkeiten zwischen Sichem und Abimelech

22Abimelech herrschte drei Jahre über Israel.23Doch dann stiftete Gott Unfriedenzwischen Abimelech und den Herren der Stadt Sichem9,23 Sichem: Stadt 60 km nördlich von Jerusalem, zwischen den Bergen Garizim und Ebal gelegen..Und so begannen die Herren der Stadt Sichem,mit Abimelech ein falsches Spiel zu treiben.24Auf diese Weise sollte der Mord Abimelechsan den 70 Söhnen des Jerubbaal bestraft werden.Das Blut seiner Brüder, das Abimelech vergossen hatte,sollte auf ihn zurückfallen9,24 zurückfallen auf jemanden: Ein Mensch wird von seiner bösen Tat eingeholt und muss die Verantwortung dafür tragen..Auch die Herren von Sichem sollten ihre Strafe bekommen.Denn sie hatten ihn dabei unterstützt,seine Brüder umzubringen.

25Die Herren der Stadt Sichem hatten also die Absicht,Abimelech zu schaden.Dazu legten sie einen Hinterhalt in den Bergen.Kam nun einer über den Pass und an ihnen vorbei,raubten sie ihn aus.Doch Abimelech erfuhr davon.

Sichem erhebt sich gegen Abimelech

26Damals kam Gaal, der Sohn des Obed,mit seinen Leuten in die Gegend.Als er auch nach Sichem9,26 Sichem: Stadt 60 km nördlich von Jerusalem, zwischen den Bergen Garizim und Ebal gelegen. kam,fassten die Herren der Stadt Vertrauen zu ihm.27Gemeinsam gingen sie hinaus aufs Feldund ernteten Trauben in ihren Weinbergen.Dann pressten sie die Trauben in der Kelter9,27 Kelter: Eine aus dem Fels gehauene Grube, die zum Auspressen von reifen Trauben diente. Die Trauben wurden dazu mit den bloßen Füßen zertreten. Mehr …und feierten ein Winzerfest.Als sie zum Haus ihres Gottes kamen,aßen sie und tranken und verfluchten Abimelech.28Gaal, der Sohn des Obed, sagte:»Wer ist schon Abimelech?Hat es denn die Stadt Sichem nötig,ihm als Sklaven zu dienen?Er ist doch nur der Sohn des Jerubbaal,und Sebul ist nur sein Kommandant,den er in der Stadt eingesetzt hat.Richtig wäre es, den Nachkommen Hamors zu dienen.Denn Hamor ist der Stammvater von Sichem.Warum also sollten wir es nötig haben,ihm als Sklaven zu dienen?29Hätte ich den Befehl über dieses Volk,würde ich Abimelech davonjagen.Ich würde ihn herausfordern:Zieh deine Truppen zusammen und stell dich dem Kampf!«

30Sebul9,30 Sebul: Der von Abimelech eingesetzte Stadtkommandant von Sichem., dem Stadtkommandanten, kam zu Ohren,was Gaal, der Sohn des Obed, geredet hatte.Da wurde er sehr zornig.31Sofort schickte er heimlich Boten zu Abimelech:»Gaal, der Sohn des Obed, ist mit seinen Landsleutennach Sichem9,31 Sichem: Stadt 60 km nördlich von Jerusalem, zwischen den Bergen Garizim und Ebal gelegen. gekommen.Jetzt hetzt er die Stadt gegen dich auf.32Komm im Schutz der Nacht mit deinem Kriegsvolkund versteck dich draußen auf dem Feld!33Am Morgen, wenn die Sonne aufgeht, zieh losund überfalle die Stadt!Dann wird er mit seinen Leuten gegen dich ausrücken.Dann tu, was zu tun ist!«

34Noch in der Nacht stand Abimelech aufund marschierte mit seinem ganzen Kriegsvolk los.Bei Sichem versteckten sie sich in vier Abteilungenrund um die Stadt.35Als Gaal, der Sohn des Obed, herauskamund sich an den Eingang des Stadttors stellte,griff Abimelech mit seinem Kriegsvolk an.Alle stürmten sie aus dem Hinterhalt hervor.36Gaal sah sie und sagte zu Sebul9,36 Sebul: Der von Abimelech eingesetzte Stadtkommandant von Sichem.:»Schau! Dort kommen Soldaten von den Bergen herab!«Sebul aber antwortete ihm:»Nein! Das sind doch keine Männer!Was du siehst, sind die Schatten der Berge!«37Doch Gaal ließ nicht locker und sagte noch einmal:»Schau doch! Dort kommen Soldaten!Sie steigen vom Nabel der Welt9,37 Nabel der Welt: Bezeichnet hier den heiligen Berg Garizim. herab.Und hier auf dem Weg zur Orakeleiche9,37 Orakeleiche: Markanter Ort in der Landschaft, der zur Orientierung diente. In der Nähe besonderer Bäume wurde Gott oft befragt, beispielsweise durch Orakel.rückt eine andere Abteilung vor.«38Darauf sagte Sebul zu ihm:»Was ist nun mit dir, du Großmaul?Hast du nicht ständig gesagt: ›Wer ist schon Abimelech,dass wir ihm als Sklaven dienen sollen?‹Jetzt ist er da mit seinen Leuten,die du verachtet hast!Auf geht’s! Stell dich dem Kampf!«39Da führte Gaal die Männer von Sichem ins Feldund kämpfte gegen Abimelech.40Abimelech aber schlug ihn zurück,sodass er fliehen musste.Viele seiner Männer wurden erschlagen.Sie lagen tot auf dem Weg zum Eingang der Stadt.41Danach kehrte Abimelech nach Aruma zurück.Sebul aber vertrieb Gaal und seine Leute aus der Stadt.In Sichem konnten sie nicht mehr bleiben.

Abimelech erobert und zerstört Sichem

42Am andern Morgen zog das Kriegsvolk hinaus aufs Feld.Abimelech erfuhr davon.43Da nahm er seine Soldaten.Er stellte sie in drei Abteilungen aufund legte einen Hinterhalt auf dem Feld.Als er sah, wie das Kriegsvolk aus der Stadt kam,fiel er über sie her und schlug sie nieder.44Abimelech war mit seiner Abteilung losgestürmtund hatte den Eingang zur Stadt besetzt.Die beiden anderen Abteilungen lagen noch im Feld.Die griffen nun ein und schlugen alle nieder.45Den ganzen Tag kämpfte Abimelech gegen die Stadt.Dann eroberte er sie und tötete die Bevölkerung.Er zerstörte die Stadt und bestreute sie mit Salz9,45 mit Salz bestreuen: Durch diese Handlung wird zeichenhaft zum Ausdruck gebracht, dass der Ort unfruchtbar und unbewohnbar sein soll..

46Als die Bewohner der Burg von Sichem9,46 Sichem: Stadt 60 km nördlich von Jerusalem, zwischen den Bergen Garizim und Ebal gelegen. davon hörten,gingen sie alle zum Tempel ihres Gottes Baal-Berit9,46 Baal-Berit: Wörtlich »Bundesbaal«. Anstelle des Gottes Israels verehren die Leute von Sichem den kanaanitischen Baal, mit dem sie einen Bund geschlossen hatten; vgl. Richter 8,33..Dort versteckten sie sich im Untergeschoss.47Abimelech aber wurde gemeldet,dass sich alle in die Burg von Sichem begeben hatten.48Daraufhin stieg Abimelech mit seinem Kriegsvolkauf den Berg Zalmon.Dort nahm Abimelech eine Axt in die Hand.Damit schlug er Äste von den Bäumen, hob sie aufund legte sie auf seine Schultern.Zu den Männern, die er bei sich hatte, sagte er:»Habt ihr gesehen, was ich getan habe?Schnell, tut es mir nach!«49Da machten sich alle an die Arbeit.Jeder schlug Äste ab und ging hinter Abimelech her.Sie legten die Äste über das Untergeschoss des Tempelsund steckten damit das Untergeschoss in Brand.So starben alle Leute in der Burg von Sichem.Es waren ungefähr 1000 Männer und Frauen.

Abimelech wird von einer Frau erschlagen

50Danach zog Abimelech gegen Tebez.Er belagerte Tebez und eroberte die Stadt.51Mitten in der Stadt lag eine befestigte Burg.Dorthin flohen alle Frauen und Männer,die ganze Bevölkerung der Stadt.Sie verriegelten das Burgtor und stiegen auf das Dach.52Da kam auch schon Abimelech heranund kämpfte gegen die Burg.Als er zum Burgtor kam und es anzünden wollte,53warf eine Frau einen Mühlstein herab.Der traf Abimelech am Kopfund zerschmetterte seinen Schädel.54Schnell rief er seinen Waffenträger9,54 Waffenträger: Trägt zusätzliche Ausrüstung für einen Kämpfer und gehört zu seinen Vertrauten. zu sichund sagte zu ihm:»Zieh dein Schwert und töte mich!Sonst wird man von mir noch sagen:Ein Frau hat ihn erschlagen!«Da durchbohrte ihn sein Knecht mit dem Schwert,sodass er starb.55Als die Israeliten sahen, dass Abimelech tot war,kehrte jeder in seinen Heimatort zurück.

56So ließ Gott das Böse auf Abimelech zurückfallen9,56 zurückfallen auf jemanden: Ein Mensch wird von seiner bösen Tat eingeholt und muss die Verantwortung dafür tragen.,das er seinem Vater Jerubbaal angetan hatte.Er hatte nämlich seine 70 Brüder umgebracht.57Auch alle bösen Taten der Männer von Sichem9,57 Sichem: Stadt 60 km nördlich von Jerusalem, zwischen den Bergen Garizim und Ebal gelegen.ließ Gott auf sie zurückfallen.Und so erfüllte sich an ihnen der Fluch9,57 Fluch: Die Drohungen, die Jotam in Richter 9,16-20 gegen Abimelech und Sichem ausstieß, werden hier als Fluch interpretiert.,den Jotam, der Sohn des Jerubbaal, ausgesprochen hatte.