BasisBibel (BB)
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Simson rächt sich an den Philistern

151Einige Zeit war vergangen.Die Weizenernte15,1 Ernte: Die Getreideernte fand in der Antike im östlichen Mittelmeerraum in der Zeit von April bis Juni statt. Mehr … hatte gerade begonnen.Da wollte Simson seine Frau besuchenund brachte ihr ein Ziegenböckchen mit.Zu ihrem Vater sagte er:»Ich will zu meiner Frau ins Schlafzimmer gehen!«Doch ihr Vater versperrte ihm den Weg2und sagte zu ihm:»Ich war mir sicher, dass du sie satthast.So habe ich sie einem andern zur Frau gegeben.Aber sie hat ja noch eine jüngere Schwester.Die ist sogar noch schöner als sie.Die kannst du an ihrer Stelle haben.«3Simson antwortete den Leuten:»Dieses Mal sind die Philister15,3 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … selbst schuld,wenn ich ihnen jetzt einen Denkzettel verpasse!«

4Simson zog los und fing 300 Füchse,außerdem besorgte er sich Fackeln.Dann band er je zwei Tiere an den Schwänzen zusammenund befestigte dazwischen eine Fackel.5Nachdem er die Fackeln angezündet hatte,jagte er die Füchse in die Felder der Philister15,5 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr ….Sofort fing das Getreide Feuer:die Halme, die noch auf dem Feld standen,und die Garben15,5 Garben: Bei der Ernte gebündelte und zum Aufstellen zusammengebundene Getreidehalme., die man bereits geerntet hatte.Auch Weinberge und Olivenhaine brannten nieder.6Die Philister fragten sich: »Wer hat das getan?«Und es hieß: »Simson war’s!Der Schwiegersohn des Mannes aus Timna!Denn der hat Simson seine Frau weggenommenund sie einem anderen gegeben.«Da zogen die Philister nach Timnaund verbrannten die Frau und ihren Vater.7Simson aber sagte zu den Leuten:»Wenn ihr das getan habt, dann gnade euch Gott!Ich werde keine Ruhe geben,bis ich mich an euch gerächt habe!«8Daraufhin brach er ihnen sämtliche Knochenund versetzte ihnen so einen gewaltigen Schlag.Dann ging er wegund ließ sich in der Felsenhöhle von Etam nieder.

Simson wird an die Philister ausgeliefert

9Die Philister15,9 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … zogen heran.Sie errichteten ihr Heerlager in Juda15,9 Juda: Einer der zwölf Stämme Israels. Sein Siedlungsgebiet lag im judäischen Bergland.und machten die Gegend von Lehi unsicher.10Die Judäer aber fragten sie:»Warum führt ihr gegen uns Krieg?«Sie antworteten:»Wir sind hier, um Simson gefangen zu nehmen!Wir wollen ihm heimzahlen, was er uns angetan hat!«11Da zogen 3000 Mann aus dem Gebirge Juda hinabzur Felsenhöhle bei Etam.Sie sagten zu Simson: »Weißt du denn nicht,dass die Philister über uns herrschen?Was hast du da zu unserem Schaden angerichtet?«Er antwortete ihnen:»Ich habe ihnen nur heimgezahlt,was sie mir angetan haben!«12Da sagten sie zu ihm:»Wir sind gekommen, um dich gefangen zu nehmen.Wir wollen dich an die Philister ausliefern.«Simson antwortete ihnen:»Also gut! Aber schwört mir,dass ihr mich nicht töten wollt.«13Sie sagten zu ihm:»Nein! Wir wollen dich nur gefangen nehmenund an die Philister ausliefern.Töten wollen wir dich bestimmt nicht!«Daraufhin fesselten sie ihn mit zwei neuen Strickenund brachten ihn von der Felsenhöhle weg.

Simson besiegt die Philister

14Als Simson nach Lehi kam,jubelten die Philister15,14 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … über seine Gefangennahme.Da kam der Geist des Herrn15,14 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. Mehr … über ihn.In diesem Augenblick spürte er kaum die Fesseln,mit denen man seine Arme zusammengebunden hatte.Sie waren nur noch so schwach wie Bindfäden,die vom Feuer angebrannt sind.Fast von selbst lösten sie sich von seinen Armen.15Auf dem Boden fand er den Kinnbacken eines Esels15,15 Kinnbacken eines Esels: Unterkieferknochen eines Esels, der von Simson als Schlagwaffe verwendet wird. Das hebräische Wort für Eselskinnbacken klingt ähnlich wie der Name der Stadt Lehi..Er streckte seine Hand aus und hob ihn auf.Dann erschlug er damit 1000 Philister.16Hinterher sagte Simson:»Mit einem Eselskinnbackenkonnte ich eine Menge packen.Mit einem Eselskinnbacken erschlug ich 1000 Mann.«

17Nachdem er das gesagt hatte,warf er den Kinnbacken weg.Da nannte man den Ort Ramat-Lehi,das heißt: Hügel des Kinnbackens.18Danach hatte er großen Durst.Er rief zum Herrn und sagte:»Durch mich, deinen Knecht,hast du Israel einen großen Sieg geschenkt.Lass mich jetzt nicht vor Durst umkommenund diesem unbeschnittenen15,18 unbeschnitten: Verächtliche Bezeichnung für die Philister, die im Gegensatz zu den Israeliten die Beschneidung nicht kannten. Volk in die Hände fallen!«19Da öffnete Gott eine Erdspalte in der Mulde,die sich bei der Stadt Lehi befand.Daraus floss Wasser hervor.Er trank davon und kam wieder zu Kräften.Deshalb nannte man den Ort En-Kore,das bedeutet: Quelle dessen, der gerufen hat.Der Ort, der bei Lehi liegt, heißt heute noch so.20Simson herrschte15,20 herrschte: Das hebräische Verb bedeutet nicht nur »richten«, sondern auch »regieren«. 20 Jahre über Israel.Das war zu der Zeit,als die Philister die Vorherrschaft hatten.
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Simson beweist seine Kraft in Gaza

161Eines Tages kam Simson nach Gaza16,1 Gaza: Bedeutende Stadt der Philister und Handelsstadt, im heutigen Gazastreifen gelegen..Dort sah er eine Hure und ging zu ihr ins Haus.2Bei den Einwohnern von Gaza sprach sich herum:»Simson ist hierhergekommen.«Als es Nacht geworden war,streiften sie in der Stadt umher.Beim Tor legten sie sich auf die Lauer.Doch die Nacht hindurch unternahmen sie nichts.Denn sie sagten sich:»Morgen in aller Frühe schlagen wir ihn tot!«3Simson aber schlief bis Mitternacht.Um Mitternacht stand er auf und ging zum Stadttor.Er packte die Torflügel mit den beiden Torpfostenund riss sie samt Riegel aus ihrer Halterung.Dann lud er die Torflügel auf seine Schulternund trug sie auf den Berg bei Hebron16,3 Hebron: Stadt 35 km südlich von Jerusalem..

Simson und Delila

4Simson verliebte sich in eine Frau,die aus dem Sorektal16,4 Sorektal: Übersetzt »Traubental«, ein weites und fruchtbares Tal im Hügelland zwischen Mittelmeerküste und dem Gebirge Juda. stammte und Delila hieß.5Da gingen die Stadtfürsten der Philister16,5 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … zu ihrund forderten sie auf: »Mach ihm schöne Augen!Entlocke ihm sein Geheimnis:Woher kommt seine große Kraft?Wie können wir ihn überwältigen,ihn fesseln und in unsere Gewalt bringen?Jeder von uns zahlt dir 1100 Silberstücke.«6Da sagte Delila zu Simson:»Ach bitte, verrate mir:Woher kommt deine große Kraft?Womit kann man dich fesseln und besiegen?«7Simson antwortete:»Man kann mich mit sieben Bogensehnen16,7 Bogensehnen: Zum Spannen des Bogens wurden Sehnen aus tierischem Gewebe verwendet. Sie waren besonders zug- und reißfest. fesseln,die frisch und noch nicht getrocknet sind.Dann ist es aus mit meiner Kraft,und ich bin wie alle anderen Menschen.«8Die Stadtfürsten der Philister brachten ihralso sieben Bogensehnen.Die waren frisch und noch nicht getrocknet.Damit fesselte sie ihn.9Aber hinten im Schlafzimmer war einer,der alles heimlich beobachtete.Delila rief Simson zu:»Die Philister überfallen dich, Simson!«Da zerriss er die Bogensehnen wie Bindfäden,die bei der Berührung mit Feuer reißen.Das Geheimnis seiner Kraft wurde nicht bekannt.

10Delila sagte zu Simson:»Du hast mich getäuscht und mir Lügen erzählt.Doch jetzt verrate mir:Womit kann man dich fesseln?«11Er antwortete: »So geht’s!Man kann mich mit neuen Stricken fesseln,die noch zu keiner Arbeit benutzt worden sind.Dann ist es aus mit meiner Kraft,und ich bin wie alle anderen Menschen.«12Delila beschaffte sich also neue Strickeund fesselte ihn damit.Dann rief sie ihm zu:»Die Philister16,12 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … überfallen dich, Simson!«Aber hinten im Schlafzimmer war einer,der alles heimlich beobachtete.Da riss Simson die Stricke von seinen Armen,als wären es dünne Fäden.

13*16,13 Vers 13: Dieser Vers wird in der ausführlicheren Fassung der griechischen Übersetzung wiedergegeben. Delila sagte zu Simson:»Bis jetzt hast du mich nur getäuschtund mir nichts als Lügen erzählt.Verrate mir doch, womit man dich fesseln kann!«Er antwortete:»Du nimmst die sieben Locken meines Haares.Die verflichst du mit den Kettfäden16,13 Kettfäden: Mit dem Webstuhl fest verbundene Fäden, die längs gespannt sind. In sie wird der Webfaden quer eingeflochten. am Webstuhl16,13 Webstuhl: Mechanische Vorrichtung zum Herstellen eines Tuchs oder Teppichs.und machst sie mit einem Pflock im Boden fest.Dann ist es aus mit meiner Kraft,und ich bin wie alle anderen Menschen.«Da wiegte Delila ihn in den Schlafund verflocht die sieben Locken seines Haaresmit den Kettfäden.14Diese befestigte sie mit einem Pflock im Boden.Dann rief sie ihm zu:»Die Philister16,14 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … überfallen dich, Simson!«Da fuhr er aus dem Schlaf hochund riss den Pflock aus dem Boden,samt Webstuhl und Kettfäden.15Sie sprach zu ihm:»Wie kannst du sagen: Ich liebe dich!Aber du sagst mir nicht, was du weißt.Schon dreimal hast du mich jetzt getäuschtund es mir nicht verraten:Woher kommt deine große Kraft?«

Simson verrät das Geheimnis seiner Kraft

16So fragte sie ihn Tag für Tag.Sie quälte ihn und machte ihm das Leben zur Hölle.17Da vertraute er ihr sein Geheimnis an und sagte:»Mir wurden noch nie die Haare geschnitten.Denn ich bin seit meiner Geburt Gott geweiht16,17 Gott geweiht: Die Eltern versprachen Gott, dass Simson von Geburt an das Leben eines Nasiräers führen soll. Deshalb war ihm das Schneiden der Haare verboten..Wenn mir die Haare geschnitten werden,verlässt mich meine Kraftund ich werde schwach.Dann bin ich nur noch wie alle anderen Menschen.«18Delila merkte gleich,dass er ihr sein Geheimnis anvertraut hatte.Sie ließ die Stadtfürsten der Philister16,18 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … rufen:»Jetzt müsst ihr kommen!Er hat mir alles gesagt, was er weiß.«Die Stadtfürsten der Philister kamen zu ihrund brachten die versprochenen Silberstücke mit.19Delila aber ließ Simson in ihrem Schoß einschlafen.Dann rief sie einen Mann herbei.Der schnitt ihm die sieben Locken seines Haares ab.So erreichte sie, dass er überwältigt werden konnte.Denn seine Kraft hatte ihn verlassen.20Sie rief: »Die Philister überfallen dich, Simson!«Da fuhr er aus dem Schlaf hoch und dachte:»Auch diesmal werde ich davonkommen wie schon so oftund meine Fesseln abschütteln.«Er wusste ja nicht,dass ihn der Herr verlassen16,20 verlassen: Gemeint ist, dass Simson seine Kraft verloren hat, die ihm von Gott gegeben wurde. hatte.21Die Philister aber packten ihnund stachen ihm die Augen aus.Dann führten sie ihn nach Gaza16,21 Gaza: Bedeutende Stadt der Philister und Handelsstadt, im heutigen Gazastreifen gelegen.und legten ihn in eiserne Ketten.Im Gefängnis musste er die Handmühle16,21 Handmühle: Besteht aus einem flachen Unterstein und einem faustgroßen, runden Oberstein. Durch Drehen des oberen Steins auf dem unteren wird das Korn zwischen beiden zu Mehl zermahlen. drehen.22Doch sein Haar begann wieder zu wachsen,nachdem es abgeschnitten worden war.

Simson rächt sich an den Philistern

23Die Stadtfürsten der Philister16,23 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … kamen zusammen,um ihrem Gott Dagon16,23 Dagon: Wettergott, der mit dem Wachsen des Getreides in Verbindung gebracht wird. Er wurde von den Philistern verehrt. ein großes Opfer darzubringen.Sie wollten ein Freudenfest feiern und sagten:»Unser Gott hat Simson in unsere Gewalt gegeben,unser Feind ist besiegt.«24Als die Leute Simson sahen,priesen sie ihren Gott und sangen:»Unser Gott gab ihn in unsere Gewalt –unseren Feind, der unser Land verwüstetund so viele von uns erschlagen hat.«

25Als das Fest immer vergnügter wurde,sagten sie: »Holt doch Simson her!Wir wollen unseren Spaß mit ihm haben.«Sie ließen Simson aus dem Gefängnis holen.Er musste sich vor ihnen zum Narren machen.Dann stellte man ihn zwischen die Säulen16,25 Säulen: Bei größeren Gebäuden wurde das Dach von frei stehenden Pfeilern aus Holz oder Stein getragen..26Ein junger Mann führte ihn an der Hand.Den bat Simson: »Lass mich kurz los!Ich will die Säulen ertasten, die das Haus tragen.Dann kann ich mich an sie lehnen.«27Das Haus war voll von Männern und Frauen.Auch alle Stadtfürsten der Philister16,27 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … waren dort.Schließlich hatten noch etwa 3000 Männer und Frauenauf dem Dach Platz gefunden.Sie alle wollten zuschauen,wie Simson sich zum Narren machte.

28Da rief Simson zum Herrn und betete:»Ach Herr, mein Gott, denk doch an mich!Gib mir meine Kraft wieder, nur dies eine Mal!Ich will mich an den Philistern16,28 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … rächen –wenigstens für eines meiner Augen16,28 meine Augen: Die Philister hatten sie Simson ausgestochen.29Simson ertastete die beiden Säulen,die das Haus in der Mitte trugen.Er stemmte sich gegen sie –den rechten Arm gegen die eine Säule,den linken gegen die andere.30Simson sagte:»So gehe ich in den Todzusammen mit den Philistern.«Dann setzte er seine ganze Kraft ein.Da stürzte das Haus zusammen –über den Stadtfürsten und über allen Leuten,die sich darin befanden.Man zählte die Toten,die Simson mit sich in den Tod gerissen hatte.Es waren mehr als die Erschlagenen,die er zu Lebzeiten getötet hatte.

31Seine Brüder kamen mit der Familie seines Vaters.Sie nahmen seinen Leichnam und trugen ihn ins Gebirge.Dort begruben sie ihn im Grab seines Vaters Manoach,das zwischen Zora und Eschtaol16,31 Zora, Eschtaol: Ortschaften im Hügelland, etwa 25 km westlich von Jerusalem. lag.Simson war 20 Jahre lang Richter16,31 Richter: Von Gott eingesetzte Anführer, vor allem für den Kampf gegen äußere Feinde. Mehr … in Israel gewesen.
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Anhänge zur königslosen Zeit

Richter 17,1–21,25

Die Wanderung des Stammes Dan

Richter 17,1–18,31

Micha, sein Haustempel und sein Priester

171Auf dem Gebirge Efraim17,1 Efraim: Gebirgszug im mittleren Westjordanland. Der Name kommt vom Stamm Efraim, der dort sein Siedlungsgebiet hatte. lebte ein Mann, der Micha hieß.2Er sagte zu seiner Mutter:»1100 Silberstücke17,2 1100 Silberstücke: Wörtlich »1100 Schekel«. Ein Schekel wiegt knapp 12 g. Bevor Münzen in Gebrauch kamen, bezahlte man mit Silber- und Goldstücken, die jeweils abgewogen wurden. wurden dir gestohlen.Deshalb hast du einen Fluch17,2 Fluch: Ein Unheil bringendes Wort, durch das die Lebenskraft oder das Wohlergehen des Verfluchten gemindert werden soll. Mehr … ausgesprochen.In meiner Gegenwart hast du das getan.Schau, das Geld ist hier bei mir!Ich selbst habe es genommen.«Da sagte seine Mutter:»Sei gesegnet17,2 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen. Mehr … vom Herrn, mein Sohn!«3Er gab die 1100 Silberstücke seiner Mutter zurück.Seine Mutter aber bestimmte:»Das Geld soll für den Herrn verwendet werden.Ich werde es für meinen Sohn ausgebenund ein Götterbild mit Metallüberzug machen lassen.«Er sagte: »Jetzt will ich es dir zurückgeben.«4Er gab also das Geld seiner Mutter zurück.Seine Mutter nahm davon 200 Silberstücke17,4 200 Silberstücke: Wörtlich »200 Schekel«. Ein Schekel wiegt knapp 12 g. Bevor Münzen in Gebrauch kamen, bezahlte man mit Silber- und Goldstücken, die jeweils abgewogen wurden.und bezahlte damit einen Kunsthandwerker.Der machte ein Götterbild mit Metallüberzug.Es wurde im Haus des Micha aufgestellt.5Damit hatte Micha einen eigenen Haustempel.Dafür ließ er außerdem einen Kasten17,5 Kasten: Hebräisch Efod. Bezeichnet einen tragbaren Gegenstand. Mit seiner Hilfe konnte man eine göttliche Antwort auf eine konkrete Frage einholen. aus Holzund die Figur einer Schutzgottheit17,5 Figur einer Schutzgottheit: Hebräisch Terafim. Eine aus Holz oder Ton hergestellte Statue eines verstorbenen Vorfahren, der in der Familie verehrt wurde. anfertigen.Dann bezahlte er einen seiner Söhne dafür,die Aufgaben eines Priesters17,5 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … zu übernehmen.6Damals gab es noch keinen König in Israel.So konnte jeder tun und lassen, was er wollte.

7Aus Betlehem17,7 Betlehem: Ortschaft etwa 8 km südwestlich von Jerusalem. Mehr … in Juda stammte ein junger Mann,der bei den Großfamilien der Judäer wohnte.Er war ein Levit17,7 Levit: Als Mann aus dem Stamm Levi besaß er kein Land, durfte dafür aber Dienst an einem Heiligtum tun. und lebte dort als Fremder.8Eines Tages zog er aus der Stadt weg,er verließ Betlehem in Juda und wanderte aus.Er wollte einen Ort finden, wo er bleiben konnte.So zog er seines Weges,bis er im Gebirge Efraim17,8 Efraim: Gebirgszug im mittleren Westjordanland. Der Name kommt vom Stamm Efraim, der dort sein Siedlungsgebiet hatte. zu dem Haus des Micha kam.9Micha fragte ihn: »Woher kommst du?«Er antwortete: »Ich bin ein Levit.Ich komme gerade aus Betlehem in Juda.Ich bin unterwegs, um einen Ort zu finden,an dem ich bleiben kann.«10Da sagte Micha zu ihm:»Bleib doch hier bei mir!Du sollst mein geistlicher Vater und Priester sein.Ich zahle dir jährlich zehn Silberstücke17,10 zehn Silberstücke: Wörtlich »zehn Schekel«. Ein Schekel wiegt knapp 12 g. Bevor Münzen in Gebrauch kamen, bezahlte man mit Silber- und Goldstücken, die jeweils abgewogen wurden. dafür.Auch Kleidung sollst du bekommen und alles,was du zum Leben brauchst.«11Der Levit war damit einverstanden.Er blieb bei dem Mann,und der nahm ihn in sein Haus auf wie einen Sohn.12Micha stellte den Leviten in seinen Dienst.So wurde der junge Mann zu seinem Priesterund blieb bei Micha im Haus.13Micha aber dachte: »Jetzt weiß ich,dass es der Herr gut mit mir meint.Denn ich habe einen Leviten als Priester17,13 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … gewonnen.«