BasisBibel NT+Ps (BB)
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Warnung vor Vorurteilen

21Meine Brüder und Schwestern2,1 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. !Ihr glaubt doch an unseren Herrn2,1 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. Jesus2,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. Christus2,1 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. ,der in Herrlichkeit2,1 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. regiert.Dann beurteilt anderenicht nach dem Ansehen der Person.2Stellt euch vor,es kommen gleichzeitig zwei Männerin eure Versammlung:Einer ist vornehm gekleidet,und an seinem Finger steckt ein goldener Ring.Der andere ist armund trägt schmutzige Kleidung.3Ihr kümmert euch zuvorkommendum den vornehm Gekleidetenund sagt zu ihm:»Setz dich doch hierher auf den guten Platz!«Zu dem Armen aber sagt ihr:»Bleib stehen!«,oder:»Du kannst dort auf dem Boden2,3 auf dem Boden: Wörtlich heißt es in Vers 3: »Du kannst unter meinem Fußschemel sitzen«. sitzen!«4Legt ihr da nicht unterschiedliche Maßstäbe anund werdet dadurch zu Richtern,die Fehlurteile fällen?

5Hört mir gut zu,meine lieben Brüder und Schwestern2,5 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. !Hat Gott nicht gerade diejenigen erwählt,die in der Welt als arm gelten?Sie sollen durch den Glauben2,5 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. reich werden.Und sie sollen das Reich2,5 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. erben,das er denen versprochen hat,die ihn lieben.6Aber ihr verachtet die Armen.Dabei sind es doch die Reichen,die euch unterdrückenund euch vor die Gerichte zerren.7Sie sind es auch,die den guten Namen2,7 Name: Gemeint ist der Name Jesus.in den Schmutz ziehen –den Namen2,7 Name: Gemeint ist der Name Jesus., der bei der Taufe2,7 bei der Taufe: »bei der Taufe« ist erklärender Zusatz.über euch ausgerufen wurde.

Wahrer Umgang mit dem Gesetz

8In der Heiligen Schrift2,8 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. steht:»Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst!«Wenn ihr dieses wahrhaft königliche Gebot befolgt,handelt ihr richtig.9Wenn ihr dagegen anderenach dem Ansehen der Person beurteilt,macht ihr euch schuldig.Und das Gesetz2,9 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. deckt eure Übertretung auf.10Denn wer das ganze Gesetz2,10 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. hält,aber ein einziges Gebot übertritt,hat gegen alle Gebote verstoßen.11Von Gott kommt das Gebot:»Du sollst nicht die Ehe brechen2,11 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten.Er hat auch gesagt:»Du sollst nicht töten!«Wenn du also keinen Ehebruch2,11 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten. begehst,aber einen Menschen tötest,hast du das ganze Gesetz2,11 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. übertreten.

12Redet und handelt wie Leute,von denen gilt:Gott wird sie nach dem Gesetz2,12 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. richten,das uns frei macht.13Denn ein unbarmherziges Urteil erwartet den,der selbst kein Erbarmen gehabt hat.Aber wer barmherzig gewesen ist,kann sich im Gericht2,13 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat. zu Recht darauf berufen.

Der Glaube führt zu Taten

14Meine Brüder und Schwestern,stellt euch vor:Jemand behauptet,an Jesus2,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu glauben2,14 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott..Was nützt ihm das,wenn er seinen Glauben2,14 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. nicht in die Tat umsetzt?Kann dann der Glaube2,14 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. ihn retten?15Und weiter:Ein Bruder oder eine Schwester2,15 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. hat keine Kleider.Ja, er hat nicht einmal das tägliche Brot2,15 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel zu essen.16Einer von euch könnte nun zu ihnen sagen:»Friede2,16 Friede: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft. sei mit euch,ihr sollt es warm habenund satt sein!«Was nützt das,wenn ihr ihnen nicht gleichzeitig gebt,was sie zum Leben brauchen?17So ist es auch mit dem Glauben2,17 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.:Wenn er allein bleibtund nicht in die Tat umgesetzt wird,ist er tot.18Es könnte nun jemand einwenden:»Der eine hat den Glauben2,18 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,der andre hat die Taten.«Dem würde ich antworten:Zeige du mir erst einmal deinen Glauben2,18 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,der nicht in die Tat umgesetzt wird.Ich kann dir jedenfalls an meinen Taten zeigen,was Glaube2,18 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. wirklich ist.19Du glaubst2,19 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. an den einen Gott?Das ist gut so!Sogar die Dämonen2,19 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. glauben2,19 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. an ihnund zittern vor Angst.

20Du törichter Mensch,willst du es denn nicht einsehen:Ein Glaube2,20 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,der nicht in die Tat umgesetzt wird,ist nutzlos!21Ist nicht Abraham2,21 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. ,unser Stammvater2,21 Stammväter: Abraham, Isaak und Jakob; die Israeliten verstehen sich als Nachkommen dieser drei »Stammväter«.,aufgrund seines Handelnsvon Gott für gerecht2,21 gerecht, als gerecht gelten: Durch Jesus Christus von ihrer Schuld befreit, können die Menschen vor Gottes Gericht als gerecht bestehen und in Gemeinschaft mit ihm leben. erklärt worden?Er legte nämlich seinen Sohn Isaak2,21 Isaak: Einziger Sohn von Abraham und Sara. als Opfer2,21 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. auf den Altar2,21 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, an dem einer Gottheit die für sie bestimmten Gaben übereignet bzw. verbrannt wurden. .22Daran kannst du sehen:Sein Glaube2,22 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. und sein Handeln wirken zusammen.Und erst das Handeln bringt den Glauben2,22 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. zum Ziel.23Genau das ist gemeint,wenn die Heilige Schrift2,23 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. sagt2,23 sagt: Das Zitat stammt aus 1. Mose/Genesis 15,6.:»Abraham2,23 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. glaubte2,23 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. Gott,und das rechnete ihm Gott als Gerechtigkeit2,23 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach den Vorstellungen Gottes. an.«Und deshalb nennt2,23 nennt: Vgl. z. B. 2. Chronik 20,7 und Jesaja 41,8. die Heilige Schrift2,23 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. ihn »Freund Gottes«.24Ihr seht also:Der Mensch wird aufgrund seiner Tatenvon Gott für gerecht2,24 gerecht, als gerecht gelten: Durch Jesus Christus von ihrer Schuld befreit, können die Menschen vor Gottes Gericht als gerecht bestehen und in Gemeinschaft mit ihm leben. erklärtund nicht nur aufgrund seines Glaubens2,24 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott..25War es bei der Prostituierten Rahab nicht genauso2,25 genauso: Die Geschichte von Rahab steht in Josua 2,1-7 und Josua 6,22-25.?Aufgrund ihres Handelns wurde sie für gerecht2,25 gerecht, als gerecht gelten: Durch Jesus Christus von ihrer Schuld befreit, können die Menschen vor Gottes Gericht als gerecht bestehen und in Gemeinschaft mit ihm leben. erklärt.Sie hatte ja die Kundschafter Israels2,25 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. bei sich aufgenommen.Und dann half sie ihnen,auf einem geheimen Weg aus der Stadt zu fliehen.26Ohne den Geist ist der Körper tot.Genauso ist auch der Glaube2,26 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. tot,wenn er nicht in die Tat umgesetzt wird.
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Die Macht der Worte

31Meine Brüder!Es ist besser,wenn nicht so viele von euch als Lehrer3,1 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. auftreten.Darüber müsst ihr euch nämlich im Klaren sein:Wir Lehrer3,1 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. haben im Gericht3,1 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat.ein besonders strenges Urteil zu erwarten.2Wir alle machen ja immer wieder Fehler.Wer nie ein verkehrtes Wort sagt,der ist wirklich als Mensch vollkommen.Er ist fähig,seinen ganzen Körper im Zaum zu halten.

3Wir legen dem Pferd das Zaumzeug ins Maul,damit es uns gehorcht.So können wir das ganze Tier lenken.4Oder seht euch die Schiffe3,4 Schiff, Schifffahrt: Handelsschiff auf dem Mittelmeer. Üblicherweise ein Segelschiff mit zwei Segeln und einer Ladefähigkeit von ca. 200 Tonnen. an:Sie sind großund werden von starken Winden vorwärtsgetrieben.Dennoch lassen sie sichmit einem vergleichsweise kleinen Ruderauf den vom Steuermann bestimmten Kurs bringen.5Genauso ist die Zunge nur ein kleines Glied des Körpers.Dennoch tut sie ganz groß.Seht doch:Schon ein winziges Feuerkann einen ganzen Wald in Brand setzen.6Solch ein Feuer ist die Zunge!Von allen unseren Gliedernsteht gerade die Zungefür eine Welt voller Ungerechtigkeit.Sie beschmutzt den ganzen Menschen,ja, sie setzt den ganzen Lauf des Lebens in Brand.Ihr Feuer ist geradezu von der Hölle entzündet.7Wir Menschen3,7 Wir Menschen: Wörtlich heißt es in Vers 3: »Die Art des Menschen«. bändigen alle Arten von Tieren.Das haben wir erfolgreich bewiesenbei Säugetieren und Vögeln,Kriechtieren und Meerestieren.8Aber kein Mensch kann die Zunge bändigen.Sie ist ein rastloses Übelvoll tödlichen Gifts.9Mit ihr loben wir Gott, den Herrn3,9 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist. und Vater3,9 Vater: Vertrauensvolle Anrede für Gott. .Mit ihr verfluchen wir aber auch Menschen,die nach dem Bild Gottes geschaffen sind.10Aus ein und demselben Mund kommen Segen3,10 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt. und Fluch3,10 Fluch: Ein Unheil bringendes Wort, durch das die Lebenskraft oder das Wohlergehen des Verfluchten gemindert werden soll..Das darf nicht sein,meine Brüder und Schwestern3,10 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. !11Lässt denn eine Quelle aus derselben Öffnunggleichzeitig Süßwasser und Salzwasser sprudeln?12Kann ein Feigenbaum3,12 Feigen: Feigen gehörten für die Menschen im Land der Bibel zu den Grundnahrungsmitteln. Oliven3,12 Ölbaum: Olivenbäume, auch Ölbäume genannt, waren im Land der Bibel sehr verbreitet. Oliven waren einer der Hauptlieferanten für pflanzliche Öle – daher der Name. tragenoder ein Weinstock3,12 Weinstock: Bezeichnung für den einzelnen Strauch der Weinrebe. Feigen3,12 Feigen: Feigen gehörten für die Menschen im Land der Bibel zu den Grundnahrungsmitteln.,meine Brüder und Schwestern3,12 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. ?Ebenso wenig kann eine SalzwasserquelleSüßwasser hervorbringen.13Wer von euch hält sich für weise3,13 Weisheit: Die Fähigkeit zu erkennen, wie die Welt und das Leben geordnet sind und wie der Mensch sich am besten in diese Ordnung einfügt. Die Weisheit hat ihren Ursprung bei Gott, der die Welt weise gegründet hat. und klug?Der soll seinem Glauben3,13 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. entsprechend lebenund es durch sein Handeln beweisen –vor allem durch Bescheidenheit,die zur Weisheit3,13 Weisheit: Die Fähigkeit zu erkennen, wie die Welt und das Leben geordnet sind und wie der Mensch sich am besten in diese Ordnung einfügt. Die Weisheit hat ihren Ursprung bei Gott, der die Welt weise gegründet hat. gehört.

Die Weisheit, die von Gott kommt

14Es könnte aber doch auch sein,dass ihr bitteren Neid und Eigennutzin euren Herzen3,14 Herz: Das Herz gilt als Sitz des Verstandes und des Willens und damit auch als Ort der Entscheidung über richtiges und falsches Handeln. tragt.Dann sollt ihr euch deswegennicht auch noch für überlegen haltenund damit die Wahrheit3,14 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. verdrehen.15Solch eine Weisheit3,15 Weisheit: Die Fähigkeit zu erkennen, wie die Welt und das Leben geordnet sind und wie der Mensch sich am besten in diese Ordnung einfügt. Die Weisheit hat ihren Ursprung bei Gott, der die Welt weise gegründet hat. kommt nicht von Gott3,15 von Gott: Wörtlich heißt es: »von oben«..Sie ist diesseitig und irdischund von dämonischer3,15 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. Natur.16Wo Neid und Eigensucht herrschen,da ist Unfriedeund jede Art von bösen Taten.17Anders aber die Weisheit3,17 Weisheit: Die Fähigkeit zu erkennen, wie die Welt und das Leben geordnet sind und wie der Mensch sich am besten in diese Ordnung einfügt. Die Weisheit hat ihren Ursprung bei Gott, der die Welt weise gegründet hat. ,die von Gott3,17 von Gott: Wörtlich heißt es: »von oben«. kommt:Sie ist zuallererst heilig3,17 heilig: Heilig ist in der Bibel alles, was zu Gott gehört und mit ihm in Verbindung steht..Außerdem ist sie auf Frieden3,17 Friede: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft. bedacht,gütig und sanft.Zugleich ist sie voll Barmherzigkeitund bringt als Frucht lauter Gutes hervor.Und sie ist unparteiisch und aufrichtig.18Aber die Frucht,die aus der Gerechtigkeit3,18 Friede: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft. hervorgeht,wird in Frieden3,18 Friede: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft. gesät.Sie kommt denen zugute,die Frieden3,18 Friede: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft. stiften.
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Die Herzen für Gott bereit machen

41Woher kommen all die Streitigkeitenund Kämpfe unter euch?Doch wohl aus eurem Streben nach Genuss,das in euren Gliedern die Kriegslust weckt.2Ihr begehrt vielesund bekommt es nicht.Ihr geht über Leichen4,2 geht über Leichen: Wörtlich heißt es in Vers 2: »ihr mordet«. In Jakobus 5,4-6 wird genauer gesagt, was damit gemeint ist.,seid gierig vor Neidund erreicht dadurch gar nichts.Ihr bekämpft und bekriegt einander sogar.Und dennoch bekommt ihr nichts,weil ihr Gott nicht darum bittet.3Und selbst wenn ihr ihn darum bittet,erhaltet ihr es nicht.Denn ihr betet4,3 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. in böser Absicht –um euer Streben nach Genuss zu befriedigen.4Ihr Treulosen!4,4 Ihr Treulosen!: Wörtlich heißt es in Vers 4: »Ihr Ehebrecherinnen!« Im Alten Testament wird Israels Treulosigkeit gegenüber Gott häufig mit dem Bild des Ehebruchs beschrieben, z. B. Hosea 1–3.Wisst ihr denn nicht,dass Freundschaft mit dieser Welt4,4 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. Feindschaft gegen Gott bedeutet?Wer also ein Freund der Welt4,4 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. sein will,macht sich damit zum Feind Gottes.5Haltet ihr es etwa für leeres Gerede,wenn die Schrift sagt:»Gott erhebt eifersüchtig Anspruch auf den Geist4,5 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt.,den er in uns hat wohnen lassen«?6Aber Gottes Gnade4,6 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu. ist größer,denn es heißt4,6 heißt: Das Zitat stammt aus Sprichwörter 3,34. ja auch:»Den Hochmütigen tritt Gott entgegen,aber den Demütigen schenkt er Gnade4,6 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu.

7Ordnet euch also Gott unter.Dem Teufel4,7 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. aber leistet Widerstand,dann flieht er vor euch.8Sucht Gottes Nähe,dann kommt er euch nahe.Reinigt eure Hände von allem bösen Tun,ihr Schuldbeladenen!Macht euer Herz für Gott bereit4,8 für Gott bereit: Wörtlich heißt es in Vers 8: »macht euer Herz heilig«.,ihr Zweifler!9Beklagt euer Elend,trauert und weint!Euer Lachen soll sich in Trauer verwandelnund eure Freude in Niedergeschlagenheit!10Macht euch vor dem Herrn4,10 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist. niedrig und klein,dann wird er euch groß machen.

Nicht verurteilen

11Sprecht nicht schlecht übereinander,Brüder und Schwestern4,11 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. !Wer schlecht über seine Geschwister sprichtoder sie verurteilt,spricht schlecht über das Gesetz4,11 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.und verurteilt es damit zugleich.Wenn du aber das Gesetz4,11 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. verurteilst,bist du keiner, der das Gesetz4,11 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. befolgt.Dann erhebst du dich vielmehr selbst zum Richter.12Es gibt aber nun einen Gesetzgeber und Richter.Er hat die Macht,zu retten oder zu vernichten.Wer bist du denn,dass du dich als Richter über deine Mitmenschen aufspielst!

Gott bestimmt über unsere Lebenszeit

13Nun zu euch,die ihr sagt:»Heute oder morgen wollen wir in diese oder jene Stadt reisen.Wir wollen ein Jahr dort bleiben,Geschäfte machen und Gewinne erzielen.«14Ihr wisst doch gar nicht,was der morgige Tag bringen wird.Was ist denn euer Leben?Ein Dampfwölkchen,das für kurze Zeit sichtbar istund gleich wieder vergeht.15Sagt stattdessen lieber:»Wenn der Herr4,15 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist. es will,werden wir am Leben bleibenund dies und jenes tun.«16Nun seid ihr auch noch stolzauf eure Überheblichkeit.Aber es ist schlecht,darauf stolz zu sein.17Also: Wer Gutes tun kannund es nicht tut,macht sich schuldig4,17 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet..