BasisBibel (BB)
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641Komm wie ein Feuer, das trockene Zweige in Brand setzt

und Wasser zum Kochen bringt!Zeig deinen Feinden, wer du bist.Völker sollen vor dir zittern.2Denn du vollbringst furchtbare Taten,die all unsere Erwartungen übertreffen.Komm doch herab,sodass die Berge vor dir beben!3Noch nie hat man so etwas vernommen,noch nie hat jemand davon gehört.Kein Auge hat jemals einen Gott wie dich gesehen:Du allein tust denen Gutes, die auf dich hoffen.4Du begegnest dem freundlich, der gern das Rechte tut,auf deinen Wegen geht und an dich denkt.Aber du warst zornig, weil wir von jeherfalsche Wege gingen und mit dir gebrochen haben.5Wir alle sind wie Unreine64,5 unrein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die aus unterschiedlichen Gründen nicht dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. geworden,selbst unsere ganze Gerechtigkeitist nichts als ein schmutziges Kleid.Wegen unserer Schuld geht es uns wie welkem Laub,das der Wind fortträgt.6Niemand ruft deinen Namen64,6 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. an,keiner ist bereit, an dir festzuhalten.Denn du hast dein Angesicht vor uns verborgen64,6 Angesicht verbergen: Wenn Gott sein Gesicht verbirgt, nimmt er die Bitten des Beters nicht an.und uns den Folgen unserer Schuld64,6 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. überlassen.

7Und doch bist du, Herr, unser Vater64,7 unser Vater: Gott wird im Alten Testament nur hier und in Jesaja 63,16 mit »unser Vater« angesprochen.!Wir sind der Ton, und du bist der Töpfer64,7 Töpfer: Handwerker, der Gefäße aus Ton formt.!Wir alle sind das Werk deiner Hände.8Sei nicht so zornig auf uns, Herr,denk nicht für immer an unsere Schuld64,8 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können.!Schau uns doch an: Wir alle sind dein Volk!9Deine heiligen Städte sind verwüstet.Zion64,9 Zion: Tempelberg von Jerusalem, aber auch Bezeichnung für die ganze Stadt. ist eine Wüste, Jerusalem64,9 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. liegt verlassen da.10Unser heiliger, prächtiger Tempel64,10 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte.,in dem unsere Väter dich lobten,ist ein Raub der Flammen geworden.In Trümmern liegt alles, was uns lieb und teuer war.11Kannst du bei all dem ruhig zusehen, Herr?Warum schweigst du und demütigst uns so sehr?
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Gottes Antwort an Israel

Jesaja 65,1–66,24

Klage über die Verehrung der Götzen

651Ich wollte gesucht werden,doch niemand hat nach mir gefragt.Ich wollte gefunden werden,doch niemand hat nach mir gesucht.Ich sagte: »Ich bin da, ich bin da!«Aber mein Volk rief meinen Namen nicht an.2Die ganze Zeit war meine Hand ausgestreckt,aber dieses Volk blieb starrsinnig.Sie gehen ihre verkehrten Wegeund folgen ihren eigenen Gedanken.3Ständig beleidigen sie mich:In ihren Gärten bringen sie den Götzen65,3 Götze: Abfällige Bezeichnung für eine fremde Gottheit oder ihr Standbild. Opfer dar,auf Ziegelsteinen verbrennen sie Weihrauch65,3 Weihrauch: Harz des Weihrauchbaums. Es wird beim Räucheropfer in bronzenen Pfannen verbrannt und verbreitet einen wohlriechenden Duft. für sie.4Sie hocken in Grabkammern65,4 Grabkammern: Die Grabkammern wurden als Tor zum Totenreich angesehen. Die Befragung von Toten war den Israeliten verboten. und übernachten in Höhlen.Sie essen Schweinefleisch65,4 Schweinefleisch: Schweine gelten in der Bibel als unreine Tiere und dürfen daher nicht gegessen werden.und haben unreines65,4 unrein: Tiere, Pflanzen und Lebensmittel, die den religiösen Vorschriften des Alten Testaments zufolge nicht gegessen werden dürfen. Zeug in ihren Töpfen.5Sie sagen zu jedem, der ihnen begegnet:»Bleib, wo du bist, komm mir nicht zu nahe!Ich bin heilig65,5 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen., berühr mich nicht!«Solche Leute sind wie beißender Rauch in meiner Nase,wie ein ständig schwelendes Feuer.6Alles, was sie getan haben,ist bei mir aufgeschrieben.Ich ruhe nicht, bis ich es ihnen heimgezahlt habe.Ja, ich zahle ihnen alles heim:7ihre eigene Schuld65,7 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. und dazu die ihrer Vorfahren.Das sagt der Herr65,7 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr..Denn sie haben auf den Bergen Räucheropfer65,7 Räucheropfer: Verbrennen von Weihrauch oder anderen Duftharzen auf einem Räucheraltar. dargebrachtund mich auf den Hügeln verhöhnt.Darum zahle ich ihnen heim,was sie für ihr Tun verdient haben.

Segen für die Treuen im Volk Gottes

8So spricht der Herr65,8 so spricht der Herr: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:Wenn sich noch Saft in einer Traube findet, sagt man:Wirf sie nicht weg, sie kann noch Segen bringen!So will ich auch mein Volk nicht ganz vernichten.Denn zu ihm gehören auch meine Knechte65,8 meine Knechte: Selbstbezeichnung von Menschen, die sich wie der Knecht Gottes in Jesaja 42,1-4 in den Dienst Gottes stellen.,die mir treu geblieben sind.9Ich gebe Jakob65,9 Jakob: Bezeichnung für das Volk Israel. Der Stammvater Jakob wird in 1. Mose/Genesis 32,29 in Israel umbenannt. Nachkommenund Juda65,9 Juda: Einer der Söhne Jakobs, der hier stellvertretend für den Stamm Juda steht, der im Süden des Landes wohnte. Erben, die meine Berge besitzen.Die Menschen, die ich erwählt habe,werden das Land besitzen.Meine Knechte werden es bewohnen.10Dann gehört das Land meinem Volk, das nach mir fragt.Es nutzt die Ebene Scharon65,10 Scharon-Ebene: Fruchtbares Küstengebiet, zwischen dem Karmel und dem heutigen Tel Aviv gelegen. als Schafweideund das Tal Achor65,10 Tal Achor: Unfruchtbare Ebene in der Nähe der Stadt Jericho am Toten Meer. als Lagerplatz für die Rinder.11Ganz anders wird es euch gehen:Ihr habt den Herrn65,11 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. verlassenund meinen heiligen Berg65,11 meinen heiligen Berg: Meint den Berg Zion, auf dem der Tempel steht. Zion ist auch eine andere Bezeichnung für die Stadt Jerusalem. vergessen.Ihr deckt dem Schicksalsgott Gad den Opfertischund füllt dem Glücksgott Mani den Weinkrug65,11 Weinkrug: Der Weinkrug diente dazu, dem fremden Gott Trankopfer darzubringen..12Darum gebe ich euch dem Schwert preis:Ihr müsst euch hinknien und werdet abgeschlachtet.Denn als ich euch rief, habt ihr nicht geantwortet.Als ich mit euch redete, habt ihr nicht gehört.Stattdessen habt ihr getan, was mir missfällt.Ihr habt euch für das entschieden,was mir zuwider ist.13Deshalb spricht Gott, der Herr:Meine Knechte65,13 Knechte: Selbstbezeichnung von Menschen, die sich in den Dienst Gottes stellen und ihn dadurch als ihren Herrn anerkennen. werden essen,doch ihr leidet Hunger.Meine Knechte werden trinken,doch ihr leidet Durst.Meine Knechte werden sich freuen,doch ihr müsst euch schämen.14Meine Knechte werden aus vollem Herzen jubeln.Ihr aber werdet vor Kummer schreienund vor Verzweiflung heulen.15Ihr müsst euren Namen dazu hergeben,dass meine Erwählten ihn als Fluch65,15 Fluch: Ein Unheil bringendes Wort, durch das die Lebenskraft oder das Wohlergehen des Verfluchten gemindert werden soll. benutzen:»Gott, der Herr, töte dich wie diese Leute!«Meinen Knechten aberwird man einen anderen, ehrenvollen Namen geben.16Wenn man sich dann Segen65,16 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen. wünscht im Land,wird man sagen: »Beim treuen Gott!«Und wer schwört, wird ebenso sagen:»Ich schwöre beim treuen Gott!«Denn die früheren Ängste sind vergessen,sie sind aus meinem Blick verschwunden.

Ein neuer Himmel und eine neue Erde

17Seht, ich schaffe65,17 ich schaffe: 1. Mose/Genesis 1,1–2,4 erzählt davon, dass Gott die Welt erschaffen hat. Hier verspricht er eine neue Welt, in der es kein Leid mehr gibt. einen neuen Himmel und eine neue Erde.Dann denkt niemand mehr an das, was früher war.Es ist für immer vergessen.18Freut euch und jubelt ohne Endeüber das, was ich jetzt erschaffe!Ich mache Jerusalem65,18 Jerusalem: Mit dem Zweiten Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. zu einer Stadt des Jubels,und seine Bewohner erfülle ich mit Freude.19Auch ich will über Jerusalem jubelnund mich über mein Volk freuen.Man wird dort niemanden mehr weinen hören,die Klage ist für immer verstummt.20Es gibt dort keinen Säugling mehr,der nur wenige Tage lebt.Man findet keinen Greis,der nicht ein hohes Alter erreicht.Wenn einer mit Hundert stirbt,sagt man: Er war noch jung.Und wer die Hundert nicht erreicht, gilt als gestraft.21Dann wird man Häuser bauenund selbst darin wohnen.Man wird Weinberge pflanzenund selbst ihren Ertrag genießen.22Man baut keine Häuser mehr,in denen dann andere wohnen.Man pflanzt nichts mehr,das dann andere essen.Die Menschen in meinem Volkwerden so alt wie Bäume.Meine Erwählten werden das genießen,was sie mit eigenen Händen erarbeitet haben.23Keiner müht sich mehr vergebens.Niemand bringt Kinder zur Welt, die früh sterben.Denn sie sind die Nachkommen derer,die der Herr65,23 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. gesegnet65,23 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen. hat.Darum werden sie mit ihren Kindern leben.24Schon ehe sie rufen, antworte ich ihnen.Während sie noch reden, erhöre ich sie.25Wolf und Lamm weiden friedlich zusammen,der Löwe frisst Stroh wie das Rind.Doch die Schlange muss sich von Erde ernähren.Man tut nichts Böses mehr und begeht kein Verbrechenauf meinem ganzen heiligen Berg65,25 heiliger Berg: Meint den Berg Zion, auf dem der Tempel in Jerusalem steht. Zion ist auch eine andere Bezeichnung für die Stadt Jerusalem..Das sagt der Herr.
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Der falsche Gottesdienst wird bestraft

661Der Herr66,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. sagt: Der Himmel ist mein Thronund die Erde ein Schemel66,1 Schemel: Eine Art Fußbank, die vor dem Thron eines Herrschers steht. für meine Füße.Was für ein Haus wollt ihr mir da bauen?An was für einem Ort sollte ich mich ausruhen?2Alles habe ich mit eigener Hand geschaffen66,2 mit eigener Hand geschaffen: 1. Mose/Genesis 1,1–2,4 erzählt von der Erschaffung der Welt durch Gott.,durch mich ist es entstanden.– Ausspruch des HerrnAber ich schaue freundlichauf die Armen und Niedergeschlagenen,die voll Ehrfurcht66,2 Ehrfurcht: Eine Haltung größter Hochachtung gegenüber Gott, die sowohl Bewunderung als auch Erschrecken zum Ausdruck bringt. auf mein Wort hören.3Doch in Jerusalem66,3 Jerusalem: Mit dem Zweiten Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. schlachten sie Rinder für michund erschlagen Menschen.Sie bringen mir Schafe als Opfer dar,erwürgen aber auch Hunde66,3 Hunde, Schweine: Hunde und Schweine galten als unrein und durften nicht als Opfer dargebracht werden..Sie bringen Speiseopfer66,3 Speiseopfer: Besteht aus Getreide, Mehl, ungesäuerten Backwaren und Öl. Ein Teil wird auf dem Altar verbrannt. dar,aber auch Schweineblut66,3 Schweineblut: Hunde und Schweine galten als unrein und durften nicht als Opfer dargebracht werden..Sie verbrennen Weihrauch66,3 Weihrauch: Harz des Weihrauchbaums. Es wird beim Räucheropfer in bronzenen Pfannen verbrannt und verbreitet einen wohlriechenden Duft.und verehren zugleich Götzen66,3 Götze: Abfällige Bezeichnung für eine fremde Gottheit oder ihr Standbild..Sie haben sich dazu entschieden,ihre eigenen Wege zu gehen.Sie haben Freude an dem, was ich verabscheue.4Darum entscheide ich mich, sie zu demütigen.Ich bringe all das über sie, wovor ihnen graut.Denn als ich rief, haben sie nicht geantwortet.Als ich redete, haben sie nicht gehört.Sie tun, was böse für mich ist.Sie haben sich für das entschieden, was mir missfällt.

5Ihr aber, die ihr Ehrfurcht66,5 Ehrfurcht: Eine Haltung größter Hochachtung gegenüber Gott, die sowohl Bewunderung als auch Erschrecken zum Ausdruck bringt. habtvor dem Wort des Herrnhört auf das, was er sagt:Es gibt Leute in eurem Volk, die euch hassen.Weil ihr an mir festhaltet,behandeln sie euch wie Ausgestoßene und spotten:»Soll der Herr euch doch zu Ehren bringen!Dann werden wir sehen, wie ihr euch freut.«Aber sie täuschen sich.6Hört doch das laute Getöse in der Stadt!Es kommt vom Tempel66,6 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. her.Der Herr rechnet mit seinen Feinden ab.

Gott tröstet sein Volk

7Kann eine Frau ein Kind gebären,bevor sie Wehen bekommen hat?Kann sie einen Sohn zur Welt bringen,bevor sie Geburtsschmerzen hatte?8Wer hat jemals von so etwas gehört,oder wer hat es je gesehen?Wird ein Land an einem Tag geboren?Kommt ein Volk mit einem Schlag zur Welt?Genau so ist es Zion66,8 Zion: Bezeichnung für die Stadt Jerusalem. Kinder der Stadt sind die, die nach der Rückkehr aus der Verbannung dort geboren werden. ergangen:Kaum lag die Stadt in Wehen,brachte sie auch schon ihre Kinder zur Welt.9Der Herr66,9 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. sagt:Sollte ich kurz vor der Geburtdas Kind nicht zur Welt kommen lassen?Dein Gott spricht:Sollte ich, der die Frauen gebären lässt,ihren Schoß wieder verschließen?10Freut euch mit Jerusalemund jubelt über die Stadt,alle, die ihr sie liebt!Seid fröhlich über sie,alle, die ihr über sie getrauert habt!11Trinkt euch satt an ihrer Brustund lasst euch trösten!Saugt an ihrer Mutterbrustund genießt ihren Reichtum!12Denn so spricht der Herr66,12 so spricht der Herr: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:Ich werde Jerusalem66,12 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Frieden66,12 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht. geben,der sich ausbreitet wie ein Fluss.Der Reichtum der Völker fließt der Stadt zuwie ein rauschender Bach.Auch ihr werdet ihn genießen.Wie ein Kind werdet ihr auf der Hüfte getragenund auf den Knien geschaukelt.13Ich will euch trösten,wie eine Mutter ihr Kind tröstet.In Jerusalem werdet ihr Trost finden.14Wenn ihr das erlebt,werdet ihr euch von Herzen freuen.Ihr werdet aufblühen wie frisches Gras.So zeigt der Herr seine Macht an seinen Knechten66,14 Knecht, Knecht Gottes: Ehrenvolle Bezeichnung für Menschen, die Gott in seinen Dienst nimmt..Aber seine Feinde bekommen seinen Zorn66,14 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten. zu spüren.

Gottes Gericht über die Götzendiener

15Ja, der Herr66,15 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. kommt mit Feuer,seine Streitwagen66,15 Streitwagen: Ein für den Krieg ausgerüsteter Wagen mit zwei oder drei Mann Besatzung. rollen heran wie ein Gewitter.In glühendem Zorn66,15 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten. übt er Vergeltung,mit feurigen Flammen verbreitet er Schrecken.16Der Herr richtet die ganze Welt mit Feuer und Schwert.Viele werden von ihm erschlagen.17Zugrunde gehen alle,die sich für heilige Gärten reinigenund sich um einen Götzen66,17 Götze: Abfällige Bezeichnung für eine fremde Gottheit oder ihr Standbild. scharen.Wer Schweinefleisch66,17 Schweinefleisch: Schweine gelten in der Bibel als unreine Tiere und dürfen daher nicht gegessen werden., Mäuseund andere Scheußlichkeiten isst,findet ein schreckliches Ende.– Ausspruch des Herrn18Ich kenne ihre Taten und ihre Gedanken.

Alle Völker beten den Gott Israels an

Ich werde kommen und Menschenaller Völker und Sprachen zusammenrufen.Sie kommen und sehen, wie herrlich ich bin.19Ich stelle ihnen ein Zeichen auf,das ihnen den Weg weist.Einige von ihnen, die das Gericht überlebt haben,sende ich als Boten in die ganze Welt.Sie ziehen nach66,19 ziehen nach: Die im Folgenden genannten Gebiete umfassen den gesamten Mittelmeerraum, von der heutigen Türkei bis nach Spanien. Tarschisch66,19 Tarschisch: Landschaft und Hafenstadt an der Südküste Spaniens, zur Zeit des Alten Testaments das westliche Ende der bekannten Welt., Pul66,19 Pul: Gebiete im heutigen Libyen. und Lud66,19 Lud: Wahrscheinlich Lydien in der heutigen Türkei.,nach Meschech, Tubal und Jawan66,19 Jawan: Anderer Name für Griechenland..Bis zu den fernsten Inseln66,19 fernste Inseln: Bezeichnen die Ränder der damals bekannten Welt. gelangen sie.Sie erreichen Menschen, die nie von mir gehörtund meine Herrlichkeit66,19 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. nie gesehen haben.So machen sie meine Herrlichkeitunter den Völkern bekannt.20Dann bringen sie eure Brüder und Schwestern mit zurück,die noch in der ganzen Welt verstreut sind.Als Gabe der Völker für den Herrn66,20 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr.werden sie nach Jerusalem66,20 Jerusalem: Mit dem Zweiten Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. gebracht,zu meinem heiligen Berg66,20 mein heiliger Berg: Meint den Berg Zion, auf dem der Tempel in Jerusalem steht..Sie kommen auf Pferden und Wagen,in Sänften66,20 Sänfte: Ein kostbarer, auf Stangen getragener Sessel., auf Maultieren66,20 Maultier: Kreuzung aus Pferd und Esel. Maultiere waren die Reittiere der Königsfamilie, wurden aber auch als Lasttiere eingesetzt. und Kamelen.Das sagt der Herr.Man führt sie herbei,wie die Israeliten ihre Opfergabenin reinen66,20 rein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. In der Bibel sind dabei bestimmte religiöse Vorschriften zu beachten. Gefäßen zum Tempel bringen.21Einige von denen, die zurückkommen,mache ich zu Priestern und Leviten66,21 Priester, Leviten: Die Aufgaben dieses Personenkreises waren eigentlich Mitgliedern aus dem Stamm Levi vorbehalten., spricht der Herr.22Der neue Himmel und die neue Erde, die ich schaffe,bleiben für immer vor mir bestehen.So bleiben auch eure Nachkommen66,22 eure Nachkommen: Angesprochen sind die Bewohner Jerusalems.,und euer Name wird niemals vergessen.– Ausspruch des Herrn23An jedem Neumond66,23 Neumond: Beginn eines neuen Monats und Anlass für ein religiöses Fest. und an jedem Sabbat66,23 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf.kommen die Bewohner der ganzen Welt,um mich anzubeten.Das sagt der Herr.24Aber außerhalb der Stadtsehen sie die Leichen derer, die mir untreu waren.Die Würmer, die sie fressen, sterben nicht.Das Feuer, in dem sie brennen, geht niemals aus.Die ganze Welt ekelt sich vor ihnen.