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Hiskija und die babylonische Gesandtschaft

391Zu dieser Zeit war Marduk-Baladan39,1 Marduk-Baladan: König von Babylonien (722–709 v. Chr.). Im Kampf gegen die Assyrer war er zunächst erfolgreich, bevor er 709 v. Chr. endgültig geschlagen wurde.,der Sohn des Baladan, König von Babylonien.Der schickte Boten zu Hiskija39,1 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte.,um ihm einen Brief und Geschenke zu überbringen.Denn er hatte gehört, dass Hiskija krank gewesenund wieder gesund geworden war.2Hiskija freute sich sehr darüber.Er zeigte den Boten sein ganzes Schatzhaus:das Silber und Gold, die Duftstoffe und kostbaren Öle.Sie sahen auch sein ganzes Waffenlager und alles,was sich in seinen Vorratskammern befand.Es gab nichts in seinem Palast und seinem Reich,was Hiskija ihnen nicht zeigte.3Da kam der Prophet39,3 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … Jesaja zu König Hiskija und fragte ihn:»Was wollten diese Männer denn von dir?Und woher sind sie gekommen?«Hiskija antwortete:»Sie sind aus einem fernen Land zu mir gekommen,aus Babylonien39,3 Babylonien: Gebiet am Unterlauf der Flüsse Eufrat und Tigris, südöstlich des heutigen Bagdad. Mehr …4Jesaja fragte:»Und was haben sie in deinem Palast gesehen?«Hiskija antwortete:»Sie haben alles gesehen, was ich besitze.Es gibt nichts in meinen Vorratskammern,was ich ihnen nicht gezeigt habe.«5Da sagte Jesaja zu Hiskija:»Höre, was der Herr Zebaot39,5 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck. Mehr … dazu sagt:6Es kommt eine Zeit39,6 es kommt eine Zeit: Anspielung auf die Eroberung Jerusalems durch den babylonischen König Nebukadnezzar II. 586 v. Chr. Nach seinem Sieg wurden die Schätze Jerusalems und viele Bewohner nach Babylonien verschleppt.,da wird alles, was in deinem Palast ist,nach Babylonien gebracht werden.Es wird nichts von dem übrig bleiben,was deine Vorfahren angesammelt haben.Das sagt der Herr.7Auch deine Nachkommen wird es treffen:Einige deiner Nachfolger wird man fortbringen.Sie werden Hofbeamte seinam Palast des Königs von Babylonien.«8Da sagte Hiskija zu Jesaja:»Das ist eine gute Botschaft des Herrn,die du mir übermittelt hast.«Denn er dachte sich: »Solange ich lebe,werden Frieden und Sicherheit sein.«
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Heimkehr aus Babylonien und Wiederherstellung des Zion

Jesaja 40,1–55,13

Die Trostbotschaft für die Heimkehrer

Jesaja 40,1-31

Jerusalem wird getröstet

401»Tröstet40,1 tröstet: Der Trost besteht in der Hoffnung, dass Gott Hilfe schickt., tröstet mein Volk!«,spricht euer Gott.2Redet herzlich mit Jerusalem40,2 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr …,sagt über die Stadt:»Ihre Leidenszeit40,2 Leidenszeit: Meint die Zeit seit der Zerstörung Jerusalems durch Nebukadnezzar II. 586 v. Chr. Im Anschluss daran wurden viele Bewohner in die Verbannung nach Babylonien geführt, vgl. 2. Könige 25. ist zu Ende,ihre Schuld40,2 Schuld: Die Zerstörung Jerusalems und die Verbannung nach Babylonien werden als Strafe für Israels fehlerhaftes Verhalten Gott gegenüber gedeutet. ist restlos abgezahlt.Denn für all ihre Vergehenwurde sie vom Herrn doppelt bestraft.«

3Eine Stimme ruft:»Bahnt in der Wüste einen Weg40,3 Weg: Gedacht ist an eine Verbindungsstraße zwischen Babylon und Jerusalem, auf der die Judäer, die in der Verbannung in Babylonien lebten, in ihre Heimat zurückkehren können. für den Herrn!Ebnet unserem Gott in der Steppe eine Straße!4Alle Täler sollen aufgefüllt werden,Berge und Hügel abgetragen.Das wellige Gelände soll eben werdenund das hügelige Land flach.5Der Herr wird in seiner Herrlichkeit40,5 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. Mehr … erscheinen,alle Menschen miteinander werden es sehen.Denn der Herr selbst hat es gesagt.«

6Eine Stimme spricht: »Verkünde!«Ich fragte: »Was soll ich verkünden?Alle Menschen sind doch wie Gras.In ihrer ganzen Schönheit gleichen sieden Blumen auf dem Feld.7Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt,wenn der Wind des Herrn darüberweht.Nichts als Gras ist das Volk!«8»Ja, das Gras verdorrt, die Blume verwelkt,aber das Wort unseres Gottes bleibt für alle Zeit.«

9Steig auf einen hohen Berg,du Freudenbotin für die Stadt Zion40,9 Zion: Tempelberg von Jerusalem, aber auch Bezeichnung für die ganze Stadt. Mehr …!Verkünde deine Botschaft mit kraftvoller Stimme,du Freudenbotin für Jerusalem40,9 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr …!Verkünde sie, hab keine Angst!Sprich zu den Städten Judas40,9 Juda: Der südliche Teil des Landes, in dem die Israeliten lebten. Mehr …:»Seht, da kommt euer Gott!10Seht, Gott, der Herr!Er kommt mit aller Machtund herrscht mit starker Hand.Seht, mit ihm kommt sein Volk40,10 sein Volk: Gemeint sind die in die Verbannung nach Babylon verschleppten Judäer, die dort in Unfreiheit lebten.!Die er befreit hat, ziehen vor ihm her.11Wie ein Hirte40,11 Hirte: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. In der Antike steht das Hirtenbild oft für den König oder für Gott. Mehr … weidet er seine Herde:Die Lämmer nimmt er auf seinen Armund trägt sie an seiner Brust.Die Muttertiere führt er sicher.«

Die Macht des Schöpfergottes

12Wer kann das Wasser des Meeresmit der hohlen Hand abmessen?Wer kann die Weite des Himmelsmit der gespreizten Hand feststellen?Wer kann den Staub der Erde in Krüge füllen?Wer kann die Berge auf die Waage legenund die Hügel auf die Waagschale?13Wer kann feststellen, was der Herr im Sinn hat?Wer kann ihn beraten und belehren?14Hat er es nötig, jemanden um Rat zu fragen?Wer kann ihm Einsicht vermittelnoder ihn lehren, was Recht ist?Wer kann ihm Wissen beibringenoder den Weg zum Verstehen zeigen?15Seht doch: Ganze Völker sind für ihnnur wie ein Tropfen aus dem Eimeroder ein Sandkorn auf der Waagschale.Inseln wiegen für ihn nicht mehr als Staub.16Selbst der Libanon40,16 Libanon: Der Libanon mit seinem großen Baumbestand galt als Lieferant von Brennholz und von Tieren für Opfer. liefert nicht genug Brennholz.Seine Tiere reichen nicht aus,um ihm Opfer darzubringen.17Alle Völker gelten nichts vor ihm,sie haben für ihn keinerlei Bedeutung.

18Mit wem wollt ihr Gott vergleichen?Könnt ihr ihm etwas gegenüberstellen,das ihm auch nur ähnelt?19Etwa ein Götterbild40,19 Götterbild: Aus Stein, Ton, Holz oder Metall gefertigtes kleines Standbild einer Gottheit. Seine Herstellung und Verehrung waren in Israel verboten. Mehr …?Das gießt doch ein Handwerker in eine Form.Dann überzieht es der Schmied mit Goldund verziert es mit silbernen Kettchen.20Wer sich einen solchen Aufwand nicht leisten kann,der nimmt ein Holz, das nicht fault.Dann sucht er sich einen tüchtigen Handwerker.Der stellt ihm ein Götterbild darauf,das nicht wackelt.

21Wisst ihr es denn noch nicht?Habt ihr es noch nicht gehört?Ist es euch nicht schon längst bekannt?Habt ihr es nicht immer wieder erfahren,seitdem die Erde besteht?22Gott thront so hoch über dem Erdkreis,dass die Menschen darauf wie Heuschrecken erscheinen.Er spannt den Himmel aus wie ein Tuch.Er breitet ihn aus wie ein Zelt,in dem man wohnen kann.23Er stürzt die Herrscher,den Richtern auf der Erde nimmt er jede Macht.24Es ergeht ihnen wie Pflanzen,die frisch gesetzt oder gesät wurden.Kaum haben sie Wurzeln geschlagen,lässt er einen heißen Wind über sie wehen.Sie verdorren, und der Sturm bläst sie fort wie Spreu40,24 Spreu: Hülsen und Strohreste von Getreide. Nach dem Dreschen wird das Getreide in die Luft geworfen. Die leichte Spreu wird vom Wind davongetragen, die Körner dagegen fallen wieder auf den Boden. Mehr ….

Gott schenkt neue Kraft

25»Mit wem wollt ihr mich vergleichen?Wer kommt mir gleich?«, spricht der Heilige40,25 der Heilige: Kurzform von »Heiliger Israels«, einer ehrenvollen Bezeichnung für Gott, die vor allem im Buch Jesaja vorkommt..26Richtet eure Augen nach oben und seht,wer das alles geschaffen hat!Seht ihr dort das Heer der Sterne40,26 Heer der Sterne: Die Sterne am Himmel werden mit einer gewaltigen Armee verglichen, die unter dem Befehl Gottes aufmarschiert.?Er lässt sie aufmarschieren in voller Zahl.Mit ihrem Namen ruft er sie alle herbei.Aus der Menge, vielfältig und stark,darf kein einziger fehlen.27Wie kannst du da sagen, Jakob40,27 Jakob: Bezeichnung für das Volk Israel. Der Stammvater Jakob wird in 1. Mose/Genesis 32,29 in Israel umbenannt. Mehr …,wie kannst du behaupten, Israel:»Mein Weg ist dem Herrn verborgen!Mein Gott bemerkt nicht, dass ich Unrecht leide!«28Hast du’s noch nicht begriffen?Hast du es nicht gehört?Der Herr ist Gott der ganzen Welt.Er hat die Erde geschaffenbis hin zu ihrem äußersten Rand.Er wird nicht müde und nicht matt.Keiner kann seine Gedanken erfassen.29Er gibt dem Müden neue Kraftund macht den Schwachen wieder stark.30Junge Männer werden müde und matt,starke Krieger straucheln und fallen.31Aber alle, die auf den Herrn hoffen,bekommen neue Kraft.Sie fliegen dahin wie Adler40,31 Adler: Großer Greifvogel, der sich kraftvoll und frei in die Luft schwingt. Er steht sinnbildlich für Kraft und Stärke. Mehr ….Sie rennen und werden nicht matt,sie laufen und werden nicht müde.
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Gottes Macht und die Ohnmacht der Völker

Jesaja 41,1–42,13

Gott streitet mit den Völkern

411Gott spricht: Seid still und hört mir zu, ihr Inseln41,1 Inseln: Bezeichnen den westlichen Rand der damals bekannten Welt.!Ihr Völker, nehmt alle Kraft zusammen.Kommt her und sagt, was ihr vorzubringen habt.Dann können wir vor Gericht ziehen,um unseren Streit auszutragen.2Wer hat den Mann aus dem Osten41,2 Mann aus dem Osten: Meint den Perserkönig Kyros II. (558–530 v. Chr.), dessen Heimat nördlich von Babylonien lag. Von dort aus trat er seinen Siegeszug durch den Orient an. herbeigeholt,der von Sieg zu Sieg eilt?Wer hat dafür gesorgt,dass er Völker unterwirft und Könige stürzt?Wenn er sie mit dem Schwert schlägt,verwehen sie wie Staub.Wenn er mit dem Bogen auf sie schießt,verfliegen sie wie Spreu41,2 Spreu: Hülsen und Strohreste von Getreide. Nach dem Dreschen wird das Getreide in die Luft geworfen. Die leichte Spreu wird vom Wind davongetragen, die Körner dagegen fallen wieder auf den Boden. Mehr … im Wind.3Er jagt ihnen nach und rückt ungehindert vor.Seine Füße scheinen den Boden kaum zu berühren.4Wer hat das bewirkt und in Gang gesetzt?Es war der, der von Anfang anGenerationen von Menschen ins Leben rief.Ich bin es, der Herr!Ich war als Erster da,und ich bleibe derselbe bis zuletzt.5Die Bewohner der Inseln haben das alles gesehenund fürchten sich.In den fernsten Ländern der Erdezittern die Leute vor Angst.Sie haben sich aufgemacht und sind zusammengekommen.6Sie helfen einander und sprechen sich Mut zu.7Genauso geht es zu, wenn man ein Götterbild anfertigt.Der Handwerker macht dem Goldschmied Mut:Der eine schlägt das Metall mit dem Hammer glatt.Dann ermutigt er den anderen,der es mit einem Hämmerchen weiter bearbeitet.Wenn das Gold gut haftet, sagt er: Recht so!Dann befestigt er das Ganze mit Nägeln,damit es nicht wackelt.

Gott spricht seinem Volk Mut zu

8Gott spricht zu seinem Volk:Du, mein Knecht41,8 Knecht, Knecht Gottes: Ehrenvolle Bezeichnung für Menschen, die Gott in seinen Dienst nimmt. Mehr … Israel,Jakob41,8 Jakob: Bezeichnung für das Volk Israel. Der Stammvater Jakob wird in 1. Mose/Genesis 32,29 in Israel umbenannt. Mehr …, mein Erwählter,Nachkomme meines Freundes Abraham!9Dich habe ich von den Enden der Erde herbeigeholtund aus ihren fernsten Winkeln gerufen.Zu dir habe ich gesagt: Du bist mein Knecht.Dich habe ich erwählt und nicht verstoßen.10Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir!Hab keine Angst, denn ich bin dein Gott!Ich mache dich stark und helfe dir.Ich halte dich fest mit meiner rechten Hand,die für Gerechtigkeit sorgt.11Alle, die ihrem Zorn gegen dich freien Lauf lassen,scheitern und stehen beschämt da.Diejenigen, die dir dein Recht streitig machen,verschwinden und gehen zugrunde.12Hältst du nach denen Ausschau,die mit dir streiten, ist niemand mehr da.Die Leute, die gegen dich kämpfen,haben sich in Nichts aufgelöst.13Denn ich, der Herr, bin dein Gott.Ich ergreife deine rechte Handund sage dir: Fürchte dich nicht, ich helfe dir!

14Fürchte dich nicht, Jakob,auch wenn du wie ein Wurm am Boden liegst.Israel, ich helfe dir,auch wenn du nur wenige Leute zählst.Ausspruch des Herrn41,14 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.Ich, der Heilige Israels41,14 Heiliger Israels: Ehrenvolle Bezeichnung für Gott, die vor allem im Buch Jesaja vorkommt., schenke dir die Freiheit.15Ich mache dich zu einem Dreschschlitten41,15 Dreschschlitten: Mit spitzen Steinen oder Eisenmessern besetztes Gerät, mit dessen Hilfe die Getreidekörner nach der Ernte aus den Ähren gelöst werden. Mehr …mit neuen, scharfen Schneiden.Du wirst Berge dreschen und zermahlenund Hügel zu Spreu41,15 Spreu: Hülsen und Strohreste von Getreide. Nach dem Dreschen wird das Getreide in die Luft geworfen. Die leichte Spreu wird vom Wind davongetragen, die Körner dagegen fallen wieder auf den Boden. Mehr … machen.16Wenn du sie mit der Worfschaufel41,16 Worfschaufel, worfeln: Mit einer Worfschaufel wurde das gedroschene Getreide in die Luft geworfen, um Getreidekörner von Stroh und Spreu zu trennen. Mehr … in die Luft wirfst,trägt der Wind sie davon.Der Sturm zerstreut sie in alle Richtungen.Dann wirst du über den Herrn jubeln und dich freuen,dass der Heilige Israels dein Gott ist.

Gott lässt Israel nicht im Stich

17Die Armen und Elenden suchen nach Wasser,aber es gibt keines.Sie kommen um vor Durst.Ich aber, der Herr, will ihnen Antwort geben.Ich, der Gott Israels, lasse sie nicht im Stich.18Bäche sollen von kargen Hügeln fließenund Quellen entspringen mitten im Tal.Ich will die Wüste zur Oase machenund das trockene Land zum Quellgebiet.19Ich lasse Zedern41,19 Zeder: Bis zu 30 m hoher Gebirgsbaum, der vor allem im Libanon wächst. Mehr … in der Wüste wachsen,Akazien, Myrtenbüsche41,19 Myrtenbüsche: Immergrüne, reich verzweigte Sträucher von bis zu 5 m Höhe. und Olivenbäume.Im wasserlosen Land pflanze ich Kiefern,zusammen mit Pinien und Zypressen41,19 Zypresse: Immergrüner Nadelbaum von säulenartiger Gestalt, der eine Höhe von 9–15 m erreicht. Mehr ….20Dann werden sie es sehen und erkennen,sie werden allesamt verstehen und begreifen:Die Hand des Herrn hat das vollbracht.Der Heilige Israels41,20 Heiliger Israels: Ehrenvolle Bezeichnung für Gott, die vor allem im Buch Jesaja vorkommt. hat es geschaffen.

Die Götter können ihre Macht nicht beweisen

21Ihr Götter41,21 Götter: Götter, die von anderen Völkern verehrt werden. Israel hat nur einen einzigen Gott. Mehr …, tretet zum Rechtsstreit an,spricht der Herr.Bringt eure Beweise vor,spricht der König Jakobs41,21 König Jakobs: Selbstbezeichnung Gottes. Jakob ist ein anderer Name für das Volk Israel..22Bringt sie vor und teilt uns mit,was auf uns zukommt.Sagt uns, was früher geschehen ist.Dann wollen wir es uns zu Herzen nehmen.Oder lasst uns wissen, was kommen wird.Dann werden wir ja sehen, ob es eintrifft.23Teilt uns mit, was später kommt.Dann merken wir, dass ihr wirklich Götter seid.Tut etwas Gutes oder Schlechtes.Dann schauen wir es uns zusammen an.24Seht doch ein:Ihr seid gar nichts!Was ihr tut, bewirkt nichts.Wer sich für euch entscheidet, den verabscheue ich.

25Ich habe einen Mann aus dem Norden41,25 Mann aus dem Norden: Meint den Perserkönig Kyros II. (558–530 v. Chr.), dessen Heimat nördlich von Babylonien lag. Von dort aus trat er seinen Siegeszug durch den Orient an. gerufen,und er ist gekommen.Von Osten her ruft er meinen Namen41,25 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. Mehr … an.Er zertritt Mächtige wie Lehmbrocken,zerdrückt sie wie der Töpfer den Ton.26Wer von euch Götternhat das von Anfang an vorhergesagt,sodass wir es gewusst hätten?Wer hat es im Voraus angekündigt,sodass wir sagen könnten: Es stimmt!Niemand hat es vorhergesagt,und niemand hat etwas angekündigt.Von euch war kein einziges Wort zu hören.27Ich habe als Einziger zu Zion41,27 Zion: Tempelberg von Jerusalem, aber auch Bezeichnung für die ganze Stadt. Mehr … gesagt:Jetzt ist es so weit!Ich habe Jerusalem41,27 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr … einen Freudenboten geschickt.28Schaue ich mich um,ist von den Göttern keiner mehr da.Keiner von ihnen kann Auskunft geben.Keiner kann meine Fragen beantworten.29Die Götter sind einfach gar nichts.Was sie tun, bewirkt nichts.Ihre Bilder sind nichts als Lug und Trug.