BasisBibel (BB)
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Gott schickt Israel zurück nach Ägypten

81Setz das Widderhorn8,1 Widderhorn: Hebräisch schofar. Ein Musik- und Signalinstrument, das aus dem Horn eines Widders hergestellt wird. an deine Lippen!Wie ein Adler8,1 Adler: Großer Greifvogel, der sich kraftvoll und frei in die Luft schwingt. Er steht sinnbildlich für Kraft und Stärke. kommt der Feind über das Land,das dem Herrn8,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. gehört.Denn sie haben den Bund8,1 Bund: Vertrag, mit dem zwei Partner eine gegenseitige Verpflichtung eingehen. Ist Gott einer der Partner, kann er sich auch einseitig zur Treue gegenüber seinem Volk oder einzelnen Menschen verpflichten. mit mir gebrochenund sich über meine Gebote hinweggesetzt.2Jetzt schreien sie zu mir: »Mein Gott!Wir kennen dich doch, wir Israeliten!«3Doch das Gute haben sie verworfen,deshalb wird der Feind sie verfolgen.

4Sie bestimmten Könige gegen meinen Willenund beriefen Minister ohne meine Zustimmung.Sie machten Silber und Gold zu Götzenbildern8,4 Götzenbild: Abfällige Bezeichnung für ein aus Stein, Ton, Holz oder Metall gefertigtes Standbild einer Gottheit. Seine Herstellung und Verehrung waren in Israel verboten.:Umsonst – es ist verloren!5Das Kalb8,5 Kalb: Verächtliche Bezeichnung für das Stierbild im Heiligtum von Bet-El., das du dir gemacht hast, Samaria8,5 Samaria: Hauptstadt des Nordreichs Israel, 722 v. Chr. von den Assyrern zerstört.:Umsonst – es ist verworfen!Mich packte der Zorn über ihr Tun.Wann machen sie endlich reinen Tisch?6Was hat Israel mit dem Kalb zu schaffen?Ein Handwerker hat es gemacht, es ist kein Gott.Darum wird das Kalb Samarias in Stücke brechen.

7Wer Wind sät, wird Sturm ernten.Halme, die nicht reifen, bringen kein Mehl.Wenn aber doch, verschlingen Fremde das Brot.8Auch das Volk Israel8,8 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. wurde verschlungen.Jetzt ist es bedeutungslos unter den Völkern –wie Geschirr, das niemand mehr haben will.9Denn sie sind von sich aus nach Assyrien8,9 Assyrien: Militärische Großmacht in der gleichnamigen Region am oberen Tigris, im heutigen Irak. gelaufen.Der Wildesel8,9 Wildesel: Anspruchsloses Tier, das auch in trockenen Gebieten überlebt. bleibt für sich,Efraim8,9 Efraim: Stamm Israels, später auch Bezeichnung für das Nordreich. aber hat sich anderen an den Hals geworfen.10Sollen sie sich doch den Völkern an den Hals werfen!Ich werde sie zusammenbinden wie Garben8,10 Garben: Bei der Ernte gebündelte und zum Aufstellen zusammengebundene Getreidehalme. bei der Ernte.Schon bald krümmen sie sich unter der Last des Tributs8,10 Tribut: Geld- oder Sachleistungen, die ein unterworfenes Volk an die Großmacht zahlen muss.,den der Großkönig8,10 Großkönig: Assyrischer Herrschertitel. von ihnen fordert.

11Die Leute aus Efraim8,11 Efraim: Stamm Israels, später auch Bezeichnung für das Nordreich. haben immer mehr Altäre8,11 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. gebaut.Sie wollten mit Opfergaben8,11 Opfergabe: Eine Gabe für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer wird auf dem Altar verbrannt und schafft Gemeinschaft mit Gott. für ihre Schuld bezahlen.Doch mit den Altären wuchs nur die Zahl ihrer Sünden8,11 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können..12Ich könnte meine Gebote tausendmal aufschreiben –sie würden so tun, als hätten sie nie davon gehört.13Schlachtopfer8,13 Schlachtopfer: Fett und Innereien wurden als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde. darzubringen ist nach ihrem Geschmack,damit sie Opferfleisch essen können.Daran hat der Herr kein Gefallen!Jetzt denkt er an ihre Schuld und straft sie für ihre Sünden:Sie müssen zurück nach Ägypten8,13 zurück nach Ägypten: 2. Mose/Exodus 1–20 erzählt davon, dass Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit, bevor er einen Bund mit ihm schließt. Bricht Israel diesen Bund, kündigt auch Gott die Beziehung auf.!

14Israel8,14 Israel: Bezeichnung für das Königreich im Norden (926–722 v. Chr.). vergaß seinen Schöpfer und baute Paläste.Juda8,14 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt. verstärkte die Befestigung seiner Städte.Doch ich werde ihre Städte in Brand stecken.Feuer wird ihre Prachtbauten fressen!
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Israel darf nicht im Land bleiben

91Freue dich nicht, Israel9,1 Israel: Bezeichnung für das Königreich im Norden (926–722 v. Chr.).!Juble nicht, wie es die Völker tun!Wie eine Hure9,1 Hure: Hier Sinnbild für das untreue Verhalten Israels. Wie sich eine Hure anderen Männern anbietet, wirft sich Israel anderen Göttern an den Hals. liefst du deinem Gott davon.Du hast dich gerne als Hure bezahlen lassen –überall, wo das Getreide gedroschen9,1 dreschen: Das Lösen der Getreidekörner aus der Ähre mithilfe eines Stocks oder anderer Geräte bei der Ernte. wird.2Doch es ist vorbei mit Dreschplatz9,2 Dreschplatz: Ebener Platz außerhalb einer Siedlung, auf dem das Getreide gedroschen und die Spreu vom Weizen getrennt wird. und Kelter9,2 Kelter: Eine aus dem Fels gehauene Grube, die zum Auspressen von reifen Trauben diente. Die Trauben wurden dazu mit den bloßen Füßen zertreten..Sie werden die Israeliten nicht mehr versorgen.Auch der Traubenmost9,2 Traubenmost: Vorstufe von Wein. Der Prozess, der den im Traubensaft enthaltenen Zucker in Alkohol umwandelt, hat begonnen. wird ihnen fehlen.3Die Israeliten können nicht im Land des Herrn9,3 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. bleiben:Efraim9,3 Efraim: Stamm Israels, später auch Bezeichnung für das Nordreich. muss zurück nach Ägypten9,3 zurück nach Ägypten: 2. Mose/Exodus 1–20 erzählt davon, dass Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit, bevor er einen Bund mit ihm schließt. Bricht Israel diesen Bund, kündigt auch Gott die Beziehung auf..Und in Assyrien9,3 Assyrer: Militärische Großmacht, deren Kerngebiet im heutigen Irak lag. essen sie unreine9,3 unrein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die aus unterschiedlichen Gründen nicht dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. Speisen.4Dort können sie keinen Wein für den Herrn spenden.Auch ihre Schlachtopfer9,4 Schlachtopfer: Fett und Innereien wurden als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde. können sie nicht darbringen.Was ihnen bleibt, ist nur das Trauerbrot9,4 Trauerbrot: Erste Mahlzeit nach einem Begräbnis. Das Brot soll die Trauernden trösten und stärken.:Alle, die es essen, werden dadurch unrein.Dieses Brot ist nur für sie selbst bestimmt.In das Haus des Herrn9,4 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem. kommt nichts davon.

5Was wollt ihr da noch tun am Feiertag?Wie wollt ihr den Festtag des Herrn9,5 Festtag des Herrn: Gemeint ist wahrscheinlich das Herbstfest, mit dem der Beginn eines neuen Jahres gefeiert wurde. feiern?6Seht, so geht es denen,die das verwüstete Land verlassen haben:Ägypten9,6 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste. sammelt die Flüchtlinge ein,in der Stadt Memfis9,6 Memfis: Bedeutende Stadt am Nil und zeitweilig Hauptstadt Ägyptens. werden sie begraben.Ihr kostbares Silber ist verschwunden,Disteln haben es überwuchert.Und Dornen wuchern in den Ruinen ihrer Häuser.

7Die Tage der Abrechnung9,7 Tage der Abrechnung: Bezeichnung für die Tage, in denen Gott als Richter auftritt und gegen seine Feinde vorgeht. sind gekommen.Nun ist es Zeit, die Strafe zu vollziehen.Israel9,7 Israel: Bezeichnung für das Königreich im Norden (926–722 v. Chr.). soll es wissen, auch wenn es schreit:»Der Prophet9,7 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. ist ein Dummkopf,der Gottesmann ist völlig verrückt!«Weil deine Schuld so groß ist,sind auch deine Angriffe so heftig.8Der Prophet kann nichts dafür.Der wacht über Efraim9,8 Efraim: Stamm Israels, später auch Bezeichnung für das Nordreich. und lebt mit Gott.Trotzdem stellt man ihm Fallen auf seinem Weg.Man bekämpft ihn im Haus seines Gottes.9Sie trieben es so schlimm wie damals,als sie die Schandtat von Gibea9,9 Schandtat von Gibea: Richter 19,22-30 erzählt von der Verletzung des Gastrechts durch die Bewohner von Gibea, bei der eine Frau nach einer Vergewaltigung stirbt. begingen.Gott aber denkt an ihre Schuldund straft sie für ihre Sünden9,9 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können..

Fehlverhalten in der Geschichte

Hosea 9,10–11,11

Schon in der Wüste hat Israel Gott verlassen

10Ich entdeckte Israel wie Trauben in der Wüste.Wie die Frühfeige9,10 Frühfeige: Frucht am Feigenbaum, die bereits im Juni reif und besonders saftig ist. Hier Sinnbild für das junge Israel. am Feigenbaum,so fand ich eure Vorfahren –voller Freude über die erste Frucht.Als sie aber nach Baal-Pegor9,10 Baal-Pegor: Ein Heiligtum für den Gott Baal am Berg Pegor im Ostjordanland, vgl. 4. Mose/Numeri 25,1-5. kamen,trieben sie abscheulichen Götzendienst9,10 Götzendienst: Verehrung einer fremden Gottheit, die in Israel verboten war..Sie verloren alle Scham, so wie ihr Liebhaber Baal9,10 Baal: Palästinisch-syrischer Wettergott. Er galt als Herrscher über Wolken, Wind und Regen, der für die Fruchtbarkeit des Landes sorgt..

11Efraim9,11 Efraim: Stamm Israels, später auch Bezeichnung für das Nordreich. gleicht einem Vogelschwarm,so fliegt seine Pracht davon:Keine Geburt, kein Kind im Mutterleib,keine Schwangerschaft!12Und wenn sie doch Kinder großziehen,nehme ich sie ihnen weg, bevor sie erwachsen sind.Wehe ihnen! Denn ich lasse sie allein.

13Als ich Efraim9,13 Efraim: Stamm Israels, später auch Bezeichnung für das Nordreich. für mich entdeckte,war das Volk noch eine junge Palme.Es war eingepflanzt in fruchtbarer Erde.Jetzt aber geht es mit Efraim zu Ende.Es muss seine Kinder dem Mörder9,13 Mörder: Anspielung auf die assyrische Großmacht und ihre grausame Kriegsführung. ausliefern.

14Bestrafe sie, Herr9,14 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr.!Wie willst du sie bestrafen?Gib ihnen einen unfruchtbaren Mutterleibund Brüste, die keine Milch haben.

15Ihre ganze Bosheit kam in Gilgal9,15 Gilgal: Heiligtum in der Nähe von Jericho. Dort wurde Saul zum König gemacht, vgl. 1. Samuel 11,14-15. zum Vorschein.Ja, dort begann ich sie zu hassen.Weil sie es so schlimm getrieben haben,vertreibe ich sie jetzt aus meinem Haus.In Zukunft will ich sie nicht mehr lieben.Alle ihre Anführer sind doch nur Aufrührer.

16Efraim9,16 Efraim: Stamm Israels, später auch Bezeichnung für das Nordreich. hat seine Strafe bekommen.Seine Wurzel ist vertrocknet.Deshalb kann es keine Früchte mehr tragen.Auch wenn sie noch Kinder bekommen,töte ich die kostbare Frucht des Mutterleibes.

17Mein9,17 mein: Hier spricht der Prophet. Gott wird sie verstoßen.Denn sie wollten nicht auf ihn hören.Sie werden Flüchtlinge sein unter den Völkern.
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Israel baute Altäre für Baal

101Israel war ein üppiger Weinstock10,1 Weinstock: Sinnbild für das Volk Israel, das von Gott aus Ägypten geführt wurde..Er brachte reiche Frucht hervor.Je reicher aber die Israeliten wurden,desto mehr Altäre10,1 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. bauten sie für Baal10,1 Baal: Palästinisch-syrischer Wettergott. Er galt als Herrscher über Wolken, Wind und Regen, der für die Fruchtbarkeit des Landes sorgt..Und je prächtiger ihr Land wurde,desto schönere Kultsteine10,1 Kultstein: Hebräisch Massebe. Ein von Menschen aufgerichteter Stein mit religiöser Bedeutung. machten sie.2So falsch ist ihr Herz, jetzt müssen sie es büßen:Er selbst reißt ihre Altäre nieder.Er zertrümmert ihre Kultsteine.

3Ja, dann sagen sie:»Wir haben keinen König mehr!Wenn wir schon den Herrn10,3 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. nicht fürchten,was soll uns dann ein König nützen?Was kann der denn für uns tun?4Der schwingt doch nur Reden,schwört Meineide und schließt faule Verträge.«So verwildert das Recht wie ein Ackerfeld,in dessen Furchen giftiges Kraut wächst.

5Die Bewohner von Samaria10,5 Samaria: Hauptstadt des Nordreichs Israel, 722 v. Chr. von den Assyrern zerstört. haben Angstum das Kalb10,5 Kalb: Verächtliche Bezeichnung für das Stierbild im Heiligtum von Bet-El., das Stierbild von Bet-Awen10,5 Bet-Awen: Wörtlich »Haus des Unrechts«. Verächtliche Bezeichnung für das Staatsheiligtum Bet-El an der Südgrenze des Nordreichs Israel..Das Volk trauert deswegen schon.Die Priester des Stierbilds jammern,sie sorgen sich um ihren Tempelschatz.Denn man schafft ihn fort aus dem Land.6Auch das Kalb bringt man nach Assyrien,als Tribut10,6 Tribut: Geld- oder Sachleistungen, die ein unterworfenes Volk an die Großmacht zahlen muss. für den Großkönig10,6 Großkönig: Assyrischer Herrschertitel..Efraim10,6 Efraim: Stamm Israels, später auch Bezeichnung für das Nordreich. muss diese Schmach ertragen,Israel10,6 Israel: Bezeichnung für das Königreich im Norden (926–722 v. Chr.). sich schämen für seine Holzgötzen10,6 Götze: Abfällige Bezeichnung für eine fremde Gottheit oder ihr Standbild..

7Samaria10,7 Samaria: Hauptstadt des Nordreichs Israel, 722 v. Chr. von den Assyrern zerstört. wird vernichtet.Dann gleicht sein König einem Stück Holz,das auf dem Wasser davontreibt.8Die Kultplätze10,8 Kultplatz: Lokales Heiligtum auf einer Anhöhe oder Bezeichnung für einen Ort, an dem fremde Götter verehrt werden. von Awen10,8 Awen: Meint das Staatsheiligtum in Bet-El, das in Hosea 10,5 verächtlich »Bet-Awen« genannt wird. werden zerstört,die Israel10,8 Israel: Bezeichnung für das Königreich im Norden (926–722 v. Chr.). zum Götzendienst10,8 Götzendienst: Verehrung einer fremden Gottheit, die in Israel verboten war. verführt haben.Dornen und Disteln wuchern auf den Altären10,8 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden..Dann rufen die Israeliten den Bergen zu:»Stürzt auf uns!«Und zu den Hügeln sagen sie:»Begrabt uns!«

9Israel, seit deiner Schandtat von Gibea10,9 Schandtat von Gibea: Richter 19,22-30 erzählt von der Verletzung des Gastrechts durch die Bewohner von Gibea, bei der eine Frau nach einer Vergewaltigung stirbt.hast du eine Sünde10,9 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. nach der anderen begangen.Und sie sind bei ihren Verbrechen geblieben.Deshalb soll sie der Krieg bei Gibea erreichen –wie damals, als man gegen die Verbrecher vorging.10Ich bin gekommen, um sie zu bestrafen.Völker werden gegen sie in den Krieg ziehen.Denn Israel hat doppelte Schuld auf sich geladen.

Israel hat nichts für die Gerechtigkeit getan

11Efraim10,11 Efraim: Stamm Israels, später auch Bezeichnung für das Nordreich. war ein junges Rind, ein Arbeitstier.Es ließ sich gerne auf den Dreschplatz10,11 Dreschplatz: Ebener Platz außerhalb einer Siedlung, auf dem das Getreide gedroschen und die Spreu vom Weizen getrennt wird. führen.Da legte ich ihm ein Joch10,11 Joch: Holzbalken, der Tieren über den Nacken gelegt wird, um einen Wagen oder Pflug zu ziehen. auf den schönen Nacken.Ich wollte Efraim einspannen, auch Juda10,11 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt. sollte pflügen.Jakob10,11 Jakob: Bezeichnung für das Volk Israel. Der Stammvater Jakob wird in 1. Mose/Genesis 32,29 in Israel umbenannt. sollte den Boden für die Aussaat vorbereiten.12Beginnt mit der Saat! Gerechtigkeit soll wachsen.Sammelt die Früchte! Liebe soll sie hervorbringen.Pflügt neues Land!Denn es ist Zeit, nach dem Herrn10,12 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. zu fragen.Dann wird er kommen und Gerechtigkeit bringen –wie Regen über euer Land.13Doch ihr habt das Unrecht in den Boden gepflügt.Was ihr erntet, ist nur der Ertrag eurer Verbrechen.Was ihr esst, sind die Früchte eures Betrugs.

Israel, du hast der Macht deiner Streitwagen10,13 Streitwagen: Ein für den Krieg ausgerüsteter Wagen mit zwei oder drei Mann Besatzung. vertraut.Du hast dich auf die Stärke deiner Truppen verlassen.14Doch jetzt tobt der Krieg gegen dein Volk.Alle Festungen in deinen Städten werden zerstört,wie Schalman10,14 Schalman: König von Moab und Gefolgsmann der Assyrer. die Stadt Bet-Arbeel zerstört hat.In der Schlacht zerschmetterte man Mutter und Kind.15Genauso soll es euch ergehen, ihr vom Haus Israel10,15 Haus Israel: Die Übersetzung folgt hier der griechischen Überlieferung. Anstelle von Israel wird im hebräischen Text die Stadt Bet-El genannt..Denn eure Bosheit hat überhand genommen.Schon beim Morgengrauen ist es vorbeimit dem König von Israel.