BasisBibel (BB)
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Die Sünden sind endgültig vergeben

101Das Gesetz10,1 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. Mehr … lässt nur einen Schattendessen erkennen, was uns rettet,nicht die eigentliche Gestalt der Dinge.Deshalb kann es die Menschen, die vor Gott treten,niemals vollendet10,1 vollenden: Bedeutet, dass den Menschen die Sünden vergeben sind und der Zugang zu Gott eröffnet ist. machen –auch dann nicht, wenn sie Jahr für Jahrdie immer gleichen Opfer10,1 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. Mehr … darbringen.2Hätte man sonst nicht schon längst aufgehört,Opfer darzubringen?Dann wären doch diejenigen, die Gott so dienen,ein für alle Mal rein10,2 rein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. In der Bibel sind dabei bestimmte religiöse Vorschriften zu beachten. Mehr … geworden.Und ihr Gewissen wäre nicht mehrvon Sünden10,2 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … belastet.3Aber durch diese Opfer wird Jahr für Jahran die Sünden erinnert.4Denn es ist unmöglich, Sünden wegzunehmendurch das Blut von Stieren und Ziegenböcken.5Deshalb sagt Jesus10,5 sagt Jesus: Jesus werden Worte aus der griechischen Übersetzung von Psalm 40,7-9 in den Mund gelegt.,als er in diese Welt kommt:»Opfer und Gaben wolltest du nicht.Aber du hast mir einen Leib gegeben.6An Brandopfern10,6 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr … und Sündopfern10,6 Sündopfer: Gott schenkt dem Sünder die Möglichkeit, die Beziehung zu ihm in Ordnung zu bringen. Der Wert des Sündopfers hängt von der Stellung der Person ab. Mehr … hattest du keine Freude.7Da sagte ich:›Sieh doch! Ich komme, um zu tun, was du, Gott, willst.So steht es in der Schriftrolle10,7 Schriftrolle: Vorläufer des Buchs. Sie besteht aus aneinandergenähten Lederstücken, auf die der Text in Spalten nebeneinandergeschrieben wurde. Mehr … über mich.‹«8Zuerst sagt er also: »Opfer und Gaben,Brandopfer und Sündopfer wolltest du nicht.An ihnen hattest du keine Freude.«Dabei werden diese Opfer dochdem Gesetz entsprechend dargebracht.9Dann sagte er noch:»Sieh doch! Ich komme, um zu tun, was du willst.«So hebt Jesus Christus das Erste10,9 das Erste: Meint den Bund, den Gott mit seinem Volk am Berg Sinai geschlossen hat; vgl. 2. Mose/Exodus 19–24. auf,um das Zweite10,9 das Zweite: Meint den neuen Bund, den Gott durch Jesus Christus mit den Menschen schließt. Er besteht darin, dass Jesus Christus den Menschen die endgültige Vergebung der Sünden gebracht und ihnen so den Zugang zu Gott eröffnet hat. in Kraft zu setzen.10Durch die Erfüllung von Gottes Willensind wir ein für alle Mal heilig10,10 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen. Mehr … gemacht worden –dadurch, dass Jesus Christus10,10 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. Mehr … seinen Leibals Opfergabe10,10 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. Mehr … dargebracht hat.

11Jeder Priester10,11 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … steht Tag für Tag daund verrichtet seinen Dienst.Er bringt immer wieder die gleichen Opfer10,11 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. Mehr … dar,die doch niemals die Sünden10,11 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … beseitigen können.12Jesus Christus10,12 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. Mehr … dagegen hat ein einziges Opfer10,12 Sündopfer: Gott schenkt dem Sünder die Möglichkeit, die Beziehung zu ihm in Ordnung zu bringen. Der Wert des Sündopfers hängt von der Stellung der Person ab. Mehr …für alle Sünden dargebracht.Danach hat er sich für immeran die rechte Seite10,12 rechte Seite: Die rechte Seite ist der Ehrenplatz. Gottes gesetzt.13Seitdem wartet er, bis seine Feinde unterworfen sindund zum Schemel10,13 Schemel: Eine Art Fußbank, die vor dem Thron eines Herrschers steht. Mehr … für seine Füße gemacht werden.14Er hat nur dieses einzige Opfer dargebracht.Aber dadurch hat er alle, die heilig10,14 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen. Mehr … werden sollen,für immer zur Vollendung10,14 Vollendung: Meint die Vergebung der Sünden, die durch Jesus Christus geschieht und den Menschen den Zugang zu Gott eröffnet. geführt.15Dafür ist auch der Heilige Geist10,15 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. Mehr … unser Zeuge.Nachdem er gesagt hat10,15 gesagt hat: Zitat aus der griechischen Übersetzung von Jeremia 31,33-34.:16»›Das ist der Bund10,16 Bund: Vertrag, mit dem zwei Partner eine gegenseitige Verpflichtung eingehen. Ist Gott einer der Partner, kann er sich auch einseitig zur Treue gegenüber seinem Volk oder einzelnen Menschen verpflichten. Mehr …,den ich nach diesen Tagen mit ihnen schließen werde‹,spricht der Herr10,16 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Mehr …:›Ich werde mein Gesetz10,16 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. Mehr … in ihre Herzen10,16 Herz: Sitz des Verstandes und des Willens. legenund sie in ihren Sinn schreiben.‹«17Und weiter: »An ihre Schuld10,17 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … und ihre Gesetzlosigkeitwerde ich nicht mehr denken.«18Wenn die Sünden vergeben sind,ist kein Sündopfer10,18 Sündopfer: Gott schenkt dem Sünder die Möglichkeit, die Beziehung zu ihm in Ordnung zu bringen. Der Wert des Sündopfers hängt von der Stellung der Person ab. Mehr … mehr nötig.

Die Bewährung im Glauben

Hebräer 10,19–13,25

Festhalten an der Hoffnung

19Brüder und Schwestern10,19 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde. Mehr …!Durch das Blut10,19 Blut: Aus Liebe zu den Menschen ist Jesus Christus am Kreuz gestorben. Sein Tod bringt den Menschen Versöhnung mit Gott und erinnert so an die Opfer im Tempel, durch die Menschen die Versöhnung mit Gott suchen., das Jesus10,19 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. Mehr … als Opfer dargebracht hat,haben wir freien Zugang zum Heiligtum.20Er hat uns einen neuen Weg eröffnet,der zum Leben führt.Dieser Weg führt durch den Vorhang10,20 Vorhang: Trennt im Tempel das Allerheiligste als Ort der Gegenwart Gottes vom Rest des Tempels ab. Es durfte nur einmal im Jahr vom Hohepriester betreten werden. hindurch –und zwar dadurch, dass er Mensch geworden ist.21So haben wir einen Hohepriester10,21 Hohepriester: Er leitete am großen Versöhnungstag im Tempel in Jerusalem den Gottesdienst, in dem die Sünden beseitigt werden, die trennend zwischen Gott und den Menschen stehen. Indem Jesus Christus am Kreuz für die Sünden der Menschen gestorben ist, übernimmt er diese Rolle.,der über das Haus Gottes10,21 Haus Gottes: In Hebräer 3,6 ist das Haus Gottes die Gemeinde, über der Christus als Hohepriester steht. gestellt ist.

22Wir wollen also vor Gott tretenmit aufrichtigem Herzen10,22 Herz: Sitz des Verstandes und des Willens.und voller Glaubensgewissheit.Denn unsere Herzen sind besprengt worden10,22 sind besprengt worden: Das Besprengen des Altars mit Blut gehört zu den Handlungen, die der Hohepriester am großen Versöhnungstag vollzieht, um das Volk von der Sünde zu befreien, die trennend zwischen Volk und Gott steht; vgl. 3. Mose/Levitikus 16,11-28.mit dem Blut von Jesus.So wurde unser Gewissen rein von der Schuld10,22 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr …,die es belastet.Und unser Leib wurde in reinem Wasser gebadet10,22 in reinem Wasser gebadet: Bild für die Taufe, die zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld und Sünde steht..23Wir wollen unbeirrt an der Hoffnung festhalten,zu der wir uns bekennen10,23 Bekenntnis: Jemand spricht öffentlich aus, dass er an Jesus Christus glaubt. So wissen alle, dass diese Person ihr Leben in den Dienst von Christus stellt..Denn Gott, auf dessen Versprechen sie beruht, ist treu.24Und wir wollen uns umeinander kümmernund uns gegenseitig zur Liebeund zu guten Taten anspornen.25Auch sollen wir unsere Gemeindeversammlungennicht verlassen,wie es manchen zur Gewohnheit geworden ist.Vielmehr sollen wir uns gegenseitig Mut machen.Und das umso mehr, als ihr doch seht,dass der Tag10,25 der Tag: Meint den Tag des Gerichts, an dem Christus wiederkommt und im Namen Gottes als Richter ein Urteil über die Welt fällt. nahe ist.

Nicht erneut Schuld auf sich laden

26Wir haben die Erkenntnis der Wahrheit10,26 Wahrheit: Meint die Versöhnung mit Gott, die den Menschen durch Tod und Auferstehung von Jesus Christus geschenkt ist. schon empfangen.Wenn wir jetzt vorsätzlich neue Schuld10,26 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … auf uns laden,dann ist für diese Schuld kein Opfer mehr möglich.27Dann gibt es nur nochein furchtbares Warten auf das Gericht10,27 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. Mehr …:das lodernde Feuer,das die Gegner Gottes verzehren wird.

28Schon wenn jemand das Gesetz des Mose10,28 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. Mehr … missachtet,muss er ohne Erbarmen sterben –auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin.29Was meint ihr:Wie viel härter wird die Strafe sein,die verdient, wer den Sohn Gottes10,29 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet. Mehr … mit Füßen tritt?Oder wer das Blut des Bundes10,29 Blut des Bundes: Durch seinen Tod am Kreuz begründet Jesus Christus einen Bund zwischen Gott und den Menschen, der den Menschen die endgültige Vergebung der Sünden bringt und den Zugang zu Gott eröffnet. verachtet,durch das er heilig10,29 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen. Mehr … wurde –und dadurch den Geist Gottes10,29 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. Mehr … beleidigt,dem er die Gnade10,29 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. Mehr … verdankt?30Wir kennen doch den, der gesagt hat10,30 gesagt hat: Das Zitat stammt aus der griechischen Übersetzung von 5. Mose/Deuteronomium 32,35-36.:»Die Rache ist meine Sache,ich werde Vergeltung üben!«Und weiter:»Der Herr10,30 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Mehr … wird über sein Volk Gericht10,30 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. Mehr … halten.«31Ja, es ist schrecklich,dem lebendigen Gott in die Hände zu fallen!

Erinnerung an die Anfangszeit

32Erinnert euch an die früheren Tage,als ihr vom Licht erfüllt10,32 vom Licht erfüllt: Meint die Bekehrung zum Glauben an Jesus Christus, durch den die Menschen aus der Dunkelheit der Gottesferne befreit werden. worden seid.Damals seid ihr in einem harten Leidenskampfstandhaft geblieben.33Die einen wurden öffentlich zur Schau gestellt,indem man sie beschimpft und misshandelt hat.Die anderen standen denen zur Seite,denen es so erging.34Ihr habt mit den Gefangenen gelitten.Und wenn man euch euren Besitz geraubt hat,habt ihr das mit Freude ertragen.Denn ihr wisst,dass ihr ein besseres und unverlierbares Vermögen habt.

35Werft also eure Zuversicht nicht weg!Sie wird reich belohnt werden.36Was ihr jetzt braucht, ist Geduld.Tut, was Gott will –dann werdet ihr erhalten, was er versprochen hat10,36 was er versprochen hat: Das Zitat setzt sich zusammen aus den griechischen Übersetzungen von Jesaja 26,20 und Habakuk 2,3-4.:37»Nur noch eine kurze, ganz kurze Zeit.Dann wird der auftreten, der kommen soll10,37 der kommen soll: Meint Jesus Christus. Wenn er am Ende der Zeit wiederkommt, hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an..Und er wird nicht auf sich warten lassen.38Aber mein Gerechter10,38 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt.wird aufgrund seines Glaubens10,38 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr … das Leben erlangen.Wenn er sich jedoch von mir abwendet,habe ich keinen Gefallen an ihm.«39Wir gehören aber nicht zu denen,die zurückschrecken und damit in ihr Verderben rennen.Sondern wir gehören zu denen,die glauben und dadurch das ewige Leben10,39 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. Mehr … gewinnen.
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Beispiele des Glaubens aus der Geschichte

111Der Glaube11,1 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr … ist ein Festhalten an dem, worauf man hofft –ein Überzeugtsein von Dingen, die nicht sichtbar sind.2Aufgrund ihres Glaubenshat Gott den Alten das gute Zeugnis ausgestellt11,2 den Alten das gute Zeugnis ausgestellt: Gemeint sind die Vorfahren aus dem Volk Israel, an deren vorbildlichen Leben sich die Gemeinde ein Beispiel nehmen soll..3Aufgrund unseres Glaubens erkennen wir,dass die ganze Welt durch Gottes Wort geschaffen wurde.Das Sichtbare ist also aus dem hervorgegangen,was man nicht sieht.

4Aufgrund seines Glaubens11,4 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr …brachte Abel11,4 Abel: Sohn von Adam und Eva, der von seinem Bruder Kain erschlagen wurde; vgl. 1. Mose/Genesis 4,1-16. Gott ein besseres Opfer11,4 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. Mehr … dar als Kain11,4 Kain: Sohn von Adam und Eva, der seinen Bruder Abel erschlug, vgl. 1. Mose/Genesis 4,1-16..Aufgrund seines Glaubens hat Gott ihmdas Zeugnis ausgestellt, gerecht11,4 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. Mehr … zu sein.Er hat es bezeugt,indem er Abels Gaben angenommen hat.Und aufgrund seines Glaubensspricht Abel noch heute11,4 Abel spricht noch heute: 1. Mose/Genesis 4,10 erzählt, dass das Blut des getöteten Abel zu Gott schreit, um Gerechtigkeit zu erlangen. Das weist darauf hin, dass der Glaube die Kraft hat, den Tod zu überwinden.,obwohl er längst gestorben ist.

5Aufgrund seines Glaubens11,5 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr …ist Henoch11,5 Henoch: Neben Elija die einzige Person im Alten Testament, die nicht stirbt; vgl. 1. Mose/Genesis 5,24. von der Erde weggenommen worden,sodass er nicht sterben musste.Niemand konnte ihn finden,weil Gott ihn weggenommen hatte.Bevor das geschah,hat Gott ihm schon das Zeugnis ausgestellt,dass er Gefallen an ihm gefunden hat.6Wer nicht glaubt, für den ist es unmöglich,dass Gott an ihm Gefallen findet.Denn wer zu Gott kommen will,muss glauben, dass es ihn gibt –und dass er die Menschen belohnt, die ihn suchen.

7Aufgrund seines Glaubens11,7 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr …baute Noah11,7 Noah: Wurde von Gott vor dem Untergang in der »Sintflut« gerettet, vgl. 1. Mose/Genesis 6,5–9,29. Mehr … eine Arche11,7 Arche: Bezeichnung für das kastenartige Schiff, in dem die Familie Noahs und die Tiere vor der Sintflut gerettet wurden; vgl. 1. Mose/Genesis 6,9–9,17. Mehr …,um seine Familie zu retten.Gott hatte ihm ja eine Warnung zukommen lassenvor dem, was noch gar nicht zu sehen war11,7 was noch gar nicht zu sehen war: Noah glaubt den Worten Gottes, obwohl noch kein sichtbares Zeichen der Sintflut zu sehen ist..Und Noah gehorchte voller Ehrfurcht11,7 Ehrfurcht: Eine Haltung größter Hochachtung gegenüber Gott, die sowohl Bewunderung als auch Erschrecken zum Ausdruck bringt. Mehr … vor Gott.Durch seinen Glauben sprach Noahdas Urteil über die Welt.Und er wurde ein Erbe der Gerechtigkeit11,7 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. Mehr …,die aus dem Glauben kommt.

8Aufgrund seines Glaubens11,8 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr …gehorchte Abraham11,8 Abraham: Stammvater des Volkes Israel und Vorfahre von Isaak und Jakob. Ihre Geschichte wird in 1. Mose/Genesis 12–50 erzählt., als Gott ihn rief.Er brach auf zu einem Ort,den er als Erbe bekommen sollte.Und er zog fort, ohne zu wissen,wohin er kommen würde.9Aufgrund seines Glaubenslebte er als Fremder in dem Land,das Gott ihm versprochen hatte11,9 das Gott ihm versprochen hatte: 1. Mose/Genesis 12,1-4 erzählt, dass Gott Abraham auffordert, seine Heimat zu verlassen und in ein fremdes Land zu ziehen.ein Land, das ihm fremd war.Er wohnte in Zelten mit Isaak11,9 Isaak: Stammvater des Volkes Israel und einziger Sohn von Abraham und Sara, vgl. 1. Mose/Genesis 21–35. Mehr … und Jakob11,9 Jakob: Sohn von Isaak und Rebekka. Er ist der Vater von zwölf Söhnen, die für die Stämme Israels stehen; vgl. 1. Mose/Genesis 25,19–50,14. Mehr …,die Miterben derselben Verheißung waren.10Er wartete nämlich auf die Stadt,die auf festen Grundsteinen steht –die Stadt11,10 die Stadt: Meint das himmlische Jerusalem als Bild für die neue Welt, in der alle Bereiche des Lebens durch die Gegenwart Gottes grundlegend verwandelt sind., die Gott selbst geplant und gegründet hat.

11Aufgrund ihres Glaubens11,11 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr …erhielt sogar Sara11,11 Sara: Frau von Abraham und Mutter von Isaak, vgl. 1. Mose/Genesis 12–23. Mehr … die Kraft, Mutter zu werden –obwohl sie keine Kinder bekommen konnte.Denn sie war schon zu alt11,11 zu alt: 1. Mose/Genesis 17,15-22 erzählt, dass Gott Abraham ein Kind von seiner Frau Sara verheißt, obwohl Sara schon 90 Jahre alt ist. Von der Geburt des Sohnes erzählt 1. Mose/Genesis 21,1-8..Aber sie hielt den für treu,der ihr das versprochen hatte.12Deshalb stammen von einem einzigen Mannso viele Nachkommen ab –noch dazu von einem,der schon zeugungsunfähig war.Sie wurden so zahlreich wie die Sterne am Himmel –wie der Sand am Meeresstrand,den man nicht zählen kann.

13Sie alle sind im Glauben11,13 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr … gestorben,ohne das empfangen zu haben,was Gott ihnen versprochen hatte.Aber sie haben es von ferne gesehenund willkommen geheißen.Und damit haben sie bekannt,auf der Erde nur Fremde und Gäste zu sein.14Wenn sie so etwas sagen,machen sie nämlich deutlich,dass sie eine Heimat suchen.15Und dabei haben sie sicher nichtan die Heimat gedacht,aus der sie einst fortgezogen waren.Denn sie hätten ja Zeit genug gehabt,dorthin zurückzukehren.16Nun streben sie aber nach einer besseren Heimat –nämlich nach der Heimat im Himmel.Deshalb schämt sich auch Gott nicht dafür,ihr Gott genannt zu werden.Denn er hat für sie die Stadt11,16 die Stadt: Meint das himmlische Jerusalem als Bild für die neue Welt, in der alle Bereiche des Lebens durch die Gegenwart Gottes grundlegend verwandelt sind. vorbereitet.

17Aufgrund seines Glaubens11,17 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr …brachte Abraham11,17 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. Mehr … Isaak11,17 Isaak: Stammvater des Volkes Israel und einziger Sohn von Abraham und Sara, vgl. 1. Mose/Genesis 21–35. Mehr … als Opfer dar,als er auf die Probe gestellt11,17 auf die Probe gestellt: 1. Mose/Genesis 22 erzählt, dass Gott Abraham den Auftrag gibt, seinen Sohn Isaak als Opfer darzubringen. Für den Hebräerbrief gilt dieses Opfer als vollzogen. Dass 1. Mose/Genesis später wieder von Isaak erzählt, wird als Hinweis auf seine Auferstehung von den Toten gedeutet. wurde.Er hat also seinen einzigen Sohnals Opfer dargebracht!Dabei hat ihm Gott doch das Versprechen gegeben18und zu ihm gesagt11,18 gesagt: Zitat aus der griechischen Übersetzung von 1. Mose/Genesis 21,12.:»Die Nachkommen Isaakssollen als deine Nachkommen gelten.«19Abraham rechnete damit,dass Gott auch Tote auferwecken kann.Daher hat er Isaak als ein Zeichen dafürauch lebendig zurückbekommen.

20Aufgrund seines Glaubens11,20 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr …gab Isaak11,20 Isaak: Stammvater des Volkes Israel und einziger Sohn von Abraham und Sara, vgl. 1. Mose/Genesis 21–35. Mehr … Jakob und Esau seinen Segen11,20 Jakob und Esau seinen Segen: Von Isaaks Segen erzählt 1. Mose/Genesis 27,1-40.und zwar für etwas, das noch in der Zukunft lag.

21Aufgrund seines Glaubens11,21 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr …gab Jakob11,21 Jakob: Sohn von Isaak und Rebekka. Er ist der Vater von zwölf Söhnen, die für die Stämme Israels stehen; vgl. 1. Mose/Genesis 25,19–50,14. Mehr …, bevor er starb,jedem einzelnen von Josefs Söhnen11,21 Josefs Söhne: Von Jakobs Segen für seine Enkel Efraim und Manasse erzählt 1. Mose/Genesis 48.einen besonderen Segen11,21 Segen, segnen: Wer einen anderen Menschen segnet, bittet Gott, dem Gesegneten Kraft, Leben und Wohlergehen zu schenken. Mehr ….Über die Spitze seines Stabes11,21 Stab: Der Stab, den Jakob auf seinem Weg in das von Gott verheißene Land bei sich hatte. hinbeugte er sich betend vor Gott nieder.

22Aufgrund seines Glaubens11,22 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr …dachte Josef vor seinem Todan den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten11,22 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit..Und er gab sogar Anweisungen11,22 Anweisungen: 1. Mose/Genesis 50,24-25 erzählt, dass Josef seine Brüder schwören lässt, seine Gebeine in Israel und nicht in Ägypten zu bestatten.,was mit seinen Gebeinen geschehen sollte.

23Aufgrund ihres Glaubens11,23 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr …hielten die Eltern Mose11,23 Mose: 2. Mose/Exodus 1,15-22 erzählt, dass der Pharao den Befehl erteilt, alle männlichen Neugeborenen der Israeliten zu töten. nach seiner Geburtdrei Monate lang versteckt.Denn sie sahen, dass er ein schönes Kind war.Und sie fürchteten den Befehl des Pharao nicht.

24Aufgrund seines Glaubens11,24 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr …lehnte Mose11,24 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … es als Erwachsener ab,»Sohn der Tochter Pharaos« genannt zu werden.25Er zog es vor,zusammen mit dem Volk Gottes11,25 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. Mehr … misshandelt zu werden –anstatt für kurze Zeit das Leben am Hof zu genießenund damit Schuld auf sich zu laden11,25 Schuld auf sich laden: Als Mitglied der Familie des Pharao hätte Mose sich von Gott lossagen und die Götter Ägyptens anbeten müssen..26Mose setzte sich derselben Schande11,26 dieselbe Schande: Mose verließ die Königsfamilie, kehrte zu seinem Volk zurück und befreite es im Auftrag Gottes aus der Sklaverei in Ägypten. Ähnlich verließ Christus, der Sohn Gottes, den Himmel, um die Menschen von der Sünde zu befreien, die sie von Gott trennt. aus,die auch Christus11,26 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. Mehr … auf sich nahm.Doch er hielt sie für einen größeren Reichtumals alle Schätze Ägyptens11,26 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste. Mehr ….Denn er hatte die künftige Belohnung im Blick.

27Aufgrund seines Glaubens11,27 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr …verließ er Ägypten11,27 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste. Mehr ….Dabei fürchtete er den Zorn des Königs nicht.Denn er hielt standhaft aus,als könnte er Gott sehen, der doch unsichtbar ist.

28Aufgrund seines Glaubens11,28 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr …feierte Mose das Passamahl11,28 Passamahl: Feierliche Mahlzeit, die fester Bestandteil des Passafests ist.und ließ die Türpfosten mit Blut besprengen.So konnte der Vollstrecker11,28 Vollstrecker: Vollzieht im Namen Gottes die Strafe an den Ägyptern, die das Volk Israel nicht ziehen lassen wollen; vgl. 2. Mose/Exodus 12,21-33.den erstgeborenen Kindern nichts anhaben.

29Aufgrund seines Glaubens11,29 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr …zog das Volk durch das Rote Meer11,29 Rotes Meer: Meint das Schilfmeer. Beim Auszug aus Ägypten rettete Gott sein Volk dort vor den Ägyptern, vgl. 2. Mose/Exodus 13,17–15,21.wie über trockenes Land.Die Ägypter versuchten das auch und ertranken.

30Aufgrund des Glaubens11,30 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr …stürzten die Mauern von Jericho11,30 Mauern von Jericho: Von der Eroberung der Stadt Jericho erzählt Josua 6. ein –nachdem das Volk Israel sieben Tage langum sie herumgezogen war.

31Aufgrund ihres Glaubens11,31 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr …kam die Hure Rahab11,31 Rahab: Prostituierte, die den Israeliten bei der Eroberung Jerichos half; vgl. Josua 2. nicht zusammen mit denen um,die sich Gott widersetzten.Denn sie hatte die Kundschafterin Frieden bei sich aufgenommen.

32Was soll ich noch sagen?Mir fehlt die Zeit, auch noch von Gideon11,32 Gideon: Die Geschichte von Gideon wird in Richter 6–8 erzählt., Barak11,32 Barak: Die Geschichte von Barak wird in Richter 4–5 erzählt.,Simson11,32 Simson: Die Geschichte von Simson wird in Richter 13–16 erzählt., Jiftach11,32 Jiftach: Die Geschichte von Jiftach wird in Richter 10–12 erzählt., David11,32 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … oder Samuel11,32 Samuel: Prophet in Israel, der David auf Gottes Befehl hin heimlich zum König gesalbt hatte; vgl. 1. Samuel 16,1-13. zu erzählen –oder gar von den Propheten11,32 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr ….33Aufgrund ihres Glaubens11,33 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr …haben sie Königreiche besiegt.Sie haben Gerechtigkeit11,33 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. Mehr … geübt und erfahren,dass Gott seine Versprechen erfüllt.Löwen haben sie den Rachen gestopft34und gewaltiges Feuer gelöscht.Sie sind der Klinge des Schwertes entkommen.Wenn sie schwach waren, schenkte Gott ihnen Kraft.Sie wurden stark im Kampfund schlugen feindliche Heere in die Flucht.

35*11,35 Vers 35-38: Die Verse 35-38 nehmen stichwortartig Bezug auf die Erfahrungen von biblischen Figuren, die für ihren Glauben an Gott leiden oder sogar sterben mussten. Sie sollen Beispiel sein für die Menschen, die für ihren Glauben leiden. Frauen bekamen ihre Toten als Auferstandene11,35 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. Mehr … zurück.Andere ließen sich zu Tode foltern,ohne die angebotene Freilassung11,35 angebotene Freilassung: Dafür hätten sie sich von Gott lossagen müssen. anzunehmen.Denn sie wollten etwas Besseres erlangen:die Auferstehung11,35 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. Mehr ….36Wieder andere mussten Spott und Peitschenhiebeüber sich ergehen lassen,ja sogar Fesseln und Gefängnis.37Sie wurden gesteinigt11,37 Steinigung, steinigen: Hinrichtungsart, bei der ein Verurteilter öffentlich mit Steinen beworfen wird. Mehr …, zersägtund mit dem Schwert hingerichtet.Sie zogen in Schaf- und Ziegenfelle gekleidet umher –Not leidend, verfolgt und misshandelt.38Sie irrten durch Wüsten und Berge,durch die Höhlen und Schluchten des Landes.Dabei war die Welt es nicht wert,dass sie in ihr lebten.

39Aufgrund ihres Glaubens11,39 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr …hat Gott ihnen allen ein gutes Zeugnis ausgestellt11,39 ein gutes Zeugnis ausgestellt: Meint die Vorfahren aus dem Volk Israel, an deren vorbildlichem Leben sich die Gemeinde ein Beispiel nehmen soll..Aber sie haben nicht empfangen,was Gott ihnen versprochen hatte.40Denn Gott hat für uns etwas Besseres vorgesehen.Deshalb sollten sie nicht ohne unszur Vollendung11,40 Vollendung: Meint die Vergebung der Sünden, die durch Jesus Christus geschieht und den Menschen den Zugang zu Gott eröffnet. gelangen.
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Den Blick auf Jesus richten

121Wir sind also von einer großen Mengen von Zeugen12,1 Zeugen: Menschen, die für ihren Glauben an Gott leiden mussten.wie von einer Wolke umgeben.Darum lasst uns alle Last abwerfen,besonders die der Sünde12,1 Sünde: Die Trennung des Menschen von Gott, seinem Schöpfer. Sie führt dazu, dass der Mensch sein Leben nicht nach Gottes Willen ausrichten kann. Mehr …,in die wir uns so leicht verstricken.Dann können wir mit Ausdauerin den Kampf ziehen, der vor uns liegt.2Dabei wollen wir den Blick auf Jesus12,2 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. Mehr … richten.Er ist uns im Glauben12,2 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr … vorausgegangenund wird ihn auch zur Vollendung12,2 Vollendung: Meint die Vergebung der Sünden, die durch Christus geschieht und den Menschen den Zugang zu Gott eröffnet. führen.Er hat das Kreuz12,2 Kreuz: Sinnbild für Gottes Zuwendung zu den Menschen. Am Kreuz opferte Jesus Christus sein Leben, um die Sünden der Menschen wegzunehmen, die sie von Gott trennen. auf sich genommenund der Schande keine Beachtung geschenkt.Dies tat er wegen der großen Freude, die vor ihm lag:Er sitzt auf der rechten Seite12,2 rechte Seite: Die rechte Seite ist der Ehrenplatz. von Gottes Thron.3Denkt doch nur daran,welche Anfeindungen er durch die Sünder12,3 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten. ertragen hat.Dann werdet ihr nicht müde werdenund nicht den Mut verlieren.

Gott ist unser Vater und Erzieher

4Noch habt ihr im Kampf gegen die Sünde12,4 Sünde: Die Trennung des Menschen von Gott, seinem Schöpfer. Sie führt dazu, dass der Mensch sein Leben nicht nach Gottes Willen ausrichten kann. Mehr …nicht bis aufs Blut Widerstand geleistet.5Ihr habt wohl schon die ermutigenden Worte vergessen,mit denen Gott sich euchals seinen Söhnen und Töchtern zugewandt hat12,5 zugewandt hat: Zitat aus der griechischen Übersetzung von Sprichwörter 3,11-12.:»Mein Kind, schätze es nicht gering,wenn der Herr12,5 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Mehr … dich mit Strenge erzieht.Und verliere nicht den Mut, wenn er dich bestraft.6Denn wen der Herr liebt, den erzieht er mit Strenge.Und er schlägt jedes Kind, das er annimmt.«

7Ertragt es also geduldig, es dient zu eurer Erziehung.Gott behandelt euch als seine Söhne und Töchter.Und welches Kind wird nicht von seinem Vatermit Strenge erzogen?8Wenn ihr nicht die gleiche strenge Erziehung bekommtwie alle anderen,seid ihr sozusagen uneheliche Kinder –und keine rechtmäßigen Söhne und Töchter.

9Bedenkt außerdem:Wir hatten unsere leiblichen Väter als strenge Erzieherund hatten große Achtung vor ihnen.Sollten wir uns dann nicht erst rechtdem himmlischen Vater12,9 himmlischer Vater: Wörtlich »Vater der Geister«. Geister bezeichnet hier die Engel und alle anderen himmlischen Mächte. unterordnen –und dadurch das ewige Leben12,9 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. Mehr … erhalten?10Die leiblichen Väter haben uns für eine begrenzte Zeitstreng erzogen, wie sie es für richtig hielten.Der himmlische Vater dagegen erzieht uns mit Strengezu unserem eigenen Besten.Denn wir sollen Anteil bekommen an seiner Heiligkeit12,10 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen. Mehr ….

11Eine strenge Erziehung bereitet im Augenblickscheinbar keine Freude, sondern Schmerz.Später dagegen schenkt sie denen,die durch diese Schule gegangen sind,Gerechtigkeit12,11 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. Mehr … als ihre heilsame Frucht.

Aufruf zum Neubeginn

12Macht deshalb die müden Händeund die erlahmten Knie wieder stark!13Und schafft für eure Füße gerade Pfade.Denn was lahm ist, soll nicht auch noch fehltreten,sondern geheilt werden.14Bemüht euch um Frieden12,14 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht. Mehr … mit allen Menschenund auch um Heiligkeit12,14 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen. Mehr ….Ohne sie wird niemand den Herrn sehen.15Achtet darauf, dass niemand zurückbleibtund so die Gnade12,15 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. Mehr … Gottes verliert.Lasst keinen Spross aus einer giftigen Wurzel aufgehen.Sonst richtet sie Unheil an,und viele werden durch sie vergiftet.16Niemand soll unmoralisch oder ohne Gott leben wie Esau.Der hat für eine einzige Mahlzeit12,16 für eine einzige Mahlzeit: Die Erzählung, wie Esau sein Erstgeburtsrecht für eine Portion Linsen an seinen Bruder Jakob verkauft, steht in 1. Mose/Genesis 25,27-34.sein Recht als Erstgeborener verkauft.17Ihr wisst ja: Als er später den Segen12,17 Segen, segnen: Wer einen anderen Menschen segnet, bittet Gott, dem Gesegneten Kraft, Leben und Wohlergehen zu schenken. Mehr …und damit sein Erbe haben wollte,wurde er verworfen.Er fand keine Möglichkeit, sein Leben zu ändern,obwohl er unter Tränen danach suchte.

Das unvergängliche Reich empfangen

18Ihr seid nicht zum Berg Sinai12,18 Berg Sinai: 2. Mose/Exodus 19–20 erzählt davon, dass Gott am Berg Sinai erscheint und einen Bund mit seinem Volk schließt. Gottes Erscheinen wird von Donner, Blitzen und dem Schall von Widderhörnern begleitet. gekommen,den man anfassen kann –nicht zu dem brennenden Feuer,zu Dunkelheit, Finsternis und Sturm.19Ihr seid auch nicht zu dem Schall der Trompeten12,19 Trompete: Ein Musik- und Signalinstrument, das aus einem Metallrohr mit Schalltrichter besteht. Es kommt sowohl im Gottesdienst als auch beim Militär zum Einsatz. Mehr … gekommenund zum Dröhnen der Worte.Die Menschen, die das hörten, baten darum,kein weiteres Wort mehr hören zu müssen.20Denn sie konnten die Anordnung12,20 Anordnung: In 2. Mose/Exodus 19,12-13 wird den Israeliten verboten, den Berg Sinai zu betreten. nicht ertragen:»Sogar ein Tier, das den Berg berührt,soll gesteinigt12,20 Steinigung, steinigen: Hinrichtungsart, bei der ein Verurteilter öffentlich mit Steinen beworfen wird. Mehr … werden.«21Ja, die Erscheinung war so furchtbar,dass Mose sagte12,21 Mose sagte: Die folgenden Worte erinnern an 5. Mose/Deuteronomium 9,19.: »Ich habe Angst und zittere!«22Ihr seid vielmehr zum Berg Zion12,22 Zion: Tempelberg von Jerusalem, aber auch Bezeichnung für die ganze Stadt. Mehr … gekommenund zur Stadt des lebendigen Gottes:zum himmlischen Jerusalem12,22 himmlisches Jerusalem: Bild für die neue Welt, in der alle Bereiche des Lebens durch die Gegenwart Gottes grundlegend verwandelt sind. Mehr ….Ihr seid zu Zehntausenden von Engeln gekommen –zu einer Festversammlung 23und zur Gemeinde derer,die als Erste geboren wurdenund im Himmel aufgeschrieben sind.Ihr seid zu Gott gekommen, der über alle Gericht12,23 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. Mehr … hält,und zu den Gerechten12,23 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt..Sie sind schon zur Vollendung12,23 Vollendung: Meint die Vergebung der Sünden, die durch Christus geschieht und den Menschen den Zugang zu Gott eröffnet. gelangtund ihr Geist ist schon bei Gott.24Ihr seid zu Jesus12,24 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. Mehr … gekommen,dem Vermittler des neuen Bundes12,24 neuer Bund: Besteht darin, dass Christus den Menschen die endgültige Vergebung der Sünden gebracht und ihnen so den Zugang zu Gott eröffnet hat.und zu dem Blut12,24 Blut: Aus Liebe zu den Menschen ist Jesus Christus am Kreuz gestorben. Sein Tod bringt den Menschen Versöhnung mit Gott und erinnert so an die Opfer im Tempel, durch die Menschen die Versöhnung mit Gott suchen., mit dem ihr besprengt seidund das machtvoller redet als das Blut Abels12,24 das Blut Abels: 1. Mose/Genesis 4,10 erzählt, dass das Blut des getöteten Abel zu Gott schreit, um Gerechtigkeit erlangen..

25Gebt acht, dass ihr den nicht abweist,der so zu euch spricht!Die Israeliten haben Gott damals abgewiesen,als er auf der Erde seinen Willen verkündete.Sie sind ihrer Strafe nicht entkommen.Wie viel weniger werden dann wir entkommen,wenn wir den abweisen, der vom Himmel her spricht.26Einst hat Gottes Stimme die Erde erschüttert.Aber jetzt hat er versprochen12,26 hat er versprochen: Zitat aus der griechischen Übersetzung von Haggai 2,6.:»Noch einmal werde ich die Erde erschüttern –und nicht nur sie, sondern auch den Himmel.«

27Dieses »Noch einmal« macht deutlich:Was erschüttert werden kann, weil es geschaffen ist,wird weggenommen.So bleibt nur das,was nicht erschüttert werden kann.28Wir werden also ein Reich empfangen,das nicht erschüttert werden kann.Darum wollen wir dankbar sein.Wir wollen Gott dienen, wie es ihm gefällt:mit Ehrfurcht und heiliger Scheu.29*12,29 Vers 29: Vers 29 ist ein Zitat aus 5. Mose/Deuteronomium 4,24. Denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer!