BasisBibel NT+Ps (BB)
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Die endgültige Vergebung der Schuld

101Das Gesetz10,1 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. zeigt nur einen Schattender zukünftigen Heilsgüter,nicht die eigentliche Gestalt der Dinge.Deshalb kann es die Menschen,die vor Gott treten,niemals vollkommen machen.Gerade dann nicht,wenn sie Jahr für Jahrendlos die immer gleichen Opfer10,1 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. darbringen.2Sonst hätten sie schon längst aufgehört,Opfer10,2 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. darzubringen.Denn diejenigen, die den Gottesdienst vollziehen,wären ja ein für alle Mal rein geworden.Und ihr Gewissen könnte ihnenkeine Schuld10,2 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. mehr vorwerfen.3Aber so erinnern die Opfer10,3 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. sie Jahr für Jahran ihre Schuld10,3 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet..4Denn das Blut10,4 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. von Stieren und Ziegenböckenkann die Schuld10,4 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. ja gar nicht von ihnen nehmen.5Deshalb sagt Christus10,5 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. bei seinem Eintritt in die Welt:»Opfer10,5 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. und Gaben wolltest du nicht.Aber du hast mir einen Leib gegeben.6Über Brandopfer10,6 Brandopfer: Beim Brandopfer wurde das geschlachtete Opfertier mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. und Sündopfer10,6 Sündopfer: Eine besondere Form des Opfers, bei dem der Priester mit dem Blut des Opfertiers besondere Handlungen vornahm. hast du dich nicht gefreut.7Da sagte ich:›Sieh doch!Ich komme,um zu tun,was du, Gott, willst.So steht es in der Schriftrolle10,7 Schriftrolle: Zur Zeit der Bibel schrieb man Texte in Spalten auf lange Lederstreifen, die man zusammenrollen konnte. über mich.‹«8Zuerst sagt er also:»Opfer10,8 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. und Gaben,Brandopfer10,8 Brandopfer: Beim Brandopfer wurde das geschlachtete Opfertier mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. und Sündopfer10,8 Sündopfer: Eine besondere Form des Opfers, bei dem der Priester mit dem Blut des Opfertiers besondere Handlungen vornahm. wolltest du nicht.Über sie hast du dich nicht gefreut.«Dabei werden diese Opfer10,8 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. dochdem Gesetz10,8 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. entsprechend dargebracht.9Dann sagte er noch:»Sieh doch!Ich komme,um zu tun,was du willst.«So hebt Christus10,9 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. das Erste10,9 das Erste: Gemeint ist der Opferkult und damit verbunden der erste Bund. auf,um das Zweite10,9 das Zweite: Gemeint ist der Gehorsam des Sohnes und damit verbunden der neue Bund. in Kraft zu setzen.10Durch die Erfüllung von Gottes Willensind wir ein für alle Mal heilig10,10 heilig: Heilig ist in der Bibel alles, was zu Gott gehört und mit ihm in Verbindung steht. gemacht worden –nämlich dadurch,dass Jesus10,10 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. Christus10,10 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. seinen Leibals Opfergabe10,10 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. dargebracht hat.

11Jeder Priester10,11 Priester: Er hatte den Gottesdienst zu leiten, Opfer darzubringen und den Willen Gottes zu deuten. steht Tag für Tag daund hält den Gottesdienst.Er bringt immer wieder die gleichen Opfer10,11 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. dar,die doch niemals die Schuld10,11 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. beseitigen können.12Christus10,12 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. dagegen hat für alle Schuld10,12 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet.nur ein einziges Opfer10,12 Sündopfer: Eine besondere Form des Opfers, bei dem der Priester mit dem Blut des Opfertiers besondere Handlungen vornahm. dargebracht.Danach hat er sich für immeran die rechte Seite10,12 rechte Seite: Der Platz rechts neben einem Herrscher ist für seinen Stellvertreter bestimmt. Gottes gesetzt.13Seither wartet er,bis seine Feinde unterworfen sindund zum Schemel10,13 Schemel: Fußbank, die zum Thron des Königs gehört. Sinnbild der königlichen Herrschaft. für seine Füße werden.14Er hat nur dieses eine Opfer10,14 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. dargebracht.Aber dadurch hat er alle,die heilig10,14 heilig: Heilig ist in der Bibel alles, was zu Gott gehört und mit ihm in Verbindung steht. werden sollen,für immer zur Vollendung geführt.15Dafür ist auch der Heilige Geist10,15 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. unser Zeuge,der ja gesagt10,15 gesagt: Das Zitat stammt aus Jeremia 31,33. hat:16»›Das ist der Bund10,16 Bund: Eine gegenseitige Verpflichtung zwischen zwei Partnern, die durch einen förmlichen Vertrag geregelt sein kann. ,den ich nach diesen Tagenmit ihnen schließen werde‹,spricht der Herr10,16 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist.:›Ich werde meine Gesetze10,16 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. in ihre Herzen10,16 Herz: Das Herz gilt als Sitz des Verstandes und des Willens und damit auch als Ort der Entscheidung über richtiges und falsches Handeln. legenund sie in ihren Sinn schreiben.‹«17Und10,17 Und: Das Zitat stammt aus Jeremia 31,33.:»An ihre Schuld10,17 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. und ihre Gesetzlosigkeitwerde ich nicht mehr denken.«18Wenn die Schuld10,18 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. vergeben ist,braucht man auch keine Sündopfer10,18 Sündopfer: Eine besondere Form des Opfers, bei dem der Priester mit dem Blut des Opfertiers besondere Handlungen vornahm. mehr darzubringen.

Das Volk Gottes auf dem Weg

10,19–12,29

Aufruf, die Hoffnung nicht aufzugeben

19Brüder und Schwestern10,19 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. !Durch das Blut10,19 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. ,das Jesus10,19 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. vergossen hat,haben wir freien Zugang zum Heiligtum.20Diesen Zugang hat er eröffnet,indem er uns einen Weg durch den Vorhang10,20 Vorhang: Gemeint ist der Vorhang, der im Tempel das Allerheiligste vom übrigen Tempel trennt. frei gemacht hat.Es ist ein neuer Weg für unser Leben,derselbe, den Jesus als Mensch10,20 als Mensch: Wörtlich heißt es in Vers 20: »durch sein Fleisch.« gegangen ist.21Und wir haben einen Priester10,21 Priester: Er hatte den Gottesdienst zu leiten, Opfer darzubringen und den Willen Gottes zu deuten.von einzigartiger Bedeutung,der über das Haus Gottes gestellt ist.

22Wir wollen also vor Gott tretenmit wahrhaftigem Herzen10,22 Herz: Das Herz gilt als Sitz des Verstandes und des Willens und damit auch als Ort der Entscheidung über richtiges und falsches Handeln.und voller Glaubensgewissheit.Denn unsere Herzen10,22 Herz: Das Herz gilt als Sitz des Verstandes und des Willens und damit auch als Ort der Entscheidung über richtiges und falsches Handeln. sind besprengt wordenzur Reinigung von dem,was unser Gewissen belastet hat.Und unser Leib wurde in reinem Wasser gebadet10,22 in reinem Wasser gebadet: Gemeint ist die Taufe..23Wir wollen an dem Bekenntnis10,23 Glaubensbekenntnis: Schon zu Lebzeiten von Jesus, aber v. a. in der Zeit nach Ostern gehört zum Glauben auch das »Glaubensbekenntnis«.zur unerschütterlichen Hoffnung festhalten.Denn Gott ist treu,auf dessen Versprechen sie beruht.24Und wir wollen uns umeinander kümmernund uns gegenseitig zur Liebeund zu guten Taten anspornen.25Deshalb sollen wir unsere Gemeindeversammlungennicht verlassen,wie es manchen zur Gewohnheit geworden ist.Vielmehr sollen wir uns gegenseitig Mut machen.Und das umso mehr,als ihr doch seht,dass der Tag10,25 letzter Tag, Tag des Gerichts: Der Tag, an dem Jesus Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und seine Königsherrschaft bricht endgültig an. schon anbricht.

Warnung, erneut Schuld auf sich zu laden

26Lasst uns jetzt nicht vorsätzlichneue Schuld10,26 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. auf uns laden –nachdem wir doch schonzur Erkenntnis der Wahrheit10,26 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. gelangt sind.Denn für diese Schuld10,26 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. gibt eskein Opfer mehr.27Dann gibt es nur nochein furchtbares Warten auf das Gericht10,27 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat.und die Aussicht auf loderndes Feuer,das die Widersacher Gottes verzehren wird.

28Schon wenn jemand das Gesetz10,28 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. des Mose10,28 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. missachtet,muss er ohne Erbarmen sterben –auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin.29Was meint ihr:Wie viel schlimmer wird wohldie Strafe für jemand ausfallen,der den Sohn Gottes10,29 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. mit Füßen tritt?Oder der das Blut10,29 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. des Bundes10,29 Bund: Eine gegenseitige Verpflichtung zwischen zwei Partnern, die durch einen förmlichen Vertrag geregelt sein kann. ,durch das er heilig10,29 heilig: Heilig ist in der Bibel alles, was zu Gott gehört und mit ihm in Verbindung steht. wurde,nicht für etwas Heiliges hält –und dadurch den Geist10,29 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. beleidigt,dem er die Gnade10,29 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu. verdankt?30Wir kennen doch den,der gesagt10,30 gesagt: Das Zitat stammt aus 5. Mose/Deuteronomium 32,35. hat:»Die Rache ist meine Sache,ich werde Vergeltung üben!«Und weiter10,30 weiter: Das Zitat stammt aus 5. Mose/Deuteronomium 32,36. Dort ist »Gericht halten« im positiven Sinn von »als Richter für sein Volk auftreten« verwendet. Hier wird dies allerdings negativ verstanden. Vgl. auch Psalm 135,14.:»Der Herr10,30 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist. wird über sein Volk Gericht10,30 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat. halten.«31Ja, es ist schrecklich,dem lebendigen Gott in die Hände zu fallen!

Erinnerung an die Anfangszeit

32Erinnert euch an die früheren Tage:Damals seid ihr gerade erst von Licht10,32 Licht: Das Licht ist das erste Werk in Gottes Schöpfung. Im übertragenen Sinn bedeutet das Licht Leben, während Dunkelheit für den Tod steht. Im Neuen Testament wird Jesus als Licht der Welt bezeichnet, weil die Menschen durch ihn das ewige Leben erhalten. erfüllt worden.Und ihr seid standhaft geblieben,als ihr euch im harten Leidenskampf bewähren musstet.33Zum Teil wurdet ihr verhöhntund musstet einiges erleiden.Dabei seid ihr dann auch noch zur Schau gestellt worden.Zum Teil seid ihr denen zur Seite gestanden,denen das geschehen ist.34Ihr habt mit den Gefangenen gelitten.Und wenn man euch euren Besitz geraubt hat,habt ihr das mit Freude ertragen.Denn ihr wisst,dass ihr ein besseres Vermögen habt,das Bestand hat.

35Gebt also eure Zuversicht nicht preis!Sie wird reich belohnt werden!36Was ihr jetzt braucht,ist Geduld.Tut, was Gott will.Dann werdet ihr erhalten,was er versprochen10,36 versprochen: Das Zitat ist zusammengesetzt aus Jesaja 26,20 und Habakuk 2,3-4. hat:37»Nur noch eine kurze, ganz kurze Zeit.Dann wird der auftreten,der kommen soll.Und er wird nicht auf sich warten lassen.38Aber mein Gerechter10,38 gerecht, als gerecht gelten: Durch Jesus Christus von ihrer Schuld befreit, können die Menschen vor Gottes Gericht als gerecht bestehen und in Gemeinschaft mit ihm leben. wird aufgrund seines Glaubens10,38 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.das Leben erlangen.Wenn er jedoch zurückschreckt,lehne ich ihn ab.«39Wir gehören aber nicht zu denen,die zurückschreckenund damit in ihr Verderben rennen.Sondern wir gehören zu denen,die glauben10,39 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.und dadurch ewiges Leben10,39 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. gewinnen.
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Beispiele des Glaubens aus der Geschichte

111Der Glaube11,1 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. ist die Gestalt dessen,worauf man hofft.Er liefert den Beweis für eine Wirklichkeit,die nicht sichtbar ist.2Aufgrund ihres Glaubens11,2 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.hat Gott den Alten11,2 die Alten: Gemeint sind alle Vorfahren im Volk Israel. das gute Zeugnis11,2 Zeugnis: Das Zeugnis, dass sie zu den Gerechten zählen. ausgestellt.

3Aufgrund unseres Glaubens11,3 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. erkennen wir,dass die ganze Welt durch Gottes Wort geschaffen wurde.Das Sichtbare ist also aus dem hervorgegangen,was wir nicht wahrnehmen können.

4Aufgrund seines Glaubens11,4 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. brachte Abel11,4 Abel: Zweiter Sohn von Adam. Er wurde von seinem Bruder Kain erschlagen. Gott ein besseres Opfer11,4 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. dar als Kain11,4 Kain: Erster Sohn von Adam. Er erschlug seinen Bruder Abel..Aufgrund seines Glaubens11,4 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. hat Gott ihmdas Zeugnis ausgestellt,gerecht zu sein –er hat es bezeugt,indem er seine Gaben angenommen hat.Und aufgrund seines Glaubens11,4 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.kann Abel11,4 Abel: Zweiter Sohn von Adam. Er wurde von seinem Bruder Kain erschlagen. weitersprechen11,4 weiter: Nach 1. Mose/Genesis 4,10 schreit das Blut des getöteten Abel zu Gott. Das weist darauf hin, dass der Glaube die Kraft hat, den Tod zu überwinden.,obwohl er längst gestorben ist.

5Aufgrund seines Glaubens11,5 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. hat GottHenoch11,5 Henoch: Nachkomme von Adams Sohn Set. Er gilt als siebter in der Reihe der Nachkommen von Adam und als Urbild eines weisen Menschen. zu sich genommen,sodass er nicht sterben musste.Niemand konnte ihn finden,weil Gott ihn zu sich genommen hatte.Denn bevor das geschah,hat Gott ihm schon das Zeugnis ausgestellt,dass er Gefallen an ihm gefunden hat.6Wer nicht glaubt11,6 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,für den ist es allerdings unmöglich,dass Gott an ihm Gefallen findet.Denn wer zu Gott kommen will,muss glauben11,6 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,dass es ihn gibt –und dass er die Menschen belohnt,die ihn suchen.

7Aufgrund seines Glaubens11,7 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.baute Noah11,7 Noah: Er wurde von Gott wegen seines vorbildlichen Lebens vor dem Untergang in der »Sintflut« gerettet. eine Arche11,7 Arche: Bezeichnung für das kastenartige Schiff, in dem die Familie Noahs und die Tiere vor der Sintflut gerettet wurden. ,um seine Familie zu retten.Gott hatte ihm ja eine Warnung zukommen lassenvor dem, was noch gar nicht zu sehen war11,7 was noch gar nicht zu sehen war: Gemeint ist die Sintflut..Und Noah11,7 Noah: Er wurde von Gott wegen seines vorbildlichen Lebens vor dem Untergang in der »Sintflut« gerettet. gehorchte voller Ehrfurcht vor Gott.Durch seinen Glauben11,7 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. sprach Noah11,7 Noah: Er wurde von Gott wegen seines vorbildlichen Lebens vor dem Untergang in der »Sintflut« gerettet.das Urteil über die Welt.Und seinem Glauben11,7 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. entsprechenderhielt er Gerechtigkeit11,7 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach den Vorstellungen Gottes. als Erbe.

8Aufgrund seines Glaubens11,8 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. gehorchte Abraham11,8 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. ,als Gott ihn rief.Er zog fort an einen Ort,den er als Erbbesitz11,8 Erbbesitz: Der Anteil jedes einzelnen Israeliten am gesamten Land eines Stammes. Er kann nicht veräußert werden, da er sonst dem Gesamteigentum des Stammes verloren geht. bekommen sollte.Und er zog fort,ohne zu wissen,wohin er kommen würde.9Aufgrund seines Glaubens11,9 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. lebte erals Fremder in dem Land,das Gott ihm versprochen hatte –ein Land, das ihm fremd war.Er wohnte in Zelten,zusammen mit Isaak11,9 Isaak: Einziger Sohn von Abraham und Sara. und Jakob11,9 Jakob: Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme. ,die Miterben seiner Verheißung waren.10Er wartete nämlich auf die Stadt,die auf festen Grundsteinen erbaut ist –die Stadt,deren Planer und Gründer Gott selbst ist.

11Aufgrund ihres Glaubens11,11 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. erhielt sogar Sara11,11 Sara: Frau von Abraham und Mutter von Isaak. Sie galt als unfruchtbar, bekam aber gemäß Gottes Versprechen noch im hohen Alter einen Sohn.,die keine Kinder bekommen konnte,die Kraft,Mutter zu werden11,11 Mutter zu werden: Wörtlich heißt es in Vers 11: »Nachkommenschaft zu begründen«..Dabei war sie schon über das entsprechende Alter hinaus.Denn sie hielt den für treu,der ihr das versprochen hatte.12Deshalb wurde ihre gesamte Nachkommenschaft auchvon einem einzigen Mann gezeugt.Noch dazu von einem,der gar nicht mehr Vater werden konnte11,12 der gar nicht mehr Vater werden konnte: Wörtlich heißt es in Vers 12: »der schon erstorben war.«.Sie wurde so zahlreich wie die Sterne am Himmel –wie der Sand am Meeresstrand,den man nicht zählen kann.

13Sie alle sind voller Glauben11,13 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. gestorben,jedoch ohne empfangen zu haben,was Gott ihnen versprochen hatte.Aber sie haben es von ferne gesehenund willkommen geheißen.Und damit haben sie bekannt,auf der Erde nur Gäste11,13 Gäste: Der griechische Begriff bezeichnet jemanden, der sich für kurze Zeit in fremder Umgebung aufhält. und Fremde11,13 Fremde: Der griechische Begriff bezeichnet jemanden, der an seinem Aufenthaltsort kein Bürgerrecht hat. zu sein.14Wenn sie so etwas sagen,machen sie nämlich deutlich,dass sie ihre wahre Heimat noch suchen.15Und dabei haben sie sicher nichtan die Heimat gedacht,aus der sie einst fortgezogen waren.Denn sie hätten ja Zeit genug gehabt,dorthin zurückzukehren.16Nun streben sie aber nach einer besseren Heimat –nämlich nach der Heimat im Himmel.Deshalb schämt sich auch Gott nicht dafür,ihr Gott genannt zu werden.Denn er hat für sie eine Stadt vorbereitet.

17Aufgrund seines Glaubens11,17 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. brachte Abraham11,17 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. Isaak11,17 Isaak: Einziger Sohn von Abraham und Sara. als Opfer11,17 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. dar,als er auf die Probe gestellt wurde.Er wollte also seinen einzigen Sohnals Opfer darbringen!Dabei hat ihm Gott doch das Versprechen gegeben18und zu ihm gesagt11,18 gesagt: Das Zitat stammt aus 1. Mose/Genesis 21,12.:»Die Nachkommen Isaaks11,18 Isaak: Einziger Sohn von Abraham und Sara. sollen als deine Nachkommen gelten.«19Abraham11,19 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. rechnete damit,dass Gott auch Tote auferwecken11,19 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. kann.Daher hat er Isaak11,19 Isaak: Einziger Sohn von Abraham und Sara. auch– als ein Sinnbild dafür11,19 dafür: Für die Auferstehung.lebendig zurückbekommen.

20Aufgrund seines Glaubens11,20 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. gab Isaak11,20 Isaak: Einziger Sohn von Abraham und Sara. Jakob11,20 Jakob: Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme. und Esau seinen Segen11,20 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt.und zwar für etwas,das noch in der Zukunft lag.

21Aufgrund seines Glaubens11,21 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. gab Jakob11,21 Jakob: Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme. vor seinem Todjedem einzelnen von Josefs Söhneneinen besonderen Segen11,21 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt..Über die Spitze seines Stabes hinbeugte er sich betend11,21 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. vor Gott nieder.

22Aufgrund seines Glaubens11,22 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. dachte Josef,als er im Sterben lag,schon an den Auszug11,22 Auszug: Gemeint ist der Auszug aus Ägypten einige Generationen später. des Volkes Israel11,22 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. .Und er gab sogar Anweisungen,was mit seinen Gebeinen geschehen sollte.

23Aufgrund ihres Glaubens11,23 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. hielten die ElternMose11,23 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. nach seiner Geburtdrei Monate lang versteckt.Denn sie sahen,dass er ein schönes Kind war.Und sie fürchteten den Befehl11,23 Befehl: Der Befehl, alle männlichen Neugeborenen zu töten. des Königs nicht.

24Aufgrund seines Glaubens11,24 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. lehnte Mose11,24 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament.es als Erwachsener ab,»Sohn der Tochter Pharaos« genannt zu werden.25Er zog es vor,zusammen mit dem Volk Gottes11,25 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. misshandelt zu werden –anstatt für kurze Zeit gut zu lebenund dabei Schuld11,25 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. auf sich zu laden.26Die Schande, die später auch Christus11,26 Christen: Bezeichnung für die Anhänger von Jesus Christus, die zunächst nur von Außenstehenden gebraucht wurde. erleiden musste,hielt er für Reichtum –einen größeren Reichtum als alle Schätze Ägyptens11,26 Ägypten: Land am Nil, eine der ältesten Stätten menschlicher Kultur. .Denn er hatte die eigentliche Belohnung im Blick.

27Aufgrund seines Glaubens11,27 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. verließ er Ägypten11,27 Ägypten: Land am Nil, eine der ältesten Stätten menschlicher Kultur. .Er fürchtete den Zorn des Königs nicht.Denn er hatte den unsichtbaren Gott vor Augen,als ob er sichtbar wäre.Und das ließ ihn standhalten.

28Aufgrund des Glaubens11,28 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. ordnete erdas Passamahl11,28 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. anund ließ die Türpfosten mit Blut11,28 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. besprengen.So konnte der Todesengelden erstgeborenen Kindern nichts anhaben.

29Aufgrund seines Glaubens11,29 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. konnte das Volkdurch das Rote Meer11,29 Rotes Meer: Gemeint ist das sog. Schilfmeer. Der Ort, wo die Israeliten beim Auszug aus Ägypten auf wundersame Weise durch Gott vor den Ägyptern gerettet wurden, die sie verfolgten. ziehen wie über trockenes Land.Als die Ägypter11,29 Ägypten: Land am Nil, eine der ältesten Stätten menschlicher Kultur. das ebenfalls versuchten,ertranken sie.

30Aufgrund des Glaubens11,30 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.stürzten die Mauern von Jericho11,30 Jericho: Jericho, auch Palmenstadt genannt, ist eine Oase in der jüdäischen Wüste in der Jordansenke. Sie gilt als die älteste befestigte Stadt der Welt. ein –nachdem das Volk Israel11,30 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. sieben Tage langum sie herumgezogen war.

31Aufgrund ihres Glaubens11,31 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. kam die Hure Rahab11,31 Rahab: Prostituierte, die zur Zeit der Eroberung Jerichos durch die Israeliten in der Stadt lebte und ihnen bei der Eroberung half.nicht zusammen mit denen um,die ungehorsam waren.Denn sie hatte die Kundschafterin Frieden11,31 Friede: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft. bei sich aufgenommen.

32Was soll ich noch sagen?Mir fehlt die Zeit,auch noch von Gideon, Barak, Simson,Jiftach, David11,32 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. oder Samuel zu erzählen –oder gar von den Propheten11,32 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat..33Aufgrund ihres Glaubens11,33 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. haben sie Königreiche besiegt.Sie haben Gerechtigkeit11,33 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach den Vorstellungen Gottes. geübtund erfahren,dass Gott seine Versprechen erfüllt.Löwen haben sie das Maul gestopft34und gewaltiges Feuer gelöscht.Sie sind der Klinge des Schwertes11,34 Schwert: Unter einem Schwert hat man sich in biblischer Zeit einen zweischneidigen Kurzdolch vorzustellen. entkommen.Wenn sie schwach waren,schenkte Gott ihnen Kraft.Sie wurden stark im Kampfund schlugen feindliche Heere in die Flucht.35Frauen bekamen ihre Toten als Auferstandene11,35 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. zurück.Manche ließen sich zu Tode foltern,ohne die Freilassung anzunehmen.Denn sie wollten eine bessere Auferstehung11,35 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. erlangen.36Andere mussten Spott und Peitschenhiebeüber sich ergehen lassen,ja sogar Haft und Gefängnis.37Sie wurden gesteinigt, zersägtund mit dem Schwert11,37 Schwert: Unter einem Schwert hat man sich in biblischer Zeit einen zweischneidigen Kurzdolch vorzustellen. hingerichtet.Sie zogen in Schaf- und Ziegenfelle gekleidet durchs Land –Not leidend,verfolgtund misshandelt.38Sie irrten umher durch Wüsten und Berge,hausten in Höhlen und Erdlöchern.Dabei war die Welt es nicht wert,dass sie in ihr lebten.

39Aufgrund ihres Glaubens11,39 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. hat Gott ihnen allenein gutes Zeugnis11,39 Zeugnis: Das Zeugnis, dass sie zu den Gerechten zählen. ausgestellt.Aber sie haben noch nicht empfangen,was Gott ihnen versprochen hatte.40Denn Gott hat erst für uns etwas Besseres vorgesehen.Deshalb sollten sie nicht getrennt von unszur Vollendung gelangen.
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Mahnung, den Glauben nicht aufzugeben

121Wir sind also förmlich umgebenvon einer riesigen Wolke von Zeugen.Darum lasst uns alle Last abwerfen,besonders die der Sünde12,1 Sünde, Sünder: Das grundsätzliche Gestörtsein der Beziehung des Menschen zu Gott. Die Sünde kennzeichnet das gesamte irdische Leben und kommt in der Missachtung von Gottes Willen zum Ausdruck.,in die wir uns so leicht verstricken.Dann können wir mit Ausdauerin dem Wettkampf laufen,der vor uns liegt.2Dabei wollen wir den Blick auf Jesus12,2 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. richten.Er hat uns zum Glauben12,2 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. geführtund wird ihn auch vollenden.Er hat das Kreuz12,2 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. ausgehaltenund der Schande keine Beachtung geschenkt.Denn auf ihn wartete die große Freude,an der rechten Seite12,2 rechte Seite: Der Platz rechts neben einem Herrscher ist für seinen Stellvertreter bestimmt. von Gottes Thron zu sitzen.3Denkt doch nur daran,wie geduldig er die Anfeindungenvon schuldbeladenen12,3 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. Menschen ertragen hat.Dann werdet ihr nicht müde werdenund nicht den Mut verlieren.

Gott, der Erzieher

4Noch habt ihr im Kampf gegen die Sünde12,4 Sünde, Sünder: Das grundsätzliche Gestörtsein der Beziehung des Menschen zu Gott. Die Sünde kennzeichnet das gesamte irdische Leben und kommt in der Missachtung von Gottes Willen zum Ausdruck.nicht bis aufs Blut12,4 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. Widerstand geleistet.5Ihr habt wohl schon das tröstende Wort vergessen,mit dem Gott sich euchals seinen Söhnen und Töchtern zugewandt12,5 zugewandt: Das Zitat stammt aus Sprichwörter 3,11-12. hat:»Mein Kind,schätze es nicht gering,wenn der Herr12,5 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist. dich mit Strenge erzieht.Und verliere nicht den Mut,wenn er dich bestraft.6Denn wen der Herr12,6 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist. liebt,den erzieht er mit Strenge.Und er schlägt jedes Kind,das er annimmt.«

7Ertragt es also geduldig,es dient zu eurer Erziehung.Gott behandelt euch als seine Söhne und Töchter.Und welches Kind wird nicht von seinem Vatermit Strenge erzogen?8Wenn ihr nicht die gleiche strenge Erziehung bekommtwie alle anderen,seid ihr sozusagen uneheliche Kinder –und keine rechtmäßigen Söhne und Töchter.

9Bedenkt außerdem:Wir hatten unsere irdischen Väter als strenge Erzieher12,9 Erzieher: Ein Lehrer, oft ein Sklave, der für die Unterweisung eines Kindes zuständig war. Die Unterweisung geschah in der Regel durch Wiederholung und Strafe.und hatten große Achtung vor ihnen.Sollten wir uns dann nicht erst rechtdem himmlischen Vater12,9 himmlischen Vater: Wörtlich heißt es in Vers 9: »sollen wir uns dann nicht umso mehr dem Vater der Geister unterordnen?« Der himmlische Bereich der Geister steht hier im Gegensatz zum irdischen Bereich. unterordnen –und dadurch das ewige Leben12,9 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. erhalten?10Die irdischen Väter haben uns für eine begrenzte Zeitstreng erzogen,wie sie es für richtig hielten.Der himmlische Vater dagegen erzieht uns mit Strengezu unserem eigenen Besten.Denn wir sollen Anteil bekommen an seiner Heiligkeit12,10 heilig: Heilig ist in der Bibel alles, was zu Gott gehört und mit ihm in Verbindung steht..

11Eine strenge Erziehung bereitet im Augenblickscheinbar keine Freude,sondern Schmerz.Später dagegen schenkt sie denen,die durch diese Schule gegangen sind,Gerechtigkeit12,11 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach den Vorstellungen Gottes. als ihre heilsame Frucht.

Aufruf zum Neubeginn

12Macht deshalb die erschlafften Händeund die erlahmten Knie wieder stark!13Und schafft für eure Füße gerade Pfade.Denn was lahm ist,soll nicht auch noch fehltreten,sondern geheilt werden.14Bemüht euch um Frieden12,14 Friede: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft. mit allen Menschenund auch um Heiligkeit12,14 heilig: Heilig ist in der Bibel alles, was zu Gott gehört und mit ihm in Verbindung steht..Ohne sie wird niemand den Herrn sehen.

15Achtet darauf,dass niemand hinter die Gnade12,15 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu. Gottes zurückfällt.Lasst keinen Sprossaus einer giftigen Wurzel aufgehen.Sonst richtet sie Unheil an,und viele werden durch sie vergiftet.16Niemand soll untreu oder gottlos sein wie Esau.Der hat für eine einzige Mahlzeitsein Recht als Erstgeborener12,16 Erstgeburt: Der erste Sohn, den eine Frau zur Welt bringt, und ebenso jedes erste männliche Tier, das von einem Muttertier geboren wird. verkauft.17Ihr wisst ja:Als er später den Segen12,17 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt.und damit sein Erbe haben wollte,wurde er abgewiesen.Er fand keine Möglichkeit,sein Leben zu ändern,obwohl er unter Tränen danach suchte.

Die Größe und der Ernst der Berufung

18Ihr seid nicht vor etwas12,18 etwas: Es geht um die Erscheinung Gottes am Berg Sinai. hingetreten,das man anfassen kann.Nicht zu brennendem Feuer,tiefster Dunkelheit und Sturm.19Auch nicht zu Trompetenschall12,19 Trompete: Musikinstrument (Blasinstrument) aus einem Metallrohr mit Schalltrichter. Ein militärisches Signalistrument, mit dem z. B. zum Kampf gerufen wurde.und dröhnenden Worten.Die Menschen, die das hörten,baten sogar darum,kein weiteres Wort mehr hören zu müssen.20Denn sie konnten die Anordnung12,20 Anordnung: Das Zitat stammt aus 2. Mose/Exodus 19,12-13. nicht ertragen:»Selbst wenn nur ein Tier den Berg12,20 Berg: Berge gelten als Orte, wo die Menschen Gott besonders nahe sind und Gott zu ihnen spricht. berührt,soll es gesteinigt12,20 steinigen, Steinigung: Die Steinigung war eine Form der Todesstrafe. werden.«21Ja, die Erscheinung war so furchtbar,dass sogar Mose12,21 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. sagte12,21 sagte: Das Zitat stammt aus 5. Mose/Deuteronomium 9,19.:»Ich habe Angst und zittere!«

22Nein, ihr seid zum Berg Zion12,22 Zion/Zionsstadt: Ursprünglicher Name der von König David eroberten Jebusiterfestung. Später ging der Name auf den Tempelberg über und wurde schließlich zur Bezeichnung für ganz Jerusalem und seine Bewohner. gekommenund zur Stadt des lebendigen Gottes:zum himmlischen Jerusalem12,22 himmlisches Jerusalem, neues Jerusalem: Sinnbild für die neue Schöpfung, in der Not und Leiden durch Gottes Gegenwart endgültig überwunden sind..Ihr seid zu Zehntausenden von Engeln gekommen,einer großen Festversammlung.23Und zur Gemeinde derer,die als erste geboren wurdenund die in den Himmeln aufgeschrieben sind.Ihr tretet vor Gott,der über alle Gericht12,23 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat. hält.Und vor die himmlischen Geister der Gerechten12,23 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach den Vorstellungen Gottes.,die schon zur Vollkommenheit gelangt sind.24Ihr tretet vor Jesus12,24 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ,den Vermittler des neuen Bundes12,24 Bund: Eine gegenseitige Verpflichtung zwischen zwei Partnern, die durch einen förmlichen Vertrag geregelt sein kann. und vor das Blut12,24 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. ,mit dem ihr besprengt seid