BasisBibel NT+Ps (BB)
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Der Gottesdienst im ersten Bund

91Nun gibt es auch im ersten Bund9,1 Bund: Eine gegenseitige Verpflichtung zwischen zwei Partnern, die durch einen förmlichen Vertrag geregelt sein kann. Vorschriften für den Gottesdienstund das irdische Heiligtum.2Man richtet ein Zelt9,2 Heiliges Zelt: Transportables Zeltheiligtum der Israeliten während der Zeit, als sie durch die Wüste zogen. ein.Im vorderen Teil befinden sich der Leuchter9,2 Leuchter: Dabei handelt es sich um den siebenarmigen Leuchter, der in 2. Mose/Exodus 25,31-39 beschrieben ist.,der Tisch9,2 Tisch: Er ist in 2. Mose/Exodus 25,23-29 beschrieben. und die Brote, die Gott geweiht sind9,2 Brote, die Gott geweiht waren: Nach einer Vorschrift in 2. Mose/Exodus 25,30 mussten im Tempel ständig zwölf Laib Brot auf einem besonderen Tisch bereit gehalten werden. Die Brote waren Gott geweiht und durften nur von den Priestern gegessen werden..Diesen Teil nennt man das »Heiligtum«.3Hinter dem zweiten Vorhang aber liegt der Teil des Zeltes9,3 Heiliges Zelt: Transportables Zeltheiligtum der Israeliten während der Zeit, als sie durch die Wüste zogen.,den man das »Allerheiligste« nennt.4Dort befinden sich der goldene Räucheraltar9,4 Räucheraltar: Spezieller kleiner Altar, auf dem Räucheropfer abgebrannt wurden.und die Bundeslade9,4 Bundeslade: Ein an Stangen tragbarer hölzerner »Kasten« mit goldener Deckplatte, die als Fußschemel vor dem Thronsitz des unsichtbaren Gottes gedeutet werden kann. ,die ringsum mit Gold überzogen ist.Sie enthält das goldene Gefäß,in dem das Manna9,4 Manna, Brot vom Himmel: Nahrung, die auf wundersame Weise vom Himmel kommt. Mit ihr versorgte Gott die Israeliten auf ihrem Weg durch die Wüste, vgl. 2. Mose/Exodus 16. aufbewahrt wird.Außerdem den Stab Aarons9,4 Stab Aarons: Die Geschichte vom Stab Aarons, der wieder Blätter bekam, steht in 4. Mose/Numeri 17,16-26.,der wieder Blätter bekommen hat,und die Bundestafeln9,4 Bundestafeln: Die Steintafeln, auf denen Mose am Berg Sinai die Zehn Gebote geschrieben hat (vgl. 5. Mose/Deuteronomium 10,1-5)..5Über der Bundeslade befinden sich die Keruben9,5 Keruben: Engelwesen mit einem Löwenkörper und zwei Flügeln. Im Allerheiligsten des Tempels von Salomon standen zwei Keruben, deren Flügel den Thron Gottes bildeten. Vor ihnen stand die Bundeslade, die zugleich als Fußschemel für Gott diente.mit ihrer Herrlichkeit9,5 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor..Sie breiten ihre Flügel ausüber dem Ort der endgültigen Versöhnung9,5 Ort der endgültigen Versöhnung: Der Ort, an dem man sich die Gegenwart Gottes im Tempel vorstellte. Wahrscheinlich ist damit die Deckelplatte der Bundeslade gemeint..Aber davon soll jetzt nicht im Einzelnen die Rede sein.

6So ist also das Heilige Zelt9,6 Heiliges Zelt: Transportables Zeltheiligtum der Israeliten während der Zeit, als sie durch die Wüste zogen. eingerichtet.Die Priester9,6 Priester: Er hatte den Gottesdienst zu leiten, Opfer darzubringen und den Willen Gottes zu deuten., die den Gottesdienst vollziehen,betreten immer nur den vorderen Teil des Zeltes9,6 Heiliges Zelt: Transportables Zeltheiligtum der Israeliten während der Zeit, als sie durch die Wüste zogen..7Den hinteren Teil dagegenbetritt allein der Oberste Priester9,7 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf.,und nur ein einziges Mal im Jahr.Er betritt ihn nicht ohne das Blut9,7 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. ,das er für sich selbst darbringt –und für die Schuld9,7 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet.,die das Volk unwissentlich auf sich geladen hat.8Damit macht der Heilige Geist9,8 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. deutlich:Der Weg zum eigentlichen Heiligtumsteht noch nicht offen –so lange nicht,wie der vordere Teil des Zeltes9,8 Heiliges Zelt: Transportables Zeltheiligtum der Israeliten während der Zeit, als sie durch die Wüste zogen. bestehen bleibt.9Das ist ein Sinnbild für die gegenwärtige Zeit:Es werden zwar Gaben und Opfer9,9 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. dargebracht.Aber die können das Gewissen desjenigen,der den Gottesdienst hält,nicht vollständig rein9,9 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen. machen.10Es geht dabei nur um Speisen und Getränkeund verschiedene Reinigungsbäder.Das sind lauter irdische Vorschriften9,10 irdische Vorschriften: Wörtlich heißt es in Vers 10: »Das sind Vorschriften des Fleisches«..Sie gelten bis zu der Zeit,wenn die wahre Ordnung in Kraft tritt.

Der Gottesdienst im neuen Bund

11Christus9,11 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. aber ist als Oberster Priester9,11 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. gekommenund hat uns die wahren Heilsgüter gebracht.Sein Weg führte ihndurch das wahre Heilige Zelt9,11 Heiliges Zelt: Transportables Zeltheiligtum der Israeliten während der Zeit, als sie durch die Wüste zogen. hindurch.Es ist größer und vollkommener als das irdische.Denn es ist nicht von Menschenhand gemachtund gehört nicht zu dieser Schöpfung.12Er verwendete nicht das Blut9,12 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. von Ziegenböckenund Kälbern.Sondern er hat sein eigenes Blut vergossen9,12 er hat sein eigenes Blut vergossen: Wörtlich heißt es in Vers 12: »Sondern durch sein eigenes Blut ist er ein für allemal eingetreten in das Heiligtum«..So ist er ein für alle Malin das wahre Heiligtum eingetretenund hat die ewige Erlösung erwirkt.

13Wenn Menschen unrein9,13 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen. geworden sind,besprengt man sie gewöhnlichmit Blut9,13 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. von Böcken oder Stieren.Und man streut die Asche einer jungen Kuh über sie.Das genügt, um ihren Leib rein9,13 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen.und sie wieder heilig9,13 heilig: Heilig ist in der Bibel alles, was zu Gott gehört und mit ihm in Verbindung steht. zu machen.14Wie viel mehr bewirkt dann das Blut9,14 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. von Christus9,14 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. !Geführt vom ewigen göttlichen Geist9,14 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt.hat er sich selbst als makelloses Opfer9,14 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. für Gott dargebracht.So reinigt er unser Gewissen von den Werken,die dem Tod gleichkommen.Dann können wir den wahren Gottesdienst vollziehenfür den lebendigen Gott.

Der neue Bund wird rechtskräftig durch den Tod und das Blut von Jesus

15Deshalb ist Christus9,15 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. auchder Vermittler eines neuen Bundes9,15 Bund: Eine gegenseitige Verpflichtung zwischen zwei Partnern, die durch einen förmlichen Vertrag geregelt sein kann. .Der Eintritt seines Todes bedeutet für unsdie Erlösung von den Übertretungenaus der Zeit des ersten Bundes9,15 Bund: Eine gegenseitige Verpflichtung zwischen zwei Partnern, die durch einen förmlichen Vertrag geregelt sein kann. .Dadurch können alle, die berufen sind,das versprochene ewige Erbe erhalten.

16Soll ein Testament9,16 Testament: Das griechische Wort bedeutet sowohl »Testament« als auch »Bund«. in Kraft treten,muss der Tod dessen nachgewiesen werden,der es aufgesetzt hat.17Denn ein Testament wird erst nach dem Tod rechtskräftig.Es hat keine Bedeutung,solange derjenige noch lebt,der es aufgesetzt hat.

18Deshalb wurde auch schon der erste Bund9,18 Bund: Eine gegenseitige Verpflichtung zwischen zwei Partnern, die durch einen förmlichen Vertrag geregelt sein kann. nicht ohne Blut9,18 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. in Kraft gesetzt:19Zunächst verkündete Mose9,19 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. dem ganzen Volkalle Gebote,wie es im Gesetz9,19 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. vorgesehen ist.Dann nahm er das Blut9,19 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. von Kälbern und Ziegenböckenund vermischte es mit Wasser.Er gab scharlachrote Wolle und Ysop9,19 Ysop: Name, der in der Bibel für verschiedene Pflanzen gebraucht wird. dazu.Damit besprengte er sowohl das Buch9,19 Buch: Gemeint ist die Urkunde des Bundes, vgl. 2. Mose/Exodus 24,7. Der Inhalt dieser Urkunde steht in 2. Mose/Exodus 20,22–23,33.als auch das ganze Volk.20Dabei sagte er:»Das ist das Blut9,20 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. ,das für den Bund9,20 Bund: Eine gegenseitige Verpflichtung zwischen zwei Partnern, die durch einen förmlichen Vertrag geregelt sein kann. steht,den Gott für euch angeordnet hat.«21Ebenso besprengte Mose mit dem Blut9,21 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. auch das Heilige Zelt9,21 Heiliges Zelt: Transportables Zeltheiligtum der Israeliten während der Zeit, als sie durch die Wüste zogen. und alle Geräte für den Gottesdienst.22Nach dem Gesetz9,22 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. wird fast alles mit Blut9,22 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. reingewaschen9,22 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen..Und ohne Ausgießen von Blut gibt es keine Vergebung.

Christus ist das einmalige und endgültige Opfer

23Die Abbilder dessen, was im Himmel9,23 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. ist,müssen also auf die beschriebene Weiserein9,23 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen. gemacht werden.Die himmlischen9,23 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. Gegebenheiten selbsterfordern dagegen bessere Opfer9,23 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt.,als es die irdischen Opfer9,23 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. sind.

24Christus9,24 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. ging ja nichtin ein von Menschenhand errichtetes Abbilddes wahren Heiligtums.Sondern er ging in den Himmel9,24 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. selbst.Dort tritt er jetzt vor Gott für uns ein.25Er ist auch nicht hineingegangen,um sich selbst immer wieder als Opfer9,25 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. darzubringen –so wie der irdische Oberste Priester9,25 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf.jedes Jahr mit fremdem Blut9,25 fremdes Blut: Das Blut der Opfertiere. in das Heiligtum hineingeht.26Sonst hätte Christus9,26 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. seit der Erschaffung der Weltimmer wieder leiden müssen.Nein, jetzt, am Ende der Zeiten,ist er ein einziges Mal erschienen.Und durch sein Opfer9,26 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. hat er die Sünde9,26 Sünde, Sünder: Das grundsätzliche Gestörtsein der Beziehung des Menschen zu Gott. Die Sünde kennzeichnet das gesamte irdische Leben und kommt in der Missachtung von Gottes Willen zum Ausdruck. aufgehoben.

27Bei den Menschen ist es ja ähnlich:Sie müssen nur einmal sterbenund kommen dann vor das Gericht9,27 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat..28Genauso wurde auch Christus9,28 Christen: Bezeichnung für die Anhänger von Jesus Christus, die zunächst nur von Außenstehenden gebraucht wurde. nur einmal als Opfer9,28 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. dargebracht,um die Schuld9,28 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. der Vielen wegzunehmen.Wenn er das zweite Mal erscheint,geschieht das nicht wegen der Sünde9,28 Sünde, Sünder: Das grundsätzliche Gestörtsein der Beziehung des Menschen zu Gott. Die Sünde kennzeichnet das gesamte irdische Leben und kommt in der Missachtung von Gottes Willen zum Ausdruck..Sondern es geschieht,um alle zu retten,die auf ihn warten.
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Die endgültige Vergebung der Schuld

101Das Gesetz10,1 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. zeigt nur einen Schattender zukünftigen Heilsgüter,nicht die eigentliche Gestalt der Dinge.Deshalb kann es die Menschen,die vor Gott treten,niemals vollkommen machen.Gerade dann nicht,wenn sie Jahr für Jahrendlos die immer gleichen Opfer10,1 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. darbringen.2Sonst hätten sie schon längst aufgehört,Opfer10,2 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. darzubringen.Denn diejenigen, die den Gottesdienst vollziehen,wären ja ein für alle Mal rein geworden.Und ihr Gewissen könnte ihnenkeine Schuld10,2 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. mehr vorwerfen.3Aber so erinnern die Opfer10,3 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. sie Jahr für Jahran ihre Schuld10,3 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet..4Denn das Blut10,4 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. von Stieren und Ziegenböckenkann die Schuld10,4 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. ja gar nicht von ihnen nehmen.5Deshalb sagt Christus10,5 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. bei seinem Eintritt in die Welt:»Opfer10,5 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. und Gaben wolltest du nicht.Aber du hast mir einen Leib gegeben.6Über Brandopfer10,6 Brandopfer: Beim Brandopfer wurde das geschlachtete Opfertier mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. und Sündopfer10,6 Sündopfer: Eine besondere Form des Opfers, bei dem der Priester mit dem Blut des Opfertiers besondere Handlungen vornahm. hast du dich nicht gefreut.7Da sagte ich:›Sieh doch!Ich komme,um zu tun,was du, Gott, willst.So steht es in der Schriftrolle10,7 Schriftrolle: Zur Zeit der Bibel schrieb man Texte in Spalten auf lange Lederstreifen, die man zusammenrollen konnte. über mich.‹«8Zuerst sagt er also:»Opfer10,8 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. und Gaben,Brandopfer10,8 Brandopfer: Beim Brandopfer wurde das geschlachtete Opfertier mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. und Sündopfer10,8 Sündopfer: Eine besondere Form des Opfers, bei dem der Priester mit dem Blut des Opfertiers besondere Handlungen vornahm. wolltest du nicht.Über sie hast du dich nicht gefreut.«Dabei werden diese Opfer10,8 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. dochdem Gesetz10,8 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. entsprechend dargebracht.9Dann sagte er noch:»Sieh doch!Ich komme,um zu tun,was du willst.«So hebt Christus10,9 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. das Erste10,9 das Erste: Gemeint ist der Opferkult und damit verbunden der erste Bund. auf,um das Zweite10,9 das Zweite: Gemeint ist der Gehorsam des Sohnes und damit verbunden der neue Bund. in Kraft zu setzen.10Durch die Erfüllung von Gottes Willensind wir ein für alle Mal heilig10,10 heilig: Heilig ist in der Bibel alles, was zu Gott gehört und mit ihm in Verbindung steht. gemacht worden –nämlich dadurch,dass Jesus10,10 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. Christus10,10 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. seinen Leibals Opfergabe10,10 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. dargebracht hat.

11Jeder Priester10,11 Priester: Er hatte den Gottesdienst zu leiten, Opfer darzubringen und den Willen Gottes zu deuten. steht Tag für Tag daund hält den Gottesdienst.Er bringt immer wieder die gleichen Opfer10,11 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. dar,die doch niemals die Schuld10,11 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. beseitigen können.12Christus10,12 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. dagegen hat für alle Schuld10,12 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet.nur ein einziges Opfer10,12 Sündopfer: Eine besondere Form des Opfers, bei dem der Priester mit dem Blut des Opfertiers besondere Handlungen vornahm. dargebracht.Danach hat er sich für immeran die rechte Seite10,12 rechte Seite: Der Platz rechts neben einem Herrscher ist für seinen Stellvertreter bestimmt. Gottes gesetzt.13Seither wartet er,bis seine Feinde unterworfen sindund zum Schemel10,13 Schemel: Fußbank, die zum Thron des Königs gehört. Sinnbild der königlichen Herrschaft. für seine Füße werden.14Er hat nur dieses eine Opfer10,14 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. dargebracht.Aber dadurch hat er alle,die heilig10,14 heilig: Heilig ist in der Bibel alles, was zu Gott gehört und mit ihm in Verbindung steht. werden sollen,für immer zur Vollendung geführt.15Dafür ist auch der Heilige Geist10,15 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. unser Zeuge,der ja gesagt10,15 gesagt: Das Zitat stammt aus Jeremia 31,33. hat:16»›Das ist der Bund10,16 Bund: Eine gegenseitige Verpflichtung zwischen zwei Partnern, die durch einen förmlichen Vertrag geregelt sein kann. ,den ich nach diesen Tagenmit ihnen schließen werde‹,spricht der Herr10,16 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist.:›Ich werde meine Gesetze10,16 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. in ihre Herzen10,16 Herz: Das Herz gilt als Sitz des Verstandes und des Willens und damit auch als Ort der Entscheidung über richtiges und falsches Handeln. legenund sie in ihren Sinn schreiben.‹«17Und10,17 Und: Das Zitat stammt aus Jeremia 31,33.:»An ihre Schuld10,17 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. und ihre Gesetzlosigkeitwerde ich nicht mehr denken.«18Wenn die Schuld10,18 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. vergeben ist,braucht man auch keine Sündopfer10,18 Sündopfer: Eine besondere Form des Opfers, bei dem der Priester mit dem Blut des Opfertiers besondere Handlungen vornahm. mehr darzubringen.

Das Volk Gottes auf dem Weg

10,19–12,29

Aufruf, die Hoffnung nicht aufzugeben

19Brüder und Schwestern10,19 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. !Durch das Blut10,19 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. ,das Jesus10,19 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. vergossen hat,haben wir freien Zugang zum Heiligtum.20Diesen Zugang hat er eröffnet,indem er uns einen Weg durch den Vorhang10,20 Vorhang: Gemeint ist der Vorhang, der im Tempel das Allerheiligste vom übrigen Tempel trennt. frei gemacht hat.Es ist ein neuer Weg für unser Leben,derselbe, den Jesus als Mensch10,20 als Mensch: Wörtlich heißt es in Vers 20: »durch sein Fleisch.« gegangen ist.21Und wir haben einen Priester10,21 Priester: Er hatte den Gottesdienst zu leiten, Opfer darzubringen und den Willen Gottes zu deuten.von einzigartiger Bedeutung,der über das Haus Gottes gestellt ist.

22Wir wollen also vor Gott tretenmit wahrhaftigem Herzen10,22 Herz: Das Herz gilt als Sitz des Verstandes und des Willens und damit auch als Ort der Entscheidung über richtiges und falsches Handeln.und voller Glaubensgewissheit.Denn unsere Herzen10,22 Herz: Das Herz gilt als Sitz des Verstandes und des Willens und damit auch als Ort der Entscheidung über richtiges und falsches Handeln. sind besprengt wordenzur Reinigung von dem,was unser Gewissen belastet hat.Und unser Leib wurde in reinem Wasser gebadet10,22 in reinem Wasser gebadet: Gemeint ist die Taufe..23Wir wollen an dem Bekenntnis10,23 Glaubensbekenntnis: Schon zu Lebzeiten von Jesus, aber v. a. in der Zeit nach Ostern gehört zum Glauben auch das »Glaubensbekenntnis«.zur unerschütterlichen Hoffnung festhalten.Denn Gott ist treu,auf dessen Versprechen sie beruht.24Und wir wollen uns umeinander kümmernund uns gegenseitig zur Liebeund zu guten Taten anspornen.25Deshalb sollen wir unsere Gemeindeversammlungennicht verlassen,wie es manchen zur Gewohnheit geworden ist.Vielmehr sollen wir uns gegenseitig Mut machen.Und das umso mehr,als ihr doch seht,dass der Tag10,25 letzter Tag, Tag des Gerichts: Der Tag, an dem Jesus Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und seine Königsherrschaft bricht endgültig an. schon anbricht.

Warnung, erneut Schuld auf sich zu laden

26Lasst uns jetzt nicht vorsätzlichneue Schuld10,26 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. auf uns laden –nachdem wir doch schonzur Erkenntnis der Wahrheit10,26 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. gelangt sind.Denn für diese Schuld10,26 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. gibt eskein Opfer mehr.27Dann gibt es nur nochein furchtbares Warten auf das Gericht10,27 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat.und die Aussicht auf loderndes Feuer,das die Widersacher Gottes verzehren wird.

28Schon wenn jemand das Gesetz10,28 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. des Mose10,28 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. missachtet,muss er ohne Erbarmen sterben –auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin.29Was meint ihr:Wie viel schlimmer wird wohldie Strafe für jemand ausfallen,der den Sohn Gottes10,29 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. mit Füßen tritt?Oder der das Blut10,29 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. des Bundes10,29 Bund: Eine gegenseitige Verpflichtung zwischen zwei Partnern, die durch einen förmlichen Vertrag geregelt sein kann. ,durch das er heilig10,29 heilig: Heilig ist in der Bibel alles, was zu Gott gehört und mit ihm in Verbindung steht. wurde,nicht für etwas Heiliges hält –und dadurch den Geist10,29 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. beleidigt,dem er die Gnade10,29 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu. verdankt?30Wir kennen doch den,der gesagt10,30 gesagt: Das Zitat stammt aus 5. Mose/Deuteronomium 32,35. hat:»Die Rache ist meine Sache,ich werde Vergeltung üben!«Und weiter10,30 weiter: Das Zitat stammt aus 5. Mose/Deuteronomium 32,36. Dort ist »Gericht halten« im positiven Sinn von »als Richter für sein Volk auftreten« verwendet. Hier wird dies allerdings negativ verstanden. Vgl. auch Psalm 135,14.:»Der Herr10,30 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist. wird über sein Volk Gericht10,30 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat. halten.«31Ja, es ist schrecklich,dem lebendigen Gott in die Hände zu fallen!

Erinnerung an die Anfangszeit

32Erinnert euch an die früheren Tage:Damals seid ihr gerade erst von Licht10,32 Licht: Das Licht ist das erste Werk in Gottes Schöpfung. Im übertragenen Sinn bedeutet das Licht Leben, während Dunkelheit für den Tod steht. Im Neuen Testament wird Jesus als Licht der Welt bezeichnet, weil die Menschen durch ihn das ewige Leben erhalten. erfüllt worden.Und ihr seid standhaft geblieben,als ihr euch im harten Leidenskampf bewähren musstet.33Zum Teil wurdet ihr verhöhntund musstet einiges erleiden.Dabei seid ihr dann auch noch zur Schau gestellt worden.Zum Teil seid ihr denen zur Seite gestanden,denen das geschehen ist.34Ihr habt mit den Gefangenen gelitten.Und wenn man euch euren Besitz geraubt hat,habt ihr das mit Freude ertragen.Denn ihr wisst,dass ihr ein besseres Vermögen habt,das Bestand hat.

35Gebt also eure Zuversicht nicht preis!Sie wird reich belohnt werden!36Was ihr jetzt braucht,ist Geduld.Tut, was Gott will.Dann werdet ihr erhalten,was er versprochen10,36 versprochen: Das Zitat ist zusammengesetzt aus Jesaja 26,20 und Habakuk 2,3-4. hat:37»Nur noch eine kurze, ganz kurze Zeit.Dann wird der auftreten,der kommen soll.Und er wird nicht auf sich warten lassen.38Aber mein Gerechter10,38 gerecht, als gerecht gelten: Durch Jesus Christus von ihrer Schuld befreit, können die Menschen vor Gottes Gericht als gerecht bestehen und in Gemeinschaft mit ihm leben. wird aufgrund seines Glaubens10,38 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.das Leben erlangen.Wenn er jedoch zurückschreckt,lehne ich ihn ab.«39Wir gehören aber nicht zu denen,die zurückschreckenund damit in ihr Verderben rennen.Sondern wir gehören zu denen,die glauben10,39 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.und dadurch ewiges Leben10,39 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. gewinnen.
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Beispiele des Glaubens aus der Geschichte

111Der Glaube11,1 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. ist die Gestalt dessen,worauf man hofft.Er liefert den Beweis für eine Wirklichkeit,die nicht sichtbar ist.2Aufgrund ihres Glaubens11,2 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.hat Gott den Alten11,2 die Alten: Gemeint sind alle Vorfahren im Volk Israel. das gute Zeugnis11,2 Zeugnis: Das Zeugnis, dass sie zu den Gerechten zählen. ausgestellt.

3Aufgrund unseres Glaubens11,3 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. erkennen wir,dass die ganze Welt durch Gottes Wort geschaffen wurde.Das Sichtbare ist also aus dem hervorgegangen,was wir nicht wahrnehmen können.

4Aufgrund seines Glaubens11,4 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. brachte Abel11,4 Abel: Zweiter Sohn von Adam. Er wurde von seinem Bruder Kain erschlagen. Gott ein besseres Opfer11,4 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. dar als Kain11,4 Kain: Erster Sohn von Adam. Er erschlug seinen Bruder Abel..Aufgrund seines Glaubens11,4 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. hat Gott ihmdas Zeugnis ausgestellt,gerecht zu sein –er hat es bezeugt,indem er seine Gaben angenommen hat.Und aufgrund seines Glaubens11,4 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.kann Abel11,4 Abel: Zweiter Sohn von Adam. Er wurde von seinem Bruder Kain erschlagen. weitersprechen11,4 weiter: Nach 1. Mose/Genesis 4,10 schreit das Blut des getöteten Abel zu Gott. Das weist darauf hin, dass der Glaube die Kraft hat, den Tod zu überwinden.,obwohl er längst gestorben ist.

5Aufgrund seines Glaubens11,5 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. hat GottHenoch11,5 Henoch: Nachkomme von Adams Sohn Set. Er gilt als siebter in der Reihe der Nachkommen von Adam und als Urbild eines weisen Menschen. zu sich genommen,sodass er nicht sterben musste.Niemand konnte ihn finden,weil Gott ihn zu sich genommen hatte.Denn bevor das geschah,hat Gott ihm schon das Zeugnis ausgestellt,dass er Gefallen an ihm gefunden hat.6Wer nicht glaubt11,6 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,für den ist es allerdings unmöglich,dass Gott an ihm Gefallen findet.Denn wer zu Gott kommen will,muss glauben11,6 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,dass es ihn gibt –und dass er die Menschen belohnt,die ihn suchen.

7Aufgrund seines Glaubens11,7 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.baute Noah11,7 Noah: Er wurde von Gott wegen seines vorbildlichen Lebens vor dem Untergang in der »Sintflut« gerettet. eine Arche11,7 Arche: Bezeichnung für das kastenartige Schiff, in dem die Familie Noahs und die Tiere vor der Sintflut gerettet wurden. ,um seine Familie zu retten.Gott hatte ihm ja eine Warnung zukommen lassenvor dem, was noch gar nicht zu sehen war11,7 was noch gar nicht zu sehen war: Gemeint ist die Sintflut..Und Noah11,7 Noah: Er wurde von Gott wegen seines vorbildlichen Lebens vor dem Untergang in der »Sintflut« gerettet. gehorchte voller Ehrfurcht vor Gott.Durch seinen Glauben11,7 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. sprach Noah11,7 Noah: Er wurde von Gott wegen seines vorbildlichen Lebens vor dem Untergang in der »Sintflut« gerettet.das Urteil über die Welt.Und seinem Glauben11,7 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. entsprechenderhielt er Gerechtigkeit11,7 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach den Vorstellungen Gottes. als Erbe.

8Aufgrund seines Glaubens11,8 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. gehorchte Abraham11,8 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. ,als Gott ihn rief.Er zog fort an einen Ort,den er als Erbbesitz11,8 Erbbesitz: Der Anteil jedes einzelnen Israeliten am gesamten Land eines Stammes. Er kann nicht veräußert werden, da er sonst dem Gesamteigentum des Stammes verloren geht. bekommen sollte.Und er zog fort,ohne zu wissen,wohin er kommen würde.9Aufgrund seines Glaubens11,9 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. lebte erals Fremder in dem Land,das Gott ihm versprochen hatte –ein Land, das ihm fremd war.Er wohnte in Zelten,zusammen mit Isaak11,9 Isaak: Einziger Sohn von Abraham und Sara. und Jakob11,9 Jakob: Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme. ,die Miterben seiner Verheißung waren.10Er wartete nämlich auf die Stadt,die auf festen Grundsteinen erbaut ist –die Stadt,deren Planer und Gründer Gott selbst ist.

11Aufgrund ihres Glaubens11,11 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. erhielt sogar Sara11,11 Sara: Frau von Abraham und Mutter von Isaak. Sie galt als unfruchtbar, bekam aber gemäß Gottes Versprechen noch im hohen Alter einen Sohn.,die keine Kinder bekommen konnte,die Kraft,Mutter zu werden11,11 Mutter zu werden: Wörtlich heißt es in Vers 11: »Nachkommenschaft zu begründen«..Dabei war sie schon über das entsprechende Alter hinaus.Denn sie hielt den für treu,der ihr das versprochen hatte.12Deshalb wurde ihre gesamte Nachkommenschaft auchvon einem einzigen Mann gezeugt.Noch dazu von einem,der gar nicht mehr Vater werden konnte11,12 der gar nicht mehr Vater werden konnte: Wörtlich heißt es in Vers 12: »der schon erstorben war.«.Sie wurde so zahlreich wie die Sterne am Himmel –wie der Sand am Meeresstrand,den man nicht zählen kann.

13Sie alle sind voller Glauben11,13 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. gestorben,jedoch ohne empfangen zu haben,was Gott ihnen versprochen hatte.Aber sie haben es von ferne gesehenund willkommen geheißen.Und damit haben sie bekannt,auf der Erde nur Gäste11,13 Gäste: Der griechische Begriff bezeichnet jemanden, der sich für kurze Zeit in fremder Umgebung aufhält. und Fremde11,13 Fremde: Der griechische Begriff bezeichnet jemanden, der an seinem Aufenthaltsort kein Bürgerrecht hat. zu sein.14Wenn sie so etwas sagen,machen sie nämlich deutlich,dass sie ihre wahre Heimat noch suchen.15Und dabei haben sie sicher nichtan die Heimat gedacht,aus der sie einst fortgezogen waren.Denn sie hätten ja Zeit genug gehabt,dorthin zurückzukehren.16Nun streben sie aber nach einer besseren Heimat –nämlich nach der Heimat im Himmel.Deshalb schämt sich auch Gott nicht dafür,ihr Gott genannt zu werden.Denn er hat für sie eine Stadt vorbereitet.

17Aufgrund seines Glaubens11,17 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. brachte Abraham11,17 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. Isaak11,17 Isaak: Einziger Sohn von Abraham und Sara. als Opfer11,17 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. dar,als er auf die Probe gestellt wurde.Er wollte also seinen einzigen Sohnals Opfer darbringen!Dabei hat ihm Gott doch das Versprechen gegeben18und zu ihm gesagt11,18 gesagt: Das Zitat stammt aus 1. Mose/Genesis 21,12.:»Die Nachkommen Isaaks11,18 Isaak: Einziger Sohn von Abraham und Sara. sollen als deine Nachkommen gelten.«19Abraham11,19 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. rechnete damit,dass Gott auch Tote auferwecken11,19 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. kann.Daher hat er Isaak11,19 Isaak: Einziger Sohn von Abraham und Sara. auch– als ein Sinnbild dafür11,19 dafür: Für die Auferstehung.lebendig zurückbekommen.

20Aufgrund seines Glaubens11,20 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. gab Isaak11,20 Isaak: Einziger Sohn von Abraham und Sara. Jakob11,20 Jakob: Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme. und Esau seinen Segen11,20 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt.und zwar für etwas,das noch in der Zukunft lag.

21Aufgrund seines Glaubens11,21 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. gab Jakob11,21 Jakob: Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme. vor seinem Todjedem einzelnen von Josefs Söhneneinen besonderen Segen11,21 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt..Über die Spitze seines Stabes hinbeugte er sich betend11,21 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. vor Gott nieder.

22Aufgrund seines Glaubens11,22 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. dachte Josef,als er im Sterben lag,schon an den Auszug11,22 Auszug: Gemeint ist der Auszug aus Ägypten einige Generationen später. des Volkes Israel11,22 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. .Und er gab sogar Anweisungen,was mit seinen Gebeinen geschehen sollte.

23Aufgrund ihres Glaubens11,23 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. hielten die ElternMose11,23 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. nach seiner Geburtdrei Monate lang versteckt.Denn sie sahen,dass er ein schönes Kind war.Und sie fürchteten den Befehl11,23 Befehl: Der Befehl, alle männlichen Neugeborenen zu töten. des Königs nicht.

24Aufgrund seines Glaubens11,24 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. lehnte Mose11,24 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament.es als Erwachsener ab,»Sohn der Tochter Pharaos« genannt zu werden.25Er zog es vor,zusammen mit dem Volk Gottes11,25