BasisBibel (BB)
1

Es ist Zeit für den Wiederaufbau des Tempels

Haggai 1,1–2,9

Das Volk kümmert sich nicht um den Tempel

11Es war im zweiten Regierungsjahr von König Darius1,1 Darius I.: König von Persien (521–486 v. Chr.).,am ersten Tag des sechsten Monats1,1 erster Tag des sechsten Monats: Zur Regierungszeit von Darius gibt es sichere Daten. Hier ist der 29. August 520 v. Chr. gemeint..Da kam das Wort des Herrn1,1 das Wort des Herrn kam: Typische Redewendung in prophetischen Büchern. Sie verdeutlicht, dass die Propheten in ihren Worten Gottes Willen weitergeben. zu Serubbabel1,1 Serubbabel: Nachkomme von König David und erster persischer Statthalter in Jerusalem nach der Rückkehr der Juden aus Babylonien um 520 v. Chr. Er ist mitverantwortlich für den Wiederaufbau des Tempels. und Jeschua1,1 Jeschua: Erster Hohepriester am Tempel in Jerusalem nach der Rückkehr der Juden aus Babylonien um 520 v. Chr..Serubbabel, der Sohn des Schealtiel,war Statthalter in Juda1,1 Statthalter in Juda: Serubbabel verwaltete die Provinz Juda etwa 520–515 v. Chr., stellvertretend für den König von Persien.,und Jeschua, der Sohn des Jozadak, war Hohepriester1,1 Hohepriester: Hatte die Aufsicht über alles, was das Heiligtum, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf..Es war der Prophet1,1 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Haggai,der beiden das Wort mitteilte:2So spricht der Herr1,2 so spricht der Herr: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern. Zebaot1,2 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck.:Das Volk sagt: »Noch ist die Zeit nicht gekommen,um das Haus des Herrn1,2 Haus des Herrn: Meint den Tempel, der 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört worden war. wieder aufzubauen.«

3Das Wort des Herrn kam1,3 das Wort des Herrn kam: Typische Redewendung in prophetischen Büchern. Sie verdeutlicht, dass die Propheten in ihren Worten Gottes Willen weitergeben. zum Propheten1,3 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Haggai,und er gab es weiter:4Wie könnt ihr in euren reich verzierten Häusern wohnen,während der Tempel1,4 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. noch in Trümmern liegt?5Jetzt aber spricht der Herr1,5 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. Zebaot1,5 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck.:Überlegt doch einmal, wie es euch geht!6Ihr sät viel, doch ihr erntet wenig.Ihr esst, aber ihr werdet nicht satt.Ihr trinkt, doch ihr werdet nicht betrunken.Ihr habt etwas anzuziehen, aber keinem wird warm.Und wer sich etwas Geld verdient,verdient es für einen löchrigen Beutel.

7So spricht der Herr1,7 so spricht der Herr: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern. Zebaot1,7 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck.:Überlegt doch einmal, wie es euch geht!8Jetzt geht hinauf ins Gebirge, holt Holzund baut den Tempel1,8 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. wieder auf!Daran werde ich Gefallen haben,und damit ehrt ihr mich, spricht der Herr.9Ihr habt viel erwartet, aber nur wenig bekommen.Bringt ihr das Wenige in euer Haus,blase ich es weg.Warum ist das so?– Ausspruch des Herrn1,9 Ausspruch des Herrn: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet. Zebaot –Weil mein Haus1,9 mein Haus: Meint den Tempel, der 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört wurde. in Trümmern liegt.Ihr aber seid damit beschäftigt,nur für eure eigenen Häuser zu sorgen.10Deswegen, ja, wegen euch,hat der Himmel den Tau1,10 Tau: Feuchtigkeit, die sich über Nacht in Form von Tröpfchen ablagert. So werden die Pflanzen im trockenen Sommer oder in der Wüste mit Wasser versorgt. zurückgehaltenund die Erde keinen Ertrag gebracht:11Ich habe eine Dürre herbeigerufen,auf der Erde und in den Bergen.Sie trifft alles, was der Erdboden hervorbringt:Getreide, Wein und Öl.Auch Mensch und Vieh trifft die Dürre,und alles, was ihr mit euren Händen gemacht habt.

Mit dem Wiederaufbau wird begonnen

12Serubbabel1,12 Serubbabel: Nachkomme von König David und erster persischer Statthalter in Jerusalem nach der Rückkehr der Juden aus Babylonien um 520 v. Chr. Er ist mitverantwortlich für den Wiederaufbau des Tempels., Jeschua1,12 Jeschua: Erster Hohepriester am Tempel in Jerusalem nach der Rückkehr der Juden aus Babylonien um 520 v. Chr. und das übrige Volkhörten auf die Stimme des Herrn1,12 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr., ihres Gottes.Serubbabel war der Sohn des Schealtiel,und der Hohepriester1,12 Hohepriester: Hatte die Aufsicht über alles, was das Heiligtum, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. Jeschua war der Sohn des Jozadak.Sie hörten auf die Worte des Propheten1,12 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Haggai,den der Herr, ihr Gott, geschickt hatte.Das Volk fürchtete sich vor dem Herrn.13Da sagte Haggai, der Bote des Herrn,im Auftrag des Herrn zum Volk: »Ich bin mit euch!«– Ausspruch des Herrn1,13 Ausspruch des Herrn: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.14So begeisterte der Herr Serubbabel, Jeschuaund das übrige Volk für den Tempelbau.Serubbabel war der Sohn Schealtielsund Statthalter in Juda1,14 Juda: Provinz im persischen Reich. Seit der Eroberung Jerusalems 586 v. Chr. gab es in Israel keine unabhängigen Königreiche mehr..Jeschua war der Sohn Jozadaks und der Hohepriester.Sie kamen zusammen und machten sich an die Arbeitam Haus ihres Gottes, des Herrn Zebaot1,14 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck..15Das war am 24. Tag des sechsten Monats1,15 24. Tag des sechsten Monats: Meint den 21. September 520 v. Chr.im zweiten Regierungsjahr von König Darius1,15 Darius I.: König von Persien (521–486 v. Chr.)..