BasisBibel (BB)
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Josefs Brüder reisen mit Benjamin nach Ägypten

431Die Hungersnot herrschte weiter im Land.2Als das Getreide verzehrt war,das sie aus Ägypten43,2 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste. mitgebracht hatten,sagte Jakob43,2 Jakob: Sohn von Isaak und Rebekka. Er ist der Vater von zwölf Söhnen, die für die Stämme Israels stehen; vgl. 1. Mose/Genesis 25,19–50,14. zu seinen Söhnen:»Ihr müsst noch einmal dorthin gehenund Getreide für uns kaufen.«3Juda erwiderte:»Der Mann hat uns eindringlich davor gewarnt,ihm ohne Benjamin43,3 Benjamin: Neben Josef der einzige andere Sohn von Jakobs Lieblingsfrau Rahel. unter die Augen zu treten.4Nur wenn du ihn mit uns gehen lässt,wollen wir losziehen und Getreide für dich kaufen.5Wenn du ihn nicht mit uns gehen lässt,dann ziehen auch wir nicht los.Denn der Mann hat uns gesagt:›Ihr dürft mir nicht unter die Augen treten,wenn euer Bruder nicht dabei ist!‹«

6Israel43,6 Israel: Anderer Name für Jakob, den er von Gott in 1. Mose/Genesis 32,23-33 erhält. sagte: »Warum habt ihr mir das angetanund dem Mann erzählt,dass ihr noch einen Bruder habt?«7Sie antworteten: »Der Mann hat sich ausführlichnach uns und unserer Familie erkundigt.Er hat gefragt:›Lebt euer Vater noch? Habt ihr noch einen Bruder?‹Da haben wir ihm wahrheitsgemäß geantwortet.Konnten wir denn ahnen, dass er befehlen wird,unseren Bruder hierher zu bringen?«8Juda sagte zu seinem Vater Israel:»Lass den Jungen mit mir gehen!Dann können wir aufbrechen und losziehen.Wir wollen am Leben bleiben und nicht umkommen –weder wir noch du noch unsere Kinder.9Ich bürge für ihn.Von mir persönlich sollst du ihn zurückfordern.Wenn ich ihn dir nicht zurückbringeund vor dich hinstelle,ist es für immer meine Schuld.10Ja, wenn wir nicht gezögert hätten,könnten wir schon zweimal wieder zurück sein.«

11Ihr Vater Israel43,11 Israel: Anderer Name für Jakob, den er von Gott in 1. Mose/Genesis 32,23-33 erhält. sagte zu ihnen:»Wenn es denn sein muss, dann macht es so:Legt die besten Erzeugnisse des Landes in euer Gepäck,um sie dem Mann zu schenken:etwas Honig, Pistazien und Mandeln, kostbare Harze43,11 kostbare Harze: Werden zur Herstellung von Duftölen, Räucherwerk und zur Einbalsamierung von Toten verwendet..12Nehmt den doppelten Geldbetrag mit!Und gebt das Geld zurück,das man euch oben in die Getreidesäcke gelegt hat.Vielleicht war es ein Versehen.13So nehmt euren Bruder mit,macht euch auf und kehrt zu dem Mann zurück!14Ich bete, dass der allmächtige Gott43,14 allmächtiger Gott: Hebräisch El Schaddai. Titel für Gott, in dem seine überlegene Macht zum Ausdruck kommt.euch bei dem Mann Erbarmen finden lässt.Dann gibt er euren anderen Bruder und Benjamin43,14 Benjamin: Neben Josef der einzige andere Sohn von Jakobs Lieblingsfrau Rahel. frei.Ich aber bleibe zurück wie ein Vater,der keine Kinder hat.«

15Die Männer nahmen die Geschenke mitund den doppelten Geldbetrag.Dann zogen sie mit Benjamin43,15 Benjamin: Neben Josef der einzige andere Sohn von Jakobs Lieblingsfrau Rahel. zu Josef43,15 Josef: Einer der zwölf Söhne Jakobs, der in Ägypten zu einem hohen Beamten des Pharao wurde; vgl. 1. Mose/Genesis 37–50. nach Ägypten43,15 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste..16Als Josef sah, dass Benjamin bei ihnen war,sagte er zu seinem Hausverwalter:»Führe die Männer ins Haus!Lass ein Tier schlachten und zubereiten!Denn die Männer sollen mit mir zu Mittag essen.«17Der Verwalter führte Josefs Anordnungen ausund brachte die Männer zu dessen Haus.18Die Männer fürchteten sich,weil sie in Josefs Haus gebracht wurden.Sie dachten: »Bestimmt ist es wegen des Geldes,das beim letzten Mal wieder in unseren Säcken war.Man bringt uns dorthin,um sich auf uns zu stürzen und über uns herzufallen.Dann wird man uns zu Sklaven machenund uns die Esel wegnehmen.«

19Noch am Hauseingang sagten sie zu Josefs43,19 Josef: Einer der zwölf Söhne Jakobs, der in Ägypten zu einem hohen Beamten des Pharao wurde; vgl. 1. Mose/Genesis 37–50. Hausverwalter:20»Bitte, Herr!Wir sind schon einmal hier gewesen,um Getreide zu kaufen.21Unterwegs kamen wir zu einer Herbergeund öffneten unsere Getreidesäcke.Da sahen wir, dass der volle Geldbetragbei jedem von uns oben im Sack lag.Dieses Geld bringen wir nun wieder zurück.22Außerdem haben wir noch Geld mitgebracht,um neues Getreide zu kaufen.Wir wissen nicht,wer das Geld in unsere Säcke gelegt hat.«23Der Mann erwiderte:»Friede sei mit euch! Habt keine Angst!Euer Gott, der Gott eures Vaters,hat euch einen Schatz in die Säcke gelegt.Euer Geld ist bei mir angekommen.«Dann führte der Mann Simeon43,23 Simeon: Einer der zwölf Brüder, der in Ägypten bleiben musste, vgl. 1. Mose/Genesis 42,24. zu ihnen hinaus.24Anschließend brachte er sie in Josefs Haus.Er gab ihnen Wasser,damit sie ihre Füße waschen43,24 ihre Füße waschen: Das Gehen in Sandalen auf heißen, staubigen Straßen machte das Waschen der Füße beim Betreten eines Hauses nötig. Der Gastgeber ließ dies in der Regel durch einen Diener erledigen. konnten,und Futter für ihre Esel.25Die Brüder packten die Geschenke ausund warteten darauf, dass Josef zur Mittagszeit kam.Denn sie hatten gehört,dass sie dort essen sollten.

26Als Josef43,26 Josef: Einer der zwölf Söhne Jakobs, der in Ägypten zu einem hohen Beamten des Pharao wurde; vgl. 1. Mose/Genesis 37–50. nach Hause kam,überreichten sie ihm die mitgebrachten Geschenkeund warfen sie sich vor ihm nieder.27Er fragte sie: »Geht es euch gut?Und geht es eurem alten Vater gut,von dem ihr erzählt habt? Lebt er noch?«28Sie antworteten:»Deinem Knecht, unserem Vater, geht es gut.Er lebt noch.«Sie verbeugten sich und warfen sich nieder.29Als er sie anschaute, sah er seinen Bruder Benjamin43,29 Benjamin: Neben Josef der einzige andere Sohn von Jakobs Lieblingsfrau Rahel.,den Sohn seiner Mutter.Er fragte: »Ist das euer jüngster Bruder,von dem ihr mir erzählt habt?«Er wandte sich an Benjamin und sagte zu ihm:»Gott sei dir gnädig43,29 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt., mein Sohn!«30Dann stürzte Josef hinaus.Der Anblick seines Bruders hatte ihn so aufgewühlt,dass er den Tränen nahe war.Er ging in sein Zimmer, um zu weinen.

31Nachdem er sich das Gesicht gewaschen hatte,kam er zurück, nahm sich zusammen und sagte:»Bringt das Essen!«32Man brachte das Essen jeweils getrennt für Josef43,32 Josef: Einer der zwölf Söhne Jakobs, der in Ägypten zu einem hohen Beamten des Pharao wurde; vgl. 1. Mose/Genesis 37–50.,für seine Brüder und für die anwesenden Ägypter.Denn die Ägypter essen nicht mit Hebräern43,32 Hebräer: Andere Bezeichnung für die Israeliten. zusammen,weil sie meinen, dadurch unrein zu werden.33Die Brüder waren in der Reihenfolge ihres Altersvor Josef gesetzt worden –vom Erstgeborenen bis zum Jüngsten.Erstaunt sahen sich die Brüder an.34Josef ließ ihnen etwas von den Speisen bringen,die vor ihm standen.Aber Benjamin43,34 Benjamin: Neben Josef der einzige andere Sohn von Jakobs Lieblingsfrau Rahel. bekam fünfmal mehr als die anderen.Sie tranken so lange,bis Josef und sie betrunken waren.
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Josef prüft seine Brüder

441Josef44,1 Josef: Einer der zwölf Söhne Jakobs, der in Ägypten zu einem hohen Beamten des Pharao wurde; vgl. 1. Mose/Genesis 37–50. befahl seinem Hausverwalter:»Füll die Säcke der Männer mit Getreide,und gib ihnen so viel, wie sie tragen können.Dann leg jedem das Geld wieder oben in den Sack.2Doch leg in den Sack des Jüngstenmeinen silbernen Becher zu dem Geld für das Getreide!«Der Verwalter tat, was Josef befohlen hatte.3Im Morgengrauen ließ man die Männer mit ihren Eselnnach Hause ziehen.4Kaum hatten sie die Stadt verlassen,sagte Josef zu seinem Verwalter:»Auf! Jag den Männern hinterher!Wenn du sie eingeholt hast, sag zu ihnen:›Warum habt ihr Gutes mit Bösem vergolten?5Ist nicht der silberne Becher bei euch,aus dem mein Herr trinkt und womit er weissagt?Was ihr getan habt, war böse.‹«

6Als der Verwalter sie eingeholt hatte,stellte er sie mit diesen Worten zur Rede.7Sie erwiderten: »Warum redet unser Herr so mit uns?Es liegt deinen Knechten44,7 Knecht: Selbstbezeichnung von Menschen, die ihr Gegenüber damit als ihren Herrn anerkennen. fern, so etwas zu tun.8Wir haben aus Kanaan44,8 Kanaan: Bezeichnung für das Gebiet zwischen Jordantal und Mittelmeer bis zur Stadt Sidon, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. sogar das Geld zurückgebracht,das wir oben in unseren Getreidesäcken gefunden haben.Warum sollten wir da Silber oder Goldaus dem Haus deines Herrn stehlen?9Derjenige von deinen Knechten soll sterben,bei dem der Becher gefunden wird!Wir anderen werden deine Sklaven sein.«10Der Verwalter sagte:»Es soll so sein, wie ihr gesagt habt.Doch es soll nur der mein Sklave sein,bei dem der Becher gefunden wird.Ihr anderen sollt frei sein.«11Schnell stellte jeder seinen Sack auf den Bodenund öffnete ihn.12Der Verwalter durchsuchte die Säcke der Reihe nach,vom Ältesten bis zum Jüngsten.Der Becher fand sich im Sack von Benjamin44,12 Benjamin: Neben Josef der einzige andere Sohn von Jakobs Lieblingsfrau Rahel..13Da zerrissen sie ihre Kleider44,13 ihre Kleider zerreißen: Ausdruck tiefer Betroffenheit, beispielsweise bei Trauer, Wut oder Verzweiflung.,beluden ihre Esel und kehrten in die Stadt zurück.

14Als Juda und seine Brüder zu Josefs44,14 Josef: Einer der zwölf Söhne Jakobs, der in Ägypten zu einem hohen Beamten des Pharao wurde; vgl. 1. Mose/Genesis 37–50. Haus kamen,war dieser noch da.Sie warfen sich vor ihm zu Boden.15Josef sagte zu ihnen:»Was habt ihr da getan?Wusstet ihr denn nicht,dass so jemand wie ich weissagen kann?«16Juda antwortete:»Was sollen wir unserem Herrn sagen?Was sollen wir vorbringen?Wie können wir uns rechtfertigen?Gott hat die Schuld deiner Knechte44,16 Knecht: Selbstbezeichnung von Menschen, die ihr Gegenüber damit als ihren Herrn anerkennen. herausgefunden.Ja, Herr, wir sind nun deine Sklaven –sowohl wir als auch der,bei dem der Becher gefunden wurde.«17Josef entgegnete:»Es liegt mir fern, so zu handeln.Nur derjenige soll mein Sklave sein,bei dem der Becher gefunden wurde.Ihr anderen sollt in Frieden zu eurem Vater gehen.«

18Da trat Juda an ihn heran und sagte:»Bitte, mein Herr, erlaube deinem Knecht44,18 Knecht: Selbstbezeichnung von Menschen, die ihr Gegenüber damit als ihren Herrn anerkennen.,das Wort an dich zu richten.Sei deswegen nicht zornig auf ihn,obwohl du so mächtig bist wie der Pharao44,18 Pharao: Bezeichnung für den König von Ägypten..19Mein Herr hat seine Knechte gefragt:›Habt ihr noch einen Vater oder einen Bruder?‹20Wir haben meinem Herrn geantwortet:›Wir haben noch einen alten Vaterund einen jüngeren Bruder,der ihm im Alter geboren wurde.Dessen Bruder ist tot,und von den Kindern seiner Mutter lebt nur noch er.Deswegen liebt sein Vater ihn sehr.‹21Du aber hast zu deinen Knechten gesagt:›Bringt ihn zu mir!Ich will ihn mit eigenen Augen sehen.‹22Da haben wir meinem Herrn geantwortet:›Der Junge kann seinen Vater nicht verlassen.Unser Vater würde sterben,wenn ihn der Junge verlässt.‹23Doch du hast zu deinen Knechten gesagt:›Wenn euer jüngster Bruder nicht mitkommt,dürft ihr mir nicht unter die Augen treten!‹

24Als wir zu deinem Knecht, unserem Vater, zurückkamen,haben wir ihm die Worte meines Herrn ausgerichtet.25Als unser Vater uns jetzt bat,noch einmal loszuziehen und Getreide zu kaufen,26entgegneten wir ihm:›Wir können nicht gehen!Nur wenn unser jüngster Bruder mitkommt,wollen wir losziehen.Denn ohne unseren jüngsten Bruderkönnen wir dem Mann nicht unter die Augen treten.‹27Da sagte dein Knecht, unser Vater, zu uns:›Ihr wisst doch,dass mir seine Mutter nur zwei Söhne geboren hat.28Einer davon hat mich verlassen.Ich denke,dass er von einem wilden Tier zerfleischt worden ist.Bis heute habe ich ihn nicht wiedergesehen.29Jetzt wollt ihr mir auch noch diesen wegnehmen!Wenn ihm ein Unglück zustößt,bringt ihr mich alten Mann vor Kummer ins Totenreich.‹

30Daher kann ich nicht ohne den Jungenzu deinem Knecht, unserem Vater, zurückgehen.Sein Herz hängt doch so sehr an ihm!31Wenn er sehen müsste,dass der Junge nicht bei uns ist,würde er sterben.Dann würden wir deinen Knecht, unseren alten Vater,vor Kummer ins Totenreich44,31 Totenreich: Aufenthaltsort der Verstorbenen, der unter der Erde liegt. bringen.32Ich, dein Knecht, habe bei meinem Vaterfür den Jungen gebürgt.Ich habe gesagt:›Wenn ich ihn dir nicht zurückbringe,bin ich für immer an meinem Vater schuldig geworden.‹33Darum lass doch bitte mich, deinen Knecht44,33 Knecht: Selbstbezeichnung von Menschen, die ihr Gegenüber damit als ihren Herrn anerkennen.,anstelle des Jungen hierbleiben!Ich werde meinem Herrn als Sklave dienen.Aber der Junge soll mit seinen Brüdern heimkehren.34Wie könnte ich ohne den Jungen zu meinem Vater gehen?Ich will das Elend nicht mit ansehen müssen,das meinen Vater überkommen würde.«
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Josef gibt sich seinen Brüdern zu erkennen

451Josef45,1 Josef: Einer der zwölf Söhne Jakobs, der in Ägypten zu einem hohen Beamten des Pharao wurde; vgl. 1. Mose/Genesis 37–50. konnte sich nicht mehr beherrschenund rief vor allen, die um ihn herum standen:»Geht alle hinaus! Weg von hier!«Als kein Ägypter mehr dabei war,gab sich Josef seinen Brüdern zu erkennen.2Er brach in Tränen aus und weinte so laut,dass die Ägypter es hörten.Auch am Hof des Pharao45,2 Pharao: Bezeichnung für den König von Ägypten. erfuhr man davon.3Josef sagte zu seinen Brüdern:»Ich bin Josef.Lebt mein Vater noch?«Seine Brüder waren nicht fähig, ihm zu antworten.Fassungslos standen sie vor ihm.

4Josef45,4 Josef: Einer der zwölf Söhne Jakobs, der in Ägypten zu einem hohen Beamten des Pharao wurde; vgl. 1. Mose/Genesis 37–50. sagte zu ihnen: »Kommt doch näher!«Da kamen sie zu ihm.Er wiederholte: »Ich bin Josef, euer Bruder,den ihr nach Ägypten45,4 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste. verkauft habt.5Seid nicht betrübt und macht euch keine Vorwürfe,dass ihr mich hierher verkauft habt!Denn Gott hat mich euch vorausgeschickt,um vielen Menschen das Leben zu retten.6Seit zwei Jahren herrscht nun schon Hunger im Land.Noch weitere fünf Jahrewird man weder pflügen noch ernten.7Gott hat mich euch vorausgeschickt,damit ihr im Land überleben könnt.Er will an euch eine große Rettungstat vollbringen.8Nicht ihr habt mich hierher geschickt, sondern Gott.Er hat mich zum Berater des Pharao45,8 Pharao: Bezeichnung für den König von Ägypten. gemacht,zu dessen Stellvertreter –ja zum Herrscher über ganz Ägypten.

9Beeilt euch! Geht zu meinem Vater und sagt ihm:›So spricht dein Sohn Josef45,9 Josef: Einer der zwölf Söhne Jakobs, der in Ägypten zu einem hohen Beamten des Pharao wurde; vgl. 1. Mose/Genesis 37–50.:Gott hat mich zum Herrn über ganz Ägypten45,9 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste. gemacht.Komm her zu mir! Zögere nicht!10Du sollst dich im Gebiet von Goschen45,10 Goschen: Gebiet im östlichen Nildelta. niederlassen.Dann wirst du in meiner Nähe sein.Bring deine Kinder und Enkel mit,deine Schafe, Ziegen, Rinderja alles, was dir gehört!11Ich werde dort für dich sorgen,denn die Hungersnot wird noch fünf Jahre dauern.Du sollst nicht verarmen,weder du noch deine Familienoch alle, die zu dir gehören.‹12Schaut her! Mit eigenen Augen könnt ihr es sehen,auch du, mein Bruder Benjamin45,12 Benjamin: Neben Josef der einzige andere Sohn von Jakobs Lieblingsfrau Rahel.:Ich bin es wirklich, der zu euch redet.13Erzählt meinem Vater von meinem Ansehen in Ägyptenund berichtet ihm alles, was ihr gesehen habt!Beeilt euch und bringt meinen Vater hierher!«14Dann fiel Josef seinem Bruder Benjamin um den Halsund weinte, und auch Benjamin weinte.15Unter Tränen küsste Josef auch die anderen Brüder.Danach redeten seine Brüder mit ihm.

16Die Nachricht verbreitete sich auch am Hof des Pharao45,16 Pharao: Bezeichnung für den König von Ägypten.:»Josefs45,16 Josef: Einer der zwölf Söhne Jakobs, der in Ägypten zu einem hohen Beamten des Pharao wurde; vgl. 1. Mose/Genesis 37–50. Brüder sind da!«Der Pharao und seine Leute freuten sich,17und der Pharao sagte zu Josef:»Sag deinen Brüdern, dass sie ihre Tiere beladenund in das Land Kanaan45,17 Kanaan: Bezeichnung für das Gebiet zwischen Jordantal und Mittelmeer bis zur Stadt Sidon, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. reisen sollen.18Sie sollen euren Vater holen, ihre Familien mitbringenund zu mir kommen.Ich gebe ihnen das Beste vom Land Ägypten45,18 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste..Sie sollen sich vom Feinsten ernähren,das Ägypten zu bieten hat.19Du bist auch befugt, ihnen zu erlauben,für ihre Kinder und FrauenWagen aus Ägypten mitzunehmen.Auch euer Vater soll im Wagen hierher reisen.20Sie sollen nicht traurig sein wegen ihrer Sachen –hier bekommen sie das Beste, das wir haben.«

21So machten es Israels45,21 Israel: Anderer Name für Jakob, den er von Gott in 1. Mose/Genesis 32,23-33 erhält. Söhne.Josef45,21 Josef: Einer der zwölf Söhne Jakobs, der in Ägypten zu einem hohen Beamten des Pharao wurde; vgl. 1. Mose/Genesis 37–50. führte den Befehl des Pharao45,21 Pharao: Bezeichnung für den König von Ägypten. ausund stellte ihnen Wagen zur Verfügung.Er gab ihnen auch Verpflegung mit auf den Weg.22Jedem von ihnen schenkte er ein Festgewand.Benjamin45,22 Benjamin: Neben Josef der einzige andere Sohn von Jakobs Lieblingsfrau Rahel. aber schenkte er 300 Silberstückeund fünf Festgewänder.23Seinem Vater schickte Josef zehn Esel,die mit ägyptischen Kostbarkeiten beladen waren.Dazu zehn Eselinnen, bepackt mit Getreide,Brot und Reiseverpflegung für den Vater.24Dann entließ Josef seine Brüder.Als sie sich auf den Weg machten, sagte er zu ihnen:»Streitet euch nicht unterwegs!«

25Sie verließen Ägypten45,25 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste.und kamen nach Kanaan45,25 Kanaan: Bezeichnung für das Gebiet zwischen Jordantal und Mittelmeer bis zur Stadt Sidon, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. zu ihrem Vater Jakob45,25 Jakob: Sohn von Isaak und Rebekka. Er ist der Vater von zwölf Söhnen, die für die Stämme Israels stehen; vgl. 1. Mose/Genesis 25,19–50,14..26Sie verkündeten ihm: »Josef45,26 Josef: Einer der zwölf Söhne Jakobs, der in Ägypten zu einem hohen Beamten des Pharao wurde; vgl. 1. Mose/Genesis 37–50. lebt noch!Ja, er ist sogar Herrscher über ganz Ägypten!«Doch das Herz ihres Vaters blieb wie erstarrt.Denn er glaubte ihnen nicht.27Trotzdem erzählten sie ihm alles,was Josef zu ihnen gesagt hatte.Dann sah Jakob auch die Wagen,die Josef geschickt hatte, um ihn zu holen.Da endlich kam wieder Leben in Jakob.28Er45,28 er: Wörtlich »Israel«. Das ist ein anderer Name für Jakob, den er von Gott in 1. Mose/Genesis 32,23-33 erhält. sagte: »Genug!Mein Sohn Josef lebt noch!Ich will zu ihm und ihn sehen,bevor ich sterbe.«