BasisBibel (BB)
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Sara stirbt und wird begraben

231Als Sara23,1 Sara: Frau von Abraham und Mutter von Isaak, vgl. 1. Mose/Genesis 12–23. Mehr … 127 Jahre alt war,2starb sie in der Stadt Kirjat-Arba.Die liegt im Land Kanaan23,2 Kanaan: Bezeichnung für das Gebiet zwischen Jordantal und Mittelmeer bis zur Stadt Sidon, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. Mehr … und heißt jetzt Hebron23,2 Hebron: Stadt 35 km südlich von Jerusalem..Abraham23,2 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. Mehr … trauerte um Saraund hielt die Totenklage23,2 Totenklage: Laute Klagerufe, mit denen die Trauer um einen Verstorbenen zum Ausdruck gebracht wurde. Mehr ….3Dann erhob er sich von der Totenund ging zu den Hetitern23,3 Hetiter: Volksgruppe im südlichen Kanaan, bevor das Land durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. ins Stadttor.Er sagte zu ihnen:4»Ich lebe als Fremder ohne Bürgerrechte bei euch.Bitte gebt mir ein Stück Land für ein Grab.Dann kann ich meine verstorbene Frauaußerhalb meines Lagers beisetzen.«5Die Hetiter antworteten ihm:6»Hör dir unseren Vorschlag an, Herr!Du lebst unter unsals ein von Gott gesegneter23,6 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen. Mehr … und hoch angesehener Mann.Bestatte23,6 bestatten: Tote wurden außerhalb von Ortschaften beerdigt, da der Kontakt mit Toten unrein macht; vgl. 4. Mose/Numeri 19,11-12. doch deine Frauin einer von unseren vornehmsten Grabstätten!Niemand von uns wird dir verweigern,deine Frau in seiner Grabstätte zu begraben.«

7Abraham23,7 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. Mehr … stand aufund verbeugte sich tief vor den Hetitern23,7 Hetiter: Volksgruppe im südlichen Kanaan, bevor das Land durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde.,den Herren des Landes.8Dann sagte er zu ihnen:»Ihr seid also damit einverstanden,dass ich meine verstorbene Frauaußerhalb meines Lagers beisetze.Dann hört euch meinen Vorschlag an!Setzt euch für mich ein bei Efron, dem Sohn des Zohar.9Er soll mir die Höhle23,9 Höhle: Bestattungen in Höhlen waren in der Antike üblich. in Machpela überlassen,die an der Grenze seines Grundbesitzes liegt.Zum vollen Preis soll er sie mir verkaufen,damit mir das Grundstück für die Grabstätte gehört.«10Der Hetiter Efron aber saßmitten unter den anderen Hetitern im Stadttor23,10 Tor: Torgebäude in der Stadtmauer. Der Platz davor diente als Marktplatz und Versammlungsort für Gerichtsverhandlungen..Er antwortete Abraham im Beisein aller anderen:11»Nein, mein Herr! Hör dir meinen Vorschlag an!Ich überlasse dir die Höhlezusammen mit dem Grundstück, auf dem sie liegt.In Gegenwart meiner Landsleute überlasse ich sie dir,damit du deine Frau darin bestatten kannst.«

12Da verbeugte sich Abraham23,12 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. Mehr … noch einmaltief vor den Herren des Landes.13Im Beisein der anderen Hetiter23,13 Hetiter: Volksgruppe im südlichen Kanaan, bevor das Land durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. sagte er zu Efron:»Bitte, hör dir meinen Vorschlag an!Ich bezahle das Grundstück mit Silber.Nimm es von mir an,damit ich meine Frau dort beisetzen kann.«14Efron antwortete Abraham:15»Mein Herr, hör dir meinen Vorschlag an:Ein Stück Land für 400 Silberstücke23,15 Silberstücke: Wörtlich »400 Schekel«. Schekel ist hier eine Maßeinheit für ein Gewicht von knapp 12 g. Bevor das Bezahlen mit Münzen üblich wurde, bezahlte man mit Silber- oder Goldstücken, die genau abgewogen wurden.!Was ist das schon für jemanden wie dich und mich?Du sollst deine Frau doch bestatten können!«16Abraham war mit Efrons Vorschlag einverstanden.Er wog die Menge Silber für Efron ab,die dieser im Beisein aller verlangt hatte:400 Silberstücke, wie sie unter Händlern üblich sind.17So wechselte Efrons Grundstück in Machpela,gegenüber von Mamre, den Besitzer:das Grundstück, die Höhleund alle Bäume, die rings um das Grundstück standen.18Das alles ging an Abraham über.Die Hetiter im Stadttor23,18 Tor: Torgebäude in der Stadtmauer. Der Platz davor diente als Marktplatz und Versammlungsort für Gerichtsverhandlungen. waren Zeugen.

19Anschließend bestattete Abraham23,19 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. Mehr … seine Frau Sara23,19 Sara: Frau von Abraham und Mutter von Isaak, vgl. 1. Mose/Genesis 12–23. Mehr …in der Höhle auf dem Grundstück in Machpela.Das liegt östlich von Mamre bei Hebron23,19 Hebron: Stadt 35 km südlich von Jerusalem. im Land Kanaan23,19 Kanaan: Bezeichnung für das Gebiet zwischen Jordantal und Mittelmeer bis zur Stadt Sidon, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. Mehr ….20Das Grundstück mitsamt der Höhle als Grabstättewar nun Abrahams Eigentum.Die Hetiter23,20 Hetiter: Volksgruppe im südlichen Kanaan, bevor das Land durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. hatten das bestätigt.
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Isaaks Hochzeit und Abrahams Tod

1. Mose/Genesis 24,1–25,34

Abraham lässt eine Frau für Isaak suchen

241Abraham24,1 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. Mehr … war sehr alt geworden.Der Herr hatte ihn in jeder Hinsicht gesegnet24,1 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen. Mehr ….2Eines Tages sagte Abraham zu seinem ältesten Knecht,dem Verwalter seines ganzen Besitzes:»Leg deine Hand zum Eid zwischen meine Beine24,2 Hand zum Eid zwischen die Beine legen: Diese Schwurgeste gibt dem Eid eine besondere Verbindlichkeit..3Schwöre mir beim Herrn,dem Gott des Himmels und der Erde!Zwar wohne ich mitten unter den Kanaanitern24,3 Kanaaniter: Bewohner des Gebietes zwischen Jordantal und Mittelmeer, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. Mehr …,aber mein Sohn darf keine von ihren Töchtern heiraten.4Deshalb sollst du in meine Heimat reisenund unter meinen Verwandteneine Frau für Isaak24,4 Isaak: Stammvater des Volkes Israel und einziger Sohn von Abraham und Sara, vgl. 1. Mose/Genesis 21–35. Mehr … suchen.«5Der Knecht entgegnete ihm:»Vielleicht will mir die Fraugar nicht in dieses Land hier folgen.Soll ich deinen Sohn dann in das Land bringen,aus dem du gekommen bist?«6Abraham antwortete:»Hüte dich davor, meinen Sohn dorthin zu bringen!7Der Herr, der Gott des Himmels24,7 Gott des Himmels: Seit der persischen Zeit Bezeichnung für den Gott Israels. Sie bringt zum Ausdruck, dass er der Gott der ganzen Welt ist.,hat mich aus dem Haus meines Vatersund aus meiner Heimat weggeführt.Er hat mir verheißen und geschworen24,7 verheißen und geschworen: Von Gottes Verheißung erzählt 1. Mose/Genesis 17,1-8.,dass er dieses Land meinen Nachkommen geben wird.Er selbst wird seinen Engel24,7 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. Mehr … vor dir her schicken.So wirst du dort eine Frau für meinen Sohn finden.8Wenn dir die Frau nicht folgen will,dann bist du von deinem Schwur entbunden.Aber du darfst auf keinen Fallmeinen Sohn dorthin bringen!«9Der Knecht legte seine Hand zwischen Abrahams Beineund leistete seinem Herrn den Eid.

10Der Knecht nahm zehn Kamele seines Herrnund packte kostbare Geschenke ein.Dann machte er sich auf den Wegund reiste nach Mesopotamien24,10 Mesopotamien: Der Name bedeutet »Zweistromland« und bezeichnet eine Region im heutigen Irak, die durch die beiden großen Flüsse Eufrat und Tigris geprägt ist. zum Wohnort Nahors24,10 Nahor: Bruder von Abraham..11Am Brunnen vor der Stadt ließ er die Kamele lagern.Es war gegen Abend, zu der Zeit,wenn die Frauen zum Wasserholen herauskommen.12Der Knecht betete:»Herr, Gott meines Herrn Abraham24,12 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. Mehr …!Lass mich heute Erfolg haben, und zeig,dass du meinen Herrn Abraham liebst!13Während ich hier am Brunnen stehe,kommen die jungen Frauen zum Wasserholen aus der Stadt.14Ich werde eines der Mädchen bitten,mir ihren Krug zum Trinken zu reichen:›Reich mir doch deinen Krug zum Trinken!‹Wenn sie sagt:›Trink! Auch deinen Kamelen will ich Wasser geben‹ –dann ist sie es.Die hast du für deinen Knecht24,14 Knecht, Knecht Gottes: Ehrenvolle Bezeichnung für Menschen, die Gott in seinen Dienst nimmt. Mehr … Isaak24,14 Isaak: Stammvater des Volkes Israel und einziger Sohn von Abraham und Sara, vgl. 1. Mose/Genesis 21–35. Mehr … bestimmt.Daran erkenne ich, dass du meinen Herrn liebst.«

15Genauso kam es:Der Knecht hatte sein Gebet noch nicht beendet,da kam Rebekka24,15 Rebekka: Frau von Isaak und Mutter von Jakob und Esau, vgl. 1. Mose/Genesis 24–27., die Tochter des Betuel, heraus.Betuel war der Sohn von Milka,der Frau von Abrahams24,15 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. Mehr … Bruder Nahor.Auf ihrer Schulter trug Rebekka einen Krug.16Sie war sehr schön und eine Jungfrau,mit der noch kein Mann geschlafen hatte.Sie stieg zur Quelle hinunter, füllte ihren Krugund kam wieder herauf.17Da lief ihr der Knecht entgegen und bat:»Gib mir etwas Wasser aus deinem Krug zu trinken!«18Sie erwiderte: »Trink, mein Herr!«Sofort nahm sie den Krug in die Handund gab ihm zu trinken.19Nachdem sie ihm zu trinken gegeben hatte, sagte sie:»Auch für deine Kamele will ich Wasser schöpfen,bis sie genug haben.«20Rasch leerte sie ihren Krug in die Tränke.Dann lief sie wieder zum Brunnen,um noch mehr Wasser zu holen.Sie schöpfte Wasser für alle seine Kamele.21Der Knecht beobachtete sie schweigend.Er versuchte herauszufinden,ob der Herr seiner ReiseErfolg geschenkt hatte oder nicht.

22Sobald sich die Kamele satt getrunken hatten,gab er ihr einen Ring und zwei Armbänder.Sie waren aus purem Gold und sehr schwer24,22 sehr schwer: Das Gewicht des Rings wird mit einem halben Schekel, das der Armbänder mit 10 Schekel angegeben. Ein Schekel ist eine Gewichtseinheit von etwa 12 g..23Er fragte: »Wessen Tochter bist du?Sag mir doch bitte, ob es im Haus deines VatersPlatz für uns zum Übernachten gibt.«24Sie antwortete: »Ich bin die Tochter von Betuel.Er ist Milkas Sohn, und Nahor24,24 Nahor: Bruder von Abraham. ist sein Vater.«25Weiter sagte sie zu ihm:»Stroh und Futter haben wir reichlichund auch Platz zum Übernachten.«26Da warf sich der Mann niederund betete zum Herrn:27»Gepriesen sei der Herr,der Gott meines Herrn Abraham24,27 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. Mehr …!Er liebt meinen Herrn und hält ihm die Treue.Der Herr hat mich geradewegs zu dem Haus geführt,in dem die Verwandten meines Herrn wohnen.«

Abrahams Knecht wirbt für Isaak um Rebekka

28Das Mädchen lief heim zu ihrer Mutterund erzählte, was es erlebt hatte.29Rebekka24,29 Rebekka: Frau von Isaak und Mutter von Jakob und Esau, vgl. 1. Mose/Genesis 24–27. hatte einen Bruder namens Laban.Der lief sofort zu dem Mann draußen am Brunnen.30Denn er hatte den Nasenring und die Armbänderan seiner Schwester Rebekka gesehen.Auch hatte er ihren Bericht gehört und so erfahren,was der Mann zu ihr gesagt hatte.Als er bei dem Mann ankam,stand der noch bei den Kamelen am Brunnen.31Laban sagte zu ihm:»Komm mit, du vom Herrn Gesegneter24,31 Gesegneter: Mensch, dem Gott sich in besonderer Weise zugewandt hat und dem er Leben, Kraft und Wohlergehen schenkt.!Warum stehst du hier draußen?Ich habe im Haus schon alles herrichten lassen,auch für die Kamele ist genug Platz.«32Da ging der Mann mit ins Haus.Man nahm den Kamelen das Zaumzeug abund gab ihnen Stroh und Futter.Für den Knecht und seine Leute wurde Wasser geholt,damit sie sich die Füße waschen24,32 die Füße waschen: Das Gehen in Sandalen auf heißen, staubigen Straßen machte das Waschen der Füße beim Betreten eines Hauses nötig. Der Gastgeber ließ dies in der Regel durch einen Diener erledigen. konnten.33Als man dem Knecht etwas zu essen brachte,sagte er: »Ich kann nicht essen,bevor ich nicht mein Anliegen vorgebracht habe.«Sie antworteten: »Sprich!«

34Da begann er zu reden:»Ich bin ein Knecht Abrahams24,34 Abraham: Bruder von Rebekkas und Labans Großvater Nahor..35Der Herr hat meinen Herrn so sehr gesegnet24,35 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen. Mehr …,dass er zu großem Wohlstand gekommen ist.Er hat ihm Schafe, Ziegen und Rinder gegeben,dazu Silber, Gold, Knechte, Mägde, Kamele und Esel.36Sara24,36 Sara: Frau von Abraham und Mutter von Isaak, vgl. 1. Mose/Genesis 12–23. Mehr …, die Frau meines Herrn,hat noch in hohem Alter einen Sohn von ihm bekommen.Dem hat er seinen ganzen Besitz übergeben.37Mein Herr hat mich einen Eid schwören lassenund gesagt: ›Zwar wohne ich im Land der Kanaaniter24,37 Kanaaniter: Bewohner des Gebietes zwischen Jordantal und Mittelmeer, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. Mehr …,aber mein Sohn darf keine von ihren Töchtern heiraten.38Vielmehr sollst du zum Haus meines Vaters reisenund zu meiner Verwandtschaft.Dort sollst du eine Frau für meinen Sohn suchen.‹39Ich habe meinem Herrn entgegnet:›Vielleicht will die Frau mir gar nicht folgen.‹40Er hat mir geantwortet:›Der Herr, nach dessen Willen ich immer gelebt habe,wird dir seinen Engel24,40 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. Mehr … mitschicken.Er wird deiner Reise Erfolg schenken,und du wirst für meinen Sohn eine Frau finden –eine Verwandte aus der Familie meines Vaters.41Aber wenn dir meine Verwandten die Frau nicht geben,dann bist du von deinem Schwur entbunden.‹

42Als ich heute zum Brunnen gekommen bin,habe ich gebetet:Herr, Gott meines Herrn Abraham24,42 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. Mehr …!Bitte schenk meiner Reise Erfolg.43Ich stehe hier am Brunnenund werde eine junge Frau ansprechen,die zum Wasserholen herauskommt.Ich werde sie bitten,mir etwas Wasser aus ihrem Krug zu geben.44Wenn sie zu mir sagt: ›Trink!Auch für deine Kamele will ich Wasser schöpfen‹ –dann ist sie die Frau, die du, Herr,für den Sohn meines Herrn bestimmt hast.

45Noch bevor ich mein Gebet beendet hatte,kam Rebekka24,45 Rebekka: Frau von Isaak und Mutter von Jakob und Esau, vgl. 1. Mose/Genesis 24–27. heraus.Auf ihrer Schulter trug sie einen Krug.Sie stieg hinunter zur Quelle und schöpfte Wasser.Da sagte ich zu ihr: ›Bitte, gib mir zu trinken!‹46Sofort setzte sie ihren Krug ab und sagte:›Trink! Auch deinen Kamelen will ich Wasser geben.‹Ich trank, und sie gab auch den Kamelen Wasser.47Ich fragte sie: ›Wessen Tochter bist du?‹Sie antwortete: ›Ich bin die Tochter von Betuel.Er ist der Sohn von Nahor24,47 Nahor: Bruder von Abraham., und Milka ist seine Mutter.‹Daraufhin steckte ich ihr den Ring an die Naseund streifte die Armbänder über ihre Hände.48Dann kniete ich nieder und betete zum Herrn.Ich pries den Herrn,den Gott meines Herrn Abraham24,48 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. Mehr ….Denn er hat mich auf den richtigen Weg geführt.So bitte ich nun für den Sohn meines Herrnum die Enkelin seines Bruders.49Jetzt lasst mich wissen,ob ihr meinen Herrn liebenund ihm die Treue halten wollt.Falls nicht, muss ich anderswo suchen.«

50Laban24,50 Laban: Bruder von Jakobs Mutter Rebekka. und Betuel antworteten:»Der Herr hat es so gefügt.Wir können nichts dazu sagen,weder Schlechtes noch Gutes.51Hier ist Rebekka24,51 Rebekka: Frau von Isaak und Mutter von Jakob und Esau, vgl. 1. Mose/Genesis 24–27.. Nimm sie und geh!Sie soll den Sohn deines Herrn heiraten,so wie es der Herr bestimmt hat.«52Als Abrahams Knecht ihre Zustimmung hörte,warf er sich vor dem Herrn nieder.53Dann holte er silberne und goldene Schmuckstückeund feine Kleider hervor und gab sie Rebekka.Auch ihrem Bruder und ihrer Mutterüberreichte er kostbare Geschenke.

54Der Knecht und seine Leute aßen und tranken,und sie blieben über Nacht.Als sie am anderen Morgen aufgestanden waren,sagte der Knecht:»Lasst mich zu meinem Herrn zurückkehren!«55Aber Rebekkas24,55 Rebekka: Frau von Isaak und Mutter von Jakob und Esau, vgl. 1. Mose/Genesis 24–27. Bruder und ihre Mutter baten:»Lass doch das Mädchen noch ein wenig bei uns bleiben!Nach zehn Tagen kann sie sich auf die Reise machen.«56Der Knecht entgegnete ihnen:»Haltet mich nicht auf!Der Herr hat meiner Reise Erfolg geschenkt.Lasst mich ziehen! Ich muss zurück zu meinem Herrn.«57Sie erwiderten: »Wir wollen das Mädchen rufen.Sie soll selbst entscheiden.«58Sie riefen Rebekka und fragten:»Willst du mit diesem Mann ziehen?«Sie antwortete: »Ja, ich will.«59Da nahmen sie Abschied von ihrer Schwester Rebekkaund deren Amme24,59 Amme: Frau, die anstelle der Mutter einen Säugling stillt und versorgt..Dann ließen sie die beidenmit Abrahams24,59 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. Mehr … Knecht und dessen Leuten ziehen.60Sie segneten24,60 Segen, segnen: Wer einen anderen Menschen segnet, bittet Gott, dem Gesegneten Kraft, Leben und Wohlergehen zu schenken. Mehr … Rebekka24,60 Rebekka: Frau von Isaak und Mutter von Jakob und Esau, vgl. 1. Mose/Genesis 24–27. und sagten:»Du, liebe Schwester,sollst Mutter von vielen Tausenden sein!Deine Nachkommen sollendie Festungen ihrer Feinde erobern!«61Rebekka brach mit ihren Mägden auf.Sie ritten auf Kamelen hinter dem Mann her.Der Knecht nahm Rebekka mit und zog los.

Rebekka trifft Isaak

62Isaak24,62 Isaak: Stammvater des Volkes Israel und einziger Sohn von Abraham und Sara, vgl. 1. Mose/Genesis 21–35. Mehr … wohnte damals im Süden des Landes.Auf einer Wanderung kam er zum Brunnen Lahai-Roi.63Am Abend ging Isaak zum Beten aufs Feld hinaus.Als er aufschaute, sah er Kamele herankommen.64Auch Rebekka24,64 Rebekka: Frau von Isaak und Mutter von Jakob und Esau, vgl. 1. Mose/Genesis 24–27. hatte Ausschau gehaltenund Isaak entdeckt.Schnell stieg sie von ihrem Kamel ab65und fragte den Knecht:»Wer ist der Mann dort, der uns entgegenkommt?«Der Knecht antwortete: »Das ist mein Herr.«Da nahm sie ihren Schleier und verhüllte sich.66Der Knecht erzählte Isaak alles, was er erlebt hatte.67Isaak brachte Rebekka in das Zelt24,67 Zelt: Transportable Wohnung von Nomaden, die nicht sesshaft sind und mit ihren Tieren durch das Land ziehen. Mehr … seiner Mutter Sara24,67 Sara: Frau von Abraham und Mutter von Isaak, vgl. 1. Mose/Genesis 12–23. Mehr …,die ja verstorben war.Rebekka wurde seine Frau, und er liebte sie sehr.Bei ihr fand er Trost nach dem Tod seiner Mutter.
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Abrahams Lebensende

251Abraham25,1 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. Mehr … nahm sich noch eine Frau,ihr Name war Ketura.2Von ihr hatte er sechs Söhne:Simran, Jokschan, Medan, Midian, Jischbak und Schuach.3Jokschan war der Vater von Saba und Dedan.Dedans Nachkommen sind die Aschuriter,die Letuschiter und die Leummiter.4Die Söhne von Midian warenEfa, Efer, Henoch, Abida und Eldaa.Sie alle sind Nachkommen der Ketura.

5Abraham übergab Isaak25,5 Isaak: Stammvater des Volkes Israel und einziger Sohn von Abraham und Sara, vgl. 1. Mose/Genesis 21–35. Mehr … seinen ganzen Besitz.6Den Söhnen seiner Nebenfrauen25,6 Nebenfrau: Ehefrau, die weniger Rechte als die Hauptfrau besitzt, aber höhergestellt ist als eine Sklavin. gab er Geschenke.Noch zu Lebzeiten schickte er sie fort,in ein Land im Osten.Sie sollten weit entfernt von Isaak leben.7Abraham wurde 175 Jahre alt.8In diesem hohen Alter starb er.Nach einem langen und erfüllten Lebenwurde er im Tod mit seinen Vorfahren vereint25,8 mit seinen Vorfahren vereint: Biblischer Ausdruck für einen friedlichen Tod..9Seine Söhne Isaak und Ismael25,9 Ismael: Sohn Abrahams mit der Magd Hagar und Stammvater der Nomadengruppe der Ismaeliter. Mehr … bestatteten ihnin der Höhle auf dem Grundstück von Machpela.Das lag gegenüber von Mamre und gehörte früher Efron,dem Sohn des Hetiters25,9 Hetiter: Volksgruppe im südlichen Kanaan, bevor das Land durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. Zohar.10Abraham hatte es den Hetitern abgekauft25,10 abgekauft: Vom Kauf des Grundstücks erzählt 1. Mose/Genesis 23..Dort sind Abraham und seine Frau Sara25,10 Sara: Frau von Abraham und Mutter von Isaak, vgl. 1. Mose/Genesis 12–23. Mehr … beigesetzt.11Nach Abrahams Tod segnete25,11 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen. Mehr … Gott dessen Sohn Isaak.Der wohnte damals in der Nähe des Brunnens Lahai-Roi.

Ismaels Nachkommen

12Das ist der Familienstammbaum von Ismael:Er war der Sohn von Abraham25,12 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. Mehr …und von Hagar25,12 Hagar: Die Geschichte von Abraham und Hagar wird in 1. Mose/Genesis 16 erzählt., der ägyptischen Magd Saras25,12 Sara: Frau von Abraham und Mutter von Isaak, vgl. 1. Mose/Genesis 12–23. Mehr ….13So heißen die Söhne von Ismael,nach denen die Stämme seiner Nachkommen benannt sind:Der älteste Sohn war Nebajot.Danach kamen Kedar, Adbeel, Mibsam,14Mischma, Duma, Massa,15Hadad, Tema, Jetur, Nafisch und Kedma.16Das sind die Söhne von Ismael.Genauso heißen auch ihre Siedlungen und Zeltlager25,16 Zelt: Transportable Wohnung von Nomaden, die nicht sesshaft sind und mit ihren Tieren durch das Land ziehen. Mehr ….Insgesamt waren es zwölf Stämme mit je einem Anführer.

17Ismael starb im Alter von 137 Jahrenund wurde im Tod mit seinen Vorfahren vereint25,17 mit seinen Vorfahren vereint: Biblischer Ausdruck für einen friedlichen Tod..18Seine Nachkommen wohnten zwischen Hawila und Schur25,18 zwischen Hawila und Schur: Bezeichnung für den westlichen Teil der arabischen Halbinsel, heute ein Teil von Saudi-Arabien..Ihr Gebiet lag an der Grenze zu Ägypten25,18 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste. Mehr …in Richtung Assyrien25,18 Assyrien: Militärische Großmacht in der gleichnamigen Region am oberen Tigris, im heutigen Irak..Sie lagerten getrennt von Ismaels Brüdern.

Esau und Jakob werden geboren

19Das ist die Familiengeschichte von Abrahams Sohn Isaak25,19 Isaak: Stammvater des Volkes Israel und einziger Sohn von Abraham und Sara, vgl. 1. Mose/Genesis 21–35. Mehr …:Abraham25,19 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. Mehr … war der Vater von Isaak.20Als Isaak 40 Jahre alt war, heiratete er Rebekka25,20 heiratete er Rebekka: Von Isaaks Heirat mit Rebbekka erzählt 1. Mose/Genesis 24,61-67.,die Tochter des Aramäers Betuel25,20 Betuel: Sohn von Abrahams Bruder Nahor. aus Mesopotamien25,20 Mesopotamien: Der Name bedeutet »Zweistromland« und bezeichnet eine Region im heutigen Irak, die durch die beiden großen Flüsse Eufrat und Tigris geprägt ist..Sie war die Schwester des Aramäers Laban.21Weil Isaaks Frau keine Kinder bekam,betete er für sie zum Herrn.Der Herr erhörte sein Gebet,und seine Frau Rebekka wurde schwanger.22Zwei Kinder traten sich gegenseitig in ihrem Bauch.Da fragte sich Rebekka: »Wenn das so ist,warum bin dann schwanger geworden?«Deshalb befragte sie den Herrn.23Der Herr antwortete ihr:»Zwei Nationen sind in deinem Schoß,zwei Völker kommen aus deinem Bauch.Das eine Volk ist stärker als das andere,das ältere wird dem jüngeren dienen.«

24Als die Zeit der Geburt kam,brachte Rebekka25,24 Rebekka: Frau von Isaak und Mutter von Jakob und Esau, vgl. 1. Mose/Genesis 24–27. Zwillinge zur Welt.25Der erste, der herauskam,war am ganzen Körper mit rotbraunen Haaren bedeckt.Er wurde Esau25,25 Esau: Anspielung auf das im Hebräischen ähnlich klingende Wort für »Haar«. genannt.26Danach kam sein Bruder heraus.Mit seinem Händchen hielt er Esaus Ferse fest.Er wurde Jakob25,26 Jakob: Anspielung auf das im Hebräischen ähnlich klingende Wort für »an der Ferse halten«, das auch »überlisten« bedeutet. genannt.Als die Zwillinge zur Welt kamen,war Isaak25,26 Isaak: Stammvater des Volkes Israel und einziger Sohn von Abraham und Sara, vgl. 1. Mose/Genesis 21–35. Mehr … 60 Jahre alt.

Jakob erwirbt Esaus Erstgeburtsrecht

27Die Jungen wurden erwachsen.Esau25,27 Esau: Zwillingsbruder von Jakob und Stammvater der Edomiter, vgl. 1. Mose/Genesis 25,19–36,43. kannte sich mit der Jagd ausund war ein Mann des freien Feldes.Jakob25,27 Jakob: Sohn von Isaak und Rebekka. Er ist der Vater von zwölf Söhnen, die für die Stämme Israels stehen; vgl. 1. Mose/Genesis 25,19–50,14. Mehr … dagegen war ein ruhiger Mann,der bei den Zelten25,27 Zelt: Transportable Wohnung von Nomaden, die nicht sesshaft sind und mit ihren Tieren durch das Land ziehen. Mehr … blieb.28Weil Isaak gerne Wild aß, liebte er Esau.Rebekka aber liebte Jakob.

29Eines Tages kochte Jakob25,29 Jakob: Sohn von Isaak und Rebekka. Er ist der Vater von zwölf Söhnen, die für die Stämme Israels stehen; vgl. 1. Mose/Genesis 25,19–50,14. Mehr … ein Linsengericht.Da kam Esau25,29 Esau: Zwillingsbruder von Jakob und Stammvater der Edomiter, vgl. 1. Mose/Genesis 25,19–36,43. müde vom Feld30und sagte zu seinem Bruder Jakob: »Ich bin so müde.Lass mich doch von deinem roten Zeug essen!«Darum trägt er den Beinamen Edom, das heißt: der Rote25,30 der Rote: Wortspiel mit dem Namen des Volkes Edom, das auf Jakobs Bruder Esau zurückgeführt wird. Edom bedeutet im Hebräischen auch »rot«..31Da sagte Jakob:»Erst musst du mir dein Vorrecht25,31 Vorrecht: Anspruch des ältesten Sohnes, Nachfolger des Vaters und somit Haupterbe zu sein. überlassen,das du als Erstgeborener besitzt.«32Esau erwiderte: »Ich sterbe fast vor Hunger!Wozu brauche ich da mein Erstgeburtsrecht?«33Jakob sagte: »Dann schwöre es jetzt sofort!«Esau schwor es ihm.So verkaufte er Jakob sein Erstgeburtsrecht.34Jakob gab Esau Brot und gekochte Linsen.Esau aß und trank.Dann stand er auf und ging weg.So wenig war ihm sein Erstgeburtsrecht wert.