BasisBibel NT+Ps (BB)
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Die maßgebenden Leute in Jerusalem erkennen Paulus an

21Vierzehn Jahre späterging ich wieder nach Jerusalem2,1 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. ,diesmal mit Barnabas2,1 Barnabas: Leiter der Gemeinde in Antiochia und Begleiter des Paulus auf der ersten Missionsreise. .Auch Titus2,1 Titus: Mitarbeiter und Begleiter des Paulus aus Antiochien am Orontes. Später Gemeindeleiter auf Kreta. habe ich mitgenommen.2Ich ging nach Jerusalem2,2 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. ,weil Gott selbst mir den Auftrag dazu gegeben hatte2,2 weil Gott selbst mir den Auftrag dazu gegeben hatte: Wörtlich heißt es in Vers 2: »ich ging wegen einer Offenbarung hinauf.«.Dort legte ich die Gute Nachricht2,2 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. vor,die ich den Heiden2,2 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. verkünde.Ich erklärte sie auch noch einmal eigensden maßgebenden Leuten.Denn ich wollte nicht,dass ich mich vergeblich abmühe– oder schon abgemüht habe.3Aber nicht einmal von meinem Begleiter Titus,einem Griechen2,3 Grieche: Gemeint sind Menschen aus den Ländern rings um Israel, die keine Juden waren und Griechisch sprachen. Griechisch war im gesamten Osten des römischen Reichs gemeinsame Sprache.,wurde verlangt,sich beschneiden2,3 Beschneidung: Das Abtrennen der Vorhaut am männlichen Glied ist für Israel Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk. zu lassen.4Doch es sind falsche Brüder bei uns eingedrungen.Sie hatten sich eingeschlichen,um uns auszuspionieren.Sie wollten wissen,wie wir mit der Freiheit umgehen,die Christus2,4 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. Jesus2,4 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. uns gebracht hat.Denn ihr Ziel war es,uns ihren Vorschriften zu unterwerfen.5Aber wir haben ihnen keinen Augenblick lang nachgegeben.Die Gute Nachricht2,5 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. sollte bei euchin ihrer ganzen Wahrheit erhalten bleiben.

6Zurück zu den maßgebenden Leuten –wer auch immer2,6 Wer auch immer: Gemeint ist: egal, ob es z. B. ein Jünger wie Petrus war, der Jesus begleitet hatte, oder ein Bruder von Jesus wie Jakobus. das war,ist mir egal –Gott schaut nicht auf die Person.Jedenfalls wurden mir von den maßgebenden Leutenkeine Auflagen gemacht.7Im Gegenteil!Sie sahen,dass Gott es mir anvertraut hat,die Gute Nachricht2,7 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. zu den Fremden2,7 Fremde: Gemeint sind hier die Menschen in Kleinasien und Griechenland, die nicht jüdischer Herkunft sind. zu bringen –genauso wie Petrus2,7 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. siezu den Menschen jüdischer2,7 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Herkunft bringen soll.8Denn Gott hat Petrus2,8 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. befähigt,Apostel2,8 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. für die Menschen jüdischer2,8 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Herkunft zu sein.Genauso hat er mich befähigt,Apostel2,8 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. für die Heiden2,8 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. zu sein.9Die maßgebenden Leute erkannten,welche Gnade2,9 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu. mir Gott erwiesen hatte.Es waren Jakobus, Kephas2,9 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. und Johannes,die als »die Säulen2,9 Säulen: Die drei Leiter der urchristlichen Gemeinde in Jerusalem: Petrus, Johannes, der Sohn von Zebedäus, und Jakobus, der Bruder von Jesus.« gelten.Zum Zeichen der Gemeinschaftreichten sie mir und Barnabas die Hand.Wir sollten zu den Heiden2,9 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. gehen,sie zu den Menschen jüdischer2,9 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Herkunft.10Sie baten uns nur darum,an die Armen2,10 Arme: Gemeint sind die Armen in der Jerusalemer Gemeinde, für die Paulus Spenden sammelt. zu denken.Und ich habe mich bemüht,genau das zu tun.

Der Vorfall in Antiochia: Paulus widerspricht Petrus

11Doch als Kephas2,11 Kephas: »Kephas« ist die aramäische Form des Namens »Petrus«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. dann nach Antiochia2,11 Antiochia am Orontes: Hauptstadt der römischen Provinz Syrien. kam,stellte ich ihn persönlich zur Rede.Denn er war im Unrecht:12Zunächst hatte er nämlichzusammen mit den Heiden2,12 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. gegessen.Aber dann kamen einige Leute aus dem Kreis um Jakobus.Da zog er sich zurückund hielt sich von ihnen fern.Denn er hatte Angst vor den Leuten jüdischer2,12 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Herkunft.13Und genauso heuchlerisch verhielten sich auchdie anderen Christen jüdischer2,13 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Abstammung.Ja, sogar Barnabas ließ sichvon ihrer Heuchelei anstecken.14Damit verließen sie den rechten Weg,wie er der Wahrheit der Guten Nachricht2,14 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. entspricht.Als ich das sah,stellte ich Kephas2,14 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. vor allen anderen zur Rede:»Obwohl du ein Jude2,14 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. bist,hast du gerade noch wie ein Heide2,14 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. gelebtund nicht wie ein Jude2,14 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. .Warum zwingst du dann die Heiden2,14 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben.,wie Juden2,14 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. zu leben?«

Das Gesetz und die Gnade

15Unserer Herkunft nach sind wir Juden2,15 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. und nicht wie die Heiden2,15 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. mit Schuld2,15 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. beladen.16Aber wir wissen:Kein Mensch gilt vor Gott als gerecht,weil er das Gesetz2,16 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. befolgt.Als gerecht2,16 gerecht, als gerecht gelten: Durch Jesus Christus von ihrer Schuld befreit, können die Menschen vor Gottes Gericht als gerecht bestehen und in Gemeinschaft mit ihm leben. gilt man nur,wenn man an Jesus2,16 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. Christus2,16 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. glaubt2,16 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott..Deshalb kamen auch wir zum Glauben2,16 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. anJesus2,16 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. Christus2,16 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. .Denn durch diesen Glauben2,16 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. an Christus2,16 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. werden wir vor Gott als gerecht gelten –und nicht, weil wir tun,was das Gesetz2,16 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. vorschreibt.Schließlich spricht Gott keinen Menschenvon seiner Schuld2,16 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. frei,weil er das Gesetz2,16 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. befolgt.17Nun wollen wir ja durch Christus2,17 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. vor Gott als gerecht2,17 gerecht, als gerecht gelten: Durch Jesus Christus von ihrer Schuld befreit, können die Menschen vor Gottes Gericht als gerecht bestehen und in Gemeinschaft mit ihm leben. gelten.Wenn sich nun aber zeigt,dass wir trotzdem mit Schuld2,17 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. beladen sind –was bedeutet das dann?Etwa, dass Christus2,17 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. die Schuld2,17 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. auch noch fördert?Auf gar keinen Fall!18Wenn ich nämlich das Gesetz2,18 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. wieder einführe,das ich vorher abgeschafft habe,dann heißt das:Ich selbst stelle mich als jemand hin,der es übertritt.19Das Gesetz2,19 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. hat mir den Tod gebracht.Deshalb gelte ich für das Gesetz2,19 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. als gestorben,damit ich für Gott leben kann.Mit Christus2,19 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. zusammen wurde ich gekreuzigt2,19 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde..20Deshalb lebe ich eigentlich nicht mehr selbst –sondern Christus2,20 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. lebt in mir.Mein jetziges Leben in diesem Körper2,20 in diesem Körper: Wörtlich heißt es in Vers 20: »Mein jetziges Leben im Fleisch«.lebe ich im Glauben2,20 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. an den Sohn Gottes2,20 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt..Er hat mir seine Liebe geschenktund sein Leben für mich hergegeben.21Ich weise die Gnade2,21 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu. nicht zurück,die Gott uns erweist.Denn wenn wir durch das Gesetz2,21 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.vor Gott als gerecht2,21 gerecht, als gerecht gelten: Durch Jesus Christus von ihrer Schuld befreit, können die Menschen vor Gottes Gericht als gerecht bestehen und in Gemeinschaft mit ihm leben. gelten,dann ist Christus2,21 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. ohne Grund gestorben.
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Die Gute Nachricht und das Gesetz

Die Gute Nachricht stimmt mit der Heiligen Schrift überein

Die Galater wenden sich von der Guten Nachricht ab

31Oh, ihr verblendeten Galater3,1 Galatien: Landschaft in Kleinasien, heute Zentralanatolien in der Türkei.!Wer hat euch so verhext?Ist euch denn Jesus3,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. Christus3,1 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. nicht eindrücklich genugals Gekreuzigter3,1 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. vor Augen gestellt worden?2Ich möchte nur eines von euch wissen:Warum habt ihr denn den Heiligen Geist3,2 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. empfangen?Weil ihr das Gesetz3,2 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. befolgtoder weil ihr die Botschaft des Glaubens3,2 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. gehört habt?3Seid ihr wirklich so begriffsstutzig?Angefangen habt ihr aus der Kraft3,3 aus der Kraft: Wörtlich heißt es in Vers 3: »Angefangen habt ihr im Geist. Und jetzt wollt ihr im Fleisch zum Ziel kommen?« des Heiligen Geistes3,3 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt..Und jetzt wollt ihr aus eigener Kraft3,3 aus eigener Kraft: Wörtlich heißt es in Vers 3: »Angefangen habt ihr im Geist. Und jetzt wollt ihr im Fleisch zum Ziel kommen?« zum Ziel kommen?4Habt ihr etwas so Großartiges umsonst erfahren?– Wenn es denn wirklich umsonst war! –5Also:Gott gibt euch den Heiligen Geist3,5 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt.und lässt bei euch Wunder3,5 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. geschehen.Tut er das,weil ihr das Gesetz3,5 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. befolgtoder weil ihr die Botschaft des Glaubens3,5 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. gehört habt?

Die Gute Nachricht gründet in dem Versprechen an Abraham

6Von Abraham3,6 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. heißt3,6 heißt: Das Zitat stammt aus 1. Mose/Genesis 15,6. Vgl. auch Römer 4,3. es:»Er glaubte Gott,und das rechnete ihm Gott als Gerechtigkeit3,6 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach den Vorstellungen Gottes. an.«7Seht es doch ein:Die wahren Nachkommen Abrahams3,7 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. sind diejenigen,die glauben3,7 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott..8Die Heilige Schrift3,8 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. hat es von vornhereingesehen:Gott wird die Heiden3,8 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. als gerecht anerkennen3,8 gerecht, als gerecht gelten: Durch Jesus Christus von ihrer Schuld befreit, können die Menschen vor Gottes Gericht als gerecht bestehen und in Gemeinschaft mit ihm leben.,weil sie an ihn glauben3,8 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott..Schon im Voraus hat Gott dem Abraham3,8 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. diese Gute Nachricht verkündet3,8 verkündet: Das Zitat stammt aus 1. Mose/Genesis 12,3.:»Durch dich sollen alle Völker Segen3,8 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt. empfangen.«9Alle Glaubenden3,9 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. werden alsozusammen mit dem glaubenden3,9 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. Abraham3,9 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. Segen3,9 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt. empfangen.

Durch das Gesetz kann niemand vor Gott als gerecht gelten

10Dagegen stehen alle,die auf die Erfüllung des Gesetzes3,10 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. bauen,unter einem Fluch.In der Heiligen Schrift3,10 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. steht3,10 steht: Das Zitat stammt aus 5. Mose/Deuteronomium 27,16; vgl. auch Jakobus 2,10. nämlich:»Verflucht ist jeder,der nicht alles einhält,was im Buch des Gesetzes3,10 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. vorgeschrieben ist.«11Durch die Befolgung des Gesetzes3,11 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.wird niemand vor Gott als gerecht gelten3,11 gerecht, als gerecht gelten: Durch Jesus Christus von ihrer Schuld befreit, können die Menschen vor Gottes Gericht als gerecht bestehen und in Gemeinschaft mit ihm leben..Das ist ganz offensichtlich!Denn es heißt3,11 heißt: Das Zitat stammt aus Habakuk 2,4.:»Aufgrund seines Glaubens3,11 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.wird der Gerechte3,11 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach den Vorstellungen Gottes. das Leben3,11 Leben, neues Leben: Das von Gott geschenkte, unvergängliche Leben. erlangen.«12Beim Gesetz3,12 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. dagegenkommt es nicht auf den Glauben3,12 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. an.Hier3,12 Hier: Das Zitat stammt aus 3. Mose/Levitikus 18,5. gilt vielmehr:»Wer seine Vorschriften befolgt,wird durch sie das Leben3,12 Leben, neues Leben: Das von Gott geschenkte, unvergängliche Leben. erlangen.«13Christus3,13 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. hat uns von dem Fluch freigekauft,unter dem wir aufgrund des Gesetzes3,13 aufgrund des Gesetzes: Weil wir das Gesetz nicht einhalten können, vgl. Galater 3,10. stehen.Denn er hat für uns den Fluch auf sich genommen.Es heißt3,13 heißt: Das Zitat stammt aus 5. Mose/Deuteronomium 21,23. ja in der Heiligen Schrift3,13 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind.:»Verflucht ist jeder,der am Holz3,13 Holz: Holz wird hier als Hinweis auf das Kreuz verstanden. hängt.«14Durch Jesus3,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. Christus3,14 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. sollten die Heiden3,14 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben.Anteil an dem Segen3,14 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt. bekommen,den Gott Abraham3,14 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. zugesagt3,14 zugesagt: Vgl. Galater 3,8. hatte.So wurde es möglich,dass wir aufgrund des Glaubens3,14 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.den Heiligen Geist3,14 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. empfangen.

Gottes Versprechen ist älter als das Gesetz

15Brüder und Schwestern3,15 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. ,ich will es euch an einem alltäglichen Beispiel3,15 alltäglichen Beispiel: Wörtlich heißt es in Vers 15: »ich will es euch nach Menschenart sagen.«erklären:Nehmen wir an,jemand macht eine Schenkung3,15 Schenkung: Im jüdischen Recht in neutestamentlicher Zeit eine besondere Form der Übereignung eines Gegenstandes. Der Gegenstand geht sofort in das Eigentum des Beschenkten über, der Schenkende behält jedoch ein lebenslanges Nutzungsrecht.und sie wird rechtskräftig.Dann kann sie niemand mehr außer Kraft setzenoder eine Klausel hinzufügen.16Nun wurde Abraham3,16 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. und seinem Nachkommenvon Gott ein Versprechen gegeben.Er sagt nicht:»und den Nachkommen«,als ob damit viele gemeint wären.Nein, es geht nur um einen3,16 einen: Paulus spielt hier auf 1. Mose/Genesis 12,7 an. Vgl. auch Römer 4,13.:»dein Nachkomme«.Und das ist Christus3,16 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. .17Was ich sagen will:Gott hat eine rechtskräftige Schenkung3,17 Schenkung: Im jüdischen Recht in neutestamentlicher Zeit eine besondere Form der Übereignung eines Gegenstandes. Der Gegenstand geht sofort in das Eigentum des Beschenkten über, der Schenkende behält jedoch ein lebenslanges Nutzungsrecht. gemacht.Das Gesetz3,17 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.,das erst 430 Jahre später entstanden ist,kann dieses Versprechen nicht aufheben.18Denn wenn der Erbbesitz3,18 Erbbesitz: Der Anteil jedes einzelnen Israeliten am gesamten Land eines Stammes. Er kann nicht veräußert werden, da er sonst dem Gesamteigentum des Stammes verloren geht. vom Gesetz3,18 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. abhängt,verdankt er sich nicht mehr dem damaligen Versprechen.Gott hat Abraham3,18 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. aber eben durch dieses Versprechenseine Gnade3,18 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu. erwiesen.

Das Gesetz gilt nur für eine begrenzte Zeit

19Warum gibt es dann das Gesetz3,19 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.?Es wurde erlassen,damit deutlich wird3,19 damit deutlich wird: Wörtlich heißt es in Vers 19: »Es wurde erlassen wegen der Verstöße dagegen«.:Wir leben gegen Gottes Willen3,19 Wir leben gegen Gottes Willen: Wörtlich heißt es in Vers 19: »Es wurde erlassen wegen der Verstöße dagegen«..Das Gesetz3,19 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. gilt so lange,bis der Nachkomme da ist,auf den sich das Versprechen Gottes bezieht.Im Übrigen wurde es nur3,19 nur durch Engel: und nicht direkt durch Gott. durch Engel3,19 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. angeordnetund von einem Mittelsmann3,19 Mittelsmann: Gemeint ist Mose. überbracht20Ein Einzelner braucht keinen Mittelsmann.Und Gott ist doch nur Einer.

21Steht dann das Gesetz3,21 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.im Widerspruch zum Versprechen Gottes?Auf keinen Fall!Das wäre anders,wenn ein Gesetz3,21 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. erlassen worden wäre,das Leben3,21 Leben, neues Leben: Das von Gott geschenkte, unvergängliche Leben. schenken kann.Dann könnte die Befolgung des Gesetzes3,21 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. dazu führen,von Gott als gerecht anerkannt3,21 gerecht, als gerecht gelten: Durch Jesus Christus von ihrer Schuld befreit, können die Menschen vor Gottes Gericht als gerecht bestehen und in Gemeinschaft mit ihm leben. zu werden.22Nun sagt aber die Heilige Schrift3,22 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind.,dass die ganze Welt schuldig geworden ist3,22 dass die ganze Welt schuldig geworden ist: Wörtlich heißt es in Vers 22: »Deshalb schloss die Heilige Schrift alles unter Schuld zusammen.«.Umso mehr gilt das Versprechen,das die Glaubenden3,22 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. erhalten haben:Es genügt der Glaube3,22 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. an Jesus3,22 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. Christus3,22 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. !

Wir sind nicht mehr Sklaven, sondern Kinder Gottes

23Bevor die Zeit des Glaubens3,23 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. kam,waren wir der Aufsicht des Gesetzes3,23 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. unterstellt.Wir sollten in Gewahrsam bleiben,bis sichtbar wurde,worauf der Glaube3,23 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. sich bezieht.24Das Gesetz3,24 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. war also unser Erzieher3,24 Erzieher: Ein Lehrer, oft ein Sklave, der für die Unterweisung eines Kindes zuständig war. Die Unterweisung geschah in der Regel durch Wiederholung und Strafe.,bis Christus3,24 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. kam.Denn aufgrund des Glaubens3,24 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. sollten wir freigesprochen werden.25Aber seit die Zeit des Glaubens3,25 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. gekommen ist,sind wir nicht mehr dem Erzieher3,25 Erzieher: Ein Lehrer, oft ein Sklave, der für die Unterweisung eines Kindes zuständig war. Die Unterweisung geschah in der Regel durch Wiederholung und Strafe. unterstellt.26Ihr seid jetzt nämlich alle Kinder3,26 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. Gottes –weil ihr durch den Glaubenmit Christus3,26 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. Jesus3,26 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. verbunden seid.27Denn ihr alle,die ihr getauft3,27 Taufe: Taufen bedeutet vom Wortsinn her »in Wasser eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld. worden seidund dadurch zu Christus3,27 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. gehört,habt Christus angezogen3,27 habt Christus angezogen: d. h. seid in ein neues Leben in enger Verbindung mit Christus »hineingeschlüpft« wie in ein neues Kleid..28Es spielt keine Rolle mehr,ob ihr Juden3,28 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. seid oder Griechen3,28 Grieche: Gemeint sind Menschen aus den Ländern rings um Israel, die keine Juden waren und Griechisch sprachen. Griechisch war im gesamten Osten des römischen Reichs gemeinsame Sprache.,unfreie Diener3,28 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. oder freie Menschen,Männer oder Frauen.Denn durch eure Verbindung mit Christus3,28 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. Jesus3,28 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. seid ihr alle wie ein3,28 ein: Vgl. das Bild von der Gemeinde als dem Leib von Christus (1. Korinther 12,13; Römer 12,4-5) und als dem einen neuen Menschen (Kolosser 3,10-11; Epheser 2,15-16). Mensch geworden.29Wenn ihr aber zu Christus3,29 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. gehört,dann seid ihr Abrahams3,29 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. Nachkommen.Damit bekommt ihr auch das Erbe,das Gott ihm versprochen hat.
441Ich will damit sagen:Solange der Erbe ein unmündiges Kind ist,unterscheidet ihn nichts von einem Sklaven.Dabei gehört ihm eigentlich alles.2Aber bis zu dem Zeitpunkt,den der Vater festgesetzt hat,ist er von Vormündern und Verwaltern abhängig.

3So verhält es sich auch bei uns.Solange wir unmündig wie Kinder waren,wurden wir von den Elementen4,3 Elemente: Feuer, Wasser, Luft und Erde, die man in der Antike für die Grundstoffe des Weltalls hielt. Bei Paulus Mächte, die im Gegensatz zu Christus stehen. dieser Welt4,3 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. beherrscht.4Aber als die Wartezeit erfüllt war,sandte Gott seinen Sohn4,4 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt..Er wurde von einer Frau geborenund war dem Gesetz4,4 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. unterstellt.5Dadurch wollte Gott alle freikaufen,die dem Gesetz4,5 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. unterworfen waren.Auf diese Weise wollte Gott unsals seine Kinder annehmen.

6Weil ihr nun seine Kinder seid,hat Gott den Geist4,6 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. seines Sohnes4,6 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.in unsere Herzen4,6 Herz: Das Herz gilt als Sitz des Verstandes und des Willens und damit auch als Ort der Entscheidung über richtiges und falsches Handeln. gesandt.Der ruft: »Abba4,6 Abba: Aramäisch für »lieber Vater«. , Vater«!7Du bist also kein Sklave mehr,sondern ein mündiges Kind.Wenn du aber Kind bist,dann bist du auch Erbe.Dazu hat Gott dich bestimmt.

Paulus macht sich Sorgen um die Gemeinde

8Früher,als ihr Gott noch nicht kanntet,habt ihr Göttern gedient,die gar keine Götter sind.9Jetzt aber kennt ihr Gott –besser gesagt:Gott kennt euch.Wie könnt ihr euch da wiederdiesen schwachen und armseligen Elementen4,9 Elemente: Feuer, Wasser, Luft und Erde, die man in der Antike für die Grundstoffe des Weltalls hielt. Bei Paulus Mächte, die im Gegensatz zu Christus stehen. zuwenden?Wollt ihr euch ihnen von Neuem unterwerfen?10Ihr beachtet4,10 beachtet: Gemeint ist die Beachtung bestimmter Tage oder Zeiten wie Neumond oder Neujahr. Das gehörte für eine bestimmte Gruppe im Judentum zur Zeit des Paulus zur gewissenhaften Beachtung des Gesetzes. bestimmte Tage und Monate,Festzeiten und besondere Jahre.11Ich mache mir Sorgen um euch!Habe ich mich etwa vergeblich mit euch abgemüht?

12Ich bitte euch, liebe Brüder und Schwestern4,12 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. :Werdet wie ich.Ich bin ja damals4,12 damals: Als Paulus das erste Mal bei den Galatern war und bei ihnen wie ein Heide gelebt hat. auch so geworden,wie ihr wart –frei gegenüber dem Gesetz4,12 frei gegenüber dem Gesetz: »Frei gegenüber dem Gesetz« ist ein erklärender Zusatz, vgl. 1. Korinther 9,21..Ihr habt mir bisher nie Unrecht getan.13Ihr erinnert euch sicher noch an das erste Mal,als ich euch die Gute Nachricht4,13 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. verkündete.Damals war ich krank.14Mein Zustand stellte euch auf eine harte Probe.Trotzdem habt ihr mich nicht zurückgewiesenoder vor mir ausgespuckt.Ihr habt mich vielmehr aufgenommenwie einen Engel4,14 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. Gottes –ja wie Christus4,14 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. Jesus4,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. selbst.15Was ist aus dem Glück geworden,das ihr damals empfunden habt?Ich kann es bezeugen:Wenn es möglich gewesen wäre,hättet ihr euch sogar ein Bein für mich ausgerissen4,15 ein Bein für mich ausgerissen: Wörtlich heißt es in Vers 15: »Wenn es möglich gewesen wäre, hättet ihr euch sogar die Augen ausgerissen und sie mir gegeben.«.16Bin ich jetzt etwa euer Feind geworden,weil ich euch die Wahrheit sage?

17Diese Leute bemühen sich um euch,aber nicht in rechter Weise.Im Gegenteil:Sie wollen euch doch nuraus unserem gemeinsamen Glauben4,17 aus unserem gemeinsamen Glauben: »Aus unserem gemeinsamen Glauben« ist ein erklärender Zusatz. ausschließen,damit ihr euch um sie bemüht.18Es ist ja gut,wenn man sich um euch bemüht –aber in rechter Weise!Und das immer,und nicht nur,wenn ich bei euch bin.19Meine Kinder!Ich leide wegen euch noch einmal Geburtswehen,bis Christus4,19 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. bei euch Gestalt angenommen hat.20Ich wünschte,ich könnte jetzt bei euch seinund eindringlicher mit euch reden.Denn ich bin ratlos,was ich wegen euch noch tun soll.

Die beiden Söhne Abrahams

21Ihr wollt euch also dem Gesetz4,21 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. unterwerfen.Sagt mir:Hört ihr denn nicht,was das Gesetz4,21 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. sagt?22In der Heiligen Schrift4,22 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. steht doch:Abraham4,22 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. hatte zwei Söhne,den einen von der unfreien Dienerin4,22 unfreie Dienerin: Gemeint ist seine Dienerin Hagar.,den anderen von der freien Frau4,22 freie Frau: Gemeint ist seine Frau Sara..23Der Sohn der unfreien Dienerin4,23 unfreie Dienerin: Gemeint ist seine Dienerin Hagar. wurde auf natürliche Weise gezeugt.Der Sohn der freien Frau4,23 freie Frau: Gemeint ist seine Frau Sara. dagegen,weil Gott es versprochen hatte.24Das ist bildlich gemeint:Die beiden Frauen stehen für zwei Bünde4,24 Bund: Eine gegenseitige Verpflichtung zwischen zwei Partnern, die durch einen förmlichen Vertrag geregelt sein kann. .Der eine Bund4,24 Bund: Eine gegenseitige Verpflichtung zwischen zwei Partnern, die durch einen förmlichen Vertrag geregelt sein kann. wurde am Berg Sinai geschlossenund bringt Unfreie hervor.Dafür steht Hagar4,24 Hagar: Ägyptische Dienerin von Sara. Da Sara als unfruchtbar galt, zeugte Abraham mit ihr seinen ersten Sohn Ismael..25»Hagar4,25 Hagar: Ägyptische Dienerin von Sara. Da Sara als unfruchtbar galt, zeugte Abraham mit ihr seinen ersten Sohn Ismael.« bezeichnet also den Berg Sinai4,25 Sinai, Horeb: Gottesberg in der Wüste, auf dem Gott im Gewittersturm erscheint; vgl. 2. Mose/Exodus 19,16. in Arabien4,25 Arabien: Gebiet südöstlich von Damaskus. .Sie entspricht aber dem heutigen Jerusalem4,25 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. ,denn Jerusalem4,25 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. lebt mit seinen Kindern in Unfreiheit.26Das Jerusalem im Himmel4,26 himmlisches Jerusalem, neues Jerusalem: Sinnbild für die neue Schöpfung, in der Not und Leiden durch Gottes Gegenwart endgültig überwunden sind. dagegen ist frei.Das ist unsere Mutter.27Denn in der Heiligen Schrift4,27 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. steht4,27 steht: Das Zitat stammt aus Jesaja 54,1.:»Freu dich, du Unfruchtbare,obwohl du keine Kinder bekommst.Juble laut,obwohl du keine Wehen hast.Denn die verlassene Frau hat viele Kinder –mehr als die Frau,die einen Mann hat.«

28Brüder und Schwestern4,28 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. !Ihr gehört wie Isaak4,28 Isaak: Einziger Sohn von Abraham und Sara. zu den Kindern,die zur Welt kamen,weil Gott es versprochen hat.29Es ist aber genau wie damals:Der Sohn,der auf natürliche Weise gezeugt wurde,verfolgt den anderen –den, der mithilfe des Heiligen Geistes4,29 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. zur Welt kam.30Doch was steht4,30 steht: Das Zitat stammt aus 1. Mose/Genesis 21,10. dazu in der Heiligen Schrift4,30 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind.?»Jage die unfreie Dienerin4,30 unfreie Dienerin: Gemeint ist seine Dienerin Hagar. und ihren Sohn fort.Denn der Sohn der Unfreien4,30 unfreie Dienerin: Gemeint ist seine Dienerin Hagar. darf nichtzusammen mit dem Sohn der freien Frau4,30 freie Frau: Gemeint ist seine Frau Sara. erben.«31Brüder und Schwestern4,31 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. ,das alles zeigt doch:Wir sind nicht Kinder der unfreien Dienerin