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Verzeichnis der Begleiter Esras

81Während der Regierungszeit von König Artaxerxes8,1 Artaxerxes I.: König von Persien 464–424 v. Chr.ging ich von Babylon8,1 Babylon: Hauptstadt Babyloniens. Nach der Eroberung Jerusalems 586 v. Chr. wurden viele Bewohner dorthin verschleppt. nach Jerusalem.Auf meiner Reise wurde ich begleitetvon den Familienoberhäuptern.Das ist die Liste meiner Begleiter und ihrer Vorfahren:2Gerschom aus der Familie des Pinhas8,2 Pinhas: Enkel des ersten Hohepriesters Aaron. Gott verspricht ihm, dass seine Nachkommen für immer Priester sein werden; vgl. 4. Mose/Numeri 25,10-13.;Daniel aus der Familie des Itamar8,2 Itamar: Jüngster Sohn des Hohepriesters Aaron.;Hattusch, der Sohn des Schechanja,aus der Familie Davids8,2 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr …;3sowie Secharja aus der Familie des Parosch –mit ihm waren 150 Männer verzeichnet.4Eljoenai, der Sohn des Serachja,aus der Familie von Pahat-Moabwurde von 200 Männern begleitet.5Schechanja, der Sohn des Jahasiel,aus der Familie des Sattuwurde von 300 Männern begleitet.6Ebed, der Sohn des Jonatan,aus der Familie des Adinwurde von 50 Männern begleitet.7Jeschaja, der Sohn des Atalja,aus der Familie des Elamwurde von 70 Männern begleitet.8Sebadja, der Sohn des Michael,aus der Familie des Schefatjawurde von 80 Männern begleitet.9Obadja, der Sohn des Jehiel,aus der Familie des Joabwurde von 218 Männern begleitet.10Schelomit, der Sohn des Josifja,aus der Familie des Baniwurde von 160 Männern begleitet.11Secharja, der Sohn des Bebai,aus der Familie des Bebaiwurde von 28 Männern begleitet.12Johanan, der Sohn des Katan,aus der Familie des Asgadwurde von 110 Männern begleitet.13Von den Nachkommen des Adonikambegleiteten mich die letzten aus seiner Familie:Elifelet, Jeiel und Schemaja.Sie wurden von 60 Männern begleitet.14Utai, der Sohn des Sabud,aus der Familie des Bigwaiwurde von 70 Männern begleitet.

Esra gewinnt Leviten und Tempeldiener für die Rückkehr

15Ich versammelte sie alle am Kanal,der zur Stadt Ahawa fließt.Dort blieben wir drei Tage lang.Dabei stellte ich fest,dass keine Leviten8,15 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Mehr … anwesend waren.Nur Leute aus dem Volk und Priester8,15 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … waren da.16Deshalb ließ ich einige der Familienoberhäupterzu mir kommen.Das waren Elieser, Ariel, Schemaja, Elnatan, Jarib,Elnatan, Natan, Secharja und Meschullam.Dazu gehörten auch die erfahrenen BeraterJojarib und Elnatan.17Ich sandte sie zu Iddo, dem Ortsvorsteher von Kasifja,mit einer Botschaft für ihn und seine Brüder.Aus Kasifja sollten sie Tempeldiener8,17 Tempeldiener: Erfüllen Aufgaben am Tempel, die nicht von Priestern und Leviten erledigt wurden. zu uns bringen,die am Haus unseres Gottes dienen konnten.18Weil Gott seine schützende Hand über uns hielt,schickten sie uns einen einsichtigen Mann.Er hieß Scherebja und war ein Nachkomme des Machli,dem Sohn von Levi8,18 Levi: Stammvater aller Leviten. Ihr Name geht auf Levi zurück. und Enkel von Israel8,18 Israel: Anderer Name für Jakob, den er von Gott in 1. Mose/Genesis 32,23-33 erhält. Mehr ….Scherebja kam mit seinen Söhnen und Brüdern,zusammen waren es 18 Männer.19Außerdem schickten sie Haschabja und Jeschaja,zwei Nachkommen von Merari.Auch sie brachten ihre Brüder und Söhne mit,zusammen waren es 20 Männer.20Dazu kamen noch 220 Tempeldiener,die alle namentlich erfasst wurden.Ihre Vorfahren waren einst dem Tempel8,20 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … übergeben worden,um die Leviten zu unterstützen.Das wurde von David8,20 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … und seinen Beamten veranlasst.

Gebet für eine sichere Rückkehr

21Dort, am Kanal Ahawa, ließ ich die Leute fasten8,21 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken ist in der Bibel eine übliche religiöse Praxis. Mehr …und zu Gott beten.Wir wollten Gott um eine sichere Reise bitten –für uns, unsere Familien und unseren ganzen Besitz.22Um bewaffnete Männer und Reiterwollte ich den König8,22 König: Meint König Artaxerxes I. von Persien. nicht bitten.Sie hätten uns unterwegs beschützen können.Aber ich scheute davor zurück,weil wir doch zum König gesagt hatten:»Gott hält seine schützende Hand über alle,die ihn suchen.Doch sein mächtiger Zorn8,22 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten. Mehr … richtet sich gegen alle,die sich von ihm abwenden.«23So fasteten wir.Wir baten unseren Gott, uns zu beschützen –und er erhörte uns.

Geschenke für den Tempel

24Dann wählte ich zwölf8,24 zwölf: Die Zahl steht sinnbildlich für die zwölf Stämme Israels. von den führenden Priestern8,24 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … aus,dazu Scherebja, Haschabja und zehn ihrer Brüder.25In ihrer Gegenwart wog ich die Geschenke ab,die man für das Haus unseres Gottes8,25 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem. gegeben hatte:das Silber, das Gold und die Gefäße –gespendet vom König, seinen Ratgebern und Beamtensowie allen Israeliten im Perserreich.26Ich wog alles ab.Dann übergab ich ihnen die gewogenen Geschenke:etwa 22.000 Kilogramm8,26 22.000 Kilogramm: Wörtlich »650 Kikkar«. Ein Kikkar entspricht etwa 34 kg. Silber,silberne Gefäße, etwa 3400 Kilogramm8,26 3400 Kilogramm: Wörtlich »100 Kikkar«. Ein Kikkar entspricht etwa 34 kg. schwer,dazu etwa 3400 Kilogramm8,26 3400 Kilogramm: Wörtlich »100 Kikkar«. Ein Kikkar entspricht etwa 34 kg. Gold,2720 goldene Becher im Wert von 1000 Goldmünzen8,27 Goldmünzen: Wörtlich »Golddareiken«. Persische Goldmünzen, die vom Perserkönig Darius in Umlauf gebracht wurden.und zwei schöne Gefäße aus glänzender Bronze8,27 Bronze: Metall-Legierung aus Kupfer und Zinn. Sie wurde zur Herstellung von Schmuck, Waffen und Gegenständen für den Gottesdienst verwendet.,so wertvoll wie Gold.28Dann sagte ich zu ihnen:»Ihr seid dem Herrn heiligund auch die Gefäße sind heilig.Das Silber und das Gold sind eine freiwillige Gabefür den Herrn, den Gott eurer Vorfahren.29Passt gut darauf auf und schützt es,bis ihr in Jerusalem8,29 Jerusalem: Mit dem Zweiten Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. ankommt.Dort sollt ihr es nachwiegen.Das soll in den Vorratskammern des Tempels geschehen.Dabei sollen die führenden Priester8,29 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr …, die Leviten8,29 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Mehr …und die Familienoberhäupter Israels8,29 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. Mehr … anwesend sein.«30So wurden das Silber, das Gold und die Gefäße gewogen.Dann nahmen die Priester und Leviten alles entgegen,um es in den Tempel nach Jerusalem zu bringen.

Ankunft in Jerusalem

31Am zwölften Tag des ersten Monats8,31 erster Monat: Meint den Monat Nisan. Er fällt in den März/April unseres Kalenders. brachen wir auf,um vom Kanal Ahawa nach Jerusalem8,31 Jerusalem: Mit dem Zweiten Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. zu gehen.Unser Gott hielt seine Hand schützend über uns.Weder Feinde noch Wegelagerer griffen uns an.32Als wir in Jerusalem ankamen,ruhten wir uns drei Tage lang aus.33Am vierten Tag gingen wir zum Haus unseres Gottes8,33 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem..Dort wurde alles nachgewogen,das Silber, das Gold und die Gefäße.Dann übergaben wir alles dem Priester Meremot,dem Sohn des Urija.Bei ihm waren Eleasar, der Sohn des Pinhas,und zwei Leviten8,33 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Mehr …:Josabad, der Sohn des Jeschua,und Noadja, der Sohn des Binnui.34Alles wurde gezählt und gewogen,und man schrieb das Gewicht genau auf.

35Alle, die aus der Verbannung8,35 Verbannung: Meint die Zeit zwischen 586 und 538 v. Chr., in der ein Teil des Volkes Israel gezwungen war, in Babylonien zu leben. Mehr … zurückgekehrt waren,brachten für den Gott Israels Brandopfer8,35 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr … dar:12 junge Stiere für das Volk Israel,96 Widder und 77 Lämmer.Dazu kamen 12 Ziegenböcke als Sündopfer8,35 Sündopfer: Gott schenkt dem Sünder die Möglichkeit, die Beziehung zu ihm in Ordnung zu bringen. Der Wert des Sündopfers hängt von der Stellung der Person ab. Mehr ….All das wurde dem Herrn als Brandopfer dargebracht.36Dann übergaben die Rückkehrer die königlichen Anordnungen.Die erhielten die Stellvertreter des Königs vor Ortsowie die Verwalter der Provinz westlich des Eufrat8,36 Provinz westlich des Eufrat: Persische Verwaltungseinheit entlang der Mittelmeerküste vom nördlichen Syrien hinunter bis an die ägyptische Grenze..Diese Männer unterstützen von nun andas Volk und das Haus Gottes8,36 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem..
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Das Problem der Mischehen

Esra 9,1–10,44

Esra erfährt von Ehen mit fremden Frauen

91Nachdem ich meinen Auftrag ausgeführt hatte,traten die Obersten des Volkes an mich heran und sagten:»Das Volk Israel9,1 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. Mehr …, die Priester9,1 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … und die Leviten9,1 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Mehr …haben sich schuldig gemacht.Denn sie haben sich nicht ferngehaltenvon den Völkern im Land, die Götzen9,1 Götze: Abfällige Bezeichnung für eine fremde Gottheit oder ihr Standbild. verehren:den Kanaanitern9,1 Kanaaniter: Bewohner des Gebietes zwischen Jordantal und Mittelmeer, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. Mehr …, Hetitern9,1 Hetiter: Volksgruppe im südlichen Kanaan, bevor das Land durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde., Perisitern,Jebusitern9,1 Jebusiter: Bevölkerungsgruppe, die vor den Israeliten in Jerusalem und dem umliegenden Gebiet lebte., Ammonitern9,1 Ammoniter: Nachbarvolk Israels im Ostjordanland., Moabitern9,1 Moabiter: Nachbarvolk Israels im Ostjordanland. Mehr …,Ägyptern9,1 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste. Mehr … und Amoritern9,1 Amoriter: Volksgruppe, die im Gebiet östlich und westlich des Jordan lebte, bevor das Volk Israel das Land in Besitz nahm..2Sie und ihre Söhne gingen sogar so weit,sich Frauen aus den Nachbarvölkern9,2 Frauen aus den Nachbarvölkern: Ehen mit Menschen aus anderen Völkern waren 5. Mose/Deuteronomium 7,3-4 zufolge verboten. zu nehmen.So vermischte sich das Volk Gottes mit anderen Völkern.Dabei sind die Obersten des Volkes und die führenden Männermit schlechtem Beispiel vorangegegangen.Sie waren die Ersten, die Gott untreu geworden sind.«3Als ich diese Worte hörte,zerriss ich mein Gewand9,3 Gewand zerreißen: Gehört wie das Raufen der Haare und das Sitzen auf dem Boden zu den Trauerbräuchen. und meinen Mantel.Ich raufte mir die Haare9,3 Haare raufen: Gehört zu den Trauerbräuchen. und den Bart.Dann setzte ich mich in stummer Trauer auf den Boden9,3 auf den Boden: Gehört zu den Trauerbräuchen..4Wie betäubt blieb ich sitzen,bis am Abend im Tempel9,4 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … das Opfer dargebracht wurde.Inzwischen hatten sich viele Leute um mich versammelt.Sie fürchteten sich vor dem Urteil,das ihnen vom Gott Israels drohte.Denn die Heimgekehrten waren ihm nicht treu geblieben.

Esra betet zu Gott

5Zur Zeit des Abendopfers9,5 Abendopfer: Im Tempel wurden zu festgesetzten Zeiten des Tages regelmäßig Opfer dargebracht. erhob ich michaus meiner Trauerhaltung.In meinem zerrissenen Gewand und Mantelfiel ich vor Gott auf die Knie.Ich breitete die Hände aus und betete zum Herrn:6»Mein Gott, ich schäme mich und wage nicht,meine Augen zu dir, meinem Gott, zu erheben.Denn unsere Schuld9,6 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … ist uns über den Kopf gewachsen,sie reicht bis zum Himmel.7Wir haben großes Unrecht begangenvon der Zeit unserer Vorfahren an bis heute.Wegen dieser Schuld hat uns Gottin die Gewalt fremder Herrscher9,7 fremde Herrscher: Meint die Eroberung des Nordreichs Israel durch die Assyrer 722 v. Chr. und die Eroberung des Südreichs Juda durch die Babylonier 586 v. Chr., vgl. 2. Könige 17 und 2. Könige 25. gegeben –zusammen mit unseren Königen und Priestern9,7 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr ….Wir wurden durch das Schwert getötet,kamen in Gefangenschaft, wurden ausgeraubtund mit Schande überschüttet.Daran hat sich bis heute nichts geändert.

8Jetzt aber hat der Herr, unser Gott,uns für kurze Zeit seine Gnade9,8 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. Mehr … geschenkt.Er hat einen Rest von uns übrig gelassen,den er gerettet hat.Er hat uns Halt gegeben an diesem heiligen Ort9,8 heiliger Ort: Meint die Stadt Jerusalem mit dem Tempel, der als Haus Gottes gilt..So brachte Gott unsere Augen zum Leuchtenund ließ uns aufleben in der Gefangenschaft.9Denn wir sind immer noch Knechte.Aber auch in der Gefangenschafthat unser Gott uns nicht verlassen.Er ließ uns die Gunst der Könige von Persien9,9 Könige von Persien: Mein konkret Kyros II. und Artaxerxes I., die die Rückkehr nach Jerusalem und den Wiederaufbau von Tempel und Stadt ermöglichten. finden.Daher konnten wir wieder auflebenund das Haus unseres Gottes aufbauen.Aus Trümmern haben wir es wieder aufgerichtet.So hat Gott uns einen sicheren Ort gegebenin Juda9,9 Juda: Provinz im persischen Reich. Seit der Eroberung Jerusalems 586 v. Chr. gab es in Israel keine unabhängigen Königreiche mehr. Mehr … und Jerusalem9,9 Jerusalem: Mit dem Zweiten Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes..

10Und jetzt, unser Gott,was sollen wir nach alldem noch sagen?Wir haben gegen deine Gebote9,10 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr … verstoßen,11die du uns gegeben hastdurch deine Knechte9,11 Knechte: Selbstbezeichnung von Menschen, die sich in den Dienst Gottes stellen und ihn dadurch als ihren Herrn anerkennen., die Propheten9,11 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr ….Du hast gesagt9,11 gesagt: Eine ähnliche Bestimmung findet sich in 3. Mose/Levitikus 18,24-27.:›Das Land, in das ihr kommt, um es in Besitz zu nehmen,ist ein unreines Land.Die Nachbarvölker haben es unrein gemacht:Durch ihren Götzendienst9,11 Götzendienst: Verehrung einer fremden Gottheit, die in Israel verboten war.ist das ganze Land unrein geworden.12Daher sollt ihr eure Töchternicht ihren Söhnen zur Frau geben9,12 zur Frau geben: Ehen mit Menschen aus anderen Völkern waren 5. Mose/Deuteronomium 7,3-4 zufolge verboten.und ihre Töchter nicht euren Söhnen.Sucht niemals ihre Freundschaft noch ihr Wohlwollen!Dann werdet ihr stark seinund die Früchte des Landes genießen.Ihr werdet es euren Nachkommen vererben für alle Zeit.‹

13All das ist uns zugestoßenwegen unserer bösen Taten und unserer schweren Schuld9,13 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr ….Doch du, unser Gott, hast uns nicht so hart bestraft,wie wir es verdient haben.Du hast sogar einen Rest9,13 Rest Israels: Gruppe von Menschen, die Gottes Gericht überleben. Gott sammelt sie und schenkt ihnen eine neue Zukunft. von uns gerettet.14Wie konnten wir da nur wieder deine Gebote9,14 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr … übertreten?Wie konnten wir uns mit den Völkern einlassen,die andere Götter verehren?Muss dein Zorn9,14 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten. Mehr … sich jetzt nicht gegen uns richten,bis es ganz aus ist mit uns?Keiner von uns wird übrig bleiben,niemand wird gerettet werden.15Doch du, Herr, Gott Israels, du bist gerecht!Daher hast du einen Rest von uns übrig gelassen.Deshalb sind wir heute hier.Wir stehen vor dir mit unserer Schuld.So können wir nicht vor dir bestehen.«
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Das Volk bekennt sich schuldig

101Als Esra betete und die Schuld10,1 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … des Volkes bekannte,kniete er vor dem Tempel10,1 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … und weinte.Da versammelten sich viele Israeliten bei ihm,Männer, Frauen und Kinder.Das Volk weinte heftig.2Schechanja, der Sohn des Jehiel und Nachkomme von Elam,sagte zu Esra:»Wir sind unserem Gott untreu geworden.Wir haben fremde Frauen10,2 fremde Frauen: Ehen mit Menschen aus anderen Völkern waren 5. Mose/Deuteronomium 7,3-4 zufolge verboten. geheiratet,die aus den Nachbarvölkern stammen.Doch es gibt noch eine Hoffnung für Israel10,2 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. Mehr …!3Wir wollen uns nun unserem Gott gegenüberfeierlich dazu verpflichten,alle unsere fremden Frauen wegzuschicken.Ihre Kinder sollen sie mitnehmen.Du selbst hast uns das geratenund ebenso alle,die das Gebot unseres Gottes ernst nehmen.Diese Weisung muss nun umgesetzt werden.4Steh auf! Es ist deine Sache,das in Ordnung zu bringen.Wir stehen hinter dir!Sei entschlossen und handle!«

5Da stand Esra auf.Die führenden Priester10,5 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr …, die Leviten10,5 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Mehr … und ganz Israelließ er schwören, diesen Vorschlag umzusetzen.Sie schworen es.6Esra erhob sich von seinem Platz vor dem Haus Gottes10,6 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem..Er ging in den Tempel, in die Kammer von Johanan,dem Sohn des Eljaschib.Dort blieb er die Nacht über,ohne zu essen und zu trinken.Denn er war sehr traurig darüber,dass die Heimkehrer Gott untreu geworden waren.

Die Ehen mit fremden Frauen werden aufgelöst

7Dann ließ man in Juda10,7 Juda: Provinz im persischen Reich. Seit der Eroberung Jerusalems 586 v. Chr. gab es in Israel keine unabhängigen Königreiche mehr. Mehr … und Jerusalem10,7 Jerusalem: Mit dem Zweiten Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes.alle Heimkehrer dazu aufrufen,sich in Jerusalem zu versammeln.8Die Obersten und Ältesten10,8 Älteste: Bezeichnung für ein leitendes Amt in der Gemeinschaft, das von älteren Männern ausgeübt wurde. hatten beschlossen:Jeder, der nicht innerhalb von drei Tagen kommt,wird aus der Gemeinde der Heimkehrer ausgeschlossen.Außerdem soll er seinen gesamten Besitz verlieren.9So versammelten sich die Männeraus den Stämmen Juda und Benjamin10,9 Stämme Juda und Benjamin: Die Gebiete der Stämme Juda und Benjamin stellen das Herrschaftsgebiet der ehemaligen Könige von Jerusalem dar.innerhalb von drei Tagen in Jerusalem.Am 20. Tag des neunten Monats10,9 neunter Monat: Meint den Monat Kislew. Er fällt in den November/Dezember unseres Kalenders. waren alle beisammen.Die Leute aus dem Volk saßen auf dem Platzvor dem Haus Gottes.Sie zitterten vor Angst, was da kommen sollte,und wegen des strömenden Regens.10Da stand der Priester Esra auf und sagte zu ihnen:»Ihr seid Gott untreu geworden.Denn ihr habt fremde Frauen10,10 fremde Frauen: Ehen mit Menschen aus anderen Völkern waren 5. Mose/Deuteronomium 7,3-4 zufolge verboten. geheiratetund so die Schuld Israels noch vergrößert.11Nun bekennt euch wieder zum Herrn,dem Gott eurer Vorfahren!Handelt nach seinem Willen!Trennt euch von den Nachbarvölkernund schickt die fremden Frauen weg!«

12Die Versammelten antworteten mit fester Stimme:»Wir wollen tun, was du gesagt hast.13Aber es regnet stark, und viele von uns sind hier.Man kann sich unmöglich im Freien aufhalten.Außerdem ist das keine Angelegenheit,die man in ein oder zwei Tagen klären kann.Zu viele von uns sind in diese Sache verwickelt.14Daher sollen unsere Oberstendie ganze Gemeinde vertreten.Alle aus unseren Städten,die fremde Frauen geheiratet haben,sollen zu festgesetzten Zeiten herkommen.Die Ältesten10,14 Älteste: Bezeichnung für ein leitendes Amt in der Gemeinschaft, das von älteren Männern ausgeübt wurde. und die Richter der Stadtsollen sie begleiten.Das soll so lange geschehen,bis Gott wegen dieser Ehen nicht mehr zornig auf uns ist.«15Nur zwei Männer waren dagegen:Jonatan, der Sohn des Asael,und Jachseja, der Sohn des Tikwa.Sie wurden unterstütztvon den Leviten10,15 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Mehr … Meschullam und Schabbetai.

16Die Heimgekehrten machten alles so,wie sie es versprochen hatten.Der Priester Esra wählte die Männer aus –ein Familienoberhaupt für jede Großfamilie.Alle wurden namentlich benannt.Am ersten Tag des zehnten Monats10,16 zehnter Monat: Meint den Monat Tebet. Er fällt in den November/Dezember unseres Kalenders. kamen sie zusammen,um diese Sache zu untersuchen.17Am ersten Tag des ersten Monats10,17 erster Monat: Meint den Monat Nisan. Er fällt in den März/April unseres Kalenders. waren sie fertig.Sie hatten die Fälle aller Männer geklärt,die fremde Frauen10,17 fremde Frauen: Ehen mit Menschen aus anderen Völkern waren 5. Mose/Deuteronomium 7,3-4 zufolge verboten. geheiratet hatten.

Verzeichnis der Israeliten mit fremden Frauen

18Auch einige Priester10,18 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … hatten fremde Frauen10,18 fremde Frauen: Ehen mit Menschen aus anderen Völkern waren 5. Mose/Deuteronomium 7,3-4 zufolge verboten. geheiratet:Maaseja, Elieser, Jarib und Gedalja.Sie waren Nachkommen des Jeschua10,18 Jeschua: Erster Hohepriester am Tempel in Jerusalem nach der Rückkehr der Juden aus Babylonien um 520 v. Chr.,des Sohnes von Jozadak,und seine Brüder.19Sie gaben ihr Ehrenwort,ihre Frauen wegzuschicken.Weil sie sich ihrer Schuld bewusst waren,brachten sie einen Widder als Schuldopfer10,19 Schuldopfer: Wird als eine Art Wiedergutmachung dargebracht. Gott schenkt dem Schuldigen die Möglichkeit, die gestörte Beziehung zu ihm wieder in Ordnung zu bringen. dar.20Dazu kamen noch weitere Priester,die fremde Frauen geheiratet hatten.Von den Nachkommen des Immer waren esSebadja und Hanani.21Von den Nachkommen des Harim waren esMaaseja, Elija, Schemaja, Jehiel und Usija.22Von den Nachkommen des Paschhur waren esEljoenai, Maaseja, Jischmael, Netanel, Josabad, Elasa.

23Dazu kamen von den Leviten10,23 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Mehr …Josabad, Schima und Kelaja –der auch Kelita genannt wird,außerdem Petachja, Juda und Elieser.24Von den Tempelsängern war es Eljaschib.Von den Torwächtern10,24 Torwächter: Leviten, die den Zugang zum Tempel und die Abgaben überwachten. waren es Schallum, Telem und Uri.

25Dazu kamen die übrigen Israeliten.Von den Nachkommen des Parosch waren esRamja, Jisija, Malkija, Mijamin,Eleasar, Haschabja10,25 Haschabja: Die Übersetzung folgt der griechischen Überlieferung. und Benaja.26Von den Nachkommen des Elam waren esMattanja, Secharja, Jehiel, Abdi, Jeremot und Elija.27Von den Nachkommen des Sattu waren esEljoenai, Eljaschib, Mattanja, Jeremot, Sabad und Asisa.28Von den Nachkommen des Bebai waren esJohanan, Hananja, Sabbai und Atlai.29Von den Nachkommen des Bani waren esMeschullam, Malluch, Adaja, Jaschub, Scheal und Jeremot.30Von den Nachkommen des Pahat-Moab waren esAdna, Kelal, Benaja, Maaseja,Mattanja, Bezalel, Binnui und Manasse.31Von den Nachkommen des Harim waren es Elieser, Jischija,Malkija, Schemaja, Simeon,32Benjamin, Malluch und Schemarja.33Von den Nachkommen des Haschum waren esMattenai, Mattatta, Sabad, Elifelet,Jeremai, Manasse und Schimi.34Von den Nachkommen des Bani waren esMaadai, Amram, Uel,35Benaja, Bedja, Keluhi,36Wanja, Meremot, Eljaschib,37Mattanja, Mattenai und Jaasai.38Von den Nachkommen des Binnui waren es Schimi,39Schelemja, Natan, Adaja,40Machnadbai, Schaschai, Scharai,41Asarel, Schelemja, Schemarja,42Schallum, Amarja und Josef.43Von den Nachkommen des Nebo waren esJeiel, Mattitja, Sabad, Sebina, Jaddai, Joel und Benaja.

44Alle diese Männer hatten fremde Frauen10,44 fremde Frauen: Ehen mit Menschen aus anderen Völkern waren 5. Mose/Deuteronomium 7,3-4 zufolge verboten. geheiratet.Doch jetzt schickten sie ihre Frauen und Kinder weg.