BasisBibel (BB)
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Der Bau des Tempels wird eingestellt

41Die Zurückgekehrten4,1 Zurückgekehrte: Meint Menschen aus Israel, die aus der Verbannung nach Babylonien wieder in ihre Heimat zurückgekehrt sind. führten die Bauarbeitenam Tempel für den Herrn4,1 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr …, den Gott Israels, fort.Die Feinde4,1 Feinde: Nach dem Untergang des Nordreichs Israel siedelten die Assyrer dort fremde Völker an, die sich mit den Überlebenden aus dem Nordreich verbanden. der Stämme Juda und Benjamin4,1 Stämme Juda und Benjamin: Die Gebiete der Stämme Juda und Benjamin stellen das Herrschaftsgebiet der ehemaligen Könige von Jerusalem dar. hörten davon.2Da kamen sie zu Serubbabel4,2 Serubbabel: Nachkomme von König David und erster persischer Statthalter in Jerusalem nach der Rückkehr der Juden aus Babylonien um 520 v. Chr. Er ist mitverantwortlich für den Wiederaufbau des Tempels., zu Jeschua4,2 Jeschua: Der Name findet sich an dieser Stelle in der griechischen Überlieferung. Jeschua leitete nach der Rückkehr aus Babylon mit Serubbabel den Wiederaufbau des Tempels in Jerusalem.und zu den Familienoberhäuptern.Sie sagten zu ihnen:»Lasst uns das Bauwerk doch gemeinsam errichten,denn wir verehren den gleichen Gott wie ihr.Auch wir bringen ihm Opfer dar,seit uns Asarhaddon4,2 Asarhaddon: König von Assyrien (680–669 v. Chr.). Er führte Kriege im östlichen Mittelmeerraum und siedelte die besiegte Bevölkerung in anderen Teilen seines Reiches an., der König von Assyrien4,2 Assyrien: Militärische Großmacht in der gleichnamigen Region am oberen Tigris, im heutigen Irak.,hier angesiedelt4,2 hier: Nach dem Untergang des Nordreichs Israel siedelten die Assyrer dort fremde Völker an, die sich mit den Überlebenden aus dem Nordreich verbanden; vgl. 2. Könige 17,24-41. Die Israeliten behielten den Glauben an ihren Gott. Aus ihnen ging später die Gruppe der Samariter hervor. hat.«3Doch Serubbabel und Jeschuaund die übrigen Familienoberhäupter Israelssagten zu ihnen:»Es steht euch nicht zu,zusammen mit uns den Tempel für unseren Gott zu bauen.Es ist allein unsere Sache,ihn für den Herrn, den Gott Israels, zu errichten.Das entspricht auch dem Befehl4,3 Befehl: Der Befehl findet sich in Esra 1,2-4.,den Kyros4,3 Kyros II.: König von Persien (558–530 v. Chr.), der Persien durch seine Eroberungen zu einem Großreich machte. Die von ihm unterworfenen Völker durften ihre Religion beibehalten., der König von Persien4,3 Persien: Gebirgslandschaft östlich des Persischen Golfs im heutigen Iran. Mehr …, uns gegeben hat.«4Da unternahmen die Leute im Land alles,um das Volk Juda zu entmutigen.Sie konnten das Volk tatsächlich vom Bauen abschrecken.5Sie bestachen sogar Ratgeber des Königs,damit die das Vorhaben verhinderten.Die Bauarbeiten wurden nicht fortgeführt,solange Kyros König von Persien war.Dabei blieb es auch,als Darius4,5 Darius I.: König von Persien (521–486 v. Chr.). König von Persien wurde.

Die Feinde der Israeliten wenden sich an ihren König

6Danach wurde Xerxes4,6 Xerxes I.: König von Persien 485–465 v. Chr. In anderen Übersetzungen trägt er den Namen »Ahasveros«. König von Persien4,6 Persien: Gebirgslandschaft östlich des Persischen Golfs im heutigen Iran. Mehr ….Bei ihm erhoben die Feinde4,6 Feinde: Nach dem Untergang des Nordreichs Israel siedelten die Assyrer dort fremde Völker an, die sich mit den Überlebenden aus dem Nordreich verbanden; vgl. 2. Könige 17,24-41. nun schriftlich Anklagegegen die Bewohner von Juda und Jerusalem4,6 Bewohner von Juda und Jerusalem: Meint die Menschen, die aus der Verbannung nach Babylon zurückgekehrt sind..7Als dann Artaxerxes4,7 Artaxerxes I.: König von Persien 464–424 v. Chr. in Persien regierte,folgte ein weiterer Brief an den König.Den schrieben Bischlam, Mitredat und Tabeel4,7 Bischlam, Mitredat und Tabeel: Beamte der persischen Verwaltung in der Provinz Juda.zusammen mit ihren Mitarbeitern.Er war in aramäischer Schrift geschrieben,und der Text war ins Aramäische4,7 Aramäisch: Sprache, die von den Menschen im persischen Reich gesprochen wurde. Der Abschnitt Esra 4,8–6,18 ist in dieser Sprache verfasst. übersetzt.8Auch Befehlshaber Rehumund Staatsschreiber Schimschaischrieben einen Brief an König Artaxerxes.Er richtete sich gegen Jerusalemund seine Absender4,8 Absender: Die im Folgenden genannten Personen und Gruppen zählen zu den Gegnern der Rückkehrer. waren:9Befehlshaber Rehum, Staatsschreiber Schimschai4,9 Befehlshaber Rehum, Staatsschreiber Schimschai: Beamte der persischen Verwaltung in der Provinz Juda, die zu den Gegnern der Rückkehrer gehören.und ihre Mitarbeiter.Dazu kamen Richter, Botschafter, Beamte und Verwalter,außerdem die Leute aus Uruk4,9 Uruk: Name für eine südöstlich von Babylon gelegene Stadt im heutigen Irak. Andere Bibelübersetzungen geben den Namen mit »Erech« wieder., Babylon4,9 Babylon: Hauptstadt Babyloniens. Nach der Eroberung Jerusalems 586 v. Chr. wurden viele Bewohner dorthin verschleppt.und aus Susa4,9 Susa: Hauptstadt des Perserreichs, an der südwestlichen Grenze des heutigen Iran gelegen. – das sind die Elamiter.10Beteiligt waren auch die anderen Völker,die der große und berühmte Assurbanipal4,10 Assurbanipal: König von Assyrien 668–627 v. Chr.verschleppt hatte.Sie wurden umgesiedelt in die Städte von Samaria4,10 Samaria: Provinz im persischen Reich, die nach der gleichnamigen Stadt benannt wurde.und andere Gebiete westlich des Eufrat.

11Das ist die Abschrift des Briefes,den sie an ihn schickten:»An König Artaxerxes4,11 Artaxerxes I.: König von Persien 464–424 v. Chr.!Es schreiben deine Untertanenaus der Provinz westlich des Eufrat4,11 Provinz westlich des Eufrat: Persische Verwaltungseinheit entlang der Mittelmeerküste vom nördlichen Syrien hinunter bis an die ägyptische Grenze..12Wir möchten dem König Folgendes mitteilen:Die Juden, die aus deinem Gebiet weggezogen sind,sind zu uns nach Jerusalem4,12 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr … gekommen.Jetzt bauen sie tatsächlichdiese aufsässige und böse Stadt wieder auf!Sie errichten die Stadtmauern neu,die Fundamente haben sie schon ausgebessert.13Des Weiteren möchten wir dem König mitteilen:Wenn diese Stadt wieder aufgebaut istund ihre Mauern fertiggestellt sind,wird sie keine Steuern mehr zahlen.Sie wird keine Abgaben und Zölle mehr entrichten.Das wird den königlichen Einnahmen schaden!14Wir fühlen uns dem Königshof eng verbunden4,14 fühlen uns dem Königshof eng verbunden: Wörtlich »essen das Salz des Palastes«. Mit dieser Wendung zeigen die Schreiber des Briefes, wie treu sie gegenüber dem König sind..Deshalb können wir nicht länger zuschauen,wie das Ansehen des Königs beschädigt wird.Das ist der Grund für unsere Nachricht an den König.15Man sollte in den Aufzeichnungen4,15 Aufzeichnungen: Der persische Königshof besaß ein großes Archiv, in dem sich auch Dokumente aus der Zeit der assyrischen und babylonischen Könige befanden. nachforschen,die es von deinen Vorgängern gibt.Dort steht es schwarz auf weiß:Diese Stadt war schon immer aufsässig.Sie hat den Königen und Provinzennichts als Schwierigkeiten gemacht.Deswegen ist diese Stadt ja auch zerstört4,15 zerstört: Meint die Zerstörung Jerusalems durch Nebukadnezzar II. 586 v. Chr. worden.16Darüber hinaus möchten wir dem König noch mitteilen:Wenn diese Stadt wieder aufgebaut istund ihre Mauern stehen,gehört dir westlich des Eufrat nichts mehr!«

Das Antwortschreiben des Königs

17Der König schickte folgende Antwort:»An Befehlshaber Rehum4,17 Befehlshaber Rehum: Beamter der persischen Verwaltung in der Provinz Juda.,Staatsschreiber Schimschai4,17 Staatsschreiber Schimschai: Beamter der persischen Verwaltung in der Provinz Juda.und ihre Mitarbeiter in Samaria4,17 Samaria: Provinz im persischen Reich, die nach der gleichnamigen Stadt benannt wurde.und den Gebieten westlich des Eufrat4,17 Gebiete westlich des Eufrat: Persische Verwaltungseinheiten entlang der Mittelmeerküste vom nördlichen Syrien hinunter bis an die ägyptische Grenze..Seid herzlich gegrüßt!18Der Brief, den ihr mir geschickt habt,wurde mir Wort für Wort vorgelesen.19Daraufhin ließ ich nachforschenund das Ergebnis war:Diese Stadt hat sich tatsächlichständig gegen unsere Könige aufgelehnt.Sie war schon immer ungehorsamund hat häufig Aufstände angezettelt.20In Jerusalem gab es mächtige Könige4,20 mächtige Könige: Meint die Könige David und Salomo.,die über die Gebiete westlich des Eufrat herrschten.Dort erhoben sie Steuern, Abgaben und Zölle.21Verbietet diesen Leuten daher, weiterzubauen!Diese Stadt darf nicht wieder aufgebaut werden,bis ich es erlaube.22Passt auf, dass ihr dabei keinen Fehler macht.Sonst entsteht ein großer Schadenund das würde die königlichen Einnahmen mindern.«

23Das war der Brief von König Artaxerxes4,23 Artaxerxes I.: König von Persien 464–424 v. Chr..Eine Abschrift davon wurde den Empfängern vorgelesen,dem Befehlshaber Rehum4,23 Befehlshaber Rehum, Staatsschreiber Schimschai: Beamte der persischen Verwaltung in der Provinz Juda.,dem Staatsschreiber Schimschai4,23 Befehlshaber Rehum, Staatsschreiber Schimschai: Beamte der persischen Verwaltung in der Provinz Juda.und ihren Mitarbeitern.Sofort eilten sie nach Jerusalem.Sie wollten die Juden auf jeden Fall daran hindern,weiterzubauen.24Das führte dazu, dass in Jerusalemdie Bauarbeiten am Haus Gottes4,24 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem. eingestellt wurden.Sie ruhten bis zum zweiten Regierungsjahrdes Perserkönigs Darius4,24 Darius I.: König von Persien (521–486 v. Chr.)..
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Erneute Schwierigkeiten beim Tempelbau

51Damals traten zwei Propheten5,1 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … auf:der Prophet Haggai5,1 Haggai, Sacharja: Die Botschaft der beiden Männer findet sich in den nach ihnen benannten Büchern. und Sacharja5,1 Haggai, Sacharja: Die Botschaft der beiden Männer findet sich in den nach ihnen benannten Büchern., der Sohn des Iddo.Sie brachten eine Botschaft für die Juden,die in Juda5,1 Juda: Provinz im persischen Reich. Seit der Eroberung Jerusalems 586 v. Chr. gab es in Israel keine unabhängigen Königreiche mehr. Mehr … und Jerusalem5,1 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr … wohnten.Das geschah im Namen des Gottes von Israel,der über sie wachte.2Da machten sich Serubbabel5,2 Serubbabel: Nachkomme von König David und erster persischer Statthalter in Jerusalem nach der Rückkehr der Juden aus Babylonien um 520 v. Chr. Er ist mitverantwortlich für den Wiederaufbau des Tempels. und Jeschua5,2 Jeschua: Erster Hohepriester am Tempel in Jerusalem nach der Rückkehr der Juden aus Babylonien um 520 v. Chr. ans Werk.Der eine war der Sohn des Schealtiel,der andere der Sohn des Jozadak.Sie bauten weiter am Haus Gottes5,2 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem. in Jerusalem,und die Propheten Gottes unterstützten sie dabei.3Daraufhin kam Tattenai zu ihnen,der Verwalter der Provinz westlich des Eufrat.In seiner Begleitung waren Schetar-Bosnaiund andere Mitarbeiter.Sie fragten die Juden:»Wer hat euch die Erlaubnis erteilt,diesen Tempel wieder aufzubauenund dieses Bauwerk fertigzustellen?«4Außerdem wollten sie von ihnen wissen:»Wie heißen die Männer,die für dieses Bauwerk verantwortlich sind?«5Aber die Augen Gotteswachten über die Ältesten5,5 Älteste: Bezeichnung für ein leitendes Amt in der Gemeinschaft, das von älteren Männern ausgeübt wurde. der Juden.So konnten sie die Bauarbeiten ungehindert fortführen,bis Darius5,5 Darius I.: König von Persien (521–486 v. Chr.). in dieser Sache entscheiden würde.Man schickte also einen Bericht an ihnund wartete auf seine Antwort.

Der Brief an König Darius

6Hier ist die Abschrift des Briefes an König Darius5,6 Darius I.: König von Persien (521–486 v. Chr.)..Er wurde von Tattenai verfasst,dem Verwalter der Provinz westlich des Eufrat.Der schickte ihn zusammen mit Schetar-Bosnaiund seinen Mitarbeitern.Die waren Beamte in der Provinz westlich des Eufrat.7In dem Brief stand:»An König Darius!Er herrsche in Frieden!8Wir wollen dem König mitteilen,dass wir in der Provinz Juda5,8 Juda: Provinz im persischen Reich. Seit der Eroberung Jerusalems 586 v. Chr. gab es in Israel keine unabhängigen Königreiche mehr. Mehr … waren.Wir stellten fest, dass das Haus für den großen Gott5,8 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem.wieder aufgebaut5,8 wieder aufgebaut: Der erste Tempel wurde 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört, als sie Juda und Jerusalem eroberten. wird.Es wird aus Quadersteinen errichtet,und in die Wände werden Holzbalken eingezogen.Die Arbeiten werden sorgfältig ausgeführtund gehen gut voran.9Daher haben wir die Ältesten5,9 Älteste: Bezeichnung für ein leitendes Amt in der Gemeinschaft, das von älteren Männern ausgeübt wurde. der Juden gefragt:Wer hat euch denn die Erlaubnis erteilt,dieses Haus wieder aufzubauenund dieses Bauwerk fertigzustellen?10Auch wollten wir ihre Namen wissen,um dir eine Liste der Verantwortlichen zu schicken.

11Sie gaben uns folgende Antwort:›Wir dienen dem Gott,der Himmel und Erde gemacht hat.Wir bauen das Haus wieder auf,das früher lange Zeit hier gestanden hat.Ein großer König Israels5,11 großer König Israels: Meint König Salomo, vgl. 1. Könige 6–8. hat es gebaut und vollendet.12Aber unsere Vorfahrenmachten den Gott des Himmels5,12 Gott des Himmels: Seit der persischen Zeit Bezeichnung für den Gott Israels. Sie bringt zum Ausdruck, dass er der Gott der ganzen Welt ist. zornig.Da gab er sie in die Gewalt von Nebukadnezzar5,12 Nebukadnezzar II.: König des babylonischen Reichs in Mesopotamien 605–562 v. Chr.,dem König von Babylonien5,12 Babylonien: Gebiet am Unterlauf der Flüsse Eufrat und Tigris, südöstlich des heutigen Bagdad. Mehr ….Der zerstörte den Tempelund verschleppte das Volk nach Babylonien.13Aber dann wurde Kyros5,13 Kyros II.: König von Persien (558–530 v. Chr.), der Persien durch seine Eroberungen zu einem Großreich machte. Die von ihm unterworfenen Völker durften ihre Religion beibehalten. König von Babylonien.In seinem ersten Regierungsjahr gab er die Erlaubnis,das Haus Gottes wieder aufzubauen.14Bei Kyros befanden sich auchdie goldenen und silbernen Gefäßeaus dem Tempel in Jerusalem.Die hatte Nebukadnezzar damals5,14 damals: Davon berichtet 2. Könige 25,8-15. geraubtund in das Heiligtum nach Babylon gebracht.Diese Gefäße ließ König Kyros aus dem Heiligtum holenund gab sie einem Mann namens Scheschbazzar5,14 Scheschbazzar: Von Kyros II. eingesetzter Provinzverwalter, vgl. Esra 1,8..Den setzte er als Provinzverwalter ein.15Scheschbazzar bekam den Auftrag,die Gefäße für den Tempel nach Jerusalem zu bringen.Dort sollte er dafür sorgen, dass das Haus Gottesan seinem früheren Platz wieder aufgebaut wird.16Daraufhin ging Scheschbazzar nach Jerusalemund legte das Fundament für das Haus Gottes.Seit dieser Zeit wird an dem Tempel gebaut.Doch er ist noch nicht fertig.‹

17Wenn es dem König recht ist,soll man im königlichen Archiv in Babylon nachforschen:Hat König Kyros5,17 Kyros II.: König von Persien (558–530 v. Chr.), der Persien durch seine Eroberungen zu einem Großreich machte. Die von ihm unterworfenen Völker durften ihre Religion beibehalten. die Erlaubnis erteilt,das Haus Gottes5,17 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem. in Jerusalem wieder aufzubauen,oder nicht?Anschließend bitten wir den König,uns seine Entscheidung in dieser Sache mitzuteilen.«
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Der Erlass von König Kyros wird gefunden

61König Darius6,1 Darius I.: König von Persien (521–486 v. Chr.). gab die Erlaubnis,im Archiv in Babylon6,1 Babylon: Hauptstadt Babyloniens. Nach der Eroberung Jerusalems 586 v. Chr. wurden viele Bewohner dorthin verschleppt. nachzuforschen.Dort wurden die Schriftstücke aufbewahrt.2Man suchte aber auch in der Provinz Medien6,2 Provinz Medien: Persische Verwaltungseinheit, im Nordwesten des heutigen Iran gelegen.und fand in der Hauptstadt Ekbatana eine Schriftrolle6,2 Schriftrolle: Vorläufer des Buchs. Sie besteht aus aneinandergenähten Lederstücken, auf die der Text in Spalten nebeneinandergeschrieben wurde. Mehr ….Darauf stand geschrieben:

3»Im ersten Regierungsjahr von König Kyros6,3 Kyros II.: König von Persien (558–530 v. Chr.), der Persien durch seine Eroberungen zu einem Großreich machte. Die von ihm unterworfenen Völker durften ihre Religion beibehalten..In Bezug auf das Haus Gottes6,3 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem. in Jerusalemgibt König Kyros diese Anordnung:Das Haus soll wieder aufgebaut werden,damit dort Schlachtopfer6,3 Schlachtopfer: Fett und Innereien wurden als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde. Mehr … dargebracht werden können.Es soll auf den alten Fundamenten6,3 alte Fundamente: Meint die Fundamente des Tempels, den König Salomo gebaut hat. Er wurde 586 v. Chr. von Nebukadnezzar II. zerstört, vgl. 1. Könige 6–8 und 2. Könige 25. errichtet werden,30 Meter6,3 30 Meter: Wörtlich »60 Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. hoch und 30 Meter6,3 30 Meter: Wörtlich »60 Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. breit sein.4So sollt ihr die Mauern errichten:Auf drei Lagen Quadersteinefolgt eine Lage Holzbalken.Die Kosten sind vom Königshof zu tragen.5Darüber hinaus sollen die Gefäße aus Gold und Silberzurückgegeben werden.Die hatte Nebukadnezzar6,5 Nebukadnezzar II.: König des babylonischen Reichs in Mesopotamien 605–562 v. Chr. damals6,5 damals: Davon berichtet 2. Könige 25,13-21.aus dem Tempel in Jerusalem geraubtund nach Babylon6,5 Babylon: Hauptstadt Babyloniens. Nach der Eroberung Jerusalems 586 v. Chr. wurden viele Bewohner dorthin verschleppt. gebracht.Jetzt sollen sie wieder nach Jerusalem zurückkommen,an ihren ursprünglichen Ort im Tempel.Dort, im Haus Gottes, sollen sie ihren Platz finden.«

König Darius erlaubt den Wiederaufbau des Tempels

6König Darius6,6 Darius I.: König von Persien (521–486 v. Chr.). befahl in einem Brief:»An Tattenai,den Verwalter der Provinz westlich des Eufrat!An Schetar-Bosnai und an die übrigen Mitarbeiter,die Beamten in der Provinz westlich des Eufrat!Haltet euch aus der Sache heraus!7Unternehmt nichts gegen die Bauarbeiten am Haus Gottes6,7 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem.!Das Oberhaupt der Juden und ihre Ältesten6,7 Älteste: Bezeichnung für ein leitendes Amt in der Gemeinschaft, das von älteren Männern ausgeübt wurde.sollen das Haus Gottes wieder aufbauen.Es soll an seinem früheren Platz stehen.8Außerdem befehle ich euch:Unterstützt die Ältesten der Judenbeim Wiederaufbau des Tempels!Bezahlt den Bau von den königlichen Steuereinnahmenaus der Provinz westlich des Eufrat!Gebt den Leuten pünktlich ihr Geld,damit der Bau nicht noch einmal ins Stocken gerät.9Die Priester6,9 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … von Jerusalem werden euch ihren Bedarfan Brandopfergaben6,9 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr … für den Gott des Himmels6,9 Gott des Himmels: Seit der persischen Zeit Bezeichnung für den Gott Israels. Sie bringt zum Ausdruck, dass er der Gott der ganzen Welt ist. melden.Gebt ihnen Tag für Tag,was sie dafür brauchen:junge Stiere, Widder und Lämmer,dazu Weizen, Salz, Wein und Öl.In dieser Sache dürft ihr nicht nachlässig sein.10Die Juden sollen dem Gott des Himmels Opfer darbringen,die ihm gefallen.Dabei sollen sie betenfür das Leben des Königs und seiner Kinder.

11Weiterhin bestimme ich:Wenn sich jemand nicht an diese Anordnung hält,soll man ihn an einem Holzbalken aufhängen.Den Balken soll man aus seinem Haus herausreißenund das Haus selbst zu einem Trümmerhaufen machen.12Gott hat Jerusalem zu dem Ort bestimmt,an dem er in seinem Namen gegenwärtig ist6,12 im Namen gegenwärtig sein: Durch seinen Namen ist Gott selbst anwesend. In der Regel ist diese Vorstellung mit Jerusalem und dem Tempel verbunden. Mehr ….Deshalb soll er jedes Volk und jeden König vernichten,wenn sie das Haus Gottes in Jerusalem antasten.Es darf nicht zerstört werden.Ich, Darius, habe diesen Befehl gegeben.Er ist genau zu befolgen.«

Der Tempel wird fertiggestellt und eingeweiht

13Diese Anordnung ging anTattenai, den Verwalter der Provinz westlich des Eufrat,an Schetar-Bosnai und an ihre Mitarbeiter.Sie führten den Befehl von König Darius genau aus.14So konnten die Ältesten6,14 Älteste: Bezeichnung für ein leitendes Amt in der Gemeinschaft, das von älteren Männern ausgeübt wurde. der Judenden Bau gut weiterführen.Dabei wurden sie von den Propheten6,14 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … ermutigt,von Haggai6,14 Haggai, Sacharja: Die Botschaft der beiden Propheten findet sich in den nach ihnen benannten Büchern. und von Sacharja6,14 Haggai, Sacharja: Die Botschaft der beiden Propheten findet sich in den nach ihnen benannten Büchern., dem Sohn des Iddo.Die Juden taten,was der Gott Israels ihnen befohlen hatte.Zugleich befolgten siedie Anweisung der Könige von Persien6,14 Persien: Gebirgslandschaft östlich des Persischen Golfs im heutigen Iran. Mehr ….Das waren Kyros6,14 Kyros II.: König von Persien (558–530 v. Chr.), der Persien durch seine Eroberungen zu einem Großreich machte. Die von ihm unterworfenen Völker durften ihre Religion beibehalten., Darius6,14 Darius I.: König von Persien (521–486 v. Chr.). und Artaxerxes6,14 Artaxerxes: Wurde erst nach der Einweihung des Tempels König von Persien..So konnten die Ältesten der Judenden Bau des Tempels vollenden.

15Am dritten Tag des Monats Adar6,15 Adar: Name des zwölften Monats im biblischen Kalender. Er fällt in den Februar/März unseres Kalenders.schlossen sie die Arbeit am Haus Gottes ab.Das war im sechsten Regierungsjahr von König Darius.16Voller Freude feierte man die Einweihung des Tempels6,16 Einweihung des Tempels: Aufgrund der Datierung im 6. Regierungsjahr von König Darius I. weiß man, dass die Einweihung 515 v. Chr. stattgefunden hat..Alle Israeliten feierten mit:Priester6,16 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr …, Leviten6,16 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Mehr … und die anderen,die aus Babylonien zurückgekehrt waren.17Zur Einweihung brachten sie100 Stiere, 200 Widder und 400 Lämmer als Opfer dar.Sie brachten zwölf Ziegenböcke als Sündopfer6,17 Sündopfer: Gott schenkt dem Sünder die Möglichkeit, die Beziehung zu ihm in Ordnung zu bringen. Der Wert des Sündopfers hängt von der Stellung der Person ab. Mehr … darfür ganz Israel –einen für jeden der Stämme Israels6,17 Stämme Israels: Israel versteht sich als Verband von zwölf Stämmen, die auf die Nachkommen der Söhne Jakobs zurückgehen. Mehr ….18Für den Gottesdienst am Tempel in Jerusalemsetzten sie Priester und Leviten ein.Die taten ihren Dienst in Gruppen und Abteilungen,wie es im Buch des Mose vorgeschrieben ist6,18 wie es im Buch des Mose vorgeschrieben ist: Solche Vorschriften finden sich in 4. Mose/Numeri 4,1-33..

Große Freude beim Passafest

19Am 14. Tag des ersten Monats6,19 erster Monat: Meint den Monat Nisan. Er fällt in den März/April unseres Kalenders.feierten die Heimgekehrten das Passafest6,19 Passafest: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13. Mehr ….20Die Priester6,20 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … und Leviten6,20 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Mehr … hatten sich vorbereitet,sodass sie rein6,20 rein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. In der Bibel sind dabei bestimmte religiöse Vorschriften zu beachten. Mehr … waren für die Begegnung mit Gott.Die Leviten schlachteten das Passalamm6,20 Passalamm: Opfertier, das zum Passafest geschlachtet wird; vgl. 2. Mose/Exodus 12,3-11. für alle,die aus Babylonien zurückgekommen waren:für ihre Brüder, die Priester, und für sich selbst.21Dann aßen die heimgekehrten Israeliten das Passamahl.Mit ihnen feierten alle,die ebenfalls den Herrn, den Gott Israels, verehrten.Dazu hatten sie sich zuvorvon der unreinen Bevölkerung6,21 unreine Bevölkerung: Nach dem Untergang des Nordreichs Israel siedelten die Assyrer dort fremde Völker an, die ihre eigenen Götter mitbrachten. im Land losgesagt.22Fröhlich feierten sie sieben Tage langdas Fest der ungesäuerten Brote6,22 Fest der ungesäuerten Brote: Erinnert an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten, vgl. 2. Mose/Exodus 12,14-20..Denn der Herr hatte sie fröhlich gemacht.Er hatte dafür gesorgt, dass der persische König6,22 persischer König: Wörtlich »König von Assyrien«. Die Perserkönige herrschten auch über das frühere assyrische Reich. Wohl aus diesem Grund wird Darius I. hier als König von Assyrien bezeichnet.ihrem Anliegen aufgeschlossen gegenüberstand.So unterstützte er sie bei den Bauarbeiten am Tempel,dem Haus für den Gott Israels6,22 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem..