BasisBibel (BB)
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Zutrittsregeln für den Tempel

441Der Mann44,1 der Mann: Ein von Gott gesandter Bote, der Ezechiel in der Vision durch das Heiligtum führt. brachte michzum äußeren Osttor des Tempels44,1 Tempel: Nach der Rückkehr aus der Verbannung sollten Gottesdienst und Verwaltung mit einem idealen Heiligtum neu geordnet werden..Es war geschlossen.2Der Herr sagte zu mir:Dieses Tor soll geschlossen bleiben.Es darf nicht geöffnet werden.Niemand darf hindurchgehen,denn der Herr, der Gott Israels, ist hindurchgegangen44,2 hindurchgegangen: Ezechiel 43,1-5 erzählt, dass Gott in seiner Herrlichkeit durch dieses Tor wieder in den Tempel einzog..Deswegen muss es geschlossen bleiben.3Nur der Herrscher allein darf im Torgebäude sitzen,um vor dem Herrn etwas zu essen.Er soll vom äußeren Vorhof44,3 äußerer Vorhof: Das eigentliche Tempelgebäude war von einem inneren und einem äußeren Vorhof umgeben. aus hineingehenund auf demselben Weg wieder herauskommen.

4Dann brachte mich der Mann44,4 der Mann: Ein von Gott gesandter Bote, der Ezechiel in der Vision durch das Heiligtum führt. durch das innere Nordtorzur Vorderseite des Tempels44,4 Tempel: Hier das eigentliche Tempelgebäude, das in Vorhalle, Hauptraum und Allerheiligstes aufgeteilt war..Ich sah, dass die Herrlichkeit44,4 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. Mehr … des Herrnden Tempel des Herrn ausfüllte.Da warf ich mich nieder, mit dem Gesicht zum Boden.5Der Herr sagte zu mir:Du Mensch44,5 du Mensch: Anrede Gottes für den Propheten, die nur im Buch Ezechiel verwendet wird., pass gut auf und sieh genau hin!Hör auf alles, was ich dir sage:auf alle Anordnungen zum Tempel des Herrnund auf die Weisung44,5 Weisung: Hebräisch Tora. Sie umfasst die schriftliche und mündliche Mitteilung von Gottes Willen. Mehr … dazu.Achte genau darauf, wer in den Tempel hineingehtund wer aus dem Heiligtum herauskommt.6Sag zu den Israeliten,die schon immer widerspenstig waren:»So spricht Gott, der Herr44,6 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.!Es ist genug mit all euren Schandtaten, Haus Israel44,6 Haus Israel: Ausdruck für das Zusammengehören Israels als Gottes Volk. Mehr …!7Ihr habt Fremde hereinkommen lassen,die nicht beschnitten44,7 Beschneidung: Das Abtrennen der Vorhaut am männlichen Glied ist für Israel Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk. Mehr … waren –nicht an der Vorhaut und erst recht nicht am Herzen44,7 nicht am Herzen: Übertragene Redeweise: Wer nicht am Herzen beschnitten ist, lässt sein Leben nicht von innen heraus durch Gottes Willen bestimmt sein..Sie kamen in mein Heiligtumund haben meinen Tempel entweiht.Sie waren sogar anwesend,als ihr mir Fett und Blut44,7 Fett, Blut: Teile des Opfertiers, die als besonders kostbar galten und Gott deshalb als Opfer dargebracht wurden. als Opfer44,7 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. Mehr … dargebracht habt.Durch diese Schandtaten habt ihr meinen Bund44,7 Bund: Vertrag, mit dem zwei Partner eine gegenseitige Verpflichtung eingehen. Ist Gott einer der Partner, kann er sich auch einseitig zur Treue gegenüber seinem Volk oder einzelnen Menschen verpflichten. Mehr … gebrochen.8Ihr habt den Dienst im Tempel nicht selbst geleistet.Stattdessen habt ihr andere dazu bestimmt,an eurer Stelle im Heiligtum Dienst zu tun.«9So spricht Gott, der Herr:Fremde dürfen mein Heiligtum nicht betreten.Das betrifft alle Fremden,die mitten unter den Israeliten leben.Sie sind nicht beschnitten44,9 Beschneidung: Das Abtrennen der Vorhaut am männlichen Glied ist für Israel Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk. Mehr …nicht an der Vorhaut und erst recht nicht am Herzen.

10Als die Israeliten in die Irre gegangen44,10 in die Irre gegangen: Gemeint sind die Sünden der Israeliten vor der Verbannung nach Babylonien. sind,haben sich sogar die Leviten44,10 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Mehr … von mir entfernt.Sie haben mich verlassen und sind Götzen44,10 Götze: Abfällige Bezeichnung für eine fremde Gottheit oder ihr Standbild. nachgelaufen.Dafür müssen die Leviten die Verantwortung übernehmen.11Sie werden an meinem Heiligtum Dienst leisten,als Wächter für die Tore und als Diener im Tempel.Sie werden die Brand-44,11 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr … und Schlachtopfer44,11 Schlachtopfer: Fett und Innereien wurden als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde. Mehr … schlachten,als Stellvertreter für das Volk.12Die Leviten haben dem Volk beim Götzendienst geholfen.So haben sie dem Haus Israel44,12 Haus Israel: Ausdruck für das Zusammengehören Israels als Gottes Volk. Mehr … einen Anlass gegeben,Schuld auf sich zu laden.Darum habe ich meine Hand gegen sie erhoben.Ausspruch von Gott, dem Herrn44,12 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.Sie werden die Verantwortung für ihr Tun übernehmen:13Sie dürfen nicht an mich herantreten,um mir als Priester44,13 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … zu dienen.Sie dürfen nicht in die Nähe von etwas kommen,das heilig44,13 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen. Mehr … ist – vor allem nicht das Allerheiligste44,13 Allerheiligstes: Ort der Gegenwart Gottes im hinteren Teil der Haupthalle des Tempels..Sie müssen ihre Schmach ertragenund die Folgen der Schandtaten, die sie begangen haben.14Ich mache sie zu Aufsehern am Tempelund teile sie für alle anderen Aufgaben dort ein.

15Die Priester44,15 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … aus dem Stamm Levi44,15 Levi: Einer der zwölf Stämme Israels. Er hat kein eigenes Siedlungsgebiet. Seine Nachkommen sind stattdessen für bestimmte Aufgaben im Gottesdienst verantwortlich. dagegenhaben stets an meinem Heiligtum44,15 Heiligtum: Meint den Tempel in Jerusalem, der 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört wurde. Dienst geleistet.Auch dann, als die Israeliten mich verließenund in die Irre gegangen sind.Darum dürfen sie, die Nachkommen von Zadok44,15 Zadok: Priester am Heiligtum in Jerusalem zur Zeit von König David. Er gilt hier als Stammvater der Priester.,in meine Nähe kommen.Sie dürfen mir dienenund mir Fett und Blut44,15 Fett, Blut: Teile des Opfertiers, die als besonders kostbar galten und Gott deshalb als Opfer dargebracht wurden. als Opfer44,15 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. Mehr … darbringen.Ausspruch von Gott, dem Herrn44,15 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.16Sie dürfen in mein Heiligtum kommenund an meinen Tisch treten,um mir zu dienen.Sie sind es, die Dienst für mich leisten werden.

Regeln für die Priester

17Weiter sagte Gott:Bevor die Priester44,17 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … den inneren Vorhof44,17 innerer Vorhof: Das eigentliche Tempelgebäude war von einem inneren und einem äußeren Vorhof umgeben. betreten,müssen sie Kleidung aus Leinen anziehen.Sie dürfen keine Kleidung aus Wolle tragen –weder bei ihrem Dienst an den Toren zum inneren Vorhofnoch beim Dienst im Tempel44,17 Tempel: Hier das eigentliche Tempelgebäude, das in Vorhalle, Hauptraum und Allerheiligstes aufgeteilt war..18Sie sollen Kopfschmuck aus Leinen aufsetzenund Hosen44,18 Hosen: Sollen die Priester vor zufälligen Blicken unter ihr Gewand schützen. aus Leinen anziehen.Sie dürfen keine Kleidung tragen,in der sie schwitzen44,18 schwitzen: Wie andere Körperflüssigkeiten galt Schweiß vermutlich als unrein..19Wenn sie zum Volk auf den äußeren Vorhof gehen,sollen sie ihre Dienstkleidung ausziehen.Sie müssen sie in dem Bereich ablegen, der heilig44,19 heilig: Der Bereich auf dem Tempelgelände, der Gott vorbehalten ist. Nur die Priester und Leviten dürfen ihn betreten. ist.Sie sollen andere Kleidung anziehen,damit sie nichts Heiliges mit nach draußen nehmen44,19 nichts Heiliges mitnehmen: Was heilig ist, gehört zum Bereich Gottes. Wer damit in Berührung kommt, muss darauf vorbereitet sein. Damit niemand unvorbereitet und aus Versehen mit dem Heiligen in Berührung kommt, werden die beiden Bereiche streng voneinander getrennt..20Die Priester dürfen sich weder den Kopf kahlscherennoch ihr Haar lang wachsen lassen.Sie sollen ihr Haar sorgfältig schneiden.21Die Priester dürfen keinen Wein44,21 Wein: Ein im Mittelmeerraum übliches Nahrungs- und Genussmittel. Wein ist zugleich Sinnbild für Lebensfreude und Wohlstand. Mehr … trinken,bevor sie den Innenhof betreten.22Sie dürfen keine Witwenoder geschiedenen Frauen44,22 geschiedene Frau: Regeln für eine Trennung finden sich in 5. Mose/Deuteronomium 24,1-4. heiraten.Nur unverheiratete Frauen44,22 unverheiratete Frauen: Wörtlich »Jungfrauen«. Damit ist sichergestellt, dass die Frauen vor der Hochzeit nicht bereits von einem anderen Mann schwanger sind, der nicht Priester ist. Nur die Söhne von Priestern durften Priester werden. aus dem Volk Israeloder die Witwe eines anderen Priestersdürfen sie zur Frau nehmen.

23Sie sollen mein Volk den Unterschied lehrenzwischen dem, was heilig44,23 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen. Mehr … ist,und dem, was nicht heilig ist.Sie sollen auch dafür sorgen,dass es zwischen unrein und rein44,23 rein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. In der Bibel sind dabei bestimmte religiöse Vorschriften zu beachten. Mehr … unterscheiden kann.24Sie sollen in Rechtsstreitigkeiten urteilenund sich dabei an meine Gebote44,24 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr … halten.Sie sollen meine Weisungen und Anordnungen befolgen –alles, was meine Festtage betrifft.Sie sollen den Sabbat44,24 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. Mehr … einhalten.

25Ein Priester44,25 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … darf nicht zu einem Toten gehen44,25 zu einem Toten gehen: Kontakt mit Toten macht unrein. Man muss bestimmte religiöse Handlungen durchführen, um beispielsweise wieder am Gottesdienst teilnehmen zu können; vgl. 4. Mose/Numeri 19,11-19.,denn sonst wird er unrein44,25 unrein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die aus unterschiedlichen Gründen nicht dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein..Er darf sich nur unrein machen,wenn es um einen nahen Verwandten geht:Vater, Mutter, Sohn, Tochter, Bruderoder eine noch nicht verheiratete Schwester.26Nachdem der Priester wieder rein44,26 rein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. In der Bibel sind dabei bestimmte religiöse Vorschriften zu beachten. Mehr … geworden ist,muss er sieben Tage warten.27Dann erst kommt der Tag,an dem er das Heiligtum wieder betretenund Dienst tun darf.Wenn er den inneren Vorhof am Heiligtum betritt,muss er zuerst ein Sündopfer44,27 Sündopfer: Gott schenkt dem Sünder die Möglichkeit, die Beziehung zu ihm in Ordnung zu bringen. Der Wert des Sündopfers hängt von der Stellung der Person ab. Mehr … darbringen.– So lautet der Ausspruch von Gott, dem Herrn44,27 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet..

Priester dürfen kein Land besitzen

28Weiter sagte Gott:Die Priester44,28 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … sollen keinen Erbbesitz44,28 Erbbesitz: Der Anteil der Israeliten an dem Land, das Gott ihnen gibt. Sie dürfen das Land für ihren Lebensunterhalt nutzen, der Eigentümer bleibt Gott. erhalten,denn ich bin wie Erbbesitz für sie.Man darf ihnen kein Land in Israel zuweisen,denn ich werde für sie sorgen.29Sie dürfen essen,was als Speiseopfer44,29 Speiseopfer: Besteht aus Getreide, Mehl, ungesäuerten Backwaren und Öl. Ein Teil wird auf dem Altar verbrannt. Mehr … dargebracht wurde,als Sünd-44,29 Sündopfer: Gott schenkt dem Sünder die Möglichkeit, die Beziehung zu ihm in Ordnung zu bringen. Der Wert des Sündopfers hängt von der Stellung der Person ab. Mehr … oder Schuldopfer44,29 Schuldopfer: Wird als eine Art Wiedergutmachung dargebracht. Gott schenkt dem Schuldigen die Möglichkeit, die gestörte Beziehung zu ihm wieder in Ordnung zu bringen..Ihnen soll alles gehören,was in Israel dem Untergang geweiht44,29 dem Untergang weihen: Kriegsbeute und Gefangene können dem Volk durch Vernichtung entzogen werden, da der Sieg durch Gott und nicht durch Menschen möglich wurde. Hier dienen sie der Versorgung der Priester, weil sie am Tempel für den Gottesdienst verantwortlich waren. ist.30Das Beste von allen Feldfrüchten und jegliche Abgabensind für die Priester bestimmt.Gebt einem Priester das Beste von eurem Brotteig,damit euer Haus gesegnet44,30 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen. Mehr … ist.

31Verendete oder gerissene Tiere oder Vögel44,31 Verendete oder gerissene Tiere oder Vögel: Fleisch von Tieren, die nicht vorschriftsmäßig geschlachtet wurden, gilt als unrein; vgl. 3. Mose/Levitikus 11,24-40.dürfen die Priester nicht essen.
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Landbesitz für den Tempel und die Herrscher

451Weiter sagte Gott:Wenn ihr das Land als Erbbesitz45,1 Erbbesitz: Der Anteil der Israeliten an dem Land, das Gott ihnen gibt. Sie dürfen das Land für ihren Lebensunterhalt nutzen, der Eigentümer bleibt Gott. aufteilt,sollt ihr etwas davon für den Herrn vorsehen.Der Abschnitt des Landes, den ihr vorseht, ist heilig45,1 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen. Mehr ….Er soll zwölfeinhalb Kilometer45,1 zwölfeinhalb Kilometer: Wörtlich »25.000«. Es ist anzunehmen, dass, wie überall in Ezechiel 40–48, die große Elle gemeint ist. Sie entspricht etwa 52 cm. langund zehn Kilometer45,1 zehn Kilometer: Wörtlich »20.000«. Die Übersetzung folgt der griechischen Überlieferung, die die Länge verdoppelt. Es ist anzunehmen, dass, wie überall in Ezechiel 40–48, die große Elle gemeint ist. Sie entspricht etwa 52 cm. breit sein.Der Abschnitt, den ihr vorseht,soll in seinem ganzen Umfang heilig sein.2Ein Quadrat von 250 mal 250 Metern45,2 250 Meter: Wörtlich »500«. Es ist anzunehmen, dass, wie überall in Ezechiel 40–48, die große Elle gemeint ist. Sie entspricht etwa 52 cm.soll dem Heiligtum45,2 Heiligtum: Nach der Rückkehr aus der Verbannung sollten Gottesdienst und Verwaltung mit einem idealen Heiligtum neu geordnet werden. vorbehalten sein.Dazu kommt eine freie Fläche von 25 Metern45,2 25 Meter: Wörtlich »50 Ellen«. Hier wird mit der großen Elle gerechnet. Sie entspricht etwa 52 cm.an allen Seiten um das Quadrat herum.

3Das Heiligtum soll als Allerheiligstes45,3 Allerheiligstes: Meint hier das gesamte Tempelgelände, nicht nur den besonderen Raum im Tempelgebäude.in einer Hälfte des Abschnitts liegen:Miss einen Bereich ab,der zwölfeinhalb Kilometer45,3 zwölfeinhalb Kilometer: Wörtlich »25.000«. Es ist anzunehmen, dass, wie überall in Ezechiel 40–48, die große Elle gemeint ist. Sie entspricht etwa 52 cm. langund fünf Kilometer45,3 fünf Kilometer: Wörtlich »10.000«. Es ist anzunehmen, dass, wie überall in Ezechiel 40–48, die große Elle gemeint ist. Sie entspricht etwa 52 cm. breit ist.4Das ist der heilige45,4 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen. Mehr … Bereich,den es in eurem Land geben soll.Er soll den Priestern45,4 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … vorbehalten sein,die am Heiligtum Dienst leisten.Nur sie dürfen in die Nähe des Herrn kommen,um ihm zu dienen.In diesem Bereich sollen ihre Häuser stehen –in dem Bereich, in dem auch das Heiligtum steht.

5Den Leviten45,5 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Mehr …, die am Tempel45,5 Tempel: Nach der Rückkehr aus der Verbannung sollten Gottesdienst und Verwaltung mit einem idealen Heiligtum neu geordnet werden. Dienst leisten,soll die andere Hälfte gehören.Sie soll zwölfeinhalb Kilometer45,5 zwölfeinhalb Kilometer: Wörtlich »25.000«. Es ist anzunehmen, dass, wie überall in Ezechiel 40–48, die große Elle gemeint ist. Sie entspricht etwa 52 cm. langund fünf Kilometer45,5 fünf Kilometer: Wörtlich »10.000«. Es ist anzunehmen, dass, wie überall in Ezechiel 40–48, die große Elle gemeint ist. Sie entspricht etwa 52 cm. breit sein.Sie ist ihr Besitz.Darin sollen die Städte liegen, in denen die Leviten wohnen.

6Ihr sollt einen Bereich für die Stadt45,6 die Stadt: Stadt, die anstelle des zerstörten Jerusalems gebaut wird. Sie soll das neue Jerusalem sein und erhält in Ezechiel 48,35 den Namen »Hier ist der Herr«. vorsehen.Er soll zweieinhalb Kilometer45,6 zweieinhalb Kilometer: Wörtlich »5000«. Es ist anzunehmen, dass, wie überall in Ezechiel 40–48, die große Elle gemeint ist. Sie entspricht etwa 52 cm. breitund zwölfeinhalb Kilometer45,6 zwölfeinhalb Kilometer: Wörtlich »25.000«. Es ist anzunehmen, dass, wie überall in Ezechiel 40–48, die große Elle gemeint ist. Sie entspricht etwa 52 cm. lang sein.Er soll an den heiligen45,6 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen. Mehr … Abschnitt grenzen,der für Gott vorgesehen wurde.Dem ganzen Haus Israel45,6 Haus Israel: Ausdruck für das Zusammengehören Israels als Gottes Volk. Mehr … soll er gehören.

7Auch der Herrscher soll Land erhalten.Es soll westlich und östlich der Stadt45,7 die Stadt: Stadt, die anstelle des zerstörten Jerusalems gebaut wird. Sie soll das neue Jerusalem sein und erhält in Ezechiel 48,35 den Namen »Hier ist der Herr«. liegenund neben dem für Gott vorgesehenen Abschnitt.Es soll so groß sein wie eins der Erbteile45,7 Erbteil: Von der Verteilung des Landes an die einzelnen Stämme Israels erzählt Ezechiel 47,13–48,29.,die den Stämmen Israels zugewiesen werden sollen.Die Erbteile erstrecken sich immervon der Westgrenze bis zur Ostgrenze 8des Landes.Das soll das Eigentum des Herrschers in Israel sein.

Die Herrscher meines Volkessollen mein Volk nicht mehr vertreiben.Stattdessen teilen sie den Israeliten das Land zu,wie es den einzelnen Stämmen45,8 Stämme Israels: Israel versteht sich als Verband von zwölf Stämmen, die auf die Nachkommen der Söhne Jakobs zurückgehen. Mehr … zusteht.9So spricht Gott, der Herr45,9 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:Es reicht jetzt, ihr Herrscher Israels!Schafft Gewalt und Zerstörung abund handelt nach Recht und Gerechtigkeit.Hört auf, mein Volk zu vertreiben!– So lautet der Ausspruch von Gott, dem Herrn45,9 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet..

Das richtige Maß für Abgaben

10Weiter sagte Gott:Benutzt Messinstrumente auf gerechte Weiseund verwendet die richtigen Maßeinheiten:11Eimer45,11 Eimer: Wörtlich »Efa«. Gefäß zum Abmessen von trockenen Materialien. Ein Efa entspricht etwa 20–21 l. und Krug45,11 Krug: Wörtlich »Bat«. Ein Bat ist ein Gefäß zum Abmessen von Flüssigkeiten und entspricht etwa 20–21 l. sollen ein einheitliches Maß haben.Ein Krug fasst ein Zehntel der Menge,die in einen Vorratskrug45,11 Vorratskrug: Wörtlich »Homer«. Ein Homer ist eigentlich ein Gefäß zum Abmessen von Getreide oder Mehl und fasst etwa 200–210 l. passt.Und auch ein Eimer fasst so viel.Der Vorratskrug ist die Grundlage für alles.1220 Gera45,12 Gera: Gewichtseinheit für Münzen und Edelmetalle. Ein Gera entspricht etwa 0,6 g. entsprechen einem Schekel45,12 Schekel: Gewichtseinheit für Münzen und Edelmetalle. Ein Schekel entspricht etwa 12 g.,und 60 Schekel entsprechen einer Mine45,12 Mine: Gewichtseinheit für Münzen und Edelmetalle. Eine Mine entspricht hier etwa 700 g..

13Ihr sollt folgende Steuern abgeben:von jedem Sack45,13 Sack: Wörtlich »ein Homer«. Ein Homer ist ein Gefäß zum Messen von Getreide oder Mehl und fasst etwa 200–210 l. Weizen ein Sechzigstelund von jedem Sack Gerste auch ein Sechzigstel.14Folgende Menge ist für Öl vorgeschrieben:von jedem Vorratskrug45,14 Vorratskrug: Wörtlich »ein Kor«. Ein Kor ist ein Gefäß zum Messen von Flüssigkeiten und fasst etwa 200–210 l. mit Öl ein Hundertstel.– Zehn Krüge45,14 Krug: Wörtlich »Bat«. Ein Bat ist ein Gefäß zum Abmessen von Flüssigkeiten und entspricht etwa 20–21 l. entsprechen einem Vorratskrug,ja, zehn Krüge entsprechen einem Vorratskrug. –15Von den Viehherden auf dem Weideland in Israelsoll für jeweils 200 Tiere eines abgegeben werden.Es dient als Speise-45,15 Speiseopfer: Besteht aus Getreide, Mehl, ungesäuerten Backwaren und Öl. Ein Teil wird auf dem Altar verbrannt. Mehr …, Brand-45,15 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr … und Schlachtopfer45,15 Schlachtopfer: Fett und Innereien wurden als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde. Mehr ….So sollt ihr für euch um Versöhnung bitten45,15 um Versöhnung bitten: Die Tempelsteuer wurde für die regelmäßigen Opfer am Tempel verwendet. Durch die Opfer bitten die Menschen Gott, die Schuld wegzunehmen, die zwischen Gott und Mensch steht. So kommt es zur Versöhnung..– So lautet der Ausspruch von Gott, dem Herrn45,15 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet..

16Das ganze Volk des Landes ist verpflichtet,die Steuern an den Herrscher Israels zu zahlen.17Der Herrscher hat folgende Aufgaben:Er muss Brandopfer45,17 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr …, Speise-45,17 Speiseopfer: Besteht aus Getreide, Mehl, ungesäuerten Backwaren und Öl. Ein Teil wird auf dem Altar verbrannt. Mehr … und Trankopfer45,17 Trankopfer: Ausgießen von Wein, Wasser oder Öl an einem Altar. Mehr … darbringen,und zwar an den Festen45,17 Feste: Meint religiöse Feste, die im Laufe eines Jahres gefeiert wurden; vgl. 3. Mose/Levitikus 23., Neumondfeiern45,17 Neumond: Beginn eines neuen Monats und Anlass für ein religiöses Fest. und am Sabbat45,17 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. Mehr ….Das gilt für alle Festzeiten der Israeliten.Der Herrscher muss das Sündopfer45,17 Sündopfer: Gott schenkt dem Sünder die Möglichkeit, die Beziehung zu ihm in Ordnung zu bringen. Der Wert des Sündopfers hängt von der Stellung der Person ab. Mehr …, das Speiseopfer,das Brand- und das Schlachtopfer45,17 Schlachtopfer: Fett und Innereien wurden als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde. Mehr … darbringen.So bittet er für die Israeliten um Versöhnung.

Neujahr und Passafest

18So spricht Gott, der Herr45,18 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:Am Anfang des ersten Monats im Jahrsollst du45,18 du: Meint den Propheten Ezechiel. dafür sorgen, dass das Heiligtum45,18 Heiligtum: Nach der Rückkehr aus der Verbannung sollten Gottesdienst und Verwaltung mit einem idealen Heiligtum neu geordnet werden. rein45,18 rein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. In der Bibel sind dabei bestimmte religiöse Vorschriften zu beachten. Mehr … wird.Du sollst einen makellosen jungen Stierals Sündopfer45,18 Sündopfer: Gott schenkt dem Sünder die Möglichkeit, die Beziehung zu ihm in Ordnung zu bringen. Der Wert des Sündopfers hängt von der Stellung der Person ab. Mehr … darbringen.19Ein Priester45,19 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … soll etwas vom Blut des Sündopfers nehmenund es auf folgende Stellen streichen:auf die Türpfosten des Tempels45,19 Tempel: Hier das eigentliche Tempelgebäude, das in Vorhalle, Hauptraum und Allerheiligstes aufgeteilt war.,auf die vier Ecken des Absatzes am Altar45,19 Altar: Meint den Brandopferaltar vor dem Tempelgebäude.und auf die Türpfosten des Tors zum inneren Vorhof45,19 innerer Vorhof: Das eigentliche Tempelgebäude war von einem inneren und einem äußeren Vorhof umgeben..20So sollt ihr es auch am siebten Tag des Monats machen.So sorgt ihr dafür, dass der Tempel rein45,20 rein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. In der Bibel sind dabei bestimmte religiöse Vorschriften zu beachten. Mehr … wird.Das wird notwendig,wenn jemand aus Versehenoder unwissentlich falsch gehandelt hat.

21Am 14. Tag des ersten Monatssollt ihr das Passafest45,21 Passafest: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13. Mehr … feiern.Das Fest dauert sieben Tage.Dabei soll ungesäuertes Brot45,21 ungesäuertes Brot: Wird ohne Sauerteig gebacken. Dadurch entfällt die Wartezeit bei der Teigherstellung, sodass sich das Brot schnell herstellen lässt. gegessen werden.22Zum Fest soll der Herrschereinen Stier als Opfer darbringen.Es ist ein Sündopfer45,22 Sündopfer: Gott schenkt dem Sünder die Möglichkeit, die Beziehung zu ihm in Ordnung zu bringen. Der Wert des Sündopfers hängt von der Stellung der Person ab. Mehr … für ihnund für das ganze Volk des Landes.23An allen sieben Tagen des Festessoll er Brandopfer45,23 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr … für den Herrn darbringen:jeden Tag sieben Stiereund sieben makellose Widder.Dazu kommt täglich ein Ziegenbock als Sündopfer.24Zu jedem Opfer soll er zusätzlichzwölf Kilogramm Mehl45,24 zwölf Kilogramm Mehl: Wörtlich »ein Efa«. Ein Efa ist ein Gefäß zum Messen von Mehl oder Getreide und fasst etwa 20–21 l. Die Opfergabe wird nicht benannt, kann aber aus anderen Vorschriften erschlossen werden. als Speiseopfer45,24 Speiseopfer: Besteht aus Getreide, Mehl, ungesäuerten Backwaren und Öl. Ein Teil wird auf dem Altar verbrannt. Mehr … darbringen.Zu den zwölf Kilogramm Mehl kommen stets zwei Liter45,24 zwei Liter: Wörtlich »ein Hin«. Ein Hin ist ein Gefäß zum Messen von Flüssigkeiten und fasst etwa 2 l. Öl.

25Im siebten Monat ist ein anderes Fest45,25 ein anderes Fest: 3. Mose/Levitikus 23,33-43 zufolge beginnt am 15. Tag des siebten Monats das Laubhüttenfest..Es beginnt am 15. Tag des Monats.Dann soll der Herrscher sieben Tage langdas Gleiche darbringen wie zum Passafest45,25 Passafest: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13. Mehr …:die entsprechenden Sünd-45,25 Sündopfer: Gott schenkt dem Sünder die Möglichkeit, die Beziehung zu ihm in Ordnung zu bringen. Der Wert des Sündopfers hängt von der Stellung der Person ab. Mehr …, Brand-45,25 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr … und Speiseopfer45,25 Speiseopfer: Besteht aus Getreide, Mehl, ungesäuerten Backwaren und Öl. Ein Teil wird auf dem Altar verbrannt. Mehr …und die entsprechende Menge Öl.
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Neumondfest und Sabbat

461So spricht Gott, der Herr46,1 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:Das Tor zum inneren Vorhof46,1 innerer Vorhof: Das eigentliche Tempelgebäude war von einem inneren und einem äußeren Vorhof umgeben., das im Osten liegt,bleibt an den sechs Werktagen geschlossen.Nur am Sabbat46,1 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. Mehr … und an Neumondfesten46,1 Neumond: Beginn eines neuen Monats und Anlass für ein religiöses Fest. wird es geöffnet.2Der Herrscher soll es durch den Raum betreten,der zum äußeren Vorhof führt.An den Pfosten des Tors soll er stehen bleiben.Dann bringen die Priester46,2 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … für ihnein Brandopfer46,2 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr … und ein Schlachtopfer46,2 Schlachtopfer: Fett und Innereien wurden als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde. Mehr … dar.Er verbeugt sich tief auf der Schwelle des Torsund geht wieder hinaus.Das Tor soll bis zum Abend nicht geschlossen werden.3Am Sabbat und an den Neumondtagensoll auch das Volk des Landes den Herrn anbeten.Dazu kommt es vor den Eingang desselben Torgebäudes.

4Der Herrscher soll dem Herrn Brandopfer46,4 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr … darbringen.Am Sabbat46,4 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. Mehr … sind das sechs makellose Lämmerund ein makelloser Widder46,4 Widder: Ausgewachsenes männliches Schaf mit gebogenen Hörnern. Mehr ….5Zu dem Widder kommen zwölf Kilogramm Mehl46,5 zwölf Kilogramm Mehl: Wörtlich »ein Efa«. Ein Efa ist ein Gefäß zum Messen von Mehl oder Getreide und fasst etwa 20–21 l. Die Opfergabe wird nicht benannt, kann aber aus anderen Vorschriften erschlossen werden.als Speiseopfer46,5 Speiseopfer: Besteht aus Getreide, Mehl, ungesäuerten Backwaren und Öl. Ein Teil wird auf dem Altar verbrannt. Mehr … hinzu.Zu je zwölf Kilogramm Mehl kommen noch zwei Liter46,5 zwei Liter: Wörtlich »ein Hin«. Ein Hin ist ein Gefäß zum Messen von Flüssigkeiten und fasst etwa 2 l. Öl.Was die Lämmer betrifft, so soll er darbringen,was er sich leisten kann.6Am Neumondfest46,6 Neumond: Beginn eines neuen Monats und Anlass für ein religiöses Fest. besteht die Opfergabeaus einem jungen Stier, sechs Lämmern und einem Widder.Alle Tiere sollen makellos sein.7Er soll zu dem Stier und dem Widderje zwölf Kilogramm Mehl und je zwei Liter Öl darbringen.Zu den Lämmern soll er als Opfer46,7 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. Mehr … darbringen,was er sich leisten kann.8Wenn der Herrscher in das Torgebäude hineingeht,muss er es vom äußeren Vorhof aus betreten.Auf demselben Weg muss er es wieder verlassen.

9Wenn das Volk des Landeszu den festgelegten Zeiten46,9 festgelegte Zeiten: Meint sowohl die festgelegten Zeiten, an denen im Lauf eines Tages Opfer dargebracht wurden, als auch die jährlich gefeierten religiösen Feste, zu denen viele Besucher zum Tempel kamen. vor den Herrn tritt, gilt:Wer das Tempelgelände durch das Nordtor betritt,um den Herrn anzubeten,muss durch das Südtor wieder hinausgehen.Wer durch das Südtor hereinkommt,muss zum Nordtor wieder hinausgehen.Niemand darf durch dasselbe Tor hinausgehen,durch das er hineingegangen ist.Man muss stets zum gegenüberliegenden Tor hinausgehen.10Der Herrscher kommt und geht mit dem Volk.Wenn es hineingeht, geht auch er hinein,und wenn es hinausgeht, geht er auch hinaus.

11Bei den Festen46,11 Feste: Meint religiöse Feste, die im Laufe eines Jahres gefeiert wurden; vgl. 3. Mose/Levitikus 23. und zu den festgelegten Zeitenmüssen Speiseopfer46,11 Speiseopfer: Besteht aus Getreide, Mehl, ungesäuerten Backwaren und Öl. Ein Teil wird auf dem Altar verbrannt. Mehr … dargebracht werden:Zu jedem Stier und zu jedem Widder46,11 Widder: Ausgewachsenes männliches Schaf mit gebogenen Hörnern. Mehr …kommen je zwölf Kilogramm Mehl46,11 zwölf Kilogramm Mehl: Wörtlich »ein Efa«. Ein Efa ist ein Gefäß zum Messen von Mehl und Getreide und fasst etwa 20–21 l. Die Opfergabe wird nicht benannt, kann aber aus anderen Vorschriften erschlossen werden. und je zwei Liter46,11 zwei Liter: Wörtlich »ein Hin«. Ein Hin ist ein Gefäß zum Messen von Flüssigkeiten und fasst etwa 2 l. Öl.Zu den Lämmern muss man dazugeben,was man sich leisten kann.

Freiwillige und regelmäßige Opfergaben

12Weiter sagte Gott:Der Herrscher kann auch freiwillige Opfer darbringen.Das soll er auf die gleiche Weise tun,wie er am Sabbat46,12 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. Mehr … Brand-46,12 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr … und Schlachtopfer46,12 Schlachtopfer: Fett und Innereien wurden als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde. Mehr … darbringt.Man soll ihm das Osttor öffnen.Dann kann er die Brand- oder Schlachtopfer darbringen,als freiwillige Opfer für den Herrn.Danach soll er wieder aus dem Tor hinausgehen.Wenn er gegangen ist, soll man das Tor schließen.

13Man soll dem Herrn täglich Brandopfer46,13 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr … darbringen.Jeden Morgen soll man sie darbringen.Es muss je ein makelloses einjähriges Lamm sein.14Zusätzlich soll man jeden Morgenein Speiseopfer46,14 Speiseopfer: Besteht aus Getreide, Mehl, ungesäuerten Backwaren und Öl. Ein Teil wird auf dem Altar verbrannt. Mehr … darbringen:zwei Kilogramm46,14 zwei Kilogramm: Wörtlich »ein sechstel Efa«. Ein Efa ist ein Gefäß zum Messen von Mehl und Getreide und fasst etwa 20–21 l. Ein Liter Mehl wiegt etwa 600 g. feines Mehlund einen dreiviertel Liter46,14 dreiviertel Liter: Wörtlich »ein Drittel Hin«. Ein Hin ist ein Gefäß zum Messen von Flüssigkeiten und fasst etwa 2 l. Öl46,14 Öl: Aus den Früchten des Olivenbaums gepresstes Öl, das zu den Grundnahrungsmitteln gehörte., um es anzurühren.Das ist das Speiseopfer für den Herrn.Diese Anordnung ist regelmäßig einzuhalten.Sie gilt für immer.15Man soll das Lamm, das Speiseopfer und das Ölan jedem Morgen darbringen.Es ist ein regelmäßiges Brandopfer.

Regeln für das Erbe des Herrschers

16So spricht Gott, der Herr46,16 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:Angenommen, der Herrscher will einem seiner Nachkommenvon seinem Erbbesitz46,16 Erbbesitz: Der Anteil der Israeliten an dem Land, das Gott ihnen gibt. Sie dürfen das Land für ihren Lebensunterhalt nutzen, der Eigentümer bleibt Gott. ein Geschenk machen.Das Geschenk geht in den Besitz des Nachkommen über.Damit wird es zu dessen Erbbesitz,den er weitervererben darf.17Anders ist es,wenn der Herrscher etwas von seinem Erbbesitzeinem seiner Diener schenkt:Das Geschenk gehört dem Diener nur bis zum Jubeljahr46,17 Jubeljahr: Jahr des Schuldenerlasses. 3. Mose/Levitikus 25 zufolge sollen alle 50 Jahre Schulden erlassen, veränderte Besitzverhältnisse überprüft und Sklaven befreit werden..Danach fällt es an den Herrscher zurück.Nur den Nachkommen des Herrscherssoll das Geschenk als Erbbesitz gehören.

18Der Herrscher darf dem Volk keinen Erbbesitz46,18 Erbbesitz: Der Anteil der Israeliten an dem Land, das Gott ihnen gibt. Sie dürfen das Land für ihren Lebensunterhalt nutzen, der Eigentümer bleibt Gott. wegnehmen.Er darf das Volk nicht von dessen Land vertreiben.Er darf nur seinen Nachkommenetwas von seinem eigenen Erbbesitz schenken.So wird mein Volk nicht zerstreutund niemandem wird etwas weggenommen.

Nachtrag zur Beschreibung des neuen Tempels

19Der Mann46,19 der Mann: Ein von Gott gesandter Bote, der Ezechiel in der Vision durch das Heiligtum führt. führte mich in den Norden des Tempelgeländes.Er brachte mich durch einen Eingangin den heiligen Bereich46,19 heiliger Bereich: Meint den Innenhof des Tempels, das Tempelgebäude und die Nebengebäude. Nur die Priester dürfen dort hingehen. für die Priester46,19 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr ….Er zeigte mir einen Ort an dessen Rückseite,Richtung Westen.20Der Mann sagte zu mir:»Hier kochen46,20 kochen: Ein Teil der Opfergaben, die zum Tempel gebracht wurden, diente der Versorgung von Priestern und Leviten; vgl. 4. Mose/Numeri 18,8-10. die Priester die Opfergaben,die als Schuldopfer46,20 Schuldopfer: Wird als eine Art Wiedergutmachung dargebracht. Gott schenkt dem Schuldigen die Möglichkeit, die gestörte Beziehung zu ihm wieder in Ordnung zu bringen. oder Sündopfer46,20 Sündopfer: Gott schenkt dem Sünder die Möglichkeit, die Beziehung zu ihm in Ordnung zu bringen. Der Wert des Sündopfers hängt von der Stellung der Person ab. Mehr … dargebracht wurden.Hier backen sie mit dem Mehl,das als Speiseopfergabe46,20 Speiseopfer: Besteht aus Getreide, Mehl, ungesäuerten Backwaren und Öl. Ein Teil wird auf dem Altar verbrannt. Mehr … dargebracht wurde.Die Gaben dürfen nicht auf den äußeren Vorhof46,20 äußerer Vorhof: Das eigentliche Tempelgebäude war von einem inneren und einem äußeren Vorhof umgeben. gelangen.Sonst würde etwas Heiliges auf das Volk übertragen46,20 Heiliges auf das Volk übertragen: Was heilig ist, gehört zum Bereich Gottes. Wer damit in Berührung kommt, muss darauf vorbereitet sein. Damit niemand unvorbereitet und aus Versehen mit dem Heiligen in Berührung kommt, werden der Bereich Gottes und der Bereich der Menschen streng voneinander getrennt.

21Dann führte er mich auf den äußeren Vorhof.Er ließ mich an den vier Ecken des Hofs vorbeigehen.An jeder Ecke des Hofs war noch ein Hof.22Diese vier kleinen Höfe in den Ecken des Vorhofswaren 20 Meter46,22 20 Meter: Wörtlich »40«. Es ist anzunehmen, dass, wie überall in Ezechiel 40–48, die große Elle gemeint ist. Sie entspricht etwa 52 cm. lang und 15 Meter46,22 15 Meter: Wörtlich »30«. Es ist anzunehmen, dass, wie überall in Ezechiel 40–48, die große Elle gemeint ist. Sie entspricht etwa 52 cm. breit.Alle vier waren gleich groß.23In allen vier Höfen verliefen rundum Steinreihen.In die Steinreihen waren Kochstellen eingebaut.24Der Mann46,24 der Mann: Ein von Gott gesandter Bote, der Ezechiel in der Vision durch das Heiligtum führt. sagte zu mir:»Das ist der Ort für die Leute, die am Tempel46,24 Tempel: Nach der Rückkehr aus der Verbannung sollten Gottesdienst und Verwaltung mit einem idealen Heiligtum neu geordnet werden. kochen.Dort bereiten sie die Schlachtopfer46,24 Schlachtopfer: Fett und Innereien wurden als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde. Mehr … für das Volk zu.«