BasisBibel (BB)
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Totenklage über die Herrscher Israels

191Gott sagte zu mir: Und du, Mensch19,1 du Mensch: Anrede Gottes für den Propheten, die nur im Buch Ezechiel verwendet wird.,stimm eine Totenklage19,1 Totenklage: Laute Klagerufe, mit denen die Trauer um einen Verstorbenen zum Ausdruck gebracht wurde. Mehr … an über die Herrscher Israels!2Sag: Was war deine Mutter19,2 Mutter: Sinnbild für das Königshaus Davids. für eine Löwinunter den Löwen!Sie hatte ihr Lager bei jungen Löwenund zog ihren Nachwuchs groß.3Um eines ihrer Jungen19,3 eines ihrer Jungen: Meint König Joahas, der von Pharao Necho II. nach Ägypten verschleppt wurde; vgl. 2. Könige 23,33-34. kümmerte sie sich besonders,es wurde ein junger Löwe.Er lernte Beute zu reißen und Menschen zu fressen.4Völker hörten von ihm.Sie fingen ihn in einer Grubeund schleppten ihn an Haken nach Ägypten19,4 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste. Mehr ….

5Die Mutter19,5 Mutter: Sinnbild für das Königshaus Davids. sah,dass sie vergeblich auf seine Rückkehr wartete.Ihre Hoffnung war zunichtegeworden.Deshalb nahm sie ein anderes ihrer Jungen19,5 ein anderes ihrer Jungen: Meint König Jojachin, der 597 v. Chr. von König Nebukadnezzar II. nach Babylonien verschleppt wurde; vgl. 2. Könige 24,8-16.und machte es zu einem jungen Löwen.6Der lebte mitten unter Löwen,ja, ein junger Löwe war er.Er lernte Beute zu reißen und Menschen zu fressen.7In ihren Palästen richtete er Unheil anund legte ihre Städte in Trümmer.Das Land und seine Bewohner waren entsetzt,wenn sie sein Brüllen hörten.8Da setzte man Völker auf ihn an,die kamen aus den umliegenden Provinzen.Sie spannten ein Fangnetz19,8 Netz: Wird bei der Jagd eingesetzt, um Tiere darin zu fangen. Mehr … für ihn ausund fingen ihn in einer Grube.9Sie legten seinen Hals in einen Block19,9 Block: Meint eine Art Fessel aus Holz, die um den Hals gelegt wurde und die Bewegungsfreiheit einschränkte.und schleppten ihn an Haken zum König von Babylonien19,9 Babylonien: Gebiet am Unterlauf der Flüsse Eufrat und Tigris, südöstlich des heutigen Bagdad. Mehr ….Dort hielt man ihn gefangen,damit man sein Brüllen nicht mehr hörtauf den Bergen Israels.

10Deine Mutter19,10 Mutter: Sinnbild für das Königshaus Davids. war wie ein Weinstock im Weinberg,der am Wasser eingepflanzt war.Vom vielen Wasser war er fruchtbarund reich an Zweigen19,10 Zweige: Sinnbild für die Könige aus dem Königshaus Davids..11Die Zweige wurden kräftig wie das Holz,aus dem man Herrscherstäbe19,11 Herrscherstab: Bild für königliche Macht, ursprünglich ein Hirtenstab. Mehr … anfertigt.Der Weinstock wuchs hoch bis zu den Wolken.Seine Größe und die Fülle seiner Zweigewaren gut zu sehen.12Aber im Zorn19,12 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten. Mehr … wurde er ausgerissenund auf den Boden geworfen.Der Ostwind19,12 Ostwind: Bringt heiße und sehr trockene Wüstenluft, die schwer erträglich ist. Hier Bild für König Nebukadnezzar II., der Jerusalem 586 v. Chr. erneut eroberte und zerstörte. ließ seine Früchte verdorren.Sie wurden abgerissen und verdorrten.Selbst sein stärkster Ast wurde von Flammen verzehrt.13Dann wurde der Weinstock wieder eingepflanzt.Jetzt aber steht er in der Wüste,in einem trockenen und wasserlosen Land.14Von einem seiner Zweige ging Feuer aus.Es verzehrte seine Triebe und seine Früchte.Jetzt gibt es an ihm keinen starken Zweig mehr,der zu einem Herrscherstab taugt.

Ein Klagelied ist das, bestimmt für die Totenklage19,14 Totenklage: Laute Klagerufe, mit denen die Trauer um einen Verstorbenen zum Ausdruck gebracht wurde. Mehr ….
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Israels Schuld und Gottes neuer Anfang

Ezechiel 20,1-44

Vorwürfe an die Vorfahren der Israeliten

201Es war im siebten Jahr20,1 siebtes Jahr: Gerechnet wird von dem Tag an, an dem König Jojachin 597 v. Chr. aus Jerusalem in die Verbannung nach Babylonien verschleppt wurde. der Verbannung unseres Volkes,am zehnten Tag des fünften Monats.Einige der Ältesten20,1 Älteste: Bezeichnung für ein leitendes Amt in der Gemeinschaft, das von älteren Männern ausgeübt wurde. Israels kamen zu mir,um den Herrn zu befragen.Sie setzten sich vor mich hin.2Da kam das Wort des Herrn20,2 das Wort des HERRN kam: Typische Redewendung in prophetischen Büchern. Sie verdeutlicht, dass die Propheten in ihren Worten Gottes Willen weitergeben. zu mir:3Du Mensch20,3 du Mensch: Anrede Gottes für den Propheten, die nur im Buch Ezechiel verwendet wird., rede mit den Ältesten Israelsund sag zu ihnen: »So spricht Gott, der Herr20,3 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.!Seid ihr gekommen, um mich zu befragen?Bei meinem Leben!Von euch lasse ich mich nicht befragen.– So lautet der Ausspruch von Gott, dem Herrn20,3 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.4Klag sie an, du Mensch – ja, klag sie an!Zeig ihnen die Schandtaten ihrer Vorfahren.

5Sag zu ihnen: »So spricht Gott, der Herr20,5 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.!An dem Tag, an dem ich Israel20,5 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. Mehr … erwählte,leistete ich Jakobs Nachkommen20,5 Jakobs Nachkommen: Bezeichnung für das Volk Israel. Der Stammvater Jakob wird in 1. Mose/Genesis 32,29 in Israel umbenannt. feierlich einen Schwur.Ich gab mich ihnen in Ägypten20,5 Ägypten: Bevor Gott die Israeliten befreite, lebten sie als Sklaven in Ägypten; vgl. 2. Mose/Exodus 1–15. zu erkennenund schwor ihnen: Ich, der Herr, bin euer Gott.6Ich versprach ihnen damals,sie aus Ägypten wegzuführen –in ein Land20,6 Land: Meint das Land, das Gott den Israeliten versprochen hat; vgl. beispielsweise 2. Mose/Exodus 6,2-8., das ich für sie ausgesucht hatte.Es ist ein Land, in dem Milch und Honig fließen20,6 Land, in dem Milch und Honig fließen: Biblische Redewendung für ein fruchtbares Land, das landwirtschaftliche Güter im Überfluss hervorbringt.ein Land, das schöner ist als alle anderen.7Und ich sagte ihnen:Jeder von euch muss die Götzenbilder20,7 Götzenbild: Abfällige Bezeichnung für ein aus Stein, Ton, Holz oder Metall gefertigtes Standbild einer Gottheit. Seine Herstellung und Verehrung waren in Israel verboten. wegwerfen,an denen er hängt.Macht euch nicht unrein20,7 unrein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die aus unterschiedlichen Gründen nicht dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. durch die Götzen20,7 Götze: Abfällige Bezeichnung für eine fremde Gottheit oder ihr Standbild. Ägyptens!Denn ich, der Herr, bin euer Gott.«

8Sie aber haben sich mir widersetztund wollten nicht auf mich hören.Niemand warf die Götzenbilder20,8 Götzenbild: Abfällige Bezeichnung für ein aus Stein, Ton, Holz oder Metall gefertigtes Standbild einer Gottheit. Seine Herstellung und Verehrung waren in Israel verboten. weg,an denen er hing.Sie verließen die Götzen20,8 Götze: Abfällige Bezeichnung für eine fremde Gottheit oder ihr Standbild. Ägyptens nicht.Da dachte ich daran,meine Wut20,8 Wut: Ausdruck der Leidenschaft, mit der Gott handelt. an ihnen zu stillen.Schon in Ägypten sollten sie meinen Zorn spüren.9Aber ich machte es anders,weil es um meinen Namen20,9 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. Mehr … ging.Die Völker, unter denen Israel20,9 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. Mehr … lebte,sollten meinen Namen nicht in den Dreck ziehen.Vor ihren Augen hatte ich mich zu erkennen gegeben,indem ich Israel aus Ägypten führte20,9 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit..10Ja, ich führte Israel aus Ägyptenund brachte sie in die Wüste20,10 Wüste: Meint die Zeit der Wüstenwanderung, als Israel aus Ägypten geflohen war; vgl. 2. Mose/Exodus 16–19 und 4. Mose/Numeri 10,11–21,35..

Die Vorfahren der Israeliten werden bestraft

11Weiter sagte Gott:Ich gab den Israeliten Anordnungenund machte ihnen meine Gebote20,11 Gebote: Meint die Zehn Gebote, die Israel von Gott am Berg Sinai erhält; vgl. 2. Mose/Exodus 20,1-17. Sie stehen sinnbildlich für alle Gebote, die Gott seinem Volk gegeben hat. bekannt.Jeder Mensch soll sich daran halten,damit er durch sie am Leben bleibt.12Ich gab ihnen den Sabbat20,12 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. Mehr … als Ruhetag.Er sollte ein Zeichen sein zwischen mir und ihnen.Daran sollten sie erkennen, dass ich der Herr bin.Ich habe die Israeliten für mich ausgewählt.

13Aber das Haus Israel20,13 Haus Israel: Ausdruck für das Zusammengehören Israels als Gottes Volk. Mehr … widersetzte sich mir in der Wüste20,13 Wüste: Meint die Zeit der Wüstenwanderung, als Israel aus Ägypten geflohen war; vgl. 2. Mose/Exodus 16–19 und 4. Mose/Numeri 10,11–21,35..Die Israeliten befolgten meine Anordnungen nicht,an die sich jeder Mensch halten soll.Sie verachteten meine Gebote20,13 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr …,durch die der Mensch am Leben bleibt.Sie sorgten sich nicht um den Sabbat20,13 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. Mehr ….Da dachte ich daran, meine Wut20,13 Wut: Ausdruck der Leidenschaft, mit der Gott handelt. an ihnen zu stillen.Ich wollte ihnen in der Wüste ein Ende machen.14Aber ich handelte anders,weil es um meinen Namen20,14 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. Mehr … ging.Die Völker sollten ihn nicht in den Dreck ziehen.Vor deren Augen hatte ich Israel aus Ägypten geführt20,14 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit..15Darum schwor ich den Israeliten20,15 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. Mehr … feierlich,sie nicht mehr in das versprochene Land20,15 Land: Meint das Land, das Gott den Israeliten versprochen hat; vgl. beispielsweise 2. Mose/Exodus 6,2-8. zu bringen:in das Land, in dem Milch und Honig fließen20,15 Land, in dem Milch und Honig fließen: Biblische Redewendung für ein fruchtbares Land, das landwirtschaftliche Güter im Überfluss hervorbringt.das Land, das schöner ist als alle anderen Länder.Das alles geschah noch in der Wüste.16Die Israeliten verachteten meine Gebote20,16 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr …und befolgten meine Anordnungen nicht.Sie sorgten sich nicht um den Sabbat20,16 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. Mehr …,denn sie hatten ihr Herz an ihre Götzen20,16 Götze: Abfällige Bezeichnung für eine fremde Gottheit oder ihr Standbild. gehängt.17Doch aus Mitleid verschonte ich sie.Ich sah davon ab,ihnen in der Wüste20,17 Wüste: Meint die Zeit der Wüstenwanderung, als Israel aus Ägypten geflohen war; vgl. 2. Mose/Exodus 16–19 und 4. Mose/Numeri 10,11–21,35. ein Ende zu machen.

18Zur nächsten Generation sagte ich in der Wüste20,18 Wüste: Meint die Zeit der Wüstenwanderung, als Israel aus Ägypten geflohen war; vgl. 2. Mose/Exodus 16–19 und 4. Mose/Numeri 10,11–21,35.:»Folgt nicht dem Beispiel eurer Vorfahren!Beachtet ihre Gebote nichtund macht euch nicht unrein20,18 unrein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die aus unterschiedlichen Gründen nicht dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. durch ihre Götzen20,18 Götze: Abfällige Bezeichnung für eine fremde Gottheit oder ihr Standbild..19Ich bin der Herr, euer Gott!Befolgt meine Anordnungen,beachtet meine Gebote20,19 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr … und handelt danach!20Haltet den Sabbat20,20 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. Mehr … heilig.Er wird ein Zeichen sein zwischen mir und euch.Daran sollt ihr erkennen,dass ich, der Herr, euer Gott bin.«

21Doch auch diese Generation widersetzte sich mir.Die Israeliten befolgten meine Anordnungen nichtund achteten nicht darauf, meine Gebote20,21 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr … einzuhalten.Der Mensch muss sie aber einhalten,damit er durch sie am Leben bleibt.Sie sorgten sich nicht um den Sabbat20,21 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. Mehr ….Da dachte ich wieder daran,meine Wut an ihnen zu stillen.In der Wüste sollten sie meinen Zorn spüren.22Aber ich zog meine Hand zurück.Ich handelte anders, weil es um meinen Namen20,22 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. Mehr … ging.Die Völker sollten ihn nicht in den Dreck ziehen.Vor deren Augen hatte ich Israel aus Ägypten geführt20,22 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit..23Ich schwor der Generation in der Wüste feierlich,sie zu fremden Völkern zu schicken.Ich wollte sie in alle Länder zerstreuen.24Denn sie hielten meine Gebote nicht einund verachteten meine Anordnungen.Sie sorgten sich nicht um den Sabbatund verehrten weiter die Götzen20,24 Götze: Abfällige Bezeichnung für eine fremde Gottheit oder ihr Standbild. ihrer Vorfahren.

25Dann gab ich ihnen Gesetze, die ihnen schaden sollten.Und ich gab ihnen Gebote,durch die man nicht am Leben bleiben kann.26Ich machte sie unrein, indem ich sie dazu brachte,ihre Erstgeborenen20,26 Erstgeburt: Bezeichnet den ersten Sohn, den eine Frau zur Welt bringt, oder das erste männliche Tier, das von einem Muttertier geboren wird. Sie ist für Gott bestimmt. Mehr … als Opfergabe zu verbrennen20,26 als Opfergabe verbrennen: Der Vorwurf des Kinderopfers wiegt schwer und verstärkt die negative Beurteilung der Israeliten..Ich wollte sie vernichten20,26 vernichten: Die Bedeutung des hebräischen Verbs schwankt zwischen »Grauen einflößen« und »zerstören«. Am Ende steht in allen Fällen die Auslöschung der Existenz, wie sie vorher war..Sie sollten erkennen, dass ich der Herr bin.

Die Nachfahren sind nicht besser

27Weiter sagte Gott:Darum rede mit dem Haus Israel20,27 Haus Israel: Ausdruck für das Zusammengehören Israels als Gottes Volk. Mehr …, du Mensch20,27 du Mensch: Anrede Gottes für den Propheten, die nur im Buch Ezechiel verwendet wird.!Sag zu den Israeliten: »So spricht Gott, der Herr20,27 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.!Eure Vorfahren haben mich beleidigt,indem sie mir untreu20,27 untreu: Das Verhältnis zwischen Gott und seinem Volk wird in der Bibel oft als Ehe beschrieben. Untreue bedeutet in diesem Fall die Anbetung fremder Götter. geworden sind.28Ich brachte sie in das Land20,28 Land: Meint das Land, das Gott den Israeliten versprochen hat; vgl. beispielsweise 2. Mose/Exodus 6,2-8.,das ich ihnen geben wollte.Ich hatte es ihnen ja geschworen.Sie aber suchten sich alle hohen Hügel ausund die dicht mit Laub bedeckten Bäume.Dort brachten sie ekelerregende Gaben dar,falsche Schlacht- und Räucheropfer.Sie gossen dort auch Trankopfer aus.29Da fragte ich sie:Was soll das mit diesem Kultplatz20,29 Kultplatz: Lokales Heiligtum auf einer Anhöhe oder Bezeichnung für einen Ort, an dem fremde Götter verehrt werden., zu dem ihr geht? –Man nennt den Ort bis heute Kultplatz.«

30Darum sag zum Haus Israel20,30 Haus Israel: Ausdruck für das Zusammengehören Israels als Gottes Volk. Mehr …: »So spricht Gott, der Herr20,30 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.!Wollt ihr euch auf dieselbe Weise unrein20,30 unrein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die aus unterschiedlichen Gründen nicht dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. machen,wie es eure Vorfahren gemacht haben?Und wollt ihr weiterhinmit ihren Götzenbildern20,30 Götzenbild: Abfällige Bezeichnung für ein aus Stein, Ton, Holz oder Metall gefertigtes Standbild einer Gottheit. Seine Herstellung und Verehrung waren in Israel verboten. Hurerei treiben20,30 Hurerei treiben: Sinnbild für das untreue Verhalten des Volkes Israel. Wie sich eine Hure Männern anbietet, so werfen sich die Israeliten vielen Göttern an den Hals.?31Ihr bringt falsche Opfergaben darund lasst eure Kinder durch Feuer gehen20,31 durch Feuer gehen: Der Vorwurf, dass die Israeliten Kinder opfern würden, wiegt schwer. Er verstärkt die negative Beurteilung..So macht ihr euch bis heute durch eure Götzen20,31 Götze: Abfällige Bezeichnung für eine fremde Gottheit oder ihr Standbild. unrein.Ich soll mich von euch befragen lassen, Haus Israel?Bei meinem Leben!Ausspruch von Gott, dem Herrn20,31 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.Von euch lasse ich mich nicht befragen.32Ihr denkt: Wir wollen wie die anderen Völker sein,wie Familien in anderen Ländern.Auch wir wollen Holz und Stein20,32 Holz und Stein: Materialien, aus denen Götzenbilder hergestellt wurden. verehren.Was euch da in den Sinn kommt, darf nicht geschehen!

33Bei meinem Leben!So lautet der Ausspruch von Gott, dem Herrn20,33 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.:Ich werde mit starker Handund erhobenem Arm20,33 erhobener Arm: Bild für die Stärke Gottes, das an die Befreiung aus Ägypten erinnert. als König über euch herrschen.Ich werde meinen Zorn über euch ausgießen.34Ja, mit starker Hand und erhobenem Armwerde ich euch von den Völkern wegführen.Ich werde euch wieder aus den Ländern zurückholen,in die ihr zerstreut worden seid.Ja, ich gieße meinen Zorn über euch aus.35Ich werde euch in die Wüste der Völker20,35 Wüste der Völker: Wie beim Auszug aus Ägypten muss Israel jetzt wieder in die Wüste. bringen.Dort werde ich über euch Gericht20,35 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. Mehr … halten,von Angesicht zu Angesicht.36Ich werde euch auf dieselbe Weise richtenwie eure Vorfahren in der Wüste in Ägypten.– Ausspruch von Gott, dem Herrn.37Ich zähle euch mithilfe eines Hirtenstabes20,37 Stab, Hirtenstab: Langer Stab mit Metallhaken am Ende. Er dient dazu, eine Schafherde zusammenzuhalten und wilde Tiere abzuwehren. Mehr … abund verpflichte euch dazu, den Bund20,37 Bund: Vertrag, mit dem zwei Partner eine gegenseitige Verpflichtung eingehen. Ist Gott einer der Partner, kann er sich auch einseitig zur Treue gegenüber seinem Volk oder einzelnen Menschen verpflichten. Mehr … zu halten.38Ich sondere diejenigen von euch aus,die sich mir widersetzt oder sich aufgelehnt haben.Ich werde sie aus dem Land wegführen,in dem sie als Fremde leben.Aber das Land Israels werden sie nicht betreten.Dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin.«

Gott lässt einen Neuanfang zu

39Weiter sagte Gott:So spricht Gott, der Herr20,39 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern., zu euch, Israeliten:Soll doch jeder hingehen und seinen Götzen20,39 Götze: Abfällige Bezeichnung für eine fremde Gottheit oder ihr Standbild. dienen!Doch später werdet ihr auf mich hören.Dann werdet ihr meinen heiligen Namen20,39 mein heiliger Name: Steht für Gott selbst.nicht mehr in den Dreck ziehen.Das tut ihr durch eure falschen Opfergaben und Götzen.

40Das Haus Israel20,40 Haus Israel: Ausdruck für das Zusammengehören Israels als Gottes Volk. Mehr … wird mir dienenauf einem hohen Berg in Israel.Das ist mein heiliger Berg20,40 heiliger Berg: Der Ort ist Gott vorbehalten, im Gegensatz zu den Hügeln und Bäumen, die von den Vorfahren der Israeliten verehrt wurden; vgl. Ezechiel 20,27-29..Ausspruch von Gott, dem Herrn20,40 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.Alle, die im Land leben, werden das tun.Ich nehme eure Abgaben wieder an,ich fordere sie sogar ein:die Abgaben von den ersten geernteten Früchten20,40 Abgaben von den ersten geernteten Früchten: Wie bei der Erstgeburt ist der erste Teil der Ernte für Gott bestimmt.genauso wie die anderen Pflichtabgaben20,40 Pflichtabgaben: Alle Arten von Opfern, die die Israeliten regelmäßig darbringen mussten, wie beispielsweise den zehnten Teil der Ernte..41Auch euch werde ich wieder annehmen,und ihr werdet mich gnädig stimmen.Ich werde euch wegführen von den fremden Völkern.Ich werde euch zurückholen aus den Ländern,in die ihr zerstreut worden seid.So werde ich mit eurer Hilfe vor den Völkern zeigen,dass ich heilig bin.42Daran werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin:Ich werde euch zum Land Israels bringen.Ich bringe euch in das Land20,42 Land: Meint das Land, das Gott den Israeliten versprochen hat; vgl. beispielsweise 2. Mose/Exodus 6,2-8.,von dem ich geschworen habe,es euren Vorfahren zu geben.

43Denkt dann aber daran,wie ihr euch verhalten habt und was ihr getan habt.Damit habt ihr euch unrein20,43 unrein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die aus unterschiedlichen Gründen nicht dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. gemacht!Ihr werdet euch vor euch selbst ekeln,wegen all der bösen Taten, die ihr begangen habt.44Daran soll das Haus Israel20,44 Haus Israel: Ausdruck für das Zusammengehören Israels als Gottes Volk. Mehr … erkennen,dass ich der Herr bin:Euer böses Verhalten und eure schlechten Tatenlasse ich ungestraft, weil es um meinen Namen20,44 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. Mehr … geht.– So lautet der Ausspruch von Gott, dem Herrn20,44 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet..
21

Die Ankündigung des Gerichts über Jerusalem wird bestätigt

Ezechiel 21,1–24,27

Jerusalem wird vernichtet

211Das Wort des Herrn kam21,1 das Wort des HERRN kam: Typische Redewendung in prophetischen Büchern. Sie verdeutlicht, dass die Propheten in ihren Worten Gottes Willen weitergeben. zu mir:2Du Mensch21,2 du Mensch: Anrede Gottes für den Propheten, die nur im Buch Ezechiel verwendet wird., sieh in südliche Richtung21,2 südliche Richtung: Für den Propheten liegen Jerusalem und der Tempel im Süden.!Schimpf mit dem Süden!Rede als Prophet21,2 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … gegen den Wald im Süden!3Ja, sag zum Wald im Süden:»Hör das Wort des Herrn!So spricht Gott, der Herr21,3 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern..Ich zünde in dir ein Feuer an,das alle grünen und alle dürren Bäume frisst.Die lodernden Flammen werden nicht erlöschen.Sie werden allen schaden, die im Wald leben,vom Süden bis zum Norden.4Alle Lebewesen werden sehen,dass ich, der Herr, das Feuer entfacht habe.Es wird nicht erlöschen.«5Ich antwortete: »Ach, mein Herr und Gott!Sie werden von mir sagen:Der denkt sich doch bloß Rätsel aus.«

6Da kam das Wort des Herrn21,6 das Wort des HERRN kam: Typische Redewendung in prophetischen Büchern. Sie verdeutlicht, dass die Propheten in ihren Worten Gottes Willen weitergeben. zu mir:7Du Mensch, sieh in die Richtung,in der Jerusalem liegt!Schimpf über das so bedeutende Heiligtum21,7 Heiligtum: Meint den Tempel, in dem die Israeliten Gott nicht mehr auf die richtige Weise verehren, sondern Götzen anbeten.und rede als Prophet21,7 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … gegen das Land Israels!8Sag zum Land Israels: »So spricht der Herr21,8 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.!Ich selbst stelle mich gegen dich.Ich ziehe mein Schwert aus seiner Scheideund vernichte den Gerechten21,8 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt. und den Frevler21,8 Frevler: Menschen, die Gottes Gebote missachten und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen. Mehr … in dir.9Ja, ich vernichte jeden Gerechten und jeden Frevler,der in dir lebt.Darum wird mein Schwert aus seiner Scheide gezogengegen alle Lebewesen von Süden bis Norden.10Sie alle werden erkennen, dass ich, der Herr,mein Schwert aus seiner Scheide gezogen habe.Es wird nicht mehr dorthin zurückkehren.«

11Und du, Mensch, stöhne!Brich vor ihren Augen zusammenund stöhne verbittert!12Dann werden sie dich fragen: »Weshalb stöhnst du?«Du wirst antworten:»Bald wird eine schreckliche Nachricht kommen.Dann werden alle den Mut verlierenund die Hände in den Schoß legen.Ihnen fehlt der Antrieb und ihre Knie werden weich.Es kommt so, es wird geschehen.«– So lautet der Ausspruch von Gott, dem Herrn21,12 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet..

Das Lied von Gottes tödlichem Schwert

13Das Wort des Herrn kam21,13 das Wort des HERRN kam: Typische Redewendung in prophetischen Büchern. Sie verdeutlicht, dass die Propheten in ihren Worten Gottes Willen weitergeben. zu mir:14Du Mensch21,14 du Mensch: Anrede Gottes für den Propheten, die nur im Buch Ezechiel verwendet wird., rede als Prophet21,14 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr …und sag: »So spricht der Herr!Ein Schwert, ja ein Schwert ist geschärftund auch poliert.15Es wurde geschärft, um eine Schlacht zu schlagen.Es wurde poliert, sodass es blitzt.Wir dürfen uns nicht freuen.Mein Sohn, Gottes Herrscherstab21,15 Gottes Herrscherstab: Wörtlich »Der Herrscherstab verachtet jeden Baum«. Das Bild greift auf den vorhergehenden Textabschnitt zurück, der die Israeliten mit einem Wald vergleicht, den Gott verbrennt; vgl. Ezechiel 21,1-12. vernichtet uns alle.16Das Schwert ist poliert, nun kann man es greifen.Ja, es ist geschärft und poliert,um es dem Henker zu geben.«17Schrei und jammere, du Mensch!Denn das Schwert wütet in meinem Volk,es wütet unter den Mächtigen Israels.Es trifft sie und mein Volk.Darum schlag dir an die Seite21,17 schlag dir an die Seite: Geste großer Trauer und Klage.!18Damit ist die Prüfung zu Ende.Was aber, wenn der Herrscherstab alles vernichtet?Das darf nicht geschehen.– So lautet der Ausspruch von Gott, dem Herrn21,18 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet..

19Aber du, Mensch, rede noch einmal als Prophet21,19 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr …und schlag wütend die Hände zusammen!Das Schwert verdoppelt seine Kraft, verdreifacht sie.Es ist ein Schwert zum Töten,ja, ein Schwert für ein großes Schlachten ist es.Es umkreist mein Volk, 20damit der Mut es verlässtund viele dadurch zu Fall kommen.An alle Stadttore schicke ich das tödliche Schwert.Ja, das Schwert ist gemacht um zu blitzen,es ist zum Schlachten geschärft.21»Schwert, sei schlau! Schlag nach rechts!Bleib stehen! Wend dich nach links!Folg deiner Schneide!«

22Auch ich, ich schlage meine Hände zusammen21,22 Hände zusammenschlagen: Ausdruck von Zorn und Wut.,aber ich lasse meine Wut ruhen.Ich, der Herr, habe gesprochen.

Gottes Schwert aus Babylonien bedroht Juda und Ammon

23Das Wort des Herrn kam21,23 das Wort des HERRN kam: Typische Redewendung in prophetischen Büchern. Sie verdeutlicht, dass die Propheten in ihren Worten Gottes Willen weitergeben. zu mir:24Du Mensch21,24 du Mensch: Anrede Gottes für den Propheten, die nur im Buch Ezechiel verwendet wird., zeichne zwei Wege auf.Auf einem davon kann der König von Babylonien21,24 König von Babylonien: Meint Nebukadnezzar II., der Jerusalem 597 v. Chr. zum ersten Mal belagerte, bevor er es 586 v. Chr. endgültig eroberte und zerstörte.mit dem Schwert heranziehen.Beide Wege gehen von ein und demselben Ort aus.Stell einen Wegweiser an dem Ort auf,wo die Wege sich teilen.25Mach den Weg frei für das Schwert21,25 Schwert: Nebukadnezzar wird mit seiner Waffe gleichgesetzt., das kommt:Es kommt entweder nach Rabba21,25 Rabba: Hauptstadt der Ammoniter, nordöstlich vom Toten Meer.,der Hauptstadt der Ammoniter21,25 Ammoniter: Nachbarvolk Israels im Ostjordanland.,oder zu den Judäern im befestigten Jerusalem21,25 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr ….

26Der König von Babylonien21,26 König von Babylonien: Meint Nebukadnezzar II., der Jerusalem 597 v. Chr. zum ersten Mal belagerte, bevor er es 586 v. Chr. endgültig eroberte und zerstörte. steht an der Weggabelung.Er hat am Anfang der beiden Wege haltgemacht,um Wahrsagerei21,26 Wahrsagerei, wahrsagen: Praktiken und Methoden, um zukünftige Ereignisse vorherzusagen oder gegenwärtig Verborgenes zu enthüllen. Mehr … zu betreiben.Er hat Lose gezogen21,26 Lose ziehen: Wörtlich »Pfeile schütteln«. Die Pfeile werden ähnlich wie unterschiedlich markierte Lossteine verwendet, die in einem Behälter geschüttelt und auf den Boden geworfen wurden, um beim Treffen von Entscheidungen zu helfen. Hier werden unterschiedlich markierte Pfeile aus dem Köcher gezogen., Götterfiguren21,26 Götterfiguren: Hebräisch Terafim. Aus Holz oder Ton hergestellte, kleine Statuen. befragtund die Leber betrachtet21,26 die Leber betrachten: Religiöse Handlung, bei der das Aussehen der inneren Organe eines Opfertiers dazu herangezogen wurde, Entscheidungen zu treffen..27Mit der rechten Hand zog er das Los für Jerusalem.Dort wird er Rammböcke21,27 Rammbock: Holzbalken oder Baumstamm, manchmal am Ende mit Metall verstärkt, der gegen Tore und Türen gestoßen wird, bis sie brechen. aufstellen,den Mund aufreißenund die Stimme zum Kriegsgeschrei erheben.Dann wird er die Rammböcke vor die Stadttore bringen,eine Belagerungsrampe21,27 Belagerungsrampe: Zum Sturm auf eine Stadt wurden riesige Rampen aus Erde aufgeschüttet, um die Truppen direkt auf die Stadtmauer zu bringen. aufschüttenund einen Wall21,27 Wall: Um eine Stadt herum errichteter Damm aus Erde. Er verhindert sowohl die Flucht aus der belagerten Stadt als auch die Versorgung der Stadt von außen. bauen.

28Das wird Jerusalems21,28 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr … Bewohnernals nutzlose Vision erscheinen.Denn sie haben ja feierliche Schwüre geleistet.Trotzdem werden sie an ihre Schuld21,28 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … erinnertund gefangen genommen.29Deshalb spricht Gott, der Herr21,29 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:Wenn eure Verbrechen aufgedeckt werden,werdet ihr euch an eure Schuld erinnern.Eure Sünden21,29 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … werden sichtbar bei allem, was ihr tut.So erinnere auch ich mich an eure Schuld,und darum werdet ihr von starker Hand ergriffen.

30Und du, Herrscher von Israel,bist ein Verbrecher und ein Frevler21,30 Frevler: Menschen, die Gottes Gebote missachten und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen. Mehr …!Deine Zeit ist abgelaufen,die endgültige Bestrafung ist nahe.31So spricht Gott, der Herr21,31 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:Nimm den Kopfschmuck ab! Setz die Krone ab!Nichts soll bleiben, wie es ist:Die Geringen werden mächtig,und die Machthaber werden gering.

32Trümmer, Trümmer, zu Trümmern schlage ich Jerusalem21,32 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr …!Aber das wird nicht geschehen,bevor der kommt21,32 der kommt: Gemeint ist der babylonische König Nebukadnezzar II., der in Gottes Namen das Gericht vollstrecken soll., den ich ein Urteil sprechen lasse.

33Und du, Mensch, rede als Prophet21,33 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … und sag:»So spricht Gott, der Herr21,33 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.,über die Ammoniter und ihre Schadenfreude:Schwert, Schwert, du bist gezogen!Du bist poliert, um zu schlachten,um zu zerstören wie ein Blitz.34Visionen21,34 Vision: Eine Erscheinung, in der Gott zu verstehen gibt, was er vorhat. Mehr … sind nutzlos und Orakel21,34 Orakel: Befragung einer Gottheit, um ihren Willen zu erfahren. Hilfsmittel sind beispielsweise Lossteine. trügerisch,wenn sie über dich gemacht werden, Schwert.Du bedrohst das Leben der Frevler21,34 Frevler: Menschen, die Gottes Gebote missachten und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen. Mehr …,denn sie sind Verbrecher.Ihre Zeit ist abgelaufen, ihre Bestrafung ist nahe.«

Das Schwert Gottes kehrt nach Babylonien zurück

35Weiter sagte Gott:Lass das Schwert in seine Scheide zurückkehren21,35 zurückkehren: Doppeldeutige Aufforderung an Nebukadnezzar II., der selbst als »Schwert« bezeichnet wird: Er soll den Krieg beenden und nach Babylonien zurückkehren.,König von Babylonien21,35 König von Babylonien: Meint Nebukadnezzar II., der Jerusalem 586 v. Chr. endgültig eroberte und zerstörte.!Ich werde dich im Land deiner Herkunft richten –dem Ort, an dem das Schwert geschmiedet wurde.36Ich gieße meinen Ärger über dich ausund lasse dich das Feuer meines Zorns spüren.Ich gebe dich in die Gewalt grausamer Menschen,die Meister der Zerstörung sind.37Du wirst zum Fraß für das Feuer,dein Blut fließt auf die Erde.Man wird sich nicht an dich erinnern,denn ich, der Herr, habe gesprochen.