BasisBibel (BB)
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Strafgericht über die führenden Männer des Volkes

111Ein Wind hob mich hochund brachte mich zu dem Torim Osten des Tempelhofs.Am Eingang des Tors standen 25 Männer.Unter ihnen erkannte ich Jaasanja, den Sohn des Asur,und Pelatja, den Sohn des Benaja.Sie gehörten zu den Obersten des Volkes.2Gott sagte zu mir:Du Mensch11,2 du Mensch: Anrede Gottes für den Propheten, die nur im Buch Ezechiel verwendet wird., das sind die Männer, die Unheil planenund diese Stadt schlecht beraten.3Sie sagen: »In nächster Zeitbraucht man keine Häuser zu bauen11,3 bauen: Wer 597 v. Chr. nicht mit König Jojachin in die Verbannung nach Babylonien verschleppt wurde, nahm in Jerusalem die Häuser der Verbannten in Besitz..Die Stadt ist der Topf11,3 die Stadt ist der Topf: Die Männer gehen davon aus, dass Jerusalem dem Krieg zum Opfer fallen wird. Sie selbst vergleichen sich mit besonders guten Teilen von Opfertieren, die in den Topf kommen. Sie erwarten also, dass Gott mit ihnen einen Neuanfang in Jerusalem macht. und wir sind das Fleisch.«4Darum rede als Prophet11,4 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … gegen sie,rede als Prophet, du Mensch!

5Da kam der Geist des Herrn über mich.Gott sagte zu mir:Sprich: »So spricht der Herr11,5 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.!Das ist es, was ihr Israeliten redet.Ich kenne sogar eure Gedanken.6Ihr habt in dieser Stadt11,6 diese Stadt: Meint Jerusalem, das 597 v. Chr. von den Babyloniern erobert wurde. Mit König Jojachin wurde ein Teil der Bevölkerung in die Verbannung nach Babylonien verschleppt. viele Leute erschlagenund ihre Straßen mit den Leichen bedeckt.7Darum spricht Gott, der Herr:Diejenigen, die ihr in der Stadt erschlagen habt,sie sind das Fleisch11,7 sie sind das Fleisch: Gott wendet die Aussage der Männer aus Ezechiel 11,3 gegen sie. Die besonders guten Teile der Opfertiere sind nicht sie, sondern die Toten der Stadt. Durch ihren Tod wird Jerusalem wieder rein und ein Neuanfang möglich. und die Stadt ist der Topf.Euch aber führe ich aus ihr hinaus.8Ihr fürchtet das Schwert –doch das Schwert lasse ich über euch kommen.– So lautet der Ausspruch von Gott, dem Herrn11,8 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet..9Ich führe euch aus der Stadt hinaus.Dann gebe ich euch in die Hand von Fremdenund vollziehe an euch das Gericht.10Durch das Schwert werdet ihr fallen.An der Grenze Israels werde ich euch richten.Dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin.11Die Stadt wird nicht euer Topf sein,ihr werdet nicht das Fleisch darin sein.An der Grenze Israels werde ich euch richten.12Dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin.Meine Anordnungen habt ihr mit Füßen getretenund meine Gebote11,12 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr … nicht befolgt.Aber die Gebote der Völker, die um euch herum wohnen,die habt ihr befolgt!«

13Während ich als Prophet11,13 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … redete,starb Pelatja, der Sohn des Benaja.Da warf ich mich nieder, mit dem Gesicht zum Boden,und schrie mit lauter Stimme: »Ach Herr, Gott!Wirst du den ganzen Rest Israels11,13 Rest Israels: Gruppe von Menschen, die Gottes Gericht überleben. Gott sammelt sie und schenkt ihnen eine neue Zukunft. vernichten?«

Hoffnung für die Judäer in der Verbannung

14Das Wort des Herrn kam11,14 das Wort des HERRN kam: Typische Redewendung in prophetischen Büchern. Sie verdeutlicht, dass die Propheten in ihren Worten Gottes Willen weitergeben. zu mir:15Du Mensch11,15 du Mensch: Anrede Gottes für den Propheten, die nur im Buch Ezechiel verwendet wird., die Bewohner Jerusalemsreden über die in der Verbannung11,15 die in der Verbannung: Meint die mit König Jojachin 597 v. Chr. aus Jerusalem in die Verbannung nach Babylonien geführten Judäer..Sie sagen über deine Brüder,deine Verwandten und über alle Israeliten:»Sie sind fern vom Herrn.Uns aber wurde das Land als Besitz gegeben.«16Darum sag: So spricht der Herr11,16 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.!Ja, ich habe sie in die Ferne geführt,zu fremden Völkern.Ich habe sie in fremde Länder zerstreut.Doch auch in diesen Ländern bin ich für sie da,ähnlich wie in meinem Tempel11,16 wie in meinem Tempel: Im Alten Orient war die Gegenwart Gottes immer mit seinem Tempel verbunden. Die Vorstellung von Gottes Gegenwart jenseits des Tempels ist für diese Zeit etwas völlig Neues..

17Darum sag: So spricht Gott, der Herr!Ich werde euch aus den Völkern sammeln.Auch werde ich euch zusammenbringen aus den Ländern,in die ihr zerstreut wurdet.Euch werde ich das Land Israels geben.18Dorthin werden sie kommen.Dann werden sie alle abscheulichen Götzen11,18 Götze: Abfällige Bezeichnung für eine fremde Gottheit oder ihr Standbild. im Landund alle Schandtaten beseitigen.19Ich gebe ihnen ein ungeteiltes Herz11,19 ungeteiltes Herz: Meint das Herz als Sitz des Willens und des Verstandes. Ein verändertes Herz führt zu einer grundsätzlichen Änderung der Person.und lege einen neuen Geist11,19 Geist: Lebenskraft, die den Menschen von Gott gegeben wird. in sie.Ich entferne das steinerne Herz aus ihrem Körperund gebe ihnen ein lebendiges Herz.20Das geschieht, damit sie meine Anordnungen beachtenund meine Gebote11,20 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr … bewahren und befolgen.Sie werden mein Volk seinund ich werde ihr Gott sein.21Aber noch hängt ihr Herz an ihren abscheulichen Götzenund an ihren Schandtaten.Ich lasse sie die Folgen ihres Verhaltens spüren.– So lautet der Ausspruch von Gott, dem Herrn11,21 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet..

Die Herrlichkeit des Herrn verlässt die Stadt

22Danach breiteten die Kerubim11,22 Kerubim: Himmlische Wesen mit einem menschlichen Gesicht, Flügeln und einem Löwenkörper. Ihre Abbilder im Heiligtum tragen den Thron Gottes. Mehr … ihre Flügel aus.Die Räder waren neben ihnenund der Gott Israels in seiner Herrlichkeit11,22 Herrlichkeit: Ausdruck von Macht und Ansehen Gottes. Hier Bezeichnung für die Erscheinung Gottes, die der Prophet sieht.war genau über ihnen.23Die Herrlichkeit des Herrn erhob sich mitten aus der Stadt.Auf dem Berg im Osten der Stadt blieb sie stehen.24Da hob mich ein Wind hoch.Er brachte mich zu den Judäern,die in Babylonien11,24 Babylonien: Wörtlich »Chaldäa«. Im Alten Testament wird Babylonien häufig Chaldäa genannt. in der Verbannung lebten11,24 in der Verbannung leben: Meint die mit König Jojachin 597 v. Chr. aus Jerusalem in die Verbannung nach Babylonien verschleppten Judäer..Das alles geschah in einer Vision11,24 Vision: Eine Erscheinung, in der Gott zu verstehen gibt, was er vorhat. Mehr … durch Gottes Geist.So endete die Vision, die ich gesehen hatte.25Alles, was der Herr mir gezeigt hatte,berichtete ich den Verbannten.
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Weitere Gerichtsworte über Jerusalem

Ezechiel 12,1–24,27

Ezechiel kündigt das Gericht Gottes an

Ezechiel 12,1–15,8

Ankündigung der Verbannung für Jerusalem

121Das Wort des Herrn kam12,1 das Wort des HERRN kam: Typische Redewendung in prophetischen Büchern. Sie verdeutlicht, dass die Propheten in ihren Worten Gottes Willen weitergeben. zu mir:2Du Mensch12,2 du Mensch: Anrede Gottes für den Propheten, die nur im Buch Ezechiel verwendet wird., du wohnst mitten unter denen,die schon immer widerspenstig12,2 schon immer widerspenstig: In Ezechiel 20,1-38 wird das Fehlverhalten Israels gegenüber seinem Gott zusammengefasst. waren.Sie haben Augen, um zu sehen, aber sie sehen nicht.Sie haben Ohren, um zu hören, aber sie hören nicht.Ja, sie waren schon immer widerspenstig.3Du aber, Mensch, pack deine Sachen zusammen,wie man es für die Verbannung tut.Dann zieh vor ihren Augen weg, mitten am Tag.Ja, zieh vor ihren Augen weg von deinem Wohnortan einen anderen Ort.Vielleicht werden sie verstehen, was du tust –obwohl sie schon immer widerspenstig waren.4Bring deine Sachen für die Verbannung hinaus,mitten am Tag und vor ihren Augen.Du selbst aber geh am Abend vor ihren Augen hinaus,wie einer, der in die Verbannung geführt wird.5Durchbrich die Mauer12,5 durchbrich die Mauer: In der Zeichenhandlung durchbricht Ezechiel die Mauer seines Hauses. Das steht sinnbildlich für die Zerstörung der Stadtmauer. vor ihren Augenund bring deine Sachen hinaus.6Nimm sie vor ihren Augen auf deine Schulterund bring sie im Dunkeln hinaus.Verhülle dein Gesicht, damit du das Land nicht siehst12,6 damit du das Land nicht siehst: Das Verhüllen des Gesichts zeigt die Schande und das Leid der Besiegten..So zeige ich den Israeliten durch dich,was kommen wird.

7Ich tat, wie mir befohlen wurde.Mitten am Tag brachte ich meine Sachen hinaus,wie für die Verbannung.Am Abend durchbrach ich die Mauer mit der Hand.Im Dunkeln brachte ich meine Sachen weg,vor ihren Augen nahm ich sie auf die Schulter.

8Am Morgen kam das Wort des Herrn12,8 das Wort des HERRN kam: Typische Redewendung in prophetischen Büchern. Sie verdeutlicht, dass die Propheten in ihren Worten Gottes Willen weitergeben. zu mir:9Du Mensch,die Israeliten waren schon immer widerspenstig12,9 schon immer widerspenstig: In Ezechiel 20,1-38 wird das Fehlverhalten Israels gegenüber seinem Gott zusammengefasst..Jetzt haben sie zu dir gesagt: »Was tust du da?«10Sag zu ihnen: »So spricht Gott, der Herr12,10 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.!Dieses Wort richtet sich an den Herrscher in Jerusalem12,10 Herrscher in Jerusalem: Meint Zidkija, der von Nebukadnezzar II. nach der Einnahme Jerusalems 597 v. Chr. als König eingesetzt wurde. Als Zidkija einige Jahre später von Nebukadnezzar II. abfiel, belagerte dieser Jerusalem erneut.und an alle Israeliten in dieser Stadt.«11Sag zu ihnen: »Ich12,11 ich (Vers 11): Hier spricht der Prophet Ezechiel. bin ein Zeichen für euch.Was ich getan habe,das wird auch mit den Judäern geschehen.In die Verbannung12,11 Verbannung: Meint die Zeit zwischen 586 und 538 v. Chr., in der ein Teil des Volkes Israel gezwungen war, in Babylonien zu leben. Mehr …, ja, in die Gefangenschaftwerden sie ziehen.12Ihr Herrscher12,12 ihr Herrscher: Der Abschnitt spielt auf die Flucht Zidkijas aus dem von Nebukadnezzar II. belagerten Jerusalem an, wie sie in 2. Könige 25,3-7 erzählt wird. wird seine Sachen schulternund sie im Dunkeln hinausbringen.Sie werden die Stadtmauer durchbrechen,um ihre Sachen hinauszubringen.Der Herrscher wird sein Gesicht verhüllen,denn er wird das Land nicht mehr zu Gesicht bekommen.«13Ich12,13 ich (Vers 13): Ab hier spricht wieder Gott. aber werfe mein Netz12,13 Netz: Wird bei der Jagd eingesetzt, um Tiere darin zu fangen. Mehr … über ihnund er wird sich darin verfangen.Dann bringe ich ihn nach Babylon12,13 Babylon: Hauptstadt Babyloniens. Nach der Eroberung Jerusalems 586 v. Chr. wurden viele Bewohner dorthin verschleppt.,in das Land der Babylonier12,13 Land der Babylonier: Wörtlich »Land der Chaldäer«. Im Alten Testament werden die Menschen, die in Babylonien wohnen, häufig Chaldäer genannt..Doch er wird das Land nicht sehen12,13 nicht sehen: Zidkija wurden die Augen ausgestochen, vgl. 2. Könige 25,7. können.Dort wird er sterben.14Sein ganzes Gefolge, seine Helfer und seine Truppen,werde ich in alle Winde zerstreuen.Mit gezücktem Schwert werde ich hinter ihnen her sein.15Dann werden sie erkennen, dass ich der Herr bin.Sie werden es erkennen,wenn ich sie unter fremde Völker zerstreueund in ferne Länder vertreibe.16Ich werde nur wenige von ihnen übrig lassen.Sie werden dem Schwert, der Hungersnotund der Pest entkommen.Sie sollen den Völkern, zu denen sie kommen,von ihren ganzen Schandtaten erzählen.Dann werden sie erkennen, dass ich der Herr bin.

17Das Wort des Herrn kam12,17 das Wort des HERRN kam: Typische Redewendung in prophetischen Büchern. Sie verdeutlicht, dass die Propheten in ihren Worten Gottes Willen weitergeben. zu mir:18Du Mensch, iss dein Brot mit zitternden Händenund trink dein Wasser bebend und voller Sorge.19Sag zu den Menschen im Land:»So spricht Gott, der Herr12,19 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.,zu den Bewohnern Jerusalems im Land Israels.«Sie werden ihr Brot mit Sorgen essenund ihr Wasser mit Grauen trinken.Der ganze Reichtum des Landes wird verwüstet werden,weil seine Bewohner so gewalttätig sind.20Die bewohnten Städte werden in Trümmern liegenund das Land wird menschenleer sein.Dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin.

Gottes Ankündigungen treffen ein

21Das Wort des Herrn kam12,21 das Wort des HERRN kam: Typische Redewendung in prophetischen Büchern. Sie verdeutlicht, dass die Propheten in ihren Worten Gottes Willen weitergeben. zu mir:22Du Mensch12,22 du Mensch: Anrede Gottes für den Propheten, die nur im Buch Ezechiel verwendet wird., was ist das für ein Geredebei euch im Land Israels?Ihr sagt: »Die Zeit zieht sich hinund die Visionen12,22 Vision: Eine Erscheinung, in der Gott zu verstehen gibt, was er vorhat. Mehr … der Propheten12,22 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … treffen nicht ein.«23Darum sag zu ihnen: »So spricht Gott, der Herr12,23 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.!Ich werde diesem Gerede ein Ende machenund man wird in Israel nicht mehr so reden.«Sag zu ihnen: »Die Zeit ist nahe und jede Vision trifft ein.24Künftig wird keine Vision mehr nutzlosoder nur ein trügerisches Orakel12,24 Orakel: Befragung einer Gottheit, um ihren Willen zu erfahren. Hilfsmittel sind beispielsweise Lossteine. sein.Das gilt für ganz Israel.25Ja, ich, der Herr, rede.Was ich sage, wird geschehen –es wird sich nicht länger verzögern.Ihr wart ja schon immer widerspenstig12,25 schon immer widerspenstig: In Ezechiel 20,1-38 wird das Fehlverhalten Israels gegenüber seinem Gott zusammengefasst..Noch zu euren Lebzeiten kündige ich eine Sache anund werde sie auch tun.«– So lautet der Ausspruch von Gott, dem Herrn.

26Das Wort des Herrn kam12,26 das Wort des HERRN kam: Typische Redewendung in prophetischen Büchern. Sie verdeutlicht, dass die Propheten in ihren Worten Gottes Willen weitergeben. zu mir:27Du Mensch, die Israeliten sagen über dich:»Seine Visionen12,27 Vision: Eine Erscheinung, in der Gott zu verstehen gibt, was er vorhat. Mehr … treffen erst nach langer Zeit ein.Er redet als Prophet12,27 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … nur über die ferne Zukunft.«28Darum sag zu ihnen: »So spricht Gott, der Herr12,28 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.!Meine Worte werden sich nicht länger verzögern.Was ich sage, wird geschehen.«– So lautet der Ausspruch von Gott, dem Herrn12,28 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet..
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Strafgericht über falsche Propheten

131Das Wort des Herrn kam13,1 das Wort des HERRN kam: Typische Redewendung in prophetischen Büchern. Sie verdeutlicht, dass die Propheten in ihren Worten Gottes Willen weitergeben. zu mir:2Du Mensch13,2 du Mensch: Anrede Gottes für den Propheten, die nur im Buch Ezechiel verwendet wird., rede als Prophet13,2 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr …gegen die Propheten Israels13,2 Propheten Israels: Meint hier falsche Propheten, die keine Botschaft von Gott haben, sondern eigene Ideen verkünden..Sie treten ständig als Propheten auf,denken sich ihre prophetischen Worte aber selbst aus.Sag zu ihnen: »Hört das Wort des Herrn3So spricht Gott, der Herr13,3 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:Wehe über die nutzlosen Propheten!Sie folgen ihren eigenen Gedanken,ohne dass sie irgendetwas gesehen hätten.4Deine Propheten, Israel,sind wie Schakale13,4 Schakal: Nachtaktiver Wildhund, der in der unbewohnten Steppe lebt. in Trümmerstätten.5Ihr Propheten habt die Mauerlücken nicht geschlossen.Um Israel habt ihr keinen Steinwall gebaut.Wie sollen so die Israelitenam Tag des Herrn13,5 Tag des HERRN: Der von Gott festgelegte Gerichtstag, an dem er gegen seine Feinde vorgehen wird. im Kampf bestehen?6Sie sehen Nutzloses und verkünden nichts als Lügen.Sie sagen: »So lautet der Ausspruch des Herrn13,6 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.«,dabei hat sie der Herr gar nicht beauftragt.Dann erwarten sie,dass er ihre Ankündigung eintreffen lässt.7Habt ihr nicht nutzlose Visionen gesehenund nichts als Lügen verbreitet?Ständig sagen sie: »So lautet der Ausspruch des Herrn«,obwohl ich nicht geredet habe.

8Darum spricht Gott, der Herr13,8 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:Ihr habt nutzlose Worte geredet undverlogene Visionen gesehen.Deshalb stelle ich mich gegen euch.Ausspruch von Gott, dem Herrn13,8 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.9Meine Hand wird sich gegen die Propheten wenden,die nutzlose Visionen sehen und Lügen verkünden.In der Versammlung meines Volkeshaben sie nichts mehr zu suchen.Selbst im Verzeichnis der Israeliten13,9 Verzeichnis der Israeliten: Eine von Gott geführte Liste der Menschen, die im Gericht gerettet werden.werden sie nicht mehr stehen.Und in das Land Israels werden sie nicht zurückkehren.Dann werdet ihr erkennen, dass ich Gott, der Herr bin.10Das alles geschieht,weil sie mein Volk in die Irre geführt haben.Sie sprachen von Frieden, doch da war kein Friede.

Mein Volk ist wie jemand, der eine Mauer bautund die Mauer mit Lehm bestreicht13,10 mit Lehm bestreichen: Der Anstrich aus Lehm verdeckt die Schwachstellen der Mauer nur, er kann sie nicht stabiler machen..11Sag zu denen, die die Mauer mit Lehm bestreichen,bis sie zusammenbricht:Ein gewaltiger Regen wird kommen.Hagelkörner so groß wie Steine werden herabfallenund ein stürmischer Wind wird heranbrausen.12Dann stürzt die Mauer ein.Man wird zu euch sagen:»Wo ist jetzt der Lehm,mit dem ihr die Mauer bestrichen habt?«13Darum spricht Gott, der Herr13,13 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:Im Zorn13,13 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten. Mehr … lasse ich einen Sturmwind heranbrausen.Voller Wut13,13 Wut: Ausdruck der Leidenschaft, mit der Gott handelt. schicke ich einen gewaltigen Regen.Ich lasse Hagelkörner wie Steine herabprasseln,so groß ist mein vernichtender Zorn.14Ich reiße die Mauer ein,die ihr mit Lehm bestrichen habt.Ich lasse sie auf die Erde fallen,sodass ihr Fundament bloßgelegt wird.Sie wird fallen und ihr werdet dabei umkommen.Dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin.15Die Mauer und alle, die sie mit Lehm bestrichen haben,werden meinen Zorn zu spüren bekommen.Dann sage ich zu euch:Es gibt keine Mauer mehr,es gibt auch niemanden mehr,der sie mit Lehm bestreicht.16So sind die Propheten Israels13,16 Propheten Israels: Meint hier falsche Propheten, die keine Botschaft von Gott haben, sondern eigene Ideen verkünden..Sie reden prophetisch über Jerusalem13,16 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr …und schauen Visionen des Friedens für diese Stadt.Aber es gibt keinen Frieden.– So lautet der Ausspruch von Gott, dem Herrn13,16 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet..

Strafgericht über falsche Prophetinnen

17Weiter sagte Gott zu mir:Du Mensch13,17 du Mensch: Anrede Gottes für den Propheten, die nur im Buch Ezechiel verwendet wird., in deinem Volk gibt es Frauen,die sich selbst prophetische Worte ausdenken.Wende dich gegen sie und sprich als Prophet13,17 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … über sie!18Sag: So spricht Gott, der Herr13,18 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:Wehe über euch!Ihr näht Zauberbänder13,18 Zauberbänder: Streifen aus Stoff oder Leder, denen magische Fähigkeiten zugesprochen wurden. Den Israeliten waren solche Praktiken verboten. für jedes Handgelenkund fertigt Schleier13,18 Schleier: Eine Kopfbedeckung, der magische Fähigkeiten zugesprochen wurde. In Israel waren diese Praktik verboten. an für jede Kopfgröße.Damit jagt ihr nach Menschenleben.Auf Menschen aus meinem Volk macht ihr Jagd.Aber andere, die zu euch gehören, lasst ihr leben.19Für ein paar Handvoll Gerste und ein paar Bissen Brotzieht ihr mich bei meinem Volk in den Dreck.Mein Volk hört auf Lügen,und ihr habt ihm etwas vorgelogen.So habt ihr Menschen getötet,die nicht sterben sollten.Und andere habt ihr am Leben erhalten,die nicht leben sollten.20Darum spricht Gott, der Herr13,20 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:Ich wende mich gegen eure Zauberbänder,mit denen ihr Menschen jagt, als wären sie Vögel.Ich reiße die Zauberbänder von euren Armen.Dann lasse ich die Menschen frei,die ihr jagt, als wären sie Vögel.21Auch reiße ich eure Schleier wegund rette mein Volk aus eurer Hand.Nie wieder werdet ihr es einfangen wie Jagdbeute.Dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin.

22Dem Gerechten13,22 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt. jagt ihr Angst ein,obwohl er nichts von mir zu befürchten hat.Den Frevler13,22 Frevler: Menschen, die Gottes Gebote missachten und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen. Mehr … dagegen habt ihr in seinem Tun bestärkt.Von seinem bösen Verhalten hat er sich nicht abgewandt.Dann wäre er am Leben geblieben.23Doch ihr werdet keine nutzlosen Visionen mehr sehenund keine Wahrsagerei13,23 Wahrsagerei, wahrsagen: Praktiken und Methoden, um zukünftige Ereignisse vorherzusagen oder gegenwärtig Verborgenes zu enthüllen. Mehr … mehr betreiben.Ja, ich rette mein Volk aus eurer Hand.Dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin.