BasisBibel (BB)
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Gott erneuert den Bund

341Der Herr34,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. sagte zu Mose34,1 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote.:»Hau dir zwei Steintafeln zurecht,genau wie die ersten beiden34,1 wie die ersten beiden: 2. Mose/Exodus 24,12-18 erzählt von den ersten beiden Tafeln, die Mose in 2. Mose/Exodus 32,19 zerstört, weil die Israeliten Gott untreu geworden sind.,die du zerschmettert hast.Ich will darauf die Worte34,1 die Worte: Meint die Zehn Gebote, die Mose von Gott erhalten hat. schreiben,die auf den ersten Tafeln gestanden haben.2Mach dich für morgen bereitund steig in der Frühe auf den Berg Sinai34,2 Berg Sinai: Gottesberg in der Wüste, auf dem Gott im Gewittersturm erscheint und Mose die Zehn Gebote erhält; vgl. 2. Mose/Exodus 19–20..Dort auf dem Gipfel stell dich vor mich hin.3Niemand darf mit dir hinaufsteigen.Auf dem ganzen Berg darf sich niemand sehen lassen.Nicht einmal Schafe und Rinderdürfen am Fuß des Berges weiden.«

4Da hieb Mose34,4 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. zwei Steintafeln zurecht,genau wie die ersten beiden.Er machte sich früh am Morgen aufund stieg auf den Berg Sinai34,4 Berg Sinai: Gottesberg in der Wüste, auf dem Gott im Gewittersturm erscheint und Mose die Zehn Gebote erhält; vgl. 2. Mose/Exodus 19–20.,wie der Herr es befohlen hatte.Die beiden Steintafeln nahm er mit sich.5Da fuhr der Herr in einer Wolke herab.Mose stellte sich dort vor ihn hinund rief den Herrn bei seinem Namen an.6Der Herr ging an ihm vorüber.Mose rief: »Herr, Herr, Gott!Du bist reich an Barmherzigkeit und Gnade34,6 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt.,unendlich geduldig und voller Güte und Treue.7Tausende lässt du deine Güte erfahren.Du vergibst Schuld34,7 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können., Vergehen und Sünde.Ungestraft aber lässt du nichts.Du verfolgst die Schuld der Väteran Kindern und Enkelnbis in die dritte und vierte Generation.«

8Schnell neigte sich Mose34,8 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. zur Erde,warf sich nieder 9und sagte:»Herr, wenn ich bei dir Gnade34,9 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. gefunden habe,so zieh bitte mit uns.Denn es ist ein halsstarriges Volk.Vergib uns unsere Schuld und Sünde,und nimm uns als dein Eigentum34,9 Eigentum: Bezeichnung für das Volk Israel und Ausdruck des engen Verhältnisses zwischen Gott, dem Land und seinem Volk. an.«10Gott sagte: »Hiermit schließe ich einen Bund34,10 Bund: Vertrag, mit dem zwei Partner eine gegenseitige Verpflichtung eingehen. Ist Gott einer der Partner, kann er sich auch einseitig zur Treue gegenüber seinem Volk oder einzelnen Menschen verpflichten.!Vor deinem ganzen Volk will ich Wunder tun.Solche Wunder sind für kein Volk auf der ganzen Erdejemals geschaffen worden.Das ganze Volk, in dessen Mitte du bist,wird die Taten des Herrn sehen.Was ich an dir tun werde,wird Staunen erregen.«

Kein Bündnis mit den Bewohnern des Landes

11»Beachte genau, was ich dir heute gebiete.Ich werde die Amoriter und Kanaaniter34,11 Kanaaniter: Bewohner des Gebietes zwischen Jordantal und Mittelmeer, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde.vor dir vertreiben,die Hetiter34,11 Hetiter: Volksgruppe im südlichen Kanaan, bevor das Land durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde., Perisiter, Hiwiter und Jebusiter34,11 Jebusiter: Bevölkerungsgruppe, die vor den Israeliten in Jerusalem und dem umliegenden Gebiet lebte..12Sieh dich vor, dass du kein Bündnis schließtmit den Bewohnern des Landes, in das du kommst.Wenn sie bei dir wohnen bleiben,könnten sie dir sonst zur Falle werden.13Reißt ihre Altäre34,13 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. ein,zerschlagt ihre Kultsteine34,13 Kultstein: Hebräisch Massebe. Ein von Menschen aufgerichteter Stein mit religiöser Bedeutung.,haut ihre Kultpfähle34,13 Kultpfahl: Hebräisch Aschera. Ein von Menschen aufgerichteter Holzpfahl mit religiöser Bedeutung. um.14Einen fremden Gott sollst du nicht anbeten.Denn der Herr34,14 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. heißt ›der Eifersüchtige‹34,14 der Eifersüchtige: Gott will nicht, dass sein Volk andere Götter anbetet und sich von ihnen Hilfe erhofft. Er will sein einziger Gott sein..Er ist ein eifersüchtiger Gott.15Sieh dich vor, dass du kein Bündnis schließtmit den Bewohnern des Landes.Sie treiben Unzucht mit ihren Götternund bringen ihnen Schlachtopfer34,15 Schlachtopfer: Fett und Innereien wurden als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde. dar.Sie könnten dich einladen,von ihrem Schlachtopfer zu essen.16Keine ihrer Töchter darfst dufür einen deiner Söhne zur Frau nehmen.Ihre Töchter würden mit ihren Göttern Unzucht treiben.Sie würden auch deine Söhne verleiten,das zu tun.«

Die richtige Verehrung Gottes

17»Du sollst dir keinen Gott aus Metall gießen.1834,18 Vers 18-26: Anweisungen für die in den Versen 18-26 genannten Feste finden sich in 2. Mose/Exodus 23,14-19. Das Fest der ungesäuerten Brote34,18 Fest der ungesäuerten Brote: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12,15-20. In der Eile des Aufbruchs war keine Zeit, Brot aus Sauerteig zu backen. Deshalb wird in dieser Festwoche nur ungesäuertes Brot gegessen. sollst du halten:Sieben Tage lang sollst du Brot ohne Sauerteig essen,immer zur festgesetzten Zeit im Monat Abib34,18 Abib: Name eines Monats im älteren Kalender, später als »Nisan« bezeichnet. Er fällt in den März/April unseres Kalenders..Denn im Monat Abib bist du aus Ägypten ausgezogen34,18 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit..19Wenn eines deiner Rinder oder Schafezum ersten Mal wirft,gehört mir das erstgeborene34,19 Erstgeburt: Bezeichnet den ersten Sohn, den eine Frau zur Welt bringt, oder das erste männliche Tier, das von einem Muttertier geboren wird. Sie ist für Gott bestimmt. männliche Tier.20Aber für das Fohlen des Eselssollst du ein Schaf als Opfer34,20 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. darbringen.Wenn du das nicht willst, brich ihm das Genick.Auch für jeden Erstgeborenen deiner Söhnesollst du ein solches Ersatzopfer darbringen.21Sechs Tage sollst du arbeiten,aber am siebten Tag sollst du ruhen34,21 siebten Tag sollst du ruhen: Der siebte Tag ist der Sabbat..Selbst in der Zeit des Pflügensoder in der Erntezeit sollst du ruhen.22Wenn du den ersten Weizen erntest,sollst du das Wochenfest34,22 Wochenfest: Erntefest, das jährlich im Frühsommer gefeiert wird, sieben Wochen nach dem Passafest. feiern.Am Jahresende folgt das Fest der Ernte.23Dreimal im Jahr sollen alle deine Männervor Gott den Herrn34,23 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr., den Gott Israels, treten.24Ich werde die Völker vor dir vertreibenund so dein Gebiet erweitern.Dann kann keiner mehr nach deinem Land greifen.So kannst du unbesorgtdreimal im Jahr zum Heiligtum ziehenund vor den Herrn, deinen Gott, treten.25Du darfst mein Opfertier nicht so schlachten,dass das Blut über Sauerteig fließt.Das Passaopfer34,25 Passaopfer: Tier, das im Zusammenhang mit dem Passafest geschlachtet wird. Das Fest erinnert an die Befreiung der Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten, vgl. 2. Mose/Exodus 12–13. darf nicht über Nachtbis zum Morgen liegen bleiben.26Das Beste vom ersten Ertrag34,26 erster Ertrag: Wie bei der Erstgeburt ist der erste Teil der Ernte für Gott bestimmt, um Gott dafür zu danken. deines Ackersbringe in das Haus des Herrn, deines Gottes.Koche nicht ein Ziegenböckchenin der Milch seiner Mutter.«

27Der Herr sagte zu Mose34,27 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote.:»Schreib diese Worte auf!Denn auf der Grundlage dieser Worteschließe ich mit dir und Israel einen Bund34,27 Bund: Vertrag, mit dem zwei Partner eine gegenseitige Verpflichtung eingehen. Ist Gott einer der Partner, kann er sich auch einseitig zur Treue gegenüber seinem Volk oder einzelnen Menschen verpflichten.28Mose blieb 40 Tage und 40 Nächteauf dem Berg34,28 Berg Sinai: Gottesberg in der Wüste, auf dem Gott im Gewittersturm erscheint und Mose die Zehn Gebote erhält; vgl. 2. Mose/Exodus 19–20. bei dem Herrn.Er aß kein Brot und trank kein Wasser.Er schrieb die Worte des Bundes auf die Tafeln.Das sind die Zehn Worte34,28 Zehn Worte: Meint die Zehn Gebote, die Mose von Gott erhalten hat..

Mose verhüllt sein Gesicht

29Als Mose34,29 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. vom Berg Sinai34,29 Berg Sinai: Gottesberg in der Wüste, auf dem Gott im Gewittersturm erscheint und Mose die Zehn Gebote erhält; vgl. 2. Mose/Exodus 19–20. herabstieg,hatte er die zwei Tafeln34,29 Tafeln mit den Geboten: Meint die Steintafeln mit den Zehn Geboten, die Mose von Gott erhält; vgl. 2. Mose/Exodus 34,27-28. Sie stehen sinnbildlich für alle Gebote, die Gott seinem Volk gegeben hat. mit den Geboten in der Hand.Von seinem Gesicht gingen Strahlen aus,weil er mit Gott geredet hatte.Das wusste Mose aber nicht.30Doch Aaron und alle Israeliten sahen es.Sie fürchteten sich, in seine Nähe zu kommen.31Aber Mose rief sie herbei.Aaron34,31 Aaron: Bruder von Mose und erster Hohepriester Israels. Er gilt in der Bibel als Stammvater der Priester. und alle Männer, die der Gemeinde vorstanden,wandten sich Mose wieder zu,und er redete zu ihnen.32Später kamen auch alle Israeliten herbei.Mose gebot ihnen alles,was der Herr34,32 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. ihm auf dem Berg Sinai gesagt hatte.33Sobald Mose nicht mehr mit ihnen redete,legte er eine Priestermaske34,33 Priestermaske: Das hebräische Wort, das nur hier vorkommt, wird oft mit »Decke« oder »Schleier« übersetzt. So verstand es auch Paulus in 2. Korinther 3,13. Gemeint ist vermutlich eine Maske, die der Priester anlegte, wenn er im Namen Gottes auftrat. vor sein Gesicht.34Immer wenn Mose in das Zelt34,34 Zelt der Begegnung: Transportables Zeltheiligtum der Israeliten in der Zeit, als sie durch die Wüste ziehen und bis zum Bau des Tempels in Jerusalem. ging,um mit dem Herrn zu reden,legte er die Maske ab.Wenn er herauskam, verkündete er den Israeliten,was Gott geboten hatte.35Wenn die Israeliten die Strahlen sahen,die vom Gesicht des Mose ausgingen,legte er die Maske vor sein Gesicht.Wenn er in das Zelt ging, um mit Gott zu reden,legte er sie wieder ab.