BasisBibel (BB)
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Der Bundesschluss am Berg Sinai

2. Mose/Exodus 24,1-18

Die Israeliten versprechen, die Gebote zu befolgen

241Gott sagte zu Mose24,1 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote.: »Steig hinauf zum Herrn24,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr.zusammen mit Aaron24,1 Aaron: Bruder von Mose und erster Hohepriester Israels. Er gilt in der Bibel als Stammvater der Priester., Nadab, Abihu24,1 Nadab, Abihu: Die beiden ältesten Söhne Aarons kamen beim Darbringen eines Opfers ums Leben, das nicht den Vorschriften entsprach; vgl. 3. Mose/Levitikus 10,1-2und 70 von den Ältesten24,1 Älteste: Bezeichnung für ein leitendes Amt in der Gemeinschaft, das von älteren Männern ausgeübt wurde. Israels!Werft euch in der Ferne nieder.2Nur Mose soll vor den Herrn treten,die anderen dürfen nicht näher kommen.Das Volk darf nicht mit ihm hinaufsteigen.«

3Mose24,3 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. kam zum Volk und trug ihmalle Worte des Herrn vorund auch alle Rechtssätze.Das ganze Volk antwortete einmütig.Sie sagten: »Alle Worte, die der Herr gesagt hat,wollen wir befolgen.«4Danach schrieb Mose alle Worte des Herrn auf.Früh am Morgen stand er aufund errichtete am Fuß des Berges24,4 Berg: Meint den Berg Sinai, auf dem Gott im Gewittersturm erscheint und Mose die Zehn Gebote erhält; vgl. 2. Mose/Exodus 19–20. einen Altar24,4 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden..Auch stellte er zwölf Steinmale auffür die zwölf Stämme Israels24,4 Stämme Israels: Israel versteht sich als Verband von zwölf Stämmen, die auf die Nachkommen der Söhne Jakobs zurückgehen..5Dann ließ er die jungen Männer der IsraelitenBrandopfer24,5 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. darbringen.Sie schlachteten Stiere als Dankopfer24,5 Dankopfer: Als Schlachtopfer dargebrachtes Tier, durch das der Dank für Gottes Hilfe zum Ausdruck gebracht wird. für den Herrn.6Mose aber nahm die Hälfte des Blutsund goss es in Schalen.Die andere Hälfte sprengte er an den Altar.7Er nahm das Buch des Bundes24,7 Buch des Bundes: Mit »Buch des Bundes« sind ursprünglich vermutlich die Zehn Gebote in 2. Mose/Exodus 20,1-17 gemeint. Heute wird die Bezeichnung »Bundesbuch« auf die Gesetzessammlung in 2. Mose/Exodus 20,22–23,33 bezogen. und trug es dem Volk vor.Da sagten sie: »Alles, was der Herr gesagt hat,wollen wir befolgen. Wir wollen ihm gehorchen.«8Mose nahm das Blut,sprengte es über das Volk und sagte:»Mit diesem Blut wird der Bund besiegelt!Auf der Grundlage aller dieser Wortehat der Herr den Bund24,8 Bund: Vertrag, mit dem zwei Partner eine gegenseitige Verpflichtung eingehen. Ist Gott einer der Partner, kann er sich auch einseitig zur Treue gegenüber seinem Volk oder einzelnen Menschen verpflichten. mit euch geschlossen.«

9Dann stiegen Mose24,9 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. und Aaron24,9 Aaron: Bruder von Mose und erster Hohepriester Israels. Er gilt in der Bibel als Stammvater der Priester. auf den Bergzusammen mit Nadab und Abihu24,9 Nadab, Abihu: Die beiden ältesten Söhne Aarons kamen beim Darbringen eines Opfers ums Leben, das nicht den Vorschriften entsprach; vgl. 3. Mose/Levitikus 10,1-2.und 70 von den Ältesten24,9 Älteste: Bezeichnung für ein leitendes Amt in der Gemeinschaft, das von älteren Männern ausgeübt wurde. Israels.10Sie sahen den Gott Israels.Der Boden unter seinen Füßen war leuchtend blau,wie mit Saphiren24,10 Saphir: Kostbarer, blauer Edelstein. belegt, und klar wie der Himmel.11Die Vornehmen der Israeliten tastete er nicht an.Sie durften Gott schauen, und sie aßen und tranken.

Gott übergibt Mose die Tafeln mit den Geboten

12Der Herr24,12 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. sagte zu Mose24,12 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote.:»Steig herauf zu mir auf den Berg24,12 Berg: Meint den Berg Sinai, auf dem Gott im Gewittersturm erscheint und Mose die Zehn Gebote erhält; vgl. 2. Mose/Exodus 19–20. und bleibe dort.Ich will dir die steinernen Tafeln24,12 steinerne Tafeln: Meint die Steintafeln mit den Zehn Geboten, die Mose von Gott erhält. übergeben.Darauf habe ich die Weisung24,12 Weisung: Hebräisch Tora. Sie umfasst die schriftliche und mündliche Mitteilung von Gottes Willen. und das Gebot geschrieben,um das Volk zu unterweisen.«13Da machte Mose sich auf,zusammen mit Josua24,13 Josua: Nachfolger von Mose. Nach dessen Tod führte er Israel in das verheißene Land., der ihm diente.Und Mose stieg auf den Gottesberg.14Zuvor sagte er zu den Ältesten24,14 Älteste: Bezeichnung für ein leitendes Amt in der Gemeinschaft, das von älteren Männern ausgeübt wurde.:»Wartet hier, bis wir zu euch zurückkommen.Aaron24,14 Aaron: Bruder von Mose und erster Hohepriester Israels. Er gilt in der Bibel als Stammvater der Priester. und Hur bleiben ja bei euch.Wer etwas entschieden haben muss,soll sich an sie wenden.«15Mose stieg auf den Berg,und die Wolke verhüllte den Berg.16Die Herrlichkeit24,16 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. des Herrnkam auf den Berg Sinai24,16 Berg Sinai: Gottesberg in der Wüste, auf dem Gott im Gewittersturm erscheint und Mose die Zehn Gebote erhält; vgl. 2. Mose/Exodus 19–20. herab.Sechs Tage lang verhüllte die Wolke den Berg.Am siebten Tag rief Gott aus der Wolke herausMose zu sich.17Die Herrlichkeit des Herrnsah aus wie fressendes Feuer.So sahen die Israeliten sie auf dem Gipfel des Berges.18Aber Mose ging in die Wolke hineinund stieg auf den Berg.Dort blieb er 40 Tage und 40 Nächte.
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Das Zelt der Begegnung

2. Mose/Exodus 25,1–40,38

Der Bau des Zeltheiligtums wird angeordnet

2. Mose/Exodus 25,1–31,18

Die Abgabe für den Bau des Heiligtums

251Der Herr25,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. sagte zu Mose25,1 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote.:2Rede mit den Israeliten!Sie sollen für mich eine Abgabe erheben.Jeder soll sie entrichten, der gern dazu bereit ist.3Darin besteht die Abgabe, die entrichtet werden soll:Gold, Silber und Bronze25,3 Bronze: Metall-Legierung aus Kupfer und Zinn. Sie wurde zur Herstellung von Schmuck, Waffen und Gegenständen für den Gottesdienst verwendet.,4violette, purpurrote und karmesinrote25,4 Karmesinrot: Ein aus Schildläusen gewonnener roter Farbstoff. Wolle,feines Leinen und Ziegenhaar,5rot gefärbte Widderfelle, festes Leder und Akazienholz,6Öl für den Leuchter25,6 Leuchter: Siebenarmiger Ständer, auf dem Öllampen abgestellt werden. Er stand im Heiligtum., Balsam für das Salböl25,6 Salböl: Ein mit wohlriechenden Zusätzen vermengtes, kostbares Öl. Es wird bei bestimmten religiösen Handlungen verwendet.und für duftendes Räucherwerk,7Karneolsteine und andere Ziersteinefür den Priesterschurz25,7 Priesterschurz: Teil der Dienstkleidung eines Priesters. Er wird in 2. Mose/Exodus 28,6-14 beschrieben. und die Brusttasche25,7 Brusttasche: Teil der Priesterkleidung. Sie wird in 2. Mose/Exodus 28,15-30 beschrieben..8Die Israeliten sollen mir ein Heiligtum bauen,weil ich bei ihnen wohnen will.9Ich werde dir einen Plan zeigen.Nach dem sollt ihr die Wohnung für Gott bauenund alles, was zu ihr gehört.

Die Lade für die Gebote

10Macht eine Lade25,10 Lade: Eine an Stangen tragbare Truhe aus Holz mit goldener Deckplatte, die für die Gegenwart Gottes bei seinem Volk steht. 2. Mose/Exodus 25,16 zufolge werden in ihr die Tafeln mit den Zehn Geboten aufbewahrt. aus Akazienholz!Sie soll eineinviertel Meter25,10 eineinviertel Meter: Wörtlich »zweieinhalb Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. lang sein,drei viertel Meter25,10 drei viertel Meter: Wörtlich »eineinhalb Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. breit und ebenso hoch.11Überzieh sie innen und außen mit reinem Goldund bring ringsum eine goldene Leiste an.12Gieß für sie vier goldene Ringe.Die befestige an ihren vier unteren Ecken,je zwei Ringe auf jeder Seite.13Fertige Stangen aus Akazienholzund überzieh sie mit Gold.14Dann steck sie durch die Ringe an den Seiten der Lade,damit man die Lade tragen kann.15Die Stangen sollen in den Ringen der Lade bleibenund nicht entfernt werden.16In die Lade sollst du die Tafeln mit den Geboten25,16 Tafeln mit den Geboten: Meint die Steintafeln mit den Zehn Geboten, die Mose von Gott erhält; vgl. 2. Mose/Exodus 34,27-28. Sie stehen sinnbildlich für alle Gebote, die Gott seinem Volk gegeben hat. legen,die ich dir übergeben werde.

Der Ort der Gegenwart Gottes

17Mach eine Platte25,17 Platte: Die goldene Platte mit den seitlich aufragenden Kerubim ist der Thron, auf dem Gott unsichtbar im Heiligtum gegenwärtig ist. Der hebräische Name leitet sich ab von »Sünde bedecken« und erinnert an Gottes Vergebung und Gnade. aus reinem Gold.Sie soll eineinviertel Meter25,17 eineinviertel Meter: Wörtlich »zweieinhalb Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. langund drei viertel Meter25,17 dreiviertel Meter: Wörtlich »eineinhalb Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. breit sein.18und zwei goldene Kerubim25,18 Kerubim: Himmlische Wesen mit einem menschlichen Gesicht, Flügeln und einem Löwenkörper. Ihre Abbilder im Heiligtum tragen den Thron Gottes. haben.Arbeite die Kerubimso aus dem Gold der Platte heraus,19dass sie an ihren beiden Seiten stehen.Die Kerubim sollen so herausgearbeitet werden,dass sie einander gegenüberstehen.20Die Kerubim sollen ihre Flügel nach oben ausbreitenund die Platte mit den Flügeln beschützen.Ihre Gesichter sollen einander zugewandtund zur Platte gerichtet sein.21Stell die Platte über die Lade25,21 Lade: Eine an Stangen tragbare Truhe aus Holz mit goldener Deckplatte, die für die Gegenwart Gottes bei seinem Volk steht. 2. Mose/Exodus 25,16 zufolge werden in ihr die Tafeln mit den Zehn Geboten aufbewahrt..In die Lade leg die Tafeln mit den Geboten25,21 Tafeln mit den Geboten: Meint die Steintafeln mit den Zehn Geboten, die Mose von Gott erhält; vgl. 2. Mose/Exodus 34,27-28. Sie stehen sinnbildlich für alle Gebote, die Gott seinem Volk gegeben hat.,die ich dir geben werde.22Über der Platte mit den Kerubimist die Stelle, wo ich dir begegnen will.Über der Lade mit den Geboten will ich mit dir reden.Dort will ich dir alles sagen,was ich für die Israeliten befehlen werde.

Der Tisch für die Schaubrote

23Mach einen Tisch aus Akazienholz,einen Meter25,23 ein Meter: Wörtlich »zwei Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. lang, einen halben Meter25,23 ein halber Meter: Wörtlich »eine Elle«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. breitund drei viertel Meter25,23 dreiviertel Meter: Wörtlich »eineinhalb Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. hoch.24Überzieh ihn mit reinem Goldund bring ringsum eine goldene Leiste an.25Gib ihm ringsum eine handbreite Einfassungund bring daran eine goldene Leiste an.26Gieß vier goldene Ringeund befestige sie an den vier Ecken bei den Füßen.27Die Ringe sollen dicht an der Einfassung sein.Sie dienen als Ösen für Stangen,sodass man den Tisch tragen kann.28Fertige die Stangen aus Akazienholzund überzieh sie mit Gold.An ihnen soll der Tisch getragen werden.29Mach für den TischSchüsseln und Schalen, Kannen und Krüge,mit denen das Trankopfer25,29 Trankopfer: Ausgießen von Wein, Wasser oder Öl an einem Altar. dargebracht wird.Mach sie aus reinem Gold.30Sorge dafür,dass immer Schaubrote25,30 Schaubrote: Zwölf Brote, die auf einen Tisch im Heiligtum gelegt wurden. An jedem Sabbat wurden sie durch frische Brote ersetzt. vor mir auf dem Tisch liegen.

Der goldene Leuchter

31Mach einen Leuchter25,31 Leuchter: Siebenarmiger Ständer, auf dem Öllampen abgestellt werden. Er stand im Heiligtum. aus reinem Gold.Leuchter, Fuß und Schaftsollen aus einem Stück gearbeitet sein,mit Blüten, Knospen und Blättern.32Er soll sechs Arme haben,je drei auf jeder Seite des Schafts.33Jeder Arm soll drei Blüten haben,geformt wie Mandelblüten mit Knospen und Blättern.So soll es an allen sechs Armen des Leuchters sein.34Der Schaft des Leuchters hat vier Blüten,geformt wie Mandelblüten mit Knospen und Blättern:35je eine Knospe unter jedem Paar der Arme,die von dem Leuchter ausgehen.So ist es bei jedem Paar der sechs Arme des Leuchters.36Alle Knospen und Arme sollenaus dem Leuchter herausgearbeitet sein.Das Ganze soll aus einem Stückund aus reinem Gold gearbeitet sein.37Mach für den Leuchtersieben Öllampen25,37 Öllampe: Lampe, in der mit einem Docht Öl verbrannt wurde. Sie war lange Zeit die wichtigste künstliche Lichtquelle. aus reinem Gold.Die Lampen sollen so auf den Leuchter gesetzt werden,dass das Licht nach vorn fällt.38Fertige für den Leuchter nochgoldene Dochtscheren25,38 Dochtschere: Schere zum Kürzen des Dochts. So wurde das Rußen der Lampen verhindert. und Pfannen an.39Der Leuchter und alle diese Gerätesollen aus 34 Kilogramm25,39 34 Kilogramm: Wörtlich »ein Kikkar«. Ein Kikkar ist eine Gewichtseinheit und entspricht etwa 34 kg. reinem Gold gemacht sein.40Achte darauf,dass alles genau nach dem Plan gemacht wird,der dir auf dem Berg25,40 Berg Sinai: Gottesberg in der Wüste, auf dem Gott im Gewittersturm erscheint und Mose die Zehn Gebote erhält; vgl. 2. Mose/Exodus 19–20. gezeigt werden wird.
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Das Zelt für die Wohnung Gottes

261Baue die Wohnung26,1 Zeltwohnung: Bezeichnet das Heiligtum, in dem die Israeliten Gott in der Wüste verehren. für Gott aus zehn Zeltbahnen.Webe sie aus feinem Leinengarn,violetter, purpurroter26,1 Purpur: Intensiver rot-violetter Farbstoff, mit dem in der Antike Stoffe und Wolle gefärbt wurden. Purpur ist sehr kostbar und war hauptsächlich den Reichen und Mächtigen vorbehalten. und karmesinroter26,1 Karmesinrot: Ein aus Schildläusen gewonnener roter Farbstoff. Wolleund besticke sie mit Kerubim26,1 Kerubim: Himmlische Wesen mit einem menschlichen Gesicht, Flügeln und einem Löwenkörper. Ihre Abbilder im Heiligtum tragen den Thron Gottes..2Jede Zeltbahn soll 14 Meter26,2 14 Meter: Wörtlich »28 Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. lang seinund 2 Meter26,2 2 Meter: Wörtlich »4 Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. breit.Alle sollen dasselbe Maß haben.3Je fünf Zeltbahnen sollen aneinandergenäht werden.4So entstehen zwei große Stücke.An einen Rand des einen Stücks nähe Schlaufenaus violetter Wolle,ebenso an den Rand des anderen Stücks.5Nähe 50 Schlaufen so an jedes Stück,dass sie einander gegenüberliegen.6Mach dafür 50 goldene Haken.Mit ihnen sollst du die beiden Stückean den Schlaufen verbinden,sodass sie zusammen die Wohnung bilden.

Das Überzelt

7Sodann webe Zeltbahnen aus Ziegenhaarfür ein Überzelt über der Wohnung26,7 Zeltwohnung: Bezeichnet das Heiligtum, in dem die Israeliten Gott in der Wüste verehren..Es sollen elf gleiche Zeltbahnen sein,8jede 15 Meter26,8 15 Meter: Wörtlich »30 Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. lang und 2 Meter26,8 2 Meter: Wörtlich »4 Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. breit.9Verbinde fünf der Zeltbahnen zu einem Stückund ebenso die sechs anderen Zeltbahnen.Die sechste Zeltbahn kommt an die Vorderseiteund soll doppelt gelegt werden.10Nähe je 50 Schlaufenan einen Rand jedes der beiden Stücke.11Dazu mach 50 bronzene Hakenund hänge sie in die Schlaufen ein.Füge so das Überzelt zu einem Ganzen zusammen.12Die halbe Zeltbahn, die überschießt,soll auf der Rückseite der Wohnung überhängen.13Auf den beiden Seiten soll der Überschussje einen halben Meter26,13 einen halben Meter: Wörtlich »eine Elle«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. überhängen,um die Wohnung zu bedecken.

14Dazu sollst du für das Zelteine Überdecke aus rot gefärbten Widderfellen26,14 Widder: Ausgewachsenes männliches Schaf mit gebogenen Hörnern. machen.Darüber kommt noch eine Decke aus festem Leder.

Der Holzbau für die Wohnung Gottes

15Fertige Bretter aus Akazienholzfür die Wände der Wohnung26,15 Zeltwohnung: Bezeichnet das Heiligtum, in dem die Israeliten Gott in der Wüste verehren..16Jedes Brett soll fünf Meter26,16 fünf Meter: Wörtlich »10 Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. lang seinund drei viertel Meter26,16 dreiviertel Meter: Wörtlich »eineinhalb Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. breit.17Jedes bekommt zwei Zapfen,mit denen es sich in seine Sockel stecken lässt.So soll es bei allen Brettern der Wohnung sein.18Für die Südseite der Wohnung mach 20 Bretter.19Dazu gehören 40 silberne Sockel,je zwei Sockel unter ein Brett für seine beiden Zapfen.20Auch für die nördliche Seitenwand der Wohnungmach 20 Bretter,21dazu 40 silberne Sockel, zwei unter jedes Brett.22Für die Rückwand der Wohnung, die nach Westen liegt,mach sechs weitere Bretter.23Dazu kommen noch zwei Bretterals Eckstücke der Rückwand.24Beide sollen gleich beschaffen seinund genaue Gegenstücke haben,die von unten bis oben mit ihnen zusammenhängen.Am oberen Ende sollen sie einen Ring haben.25Insgesamt sollen es acht Bretter seinmit 16 silbernen Sockeln,je zwei unter jedem Brett.

26Dann mach Querbalken aus Akazienholz:fünf für die Bretter der einen Seitenwand der Wohnung,27fünf Querbalken für die Bretter der anderen Seitenwandund fünf für die Bretter der Rückwand im Westen.28Der mittlere Querbalkensoll die Bretter in der Mitte verbinden,durchgehend vom einen Ende bis zum anderen.29Überziehe die Bretter mit Gold.Befestige goldene Ringe daranals Halterung für die Querbalken.Auch die Querbalken überziehe mit Gold.30So sollst du die Wohnung26,30 Zeltwohnung: Bezeichnet das Heiligtum, in dem die Israeliten Gott in der Wüste verehren. für Gott errichtennach der Anordnung, die dir auf dem Berg26,30 Berg Sinai: Gottesberg in der Wüste, auf dem Gott im Gewittersturm erscheint und Mose die Zehn Gebote erhält; vgl. 2. Mose/Exodus 19–20. gezeigt wurde.

Der Vorhang vor dem Allerheiligsten

31Webe einen Vorhangaus violetter, purpurroter26,31 Purpur: Intensiver rot-violetter Farbstoff, mit dem in der Antike Stoffe und Wolle gefärbt wurden. Purpur ist sehr kostbar und war hauptsächlich den Reichen und Mächtigen vorbehalten. und karmesinroter26,31 Karmesinrot: Ein aus Schildläusen gewonnener roter Farbstoff. Wolleund feinem Leinengarn, mit Kerubim26,31 Kerubim: Himmlische Wesen mit einem menschlichen Gesicht, Flügeln und einem Löwenkörper. Ihre Abbilder im Heiligtum tragen den Thron Gottes. bestickt.32Häng ihn an vier Pfosten aus Akazienholz auf,die mit Gold überzogen sind.Sie sollen Haken aus Gold habenund auf vier silbernen Sockeln stehen.33Befestige den Vorhang an den Haken.Dann bring die Lade26,33 Lade: Eine an Stangen tragbare Truhe aus Holz mit goldener Deckplatte, die für die Gegenwart Gottes bei seinem Volk steht. 2. Mose/Exodus 25,16 zufolge werden in ihr die Tafeln mit den Zehn Geboten aufbewahrt. mit den Gebotenin den Raum hinter dem Vorhang.Der Vorhang soll das Allerheiligste26,33 Allerheiligstes: Ort der Gegenwart Gottes im Innersten des Heiligtums.vom Heiligen trennen.34Im Allerheiligsten stelle die Platte26,34 Platte: Die goldene Platte mit den seitlich aufragenden Kerubim ist der Thron, auf dem Gott unsichtbar im Heiligtum gegenwärtig ist. Der hebräische Name leitet sich ab von »Sünde bedecken« und erinnert an Gottes Vergebung und Gnade.über die Lade mit den Geboten.35Außen vor dem Vorhangsoll der Tisch für die Schaubrote26,35 Schaubrote: Zwölf Brote, die auf einen Tisch im Heiligtum gelegt wurden. An jedem Sabbat wurden sie durch frische Brote ersetzt. stehen.Den Leuchter26,35 Leuchter: Siebenarmiger Ständer, auf dem Öllampen abgestellt werden. Er stand im Heiligtum. stell dem Tisch gegenüber auf.Er steht an der südliche Seitenwand der Wohnung26,35 Zeltwohnung: Bezeichnet das Heiligtum, in dem die Israeliten Gott in der Wüste verehren.und der Tisch an der nördliche Seitenwand.

Der Vorhang vor dem Eingang der Wohnung

36Auch für den Eingang des Zeltes26,36 Zeltwohnung: Bezeichnet das Heiligtum, in dem die Israeliten Gott in der Wüste verehren. mach einen Vorhang.Er soll aus violetter, purpurroter26,36 Purpur: Intensiver rot-violetter Farbstoff, mit dem in der Antike Stoffe und Wolle gefärbt wurden. Purpur ist sehr kostbar und war hauptsächlich den Reichen und Mächtigen vorbehalten. und karmesinroter26,36 karmesinrot: Ein aus Schildläusen gewonnener roter Farbstoff. Wolleund feinem Leinengarn gewebt sein.37Für diesen Vorhang fertige fünf Pfosten aus Akazienholzund überzieh sie mit Gold.Auch ihre Haken sollen aus Gold sein.Dazu gieß fünf Sockel aus Bronze26,37 Bronze: Metall-Legierung aus Kupfer und Zinn. Sie wurde zur Herstellung von Schmuck, Waffen und Gegenständen für den Gottesdienst verwendet..