BasisBibel (BB)
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221Angenommen, ein Dieb wird nachts

beim Einbruch ertapptund so geschlagen, dass er stirbt:Dadurch entsteht keine Blutschuld22,1 Blutschuld: Schuld am gewaltsamen Tod eines Menschen, die dem Täter anhaftet..2Ist aber die Sonne schon aufgegangen,entsteht Blutschuld.Wird ein Dieb ertappt,muss er vollen Ersatz leisten.Hat er nichts,wird er für den Wert des Gestohlenen verkauft.3Wenn er Rinder, Esel oder Schafe gestohlen hat, gilt:Findet man die Tiere noch lebend in seinem Besitz,muss er trotzdem doppelten Ersatz leisten.

Schäden durch Feuer

4Angenommen, jemand brennt sein Feldoder seinen Weinberg22,4 Weinberg: Ein mit einer Mauer umgebener Garten, in dem Wein angebaut wird. In Israel war das ein wertvoller Besitz. Mehr … ab.Das Feuer breitet sich aus,sodass es das Feld eines andern erfasst:Dann soll er Ersatz leistenmit dem besten Ertrag seines Feldes und Weinbergs.5Angenommen, ein Feuer verbreitet sich.Es erfasst Dornen und vernichtet einen Garbenhaufen22,5 Garben: Bei der Ernte gebündelte und zum Aufstellen zusammengebundene Getreidehalme.,das stehende Getreide oder das ganze Feld:Wer den Brand gelegt hat, muss vollen Ersatz leisten.

Verlust von fremden Gut

6Angenommen, jemand gibt einem anderenGeld oder Geräte zu verwahren.Aus dem Haus des andern wird etwas gestohlen:Falls der Dieb gefasst wird,muss er doppelten Ersatz leisten.7Falls der Dieb nicht gefasst wird,soll der Besitzer des Hauses vor Gott treten.Er soll erklären, dass er sich nichtam Eigentum des andern vergriffen hat.8Jeder Fall des Verlusts von fremdem Gutsoll zwischen den Betroffenenvor Gott entschieden werden.Zum Beispiel ist jemandem etwas abhanden gekommen:ein Rind, ein Esel , ein Schaf,ein Mantel oder sonst etwas.Nun behauptet einer: »Das gehört mir!«Wen Gott dann schuldig spricht,der muss dem andern doppelten Ersatz leisten.

9Angenommen, jemand gibt einem andern ein Tier in Obhut:einen Esel, ein Rind, ein Schaf oder sonst ein Tier.Das Tier stirbt, bricht sich etwasoder wird unbemerkt weggetrieben.10Dann muss ein Eid beim Herrn abgelegt werden.Der Eid bezeugt, dass der einesich nicht am Eigentum des anderen vergriffen hat.Der Eigentümer muss es hinnehmen,und der andere braucht keinen Ersatz zu leisten.11Falls es dem anderen nachweislich gestohlen wurde,muss er es dem Eigentümer ersetzen.12Falls es von einem Raubtier gerissen wurde,sollen die Überreste als Beweis vorgelegt werden.Dann braucht der andere das Tier nicht zu ersetzen.

13Angenommen, jemand leiht sich ein Tiervon einem anderen aus.Es bricht sich etwas oder stirbt.Dann muss er vollen Ersatz leisten,falls sein Eigentümer nicht dabei war.14War der Eigentümer aber dabei,muss er keinen Ersatz leisten.Ist er Tagelöhner, so geht es von seinem Lohn ab.

Verführung eines Mädchens

15Angenommen, jemand verführt ein junges Mädchen,das noch nicht mit einem Mann verlobt wurde.Er schläft mit ihr.Dann muss er den Brautpreis22,15 Brautpreis: Er ist dem Vater der Braut in Form einer Geld-, Sach- oder Dienstleistung zu zahlen. Damit wird das Recht auf Heirat hier nachträglich erworben. zahlen und sie heiraten.16Falls ihr Vater sie ihm nicht geben will,zahlt er Geld in Höhe des Brautpreises.

Verbrechen, die mit dem Tod bestraft werden

17Eine Zauberin sollst du nicht am Leben lassen.18Wer mit einem Tier schläft,wird mit dem Tod bestraft.19Wer den Göttern22,19 Götter: Götter, die von anderen Völkern verehrt werden. Israel hat nur einen einzigen Gott. Mehr … Opfer22,19 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. Mehr … darbringt statt allein dem Herrn,ist dem Untergang geweiht.

Schutz der Schwachen

20Einen Fremden22,20 Fremder: Person, die nicht zur Gemeinschaft Israels gehört und häufig wirtschaftlich schlechter gestellt war. Fremde sind durch das Gastrecht geschützt. Mehr … sollst du nicht ausbeuten oder quälen.Ihr seid in Ägypten doch selbst Fremde22,20 in Ägypten doch selbst Fremde: 2. Mose/Exodus 1 erzählt von der Zeit, als die Israeliten als Sklaven in Ägypten lebten. gewesen.21Ihr sollt Witwen22,21 Witwe: Frau, deren Mann verstorben ist und die dadurch rechtlich, sozial und wirtschaftlich in eine schwierige Lage geriet. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Witwen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt. Mehr … und Waisen22,21 Waise: Kind, dessen Eltern gestorben sind und dessen Versorgung dadurch nicht mehr sicher ist. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Waisen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt. nicht unterdrücken.22Wenn du sie unterdrückstund sie zu mir schreien,werde ich ihr Schreien hören.23Mein Zorn wird entbrennen,und ich werde euch mit dem Schwert töten.Eure Frauen werden zu Witwen werdenund eure Söhne zu Waisen.

24Wenn du jemandem aus meinem Volk Geld leihst –einem Armen, der bei dir lebt:Werde durch ihn nicht zum Wucherer22,24 Wucherer: Verleiht Geld zu überhöhten Zinsen.!Du sollst keinen Zins von ihm verlangen.25Wenn du seinen Mantel zum Pfand nimmst,gib ihn vor Sonnenuntergang zurück.26Denn der Mantel ist seine einzige Decke.Mit ihm bedeckt er seine nackte Haut.Worin soll er sonst schlafen?Wenn er zu mir schreit,werde ich es hören,denn ich bin barmherzig.

Pflichten gegen Gott

27Gott sollst du nicht verhöhnen!Du sollst ein Oberhaupt in deinem Volk nicht verfluchen.28Von der Fülle auf deinem Dreschplatz22,28 Dreschplatz: Ebener Platz außerhalb einer Siedlung, auf dem das Getreide gedroschen und die Spreu vom Weizen getrennt wird. Mehr …und dem Überfluss aus deiner Kelter22,28 Kelter: Eine aus dem Fels gehauene Grube, die zum Auspressen von reifen Trauben diente. Die Trauben wurden dazu mit den bloßen Füßen zertreten. Mehr …sollst du mir meinen Anteil nicht vorenthalten.Die erstgeborenen22,28 Erstgeburt: Bezeichnet den ersten Sohn, den eine Frau zur Welt bringt, oder das erste männliche Tier, das von einem Muttertier geboren wird. Sie ist für Gott bestimmt. Mehr … deiner Nachkommensollst du mir geben.29Ebenso sollst du esmit deinen Rindern und Schafen halten.Sieben Tage sollen sie bei ihrer Mutter bleiben,am achten Tag sollst du sie mir geben.30Als heilige22,30 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen. Mehr … Leute sollt ihr mir gehören.Ihr dürft kein Fleisch von einem Tier essen,das von einem Raubtier gerissen wurde.Ihr sollt es den Hunden vorwerfen.
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Verschiedene Bestimmungen

231Du sollst kein haltloses Gerücht verbreiten.Dem, der im Unrecht ist, sollst du nicht beistehen.Du sollst als Zeuge nicht abstreiten,dass jemand Gewalt ausgeübt hat.2Du sollst dich nicht der Mehrheit anschließen,die das Böse will.Du sollst in einem Rechtsstreit nicht so aussagen,dass du der Mehrheit folgst und das Recht beugst.3Einen Schwachen sollst duim Rechtsstreit nicht bevorzugen.

4Wenn du ein Rind oder einen Esel triffst,die sich verlaufen haben und deinem Feind gehören:Bring ihm das Tier zurück.5Wenn du siehst, dass der Esel deines Gegnersunter seiner Last zusammenbricht:Lass ihn nicht im Stich,sondern hilf zusammen mit ihm dem Tier auf die Beine.

6Du sollst das Recht eines Armen, der bei dir lebt,im Rechtsstreit nicht beugen.7Halte dich fern von einer Rechtssache,bei der Betrug im Spiel ist.Wer unschuldig und im Recht ist,den sollst du nicht hinrichten.Wer sich dadurch schuldig macht,den wird Gott nicht gerecht sprechen.8Du sollst dich nicht bestechen lassen!Denn Bestechung macht Sehende blindund verdreht die Sache derer, die im Recht sind.9Einen Fremden23,9 Fremder: Person, die nicht zur Gemeinschaft Israels gehört und häufig wirtschaftlich schlechter gestellt war. Fremde sind durch das Gastrecht geschützt. Mehr … sollst du nicht quälen.Ihr wisst ja selbst, wie dem Fremden zumute ist.Denn ihr seid in Ägypten Fremde gewesen23,9 in Ägypten Fremde gewesen: 2. Mose/Exodus 1 erzählt von der Zeit, als die Israeliten als Sklaven in Ägypten lebten..

Sabbatjahr und Feiertage

10Sechs Jahre sollst du dein Land bestellenund die Ernte einbringen.11Aber im siebten Jahr23,11 siebtes Jahr: Als »Sabbatjahr« soll jedes siebte Jahr ein Jahr der Ruhe sein, genauso wie jeder siebte Tag der Woche, der Sabbat, ein Ruhetag ist. Menschen, Tiere und Natur sollen genauso ruhen, wie Gott am siebten Tag der Schöpfung; vgl. 1. Mose/Genesis 2,2. sollst du es brachliegen lassenund nicht bestellen.Was wächst, sollen die Armen deines Volkes essen.Was sie übrig lassen, sollen die Tiere fressen.So sollst du es auch mit deinem Weinberg23,11 Weinberg: Ein mit einer Mauer umgebener Garten, in dem Wein angebaut wird. In Israel war das ein wertvoller Besitz. Mehr …und deinen Olivenbäumen halten.12Sechs Tage sollst du deine Arbeit tun,aber am siebten Tag sollst du ruhen.Auch dein Rind und dein Esel sollen ausruhen.Und der Sohn deiner Sklavinsowie der Fremde sollen sich erholen.13Beachtet alles, was ich euch gesagt habe.Andere Götter23,13 Götter: Götter, die von anderen Völkern verehrt werden. Israel hat nur einen einzigen Gott. Mehr … sollt ihr nicht anrufen.Ihr Name soll dir nicht über die Lippen kommen.

14Dreimal im Jahr sollst du mir zu Ehren ein Fest feiern.15Das erste ist das Fest der ungesäuerten Brote23,15 Fest der ungesäuerten Brote: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12,14-20. In der Eile des Aufbruchs war keine Zeit, Brot aus Sauerteig zu backen. Deshalb wird in dieser Festwoche nur ungesäuertes Brot gegessen. Mehr ….Du sollst es zur festgesetzten Zeit feiern,im Monat Abib23,15 Abib: Name des ersten Monats im biblischen Kalender. Er fällt in den März/April unseres Kalenders., in dem du aus Ägypten ausgezogen23,15 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit. bist.Sieben Tage lang sollst du nur Brotohne Sauerteig23,15 Sauerteig: Brotteig, bei dem eine kleine Menge gegorener Teig zum neuen Teig gegeben wird. Dadurch geht der Teig auf und wird locker. Mehr … essen.So habe ich es dir geboten.Keiner soll mit leeren Händen vor mich treten.16Das nächste ist das Fest der Ernte23,16 Fest der Ernte: Das heute Wochenfest genannte Fest wird sieben Wochen nach dem Fest der ungesäuerten Brote gefeiert..Da sollst du mirden ersten Ertrag des Getreides darbringen,das du auf dem Feld ausgesät hast.Am Jahresende folgt das Fest des Einbringens23,16 Fest des Einbringens: Beim heute Laubhüttenfest genannten Fest erinnert man sich an die Befreiung der Israeliten aus Ägypten.,wenn du den Ertrag deiner Arbeit vom Feld einbringst.17Dreimal im Jahr sollen alle deine Männervor Gott den Herrn treten.

18Wenn du ein Tier für das Opfer23,18 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. Mehr … schlachtest,darf sein Blut nicht zusammen mit Sauerteig23,18 Sauerteig: Brotteig, bei dem eine kleine Menge gegorener Teig zum neuen Teig gegeben wird. Dadurch geht der Teig auf und wird locker. Mehr …dargebracht werden.Das Fett23,18 Fett: Fett galt als kostbarer Teil eines Tieres und wurde Gott daher als Opfer dargebracht. meines Festopfersdarf nicht über Nacht bis zum Morgen liegen bleiben.19Das Beste vom ersten Ertrag deines Ackerssollst du ins Haus des Herrn,deines Gottes, bringen.Du darfst ein Ziegenböckchennicht in der Milch seiner Mutter kochen.

Der Weg in das verheißene Land

20Siehe, ich sende einen Engel23,20 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. Mehr …, der dir vorangeht.Er wird dich auf dem Weg beschützenund dich an den Ort bringen, den ich bestimmt habe23,20 der Ort, den Gott bestimmt hat: Von diesem Ort erzählt beispielsweise 2. Mose/Exodus 3,8..21Halte dich an ihn und gehorche seinem Befehl.Widersetze dich ihm nicht!Er wird euch nicht vergeben,wenn ihr euch gegen ihn auflehnt.Denn in ihm bin ich selbst bei euch.22Vielmehr folge genau seinem Befehl.Tu alles, was ich dir sage!Dann will ich der Feind deiner Feinde seinund deine Bedränger bedrängen.23Mein Engel wird vor dir hergehen.Er wird dich zu den Amoritern23,23 Amoriter: Volksgruppe, die im Gebiet östlich und westlich des Jordan lebte, bevor das Volk Israel das Land in Besitz nahm. und Hetitern23,23 Hetiter: Volksgruppe im südlichen Kanaan, bevor das Land durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. bringen,den Perisitern, Kanaanitern23,23 Kanaaniter: Bewohner des Gebietes zwischen Jordantal und Mittelmeer, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. Mehr …, Hiwitern und Jebusitern23,23 Jebusiter: Bevölkerungsgruppe, die vor den Israeliten in Jerusalem und dem umliegenden Gebiet lebte..Die will ich alle vernichten.24Wirf dich nicht vor ihren Göttern23,24 Götter: Götter, die von anderen Völkern verehrt werden. Israel hat nur einen einzigen Gott. Mehr … niederund diene ihnen nicht!Mach es nicht wie jene, die sie anbeten,sondern zerstöre ihre Bilderund zerschlage ihre Kultsteine23,24 Kultstein: Hebräisch Massebe. Ein von Menschen aufgerichteter Stein mit religiöser Bedeutung..25Dem Herrn, euren Gott, sollt ihr dienen,dann wird er dein Brot und dein Wasser segnen23,25 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen. Mehr ….Auch Krankheiten will ich von dir fernhalten.26In deinem Land wird es keine Frau geben,die eine Fehlgeburt hat oder kinderlos bleibt.Ich werde dich deine volle Lebenszeit erreichen lassen.

27Meinen Schrecken werde ich vor dir her sendenund alle Völker in Angst versetzen,wohin du auch kommst.Alle deine Feinde werden vor dir die Flucht ergreifen.28Ich werde Hornissen vor dir her sendenund so die Hiwiter, Kanaaniter23,28 Kanaaniter: Bewohner des Gebietes zwischen Jordantal und Mittelmeer, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. Mehr … und Hetiter23,28 Hetiter: Volksgruppe im südlichen Kanaan, bevor das Land durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. vertreiben.29Ich vertreibe sie aber nicht in einem einzigen Jahr.Sonst könnte das Land zur Einöde werden,und die wilden Tiere könnten sich zu stark vermehren.30Nach und nach will ich sie vor dir vertreiben,bis du schließlich zahlreich genug geworden bist.Dann kannst du das Land in Besitz nehmen.31Ich will dein Gebiet abstecken:Es soll reichenvom Schilfmeer23,31 Schilfmeer: Name für den Golf von Akaba, den nordöstlichen Ausläufer des Roten Meers. bis zum Meer der Philister23,31 Meer der Philister: Anderer Name für das Mittelmeer.und von der Wüste23,31 Wüste: Wüstengebiet im Süden des heutigen Israel. bis an den Eufrat23,31 Eufrat: Neben dem Tigris einer der beiden Hauptflüsse in Assyrien und Babylonien, im heutigen Irak. Mehr ….Die Bewohner des Landes gebe ich in eure Hand,sodass du sie vertreiben kannst.32Du darfst mit ihnen und ihren Göttern23,32 Götter: Götter, die von anderen Völkern verehrt werden. Israel hat nur einen einzigen Gott. Mehr …keinen Bund schließen.33Sie dürfen nicht in deinem Land wohnen bleiben.Sonst könnten sie dir zur Falle werden,wenn sie dich zur Sünde23,33 Sünde: Die Trennung des Menschen von Gott, seinem Schöpfer. Sie führt dazu, dass der Mensch sein Leben nicht nach Gottes Willen ausrichten kann. Mehr … gegen mich verführen,sodass du ihre Götter verehrst.
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Der Bundesschluss am Berg Sinai

2. Mose/Exodus 24,1-18

Die Israeliten versprechen, die Gebote zu befolgen

241Gott sagte zu Mose24,1 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr …: »Steig hinauf zum Herrnzusammen mit Aaron24,1 Aaron: Bruder von Mose und erster Hohepriester Israels. Er gilt in der Bibel als Stammvater der Priester. Mehr …, Nadab, Abihu24,1 Nadab, Abihu: Die beiden ältesten Söhne Aarons kamen beim Darbringen eines Opfers ums Leben, das nicht den Vorschriften entsprach; vgl. 3. Mose/Levitikus 10,1-2.und 70 von den Ältesten24,1 Älteste: Bezeichnung für ein leitendes Amt in der Gemeinschaft, das von älteren Männern ausgeübt wurde. Israels!Werft euch in der Ferne nieder.2Nur Mose soll vor den Herrn treten,die anderen dürfen nicht näher kommen.Das Volk darf nicht mit ihm hinaufsteigen.«

3Mose24,3 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … kam zum Volk und trug ihmalle Worte des Herrn vorund auch alle Rechtssätze.Das ganze Volk antwortete einmütig.Sie sagten: »Alle Worte, die der Herr gesagt hat,wollen wir befolgen.«4Danach schrieb Mose alle Worte des Herrn auf.Früh am Morgen stand er aufund errichtete am Fuß des Berges24,4 Berg: Meint den Berg Sinai, auf dem Gott im Gewittersturm erscheint und Mose die Zehn Gebote erhält; vgl. 2. Mose/Exodus 19–20. einen Altar24,4 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. Mehr ….Auch stellte er zwölf Steinmale auffür die zwölf Stämme Israels24,4 Stämme Israels: Israel versteht sich als Verband von zwölf Stämmen, die auf die Nachkommen der Söhne Jakobs zurückgehen. Mehr ….5Dann ließ er die jungen Männer der IsraelitenBrandopfer24,5 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr … darbringen.Sie schlachteten Stiere als Dankopfer24,5 Dankopfer: Als Schlachtopfer dargebrachtes Tier, durch das der Dank für Gottes Hilfe zum Ausdruck gebracht wird. für den Herrn.6Mose aber nahm die Hälfte des Blutsund goss es in Schalen.Die andere Hälfte sprengte er an den Altar.7Er nahm das Buch des Bundes24,7 Buch des Bundes: Mit »Buch des Bundes« sind ursprünglich vermutlich die Zehn Gebote in 2. Mose/Exodus 20,1-17 gemeint. Heute wird die Bezeichnung »Bundesbuch« auf die Gesetzessammlung in 2. Mose/Exodus 20,22–23,33 bezogen. und trug es dem Volk vor.Da sagten sie: »Alles, was der Herr gesagt hat,wollen wir befolgen. Wir wollen ihm gehorchen.«8Mose nahm das Blut,sprengte es über das Volk und sagte:»Mit diesem Blut wird der Bund besiegelt!Auf der Grundlage aller dieser Wortehat der Herr den Bund24,8 Bund: Vertrag, mit dem zwei Partner eine gegenseitige Verpflichtung eingehen. Ist Gott einer der Partner, kann er sich auch einseitig zur Treue gegenüber seinem Volk oder einzelnen Menschen verpflichten. Mehr … mit euch geschlossen.«

9Dann stiegen Mose24,9 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … und Aaron24,9 Aaron: Bruder von Mose und erster Hohepriester Israels. Er gilt in der Bibel als Stammvater der Priester. Mehr … auf den Bergzusammen mit Nadab und Abihu24,9 Nadab, Abihu: Die beiden ältesten Söhne Aarons kamen beim Darbringen eines Opfers ums Leben, das nicht den Vorschriften entsprach; vgl. 3. Mose/Levitikus 10,1-2.und 70 von den Ältesten24,9 Älteste: Bezeichnung für ein leitendes Amt in der Gemeinschaft, das von älteren Männern ausgeübt wurde. Israels.10Sie sahen den Gott Israels.Der Boden unter seinen Füßen war leuchtend blau,wie mit Saphiren24,10 Saphir: Kostbarer, blauer Edelstein. belegt, und klar wie der Himmel.11Die Vornehmen der Israeliten tastete er nicht an.Sie durften Gott schauen, und sie aßen und tranken.

Gott übergibt Mose die Tafeln mit den Geboten

12Der Herr sagte zu Mose24,12 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr …:»Steig herauf zu mir auf den Berg24,12 Berg: Meint den Berg Sinai, auf dem Gott im Gewittersturm erscheint und Mose die Zehn Gebote erhält; vgl. 2. Mose/Exodus 19–20. und bleibe dort.Ich will dir die steinernen Tafeln24,12 steinerne Tafeln: Meint die Steintafeln mit den Zehn Geboten, die Mose von Gott erhält. übergeben.Darauf habe ich die Weisung24,12 Weisung: Hebräisch Tora. Sie umfasst die schriftliche und mündliche Mitteilung von Gottes Willen. Mehr … und das Gebot geschrieben,um das Volk zu unterweisen.«13Da machte Mose sich auf,zusammen mit Josua24,13 Josua: Nachfolger von Mose. Nach dessen Tod führte er Israel in das verheißene Land. Mehr …, der ihm diente.Und Mose stieg auf den Gottesberg.14Zuvor sagte er zu den Ältesten24,14 Älteste: Bezeichnung für ein leitendes Amt in der Gemeinschaft, das von älteren Männern ausgeübt wurde.:»Wartet hier, bis wir zu euch zurückkommen.Aaron24,14 Aaron: Bruder von Mose und erster Hohepriester Israels. Er gilt in der Bibel als Stammvater der Priester. Mehr … und Hur bleiben ja bei euch.Wer etwas entschieden haben muss,soll sich an sie wenden.«15Mose stieg auf den Berg,und die Wolke verhüllte den Berg.16Die Herrlichkeit24,16 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. Mehr … des Herrnkam auf den Berg Sinai24,16 Berg Sinai: Gottesberg in der Wüste, auf dem Gott im Gewittersturm erscheint und Mose die Zehn Gebote erhält; vgl. 2. Mose/Exodus 19–20. Mehr … herab.Sechs Tage lang verhüllte die Wolke den Berg.Am siebten Tag rief Gott aus der Wolke herausMose zu sich.17Die Herrlichkeit des Herrnsah aus wie fressendes Feuer.So sahen die Israeliten sie auf dem Gipfel des Berges.18Aber Mose ging in die Wolke hineinund stieg auf den Berg.Dort blieb er 40 Tage und 40 Nächte.