BasisBibel (BB)
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Die Erstgeborenen und das Fest der ungesäuerten Brote

131Der Herr sagte zu Mose13,1 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr …:2»Alle Erstgeborenen13,2 Erstgeborene: Der erste Sohn, den eine Mutter zur Welt bringt, ist für Gott bestimmt. der Israeliten sind mir heilig!Deshalb sollt ihr mir jeden Sohn übergeben,der als erster geboren wird.Auch jedes Tier soll mir gehören,das als erstes zur Welt kommt.«

3Mose sagte zum Volk:»Erinnert euch künftig an diesen Tag!An ihm seid ihr aus Ägypten gezogen,aus dem Leben in der Sklaverei.Denn mit starker Hand hat der Herreuch von dort herausgeführt13,3 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit..An diesem Tagdarf kein Brot aus Sauerteig13,3 Sauerteig: Brotteig, bei dem eine kleine Menge gegorener Teig zum neuen Teig gegeben wird. Dadurch geht der Teig auf und wird locker. Mehr … gegessen werden.4Heute zieht ihr aus, im Monat Abib13,4 Abib: Name des ersten Monats im biblischen Kalender. Er fällt in den März/April unseres Kalenders..5In diesem Monat sollst du dieses Fest feiern.Das sollst du tun,wenn dich der Herr in das Land gebracht hat,das er deinen Vätern versprochen13,5 deinen Vätern versprochen: In 1. Mose/Genesis 15,7-21 hat Gott sich gegenüber Abraham feierlich verpflichtet, seinen Nachkommen das Land zu geben. hat:das Land der Kanaaniter13,5 Kanaaniter: Bewohner des Gebietes zwischen Jordantal und Mittelmeer, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. Mehr …, Hetiter13,5 Hetiter: Volksgruppe im südlichen Kanaan, bevor das Land durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde.,Amoriter13,5 Amoriter: Volksgruppe, die im Gebiet östlich und westlich des Jordan lebte, bevor das Volk Israel das Land in Besitz nahm., Perisiter, Hiwiter und Jebusiter13,5 Jebusiter: Bevölkerungsgruppe, die vor den Israeliten in Jerusalem und dem umliegenden Gebiet lebte.,ein Land, in dem Milch und Honig fließen13,5 Land, in dem Milch und Honig fließen: Biblische Redewendung für ein fruchtbares Land, das landwirtschaftliche Güter im Überfluss hervorbringt..6Sieben Tage sollst du ungesäuertes Brot13,6 ungesäuertes Brot: Wird ohne Sauerteig gebacken. Dadurch entfällt die Wartezeit bei der Teigherstellung, sodass sich das Brot schnell herstellen lässt. essen.Am siebten Tag ist das Fest für den Herrn.7Sieben Tage lang soll man ungesäuertes Brot essen.In deinem ganzen Gebiet darf es keinen Sauerteig gebenund kein Brot aus Sauerteig.8An diesem Tag sollst du deinem Sohn erzählen:›Dieses Fest erinnert daran,was der Herr für mich getan hat,als ich aus Ägypten zog.‹9Es soll für dich wie ein Zeichen13,9 Zeichen: Viele Juden tragen beim Gebet Lederriemen mit kleinen Kapseln um den Arm und an der Stirn: die Tefillin. In den Kapseln befinden sich Pergamentzettel mit Texten aus 2. Mose/Exodus 13,1-16; 5. Mose/Deuteronomium 6,4-9 und 5. Mose/Deuteronomium 11,13-21. sein um das Handgelenkund wie ein Erinnerungszeichen auf deiner Stirn.Es soll dich erinnern,dass du die Weisung13,9 Weisung: Hebräisch Tora. Sie umfasst die schriftliche und mündliche Mitteilung von Gottes Willen. Mehr … des Herrn im Mund führen sollst.Denn mit starker Handhat dich der Herr aus Ägypten geführt.10Feiere dieses Fest jedes Jahr zu dieser Zeit!

11Der Herr wird dich in das Land der Kanaaniter13,11 Kanaaniter: Bewohner des Gebietes zwischen Jordantal und Mittelmeer, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. Mehr … bringen.Er wird es dir geben,wie er dir und deinen Vätern geschworen13,11 dir und deinen Vätern geschworen: In 1. Mose/Genesis 15,7-21 hat Gott sich gegenüber Abraham feierlich verpflichtet, seinen Nachkommen das Land zu geben. hat.12Dann sollst du alle Erstgeborenenan den Herrn übergeben.Jedes männliche Tier, das als erstes geboren wird,gehört dem Herrn.13Aber für das Fohlen eines Esels13,13 Fohlen eines Esels: Als unreine Tiere durften Esel nicht als Opfer dargebracht werden. Wenn statt eines Eselsfohlen ein Lamm dargebracht wurde, konnte man das Fohlen behalten und aufziehen.sollst du ein Schaf als Opfer darbringen.Wenn du das nicht willst, brich ihm das Genick.Auch für jeden erstgeborenen Nachkommensollst du ein Ersatzopfer13,13 Ersatzopfer: Regelungen für das Ersatzopfer finden sich in 4. Mose/Numeri 18,15-16. darbringen.

14Wenn dein Kind dich später fragt: ›Warum tust du das?‹,sollst du ihm antworten:›Mit starker Hand hat der Herr uns aus Ägypten geführt13,14 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit.,aus dem Leben in der Sklaverei.15Denn der Pharao blieb starrsinnig13,15 der Pharao blieb starrsinnig: Vom Verhalten des Pharao erzählt 2. Mose/Exodus 7–12.und weigerte sich, uns ziehen zu lassen.Da tötete der Herr alle Erstgeborenen in Ägypten,bei Mensch und Vieh.Darum bringe ich dem Herrn alle männlichen Tiere,die zuerst aus dem Mutterleib kommen, als Opfer dar.Aber für jeden erstgeborenen Nachkommenbringe ich ein Ersatzopfer13,15 Ersatzopfer: Regelungen für das Ersatzopfer finden sich in 4. Mose/Numeri 18,15-16. dar.16Dieser Brauch soll für dich wie ein Zeichen13,16 Zeichen: Viele Juden tragen beim Gebet Lederriemen mit kleinen Kapseln um den Arm und an der Stirn: die Tefillin. In den Kapseln befinden sich Pergamentzettel mit Texten aus 2. Mose/Exodus 13,1-16; 5. Mose/Deuteronomium 6,4-9 und 5. Mose/Deuteronomium 11,13-21. an deiner Hand seinund wie ein Erinnerungszeichen auf der Stirn.Er erinnert daran, dass der Herr unsmit starker Hand aus Ägypten geführt hat.‹«

Gott rettet Israel am Schilfmeer

2. Mose/Exodus 13,17–15,21

Die Israeliten verlassen Ägypten

17Als der Pharao13,17 Pharao: Bezeichnung für den König von Ägypten. das Volk ziehen ließ,führte Gott sie nicht durch das Land der Philister13,17 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr ….Das wäre der kürzeste Weg gewesen,aber Gott dachte:»Wenn das Volk dort in einen Kampf verwickelt wird,könnte es den Auszug13,17 der Auszug: Gott führt die Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten. bereuen.Dann will es nach Ägypten zurückkehren.«18Deshalb ließ Gott das Volk einen Umweg machenund führte es durch die Wüste zum Schilfmeer13,18 Schilfmeer: Biblischer Name für den Golf von Akaba, den nordöstlichen Ausläufer des Roten Meers..Wie ein Heer zogen die Israeliten aus Ägypten.19Mose13,19 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … nahm die Totengebeine Josefs13,19 Josef: Sohn Jakobs, der am Hof des Pharao zu dessen Stellvertreter wurde und in Ägypten gestorben ist; vgl. 1. Mose/Genesis 41,37-45 und 1. Mose/Genesis 50,22-26. mit.Denn Josef hatte die Israeliten schwören lassen:Wenn Gott euch einst zu Hilfe kommen wird,sollt ihr meine Gebeine mitnehmen.

20Von Sukkot13,20 Sukkot: Ort im östlichen Nildelta. brachen die Israeliten aufund lagerten sich in Etam13,20 Etam: Ort im östlichen Grenzgebiet Ägyptens. am Rand der Wüste.21Der Herr ging ihnen voran.Tagsüber ging er in einer Wolkensäule13,21 Wolkensäule: Senkrecht stehende Wolke in Form einer Säule. Durch sie zeigte Gott seinem Volk tagsüber den Weg durch die Wüste. voran,um ihnen den Weg zu zeigen –nachts in einer Feuersäule13,21 Feuersäule: Erscheinung in Form einer hoch aufsteigenden Flamme. Durch sie zeigte Gott seinem Volk nachts den Weg durch die Wüste., um ihnen zu leuchten.So konnten sie Tag und Nacht gehen.22Jeden Tag führte eine Wolkensäule das Volk,und jede Nacht führte es eine Feuersäule.
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Das ägyptische Heer verfolgt die Israeliten

141Der Herr sagte zu Mose14,1 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr …:2»Befiehl den Israeliten, dass sie umkehrenund vor Pi-Hahirot ihr Lager aufschlagen –zwischen Migdol14,2 Migdol: Grenzfestung im Nordosten von Ägypten, am Hauptverkehrsweg nach Gaza. und dem Meer vor Baal-Zefon.Dort sollt ihr am Meer lagern.3Der Pharao14,3 Pharao: Bezeichnung für den König von Ägypten. wird von den Israeliten denken:›Sie haben sich im Land verirrt.Die Wüste hat sie eingeschlossen.‹4Ich aber sorge dafür,dass der Pharao nicht begreift.Dann wird er sie verfolgen.So will ich meine Macht erweisenam Pharao und an seinem ganzen Heer.Die Ägypter14,4 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste. Mehr … sollen erkennen, dass ich der Herr bin.«So kehrte das Volk um, wie es der Herr gesagt hatte.

5Als dem König von Ägypten14,5 Pharao: Bezeichnung für den König von Ägypten. gemeldet wurde:»Das Volk ist geflohen!«,bereuten der Pharao und seine Leute ihre Entscheidung.Sie fragten sich: »Wie konnten wir das tun?Wir hätten die Israelitennicht aus unserem Dienst entlassen sollen!«6Der Pharao ließ seinen Streitwagen14,6 Streitwagen: Ein für den Krieg ausgerüsteter Wagen mit zwei oder drei Mann Besatzung. Mehr … anspannenund führte seine Fußtruppen mit sich.7Er ließ 600 starke Streitwagen ausrückenund alle übrigen Streitwagen Ägyptens.Jeder Wagen hatte drei Mann Besatzung.8Denn der Herr hatte es so gefügt,dass der Pharao, der König von Ägypten, nicht begriffund die Israeliten verfolgte.Die aber zogen aus mit erhobener Hand14,8 mit erhobener Hand: Geste der Siegesgewissheit..9Die Ägypter14,9 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste. Mehr … jagten ihnen nach –alle Pferde und Wagen des Pharao,seine Reiter und sein Heer.Die Israeliten lagerten noch am Meer,bei Pi-Hahirot vor Baal-Zefon.Dort holten die Ägypter sie ein.

Die Israeliten schreien um Hilfe

10Als der Pharao14,10 Pharao: Bezeichnung für den König von Ägypten. näher kam,blickten die Israeliten auf und sahen:Die Ägypter14,10 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste. Mehr … rückten hinter ihnen heran!Da bekamen die Israeliten große Angstund schrien zum Herrn um Hilfe.11Sie beklagten sich bei Mose14,11 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr …:»Gab es denn keine Gräber in Ägypten?Hast du uns in die Wüste gebracht,damit wir hier sterben?Wie konntest du uns aus Ägypten führen14,11 aus Ägypten führen: Nachträglich erscheint den Israeliten die Sklaverei in Ägypten besser als das Leben in der Wüste.!12Haben wir nicht schon in Ägypten zu dir gesagt:Lass uns in Ruhe!Wir wollen lieber den Ägyptern dienen!Es ist besser, dass wir in Ägypten Sklaven14,12 Sklaven: Sie gehörten zum Eigentum anderer Menschen, bekamen keinen Lohn für ihre Arbeit und konnten nicht frei über ihr Leben entscheiden. Mehr … sind,als in der Wüste zu sterben.«13Darauf sagte Mose zum Volk:»Fürchtet euch nicht!Stellt euch auf und seht,wie der Herr euch heute retten wird!Denn so, wie ihr die Ägypter jetzt seht,werdet ihr sie nie wieder sehen.14Der Herr wird für euch kämpfen.Ihr aber sollt still sein.«

15Der Herr sprach zu Mose14,15 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr …:»Was schreist du zu mir!Befiehl den Israeliten, dass sie aufbrechen.16Und du, hebe deinen Stab14,16 Stab: Diente dazu, die Macht Gottes sichtbar werden zu lassen; vgl. 2. Mose/Exodus 4,1-5. hoch!Strecke deine Hand aus über das Meer und teile es!Dann können die Israeliten auf trockenem Bodenmitten durch das Meer ziehen.17Ich aber werde die Ägypter14,17 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste. Mehr … nicht begreifen lassen,was geschieht.Dann folgen sie den Israeliten ins Meer.So will ich meine Macht erweisenam Pharao14,17 Pharao: Bezeichnung für den König von Ägypten. und an seinem ganzen Heer –an den Streitwagen14,17 Streitwagen: Ein für den Krieg ausgerüsteter Wagen mit zwei oder drei Mann Besatzung. Mehr … und an den Reitern.18Die Ägypter sollen erkennen, dass ich der Herr bin,wenn ich meine Macht am Pharao erweise –an den Streitwagen und an den Reitern.«

19Dann erhob sich der Engel Gottes14,19 Engel Gottes: Auf der Wanderung durch die Wüste geht der Engel Gottes vor den Israeliten her, vgl. 2. Mose/Exodus 23,20-23..Bisher war er an der Spitze der Israeliten gegangen.Jetzt ging er zu ihrem Schutz hinter ihnen her.Auch die Wolkensäule14,19 Wolkensäule: Senkrecht stehende Wolke in Form einer Säule. Durch sie zeigte Gott seinem Volk tagsüber den Weg durch die Wüste. entfernte sich von der Spitzeund trat hinter die Israeliten.20Sie stand zwischen den Ägyptern und den Israeliten.So kamen sie die ganze Nacht einander nicht näher.Die Wolke ließ es stockdunkel werden,und die Feuersäule14,20 Feuersäule: Erscheinung in Form einer hoch aufsteigenden Flamme. Durch sie zeigte Gott seinem Volk nachts den Weg durch die Wüste. erleuchtete die Nacht.

Israel erfährt Gottes Hilfe

21Mose14,21 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … streckte die Hand aus über das Meer.Da trieb der Herr das Meer die ganze Nachtdurch einen Ostwind zurück.Er machte das Meer zum trockenen Land,und das Wasser teilte sich.22So konnten die Israeliten auf trockenem Bodenmitten durch das Meer ziehen.Das Wasser stand rechts und links von ihnenwie eine Mauer.23Die Ägypter aber verfolgten sie.Sie jagten hinter ihnen her mitten in das Meer –alle Pferde des Pharao14,23 Pharao: Bezeichnung für den König von Ägypten., seine Streitwagen14,23 Streitwagen: Ein für den Krieg ausgerüsteter Wagen mit zwei oder drei Mann Besatzung. Mehr … und Reiter.24Kurz vor Morgengrauensah der Herr nach den Ägyptern.Er blickte aus der Feuer- und Wolkensäule14,24 Feuersäule: Erscheinung in Form einer hoch aufsteigenden Flamme. Durch sie zeigte Gott seinem Volk nachts den Weg durch die Wüste. auf sieund brachte das Heer der Ägypter in Verwirrung.25Er bremste die Räder ihrer Streitwagen14,25 Streitwagen: Ein für den Krieg ausgerüsteter Wagen mit zwei oder drei Mann Besatzung. Mehr ….Sie kamen nur mit Mühe voran.Da sprachen die Ägypter:»Lasst uns vor Israel fliehen!Denn der Herr kämpft für sie gegen Ägypten14,25 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste. Mehr …

26Darauf sagte der Herr zu Mose14,26 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr …:»Strecke die Hand aus über das Meer!Das Wasser soll über die Ägypter zurückfluten –über ihre Streitwagen14,26 Streitwagen: Ein für den Krieg ausgerüsteter Wagen mit zwei oder drei Mann Besatzung. Mehr … und über ihre Reiter.«27Mose streckte die Hand aus über das Meer.Da flutete das Wasser gegen Morgen wieder zurück.Die Ägypter aber flohen dem Wasser entgegen.So stürzte der Herr die Ägypter mitten ins Meer.28Das Wasser flutete zurückund bedeckte Wagen und Reiter.Das ganze Heer, das dem Pharao14,28 Pharao: Bezeichnung für den König von Ägypten. folgte, ging unter.Kein Einziger von ihnen blieb am Leben.29Aber die Israeliten waren auf trockenem Bodenmitten durch das Meer gekommen.Denn das Wasser stand rechts und links von ihnenwie eine Mauer.30So rettete damals der Herrdie Israeliten vor den Ägyptern.Israel sah die Ägypter tot am Ufer liegen.31Israel erkannte, dass der Herr die Ägyptermit seiner großen Macht besiegt hatte.Da fürchtete das Volk den Herrn.Nun glaubten sie an den Herrnund an seinen Knecht14,31 Knecht, Knecht Gottes: Ehrenvolle Bezeichnung für Menschen, die Gott in seinen Dienst nimmt. Mehr … Mose.
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Das Danklied des Mose

151Damals sangen Mose15,1 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … und die Israelitendieses Lied für den Herrn:

Ich will für den Herrn singen:

Hoch und erhaben ist er,

Rosse und Wagen warf er ins Meer.

2Meine Kraft und Stärke ist der Herr.

Er ist für mich zum Retter geworden.

Er ist mein Gott, ihn will ich preisen,

der Gott meines Vaters, er sei hoch gelobt.

3Der Herr ist ein Held im Krieg,

Herr ist sein Name.

4Die Streitwagen15,4 Streitwagen: Ein für den Krieg ausgerüsteter Wagen mit zwei oder drei Mann Besatzung. Mehr … des Pharao und sein Heer15,4 der Pharao und sein Heer: 2. Mose/Exodus 14,21-31 erzählt, wie der Pharao die Israeliten mit seinem Heer verfolgt und von Gott vernichtend geschlagen wird.,

die warf er ins Meer.

Seine besten Kämpfer versanken im Schilfmeer15,4 Schilfmeer: Beim Auszug aus Ägypten rettete Gott sein Volk, indem er es durch das Schilfmeer führte; vgl. 2. Mose/Exodus 13,17–15,21. Mehr ….

5Fluten der Urzeit15,5 Fluten der Urzeit: Das Wasser, das vor der Schöpfung die gesamte Erde bedeckte; vgl. 1. Mose/Genesis 1,2. deckten sie zu,

sie sanken in die Tiefe wie ein Stein.

6Deine starke Hand, Herr, ist voller Kraft.

Deine starke Hand, Herr, zerschmettert den Feind.

7Wenn du in deiner ganzen Hoheit erscheinst,

streckst du deine Gegner nieder.

Wenn du deinen Zorn loslässt,

verbrennt er sie wie Stroh.

8Durch den Sturm deines Zorns

staute sich das Wasser auf.

Die Wogen standen da wie ein Damm,

die Fluten erstarrten mitten im Meer.

9Da dachte sich der Feind:

»Ich will ihnen nachjagen, sie einholen,

die Beute verteilen, meine Gier stillen.

Ich will mein Schwert ziehen,

meine Faust wird sie vernichten.«

10Da hast du deinen Wind brausen lassen,

das Meer kam zurück und bedeckte die Feinde.

Sie versanken wie Blei in den gewaltigen Fluten.

11Wer ist wie du, Herr, unter den Göttern15,11 Götter: Götter, die von anderen Völkern verehrt werden. Israel hat nur einen einzigen Gott. Mehr …?

Wer ist so heilig und so gewaltig wie du?

Furchtbar sind deine Taten, wenn du Wunder tust.

12Als du die rechte Hand ausstrecktest,

wurden deine Feinde in den Abgrund gezogen.

13Das Volk, das du befreit hast,

hast du in deiner Güte durch die Wüste geführt.

Mit großer Kraft brachtest du es

zu deiner heiligen Wohnung15,13 heilige Wohnung: Gottes heilige Wohnung ist der Tempel auf dem Berg Zion in Jerusalem..

14Die Völker hörten es und bebten vor Schreck,

die Philister15,14 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … zitterten vor Angst.

15Auch die Anführer Edoms15,15 Edom: Nachbarstaat Israels im Süden. erschraken,

die Herrscher Moabs15,15 Moab: Nachbarstaat Israels im Ostjordanland. Mehr … packte das Entsetzen.

Die Völker Kanaans15,15 Kanaan: Bezeichnung für das Gebiet zwischen Jordantal und Mittelmeer bis zur Stadt Sidon, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. Mehr … verloren den Mut.

16Furcht und Schrecken fällt über sie.

Beim Anblick deiner Macht erstarren sie zu Stein.

Dein Volk zieht hindurch, Herr,

das Volk zieht hindurch, das du erworben hast.

17Du führst sie zum Berg, der dein Eigentum ist15,17 Berg, der dein Eigentum ist: Meint den Tempelberg in Jerusalem.,

und pflanzt sie dort ein –

bei deiner Wohnung15,17 deiner Wohnung: Gottes Wohnung ist der Tempel auf dem Berg Zion in Jerusalem., Herr, die du gemacht,

bei dem Heiligtum, Herr, das du gegründet hast.

18Ja, der Herr herrscht als König15,18 König: Ehrentitel für Gott, der als Herrscher der Welt verehrt wird und für Recht und Gerechtigkeit sorgt. für immer.

19Damals15,19 damals: 2. Mose/Exodus 14,21-31 erzählt, wie der Pharao die Israeliten mit seinem Heer verfolgt und von Gott vernichtend geschlagen wird. waren die Rosse, Wagen und Reiter des Pharaodurch das Meer gezogen.Der Herr hatte das Wasser des Meeresüber sie hereinbrechen lassen.Die Israeliten aber waren auf dem Trockenenmitten durch das Meer gezogen.

Das Siegeslied der Mirjam

20Die Prophetin15,20 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … Mirjam15,20 Mirjam: Prophetin in Israel und Schwester von Mose und Aaron., die Schwester Aarons,nahm ihre Pauke in die Hand.Auch alle anderen Frauen griffen zu ihren Paukenund zogen tanzend hinter ihr her.21Mirjam sang ihnen vor:

Singt für den Herrn:

Hoch und erhaben ist er.

Rosse und Wagen warf er ins Meer.

Der Weg durch die Wüste zum Berg Sinai

2. Mose/Exodus 15,22–18,27

Das bittere Wasser in Mara

22Mose15,22 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … ließ die Israeliten vom Schilfmeer15,22 Schilfmeer: Beim Auszug aus Ägypten rettete Gott sein Volk, indem er es durch das Schilfmeer führte; vgl. 2. Mose/Exodus 13,17–15,21. Mehr … aufbrechen.Sie zogen hinaus in die Wüste Schur15,22 Schur: Wüstenregion auf der Sinaihalbinsel..Schon drei Tage waren sie in der Wüste unterwegsund fanden kein Wasser.23Dann kamen sie nach Mara, wo es Wasser gab.Doch sie konnten es nicht trinken, weil es bitter war.Deshalb nannte man den Ort Mara,das heißt: Bitterbrunnen15,23 Bitterbrunnen: Wortspiel im Hebräischen: Das hebräische Wort für »bitter« (mar) ist dem Namen des Ortes sehr ähnlich..24Das Volk rebellierte gegen Mose und sagte:»Was sollen wir jetzt trinken?«25Da schrie Mose zum Herrn,und der Herr zeigte ihm ein Stück Holz.Mose warf es ins Wasser,und dann konnten die Israeliten es trinken.

An diesem Ort gab Gott dem Volk Recht und Gesetzund stellte es auf die Probe.26Mose sagte zu dem Volk:»Gehorche dem Herrn, deinem Gott,und tu, was in seinen Augen recht ist!Beachte seine Gebote und alle seine Anordnungen!Denn er hat gesagt: Wenn du dich daran hältst,werde ich keine der Krankheiten15,26 keine der Krankheiten: Anspielung auf die Krankheiten, die Gott den Ägyptern als Strafe dafür schickt, dass sie die Israeliten nicht aus Ägypten wegziehen lassen; vgl. 2. Mose/Exodus 7–11. über dich bringen,die ich über die Ägypter gebracht habe.Denn ich bin der Herr, dein Arzt.«

27Danach kamen sie nach Elim15,27 Elim: Station auf der Wüstenwanderung Israels, die Lage ist unbekannt.,wo es zwölf Wasserquellen und 70 Palmen gab.Dort am Wasser schlugen sie ihr Lager auf.