BasisBibel (BB)
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Die Erstgeborenen und das Fest der ungesäuerten Brote

131Der Herr13,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. sagte zu Mose13,1 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote.:2»Alle Erstgeborenen13,2 Erstgeborene: Der erste Sohn, den eine Mutter zur Welt bringt, ist für Gott bestimmt. der Israeliten sind mir heilig!Deshalb sollt ihr mir jeden Sohn übergeben,der als erster geboren wird.Auch jedes Tier soll mir gehören,das als erstes zur Welt kommt.«

3Mose sagte zum Volk:»Erinnert euch künftig an diesen Tag!An ihm seid ihr aus Ägypten gezogen,aus dem Leben in der Sklaverei.Denn mit starker Hand hat der Herreuch von dort herausgeführt13,3 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit..An diesem Tagdarf kein Brot aus Sauerteig13,3 Sauerteig: Brotteig, bei dem eine kleine Menge gegorener Teig zum neuen Teig gegeben wird. Dadurch geht der Teig auf und wird locker. gegessen werden.4Heute zieht ihr aus, im Monat Abib13,4 Abib: Name eines Monats im älteren Kalender, später als »Nisan« bezeichnet. Er fällt in den März/April unseres Kalenders..5In diesem Monat sollst du dieses Fest feiern.Das sollst du tun,wenn dich der Herr in das Land gebracht hat,das er deinen Vätern versprochen13,5 deinen Vätern versprochen: In 1. Mose/Genesis 15,7-21 hat Gott sich gegenüber Abraham feierlich verpflichtet, seinen Nachkommen das Land zu geben. hat:das Land der Kanaaniter13,5 Kanaaniter: Bewohner des Gebietes zwischen Jordantal und Mittelmeer, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde., Hetiter13,5 Hetiter: Volksgruppe im südlichen Kanaan, bevor das Land durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde.,Amoriter13,5 Amoriter: Volksgruppe, die im Gebiet östlich und westlich des Jordan lebte, bevor das Volk Israel das Land in Besitz nahm., Perisiter, Hiwiter und Jebusiter13,5 Jebusiter: Bevölkerungsgruppe, die vor den Israeliten in Jerusalem und dem umliegenden Gebiet lebte.,ein Land, in dem Milch und Honig fließen13,5 Land, in dem Milch und Honig fließen: Biblische Redewendung für ein fruchtbares Land, das landwirtschaftliche Güter im Überfluss hervorbringt..6Sieben Tage sollst du ungesäuertes Brot13,6 ungesäuertes Brot: Wird ohne Sauerteig gebacken. Dadurch entfällt die Wartezeit bei der Teigherstellung, sodass sich das Brot schnell herstellen lässt. essen.Am siebten Tag ist das Fest für den Herrn.7Sieben Tage lang soll man ungesäuertes Brot essen.In deinem ganzen Gebiet darf es keinen Sauerteig gebenund kein Brot aus Sauerteig.8An diesem Tag sollst du deinem Sohn erzählen:›Dieses Fest erinnert daran,was der Herr für mich getan hat,als ich aus Ägypten zog.‹9Es soll für dich wie ein Zeichen13,9 Zeichen: Viele Juden tragen beim Gebet Lederriemen mit kleinen Kapseln um den Arm und an der Stirn: die Tefillin. In den Kapseln befinden sich Pergamentzettel mit Texten aus 2. Mose/Exodus 13,1-16; 5. Mose/Deuteronomium 6,4-9 und 5. Mose/Deuteronomium 11,13-21. sein um das Handgelenkund wie ein Erinnerungszeichen auf deiner Stirn.Es soll dich erinnern,dass du die Weisung13,9 Weisung: Hebräisch Tora. Sie umfasst die schriftliche und mündliche Mitteilung von Gottes Willen. des Herrn im Mund führen sollst.Denn mit starker Handhat dich der Herr aus Ägypten geführt.10Feiere dieses Fest jedes Jahr zu dieser Zeit!

11Der Herr wird dich in das Land der Kanaaniter13,11 Kanaaniter: Bewohner des Gebietes zwischen Jordantal und Mittelmeer, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. bringen.Er wird es dir geben,wie er dir und deinen Vätern geschworen13,11 dir und deinen Vätern geschworen: In 1. Mose/Genesis 15,7-21 hat Gott sich gegenüber Abraham feierlich verpflichtet, seinen Nachkommen das Land zu geben. hat.12Dann sollst du alle Erstgeborenenan den Herrn übergeben.Jedes männliche Tier, das als erstes geboren wird,gehört dem Herrn.13Aber für das Fohlen eines Esels13,13 Fohlen eines Esels: Als unreine Tiere durften Esel nicht als Opfer dargebracht werden. Wenn statt eines Eselsfohlen ein Lamm dargebracht wurde, konnte man das Fohlen behalten und aufziehen.sollst du ein Schaf als Opfer darbringen.Wenn du das nicht willst, brich ihm das Genick.Auch für jeden erstgeborenen Nachkommensollst du ein Ersatzopfer13,13 Ersatzopfer: Regelungen für das Ersatzopfer finden sich in 4. Mose/Numeri 18,15-16. darbringen.

14Wenn dein Kind dich später fragt: ›Warum tust du das?‹,sollst du ihm antworten:›Mit starker Hand hat der Herr uns aus Ägypten geführt13,14 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit.,aus dem Leben in der Sklaverei.15Denn der Pharao blieb starrsinnig13,15 der Pharao blieb starrsinnig: Vom Verhalten des Pharao erzählt 2. Mose/Exodus 7–12.und weigerte sich, uns ziehen zu lassen.Da tötete der Herr alle Erstgeborenen in Ägypten,bei Mensch und Vieh.Darum bringe ich dem Herrn alle männlichen Tiere,die zuerst aus dem Mutterleib kommen, als Opfer dar.Aber für jeden erstgeborenen Nachkommenbringe ich ein Ersatzopfer13,15 Ersatzopfer: Regelungen für das Ersatzopfer finden sich in 4. Mose/Numeri 18,15-16. dar.16Dieser Brauch soll für dich wie ein Zeichen13,16 Zeichen: Viele Juden tragen beim Gebet Lederriemen mit kleinen Kapseln um den Arm und an der Stirn: die Tefillin. In den Kapseln befinden sich Pergamentzettel mit Texten aus 2. Mose/Exodus 13,1-16; 5. Mose/Deuteronomium 6,4-9 und 5. Mose/Deuteronomium 11,13-21. an deiner Hand seinund wie ein Erinnerungszeichen auf der Stirn.Er erinnert daran, dass der Herr unsmit starker Hand aus Ägypten geführt hat.‹«

Gott rettet Israel am Schilfmeer

2. Mose/Exodus 13,17–15,21

Die Israeliten verlassen Ägypten

17Als der Pharao13,17 Pharao: Bezeichnung für den König von Ägypten. das Volk ziehen ließ,führte Gott sie nicht durch das Land der Philister13,17 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer..Das wäre der kürzeste Weg gewesen,aber Gott dachte:»Wenn das Volk dort in einen Kampf verwickelt wird,könnte es den Auszug13,17 der Auszug: Gott führt die Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten. bereuen.Dann will es nach Ägypten zurückkehren.«18Deshalb ließ Gott das Volk einen Umweg machenund führte es durch die Wüste zum Schilfmeer13,18 Schilfmeer: Biblischer Name für den Golf von Akaba, den nordöstlichen Ausläufer des Roten Meers..Wie ein Heer zogen die Israeliten aus Ägypten.19Mose13,19 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. nahm die Totengebeine Josefs13,19 Josef: Sohn Jakobs, der am Hof des Pharao zu dessen Stellvertreter wurde und in Ägypten gestorben ist; vgl. 1. Mose/Genesis 41,37-45 und 1. Mose/Genesis 50,22-26. mit.Denn Josef hatte die Israeliten schwören lassen:Wenn Gott euch einst zu Hilfe kommen wird,sollt ihr meine Gebeine mitnehmen.

20Von Sukkot13,20 Sukkot: Ort im östlichen Nildelta. brachen die Israeliten aufund lagerten sich in Etam13,20 Etam: Ort im östlichen Grenzgebiet Ägyptens. am Rand der Wüste.21Der Herr13,21 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. ging ihnen voran.Tagsüber ging er in einer Wolkensäule13,21 Wolkensäule: Senkrecht stehende Wolke in Form einer Säule. Durch sie zeigte Gott seinem Volk tagsüber den Weg durch die Wüste. voran,um ihnen den Weg zu zeigen –nachts in einer Feuersäule13,21 Feuersäule: Erscheinung in Form einer hoch aufsteigenden Flamme. Durch sie zeigte Gott seinem Volk nachts den Weg durch die Wüste., um ihnen zu leuchten.So konnten sie Tag und Nacht gehen.22Jeden Tag führte eine Wolkensäule das Volk,und jede Nacht führte es eine Feuersäule.