BasisBibel (BB)
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Bestimmungen zur Feier des Passafestes

161Achte auf den Neumond16,1 Neumond: Beginn eines neuen Monats und Anlass für ein religiöses Fest. im Monat Abib16,1 Abib: Name des ersten Monats im biblischen Kalender. Er fällt in den März/April unseres Kalenders.und feiere das Passafest16,1 Passafest: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13. Mehr … für den Herrn, deinen Gott!Denn im Monat Abib, mitten in der Nachthat der Herr, dein Gott, dich aus Ägypten geführt16,1 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit..2Schafe, Ziegen oder Rinder sollen dein Opfer16,2 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. Mehr … sein.Schlachte sie am Passafest für den Herrn, deinen Gott.Tu das an dem Ort, den der Herr erwählen wird,um dort in seinem Namen gegenwärtig16,2 im Namen gegenwärtig sein: Durch seinen Namen ist Gott selbst anwesend. In der Regel ist diese Vorstellung mit Jerusalem und dem Tempel verbunden. Mehr … zu sein.3Du darfst dazu kein Brot mit Sauerteig16,3 Sauerteig: Brotteig, bei dem eine kleine Menge gegorener Teig zum neuen Teig gegeben wird. Dadurch geht der Teig auf und wird locker. Mehr … essen.Sieben Tage lang sollst du ungesäuertes Brot16,3 ungesäuertes Brot: Wird ohne Sauerteig gebacken. Dadurch entfällt die Wartezeit bei der Teigherstellung, sodass sich das Brot schnell herstellen lässt. essen,das Brot der Not16,3 Brot der Not: Brot, das ohne Sauerteig gebacken wird, ist eher hart und trocken, lässt sich aber schnell herstellen. Daher war es ideal für die Flucht der Israeliten vor den Ägyptern..Denn du bist in Eile aus dem Land Ägypten geflohen.An den Tag, an dem du aus Ägypten geflohen bist,sollst du dich dein ganzes Leben erinnern.4Es darf nirgendwo Sauerteig gebenin deinem ganzen Land sieben Tage lang.Von dem Fleisch darf nichts übrig bleiben,das du am Abend des ersten Tages geschlachtet hast.Es soll bis zum nächsten Morgen gegessen sein.5Du darfst das Tier für das Passafest nichtin deinem Heimatort schlachten.Der Herr, dein Gott, hat ihn dir als Wohnort gegeben.6Vielmehr sollst du an den Ort kommen,den der Herr, dein Gott, auswählen wird,um dort in seinem Namen gegenwärtig zu sein.Dort sollst du das Tier für das Passafest schlachten.Schlachte das Tier am Abend, wenn die Sonne untergeht –zu der Stunde, in der du aus Ägypten geflohen bist.7Koch und iss es an dem Ort,den der Herr, dein Gott, erwählen wird.Am Morgen kannst du wieder aufbrechenund zu deinen Zelten zurückkehren16,7 zu deinen Zelten zurückkehren: Biblische Redewendung, mit der die Rückkehr nach Hause zum Ausdruck gebracht wird..8Sechs Tage lang sollst du ungesäuertes Brot essen.Am siebten Tag findet eine Festversammlung stattfür den Herrn, deinen Gott.Da darfst du nichts arbeiten.

Bestimmungen zur Feier des Wochenfestes

9Sieben Wochen sollst du abzählen:Wenn die Ernte des Getreides beginnt,von da an sollst du sieben Wochen zählen.10Dann sollst du das Wochenfest16,10 Wochenfest: Erntefest, das jährlich im Frühsommer gefeiert wird, sieben Wochen nach dem Passafest. Mehr … feiernfür den Herrn, deinen Gott –mit einer freiwilligen Opfergabe16,10 Opfergabe: Eine Gabe für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer wird auf dem Altar verbrannt und schafft Gemeinschaft mit Gott. Mehr ….Gib so viel, dass es dem Segen16,10 Segen: Besondere Zuwendung Gottes zu den Menschen. Hier ist damit die Ernte gemeint, die den Lebensunterhalt sichert. entspricht,mit dem der Herr, dein Gott, dich gesegnet hat.11Freue dich16,11 freue dich: Wenn am Heiligtum geopfert wurde, gab es ein fröhliches Festmahl, bei dem Teile des Opfertieres gegessen wurden. Die gesamte Familie, alle Knechte und Mägde sowie die Leviten konnten sich satt essen. vor dem Herrn, deinem Gott,du und alle anderen mit dir:dein Sohn und deine Tochter,dein Sklave16,11 Sklaven: Sie gehörten zum Eigentum anderer Menschen, bekamen keinen Lohn für ihre Arbeit und konnten nicht frei über ihr Leben entscheiden. Mehr … und deine Sklavin,der Levit16,11 Levit: Die Leviten haben wie die Priester bestimmte Aufgaben im Gottesdienst. Sie besitzen kein Land, sondern leben von dem, was sie von anderen Israeliten erhalten. aus deinem Heimatort,der Fremde16,11 Fremder: Person, die nicht zur Gemeinschaft Israels gehört und häufig wirtschaftlich schlechter gestellt war. Fremde sind durch das Gastrecht geschützt. Mehr …, die Waise16,11 Waise: Kind, dessen Eltern gestorben sind und dessen Versorgung dadurch nicht mehr sicher ist. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Waisen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt. und die Witwe16,11 Witwe: Frau, deren Mann verstorben ist und die dadurch rechtlich, sozial und wirtschaftlich in eine schwierige Lage geriet. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Witwen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt. Mehr …, die bei dir leben.Feiere an dem Ort,den der Herr, dein Gott erwählen wird,um dort in seinem Namen gegenwärtig16,11 im Namen gegenwärtig sein: Durch seinen Namen ist Gott selbst anwesend. In der Regel ist diese Vorstellung mit Jerusalem und dem Tempel verbunden. Mehr … zu sein.12Denk daran, dass du selbst Sklave in Ägypten16,12 Sklave in Ägypten: 2. Mose/Exodus 1 erzählt von den Erfahrungen der Israeliten als Sklaven in Ägypten. warst!Beachte und befolge diese Gesetze!

Bestimmungen zur Feier des Laubhüttenfestes

13Das Laubhüttenfest16,13 Laubhüttenfest: Siebentägiges Erntefest im Herbst. Während dieser Zeit leben die Menschen in Hütten aus Laub und Zweigen, die an die Zeit der Wüstenwanderung Israels erinnern sollen. Mehr … feiere sieben Tage lang,wenn du die Ernte von Korn und Wein versorgt hast.14Freue dich an deinem Fest mit anderen zusammen:mit deinem Sohn und deiner Tochter,mit deinem Sklaven16,14 Sklaven: Sie gehörten zum Eigentum anderer Menschen, bekamen keinen Lohn für ihre Arbeit und konnten nicht frei über ihr Leben entscheiden. Mehr … und deiner Sklavin,mit dem Levit16,14 Levit: Die Leviten haben wie die Priester bestimmte Aufgaben im Gottesdienst. Sie besitzen kein Land, sondern leben von dem, was sie von anderen Israeliten erhalten., dem Fremden16,14 Fremder: Person, die nicht zur Gemeinschaft Israels gehört und häufig wirtschaftlich schlechter gestellt war. Fremde sind durch das Gastrecht geschützt. Mehr …, der Waise16,14 Waise: Kind, dessen Eltern gestorben sind und dessen Versorgung dadurch nicht mehr sicher ist. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Waisen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt. und der Witwe16,14 Witwe: Frau, deren Mann verstorben ist und die dadurch rechtlich, sozial und wirtschaftlich in eine schwierige Lage geriet. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Witwen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt. Mehr …,die in deinem Heimatort wohnen.15Sieben Tage lang sollst du feiernvor dem Herrn, deinem Gott,an dem Ort, den der Herr auswählen wird.Denn der Herr, dein Gott, wird dich segnen16,15 segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu den Menschen. Hier ist damit die Ernte gemeint, die den Lebensunterhalt sichert.in allem, was du erntest,und bei allem, was du tust.Darum kannst du wirklich fröhlich sein!

16Dreimal im Jahr sollen alle Männervor dem Herrn, deinem Gott, erscheinen.An den Ort16,16 der Ort: Meint den Tempel in Jerusalem. sollen sie kommen,den er erwählen wird:am Fest der ungesäuerten Brote16,16 Fest der ungesäuerten Brote: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12,14-20. In der Eile des Aufbruchs war keine Zeit, Brot aus Sauerteig zu backen. Deshalb wird in dieser Festwoche nur ungesäuertes Brot gegessen. Mehr …,am Wochenfest16,16 Wochenfest: Erntefest, das jährlich im Frühsommer gefeiert wird, sieben Wochen nach dem Passafest. Mehr … und am Laubhüttenfest16,16 Laubhüttenfest: Siebentägiges Erntefest im Herbst. Während dieser Zeit leben die Menschen in Hütten aus Laub und Zweigen, die an die Zeit der Wüstenwanderung Israels erinnern sollen. Mehr ….Vor dem Herrnsollen sie nicht mit leeren Händen erscheinen,17sondern jeder mit einer Gabe.Jeder gebe, so viel er kann, je nachdem,wie der Herr, dein Gott, dich gesegnet16,17 gesegnet: Besondere Zuwendung Gottes zu den Menschen. Hier ist damit die Ernte gemeint, die den Lebensunterhalt sichert. hat.

Bestimmungen für Könige, Priester und Propheten

5. Mose/Deuteronomium 16,18–18,22

Ordnung der Rechtsprechung

18Du sollst Richter und Verwalter einsetzenin allen Toren16,18 Tor: Torgebäude in der Stadtmauer. Der Platz davor diente als Marktplatz und Versammlungsort für Gerichtsverhandlungen. deiner Städte,in jedem Gebiet deiner Stämme16,18 Stämme Israels: Israel versteht sich als Verband von zwölf Stämmen, die auf die Nachkommen der Söhne Jakobs zurückgehen. Mehr ….In allen Städten, die der Herr, dein Gott, dir gibt,sollen diese Richter für das Volk Recht sprechen.Ihre Urteile sollen gerecht sein.

19Du darfst das Recht nicht beugen.Es darf keine Rolle spielen, wen du vor dir hast.Du darfst kein Bestechungsgeschenk annehmen.Denn ein Bestechungsgeschenk macht blind.Es verschließt die Augen der klugen Menschen.Und es verdreht die Sache dessen, der im Recht ist.20Du sollst der Gerechtigkeit nachjagenund nur der Gerechtigkeit!Dann wirst du leben und das Land in Besitz nehmen,das der Herr, dein Gott, dir gibt.

Warnung vor falschem Gottesdienst

21Du darfst neben dem Altar16,21 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. Mehr … des Herrn, deines Gottes,den du errichten wirst, keinen Kultpfahl16,21 Kultpfahl: Hebräisch Aschera. Ein von Menschen aufgerichteter Holzpfahl mit religiöser Bedeutung. aufstellen.22Du darfst auch keinen Kultstein16,22 Kultstein: Hebräisch Massebe. Ein von Menschen aufgerichteter Stein mit religiöser Bedeutung. aufstellen.Denn das hasst der Herr, dein Gott.
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171Du darfst für den Herrn, deinen Gott,

kein Opfer17,1 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. Mehr … schlachten, das einen Fehler hat –kein Rind oder Schaf mit irgendeiner Missbildung.Denn das wäre abscheulich für den Herrn, deinen Gott.

2Folgender Fall:In einer deiner Städte,die der Herr, dein Gott, dir gibt,lebt ein Mann oder eine Frau.Er oder sie tut, was der Herr, dein Gott, verurteilt.So wird der Bund17,2 Bund: Vertrag, mit dem zwei Partner eine gegenseitige Verpflichtung eingehen. Ist Gott einer der Partner, kann er sich auch einseitig zur Treue gegenüber seinem Volk oder einzelnen Menschen verpflichten. Mehr … gebrochen.3Er oder sie geht hin, verehrt andere Götterund betet sie an:die Sonne, den Mond, das himmlische Heer17,3 himmlisches Heer: Bezeichnung für die Sterne, die wie Sonne und Mond als Gottheiten verehrt wurden..Das aber habe ich verboten.4Wenn dir ein solcher Fall berichtet wirdoder du sonst davon hörst,dann stelle gründliche Nachforschungen an.Wenn du herausfindest,dass so etwas Abscheuliches in Israel17,4 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. Mehr … getan worden ist –5dann bring den Mann oder die Frau,die dieses Verbrechen begangen haben,hinaus vor deine Stadt.Diesen Mann oder diese Frau sollst du steinigen17,5 Steinigung, steinigen: Hinrichtungsart, bei der ein Verurteilter öffentlich mit Steinen beworfen wird. Mehr ….Er oder sie muss sterben.6Der Angeklagte darf jedoch erst hingerichtet werden,nachdem zwei oder drei Zeugen ausgesagt haben.Er darf nicht getötet werden,wenn es nur einen einzigen Zeugen gibt.7Die Zeugen sollen dann als Erste beginnenund ihre Hand zur Steinigung erheben.Danach ist das ganze Volk an der Reihe.So wirst du das Böse aus deiner Mitte entfernen.

Vorgehen in schwierigen Rechtsfällen

8Folgender Fall:Es ist für dich zu schwierig,einen Rechtsstreit in deinen Toren17,8 Tor: Torgebäude in der Stadtmauer. Der Platz davor diente als Marktplatz und Versammlungsort für Gerichtsverhandlungen. zu entscheiden.Und es geht dabei um Mord oder Totschlag, um Eigentum,um Körperverletzung oder sonst einen Rechtsstreit.Dann mach dich auf und komm an den Ort17,8 den Ort: Meint den Tempel in Jerusalem.,den der Herr, dein Gott, erwählen wird.9Geh zu den Priestern17,9 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … aus dem Stamm Levi17,9 Levi: Einer der zwölf Stämme Israels. Er hat kein eigenes Siedlungsgebiet. Seine Nachkommen sind stattdessen für bestimmte Aufgaben im Gottesdienst verantwortlich.und zu den Richtern, die dann dort sein werden!Befasse sie mit dem Streitfall!Sie sollen für dich ein Urteil fällen.10Setze das Urteil um, das sie dir an dem Ort geben,den der Herr auswählen wird!Achte das Urteil und tu alles genau so,wie sie es anordnen!11Halte dich an die Anweisung, die sie dir geben,und an das Urteil, das sie für dich fällen!Weich nicht von dem ab, was sie anordnen –weder nach rechts noch nach links.12Und wenn einer so überheblich ist,dass er nicht darauf hört?Er hört nicht auf den Priester, der eingesetzt wurde,um dort dem Herrn, deinem Gott, zu dienen.Und auch auf den Richter hört er nicht.So einer hat den Tod verdient.Und du entfernst so das Böse aus Israel17,12 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. Mehr ….13Das ganze Volk soll es hören und sehen,damit sich niemand mehr so überheblich verhält.

Anweisungen für den König

14Folgender Fall:Du kommst in das Land,das der Herr, dein Gott, dir gibt.Du nimmst es in Besitz und lebst darin.Da sagst du dir: »Ich will einen König über mich einsetzenwie alle Völker um mich herum.«15Dann darfst du einen König über dich einsetzen.Aber der Herr, dein Gott, wird ihn erwählen.Nur einen aus deiner Mitte, einen deiner Brüder17,15 Bruder: Mitmensch, der wie der Angesprochene zum Volk Gottes gehört.darfst du über dich als König einsetzen.Irgendeinen Ausländer, der nicht dein Bruder ist,darfst du nicht zum König machen.16Der König darf nicht zu viele Pferde halten.Er darf das Volk nicht nach Ägypten führen17,16 das Volk nicht nach Ägypten führen: Die Israeliten hatten als Sklaven in Ägypten gelebt, vgl. 2. Mose/Exodus 1,1-14. Könige konnten ihre Untertanen als Sklaven an andere Könige verkaufen, um so Waren zu bezahlen.,um sich mehr Pferde zu beschaffen.Denn der Herr hat euch befohlen:»Ihr dürft auf diesem Weg nie wieder zurückkehren!«17Der König soll auch nicht viele Frauen haben.Sein Herz17,17 Herz: Sitz des Verstandes und des Willens. könnte sich sonst von Gott abwenden.Viel Silber und Gold soll er auch nicht anhäufen.

18Wenn er dann auf seinem Königsthron sitzt,soll er sich eine Abschrift dieser Weisung17,18 diese Weisung: Hebräisch Tora. Bezeichnet hier den Großteil von 5. Mose/Deuteronomium. machen.Dieses Buch soll übereinstimmen mit dem Buch,das die Priester17,18 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … aus dem Stamm Levi17,18 Levi: Einer der zwölf Stämme Israels. Er hat kein eigenes Siedlungsgebiet. Seine Nachkommen sind stattdessen für bestimmte Aufgaben im Gottesdienst verantwortlich. haben.19Er soll es immer bei sich haben und in ihm lesensein Leben lang.So wird er lernen, Ehrfurcht zu habenvor dem Herrn, seinem Gott.Er wird lernen, alle Worte dieser Weisung zu befolgenund nach den Vorschriften dieses Gesetzes zu handeln.20So wird sein Herz davor bewahrt,sich über seine Brüder zu erheben.Er wird von diesen Geboten nicht abweichen,weder nach rechts noch nach links.So wird er die Zeit seiner Königsherrschaft verlängern,seine eigene und die seiner Söhne, mitten in Israel17,20 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. Mehr ….
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Anweisungen für die Priester

181Den levitischen Priestern18,1 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … gehört kein Stück Land.Der ganze Stamm Levi18,1 Levi: Einer der zwölf Stämme Israels. Er hat kein eigenes Siedlungsgebiet. Seine Nachkommen sind stattdessen für bestimmte Aufgaben im Gottesdienst verantwortlich. soll keinen Anteil daran habenund keinen Erbbesitz18,1 Erbbesitz: Der Anteil der Israeliten an dem Land, das Gott ihnen gibt. Sie dürfen das Land für ihren Lebensunterhalt nutzen, der Eigentümer bleibt Gott. wie die anderen Israeliten.Deshalb sollen sie essen,was für den Herrn gegeben wird:den Teil der Opfergabe, der nicht verbrannt wird,und die Abgaben an das Heiligtum18,1 Abgaben an das Heiligtum: Wörtlich »Gottes Erbbesitz«. Meint die Abgaben von der Ernte, die das Land hervorbringt. Ein Teil davon wird für Gott in den Tempel gebracht, weil Gott der Eigentümer des Landes ist..2Dem Stamm Levi soll kein Erbbesitz gehörenunter seinen Brüdern18,2 unter seinen Brüdern: Unter den anderen Stämmen Israels..Denn der Herr selbst ist sein Erbbesitz18,2 Erbbesitz: Anstelle von Land erhalten die Leviten den Dienst für Gott am Heiligtum. Ihr Lebensunterhalt wird durch Opfergaben an das Heiligtum gesichert..So hat er es ihm versprochen.3Darauf haben die Priester beim Volk einen Anspruch:Wer ein Rind oder ein Schaf als Opfer schlachtet,gibt dem Priester das Schulterfleisch,das Backenfleisch und den Magen.4Ihm steht auch der erste Ertrag der Ernte zu:Korn, Wein und Olivenölund die Wolle der ersten Schafschur.5Den Stamm Levi hat der Herr, dein Gott, erwähltunter allen deinen Stämmen18,5 Stämme Israels: Israel versteht sich als Verband von zwölf Stämmen, die auf die Nachkommen der Söhne Jakobs zurückgehen. Mehr ….Zum Dienst im Namen18,5 Name: Der Name steht für die Person, die den Namen trägt. Wer im Namen eines anderen oder im Namen Gottes handelt, handelt stellvertretend für ihn. Mehr … des Herrn soll er bereit sein,er und seine Nachkommen – für alle Zeit.

6Folgender Fall:Ein Levit18,6 Levit: Die Leviten haben wie die Priester bestimmte Aufgaben im Gottesdienst. Sie besitzen kein Land, sondern leben von dem, was sie von anderen Israeliten erhalten. wohnt in irgendeiner deiner Städte,wie ein Fremder wohnt er im Land Israel.Er will zu dem Ort18,6 dem Ort: Meint den Tempel in Jerusalem. kommen,den der Herr erwählen wird.Dann soll er kommen, wann immer er möchte.7Er soll seinen Dienst am Heiligtum verrichtenim Namen18,7 Name: Der Name steht für die Person, die den Namen trägt. Wer im Namen eines anderen oder im Namen Gottes handelt, handelt stellvertretend für ihn. Mehr … des Herrn, seines Gottes –wie alle anderen Leviten auch,die dort im Dienst des Herrn stehen.8Sie sollen alle den gleichen Anteil zu essen bekommen.Es darf nicht eingerechnet werden,was jemand durch den Verkauf von Familienbesitz hat.

Anweisungen zum Umgang mit wahren und falschen Propheten

9Wenn du in das Land kommst,das der Herr, dein Gott, dir gibt,darfst du nicht von den fremden Völkern lernen:Mach ihr scheußliches Verhalten nicht nach!10Niemand bei dir darfeines seiner Kinder durchs Feuer gehen lassen18,10 durchs Feuer gehen lassen: Vermutlich Teil einer magischen Praktik, bei der die Kinder als Opfer dargebracht wurden.,die Zukunft durch Orakel18,10 Orakel: Befragung einer Gottheit, um ihren Willen zu erfahren. Hilfsmittel sind beispielsweise Lossteine. deuten,beschwören, wahrsagen18,10 Wahrsagerei, wahrsagen: Praktiken und Methoden, um zukünftige Ereignisse vorherzusagen oder gegenwärtig Verborgenes zu enthüllen. Mehr … oder zaubern.11Auch darf niemand Beschwörungen sprechen,Vorfahren oder Geister befragenoder sich überhaupt an die Toten wenden.12Denn der Herr verabscheut jeden, der so etwas tut.Wegen dieses abscheulichen Verhaltensvertreibt der Herr, dein Gott, die fremden Völker.Wenn du kommst, sind sie nicht mehr da.13Halte dich ganz und gar an den Herrn, deinen Gott!

14Denn diese fremden Völker, deren Land du übernimmst,hören auf Wahrsager und Magier.Dir aber hat der Herr, dein Gott, das untersagt.15Der Herr, dein Gott, wird einen Propheten18,15 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … berufen,einen Propheten wie mich.Er wird aus deinem Volk sein, einer deiner Brüder18,15 Bruder: Mitmensch, der wie der Angesprochene zum Volk Gottes gehört..Auf den sollt ihr hören!16Genau das18,16 genau das: Als Gott den Israeliten am Gottesberg erscheint, fürchten sie sich vor dem direkten Kontakt. Mose tritt als Vermittler zwischen Gott und die Israeliten, vgl. 2. Mose/Exodus 20,18-21. hast du am Horeb18,16 Horeb: Auch »Sinai« genannter Gottesberg in der Wüste, auf dem Gott im Gewittersturm erscheint und Mose die Zehn Gebote erhält; vgl. 2. Mose/Exodus 19–20. erbeten.An dem Tag, an dem du als Volk dort versammelt warst,hast du den Herrn, deinen Gott, angefleht:»Die Stimme des Herrn, meines Gottes –ich kann es nicht ertragen, sie länger zu hören.Dieses große Feuer –ich kann es nicht ertragen, es länger zu sehen.Ich werde sonst sterben!«17Da hat der Herr, dein Gott, mir geantwortet:»Sie haben recht mit dem, was sie gesagt haben.18Ich werde für sie einen Propheten berufen,einen Propheten wie dich.Es soll jemand von ihnen sein, einer ihrer Brüder.Ich werde meine Worte in seinen Mund legen.Und er wird ihnen alles ausrichten,was ich ihm auftrage.19Wer nicht auf meine Worte hört,die er in meinem Namen verkündet,der bekommt es mit mir zu tun.20Und was, wenn ein anderer Prophet auftritt?Wenn einer auftritt, der sich anmaßt,in meinem Namen zu reden?Er verkündet aber eine Botschaft,die ich ihm gar nicht aufgetragen habe.Oder er redet im Namen anderer Götter.Dann ist dieser Prophet des Todes schuldig.21Vielleicht fragst du dich:Woran können wir denn erkennen,welches Wort der Herr nicht geredet hat?22Wenn der Prophet im Namen des Herrn etwas ankündigt,es sich aber nicht erfüllt und nichts geschieht,dann weißt du:Das hat der Herr so nicht gesprochen.Der Prophet hat sich angemaßt,von sich aus eine Botschaft zu verkündigen.Lass dir von ihm keine Angst machen!«