BasisBibel (BB)
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Verbot bestimmter Trauerbräuche

141Ihr seid Kinder des Herrn, eures Gottes!Deshalb dürft ihr euch nicht die Haut ritzen14,1 ritzen: Ein Trauerbrauch der Nachbarvölker Israels, der mit magischen Vorstellungen verbunden war.,wenn jemand gestorben ist.Ihr dürft euch auch keine Glatze scheren14,1 Glatze scheren: Ein Trauerbrauch der Nachbarvölker Israels. lassen,sodass ihr über der Stirn kahl seid.2Denn du, Israel, bist ein heiliges14,2 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen. Mehr … Volkfür den Herrn, deinen Gott.Dich hat der Herr ausgewählt unter allen Völkern,die auf der Erde leben.Du sollst das Volk sein, das ihm allein gehört.

Regeln für erlaubte und verbotene Speisen

3Du darfst nichts essen, was Gott verabscheut.4Dies sind die Tiere, die ihr essen dürft:Rind, Schaf und Ziege,5Hirsch, Gazelle14,5 Gazelle: Scheues Herdentier, das sich anmutig bewegt. Seine Schnelligkeit und Sprungkraft sind in der Bibel sprichwörtlich., Damhirsch, Steinbock,wildes Rind, Antilope und Wildschaf.6Auch dürft ihr jedes Tier essen,das sowohl Paarhufer14,6 Paarhufer: Tragen ihren Namen, weil ihre Füße entweder ein oder zwei Paar Zehen haben. ist– das muss deutlich zu erkennen sein –als auch Wiederkäuer14,6 Wiederkäuer: Pflanzenfressende Tiere, die ihre Nahrung zur besseren Verdauung mehrfach kauen..

7Aber es gibt Ausnahmen.Diese Tiere dürft ihr nicht essen:Kamel, Hase14,7 Hase: Hasen sind keine Wiederkäuer. Sie scheiden jedoch zwei Arten von Kot aus. Eine davon enthält wertvolle Nährstoffe und wird von den Tieren erneut gefressen und verdaut. und Klippdachs14,7 Klippdachs: Mit einem gelbbraunen Pelz bedecktes kleines Säugetier, das in felsigem Gelände lebt..Denn sie sind zwar Wiederkäuer14,7 Wiederkäuer: Pflanzenfressende Tiere, die ihre Nahrung zur besseren Verdauung mehrfach kauen.,haben aber keine ganz gespaltenen Klauen.Deshalb sind sie unrein14,7 unrein: Tiere, Pflanzen und Lebensmittel, die den religiösen Vorschriften des Alten Testaments zufolge nicht gegessen werden dürfen. für euch.8Eine andere Ausnahme ist das Wildschwein.Denn es hat zwar ganz gespaltene Klauen,ist aber kein Wiederkäuer.Deshalb ist es unrein für euch.Ihr dürft diese Tiere nicht essen.Ihr dürft sie nicht einmal anfassen,wenn sie verendet sind!

9Von den Wassertieren dürft ihr alle essen,die Flossen und Schuppen haben.10Was keine Flossen und Schuppen hat,dürft ihr nicht essen.Sie sind unrein14,10 unrein: Tiere, Pflanzen und Lebensmittel, die den religiösen Vorschriften des Alten Testaments zufolge nicht gegessen werden dürfen. für euch.11Alle reinen14,11 rein: Tiere, Pflanzen und Lebensmittel, die den religiösen Vorschriften des Alten Testaments zufolge gegessen werden dürfen. Vögel dürft ihr essen.12Aber diese Vögel dürft ihr nicht essen:Gänsegeier, Bartgeier und Mönchsgeier,13Rotmilan, alle Arten von Falken,14alle Arten von Raben,15Strauß, Nachteule, Möwe und alle Arten von Habichten,16Kauz, Uhu und Schleiereule,17Ohreule, Aasgeier, Kormoran,18Storch, alle Arten von Reihern,Wiedehopf und Fledermaus14,18 Fledermaus: Sie ist ein Säugetier und kein Vogel, bewegt sich aber fliegend fort..19Auch alle geflügelten Insekten sind für euch unrein.Sie dürfen nicht gegessen werden!20Alle reinen Vögel dürft ihr essen.

21Ihr dürft kein verendetes Tier essen!Du kannst es dem Fremden14,21 Fremder: Person, die nicht zur Gemeinschaft Israels gehört und häufig wirtschaftlich schlechter gestellt war. Fremde sind durch das Gastrecht geschützt. Mehr … geben, der bei dir lebt.Der kann es essen.Oder du kannst es einem Ausländer verkaufen,der auf der Durchreise ist.Denn du, Israel14,21 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. Mehr …, bist ein heiliges Volkfür den Herrn, deinen Gott.

Wenn du ein Jungtier für ein Mahl zubereitest,darfst du es nicht in der Milch seiner Mutter kochen!

Verpflichtung zur Abgabe des zehnten Teils

22Du sollst jedes Jahr den zehnten Teil14,22 zehnter Teil: Abgabe vom jährlichen Ernteertrag an das Heiligtum. Ein Teil davon soll dort gemeinsam verzehrt werden. sammelnvon allem, was auf dem Feld wächst.23Iss ihn vor dem Herrn, deinem Gott!Komm an den Ort, den er erwählen wird,um dort in seinem Namen gegenwärtig14,23 im Namen gegenwärtig sein: Durch seinen Namen ist Gott selbst anwesend. In der Regel ist diese Vorstellung mit Jerusalem und dem Tempel verbunden. Mehr … zu sein!Genieße dort das alles:den zehnten Teil von deinem Korn, Wein und Olivenöl,die Erstgeburt14,23 Erstgeburt: Bezeichnet das erste männliche Tier, das von einem Muttertier geboren wird. Es ist für Gott bestimmt. von deinen Rindern, Schafen und Ziegen.So wirst du für dein ganzes Leben lernen,Ehrfurcht zu haben vor dem Herrn, deinem Gott.

24Folgende zwei Ausnahmen gibt es:Entweder ist der Weg für dich zu weit.Du kannst den zehnten Teil14,24 zehnter Teil: Abgabe vom jährlichen Ernteertrag an das Heiligtum. Ein Teil davon soll dort gemeinsam verzehrt werden. nicht hinbringen.Denn der heilige Ort ist für dich zu weit entfernt.Es ist der Ort,den der Herr, dein Gott, erwählen wird,um dort in seinem Namen gegenwärtig14,24 im Namen gegenwärtig sein: Durch seinen Namen ist Gott selbst anwesend. In der Regel ist diese Vorstellung mit Jerusalem und dem Tempel verbunden. Mehr … zu sein.Oder es hat dich der Herr, dein Gott, reich gesegnet14,24 reich gesegnet: Gott hat eine so große Ernte geschenkt, dass bereits der zehnte Teil davon zu viel ist, um transportiert werden zu können..25Für beide Fälle gilt:Verkaufe den zehnten Teil und nimm das Geld mit!Geh an den Ort, den der Herr, dein Gott, erwählt!26Kauf dort mit dem Geld alles, worauf du Lust hast:Rinder, Schafe und Ziegen, Wein und Bier14,26 Bier: Ein durch Gärung von Getreide alkoholhaltiges Getränk, im Vergleich zu heute viel süßer und trüber.einfach alles, worauf du Appetit hast.Iss14,26 essen: Wenn am Heiligtum geopfert wurde, gab es ein fröhliches Festmahl, bei dem Teile des Opfertieres gegessen wurden. Die gesamte Familie, alle Knechte und Mägde sowie die Leviten konnten sich satt essen. es dort vor dem Herrn, deinem Gott!Freu dich darüber mit allen, die zu dir gehören!

27Den Levit14,27 Levit: Die Leviten haben wie die Priester bestimmte Aufgaben im Gottesdienst. Sie besitzen kein Land, sondern leben von dem, was sie von anderen Israeliten erhalten., der in deinem Heimatort wohnt,darfst du nicht vergessen!Denn im Gegensatz zu dirhat er keinen Anteil am Land, keinen Erbbesitz14,27 Erbbesitz: Anstelle von Land erhalten die Leviten den Dienst für Gott am Heiligtum. Ihr Lebensunterhalt wird durch Opfergaben an das Heiligtum gesichert..28Am Ende jedes dritten Jahres sollst duden zehnten Teil14,28 zehnter Teil: Abgabe vom jährlichen Ernteertrag an das Heiligtum. Sie gehört Gott. Mehr … deiner Jahresernte holen.Bring alles zu den Stadttoren14,28 Tor: Torgebäude in der Stadtmauer. Der Platz davor diente als Marktplatz und Versammlungsort für Gerichtsverhandlungen. und lass es dort!29Dann sollen die Bedürftigen kommen,sie sollen essen und satt werden:der Levit, der im Gegensatz zu dirkeinen Anteil am Land hat, keinen Erbbesitz,der Fremde14,29 Fremder: Person, die nicht zur Gemeinschaft Israels gehört und häufig wirtschaftlich schlechter gestellt war. Fremde sind durch das Gastrecht geschützt. Mehr …, die Waise14,29 Waise: Kind, dessen Eltern gestorben sind und dessen Versorgung dadurch nicht mehr sicher ist. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Waisen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt. und die Witwe14,29 Witwe: Frau, deren Mann verstorben ist und die dadurch rechtlich, sozial und wirtschaftlich in eine schwierige Lage geriet. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Witwen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt. Mehr …,die bei dir leben.Dann wird der Herr, dein Gott, dich segnen14,29 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen. Mehr …bei allem, was du tust.
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Verpflichtung zum Schuldenerlass in jedem siebten Jahr

151Am Ende jedes siebten Jahressollst du einen Schuldenerlass durchführen.2Und so soll dieser Schuldenerlass aussehen:Jeder, der seinem Nachbarn etwas geliehen hat,soll ihm die Schulden erlassen.Er darf von seinem Nachbarn und Bruder15,2 Bruder: Mitmensch, der wie der Angesprochene zum Volk Gottes gehört.keine Rückzahlung mehr fordern.Denn zu Ehren des Herrnist ein Schuldenerlass ausgerufen.3Von einem Ausländer15,3 Ausländer: Ein Mensch, der nicht zur Gemeinschaft Israels gehört, der aber im Land lebt oder auf der Durchreise ist. darfst du weiterhindie Rückzahlung fordern.Was du aber deinem Bruder geliehen hast,sollst du ihm erlassen.

4Eigentlich sollte es gar keinen Armen bei dir geben:Denn der Herr wird dich segnen in dem Land,das der Herr, dein Gott, dir als Erbbesitz15,4 Erbbesitz: Der Anteil der Israeliten an dem Land, das Gott ihnen gibt. Sie dürfen das Land für ihren Lebensunterhalt nutzen, der Eigentümer bleibt Gott. gibt.5Höre nur auf die Stimme des Herrn, deines Gottes.Beachte und befolge alle diese Gebote15,5 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr …,die ich dir heute15,5 heute: Der Tag, an dem Mose dem Volk Israel mitteilte, was in 5. Mose/Deuteronomium wiedergegeben wird. verkünde!6Dann wird der Herr, dein Gott, dich segnen15,6 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen. Mehr …,wie er es dir versprochen hat.Du kannst dann vielen Völkern leihen15,6 vielen Völkern leihen: Die Israeliten haben Geld, Werkzeuge und Tiere im Überfluss, sodass sie anderen davon leihen können.,aber du selbst brauchst nichts auszuleihen.Du wirst über viele Völker herrschen,aber über dich werden sie nicht herrschen.

7Und wenn es doch einen Armen gibt,in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt?Lebt dein armer Bruder15,7 Bruder: Mitmensch, der wie der Angesprochene zum Volk Gottes gehört. bei dir in irgendeiner Stadt,dann mach dein Herz nicht hart!Verschließ deine Hand nicht vor deinem armen Bruder!8Öffne deine Hand für ihn!Leih ihm großzügig, so viel er braucht!9Pass auf, dass dein Herz15,9 Herz: Sitz des Verstandes und des Willens. nicht kühl berechnend denkt:»Das siebte Jahr ist nah,dann muss ich ihm seine Schuld erlassen!«Dabei schaust du deinen armen Bruder verächtlich anund gibst ihm nichts.Dann wird er sich deinetwegen beim Herrn beklagenund du wirst Schuld15,9 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … auf dich laden.10Gib ihm gern und mach kein saures Gesicht!Denn dafür wird der Herr, dein Gott, dich segnen15,10 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen. Mehr …bei allem, was du tust und vorhast.

11Es wird immer Arme im Land geben.Deshalb befehle ich dir:»Mach deine Hand auf für deinen Bruder15,11 Bruder: Mitmensch, der wie der Angesprochene zum Volk Gottes gehört.,der bedrängt und arm in deinem Land lebt!«

Regeln für die Freilassung von Sklaven

12Folgender Fall15,12 folgender Fall: Ähnliche Bestimmungen finden sich auch in 2. Mose/Exodus 21,2-11.:Einer deiner Brüder15,12 Bruder: Mitmensch, der wie der Angesprochene zum Volk Gottes gehört. verkauft sich an dich als Sklave15,12 Sklaven: Sie gehörten zum Eigentum anderer Menschen, bekamen keinen Lohn für ihre Arbeit und konnten nicht frei über ihr Leben entscheiden. Mehr ….Es kann ein Hebräer15,12 Hebräer: Andere Bezeichnung für die Israeliten. oder eine Hebräerin sein.Sechs Jahre soll er für dich arbeiten.Danach, im siebten Jahr,sollst du ihn als freien Menschen entlassen.13Wenn du ihn als freien Menschen entlässt,sollst du ihn nicht mit leeren Händen ziehen lassen:14Gib ihm reichlich mit – von deinen Schafen und Ziegen,von deinem Korn und von deinem Wein.Womit der Herr, dein Gott, dich gesegnet15,14 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen. Mehr … hat,davon sollst du ihm etwas abgeben.15Erinnere dich daran:Du warst selber Sklave im Land Ägypten15,15 Sklave im Land Ägypten: 2. Mose/Exodus 1 erzählt von der Zeit, als die Israeliten als Sklaven in Ägypten lebten.und der Herr, dein Gott, hat dich gerettet.Deshalb gebiete ich es dir heute so.

16Es gibt aber eine Ausnahme von der Regel,wenn dein Sklave15,16 Sklaven: Sie gehörten zum Eigentum anderer Menschen, bekamen keinen Lohn für ihre Arbeit und konnten nicht frei über ihr Leben entscheiden. Mehr … zu dir sagt:»Ich möchte nicht von dir weggehen!«Denn er liebt dich und alle, die zu dir gehören,weil es ihm bei dir gut geht.17Dann nimm eine dicke Nadelund stoße sie durch sein Ohr in die Haustür15,17 durch sein Ohr in die Haustür: Die Person wird sinnbildlich mit dem Haus verbunden. Das Ohrloch markiert dauerhaft die Zugehörigkeit zur Familie..So soll er dein Sklave für immer sein.Mit deiner Sklavin sollst du es genauso machen.

18Es soll dir nicht schwerfallen,einen Sklaven als freien Menschen zu entlassen:Schließlich hast du sechs Jahre an ihm verdient,doppelt so viel wie an einem einzelnen Arbeiter.Außerdem wird der Herr, dein Gott, dich segnen15,18 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen. Mehr …bei allem, was du tust.

Bestimmungen zum Umgang mit der Erstgeburt

19Das Folgende gilt für jede männliche Erstgeburt15,19 Erstgeburt: Bezeichnet den ersten Sohn, den eine Frau zur Welt bringt, oder das erste männliche Tier, das von einem Muttertier geboren wird. Sie ist für Gott bestimmt. Mehr …,die deine Rinder, Schafe und Ziegen zur Welt bringen:Trenne sie von den übrigen Tieren,denn sie sind heilig15,19 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen. Mehr … für den Herrn, deinen Gott!Du sollst die Erstgeburt deiner Rindernicht zur Arbeit auf dem Feld einsetzen.Du sollst die Erstgeburt deiner Schafe nicht scheren15,19 Schafe nicht scheren: Schafe werden in der Regel geschoren, um aus ihrem Fell Wolle für Kleidung herzustellen.!20Vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du sie essen,an dem Ort, den der Herr erwählen wird –du und alle, die zu dir gehören, Jahr für Jahr.21Eine Ausnahme aber gibt es:Das Tier hat einen Fehler,ist lahm oder blind oder hat sonst etwas.Dann darfst du es nicht als Opfer15,21 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. Mehr … darbringenfür den Herrn, deinen Gott.22In deinem Heimatort kannst du es essen.Jeder darf davon essen,ohne Vorschriften zur Reinheit beachten zu müssen –so wie man beim Essen von Gazelle und Hirsch15,22 Gazelle, Hirsch: Wildtiere durften im Gegensatz zu Nutztieren ohne Einschränkungen gegessen werden, vgl. 5. Mose/Deuteronomium 12,15-16.nicht darauf achten muss.23Nur das Blut15,23 Blut: Gilt bei Mensch und Tier als Sitz der Lebenskraft. Wer Blut vergießt, nimmt das Leben, das Gott gegeben hat. Mehr … darfst du nicht essen!Du musst es wie Wasser auf die Erde schütten.
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Bestimmungen zur Feier des Passafestes

161Achte auf den Neumond16,1 Neumond: Beginn eines neuen Monats und Anlass für ein religiöses Fest. im Monat Abib16,1 Abib: Name des ersten Monats im biblischen Kalender. Er fällt in den März/April unseres Kalenders.und feiere das Passafest16,1 Passafest: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13. Mehr … für den Herrn, deinen Gott!Denn im Monat Abib, mitten in der Nachthat der Herr, dein Gott, dich aus Ägypten geführt16,1 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit..2Schafe, Ziegen oder Rinder sollen dein Opfer16,2 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. Mehr … sein.Schlachte sie am Passafest für den Herrn, deinen Gott.Tu das an dem Ort, den der Herr erwählen wird,um dort in seinem Namen gegenwärtig16,2 im Namen gegenwärtig sein: Durch seinen Namen ist Gott selbst anwesend. In der Regel ist diese Vorstellung mit Jerusalem und dem Tempel verbunden. Mehr … zu sein.3Du darfst dazu kein Brot mit Sauerteig16,3 Sauerteig: Brotteig, bei dem eine kleine Menge gegorener Teig zum neuen Teig gegeben wird. Dadurch geht der Teig auf und wird locker. Mehr … essen.Sieben Tage lang sollst du ungesäuertes Brot16,3 ungesäuertes Brot: Wird ohne Sauerteig gebacken. Dadurch entfällt die Wartezeit bei der Teigherstellung, sodass sich das Brot schnell herstellen lässt. essen,das Brot der Not16,3 Brot der Not: Brot, das ohne Sauerteig gebacken wird, ist eher hart und trocken, lässt sich aber schnell herstellen. Daher war es ideal für die Flucht der Israeliten vor den Ägyptern..Denn du bist in Eile aus dem Land Ägypten geflohen.An den Tag, an dem du aus Ägypten geflohen bist,sollst du dich dein ganzes Leben erinnern.4Es darf nirgendwo Sauerteig gebenin deinem ganzen Land sieben Tage lang.Von dem Fleisch darf nichts übrig bleiben,das du am Abend des ersten Tages geschlachtet hast.Es soll bis zum nächsten Morgen gegessen sein.5Du darfst das Tier für das Passafest nichtin deinem Heimatort schlachten.Der Herr, dein Gott, hat ihn dir als Wohnort gegeben.6Vielmehr sollst du an den Ort kommen,den der Herr, dein Gott, auswählen wird,um dort in seinem Namen gegenwärtig zu sein.Dort sollst du das Tier für das Passafest schlachten.Schlachte das Tier am Abend, wenn die Sonne untergeht –zu der Stunde, in der du aus Ägypten geflohen bist.7Koch und iss es an dem Ort,den der Herr, dein Gott, erwählen wird.Am Morgen kannst du wieder aufbrechenund zu deinen Zelten zurückkehren16,7 zu deinen Zelten zurückkehren: Biblische Redewendung, mit der die Rückkehr nach Hause zum Ausdruck gebracht wird..8Sechs Tage lang sollst du ungesäuertes Brot essen.Am siebten Tag findet eine Festversammlung stattfür den Herrn, deinen Gott.Da darfst du nichts arbeiten.

Bestimmungen zur Feier des Wochenfestes

9Sieben Wochen sollst du abzählen:Wenn die Ernte des Getreides beginnt,von da an sollst du sieben Wochen zählen.10Dann sollst du das Wochenfest16,10 Wochenfest: Erntefest, das jährlich im Frühsommer gefeiert wird, sieben Wochen nach dem Passafest. Mehr … feiernfür den Herrn, deinen Gott –mit einer freiwilligen Opfergabe16,10 Opfergabe: Eine Gabe für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer wird auf dem Altar verbrannt und schafft Gemeinschaft mit Gott. Mehr ….Gib so viel, dass es dem Segen16,10 Segen: Besondere Zuwendung Gottes zu den Menschen. Hier ist damit die Ernte gemeint, die den Lebensunterhalt sichert. entspricht,mit dem der Herr, dein Gott, dich gesegnet hat.11Freue dich16,11 freue dich: Wenn am Heiligtum geopfert wurde, gab es ein fröhliches Festmahl, bei dem Teile des Opfertieres gegessen wurden. Die gesamte Familie, alle Knechte und Mägde sowie die Leviten konnten sich satt essen. vor dem Herrn, deinem Gott,du und alle anderen mit dir:dein Sohn und deine Tochter,dein Sklave16,11 Sklaven: Sie gehörten zum Eigentum anderer Menschen, bekamen keinen Lohn für ihre Arbeit und konnten nicht frei über ihr Leben entscheiden. Mehr … und deine Sklavin,der Levit16,11 Levit: Die Leviten haben wie die Priester bestimmte Aufgaben im Gottesdienst. Sie besitzen kein Land, sondern leben von dem, was sie von anderen Israeliten erhalten. aus deinem Heimatort,der Fremde16,11 Fremder: Person, die nicht zur Gemeinschaft Israels gehört und häufig wirtschaftlich schlechter gestellt war. Fremde sind durch das Gastrecht geschützt. Mehr …, die Waise16,11 Waise: Kind, dessen Eltern gestorben sind und dessen Versorgung dadurch nicht mehr sicher ist. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Waisen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt. und die Witwe16,11 Witwe: Frau, deren Mann verstorben ist und die dadurch rechtlich, sozial und wirtschaftlich in eine schwierige Lage geriet. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Witwen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt. Mehr …, die bei dir leben.Feiere an dem Ort,den der Herr, dein Gott erwählen wird,um dort in seinem Namen gegenwärtig16,11 im Namen gegenwärtig sein: Durch seinen Namen ist Gott selbst anwesend. In der Regel ist diese Vorstellung mit Jerusalem und dem Tempel verbunden. Mehr … zu sein.12Denk daran, dass du selbst Sklave in Ägypten16,12 Sklave in Ägypten: 2. Mose/Exodus 1 erzählt von den Erfahrungen der Israeliten als Sklaven in Ägypten. warst!Beachte und befolge diese Gesetze!

Bestimmungen zur Feier des Laubhüttenfestes

13Das Laubhüttenfest16,13 Laubhüttenfest: Siebentägiges Erntefest im Herbst. Während dieser Zeit leben die Menschen in Hütten aus Laub und Zweigen, die an die Zeit der Wüstenwanderung Israels erinnern sollen. Mehr … feiere sieben Tage lang,wenn du die Ernte von Korn und Wein versorgt hast.14Freue dich an deinem Fest mit anderen zusammen:mit deinem Sohn und deiner Tochter,mit deinem Sklaven16,14 Sklaven: Sie gehörten zum Eigentum anderer Menschen, bekamen keinen Lohn für ihre Arbeit und konnten nicht frei über ihr Leben entscheiden. Mehr … und deiner Sklavin,mit dem Levit16,14 Levit: Die Leviten haben wie die Priester bestimmte Aufgaben im Gottesdienst. Sie besitzen kein Land, sondern leben von dem, was sie von anderen Israeliten erhalten., dem Fremden16,14 Fremder: Person, die nicht zur Gemeinschaft Israels gehört und häufig wirtschaftlich schlechter gestellt war. Fremde sind durch das Gastrecht geschützt. Mehr …, der Waise16,14 Waise: Kind, dessen Eltern gestorben sind und dessen Versorgung dadurch nicht mehr sicher ist. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Waisen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt. und der Witwe16,14 Witwe: Frau, deren Mann verstorben ist und die dadurch rechtlich, sozial und wirtschaftlich in eine schwierige Lage geriet. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Witwen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt. Mehr …,die in deinem Heimatort wohnen.15Sieben Tage lang sollst du feiernvor dem Herrn, deinem Gott,an dem Ort, den der Herr auswählen wird.Denn der Herr, dein Gott, wird dich segnen16,15 segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu den Menschen. Hier ist damit die Ernte gemeint, die den Lebensunterhalt sichert.in allem, was du erntest,und bei allem, was du tust.Darum kannst du wirklich fröhlich sein!

16Dreimal im Jahr sollen alle Männervor dem Herrn, deinem Gott, erscheinen.An den Ort16,16 der Ort: Meint den Tempel in Jerusalem. sollen sie kommen,den er erwählen wird:am Fest der ungesäuerten Brote16,16 Fest der ungesäuerten Brote: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12,14-20. In der Eile des Aufbruchs war keine Zeit, Brot aus Sauerteig zu backen. Deshalb wird in dieser Festwoche nur ungesäuertes Brot gegessen. Mehr …,am Wochenfest16,16 Wochenfest: Erntefest, das jährlich im Frühsommer gefeiert wird, sieben Wochen nach dem Passafest. Mehr … und am Laubhüttenfest16,16 Laubhüttenfest: Siebentägiges Erntefest im Herbst. Während dieser Zeit leben die Menschen in Hütten aus Laub und Zweigen, die an die Zeit der Wüstenwanderung Israels erinnern sollen. Mehr ….Vor dem Herrnsollen sie nicht mit leeren Händen erscheinen,17sondern jeder mit einer Gabe.Jeder gebe, so viel er kann, je nachdem,wie der Herr, dein Gott, dich gesegnet16,17 gesegnet: Besondere Zuwendung Gottes zu den Menschen. Hier ist damit die Ernte gemeint, die den Lebensunterhalt sichert. hat.

Bestimmungen für Könige, Priester und Propheten

5. Mose/Deuteronomium 16,18–18,22

Ordnung der Rechtsprechung

18Du sollst Richter und Verwalter einsetzenin allen Toren16,18 Tor: Torgebäude in der Stadtmauer. Der Platz davor diente als Marktplatz und Versammlungsort für Gerichtsverhandlungen. deiner Städte,in jedem Gebiet deiner Stämme16,18 Stämme Israels: Israel versteht sich als Verband von zwölf Stämmen, die auf die Nachkommen der Söhne Jakobs zurückgehen. Mehr ….In allen Städten, die der Herr, dein Gott, dir gibt,sollen diese Richter für das Volk Recht sprechen.Ihre Urteile sollen gerecht sein.

19Du darfst das Recht nicht beugen.Es darf keine Rolle spielen, wen du vor dir hast.Du darfst kein Bestechungsgeschenk annehmen.Denn ein Bestechungsgeschenk macht blind.Es verschließt die Augen der klugen Menschen.Und es verdreht die Sache dessen, der im Recht ist.20Du sollst der Gerechtigkeit nachjagenund nur der Gerechtigkeit!Dann wirst du leben und das Land in Besitz nehmen,das der Herr, dein Gott, dir gibt.

Warnung vor falschem Gottesdienst

21Du darfst neben dem Altar16,21 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. Mehr … des Herrn, deines Gottes,den du errichten wirst, keinen Kultpfahl16,21 Kultpfahl: Hebräisch Aschera. Ein von Menschen aufgerichteter Holzpfahl mit religiöser Bedeutung. aufstellen.22Du darfst auch keinen Kultstein16,22 Kultstein: Hebräisch Massebe. Ein von Menschen aufgerichteter Stein mit religiöser Bedeutung. aufstellen.Denn das hasst der Herr, dein Gott.