BasisBibel (BB)
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Die drei Männer im Feuerofen

Daniel 3,1-30

König Nebukadnezzar lässt ein Standbild aufstellen

31König Nebukadnezzar3,1 Nebukadnezzar II.: König des babylonischen Reichs in Mesopotamien 605–562 v. Chr.ließ ein goldenes Standbild machen.Es war 30 Meter3,1 30 Meter: Wörtlich »60 Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. hoch und 3 Meter3,1 3 Meter: Wörtlich »6 Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. breit.Er ließ es in der Ebene Dura aufstellen,in der Provinz Babylonien3,1 Provinz Babylonien: Verwaltungsbezirk im Königreich Babylonien, deren Zentrum die Stadt Babylon war..2Dann ließ König Nebukadnezzar die Würdenträger holen:die Statthalter und Provinzverwalter,die hohen und einfachen Beamten,die Ratgeber, Schatzmeister und Richterund die Befehlshaber der Provinzen.Sie sollten zur Einweihung des Standbildes kommen,das der König hatte aufstellen lassen.3Da versammelten sichdie Statthalter und Provinzverwalter,die hohen und einfachen Beamten,die Ratgeber, Schatzmeister und Richterund die Befehlshaber der Provinzen.Sie alle kamen zur Einweihung des Standbildes,das König Nebukadnezzar aufstellen ließ.Sie sammelten sich um dieses Standbild,das der König hatte errichten lassen.4Dann rief ein Ausrufer mit lauter Stimme:»Euch wird etwas befohlen,euch Menschen aller Völker, Nationen und Sprachen:5Ihr sollt niederfallen,sobald die Instrumente zusammen erklingen:die Hörner, Pfeifen und Zithern, die Leiern3,5 Leier: Musikinstrument mit bis zu 10 Saiten, die gezupft wurden. und Harfen3,5 Harfe: Musikinstrument mit einer größeren Anzahl von Saiten, die gezupft wurden..Dann sollt ihr das goldene Standbild anbeten,das König Nebukadnezzar hat aufstellen lassen.6Wer nicht niederfällt, um es anzubeten,wird noch im selben Augenblickin einen brennenden Ofen geworfen.«7Die Völker fielen nieder,sobald sie den Klang der Instrumente hörten:der Hörner, Pfeifen, Zithern, Leiern und Harfen.Und die Menschen aller Völker, Nationen und Sprachenbeteten das goldene Standbild an,das König Nebukadnezzar hatte aufstellen lassen.

Schadrach, Meschach und Abed-Nego werden verurteilt

8Einige babylonische Männer gingen zum Königund erhoben schwere Vorwürfe gegen die Juden.9Sie sagten zu Nebukadnezzar3,9 Nebukadnezzar II.: König des babylonischen Reichs in Mesopotamien 605–562 v. Chr.:»Lang lebe der König!10Du, König, hast diesen Befehl erteilt:Die Menschen sollen niederfallen,sobald die Instrumente zusammen erklingen:die Hörner, Pfeifen und Zithern, die Leiern3,10 Leier: Musikinstrument mit bis zu 10 Saiten, die gezupft wurden. und Harfen3,10 Harfe: Musikinstrument mit einer größeren Anzahl von Saiten, die gezupft wurden..Sie sollen das goldene Standbild anbeten.11Wer nicht niederfällt, um es anzubeten,soll im selben Augenblickin den brennenden Ofen geworfen werden.12Nun sind da diese jüdischen Männer,die du beauftragt hast,die Provinz Babylonien3,12 Provinz Babylonien: Verwaltungsbezirk im Königreich Babylonien, deren Zentrum die Stadt Babylon war. zu verwalten:Schadrach, Meschach und Abed-Nego3,12 Schadrach, Meschach und Abed-Nego: Diese drei Männer wurden gemeinsam mit Daniel aus Jerusalem nach Babylonien gebracht, vgl. Daniel 1,7..Diese Männer achten dich nicht, König.Sie verehren deinen Gott nichtund beten das goldene Standbild nicht an,das du hast aufstellen lassen.«

13Da wurde Nebukadnezzar3,13 Nebukadnezzar II.: König des babylonischen Reichs in Mesopotamien 605–562 v. Chr. zornig und wütend und befahl,Schadrach, Meschach und Abed-Nego zu ihm zu bringen.Man brachte die Männer vor den König.14Nebukadnezzar sagte zu ihnen:»Stimmt es, Schadrach, Meschach und Abed-Nego,dass ihr meinen Gott nicht verehrt?Ist es wahr,dass ihr das goldene Standbild nicht anbetet,das ich aufstellen ließ?15Und nun:Macht euch bereit und fallt nieder,sobald die Instrumente zusammen erklingen:die Hörner, Pfeifen und Zithern, die Leiern3,15 Leier: Musikinstrument mit bis zu 10 Saiten, die gezupft wurden. und Harfen3,15 Harfe: Musikinstrument mit einer größeren Anzahl von Saiten, die gezupft wurden..Und ihr sollt das Standbild anbeten,das ich machen ließ.Wenn ihr es aber nicht anbetet,werdet ihr noch im selben Augenblickin den brennenden Ofen geworfen.Wer ist der Gott,der euch aus meiner Gewalt retten könnte?«16Schadrach, Meschach und Abed-Negosagten zu König Nebukadnezzar:»Wir haben es nicht nötig,dir in dieser Sache zu antworten.17Unser Gott, den wir verehren,kann uns aus dem brennenden Ofen retten.Er wird uns auch aus deiner Gewalt retten, König.18Und falls nicht, sollst du wissen, König,dass wir deine Götter nicht verehren werden.Auch das goldene Standbild werden wir nicht anbeten,das du hast aufstellen lassen.«

Die drei Männer werden gerettet

19Da wurde Nebukadnezzar3,19 Nebukadnezzar II.: König des babylonischen Reichs in Mesopotamien 605–562 v. Chr. zornigauf Schadrach, Meschach und Abed-Nego.Sein Gesichtsausdruck veränderte sich.Er befahl, den Ofen anzuheizen.Man sollte ihn siebenmal heißer machen,als man es für gewöhnlich tat.20Dann befahl er den kräftigsten Männern seiner Armee,Schadrach, Meschach und Abed-Nego zu fesseln.Sie sollten die drei Männerin den brennenden Ofen werfen.21Die Männer wurden so, wie sie waren, gefesselt:in ihren Mänteln, Hosen, Mützen und Kleidern.Dann wurden sie in den brennenden Ofen geworfen.22Weil der Befehl des Königs sehr streng war,war der Ofen ungewöhnlich heiß.Die Flammen töteten die Männer,die Schadrach, Meschach und Abed-Nego hinaufbrachten.23Die drei Männer Schadrach, Meschach und Abed-Negofielen gefesselt in den brennenden Ofen hinab.

24König Nebukadnezzar3,24 Nebukadnezzar II.: König des babylonischen Reichs in Mesopotamien 605–562 v. Chr. erschrak.Er stand hastig auf und sagte zu seinen Ministern:»Haben wir nicht drei Männer gefesseltund mitten ins Feuer geworfen?«Sie antworteten und sagten zum König: »Gewiss, König.«25Er sagte: »Ich sehe aber vier Männer,die mitten im Feuer frei herumlaufen.Sie sind nicht verwundet.Der vierte sieht aus, als wäre er ein Gottessohn3,25 Gottessohn: Nebukadnezzar II. sieht in dem vierten Mann einen Boten Gottes.26Nebukadnezzar trat an die Tür des brennenden Ofensund sagte: »Schadrach, Meschach und Abed-Nego,ihr Knechte des Höchsten Gottes3,26 Höchster Gott: Titel für Gott, der oft in den Psalmen verwendet wird.,geht heraus und kommt hierher!«Und Schadrach, Meschach und Abed-Negogingen aus dem Feuer heraus.27Da versammelten sichdie Statthalter und Provinzverwalter,die Beamten und die Minister des Königs.Sie sahen, dass das Feuerden Männern nichts getan hatte.Ihre Körper und ihr Kopfhaar waren nicht verbrannt,und ihre Mäntel waren unverändert.Sie rochen auch nicht nach Feuer.

28Nebukadnezzar3,28 Nebukadnezzar II.: König des babylonischen Reichs in Mesopotamien 605–562 v. Chr. sagte:»Gepriesen sei der Gottvon Schadrach, Meschach und Abed-Nego!Er hat einen Engel3,28 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. gesandtund seine Diener gerettet.Sie haben ihm vertrautund sich nicht an den Befehl des Königs gehalten.Sie haben ihre Körper aufgegeben,damit sie nicht irgendeinen Gott verehren müssen.Sie beten nur ihren Gott an.29Darum erteile ich diesen Befehlfür die Menschen aller Völker, Nationen und Sprachen:Jeder, der über den Gott lästert,den Schadrach, Meschach und Abed-Nego anbeten,soll in Stücke gerissen werden.Sein Haus soll zu einem Schutthaufen werden.Denn es gibt keinen anderen Gott,der auf solche Weise retten kann.«30Der König sorgte dafür,dass es Schadrach, Meschach und Abed-Nego gut gingin der Provinz Babylonien3,30 Provinz Babylonien: Verwaltungsbezirk im Königreich Babylonien, deren Zentrum die Stadt Babylon war..

König Nebukadnezzars Wahnsinn

Daniel 3,31–4,34

Der Brief König Nebukadnezzars an alle Völker

31König Nebukadnezzar3,31 Nebukadnezzar II.: König des babylonischen Reichs in Mesopotamien 605–562 v. Chr. schrieban die Menschen aller Völker, Nationen und Sprachenauf der ganzen Erde:Euch soll reichlich Frieden zuteilwerden!32Der Höchste Gott hat an mir Zeichen und Wunder getan.Ich freue mich, euch davon zu erzählen.33Wie groß sind seine Zeichenund wie mächtig seine Wunder!Sein Königreich wird ewig bestehen,und er herrscht von Generation zu Generation.