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111Ihm stand ich zur Seite und unterstützte ihn,

noch im ersten Regierungsjahrvon König Darius11,1 Darius I.: König von Persien (521–486 v. Chr.)., dem Meder11,1 Meder: Volk, das im Gebirge im Norden des heutigen Iran lebte. Gemeinsam mit den Persern eroberten sie 539 v. Chr. die Stadt Babylon.

Der Engel Gabriel spricht von der Herrschaft Alexanders des Großen

2Jetzt werde ich dir, Daniel, etwas sagen, das wahr ist:In Persien11,2 Persien: Gebirgslandschaft östlich des Persischen Golfs im heutigen Iran. Mehr … werden noch drei Könige herrschen.Dann kommt ein vierter König,der großen Reichtum erwerben wird.Er wird reicher sein als alle anderen.Durch seinen Reichtum wird er sehr mächtig werdenund sich gegen das Königreich Griechenland auflehnen.3Dann wird noch ein starker König11,3 starker König: Meint Alexander den Großen, der nach seinem Regierungsantritt 336 v. Chr. von Griechenland aus weite Teile des Alten Orients eroberte und die Vorherrschaft der Perser beendete. Nach seinem Tod zerfiel das Reich in mehrere Teile. auftretenund mit großer Macht herrschen.Er macht, was immer er will.4Aber kurz nachdem er aufgetreten ist,wird sein Königreich zerbrechen.Es wird unter den vier Himmelsrichtungen aufgeteilt.Seine Nachkommen werden nichts davon haben.Sie werden nicht mit der gleichen Macht herrschen,die er gehabt hat.Denn sein Königreich wird zerstörtund anderen, nicht seinen Nachkommen, zugeteilt.

Die Nachfolger Alexanders des Großen und ihre Kriege

5*11,5 Vers 5-20: In den Versen 5-20 steht der Konflikt zwischen dem Königshaus der Seleukiden in Syrien und dem Königshaus der Ptolemäer in Ägypten im Hintergrund. Es finden sich viele Anspielungen auf konkrete Ereignisse aus den Jahren 323–175 v. Chr., in denen die beiden Herrscherhäuser immer wieder um die Vorherrschaft in Israel kämpften. Dann wird ein König des Südens11,5 König des Südens: Meint Ptolemäus I. von Ägypten (323–283 v. Chr.). Sein Befehlshaber wurde als Seleukus I. von Syrien (312–280 v. Chr.) später zum Gründer des Königshauses der Seleukiden im Norden. stark werden.Doch einer seiner Befehlshaberwird noch stärker sein als er.Der wird an die Macht kommenund seine Herrschaft wird groß sein.6Aber dann, nach vielen Jahren,werden sie Freundschaft schließen.Die Tochter des Königs, der über den Süden herrscht,wird zum König des Nordens11,6 König des Nordens: Meint Antiochus II. von Syrien (261–246 v. Chr.). Um 250 v. Chr. heiratete er Berenike, eine Prinzessin aus dem Königshaus der Ptolemäer in Ägypten. Nach der Geburt eines gemeinsamen Sohnes wurden Berenike und ihr Sohn ermordet. kommen.So wird das Bündnis bekräftigt.Doch sie wird ihren Einfluss nicht behalten,und ihr Sohn wird nicht überleben.Dann wird sie dem Untergang überlassen,zusammen mit ihrem Vater, ihrem Mannund allen, die sie begleiteten.7Ihr Bruder wird an den Platz ihres Sohnes treten11,7 an den Platz ihres Sohnes treten: Ptolemäus III. von Ägypten (246–221 v. Chr.) rächte den Tod seiner Schwester und eroberte 246–241 v. Chr. einen Großteil des Reichs der Seleukiden..Er wird das Heer angreifen und die Festung überfallen,die dem König des Nordens gehört.Er wird mit ihnen umgehen, wie es ein Sieger tut.8Ihre Götter mitsamt den Götterbildern11,8 Götterbild: Aus Stein, Ton, Holz oder Metall gefertigtes kleines Standbild einer Gottheit. Seine Herstellung und Verehrung waren in Israel verboten. Mehr …wird er als Beute nach Ägypten11,8 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste. Mehr … mitnehmen,außerdem Schätze, Silber und Gold.Danach wird er den König des Nordensfür einige Zeit in Ruhe lassen.9Dann wird der König des Nordens11,9 König des Nordens: Meint Seleukus II. von Syrien (246–226 v. Chr.), der sein Reich von den Ptolemäern zurückeroberte, jedoch selbst keine Gebiete im Reich der Ptolemäer erobern konnte.den König des Südens angreifen.Doch er muss unverrichteter Dingewieder in sein Land zurückkehren.10Seine Söhne11,10 seine Söhne: Seleukus III. (226–223 v. Chr.) und Antiochus III. (223–187 v. Chr.) setzten die Politik ihres Vaters Seleukus II. von Syrien gegenüber den Ptolemäern fort. Antiochus eroberte sogar weite Teiles des Reichs der Ptolemäer. werden sich rüstenund viele Kriegsheere versammeln.Sie werden alles überschwemmen –wie eine Flut, die ständig ansteigt.Dann werden sie sich wieder zurückziehenund sich auf den Sturm der Festung vorbereiten.

11Der König des Südens11,11 König des Südens: Meint Ptolemäus IV. von Ägypten (221–204 v. Chr.), der sich gegen Antiochus III. von Syrien (223–187 v. Chr.), den König des Nordens, erfolgreich zur Wehr setzt. 217 v. Chr. nahm er sogar einen großen Teil des Reichs der Seleukiden ein. wird zornig werden.Er wird gegen den König des Nordens vorrückenund gegen ihn kämpfen.Der König des Nordens wird ein großes Heer aufstellen.Doch das Heer wird in die Gewalt des anderen gegeben.12Es wird vernichtet werden.Daraufhin wird der König des Südens überheblichund bringt Zehntausende zu Fall.Aber er wird nicht mächtig bleiben.

13Der König des Nordens11,13 König des Nordens: Meint Antiochus III. von Syrien, der 202–198 v. Chr. erfolgreich gegen Ptolemäus V. von Ägypten, den neuen König des Südens, kämpft. Von dieser Zeit an bleibt Israel viele Jahre unter der Herrschaft der Seleukiden. wird zurückkehren.Er stellt ein Heer auf, das größer ist als das vorherige.Nach einigen Jahren rückt er immer wieder aus,mit einem großen und gut ausgerüsteten Heer.14Zu der Zeit werden sich viele auflehnengegen den König des Südens.Auch aus deinem Volk11,14 dein Volk: Hier wird Daniel angeredet. Mit dem Volk sind die Juden gemeint. Es gibt Gruppen, die im Konflikt zwischen den beiden Königreichen auf der Seite des Nordens stehen, andere auf der Seite des Südens. erheben sich gewalttätige Leute.So erfüllt sich eine Vision,aber sie werden zu Fall kommen.15Der König des Nordens wird kommen.Er wird eine Belagerungsrampe11,15 Belagerungsrampe: Zum Sturm auf eine Stadt wurden riesige Rampen aus Erde aufgeschüttet, um die Truppen direkt auf die Stadtmauer zu bringen. aufschüttenund eine befestigte Stadt einnehmen.Die Heere des Südens können ihm nicht standhalten.Selbst die besten Truppen sind nicht stark genug,um ihn aufzuhalten.16Der König des Nordens kann tun, was er will.Niemand wird ihm standhalten.Er wird in das herrliche Land11,16 herrliches Land: Meint Israel, das unter Antiochus III. von Syrien, dem König des Nordens, 200 v. Chr. wieder unter die Herrschaft der Seleukiden kam. Die Herrschaft dauerte über 100 Jahre lang an. eindringenund alles vollständig vernichten.

17Der König des Nordens11,17 König des Nordens: Meint Antiochus III. von Syrien (223–187 v. Chr.), der seine Tochter Kleopatra 197 v. Chr. mit Ptolemäus V. von Ägypten (204–181 v. Chr.) verheiratete. nimmt sich vor,den ganzen Süden in seine Gewalt zu bringen.Er wird eine Abmachung treffenmit dem König des Südens.Er wird ihm eine seiner Töchter zur Frau geben,um den Süden zu vernichten.Aber sein Plan wird nicht zustande kommen,es wird ihm nicht gelingen.18Dann wird sich der König des Nordensgegen die Inseln wendenund viele von ihnen einnehmen.Aber ein anderer Herrscherwird seinem Hochmut ein Ende machen.Er wird ihm seinen Hochmut heimzahlen.19Der König des Nordens wird sichgegen die Festungen seines eigenen Landes wenden.Deshalb wird er straucheln und zu Fall kommen.Er wird nicht mehr gesehen werden.

20Dem König des Nordens wird einer nachfolgen11,20 einer nachfolgen: Meint Seleukus IV. von Syrien (187–175 v. Chr.), der wegen Tributzahlungen an das Römische Reich hohe Steuern erhob.,der einen Steuereintreiber ins herrliche Land11,20 herrliches Land: Meint Israel, das unter Antiochus III. von Syrien, dem König des Nordens, 200 v. Chr. wieder unter die Herrschaft der Seleukiden kam. Die Herrschaft dauerte über 100 Jahre lang an. schickt.Nach einiger Zeit wird er unschädlich gemacht,aber nicht im Zorn und nicht im Kampf.

Der Engel Gabriel spricht von der Herrschaft des Antiochus IV.

21An seine Stelle wird jemand11,21 jemand: Meint Antiochus IV. von Syrien (175–164 v. Chr.). Während seiner Regierungszeit wurde der Tempel in Jerusalem geplündert und entweiht. treten,den man verachtet.Man gibt ihm nicht die Würde der Königsherrschaft.Er wird unerwartet kommenund die Herrschaft durch List an sich reißen.22Heere, die wie Wasser heranfluten,schwemmt er weg und vernichtet sie.Selbst einen der Anführer des heiligen Bundes11,22 Anführer des heiligen Bundes: Meint den Hohepriester Onias III., der zu Beginn der Regierungszeit von Antiochus IV. (175–164 v. Chr.) Hohepriester in Jerusalem war und von Antiochus entmachtet wurde.fegt er hinweg.23Nachdem er sich mit diesem angefreundet hat,wird er ihn betrügen.Er wird aufsteigen und mächtig werden,obwohl er nur wenige Anhänger hat.24Unerwartet kommt er in fruchtbare Gebiete der Provinz.Er macht etwas,das weder seine Väter noch seine Vorfahren taten:Raub, Beute und Besitz verteilt er an seine Leute.Er wird Pläne gegen Festungen schmieden –aber nur für kurze Zeit.25Mit viel Kraft und Mut stellt er ein großes Heer auf,um den König des Südens anzugreifen11,25 den König des Südens angreifen: Antiochus IV. von Syrien zog 170 v. Chr. gegen das Reich der Ptolemäer in den Krieg..Auch der König des Südens rüstet zum Krieg.Sein Heer ist ebenfalls sehr groß und sehr stark.Doch er kann dem Angriff nicht standhalten,weil er verraten wird.26Diejenigen, die mit ihm an einem Tisch gegessen haben,werden ihn entmachten.Sein Heer wird weggeschwemmt.Viele werden erschlagen.27Beide Könige wollen einander unbedingt Böses tun.Sie sitzen an einem Tisch und belügen sich gegenseitig.Aber sie erreichen nichts,weil die Zeit für das Ende noch nicht gekommen11,27 noch nicht gekommen: Man stellte sich vor, dass Gott für alle Ereignisse einen Zeitpunkt festgelegt hat. ist.28Mit großer Beute wird der König des Nordens11,28 König des Nordens: Meint Antiochus IV. von Syrien (175–164 v. Chr.), der von seinem Feldzug gegen das Reich der Ptolemäer zurückkehrt.wieder in sein Land zurückkehren.Er wendet sich gegen den heiligen Bund11,28 der heilige Bund: Bezeichnung für den Bund, den Gott mit seinem Volk geschlossen hat und dessen zentrales Heiligtum der Tempel in Jerusalem war. Auf dem Rückweg in sein Land 169 v. Chr. plünderte Antiochus IV. den Tempel..Er wird sein Vorhaben ausführenund in sein Land zurückkehren.

29Zur vorherbestimmten Zeitkommt der König des Nordens11,29 König des Nordens: Meint Antiochus IV. von Syrien, der 168 v. Chr. erneut in den Krieg gegen das Reich der Ptolemäer zog. wiederund greift den Süden an.Aber dieses Mal wird es nicht so seinwie beim ersten Mal.30Schiffe aus Rom11,30 Schiffe aus Rom: Bild für Vertreter des Römischen Reichs, die den Ptolemäern in Ägypten im Krieg gegen Antiochus IV. halfen. werden heranziehen,und er wird den Mut verlieren.Er muss umkehren und verflucht den heiligen Bund11,30 verflucht den heiligen Bund: Meint den Bund, den Gott mit seinem Volk geschlossen hat. Nachdem sich eine Gruppe von Juden im Krieg gegen Antiochus IV. gestellt hat, wendet er sich erneut gegen den Tempel in Jerusalem..Er kehrt zurück und verbündet sich mit denen,die den heiligen Bund verlassen11,30 den heiligen Bund verlassen: Gruppe von Juden, die auf der Seite von Antiochus IV. stand..31Sein Heer wird sich aufstellenund das Heiligtum, die Festung, entweihen11,31 das Heiligtum entweihen: 167 v. Chr. ließ Antiochus IV. im Tempel einen Altar aufstellen, auf dem fremden Göttern Opfer dargebracht wurden. Vermutlich ließ er dort auch die Statue eines griechischen Gottes aufstellen..Sie werden das regelmäßige Opfer11,31 regelmäßiges Opfer: In 2. Mose/Exodus 29,38-43 finden sich Anweisungen für die Opfer, die jeden Tag im Tempel dargebracht werden sollten. abschaffenund ein Götzenbild aufstellen, das Verwüstung bedeutet.32Durch Lügen wird er viele dazu bringen,gegen den Bund mit Gott zu verstoßen11,32 gegen den Bund mit Gott verstoßen: Meint den Bund, den Gott mit seinem Volk Israel geschlossen hat. Die Verehrung anderer Götter war verboten..Aber das Volk, das seinen Gott kennt,wird stark sein und am Bund festhalten.33Die Lehrer des Volkes bringen viele zur Einsicht.Sie werden eine Zeit lang unterdrücktdurch Schwert, Feuer, Gefangenschaft und Plünderung.34Während ihrer Unterdrückung erhalten sie nur wenig Hilfe11,34 wenig Hilfe: Anspielung auf den Makkabäeraufstand, von dem in den Büchern 1. und 2. Makkabäer erzählt wird. Eine Gruppe von Juden hatte sich zusammengeschlossen, um Antiochus IV. bewaffneten Widerstand zu leisten..Viele schließen sich ihnen an –aber nur zum Schein.35Von den Lehrern werden einige fallen.Sie werden bis zur Zeit des Endesgeprüft, geläutert11,35 Läuterung, läutern: Verfahren zur Reinigung von Edelmetallen, vor allem von Gold, durch das Verbrennen oder Ausschmelzen von unerwünschten Fremdstoffen. Mehr … und gereinigt.Denn bis zur vorherbestimmten Zeitdauert es noch eine wenig.

36Der König des Nordens11,36 König des Nordens: Meint Antiochus IV. von Syrien (175–164 v. Chr.). Während seiner Regierungszeit wurde der Tempel in Jerusalem entweiht. wird tun, was er will.Er wird übermütig werdenund sich über alle Götter erheben.Auch über den Gott der Götter11,36 Gott der Götter: Bezeichnung für den Gott Israels. Sie bringt zum Ausdruck, dass der Gott Israels Macht über alles und alle hat.wird er verächtlich reden.Er wird so lange Erfolg haben,bis der Zorn Gottes vorüber ist.Denn es muss geschehen, was beschlossen ist.37Er wird weder die Götter seiner Vorfahren achtennoch den Lieblingsgott der Frauen11,37 Lieblingsgott der Frauen: Meint vermutlich den babylonischen Fruchtbarkeitsgott Tammus, der auch noch in späterer Zeit verehrt wurde.oder irgendeinen anderen Gott.Denn er wird sich über alles erheben.38Er wird den Gott der Festungen11,38 Gott der Festungen: Anspielung auf den griechischen Gott Zeus, dessen Statue Antiochus IV. vermutlich im Tempel in Jerusalem aufstellen ließ. verehren,einen Gott, den seine Vorfahren nicht gekannt haben.Er wird ihm Gold und Silber bringen,Edelsteine und andere Schätze.39Mit einem fremden Gottwird er gegen starke Festungen vorgehen.Denjenigen, die ihn anerkennen,lässt er große Ehre zuteilwerden.Er setzt sie als Herrscher über viele Menschen ein.Als Belohnung teilt er ihnen Land zu.

Der Engel Gabriel kündigt die Zeit des Endes an

40Zur Zeit des Endes wird der König des Südens11,40 König des Südens: Meint Antiochus IV. von Syrien (175–164 v. Chr.). Die in den Versen 40-45 geschilderten Ereignisse lassen sich keinen historischen Begebenheiten zuordnen. Sie geben einen Einblick darin, wie man sich zur Zeit von Antiochus IV. die erwartete Zeit des Endes vorstellte.gegen den König des Nordens vorstoßen.Der König des Nordens wird gegen ihn anstürmenmit Streitwagen11,40 Streitwagen: Ein für den Krieg ausgerüsteter Wagen mit zwei oder drei Mann Besatzung. Mehr …, Reitern und vielen Schiffen.Er wird die Länder überfallen,sie überschwemmen und überfluten.41Auch in das herrliche Land11,41 herrliches Land: Meint Israel. dringt er ein,und es werden viele Menschen fallen.Nur Edom11,41 Edom: Nachbarstaat Israels im Süden., Moab11,41 Moab: Nachbarstaat Israels im Ostjordanland. Mehr … und die führenden Ammoniter11,41 Ammoniter: Nachbarvolk Israels im Ostjordanland.werden seiner Gewalt entkommen.42Er wird mit Gewalt gegen die Länder vorgehen,auch für Ägypten11,42 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste. Mehr … wird es keine Rettung geben.43Er wird über alle Gold- und Silberschätze verfügenund über die anderen Kostbarkeiten in Ägypten.Libyer11,43 Libyer: Bewohner des Gebietes Libyen in Nordafrika, westlich von Ägypten. und Kuschiter11,43 Kuschiter: Bewohner des Gebiets Kusch, das vom südlichen Ägypten bis in den heutigen Sudan reicht. werden ihm folgen müssen.44Aber Gerüchte aus dem Osten und dem Nordenwerden ihn erschrecken.Voller Wut wird er ausziehen,um viele zu zerstören und zu vernichten.45Er wird seine prächtigen Zelte aufschlagenzwischen dem Meer und dem herrlichen, heiligen Berg11,45 heiliger Berg: Meint den Berg Zion, auf dem der Tempel in Jerusalem steht..Aber sein Ende wird kommen,und es wird keiner da sein, der ihm hilft.
12121Zu dieser Zeit tritt Michael12,1 Michael: Einer der obersten Engel in der himmlischen Ratsversammlung. auf, der große Schutzengel.Er wird für die Nachkommen deines Volkes12,1 dein Volk: Hier wird Daniel angeredet. Mit dem Volk sind die Israeliten gemeint. eintreten.Es wird eine Zeit der Not sein.So eine Not hat es noch nie gegeben,seit es Völker gibt.Zu der Zeit wird jeder aus deinem Volk gerettet,der in dem Buch aufgeschrieben12,1 in dem Buch aufgeschrieben: Man stellte sich vor, dass Gott eine Liste mit den Menschen führt, die beim Gericht am Ende der Zeit gerettet werden. ist.2Von denen, die im Land des Staubes schlafen,werden viele vom Tod aufwachen –die einen zu ewigem Leben,die anderen zu ewiger Schmach und Schande.3Die Lehrer werden strahlenwie der Glanz des Himmels.Diejenigen, die viele zur Gerechtigkeit12,3 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. Mehr … geführt haben,werden wie die Sterne für immer und ewig leuchten.4Du aber, Daniel, halt die Worte geheimund versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes.Viele werden in die Irre gehen,und die Bosheit wird zunehmen.

Daniel erfährt, wann sich die Vision erfüllen soll

5Dann sah ich, Daniel, zwei weitere Männer.Einer stand auf dieser Seite des Flusses12,5 des Flusses: Meint den Tigris, an dem Daniels Vision beginnt. Daniel 10,4-5 erzählt, dass ihm dort ein in Leinen gekleideter Mann erscheint.,der andere auf der anderen Seite.6Einer fragte den Mann, der in Leinen gekleidet12,6 in Leinen gekleidet: Bekleidung eines Priesters oder eines besonderen göttlichen Boten. Diese Figur erscheint Daniel in der Vision in Daniel 10,4-6. warund über dem Wasser des Flusses schwebte:»Wann sind die Wunder vorüber?«7Ich hörte den Mann, der in Leinen gekleidet warund über dem Wasser des Flusses schwebte.Er hob beide Hände zum Himmelund schwor bei dem, der ewig lebt12,7 der, der ewig lebt: Bezeichnung für Gott.:»Es dauert dreieinhalb Zeiten12,7 dreieinhalb Zeiten: Die Zeit der Unterdrückung durch Antiochus IV. ist begrenzt. Möglicherweise ist die Angabe eine Anspielung auf den Makkabäeraufstand, der dreieinhalb Jahre dauerte. Eine Gruppe von Juden hatte sich zusammengeschlossen, um Antiochus IV. bewaffneten Widerstand zu leisten..Wenn das Ende für den12,7 für den: Meint Antiochus IV. (175–164 v. Chr.). Während seiner Regierungszeit wurde der Tempel in Jerusalem entweiht. gekommen ist,der die Macht des heiligen Volkes12,7 heiliges Volk: Meint hier das Volk Israel. bricht,wird all das vollendet.«

8Ich hörte es, aber ich verstand es nicht.Da fragte ich: »Mein Herr,was wird nach all dem sein?«9Er antwortete: »Geh, Daniel,denn die Worte sind verborgen und versiegeltbis zur Zeit des Endes!10Viele werden geläutert12,10 Läuterung, läutern: Verfahren zur Reinigung von Edelmetallen, vor allem von Gold, durch das Verbrennen oder Ausschmelzen von unerwünschten Fremdstoffen. Mehr …, gereinigt und geprüft.Doch die Frevler12,10 Frevler: Menschen, die Gottes Gebote missachten und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen. Mehr … werden Schuld auf sich laden.Von den Frevlern wird es keiner verstehen,aber die Lehrer werden es verstehen.11Das regelmäßige Opfer12,11 regelmäßiges Opfer: In 2. Mose/Exodus 29,38-43 finden sich Anweisungen für die Opfer, die jeden Tag im Tempel dargebracht werden sollten. wurde abgeschafft,und ein Götzenbild12,11 Götzenbild: Daniel 11,31 erzählt, dass die Statue einer fremden Gottheit im Tempel in Jerusalem aufgestellt wurde. wurde aufgestellt,das Verwüstung bedeutet.Von dieser Zeit an vergehen 1290 Tage12,11 1290 Tage, 1335 Tage: So lange kann im Tempel kein Gottesdienst gefeiert werden..12– Wohl dem, der wartet und 1335 Tage12,12 1335 Tage: So lange kann im Tempel kein Gottesdienst gefeiert werden. erreicht! –13Du aber, Daniel, geh dem Ende entgegen!Ruh dich aus, bis du am Ende der Tage12,13 Ende der Tage: Am Ende der Zeit wird Gott die Geschichte der Welt vollenden. erreichst,was Gott für dich bestimmt hat.«