BasisBibel NT+Ps (BB)
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Die Gute Nachricht in Judäa, Samarien und bei den Heiden

6,1–14,28

Die Gute Nachricht breitet sich in Judäa und Samarien aus

6,1–8,40

Stephanus und die aus Griechenland zugezogenen Christen in Jerusalem

6,1–8,3

Sieben Helfer für die Apostel

61In dieser Zeit wuchs die Gemeinde6,1 Gemeinde: Wörtlich »die Zahl der Jünger«. stetig.Eines Tages beschwerten sich die Zugezogenen6,1 Zugezogenen: Wörtlich »Griechen«. Gemeint sind Mitglieder der Gemeinde, die aus den Ländern rings um Israel stammten und meist Griechisch sprachen..Sie warfen den Einheimischen6,1 Einheimischen: Wörtlich »Hebräer«. Gemeint sind Mitglieder der Gemeinde, deren familiäre Wurzeln in Israel liegen. vor,ihre Witwen6,1 Witwe: Witwen gehören zur Zeit der Bibel zu den Personen, für die das Mose-Gesetz besonderen Schutz forderte. bei der täglichen Speisung zu übergehen.2Daraufhin beriefen die Zwölf6,2 Zwölf: Gemeint sind die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens immer bei Jesus waren. eine Versammlung aller Jünger6,2 Jünger: In der Apostelgeschichte Kreis von Männern und Frauen, die an Jesus glauben (Christen). einund sagten:»So geht das nicht!Wir können doch nicht die Verkündigung6,2 Verkündigung: Wörtlich heißt es in Vers 2: »Es kann nicht sein, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen müssen«. Mit »Wort Gottes« ist die Verkündigung der Guten Nachricht gemeint. vernachlässigen,um selbst an den Tischen das Essen auszuteilen.3Brüder,wählt aus eurer Mitte sieben Männer aus.Sie sollen einen guten Ruf habenund vom Geist Gottes6,3 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt.und von Weisheit6,3 Weisheit: Die Fähigkeit zu erkennen, wie die Welt und das Leben geordnet sind und wie der Mensch sich am besten in diese Ordnung einfügt. Die Weisheit hat ihren Ursprung bei Gott, der die Welt weise gegründet hat. erfüllt sein.Ihnen werden wir diese Aufgabe übertragen.4Wir dagegen werden uns ganz dem Gebet6,4 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.und der Verkündigung6,4 Verkündigung: Wörtlich lautet der Vers 4: »Wir dagegen werden uns ganz dem Gebet und dem Dienst der Verkündigung widmen.« widmen.«

5Der Vorschlag fand die Zustimmung der Versammlung.Sie wählten Stephanus,einen Mann mit festem Glauben6,5 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.und erfüllt vom Heiligen Geist6,5 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt..Außerdem Philippus, Prochorus,Nikanor, Timon, Parmenasund Nikolaus aus Antiochia6,5 Antiochia am Orontes: Hauptstadt der römischen Provinz Syrien. ,der früher zum jüdischen6,5 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Glauben übergetreten war.6Diese sieben ließ man vor die Apostel6,6 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. treten.Die beteten6,6 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. für sieund legten ihnen die Hände auf6,6 Handauflegung: Rituelle Geste, bei der eine höherstehende Person einer anderen Person die Hände auf den Kopf legt und dadurch bestimmte Rechte überträgt, einen Nachfolger einsetzt oder eine Person für eine Aufgabe bestimmt..

7Das Wort Gottes breitete sich aus,und die Gemeinde6,7 Gemeinde: Wörtlich »die Zahl der Jünger«. in Jerusalem6,7 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. wuchs immer weiter.Sogar von den Priestern6,7 Priester: Er hatte den Gottesdienst zu leiten, Opfer darzubringen und den Willen Gottes zu deuten. nahmen viele den Glauben6,7 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. an.8Stephanus war ganz erfülltvon der Gnade und Kraft Gottes.So konnte er beim VolkWunder6,8 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. und große Zeichen6,8 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. vollbringen.

9Da traten Leute auf,die Stephanus in einen Streit verwickelten.Einige gehörten der Synagoge6,9 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden. der Freigelassenen anund kamen aus Zyrene6,9 Zyrene: Gegend in Nordafrika, benannt nach der gleichnamigen Stadt. und Alexandria6,9 Alexandria: Von Alexander dem Großen gegründete Stadt am Nil im Nordwesten Ägyptens. .Andere stammten aus Zilizien6,9 Zilizien: Römische Provinz im Südosten Kleinasiens mit der Hauptstadt Tarsus. und der Provinz Asien6,9 Asia, Provinz Asien: Die römische Provinz Asien (griechisch Asia) umfasste den westlichen Teil von Kleinasien (heute Türkei) mit der Hauptstadt Ephesus. .10Aber sie konnten der Weisheit6,10 Weisheit: Die Fähigkeit zu erkennen, wie die Welt und das Leben geordnet sind und wie der Mensch sich am besten in diese Ordnung einfügt. Die Weisheit hat ihren Ursprung bei Gott, der die Welt weise gegründet hat. und dem Geist6,10 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. nicht widerstehen,die aus der Rede von Stephanus sprachen.11Also stifteten sie einige Männer zu der Aussage an:»Wir haben gehört,wie er Mose6,11 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. und Gott gelästert6,11 Gotteslästerung: Meint das verächtliche Verhöhnen oder sogar Verfluchen des Gottesnamens. hat.«12So hetzten sie das Volk, die Ratsältesten6,12 Ratsälteste, Ratsmitglieder: Mitglieder des jüdischen Rates, die keine Priester oder Theologen waren.und die Schriftgelehrten6,12 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. gegen ihn auf.Dann ergriffen sie Stephanusund schleppten ihn vor den jüdischen Rat6,12 jüdischer Rat: Zur Zeit von Jesus die oberste Behörde des Judentums. .13Dort ließen sie falsche Zeugen auftreten,die behaupteten:»Dieser Mensch hört nicht auf,Reden gegen diese heilige Stätte6,13 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes.und gegen das Gesetz6,13 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. zu führen.14Wir haben gehört,wie er gesagt hat:Jesus6,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. , dieser Nazoräer6,14 Nazoräer: Beschreibung der Herkunft von Jesus aus Nazaret; vielleicht auch eine alte Bezeichnung für Jesus als Messias (Christus),wird diese Stätte hier6,14 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. niederreißen.Außerdem wird er die Ordnungen umstürzen,die Mose6,14 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. uns gegeben hat.‹«15Alle Ratsmitglieder blickten Stephanus gespannt an.Da merkten sie,dass sein Gesichtdem eines Engels6,15 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. glich.
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Die Rede von Stephanus vor dem jüdischen Rat: Erinnerung an den Bund Gottes mit Abraham

71Der Oberste Priester7,1 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. fragte Stephanus:»Ist das7,1 das: Was die falschen Zeugen gegen Stephanus vorbringen – vgl. Apostelgeschichte 6,13-14. wahr?«2Stephanus erwiderte:»Ihr Brüder7,2 Männer: Angesprochen sind die Männer als Repräsentanten der Familie oder der Gemeinde. Es ist aber davon auszugehen, dass auch viele Frauen und Kinder anwesend und ebenfalls angesprochen waren. und Väter, hört mich an!Gott erschien in seiner ganzen Herrlichkeit7,2 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor.unserem Stammvater Abraham7,2 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. ,als der noch in Mesopotamien lebte.Das war, bevor er sich in Haran niederließ.3Gott sagte7,3 sagte: Das Zitat stammt aus 1. Mose/Genesis 12,1. zu Abraham7,3 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. :›Verlasse deine Heimat und deine Verwandtenund geh in das Land,das ich dir zeigen werde!‹4Da verließ Abraham7,4 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. das Land der Chaldäerund ließ sich in Haran nieder.

Nachdem sein Vater gestorben war,brachte Gott ihn hierher in dieses Land,in dem ihr heute lebt.5Doch er gab ihm keinen Erbbesitz7,5 Erbbesitz: Der unveräußerliche Anteil am Land, das Gott dem Menschen zur Nutzung überlässt. in diesem Land,nicht einen Fußbreit.Er versprach7,5 versprach: Das Zitat stammt aus 1. Mose/Genesis 48,4. ihm nur:›Ich gebe dir das Land zum Besitz –dir und deinen Nachkommen.‹Dabei hatte Abraham7,5 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. noch gar kein Kind.6Aber Gott sagte7,6 sagte: Das Zitat stammt aus 1. Mose/Genesis 15,13-14. Vgl. auch 2. Mose/Exodus 2,22 und 2. Mose/Exodus 3,12. auch:›Deine Nachkommen werden als Fremdein einem Land leben,das ihnen nicht gehört.Man wird sie zu Sklavenarbeit7,6 Sklave, Sklavin: Sklaverei gab es in der ganzen Alten Welt in mannigfachen Formen und unter den verschiedensten Bedingungen. zwingenund sie unterdrücken.Das dauert vierhundert Jahre lang.7Aber dann werde ich das Volk bestrafen,dem sie dienen müssen‹,sagte Gott.›Danach werden deine Nachkommenvon dort wegziehen.Und sie werden mich hier an diesem Ort7,7 an diesem Ort: Gemeint ist der Tempel in Jerusalem. verehren.‹

8Gott schloss mit Abraham7,8 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. einen Bund7,8 Bund: Eine gegenseitige Verpflichtung zwischen zwei Partnern, die durch einen förmlichen Vertrag geregelt sein kann. .Dessen Zeichen war die Beschneidung7,8 Beschneidung: Das Abtrennen der Vorhaut am männlichen Glied ist für Israel Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk. .Abraham7,8 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. bekam seinen Sohn Isaak7,8 Isaak: Einziger Sohn von Abraham und Sara. und beschnitt7,8 Beschneidung: Das Abtrennen der Vorhaut am männlichen Glied ist für Israel Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk. ihn am achten Tag nach der Geburt.Genauso machte es Isaak7,8 Isaak: Einziger Sohn von Abraham und Sara. mit Jakob7,8 Jakob: Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme. und Jakob7,8 Jakob: Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme. mit den zwölf Stammvätern7,8 Stammväter: Abraham, Isaak und Jakob; die Israeliten verstehen sich als Nachkommen dieser drei »Stammväter«.

Die Rede von Stephanus vor dem jüdischen Rat: Josef und die Übersiedlung nach Ägypten

9»Die Stammväter waren neidisch auf Josefund verkauften7,9 verkauften: Als Sklave. ihn nach Ägypten7,9 Ägypten: Land am Nil, eine der ältesten Stätten menschlicher Kultur. .Aber Gott war mit ihm.10Er rettete ihn aus seiner Not.Er schenkte ihm seine Gnade7,10 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu..Und er verlieh ihm Weisheit,als er vor dem Pharao stand,dem König von Ägypten7,10 Ägypten: Land am Nil, eine der ältesten Stätten menschlicher Kultur. .Der übertrug ihm daraufhindie Verwaltung ganz Ägyptens7,10 Ägypten: Land am Nil, eine der ältesten Stätten menschlicher Kultur. und die Aufsicht über alle königlichen Güter.

11Dann brach in ganz Ägypten7,11 Ägypten: Land am Nil, eine der ältesten Stätten menschlicher Kultur. und Kanaaneine Hungersnot aus.Die Not war sehr groß,und unsere Stammväter hatten nichts mehr zu essen.12Jakob7,12 Jakob: Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme. hörte,dass es in Ägypten7,12 Ägypten: Land am Nil, eine der ältesten Stätten menschlicher Kultur. noch Getreide7,12 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut. gab.Deshalb schickte er unsere Stammväterein erstes Mal dorthin.13Beim zweiten Mal gab sich Josefseinen Brüdern zu erkennen.So erfuhr der Pharao,aus welcher Familie Josef stammte.14Josef ließ seinen Vater Jakob7,14 Jakob: Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme. und die ganze Verwandtschaft nachkommen.Das waren insgesamt 75 Leute.15So zog Jakob7,15 Jakob: Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme. nach Ägypten7,15 Ägypten: Land am Nil, eine der ältesten Stätten menschlicher Kultur. .Später starb er dort,und unsere Stammväter ebenso.16Sie wurden nach Sichem gebrachtund dort bestattet.Das Grab7,16 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren. in Sichem hatte schon Abraham7,16 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. für eine Anzahl Silberstücke7,16 Silbermünze, Silberstück: Zur Zeit des Neuen Testaments ist eine Silbermünze der übliche Tageslohn eines Lohnarbeiters.von den Söhnen Hamors gekauft.«

Die Rede von Stephanus vor dem jüdischen Rat: Moses Rettung und sein Einsatz für das unterdrückte Volk

17»Dann war es so weit:Gott wollte das Versprechen einlösen,das er Abraham7,17 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. gegeben hatte.Inzwischen war unser Volk gewachsenund hatte sich in Ägypten7,17 Ägypten: Land am Nil, eine der ältesten Stätten menschlicher Kultur. ausgebreitet.18Da übernahm ein neuer König die Macht in Ägypten7,18 Ägypten: Land am Nil, eine der ältesten Stätten menschlicher Kultur. ,der von Josef nichts mehr wusste.19Mit heimtückischer Grausamkeit ging ergegen unser Volk vor:Er zwang unsere Vorfahren,ihre neugeborenen Kinder auszusetzen.Keines sollte am Leben bleiben.20In dieser Zeit wurde Mose7,20 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. geboren.Gott hatte Gefallen an ihm.Drei Monate lang konnten seine Elternihn im Haus aufziehen,21dann mussten sie ihn aussetzen.Aber die Tochter des Pharao nahm ihn zu sichund zog ihn aufals ihren eigenen Sohn7,21 als ihren eigenen Sohn: D. h. sie adoptierte ihn..22Mose7,22 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. erhielt eine Ausbildungin allen Wissenschaften der Ägypter7,22 Ägypten: Land am Nil, eine der ältesten Stätten menschlicher Kultur. .Er war redegewandt und tatkräftig.

23Als Mose7,23 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. vierzig Jahre alt war,erwachte in seinem Herzen7,23 Herz: Das Herz gilt als Sitz des Verstandes und des Willens und damit auch als Ort der Entscheidung über richtiges und falsches Handeln. ein Wunsch:Er wollte sich um seine Brüder,die Kinder Israels7,23 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. , kümmern.24Einmal sah er,wie ein Israelit7,24 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. von einem Ägypter7,24 Ägypten: Land am Nil, eine der ältesten Stätten menschlicher Kultur. misshandelt wurde.Er kam ihm zu Hilfeund erschlug den Ägypter7,24 Ägypten: Land am Nil, eine der ältesten Stätten menschlicher Kultur. .So rächte er das Unrecht.25Mose7,25 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. dachte:›Meine Brüder werden begreifen,dass Gott ihnen durch mich die Rettung schickt.‹Aber sie verstanden es nicht.26Am nächsten Tag kam er gerade dazu,als zwei Israeliten7,26 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. sich stritten.Er wollte Frieden7,26 Friede: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft. zwischen ihnen stiftenund sagte:›Männer, ihr seid doch Brüder!Warum streitet ihr miteinander?‹27Da stieß ihn derjenige,der den Streit begonnen hatte,zur Seiteund fragte7,27 fragte: Das Zitat stammt aus 2. Mose/Exodus 2,14.:›Wer hat dich zum Anführer und Richterüber uns eingesetzt?28Willst du mich etwa auch umbringen,so wie gestern den Ägypter7,28 Ägypten: Land am Nil, eine der ältesten Stätten menschlicher Kultur. ?‹29Als Mose7,29 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. das hörte,floh er aus Ägypten7,29 Ägypten: Land am Nil, eine der ältesten Stätten menschlicher Kultur. und lebte als Fremder im Land Midian.Dort bekam er zwei Söhne.«

Die Rede von Stephanus vor dem jüdischen Rat: Moses Berufung und der Auszug Israels aus Ägypten

30»Weitere vierzig Jahre später7,30 Weitere vierzig Jahre später: Vierzig Jahre nachdem er den Ägypter erschlagen hatte, vgl. Apostelgeschichte 7,23-24. war Mose7,30 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament.einmal in der Wüste7,30 Wüste: Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z. B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt. am Berg Sinai7,30 Sinai, Horeb: Gottesberg in der Wüste, auf dem Gott im Gewittersturm erscheint; vgl. 2. Mose/Exodus 19,16..Da erschien ihm ein Engel7,30 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes.in den Flammen eines brennenden Dornbuschs7,30 Dornbusch: Strauchartige Wüstenpflanze mit Dornen. .31Mose7,31 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. wunderte sich über das,was er da sah.Er ging näher heran,um es genauer zu betrachten.Da ertönte7,31 ertönte: Das Zitat stammt aus 2. Mose/Exodus 3,6. die Stimme des Herrn7,31 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist.:32›Ich bin der Gott deiner Vorfahren,der Gott Abrahams7,32 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. , Isaaks7,32 Isaak: Einziger Sohn von Abraham und Sara. und Jakobs7,32 Jakob: Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme. .‹Mose7,32 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. zitterte vor Angstund wagte nicht, genauer hinzuschauen.33Der Herr sagte7,33 sagte: Das Zitat stammt aus 2. Mose/Exodus 3,5, 2. Mose/Exodus 3,7-8 und 2. Mose/Exodus 3,10. zu ihm:›Zieh deine Sandalen7,33 Sandale: Im Altertum lief die einfache Bevölkerung innerhalb des Hauses und in der Ortschaft in der Regel barfuß. Für Reisen und bei der Arbeit auf dem Feld trug man jedoch Sandalen. aus!Denn du stehst auf heiligem7,33 heilig: Heilig ist in der Bibel alles, was zu Gott gehört und mit ihm in Verbindung steht. Boden.34Ich habe genau gesehen,wie mein Volk in Ägypten7,34 Ägypten: Land am Nil, eine der ältesten Stätten menschlicher Kultur. unterdrückt wird.Ich habe sein Klagen gehört.Deshalb bin ich herabgekommen,um es zu befreien.Und jetzt geh:Ich will dich nach Ägypten7,34 Ägypten: Land am Nil, eine der ältesten Stätten menschlicher Kultur. schicken!‹

35Dabei hatten die Israeliten7,35 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. Mose7,35 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. zuvor abgelehntund gesagt7,35 gesagt: Vgl. Apostelgeschichte 7,27.:›Wer hat dich zum Anführer und Richter eingesetzt?‹Und nun schickte Gott ebendiesen Mose7,35 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament.als Anführer und Befreier –durch den Engel7,35 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes.,der ihm im Dornbusch7,35 Dornbusch: Strauchartige Wüstenpflanze mit Dornen. erschienen war.36Mose7,36 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. war es auch,der die Israeliten7,36 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. in die Freiheit führte.Dabei vollbrachte er Wunder7,36 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. und Zeichen7,36 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. zuerst in Ägypten7,36 Ägypten: Land am Nil, eine der ältesten Stätten menschlicher Kultur. ,dann am Roten Meer7,36 Rotes Meer: Gemeint ist das sog. Schilfmeer. Der Ort, wo die Israeliten beim Auszug aus Ägypten auf wundersame Weise durch Gott vor den Ägyptern gerettet wurden, die sie verfolgten.und schließlich vierzig Jahre lang in der Wüste7,36 Wüste: Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z. B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt. .37Und es war Mose7,37 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament.,der zu den Israeliten sagte7,37 sagte: Das Zitat stammt aus 5. Mose/Deuteronomium 18,15.:›Gott wird aus eurer Mitteeinen Propheten7,37 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. wie mich für euch berufen.‹38Und wieder war es Mose7,38 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament.,der bei der Versammlung der Israeliten7,38 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. in der Wüste7,38 Wüste: Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z. B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt. auftrat.Damals war er der Vermittlerzwischen unseren Vorfahrenund dem Engel7,38 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. Gottes.Der Engel7,38 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. sprach zu ihm auf dem Berg Sinai7,38 Sinai, Horeb: Gottesberg in der Wüste, auf dem Gott im Gewittersturm erscheint; vgl. 2. Mose/Exodus 19,16..Mose7,38 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. empfing dort die Worte,die zum Leben7,38 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. führen.Und Mose7,38 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. sollte sie an uns weitergeben.«

Die Rede von Stephanus vor dem jüdischen Rat: Ungehorsam des Volkes in der Wüste

39»Aber unsere Vorfahren wollten Mose7,39 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. nicht gehorchen.Sie lehnten sich gegen ihn auf7,39 lehnten sich auf: Während Mose auf dem Berg war, wartete das Volk lange vergeblich auf ihn..Im Herzen7,39 Herz: Das Herz gilt als Sitz des Verstandes und des Willens und damit auch als Ort der Entscheidung über richtiges und falsches Handeln. waren sie schon wiederauf dem Weg zurück nach Ägypten7,39 Ägypten: Land am Nil, eine der ältesten Stätten menschlicher Kultur. .40Zu Aaron7,40 Aaron: Bruder von Mose. Aaron gilt als der erste Oberste Priester, von dem die gesamte jüdische Priesterschaft abstammt. sagten sie:›Mache uns Götter,die vor uns her ziehen!Denn wir wissen nicht,was mit diesem Mose7,40 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. passiert ist,der uns aus Ägypten7,40 Ägypten: Land am Nil, eine der ältesten Stätten menschlicher Kultur. geführt hat.‹41So fertigten sie sich damals das Goldene Kalb7,41 Goldenes Kalb: Figur eines jungen Stiers als Inbegriff von Fruchtbarkeit, Kraft und Wildheit. Kein Götterbild, sondern Träger des unsichtbar auf ihm thronenden Gottes. anund brachten dem Götzenbild Opfer7,41 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. dar.Sie hatten Freude an dem Werk,das ihre eigenen Hände erschaffen hatten.

42Da wandte sich Gott von ihnen ab.Er ließ sogar zu,dass sie die Sterne als Götter anbeteten.So steht7,42 steht: Das Zitat steht in Amos 5,25-27. es auch im Buch der Propheten7,42 Buch der Propheten: Gemeint ist das Zwölfprophetenbuch. Die zwölf sogenannten »kleinen Propheten« Hosea bis Maleachi wurden bereits in neutestamentlicher Zeit zu einem Buch, dem »Buch der Propheten« zusammengefasst.:›Ihr Leute vom Volk Israel7,42 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. !Damals, als ihr vierzig Jahre langin der Wüste7,42 Wüste: Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z. B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt. gewesen seid –habt ihr da etwa mir zu Ehren7,42 mir zu Ehren: Der Sprecher dieser Worte ist Gott.Schlachtopfer7,42 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. und andere Opfer7,42 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. dargebracht?43Nein, ihr habt das Zeltheiligtum7,43 Zeltheiligtum: Ein Zelt, das als Tempel benutzt wird. des Moloch7,43 Moloch: Bezeichnung für eine unbekannte Gottheit, Verballhornung von »König«und das Sternbild eures Gottes Räfan7,43 Räfan: Babylonischer Name eines Sterns bzw. Planeten, der als Gott verehrt wurde. mitgeführt.Solche Götzenbilder habt ihr euch gemacht,um sie anzubeten.Deshalb werde ich euch in die Verbannung führen –noch viel weiter als bis Babylon7,43 Babylonien: Mit Babylonien ist das Gebiet am Unterlauf der Flüsse Eufrat und Tigris südöstlich vom heutigen Bagdad gemeint. .‹«

Die Rede von Stephanus vor dem jüdischen Rat: Der Irrtum des Tempelbaus

44»Unsere Vorfahren hatten in der Wüste7,44 Wüste: Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z. B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt. das Heilige Zelt7,44 Heiliges Zelt: Transportables Zeltheiligtum der Israeliten während der Zeit, als sie durch die Wüste zogen..Gott hatte Mose7,44 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. angewiesen,es nach dem Vorbild anfertigen zu lassen,das er ihm gezeigt hatte.45Die nächste Generation übernahm das Heilige Zelt7,45 Heiliges Zelt: Transportables Zeltheiligtum der Israeliten während der Zeit, als sie durch die Wüste zogen..Sie brachte es mit,als sie unter der Führung von Josua7,45 Josua: Als Nachfolger von Mose führte er das Volk Israel ins Land Kanaan. das Land in Besitz nahm.Vorher hatten dort die Heiden7,45 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. gewohnt,aber Gott hatte sie vor unseren Vorfahren vertrieben.Bis zur Zeit Davids7,45 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. blieb das Zelt7,45 Heiliges Zelt: Transportables Zeltheiligtum der Israeliten während der Zeit, als sie durch die Wüste zogen. ihr Heiligtum.

46Gottes Gnade7,46 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu. ruhte auf David7,46 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. .Er bat7,46 bat: Vgl. 2. Samuel 7,1-16 und Psalm 132,5. Gott:›Lass mich doch einen festen Platzfür das Heilige Zelt7,46 Heiliges Zelt: Transportables Zeltheiligtum der Israeliten während der Zeit, als sie durch die Wüste zogen. der Nachkommen Jakobs7,46 Jakob: Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme. finden!‹47Aber erst Salomo7,47 Salomo: Einer der berühmtesten israelitischen Könige (ca. 972–932 v. Chr.). baute Gott ein festes Haus.48Doch der Höchste7,48 der Höchste: Gemeint ist Gott. wohnt nicht in einem Bauwerk,das von Menschenhand gemacht ist.Deshalb sagt7,48 sagt: Das Zitat stammt aus Jesaja 66,1-2. der Prophet7,48 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.:49›So spricht der Herr7,49 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist.:Der Himmel7,49 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. ist mein Thronund die Erde ein Schemel7,49 Schemel: Fußbank, die zum Thron des Königs gehört. Sinnbild der königlichen Herrschaft. für meine Füße.Was für ein Haus wollt ihr da für mich bauen?Welcher Platz könnte mir als Ort der Ruhe dienen?50Habe ich nicht mit meiner eigenen Handdie ganze Welt erschaffen?‹«

Die Rede von Stephanus vor dem jüdischen Rat: Anklage gegen die Ankläger

51»Ihr seid Starrköpfe!Euer Herz7,51 Herz: Das Herz gilt als Sitz des Verstandes und des Willens und damit auch als Ort der Entscheidung über richtiges und falsches Handeln. gehört mir nicht7,51 gehört mir nicht: Wörtlich heißt es in Vers 51: »Euer Herz und eure Ohren sind unbeschnitten.« Gemeint ist: Die Zuhörer sind zwar an ihrem Körper beschnitten, verhalten sich aber wie Heiden.und eure Ohren sind taub für meine Stimme7,51 sind taub für meine Stimme: Wörtlich heißt es in Vers 51: »Euer Herz und eure Ohren sind unbeschnitten.« Gemeint ist: Die Zuhörer sind zwar an ihrem Körper beschnitten, verhalten sich aber wie Heiden..Ständig widersetzt ihr euch dem Heiligen Geist7,51 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt.ihr genauso wie damals eure Vorfahren!52Gab es jemals einen Propheten7,52 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.,den eure Vorfahren nicht verfolgt haben?Stets haben sie die getötet,die das Kommen des Gerechten vorausgesagt haben.Und jetzt seid ihrzu Verrätern und Mördern an ihm geworden.53Dabei habt ihr das Gesetz7,53 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. sogardurch Vermittlung von Engeln7,53 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. empfangen.Aber ihr habt es nicht befolgt.«

Stephanus wird gesteinigt

54Als die Mitglieder des jüdischen Rats7,54 jüdischer Rat: Zur Zeit von Jesus die oberste Behörde des Judentums. das hörten,gerieten sie außer sich vor Zorn über Stephanus.Vor Wut knirschten sie mit den Zähnen.55Aber Stephanus war ganz vom Heiligen Geist7,55 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. erfüllt.Er blickte zum Himmel emporund sah Gott in seiner Herrlichkeit7,55 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor..Und Jesus7,55 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. stand an der rechten Seite7,55 rechte Seite: Der Platz rechts neben einem Herrscher ist für seinen Stellvertreter bestimmt. Gottes.56Da rief er:»Seht doch!Ich sehe den Himmel7,56 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. offen.Und ich sehe den Menschensohn7,56 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck..Er steht an der rechten Seite7,56 rechte Seite: Der Platz rechts neben einem Herrscher ist für seinen Stellvertreter bestimmt. Gottes!«57Die Mitglieder des jüdischen Rats7,57 jüdischer Rat: Zur Zeit von Jesus die oberste Behörde des Judentums. schrien laut aufund hielten sich die Ohren zu.Alle miteinander stürzten sie sich auf Stephanus.58Sie trieben ihn vor die Stadtund steinigten7,58 steinigen, Steinigung: Die Steinigung war eine Form der Todesstrafe. ihn.Die Zeugen7,58 Zeugen: Gemeint sind die Zeugen, die in der Verhandlung gegen Stephanus ausgesagt hatten und die mit der Steinigung zu beginnen hatten. legten ihre Kleiderzu Füßen eines jungen Mannes ab,der Saulus7,58 Saulus: Jüdischer Name von Paulus, der in der Apostelgeschichte vor dessen Bekehrung gebraucht wird. Bedeutender Apostel, der die gute Nachricht von Jesus v. a. unter den Heiden bekannt machte. hieß.59Während sie ihn steinigten7,59 steinigen, Steinigung: Die Steinigung war eine Form der Todesstrafe.,rief7,59 rief: Stephanus ruft Jesus mit Worten an, die dieser am Kreuz zu Gott gerufen hatte. Vgl. Lukas 23,46. Stephanus den Herrn an:»Herr7,59 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. Jesus7,59 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ,nimm mein Leben zu dir!«60Dann sank er auf die Knieund rief laut:»Herr7,60 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., rechne ihnen diese Schuld7,60 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. nicht an!«Mit diesen Worten starb er.
81aSaulus8,1a Saulus: Jüdischer Name von Paulus, der in der Apostelgeschichte vor dessen Bekehrung gebraucht wird. Bedeutender Apostel, der die gute Nachricht von Jesus v. a. unter den Heiden bekannt machte. war völlig einverstandenmit der Hinrichtung von Stephanus.

Die Gemeinde wird verfolgt

1bAn diesem Tagbegann für die Gemeinde in Jerusalem8,1b Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. eine schwere Verfolgung.Mit Ausnahme der Apostel8,1b Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. zerstreuten sich alleüber das Gebiet von Judäa8,1b Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. und Samarien8,1b Samarien, Samariter: Die Bewohner der Provinz Samaria..2Einige fromme Männer bestatteten8,2 Tod, Bestattung: Im Land der Bibel wurden die Toten außerhalb der Ortschaften begraben, da die Grabstätten als unrein galten. Stephanusund hielten eine große Totenklage8,2 Totenklage: Laute Klagerufe, mit denen die Trauer um einen Verstorbenen zum Ausdruck gebracht wurde. für ihn.3Aber Saulus8,3 Saulus: Jüdischer Name von Paulus, der in der Apostelgeschichte vor dessen Bekehrung gebraucht wird. Bedeutender Apostel, der die gute Nachricht von Jesus v. a. unter den Heiden bekannt machte. wollte die Gemeinde vernichten.Er ließ die Häuser8,3 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. durchsuchen,Männer wie Frauen abführenund ins Gefängnis werfen.

Die Gute Nachricht kommt zu den Heiden

8,4–14,28

Die Gute Nachricht kommt zu den Heiden: Philippus

8,4-40

Die Botschaft von Jesus kommt nach Samarien

4Die über das Land zerstreuten Glaubenden8,4 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. zogen umherund verkündeten die Gute Nachricht8,4 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«..5Philippus ging hinab in die Hauptstadt Samariens8,5 Samarien, Samariter: Die Bewohner der Provinz Samaria.und verkündete ihren Bewohnern,wer der Christus8,5 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. war.6Die Leute schenkten der Botschaft des Philippus Beachtung.Sie hörten ja von den Wundern8,6 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. , die er tat,und konnten sie selbst sehen.7Denn viele wurden von den unreinen Geistern8,7 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. befreit,von denen sie besessen waren.Mit lautem Gekreische verließen sie ihre Opfer.Und viele Gelähmteund Verkrüppelte wurden geheilt.8In der ganzen Stadt herrschte große Freude.

9In derselben Stadt lebte schon längerein Mann namens Simon.Er betrieb Zauberei8,9 Zauberei: Praktiken und Methoden, um Ereignisse, Menschen oder Gegenstände auf übernatürliche Art und Weise zu beeinflussen. und verschaffte sich damit die Bewunderungder Einwohner von Samarien8,9 Samarien, Samariter: Die Bewohner der Provinz Samaria..Er nannte sich selbst den ›Großen‹.10Alle, die einfachen Leute wie die Mächtigen,schenkten ihm Beachtung.Man sagte über ihn:»Er ist die ›Große Kraft8,10 Große Kraft: In Samarien eine Bezeichnung für Gott.‹ Gottes in Person.«11Sie standen völlig in seinem Bann.Denn er hatte sie schon längere Zeitdurch seine Zaubereiregelrecht um den Verstand gebracht.

12Aber nun verkündete Philippusdie Gute Nachricht vom Reich Gottes8,12 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«..Er erzählte ihnen von Jesus8,12 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. Christus8,12 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. und von der Macht seines Namens8,12 Name: Der Name steht in biblischer Zeit für den Träger des Namens selbst. Wer im Namen von jemandem handelt, handelt nicht nur in seinem Auftrag oder mit seiner Vollmacht. Durch ihn handelt vielmehr der Auftraggeber selbst..Da kamen sie zum Glauben8,12 Glaube: