BasisBibel NT+Ps (BB)
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Die Gute Nachricht in Jerusalem

2,1–5,42

Die Jünger empfangen den Heiligen Geist

2,1-47

Pfingsten: Der Heilige Geist kommt

21Dann kam der Pfingsttag2,1 Pfingsttag: Wörtlich heißt es in Vers 1: »Dann kam der fünfzigste Tag«. Gemeint ist der fünfzigste (Griechisch: Pentekoste, aus dem das deutsche Wort Pfingsten entstanden ist) Tag nach dem Passafest. An diesem Tag wird das jüdische Wochenfest gefeiert..Alle2,1 Alle: Gemeint sind alle, die nach Apostelgeschichte 1,14 den Kern der ersten christlichen Gemeinde in Jerusalem bildeten: die Apostel, die Frauen und die Geschwister von Jesus. Dazu eine weitere Anzahl von nicht näher bestimmten Personen, aus deren Kreis Matthias nachgewählt worden war., die zu Jesus2,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. gehört hatten,waren an einem Ort versammelt.2Plötzlich kam vom Himmel2,2 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. her ein Rauschenwie von einem starken Wind.Das Rauschen erfüllte das ganze Haus2,2 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war.,in dem sie sich aufhielten.3Dann erschien ihnen etwas wie züngelnde Flammen.Die verteilten sichund ließen sich auf jedem Einzelnen von ihnen nieder.4Alle wurden vom Heiligen Geist2,4 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. erfüllt.Sie begannen,in fremden Sprachen2,4 Sprachen, fremde Sprachen: Das durch den Heiligen Geist bewirkte Reden in einer fremden, dem Sprecher vielleicht völlig unbekannten Sprache oder auch in einer völlig unbekannten Ausdrucksweise. zu reden –ganz so,wie der Geist2,4 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. es ihnen eingab.

5In Jerusalem2,5 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. lebten auch fromme Juden2,5 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. aus aller Welt,die sich hier niedergelassen hatten.6Als das Rauschen einsetzte,strömten sie zusammen.Sie waren verstört,denn jeder hörte siein seiner eigenen Sprache reden.7Erstaunt und verwundert sagten sie:»Sind das denn nicht alles Leute aus Galiläa2,7 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene.,die hier reden?8Wie kommt es,dass jeder von unssie in seiner Muttersprache reden hört?9Wir kommen aus Persien2,9 Persien: Gebirgslandschaft östlich des persischen Golfs im heutigen Iran., Medien2,9 Medien: Gebiet im Gebirgsland östlich von Assyrien im Nordwesten des heutigen Iran. und Elam2,9 Elam: Gebiet östlich von Babylonien, entspricht ungefähr dem heutigen Südwest-Iran..Wir stammen aus Mesopotamien,Judäa2,9 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. , Kappadozien2,9 Kappadozien: Römische Provinz im östlichen Teil Kleinasiens.,aus Pontus2,9 Pontus: Gebiet im Nordosten Kleinasiens am Schwarzen Meer. und der Provinz Asien2,9 Asia, Provinz Asien: Die römische Provinz Asien (griechisch Asia) umfasste den westlichen Teil von Kleinasien (heute Türkei) mit der Hauptstadt Ephesus. ,10aus Phrygien2,10 Phrygien: Gebiet im Hochland Zentralanatoliens. und Pamphylien2,10 Pamphylien: Gebiet an der Südküste Kleinasiens..Aus Ägypten2,10 Ägypten: Land am Nil, eine der ältesten Stätten menschlicher Kultur. und der Gegend von Zyrene2,10 Zyrene: Gegend in Nordafrika, benannt nach der gleichnamigen Stadt. in Libyen2,10 Libyen: Gebiet in Nordafrika, westlich von Ägypten.,ja sogar aus Rom2,10 Rom, Römer: Zur Zeit von Jesus stand der gesamte Mittelmeerraum und somit auch das Land der Bibel unter römischer Vorherrschaft. sind Besucher hier.11Wir sind Juden2,11 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. von Geburt anund Fremde,die zum jüdischen2,11 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Glauben übergetreten sind.Auch Kreter und Araber2,11 Kreter und Araber: Kreter und Araber stehen stellvertretend für Insel- und Wüstenbewohner und repräsentieren die Bewohner des römischen Reiches in West und Ost. sind dabei.Wir alle hören diese Leutein unseren eigenen Sprachen erzählen,was Gott Großes getan hat.«12Erstaunt und ratlos sagte einer zum anderen:»Was hat das wohl zu bedeuten?«13Wieder andere spotteten:»Die haben zu viel neuen Wein2,13 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. getrunken!«

Die Pfingstpredigt des Apostels Petrus

14Da trat Petrus2,14 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. vor die Mengeund mit ihm die anderen elf Apostel2,14 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. .Mit lauter Stimme rief er ihnen zu:»Ihr Männer2,14 Männer: Angesprochen sind die Männer als Repräsentanten der Familie oder der Gemeinde. Es ist aber davon auszugehen, dass auch viele Frauen und Kinder anwesend und ebenfalls angesprochen waren. von Judäa2,14 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. !Bewohner von Jerusalem2,14 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. !Lasst euch erklären,was hier vorgeht,und hört mir gut zu!15Diese Leute sind nicht betrunken,wie ihr meint.Es ist ja erst die dritte Stunde2,15 dritte Stunde: dritte Stunde: 9:00 Uhr. des Tages.16Nein, was hier geschieht,hat der Prophet2,16 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Joel vorhergesagt2,16 vorhergesagt: Das folgende Zitat stammt aus Joel 3,1-5.:17›Gott spricht:Das wird in den letzten Tagen2,17 letzter Tag, Tag des Gerichts: Der Tag, an dem Jesus Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und seine Königsherrschaft bricht endgültig an. geschehen:Ich werde meinen Geist2,17 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. über alle Menschen2,17 Fleisch: Wörtlich »Fleisch«. Gemeint ist der ganze Mensch mit Leib und Seele. Das Fleisch gehört zur Erde, im Gegensatz dazu gehört der Geist zum Bereich Gottes. ausgießen.Eure Söhne und eure Töchter werden als Propheten2,17 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. reden.Eure jungen Männer werden Visionen schauenund eure Alten von Gott gesandte Träume träumen.18Über alle, die mir dienen,Männer und Frauen,werde ich in diesen Tagen meinen Geist2,18 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. ausgießen.Und sie werden als Propheten2,18 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. reden.19Ich werde Wunder2,19 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. tun droben am Himmel2,19 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt..Und ich werde Zeichen2,19 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. erscheinen lassen unten auf der Erde:Blut2,19 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. und Feuerund dichte Rauchwolken.20Die Sonne wird sich verfinstern,und der Mond wird sich in Blut2,20 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. verwandeln.Dies alles geschieht,bevor der große und prächtige Tag des Herrn2,20 Tag des Herrn: Der »große und prächtige Tag des Herrn« ist der Tag, an dem Jesus, der Menschensohn, wiederkommt. Das ist gleichzeitig der Tag, an dem Gott über die Welt Gericht hält. Vgl. Lukas 21,5-36, insbesondere Lukas 21,10-11 und Lukas 21,25-26. anbricht.21Jeder, der dann den Namen2,21 Name: Der Name steht in biblischer Zeit für den Träger des Namens selbst. Wer im Namen von jemandem handelt, handelt nicht nur in seinem Auftrag oder mit seiner Vollmacht. Durch ihn handelt vielmehr der Auftraggeber selbst. des Herrn2,21 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. anruft,wird gerettet werden!‹

22Ihr Männer2,22 Männer: Angesprochen sind die Männer als Repräsentanten der Familie oder der Gemeinde. Es ist aber davon auszugehen, dass auch viele Frauen und Kinder anwesend und ebenfalls angesprochen waren. von Israel2,22 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. ,hört diese Worte:Es geht um Jesus2,22 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. , den Nazoräer2,22 Nazoräer: Beschreibung der Herkunft von Jesus aus Nazaret; vielleicht auch eine alte Bezeichnung für Jesus als Messias (Christus).Gott selbst hat euch gezeigt,wer er war.Mitten unter euch hat Gott durch ihnmachtvolle Taten,Wunder2,22 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. und Zeichen2,22 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. geschehen lassen.Das wisst ihr ja selbst!23Es war Gottes Wille und Plan,dass dieser Mann euch schutzlos ausgeliefert war.Und ihr habt ihn ans Kreuz2,23 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. schlagenund umbringen lassen –von Menschen,die das Gesetz2,23 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. Gottes nicht kennen.24Aber Gott hat ihn auferweckt2,24 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. und aus der Gewalt des Todes befreit.Denn der Tod hatte keine Macht über ihnund konnte ihn nicht festhalten.25Deshalb legt ihm schon David2,25 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. die Worte2,25 Worte: Das Zitat stammt aus Psalm 16,8-11. in den Mund:›Der Herr steht mir immer vor Augen.Mit ihm an meiner Seite falle ich nicht.26Darum ist mein Herz2,26 Herz: Das Herz gilt als Sitz des Verstandes und des Willens und damit auch als Ort der Entscheidung über richtiges und falsches Handeln. so fröhlich,und mein Mund jubelt vor Freude.Selbst wenn mein Leib2,26 Leib: Die Grundbedeutung des griechischen Wortes ist »Fleisch«. Es kann aber auch den menschlichen Körper bezeichnen. im Grab liegt,gibt es noch Hoffnung.27Ja, du gibst mich2,27 mich: Wörtlich heißt es in Vers 27: »meine Seele«. Die Seele steht für den ganzen Menschen. nicht dem Totenreich2,27 Hölle, Totenreich, Unterwelt: In der Antike Reich, in dem die Toten wohnen; auch Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht. preis.Du lässt nicht zu,dass dein treuer Diener verwest.28Du zeigst mir Wege zum Leben.Ungetrübte Freude finde ich in deiner Gegenwart.‹

29Ihr Brüder2,29 Männer: Angesprochen sind die Männer als Repräsentanten der Familie oder der Gemeinde. Es ist aber davon auszugehen, dass auch viele Frauen und Kinder anwesend und ebenfalls angesprochen waren.!Ich darf hier ja ganz offen sprechen:Unser Stammvater David2,29 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. ist damals gestorbenund wurde begraben.Sein Grab2,29 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren. ist noch heute bei uns zu sehen.30Er war ein Prophet2,30 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat..Er wusste:Gott hatte ihm feierlich geschworen,einen seiner Nachkommen2,30 Auf den Thron setzen: Gemeint ist hier der messianische König, der in Gottes Auftrag regiert und Israel von der Herrschaft der fremden Völker befreit.auf seinen Thron zu setzen.31Weil David2,31 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. das vorausgesehen hat,konnte er über die Auferstehung2,31 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. des Christus2,31 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. sagen:›Er wurde nicht dem Totenreich2,31 Hölle, Totenreich, Unterwelt: In der Antike Reich, in dem die Toten wohnen; auch Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht. überlassenund sein Körper2,31 Leib: Die Grundbedeutung des griechischen Wortes ist »Fleisch«. Es kann aber auch den menschlichen Körper bezeichnen. verweste nicht.‹32David2,32 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. hat hier von Jesus2,32 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. gesprochen.Den hat Gott auferweckt2,32 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. .Dafür sind wir alle Zeugen.33Er ist emporgehoben worden,sodass er an der rechten Seite2,33 rechte Seite: Der Platz rechts neben einem Herrscher ist für seinen Stellvertreter bestimmt. Gottes sitzt.Er hat vom Vater die versprochene Gabe erhalten:den Heiligen Geist2,33 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt..Den hat er über uns ausgegossen.Und genau das ist es,was ihr hier seht und hört.34Denn nicht David2,34 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. istin den Himmel2,34 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. hinaufgestiegen.Er sagt2,34 sagt: Das Zitat stammt aus Psalm 110,1. Denselben Psalm hatte nach Lukas 20,43-44 auch schon Jesus selbst zitiert. ja selbst:›Gott, der Herr2,34 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist., sprach zu meinem Herrn2,34 Herr: Nach der Auslegung von Petrus spricht David hier von Jesus als seinem Herrn.:Setze dich an meine rechte Seite2,34 rechte Seite: Der Platz rechts neben einem Herrscher ist für seinen Stellvertreter bestimmt.,35während ich deine Feinde zu Boden werfe.Ich mache sie zum Schemel für deine Füße.‹36Daran soll ganz Israel2,36 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. mit unerschütterlicher Gewissheit erkennen:Diesen Jesus2,36 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ,den ihr gekreuzigt2,36 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. habt,hat Gott zum Herrn2,36 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. und Christus2,36 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. gemacht.«

Die Wirkung der Predigt

37Mit seinen Worten traf Petrus2,37 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. die Zuhörer mitten ins Herz.Sie fragten ihn und die anderen Apostel2,37 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. :»Ihr Brüder2,37 Männer: Angesprochen sind die Männer als Repräsentanten der Familie oder der Gemeinde. Es ist aber davon auszugehen, dass auch viele Frauen und Kinder anwesend und ebenfalls angesprochen waren.,was sollen wir tun?«38Petrus2,38 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. antwortete ihnen:»Ändert euer Leben!Lasst euch alle taufen2,38 Taufe: Taufen bedeutet vom Wortsinn her »in Wasser eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld.auf den Namen2,38 Name: Der Name steht in biblischer Zeit für den Träger des Namens selbst. Wer im Namen von jemandem handelt, handelt nicht nur in seinem Auftrag oder mit seiner Vollmacht. Durch ihn handelt vielmehr der Auftraggeber selbst. von Jesus Christus.Dann wird Gott euch eure Schuld2,38 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. vergebenund euch den Heiligen Geist2,38 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. schenken.39Diese Zusage gilt für euchund eure Kinder.Und sie gilt für alle Menschen,die jetzt noch fern sind.Denn der Herr2,39 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist., unser Gott,wird sie zum Glauben2,39 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. an Jesus2,39 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. hinzurufen.«

40Mit diesen und noch vielen weiteren Wortenbeschwor Petrus2,40 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. die Leuteund ermahnte sie:»Lasst euch retten!Wendet euch ab von dieser Generation,die durch und durch schuldbeladen2,40 schuldbeladen: Gemeint ist die Schuld, die Menschen durch die Kreuzigung von Jesus auf sich geladen haben. ist!«41Viele nahmen die Botschaft an,die Petrus verkündet hatte,und ließen sich taufen2,41 Taufe: Taufen bedeutet vom Wortsinn her »in Wasser eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld..Ungefähr 3000 Menschenkamen an diesem Tag zur Gemeinde dazu.

Das Leben der Gemeinde

42Die Menschen, die zum Glauben2,42 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. gekommen waren,trafen sich regelmäßig.Sie ließen sich von den Aposteln2,42 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. unterweisen,pflegten ihre Gemeinschaft,brachen das Brot2,42 Brotbrechen: Frühchristliche Bezeichnung für die Feier des Abendmahls. und beteten2,42 Gebetszeiten, tägliche Gebete: Zur Zeit von Jesus trafen sich die Juden mehrmals am Tag zum gemeinsamen Gebet. Die frühen Christen übernahmen diesen Brauch..43Die Menschen in Jerusalem wurden von Furcht ergriffen.Denn durch die Apostel2,43 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. geschahen viele Wunder2,43 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. und Zeichen2,43 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. .44Alle Glaubenden2,44 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. hielten zusammenund verfügten gemeinsam über ihren Besitz.45Immer wieder verkauften sie Grundstückeoder sonstiges Eigentum.Sie verteilten den Erlös an alle Bedürftigen –je nachdem,wie viel jemand brauchte.46Tag für Tag versammelten sie sich als Gemeinschaft im Tempel2,46 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes..In den Häusern hielten sie die Feier des Brotbrechens2,46 Brotbrechen: Frühchristliche Bezeichnung für die Feier des Abendmahls. und teilten das Mahl voll Freudeund in aufrichtiger Herzlichkeit.47Sie lobten Gottund waren beim ganzen Volk beliebt.Der Herr2,47 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist. ließ täglichweitere Menschen zur Gemeinde hinzukommen,die gerettet werden sollten.
3

Die ersten Christen in Jerusalem

3,1–5,42

Erste Anfeindungen

3,1–4,31

Ein Gelähmter wird geheilt

31Einmal gingen Petrus3,1 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. und Johanneszum Tempel3,1 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. hinauf.Es war um die neunte Stunde3,1 neunte Stunde: 15:00 Uhr.,die Zeit für das Nachmittagsgebet3,1 Gebetszeiten, tägliche Gebete: Zur Zeit von Jesus trafen sich die Juden mehrmals am Tag zum gemeinsamen Gebet. Die frühen Christen übernahmen diesen Brauch..2Da wurde ein Mann herbeigetragen,der von Geburt an gelähmt war.Tag für Tag setzte man ihnan das Tor zum Tempelvorhof3,2 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes.,das die »Schöne Pforte3,2 Schöne Pforte: Eines der Eingangstore, durch die man von der Stadt zum Tempel in Jerusalem gelangte.« genannt wird.Dort sollte er bei den Tempel3,2 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes.besuchernum eine Gabe betteln.

3Der Mann sah Petrus3,3 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. und Johannes,die gerade in den Tempel3,3 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. gehen wollten.Und er bat sie um eine Gabe.4Petrus und Johannes schauten zu ihm hin,und Petrus sagte:»Sieh uns an!«5Der Gelähmte blickte zu ihnen aufund erwartete,etwas von ihnen zu bekommen.6Doch Petrus3,6 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. sagte:»Gold und Silber habe ich nicht.Aber was ich habe,das gebe ich dir:Im Namen von Jesus3,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. Christus3,6 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. ,dem Nazoräer3,6 Nazoräer: Beschreibung der Herkunft von Jesus aus Nazaret; vielleicht auch eine alte Bezeichnung für Jesus als Messias (Christus):Steh aufund geh umher!«7Petrus3,7 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. fasste den Mann bei der rechten Handund zog ihn hoch.Im selben Augenblick kam Kraftin seine Füße und Gelenke.

8Mit einem Sprung war er auf den Beinenund machte ein paar Schritte.Er folgte Petrus3,8 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. und Johannes in den Tempel3,8 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes..Dort lief er umher,sprang vor Freudeund lobte Gott.9Das ganze Volk sah,wie er umherliefund Gott lobte.10Sie erkannten in ihm den Bettler,der immer an der Schönen Pforte3,10 Schöne Pforte: Eines der Eingangstore, durch die man von der Stadt zum Tempel in Jerusalem gelangte. des Tempels3,10 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes.gesessen hatte.Sie stauntenund konnten nicht fassen,was mit ihm geschehen war.

Petrus spricht im Tempel

11Der geheilte Mann wich Petrus3,11 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. und Johannesnicht mehr von der Seite.Das ganze Volk lief zusammen.Staunend umringte es sie in der Salomohalle3,11 Salomohalle: Säulenhalle auf dem Tempelplatz..12Als Petrus3,12 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. die Leute sah,sagte er zu ihnen:»Ihr Männer3,12 Männer: Angesprochen sind die Männer als Repräsentanten der Familie oder der Gemeinde. Es ist aber davon auszugehen, dass auch viele Frauen und Kinder anwesend und ebenfalls angesprochen waren. von Israel3,12 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. ,worüber staunt ihr?Was starrt ihr uns so an?Dass er umherlaufen kann,haben wir nicht aus eigener Kraft bewirkt.Auch nicht,weil wir ein Leben führen,das Gott gefällt.13Es war der Gott Abrahams3,13 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. , Isaaks3,13 Isaak: Einziger Sohn von Abraham und Sara. und Jakobs3,13 Jakob: Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme. ,der Gott unserer Vorfahren,der dies bewirkt hat.Damit hat er seinen Diener3,13 Diener Gottes: Bezeichnung für eine Person, die in enger Verbindung zu Gott steht. Jesus3,13 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. in seiner Herrlichkeit3,13 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. sichtbar gemacht –denselben Jesus3,13 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ,den ihr Pilatus3,13 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. ausgeliefert habt.

Ihr habt ihn preisgegeben,obwohl Pilatus3,13 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. schon entschieden hatte,ihn freizulassen.14Ihr habt den abgelehnt,der heilig3,14 heilig: Heilig ist in der Bibel alles, was zu Gott gehört und mit ihm in Verbindung steht. und gerecht3,14 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach den Vorstellungen Gottes. ist.Und ihr habt verlangt,dass ein Mörder begnadigt wird.15Ihr habt den getötet,der das Leben bringt.Doch Gott hat ihn vom Tod auferweckt3,15 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. .Dafür sind wir Zeugen.16Dieser Mann,den ihr hier sehtund den ihr kennt,hat an Jesus3,16 an Jesus: Wörtlich »an seinen Namen«, d. h. an den Namen von Jesus. geglaubt3,16 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott..Und dieser Glaube3,16 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. hat bewirkt,dass seine Beine ihn tragen.Der Glaube3,16 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,den Jesus3,16 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. in ihm geweckt hat,hat ihn völlig geheilt.Vor euren Augen ist das geschehen.

17Brüder,ich weiß wohl,dass ihr aus Unwissenheit so gehandelt3,17 so gehandelt: Als sie Jesus haben töten lassen (vgl. Apostelgeschichte 3,13-15). habt –genau wie die führenden Männer bei euch.18Aber Gott ließ dadurch in Erfüllung gehen,was er durch alle Propheten3,18 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. angekündigt hatte:dass sein Christus3,18 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. leiden3,18 leiden: Gemeint ist die ganze Geschichte vom Leiden und Tod von Jesus, wie sie in Lukas 22,1–23,56 erzählt wird. Vgl. auch Markus 14,1–15,47; Matthäus 26,1–27,66. muss.19Ändert also euer Lebenund kehrt zu Gott zurück.Dann wird er eure Schuld3,19 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. tilgen!20So lässt der Herr3,20 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist. für euch die Heilszeit3,20 Heilszeit: Wenn Jesus Christus wiederkommt, bricht endgültig die Zeit einer heilen Welt an – ohne Satan, Schuld und Tod. anbrechen.Er wird den Christus3,20 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. schicken,den er für euch zum Retter bestimmt hat:Jesus3,20 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. .21Zunächst muss der Himmel3,21 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. ihn aufnehmen.Dort bleibt er,bis er der ganzen Welt das Heil bringt.Das hat Gott durch seine heiligen Propheten3,21 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.von jeher angekündigt.

22Mose3,22 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. hat nämlich gesagt3,22 gesagt: Das Zitat stammt aus 5. Mose/Deuteronomium 18,15 und 5. Mose/Deuteronomium 18,19.:›Der Herr3,22 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist., euer Gott,wird aus eurer Mitteeinen Propheten3,22 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. wie mich für euch berufen.Auf den sollt ihr hörenin allem,was er euch sagt!23Wer nicht auf diesen Propheten3,23 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. hört,wird aus dem Volk ausgestoßen.‹24Auch Samuel und alle Propheten3,24 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.,die nach ihm kamen,haben davon gesprochen.Sie haben angekündigt,was in diesen Tagen geschieht.25Ihr seid die Nachkommen dieser Propheten3,25 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat..Und ihr habt Anteil an demselben Bund3,25 Bund: Eine gegenseitige Verpflichtung zwischen zwei Partnern, die durch einen förmlichen Vertrag geregelt sein kann. ,den Gott mit euren Vorfahren geschlossen hat.Denn er hat zu Abraham3,25 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. gesagt3,25 gesagt: Das Zitat lehnt sich an 1. Mose/Genesis 12,3 an.:›Durch einen deiner Nachkommen3,25 einen deiner Nachkommen: Gemeint ist Jesus Christus; im Griechischen sind Einzahl und Mehrzahl von »Nachkommen« sprachlich identisch.werde ich alle Völker der Erde segnen3,25 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt..‹26Dazu hat Gott seinen Diener3,26 Diener Gottes: Bezeichnung für eine Person, die in enger Verbindung zu Gott steht. Jesus3,26 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. berufenund ihn zuerst zu euch geschickt.Er soll euch segnen3,26 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt.,damit ihr euch von euren bösen Taten abwendet –und zwar jeder Einzelne von euch.«
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Petrus und Johannes vor dem jüdischen Rat

41Petrus4,1 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. und Johannes waren noch dabei,zum Volk zu sprechen.Auf einmal kamen die Priester4,1 Priester: Er hatte den Gottesdienst zu leiten, Opfer darzubringen und den Willen Gottes zu deuten.,der Hauptmann4,1 Hauptmann: Lateinisch: »Centurio«. Militärischer Rang im römischen Heer; der Führer einer Hundertschaft. der Tempelwache4,1 Tempelwache: Polizeitruppe in Jerusalem, die unter dem Kommando der jüdischen Behörden stand und für die äußere Ordnung im Tempelbereich zuständig war.sowie die Sadduzäer4,1 Sadduzäer: Eine jüdische Religionspartei, der die vornehmen Priesterfamilien und Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht angehörten. auf sie zu.2Sie waren aufgebracht,weil Petrus4,2 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. und Johannes vor dem Volk als Lehrer auftraten.Und weil sie die Auferweckung4,2 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. vom Tod verkündeten,wie sie an Jesus4,2 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. geschehen war.3Sie nahmen die beiden festund sperrten sie bis zum nächsten Morgen ins Gefängnis.Es war nämlich schon Abend.4Viele, die Petrus4,4 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. reden gehört hatten,kamen zum Glauben4,4 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott..So stieg allein die Zahl der Männer4,4 Männer: Gezählt wurden offensichtlich nur die Männer als Familienoberhaupt. Sicher stießen aber auch viele Frauen und Kinder zur Gemeinde. in der Gemeinde auf fünftausend.

5Dann, am nächsten Morgen,trafen sich in Jerusalem4,5 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. die Mitglieder des jüdischen Rats4,5 jüdischer Rat: Zur Zeit von Jesus die oberste Behörde des Judentums. mit den Ratsältesten4,5 Ratsälteste, Ratsmitglieder: Mitglieder des jüdischen Rates, die keine Priester oder Theologen waren.und den Schriftgelehrten4,5 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst..6Auch der Oberste Priester4,6 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. Hannas war dabei,ebenso Kajaphas, Johannes, Alexanderund all die anderen,die zur Familie des Obersten Priesters4,6 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. gehörten.7Sie ließen Petrus4,7 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. und Johannes vorführenund verhörten sie:»Woher hattet ihr Kraft,den Gelähmten zu heilen?In wessen Namen4,7 Name: Der Name steht in biblischer Zeit für den Träger des Namens selbst. Wer im Namen von jemandem handelt, handelt nicht nur in seinem Auftrag oder mit seiner Vollmacht. Durch ihn handelt vielmehr der Auftraggeber selbst.habt ihr das getan?«

8Da wurde Petrus4,8 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. vom Heiligen Geist4,8 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. erfüllt.Er antwortete ihnen:»Ihr führenden Männer des Volkes!Ihr Ratsältesten4,8 Ratsälteste, Ratsmitglieder: Mitglieder des jüdischen Rates, die keine Priester oder Theologen waren.!9Ihr verhört uns heute,weil wir einem kranken Menschen geholfen haben.Ihr wollt erfahren,wodurch dieser geheilt worden ist.10Nun, ihr alleund das ganze Volk Israel4,10 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. soll es wissen:Er ist im Namen4,10 Name: Der Name steht in biblischer Zeit für den Träger des Namens selbst. Wer im Namen von jemandem handelt, handelt nicht nur in seinem Auftrag oder mit seiner Vollmacht. Durch ihn handelt vielmehr der Auftraggeber selbst. von Jesus4,10 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. Christus4,10 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. , dem Nazoräer4,10 Nazoräer: Beschreibung der Herkunft von Jesus aus Nazaret; vielleicht auch eine alte Bezeichnung für Jesus als Messias (Christus),geheilt worden.Den habt ihr gekreuzigt4,10 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde.,und den hat Gott vom Tod auferweckt4,10 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. .Durch die Kraft seines Namens4,10 Name: Der Name steht in biblischer Zeit für den Träger des Namens selbst. Wer im Namen von jemandem handelt, handelt nicht nur in seinem Auftrag oder mit seiner Vollmacht. Durch ihn handelt vielmehr der Auftraggeber selbst.steht dieser Mann hier gesund vor euch.11Jesus4,11 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ist der Stein,von dem die Heilige Schrift4,11 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. spricht4,11 spricht: Das Zitat stammt aus Psalm 118,22. Mit diesem Zitat hatte schon Jesus seinen Tod, seine Auferstehung und das kommende Gericht Gottes gedeutet, vgl. Lukas 20,17.:der Stein,den ihr – die Bauleute – verworfen habt4,11 verwerfen: Für das Fundament lassen sich nur Steine von bester Qualität gebrauchen. Die Bauleute begutachten sie und sortieren sie aus..Er ist zum Grundstein4,11 Grundstein, Eckstein: Fundamentstein, der für das Bauwerk unverzichtbar ist. geworden.12Kein anderer kann Rettung bringen.Und Gott hat uns auch keinen anderen Namen4,12 Name: Der Name steht in biblischer Zeit für den Träger des Namens selbst. Wer im Namen von jemandem handelt, handelt nicht nur in seinem Auftrag oder mit seiner Vollmacht. Durch ihn handelt vielmehr der Auftraggeber selbst.unter dem Himmel4,12 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. bekannt gemacht.Es gibt sonst keinen Menschen,durch den wir Rettung finden.«

13Die Mitglieder des jüdischen Rats4,13 Ratsälteste, Ratsmitglieder: Mitglieder des jüdischen Rates, die keine Priester oder Theologen waren. wunderten sich,wie unerschrocken Petrus4,13 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. und Johannes auftraten.Dabei waren sie doch keine Gelehrten,sondern einfache Leute.Gleichzeitig erkannten sie,dass die beiden zu Jesus4,13 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. gehört hatten.14Und sie sahen den Geheilten bei ihnen stehen.Da waren sie nicht in der Lage,Petrus4,14 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. und Johannes zu widerlegen.15Sie befahlen den beiden,die Ratsversammlung zu verlassen.Dann beratschlagten sie16und sagten zueinander:»Was sollen wir mit diesen Menschen tun?Offensichtlich ist durch sie ein Zeichen4,16 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. geschehen.Das wissen alle Bewohner von Jerusalem4,16 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. .Und wir können es nicht bestreiten!17Aber die ganze Sache soll im Volknicht noch mehr bekannt werden.Deshalb werden wir ihnen verbieten,künftig noch einmal zu irgendjemandim Namen4,17 Name: Der Name steht in biblischer Zeit für den Träger des Namens selbst. Wer im Namen von jemandem handelt, handelt nicht nur in seinem Auftrag oder mit seiner Vollmacht. Durch ihn handelt vielmehr der Auftraggeber selbst. von Jesus4,17 Jesus: