BasisBibel NT+Ps (BB)
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Vorwort

11Lieber Theophilus1,1 Theophilus: Er war vermutlich ein angesehener Christ; Genaueres ist über ihn nicht bekannt.,im ersten Bericht1,1 erster Bericht: Gemeint ist »Die Gute Nachricht nach Lukas«, die in heutigen in Bibelausgaben durch »Die Gute Nachricht nach Johannes« von ihrer Fortsetzung in der Geschichte der Apostel getrennt ist. habe ich alles aufgeschrieben,was Jesus1,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. getan und gelehrt hat –und zwar von Anfang an2bis zu dem Tag,an dem er in den Himmel1,2 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. aufgenommen wurde.

Vorher hatte er den Aposteln1,2 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. noch Anweisungen für die Zukunft gegeben.Die Apostel1,2 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. hatte ermit der Hilfe des Heiligen Geistes1,2 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. ausgewählt.3Nach seinem Leiden1,3 Leiden: Gemeint ist die ganze Geschichte vom Leiden und Tod von Jesus, wie sie in Lukas 22,1–23,56 erzählt wird. Vgl. auch Markus 14,1–15,47; Matthäus 26,1–27,66. zeigte er sich ihnen immer wiederund bewies ihnen so,dass er lebt.Vierzig Tage1,3 vierzig Tage: Heilige Zahl, die ausdrückt, dass es sich um einen von Gott bestimmten Zeitraum handelt. lang erschien er ihnenund sprach zu ihnen über das Reich Gottes1,3 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«..

Die Vorgeschichte: Der Auftrag an die Jünger

1,4-26

Der Auftrag an die Jünger

1,4-14

Jesus wird in den Himmel aufgenommen

4Einmal, als Jesus1,4 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. mit den Aposteln1,4 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. zusammensaß,schärfte er ihnen ein:»Verlasst Jerusalem1,4 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. nicht!Wartet darauf,dass in Erfüllung geht,was der Vater1,4 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. versprochen hat.Ihr habt es ja schon von mir gehört1,4 gehört: Vgl. Lukas 24,49. Hier verspricht Jesus seinen Jüngern, ihnen den Heiligen Geist zu senden. Er greift dabei das Wort von Johannes dem Täufer aus Lukas 3,16 auf.:5Johannes1,5 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. hat mit Wasser getauft1,5 taufen: Untertauchen im Wasser als Zeichen für das Abwaschen von Schuld. Wer sich von Johannes taufen ließ, bekannte: Ich will von meinem falschen Weg umkehren und nach Gottes Geboten leben..Aber ihr werdet in wenigen Tagenmit dem Heiligen Geist1,5 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. getauft werden.«

6Da fragten ihn die Versammelten:»Herr1,6 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., stellst du danndas Reich1,6 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. für Israel1,6 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. wieder her?«7Jesus1,7 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihnen:»Ihr braucht die Zeiten und Fristen nicht zu kennen.Mein Vater1,7 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. allein hat sie in seiner Vollmacht festgelegt.8Aber wenn der Heilige Geist1,8 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. auf euch herabkommt,werdet ihr Kraft empfangen.Dann werdet ihr meine Zeugen sein –in Jerusalem1,8 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. ,in ganz Judäa1,8 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. und Samarien1,8 Samarien, Samariter: Die Bewohner der Provinz Samaria.und bis ans Ende der Erde.«

9Nach diesen Wortenwurde er vor ihren Augen emporgehoben.Eine Wolke nahm ihn auf,sodass sie ihn nicht mehr sehen konnten.10Die Apostel1,10 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. starrten wie gebannt zum Himmel1,10 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.,während er verschwand.Und sieh doch:Da standen zwei weiß gekleidete Männer bei ihnen.11Die sagten:»Ihr Männer aus Galiläa1,11 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene.,was steht ihr daund schaut zum Himmel1,11 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.?Dieser Jesus1,11 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wurde aus eurer Mittein den Himmel1,11 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. aufgenommen.Er wird auf dieselbe Weise wiederkommen,wie er vor euren Augenzum Himmel1,11 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. weggegangen ist.«

12Danach kehrten die Apostel1,12 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. vom Ölberg1,12 Ölberg: Ein Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem. nach Jerusalem1,12 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. zurück.Der Ölberg1,12 Ölberg: Ein Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem. liegt nahe bei Jerusalem1,12 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. ,nur etwa einen Sabbatweg1,12 Sabbatweg: Wegstrecke, die am Sabbat zurückgelegt werden darf. Entspricht etwa 900 Metern. entfernt.

Wieder in Jerusalem

13In Jerusalem1,13 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. gingen die Apostel1,13 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. in den Raum im oberen Stockwerk1,13 Raum im oberen Stockwerk: Größerer Raum im oberen Stockwerk des Hauses, der von außen über eine Treppe erreicht werden konnte. In solchen Räumen trafen sich oft die jüdischen Gelehrten mit ihren Schülern. Hier handelt es sich wahrscheinlich um den Versammlungsraum der ersten christlichen Gemeinde in Jerusalem. des Hauses1,13 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war.,wo sie sich meistens aufhielten.

Es waren:Petrus1,13 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon., Johannes, Jakobus und Andreas,Philippus und Thomas,Bartolomäus und Matthäus,Jakobus, der Sohn des Alphäus,Simon der Zelot1,13 Zeloten: Politisch aktive Gruppe im Judentum zur Zeit von Jesus. Der Name kommt aus dem Griechischen und bedeutet Eiferer. und Judas, der Sohn des Jakobus.14Sie alle kamen immer wieder dort zusammen,um gemeinsam zu beten1,14 Gebet: Reden des Menschen mit Gott..Auch die Frauen1,14 Frauen: In Lukas 8,2-3 wird von Frauen berichtet, die Jesus auf seinem Weg begleiten und ihn unterstützen. waren dabei,darunter Maria, die Mutter von Jesus1,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ,und seine Brüder.

Eine Lücke wird geschlossen

1,15-26

Matthias wird in den Kreis der Apostel nachgewählt

15Einmal während dieser Zeittrat Petrus1,15 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. im Kreis der Brüder1,15 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. auf.Es waren etwa 120 Personen versammelt.Er sagte:16»Ihr Brüder1,16 Männer: Angesprochen sind die Männer als Repräsentanten der Familie oder der Gemeinde. Es ist aber davon auszugehen, dass auch viele Frauen und Kinder anwesend und ebenfalls angesprochen waren.!Was in der Heiligen Schrift1,16 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. steht,musste in Erfüllung gehen:Der Heilige Geist1,16 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. hat durch David1,16 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. vorausgesagt,was mit Judas geschehen wird.Judas hat ja den Männern,die Jesus1,16 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. festnehmen sollten,den Weg gezeigt1,16 gezeigt: Petrus bezieht sich auf die Festnahme von Jesus, die in Lukas 22,47-53 berichtet wird. Bereits vorher, in Lukas 22,3-6 wird erzählt, wie Judas mit den führenden Priestern vereinbart, ihnen Jesus in die Hände zu liefern..17Dabei gehörte er doch zu unsund hatte denselben Auftrag bekommen wie wir.18Von dem Lohn1,18 Lohn: Gemeint ist der Lohn, den Judas nach Lukas 22,3-6 dafür erhält, dass er den führenden Priestern den Aufenthaltsort von Jesus verrät. für die ungerechte Tatkaufte sich Judas ein Stück Land.Dort kam er durch einen Sturz1,18 durch einen Sturz: Wörtlich heißt es in Vers 18: »Dort stürzte er vornüber«. ums Leben.Sein Leib platzte aufund die Eingeweide quollen heraus.19Alle Bewohner von Jerusalem1,19 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. haben davon erfahren.Deshalb wird dieses Stück Landin ihrer Sprache ›Hakeldamach‹ genannt.Das bedeutet ›Blutacker‹.20Denn im Buch der Psalmen steht1,20 steht: Das Zitat folgt der griechischen Übersetzung von Psalm 69,26.:›Sein Haus soll leer stehen,niemand soll mehr darin wohnen.‹Und1,20 Und: Das Zitat stammt aus Psalm 109,8.:›Sein Amt soll ein anderer übernehmen!‹21Sein Nachfolger muss einer von den Männern sein,die schon immer bei uns waren –während der ganzen Zeit,in der Jesus1,21 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. , der Herr1,21 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.,bei uns ein und aus ging:22angefangen von der Taufe1,22 taufen: Untertauchen im Wasser als Zeichen für das Abwaschen von Schuld. Wer sich von Johannes taufen ließ, bekannte: Ich will von meinem falschen Weg umkehren und nach Gottes Geboten leben. durch Johannes1,22 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. bis zu dem Tag,an dem Jesus1,22 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. in den Himmel1,22 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. aufgenommen wurde.Einer, auf den dies zutrifft,soll künftig gemeinsam mit uns Zeuge dafür sein,dass Jesus1,22 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. auferstanden1,22 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. ist.«

23Die Versammelten stellten zwei Männer zur Wahl:Josef, der auch Barsabbas genannt wurdeund den Beinamen Justus trug,und Matthias.24Dann beteten1,24 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. sie:»Herr, du kennst die Herzen1,24 Herz: Das Herz gilt als Sitz des Verstandes und des Willens und damit auch als Ort der Entscheidung über richtiges und falsches Handeln. aller Menschen.Zeige uns,welchen von diesen beidendu ausgewählt hast.25Der soll anstelle von Judasdiese Aufgabe übernehmenund Apostel1,25 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. werden.Judas hat seinen Platz ja verlassen,um an den Ort zu gehen,wo er hingehört.«26Man gab den beiden Männern Lose.Das Los fiel auf Matthias,und er ergänzte den Kreis der elf Apostel1,26 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. .
2

Die Gute Nachricht in Jerusalem

2,1–5,42

Die Jünger empfangen den Heiligen Geist

2,1-47

Pfingsten: Der Heilige Geist kommt

21Dann kam der Pfingsttag2,1 Pfingsttag: Wörtlich heißt es in Vers 1: »Dann kam der fünfzigste Tag«. Gemeint ist der fünfzigste (Griechisch: Pentekoste, aus dem das deutsche Wort Pfingsten entstanden ist) Tag nach dem Passafest. An diesem Tag wird das jüdische Wochenfest gefeiert..Alle2,1 Alle: Gemeint sind alle, die nach Apostelgeschichte 1,14 den Kern der ersten christlichen Gemeinde in Jerusalem bildeten: die Apostel, die Frauen und die Geschwister von Jesus. Dazu eine weitere Anzahl von nicht näher bestimmten Personen, aus deren Kreis Matthias nachgewählt worden war., die zu Jesus2,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. gehört hatten,waren an einem Ort versammelt.2Plötzlich kam vom Himmel2,2 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. her ein Rauschenwie von einem starken Wind.Das Rauschen erfüllte das ganze Haus2,2 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war.,in dem sie sich aufhielten.3Dann erschien ihnen etwas wie züngelnde Flammen.Die verteilten sichund ließen sich auf jedem Einzelnen von ihnen nieder.4Alle wurden vom Heiligen Geist2,4 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. erfüllt.Sie begannen,in fremden Sprachen2,4 Sprachen, fremde Sprachen: Das durch den Heiligen Geist bewirkte Reden in einer fremden, dem Sprecher vielleicht völlig unbekannten Sprache oder auch in einer völlig unbekannten Ausdrucksweise. zu reden –ganz so,wie der Geist2,4 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. es ihnen eingab.

5In Jerusalem2,5 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. lebten auch fromme Juden2,5 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. aus aller Welt,die sich hier niedergelassen hatten.6Als das Rauschen einsetzte,strömten sie zusammen.Sie waren verstört,denn jeder hörte siein seiner eigenen Sprache reden.7Erstaunt und verwundert sagten sie:»Sind das denn nicht alles Leute aus Galiläa2,7 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene.,die hier reden?8Wie kommt es,dass jeder von unssie in seiner Muttersprache reden hört?9Wir kommen aus Persien2,9 Persien: Gebirgslandschaft östlich des persischen Golfs im heutigen Iran., Medien2,9 Medien: Gebiet im Gebirgsland östlich von Assyrien im Nordwesten des heutigen Iran. und Elam2,9 Elam: Gebiet östlich von Babylonien, entspricht ungefähr dem heutigen Südwest-Iran..Wir stammen aus Mesopotamien,Judäa2,9 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. , Kappadozien2,9 Kappadozien: Römische Provinz im östlichen Teil Kleinasiens.,aus Pontus2,9 Pontus: Gebiet im Nordosten Kleinasiens am Schwarzen Meer. und der Provinz Asien2,9 Asia, Provinz Asien: Die römische Provinz Asien (griechisch Asia) umfasste den westlichen Teil von Kleinasien (heute Türkei) mit der Hauptstadt Ephesus. ,10aus Phrygien2,10 Phrygien: Gebiet im Hochland Zentralanatoliens. und Pamphylien2,10 Pamphylien: Gebiet an der Südküste Kleinasiens..Aus Ägypten2,10 Ägypten: Land am Nil, eine der ältesten Stätten menschlicher Kultur. und der Gegend von Zyrene2,10 Zyrene: Gegend in Nordafrika, benannt nach der gleichnamigen Stadt. in Libyen2,10 Libyen: Gebiet in Nordafrika, westlich von Ägypten.,ja sogar aus Rom2,10 Rom, Römer: Zur Zeit von Jesus stand der gesamte Mittelmeerraum und somit auch das Land der Bibel unter römischer Vorherrschaft. sind Besucher hier.11Wir sind Juden2,11 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. von Geburt anund Fremde,die zum jüdischen2,11 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Glauben übergetreten sind.Auch Kreter und Araber2,11 Kreter und Araber: Kreter und Araber stehen stellvertretend für Insel- und Wüstenbewohner und repräsentieren die Bewohner des römischen Reiches in West und Ost. sind dabei.Wir alle hören diese Leutein unseren eigenen Sprachen erzählen,was Gott Großes getan hat.«12Erstaunt und ratlos sagte einer zum anderen:»Was hat das wohl zu bedeuten?«13Wieder andere spotteten:»Die haben zu viel neuen Wein2,13 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. getrunken!«

Die Pfingstpredigt des Apostels Petrus

14Da trat Petrus2,14 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. vor die Mengeund mit ihm die anderen elf Apostel2,14 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. .Mit lauter Stimme rief er ihnen zu:»Ihr Männer2,14 Männer: Angesprochen sind die Männer als Repräsentanten der Familie oder der Gemeinde. Es ist aber davon auszugehen, dass auch viele Frauen und Kinder anwesend und ebenfalls angesprochen waren. von Judäa2,14 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. !Bewohner von Jerusalem2,14 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. !Lasst euch erklären,was hier vorgeht,und hört mir gut zu!15Diese Leute sind nicht betrunken,wie ihr meint.Es ist ja erst die dritte Stunde2,15 dritte Stunde: dritte Stunde: 9:00 Uhr. des Tages.16Nein, was hier geschieht,hat der Prophet2,16 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Joel vorhergesagt2,16 vorhergesagt: Das folgende Zitat stammt aus Joel 3,1-5.:17›Gott spricht:Das wird in den letzten Tagen2,17 letzter Tag, Tag des Gerichts: Der Tag, an dem Jesus Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und seine Königsherrschaft bricht endgültig an. geschehen:Ich werde meinen Geist2,17 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. über alle Menschen2,17 Fleisch: Wörtlich »Fleisch«. Gemeint ist der ganze Mensch mit Leib und Seele. Das Fleisch gehört zur Erde, im Gegensatz dazu gehört der Geist zum Bereich Gottes. ausgießen.Eure Söhne und eure Töchter werden als Propheten2,17 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. reden.Eure jungen Männer werden Visionen schauenund eure Alten von Gott gesandte Träume träumen.18Über alle, die mir dienen,Männer und Frauen,werde ich in diesen Tagen meinen Geist2,18 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. ausgießen.Und sie werden als Propheten2,18 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. reden.19Ich werde Wunder2,19 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. tun droben am Himmel2,19 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt..Und ich werde Zeichen2,19 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. erscheinen lassen unten auf der Erde:Blut2,19 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. und Feuerund dichte Rauchwolken.20Die Sonne wird sich verfinstern,und der Mond wird sich in Blut2,20 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. verwandeln.Dies alles geschieht,bevor der große und prächtige Tag des Herrn2,20 Tag des Herrn: Der »große und prächtige Tag des Herrn« ist der Tag, an dem Jesus, der Menschensohn, wiederkommt. Das ist gleichzeitig der Tag, an dem Gott über die Welt Gericht hält. Vgl. Lukas 21,5-36, insbesondere Lukas 21,10-11 und Lukas 21,25-26. anbricht.21Jeder, der dann den Namen2,21 Name: Der Name steht in biblischer Zeit für den Träger des Namens selbst. Wer im Namen von jemandem handelt, handelt nicht nur in seinem Auftrag oder mit seiner Vollmacht. Durch ihn handelt vielmehr der Auftraggeber selbst. des Herrn2,21 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. anruft,wird gerettet werden!‹

22Ihr Männer2,22 Männer: Angesprochen sind die Männer als Repräsentanten der Familie oder der Gemeinde. Es ist aber davon auszugehen, dass auch viele Frauen und Kinder anwesend und ebenfalls angesprochen waren. von Israel2,22 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. ,hört diese Worte:Es geht um Jesus2,22 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. , den Nazoräer2,22 Nazoräer: Beschreibung der Herkunft von Jesus aus Nazaret; vielleicht auch eine alte Bezeichnung für Jesus als Messias (Christus).Gott selbst hat euch gezeigt,wer er war.Mitten unter euch hat Gott durch ihnmachtvolle Taten,Wunder2,22 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. und Zeichen2,22 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. geschehen lassen.Das wisst ihr ja selbst!23Es war Gottes Wille und Plan,dass dieser Mann euch schutzlos ausgeliefert war.Und ihr habt ihn ans Kreuz2,23 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. schlagenund umbringen lassen –von Menschen,die das Gesetz2,23 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. Gottes nicht kennen.24Aber Gott hat ihn auferweckt2,24 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. und aus der Gewalt des Todes befreit.Denn der Tod hatte keine Macht über ihnund konnte ihn nicht festhalten.25Deshalb legt ihm schon David2,25 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. die Worte2,25 Worte: Das Zitat stammt aus Psalm 16,8-11. in den Mund:›Der Herr steht mir immer vor Augen.Mit ihm an meiner Seite falle ich nicht.26Darum ist mein Herz2,26 Herz: Das Herz gilt als Sitz des Verstandes und des Willens und damit auch als Ort der Entscheidung über richtiges und falsches Handeln. so fröhlich,und mein Mund jubelt vor Freude.Selbst wenn mein Leib2,26 Leib: Die Grundbedeutung des griechischen Wortes ist »Fleisch«. Es kann aber auch den menschlichen Körper bezeichnen. im Grab liegt,gibt es noch Hoffnung.27Ja, du gibst mich2,27 mich: Wörtlich heißt es in Vers 27: »meine Seele«. Die Seele steht für den ganzen Menschen. nicht dem Totenreich2,27 Hölle, Totenreich, Unterwelt: In der Antike Reich, in dem die Toten wohnen; auch Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht. preis.Du lässt nicht zu,dass dein treuer Diener verwest.28Du zeigst mir Wege zum Leben.Ungetrübte Freude finde ich in deiner Gegenwart.‹

29Ihr Brüder2,29 Männer: Angesprochen sind die Männer als Repräsentanten der Familie oder der Gemeinde. Es ist aber davon auszugehen, dass auch viele Frauen und Kinder anwesend und ebenfalls angesprochen waren.!Ich darf hier ja ganz offen sprechen:Unser Stammvater David2,29 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. ist damals gestorbenund wurde begraben.Sein Grab2,29 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren. ist noch heute bei uns zu sehen.30Er war ein Prophet2,30 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat..Er wusste:Gott hatte ihm feierlich geschworen,einen seiner Nachkommen2,30 Auf den Thron setzen: Gemeint ist hier der messianische König, der in Gottes Auftrag regiert und Israel von der Herrschaft der fremden Völker befreit.auf seinen Thron zu setzen.31Weil David2,31 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. das vorausgesehen hat,konnte er über die Auferstehung2,31 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. des Christus2,31 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. sagen:›Er wurde nicht dem Totenreich2,31 Hölle, Totenreich, Unterwelt: In der Antike Reich, in dem die Toten wohnen; auch Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht. überlassenund sein Körper2,31 Leib: Die Grundbedeutung des griechischen Wortes ist »Fleisch«. Es kann aber auch den menschlichen Körper bezeichnen. verweste nicht.‹32David2,32 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. hat hier von Jesus2,32 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. gesprochen.Den hat Gott auferweckt2,32 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. .Dafür sind wir alle Zeugen.33Er ist emporgehoben worden,sodass er an der rechten Seite2,33 rechte Seite: Der Platz rechts neben einem Herrscher ist für seinen Stellvertreter bestimmt. Gottes sitzt.Er hat vom Vater die versprochene Gabe erhalten:den Heiligen Geist2,33 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt..Den hat er über uns ausgegossen.Und genau das ist es,was ihr hier seht und hört.34Denn nicht David2,34 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. istin den Himmel2,34 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. hinaufgestiegen.Er sagt2,34 sagt: Das Zitat stammt aus Psalm 110,1. Denselben Psalm hatte nach Lukas 20,43-44 auch schon Jesus selbst zitiert. ja selbst:›Gott, der Herr2,34 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist., sprach zu meinem Herrn2,34 Herr: Nach der Auslegung von Petrus spricht David hier von Jesus als seinem Herrn.:Setze dich an meine rechte Seite2,34 rechte Seite: Der Platz rechts neben einem Herrscher ist für seinen Stellvertreter bestimmt.,35während ich deine Feinde zu Boden werfe.Ich mache sie zum Schemel für deine Füße.‹36Daran soll ganz Israel2,36 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. mit unerschütterlicher Gewissheit erkennen:Diesen Jesus2,36 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ,den ihr gekreuzigt2,36 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. habt,hat Gott zum Herrn2,36 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. und Christus2,36 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. gemacht.«

Die Wirkung der Predigt

37Mit seinen Worten traf Petrus2,37 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. die Zuhörer mitten ins Herz.Sie fragten ihn und die anderen Apostel2,37 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. :»Ihr Brüder2,37 Männer: Angesprochen sind die Männer als Repräsentanten der Familie oder der Gemeinde. Es ist aber davon auszugehen, dass auch viele Frauen und Kinder anwesend und ebenfalls angesprochen waren.,was sollen wir tun?«38Petrus2,38 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. antwortete ihnen:»Ändert euer Leben!Lasst euch alle taufen2,38 Taufe: Taufen bedeutet vom Wortsinn her »in Wasser eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld.auf den Namen2,38 Name: Der Name steht in biblischer Zeit für den Träger des Namens selbst. Wer im Namen von jemandem handelt, handelt nicht nur in seinem Auftrag oder mit seiner Vollmacht. Durch ihn handelt vielmehr der Auftraggeber selbst. von Jesus Christus.Dann wird Gott euch eure Schuld2,38 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. vergebenund euch den Heiligen Geist2,38 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. schenken.39Diese Zusage gilt für euchund eure Kinder.Und sie gilt für alle Menschen,die jetzt noch fern sind.Denn der Herr2,39 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist., unser Gott,wird sie zum Glauben2,39 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. an Jesus2,39 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. hinzurufen.«

40Mit diesen und noch vielen weiteren Wortenbeschwor Petrus2,40 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. die Leuteund ermahnte sie:»Lasst euch retten!Wendet euch ab von dieser Generation,die durch und durch schuldbeladen2,40 schuldbeladen: Gemeint ist die Schuld, die Menschen durch die Kreuzigung von Jesus auf sich geladen haben. ist!«41Viele nahmen die Botschaft an,die Petrus verkündet hatte,und ließen sich taufen2,41 Taufe: Taufen bedeutet vom Wortsinn her »in Wasser eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld..Ungefähr 3000 Menschenkamen an diesem Tag zur Gemeinde dazu.

Das Leben der Gemeinde

42Die Menschen, die zum Glauben2,42 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. gekommen waren,trafen sich regelmäßig.Sie ließen sich von den Aposteln2,42 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. unterweisen,pflegten ihre Gemeinschaft,brachen das Brot2,42 Brotbrechen: Frühchristliche Bezeichnung für die Feier des Abendmahls. und beteten2,42 Gebetszeiten, tägliche Gebete: Zur Zeit von Jesus trafen sich die Juden mehrmals am Tag zum gemeinsamen Gebet. Die frühen Christen übernahmen diesen Brauch..43Die Menschen in Jerusalem wurden von Furcht ergriffen.Denn durch die Apostel2,43 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. geschahen viele Wunder2,43 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. und Zeichen2,43 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. .44Alle Glaubenden2,44 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. hielten zusammenund verfügten gemeinsam über ihren Besitz.45Immer wieder verkauften sie Grundstückeoder sonstiges Eigentum.Sie verteilten den Erlös an alle Bedürftigen –je nachdem,wie viel jemand brauchte.46Tag für Tag versammelten sie sich als Gemeinschaft im Tempel2,46 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes..In den Häusern hielten sie die Feier des Brotbrechens2,46 Brotbrechen: Frühchristliche Bezeichnung für die Feier des Abendmahls. und teilten das Mahl voll Freudeund in aufrichtiger Herzlichkeit.47Sie lobten Gottund waren beim ganzen Volk beliebt.Der Herr2,47 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist. ließ täglichweitere Menschen zur Gemeinde hinzukommen,die gerettet werden sollten.
3

Die ersten Christen in Jerusalem

3,1–5,42

Erste Anfeindungen

3,1–4,31

Ein Gelähmter wird geheilt

31Einmal gingen Petrus3,1 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. und Johanneszum Tempel3,1 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. hinauf.Es war um die neunte Stunde3,1 neunte Stunde: 15:00 Uhr.,die Zeit für das Nachmittagsgebet3,1 Gebetszeiten, tägliche Gebete: Zur Zeit von Jesus trafen sich die Juden mehrmals am Tag zum gemeinsamen Gebet. Die frühen Christen übernahmen diesen Brauch..2Da wurde ein Mann herbeigetragen,der von Geburt an gelähmt war.Tag für Tag setzte man ihnan das Tor zum Tempelvorhof3,2 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes.,das die »Schöne Pforte3,2 Schöne Pforte: Eines der Eingangstore, durch die man von der Stadt zum Tempel in Jerusalem gelangte.« genannt wird.Dort sollte er bei den Tempel3,2 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes.besuchernum eine Gabe betteln.

3Der Mann sah Petrus3,3 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. und Johannes,die gerade in den Tempel3,3 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. gehen wollten.Und er bat sie um eine Gabe.4Petrus und Johannes schauten zu ihm hin,und Petrus sagte:»Sieh uns an!«5Der Gelähmte blickte zu ihnen aufund erwartete,etwas von ihnen zu bekommen.6Doch Petrus3,6 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. sagte:»Gold und Silber habe ich nicht.Aber was ich habe,das gebe ich dir:Im Namen von Jesus3,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. Christus3,6 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. ,dem Nazoräer3,6 Nazoräer: Beschreibung der Herkunft von Jesus aus Nazaret; vielleicht auch eine alte Bezeichnung für Jesus als Messias (Christus):Steh aufund geh umher!«7Petrus3,7 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. fasste den Mann bei der rechten Handund zog ihn hoch.Im selben Augenblick kam Kraftin seine Füße und Gelenke.

8Mit einem Sprung war er auf den Beinenund machte ein paar Schritte.Er folgte Petrus3,8 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. und Johannes in den Tempel3,8 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes..Dort lief er umher,sprang vor Freudeund lobte Gott.9Das ganze Volk sah,wie er umherliefund Gott lobte.10Sie erkannten in ihm den Bettler,der immer an der Schönen Pforte3,10 Schöne Pforte: Eines der Eingangstore, durch die man von der Stadt zum Tempel in Jerusalem gelangte. des Tempels3,10 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes.gesessen hatte.Sie stauntenund konnten nicht fassen,was mit ihm geschehen war.

Petrus spricht im Tempel

11Der geheilte Mann wich Petrus3,11 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. und Johannesnicht mehr von der Seite.Das ganze Volk lief zusammen.Staunend umringte es sie in der Salomohalle3,11 Salomohalle: Säulenhalle auf dem Tempelplatz..12Als Petrus3,12 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. die Leute sah,sagte er zu ihnen:»Ihr Männer3,12 Männer: Angesprochen sind die Männer als Repräsentanten der Familie oder der Gemeinde. Es ist aber davon auszugehen, dass auch viele Frauen und Kinder anwesend und ebenfalls angesprochen waren. von Israel3,12 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. ,worüber staunt ihr?Was starrt ihr uns so an?Dass er umherlaufen kann,haben wir nicht aus eigener Kraft bewirkt.Auch nicht,weil wir ein Leben führen,das Gott gefällt.13Es war der Gott Abrahams3,13 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. , Isaaks3,13