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12

Herodes Agrippa I. verfolgt die Gemeinde in Jerusalem

12,1-25

Jakobus wird hingerichtet, Petrus gefangen genommen

121Um diese Zeit ging König Herodes12,1 Herodes Agrippa I.: Ein Enkel von Herodes dem Großen. Er wird volkstümlich »Herodes« genannt, da er kurze Zeit (41–44 n. Chr.) das Reich seines Großvaters unter seiner Herrschaft vereinigte.mit äußerster Grausamkeitgegen einige Mitglieder der Gemeinde vor.2Jakobus, den Bruder des Johannes,ließ er enthaupten.3Herodes12,3 Herodes Agrippa I.: Ein Enkel von Herodes dem Großen. Er wird volkstümlich »Herodes« genannt, da er kurze Zeit (41–44 n. Chr.) das Reich seines Großvaters unter seiner Herrschaft vereinigte. merkte,dass das bei den Juden12,3 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Beifall fand.Da ließ er auch Petrus verhaften,und zwar während des Festes der Ungesäuerten Brote12,3 Fest der Ungesäuerten Brote: Erinnert an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Damals blieb keine Zeit, Sauerteigbrot zu backen, deshalb wird in dieser Festwoche nur ungesäuertes Brot gegessen..4Nach seiner Verhaftungließ Herodes12,4 Herodes Agrippa I.: Ein Enkel von Herodes dem Großen. Er wird volkstümlich »Herodes« genannt, da er kurze Zeit (41–44 n. Chr.) das Reich seines Großvaters unter seiner Herrschaft vereinigte. ihn ins Gefängnis werfen.Die Bewachung übertrug ervier Abteilungen12,4 vier Abteilungen: Damit wurden die vier Nachtwachen abgedeckt, in die die Nacht eingeteilt war. von je vier Soldaten.Nach dem Passafest12,4 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert.wollte er Petrus12,4 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. vor dem Volk öffentlich verurteilen.5So saß Petrus12,5 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. also streng bewacht im Gefängnis.Aber die Gemeinde betete Tag und Nacht für ihn zu Gott.

Petrus wird aus dem Gefängnis befreit

6In der Nacht,bevor Herodes12,6 Herodes Agrippa I.: Ein Enkel von Herodes dem Großen. Er wird volkstümlich »Herodes« genannt, da er kurze Zeit (41–44 n. Chr.) das Reich seines Großvaters unter seiner Herrschaft vereinigte. ihn öffentlich verurteilen wollte,schlief Petrus12,6 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. zwischen zwei der Soldaten.Er war mit zwei Ketten an sie gefesselt.Die beiden anderen Soldaten hielten vor der Zellentür Wache.7Und sieh doch:Der Engel12,7 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. des Herrn12,7 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist. trat hereinund Licht erhellte den Raum.Der Engel12,7 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. weckte Petrus12,7 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. mit einem Stoß in die Seiteund sagte:»Schnell, steh auf!«Dabei fielen Petrus12,7 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. die Ketten von den Händen ab.8Der Engel12,8 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. sagte zu ihm:»Binde dir den Gürtel umund zieh deine Sandalen12,8 Sandale: Im Altertum lief die einfache Bevölkerung innerhalb des Hauses und in der Ortschaft in der Regel barfuß. Für Reisen und bei der Arbeit auf dem Feld trug man jedoch Sandalen. an!«Petrus12,8 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. gehorchte.Dann sagte der Engel12,8 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes.:»Wirf deinen Mantel12,8 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. überund folge mir!«

9Petrus12,9 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. folgte ihm nach draußen.Er wusste nicht,dass es Wirklichkeit war,was er gerade mit dem Engel12,9 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. erlebte.Er glaubte zu träumen.10Sie gingen am ersten Wachposten vorbeiund auch am zweiten.Dann kamen sie zu dem eisernen Tor,das in die Stadt führte.Das Tor öffnete sich von selbst vor ihnen.Sie traten hinausund gingen bis zur nächsten Straße.Dann war der Engel12,10 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. plötzlich verschwunden.

11Petrus12,11 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. fasste sichund sagte:»Es ist tatsächlich wahr –der Herr12,11 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist. hat seinen Engel12,11 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. gesandt.Der hat mich aus der Hand des Herodes12,11 Herodes Agrippa I.: Ein Enkel von Herodes dem Großen. Er wird volkstümlich »Herodes« genannt, da er kurze Zeit (41–44 n. Chr.) das Reich seines Großvaters unter seiner Herrschaft vereinigte. befreit.Und er hat mich vor dem bewahrt,was ich vom jüdischen12,11 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Volk zu erwarten hatte.«12Als ihm das klar geworden war,ging er zum Haus von Maria.Sie war die Mutter von Johannes,der auch Markus genannt wurde.Viele aus der Gemeinde waren dort versammeltund beteten.

13Petrus12,13 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. klopfte an das Hoftor.Eine Dienerin12,13 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. kam,um zu öffnen.Ihr Name war Rhode.14Sie erkannte Petrus12,14 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. an der Stimme.Vor lauter Freude vergaß sie,das Tor zu öffnen.Sie lief zurück ins Haus12,14 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war.und meldete:»Petrus12,14 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. steht vor dem Tor!«15Die dort Versammelten sagten zu ihr:»Du bist verrückt.«Doch sie blieb dabei.Da hieß es:»Dann ist es wohl sein Engel12,15 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes.16Doch Petrus klopfte und klopfte.Schließlich öffneten sie die Tür.Als sie ihn sahen,waren sie außer sich vor Freude.17Petrus12,17 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. bat mit einer Handbewegung um Ruhe.Dann erzählte er ihnen,wie der Herr12,17 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist. ihn aus dem Gefängnis geführt hatte.Er sagte:»Berichtet das auch Jakobusund den anderen Brüdern12,17 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. Dann verabschiedete er sichund verließ die Stadt12,17 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. .

18Bei Tagesanbruch entstand große Aufregungunter den Soldaten.Sie fragten sich,was wohl mit Petrus12,18 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. geschehen war.19Denn jetzt wollte Herodes12,19 Herodes Agrippa I.: Ein Enkel von Herodes dem Großen. Er wird volkstümlich »Herodes« genannt, da er kurze Zeit (41–44 n. Chr.) das Reich seines Großvaters unter seiner Herrschaft vereinigte. ihn holen lassen,aber er war unauffindbar.Da ließ Herodes12,19 Herodes Agrippa I.: Ein Enkel von Herodes dem Großen. Er wird volkstümlich »Herodes« genannt, da er kurze Zeit (41–44 n. Chr.) das Reich seines Großvaters unter seiner Herrschaft vereinigte. die Wachposten verhörenund befahl,sie zur Hinrichtung abzuführen.Danach begab sich Herodes12,19 Herodes Agrippa I.: Ein Enkel von Herodes dem Großen. Er wird volkstümlich »Herodes« genannt, da er kurze Zeit (41–44 n. Chr.) das Reich seines Großvaters unter seiner Herrschaft vereinigte. von Judäa12,19 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. nach Cäsarea12,19 Cäsarea: Hafenstadt am Mittelmeer in der nördlichen Scharonebene im heutigen Israel. Hauptstadt der römischen Provinz Judäa. .Dort lag sein Regierungspalast.

Der Tod von Herodes Agrippa I.

20Damals lag Herodes12,20 Herodes Agrippa I.: Ein Enkel von Herodes dem Großen. Er wird volkstümlich »Herodes« genannt, da er kurze Zeit (41–44 n. Chr.) das Reich seines Großvaters unter seiner Herrschaft vereinigte. im Streitmit den Einwohnern von Tyrus12,20 Tyrus: Hauptstadt der Phönizier am Mittelmeer, nördlich von Israel (Libanon). und Sidon12,20 Sidon: Eine alte und bedeutende Hafenstadt in Phönizien..Gemeinsam schickten sie eine Abordnung zu ihmund baten um Frieden.Dabei konnten sie den königlichen Palastverwalter Blastusals Fürsprecher gewinnen.Die Einwohner von Tyrus12,20 Tyrus: Hauptstadt der Phönizier am Mittelmeer, nördlich von Israel (Libanon). und Sidon12,20 Sidon: Eine alte und bedeutende Hafenstadt in Phönizien.waren nämlich auf Nahrungsmittelaus dem Gebiet des Königs12,20 Herodes Agrippa I.: Ein Enkel von Herodes dem Großen. Er wird volkstümlich »Herodes« genannt, da er kurze Zeit (41–44 n. Chr.) das Reich seines Großvaters unter seiner Herrschaft vereinigte. angewiesen.21Am festgesetzten Tag12,21 am festgesetzten Tag: An dem Tag, an dem die Beilegung des Streits feierlich verkündet werden sollte. legte Herodes12,21 Herodes Agrippa I.: Ein Enkel von Herodes dem Großen. Er wird volkstümlich »Herodes« genannt, da er kurze Zeit (41–44 n. Chr.) das Reich seines Großvaters unter seiner Herrschaft vereinigte.seine königlichen Gewänder12,21 Gewand: Prächtiges, verziertes, langärmeliges Obergewand, das vor allem wohlhabende Leute anstelle des einfachen Hemdes trugen. an.Er nahm auf der Rednertribüne Platzund hielt eine Ansprache an die Abordnung.22Die Volksversammlung rief ihm zu:»Da hören wir die Stimme Gottesund nicht die eines Menschen!«23Im selben Augenblickschlug ihn der Engel12,23 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. des Herrn12,23 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist.,weil er nicht Gott die Ehre gab12,23 weil er Gott nicht die Ehre gab: sondern sich selbst als Gott verehren ließ. Der jüdische Historiker Josephus berichtet, dass Herodes Agrippa I. während eines öffentlichen Auftritts zusammenbrach und fünf Tage später starb..Er wurde von Würmern zerfressenund starb.

24Das Wort Gottes12,24 Wort (Gottes): Die Botschaft, dass Jesus der Christus ist. aber breitete sich immer weiter aus.25Barnabas und Saulus erfüllten in Jerusalem12,25 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. ihren Auftrag12,25 Auftrag: Den Auftrag, die Geldspende der Gemeinde in Antiochia für die Gemeinde in Jerusalem zu überbringen, vgl. Apostelgeschichte 11,27-30..Dann kehrten sie nach Antiochia12,25 Antiochia am Orontes: Hauptstadt der römischen Provinz Syrien. zurück.Johannes Markus12,25 Johannes Markus: Begleiter von Paulus und Barnabas auf der ersten Missionsreise. nahmen sie mit.
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Die erste Missionsreise von Barnabas und Paulus

13,1–14,28

Barnabas und Paulus werden für ihre Reise beauftragt

131In der Gemeinde von Antiochiagab es eine Reihe von Propheten13,1 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. und Lehrern13,1 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde.:Barnabas,Simeon, genannt Niger,Lukius von Zyrene13,1 Zyrene: Gegend in Nordafrika, benannt nach der gleichnamigen Stadt. ,Manaen,der gemeinsam mit dem Landesfürsten Herodes13,1 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr.erzogen worden war,und Saulus13,1 Saulus: Jüdischer Name von Paulus, der in der Apostelgeschichte vor dessen Bekehrung gebraucht wird. Bedeutender Apostel, der die gute Nachricht von Jesus v. a. unter den Heiden bekannt machte..2Einmal fasteten13,2 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken. sie für einige Zeitund widmeten sich ganz dem Gebet vor dem Herrn13,2 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist..Da sagte der Heilige Geist zu ihnen:»Stellt mir Barnabas und Saulus13,2 Saulus: Jüdischer Name von Paulus, der in der Apostelgeschichte vor dessen Bekehrung gebraucht wird. Bedeutender Apostel, der die gute Nachricht von Jesus v. a. unter den Heiden bekannt machte. für die Aufgabe frei,zu der ich sie berufen habe.«3Daraufhin fasteten13,3 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken. sie noch einmal,beteten13,3 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.,legten13,3 Handauflegung: Rituelle Geste, bei der eine höherstehende Person einer anderen Person die Hände auf den Kopf legt und dadurch bestimmte Rechte überträgt, einen Nachfolger einsetzt oder eine Person für eine Aufgabe bestimmt. ihnen die Hände auf13,3 Handauflegung: Rituelle Geste, bei der eine höherstehende Person einer anderen Person die Hände auf den Kopf legt und dadurch bestimmte Rechte überträgt, einen Nachfolger einsetzt oder eine Person für eine Aufgabe bestimmt.und ließen sie ziehen.

Barnabas und Paulus auf Zypern: Die Begegnung mit dem Zauberer Barjesus

4Der Heilige Geist13,4 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. schickte Saulus13,4 Saulus: Jüdischer Name von Paulus, der in der Apostelgeschichte vor dessen Bekehrung gebraucht wird. Bedeutender Apostel, der die gute Nachricht von Jesus v. a. unter den Heiden bekannt machte. und Barnabasauf den Weg.Sie begaben sich nach Seleuzia13,4 Seleuzia: Hafen von Antiochia am Orontes..Von dort fuhren sie mit dem Schiff nach Zypern13,4 Zypern: Insel im östlichen Mittelmeer. weiter.5In Salamis13,5 Salamis: Hafen an der Ostküste Zyperns. angekommen,verkündeten sie das Wort Gottes13,5 Wort (Gottes): Die Botschaft, dass Jesus der Christus ist.in den jüdischen13,5 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Synagogen13,5 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden..Als Helfer hatten sie noch Johannes13,5 Johannes Markus: Begleiter von Paulus und Barnabas auf der ersten Missionsreise. bei sich.

6Dann reisten sie über die ganze Insel bis nach Paphos13,6 Paphos: Hafenstadt an der Südküste Zyperns..Dort trafen sie einen Juden13,6 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. namens Barjesus.Der betrieb Zauberei13,6 Zauberei: Praktiken und Methoden, um Ereignisse, Menschen oder Gegenstände auf übernatürliche Art und Weise zu beeinflussen. und war ein falscher Prophet.7Er gehörte zum Gefolge des Gouverneurs13,7 Gouverneur: Herrscher bzw. Befehlshaber einer Region oder Provinz, der im Auftrag des römischen Reiches oder des Kaisers dort regiert. Sergius Paulus,der ein gebildeter Mann war.Der Gouverneur13,7 Gouverneur: Herrscher bzw. Befehlshaber einer Region oder Provinz, der im Auftrag des römischen Reiches oder des Kaisers dort regiert. hatte Barnabas und Saulus13,7 Saulus: Jüdischer Name von Paulus, der in der Apostelgeschichte vor dessen Bekehrung gebraucht wird. Bedeutender Apostel, der die gute Nachricht von Jesus v. a. unter den Heiden bekannt machte.zu sich rufen lassen,um die Botschaft Gottes zu hören.8Aber der Zauberer13,8 Zauberei: Praktiken und Methoden, um Ereignisse, Menschen oder Gegenstände auf übernatürliche Art und Weise zu beeinflussen. Elymas– so hieß er auf Griechisch –trat ihnen entgegen.Er versuchte mit allen Mitteln zu verhindern,dass der Gouverneur13,8 Gouverneur: Herrscher bzw. Befehlshaber einer Region oder Provinz, der im Auftrag des römischen Reiches oder des Kaisers dort regiert. zum Glauben13,8 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. kam.9Saulus13,9 Saulus: Jüdischer Name von Paulus, der in der Apostelgeschichte vor dessen Bekehrung gebraucht wird. Bedeutender Apostel, der die gute Nachricht von Jesus v. a. unter den Heiden bekannt machte.,der auch Paulus13,9 Paulus: Bedeutender Apostel, der die gute Nachricht von Jesus weit über das Land der Bibel hinaus bekannt machte. heißt,nahm Elymas fest in den Blick.Erfüllt vom Heiligen Geist13,9 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt.,10sagte er:»Du bist voll List und Tücke,du Sohn des Teufels13,10 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen.und Gegner von allem,was Gott will13,10 was Gott will: Wörtlich heißt es in Vers 10: »Gegner aller Gerechtigkeit«..Willst du nicht endlich aufhören,die klaren Anweisungen des Herrn13,10 die klaren Anweisungen des Herrn: Wörtlich heißt es in Vers 10: »Willst du nicht endlich aufhören, die geraden Wege des Herrn krumm zu machen?« Dabei handelt es sich um eine freie Anspielung auf Hosea 14,10. zu verdrehen?11Jetzt sieh!Der Herr wird dich bestrafen13,11 wird dich bestrafen: Wörtlich heißt es in Vers 11: »Die Hand des Herrn kommt über dich.«!Du wirst blind seinund eine Zeit lang die Sonne nicht mehr sehen!«Sofort wurde Elymas in tiefste Dunkelheit getaucht.Er tappte umherund suchte jemanden,der ihn an der Hand führte.12Als der Gouverneur13,12 Gouverneur: Herrscher bzw. Befehlshaber einer Region oder Provinz, der im Auftrag des römischen Reiches oder des Kaisers dort regiert. sah,was geschehen war,kam er zum Glauben13,12 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott..Er war tief beeindruckt,wie mächtig die Lehre des Herrn13,12 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. war.

Barnabas und Paulus in Antiochia in Pisidien: Paulus spricht in der Synagoge

13Paulus13,13 Paulus: Bedeutender Apostel, der die gute Nachricht von Jesus weit über das Land der Bibel hinaus bekannt machte. und seine Begleiter setzten mit dem Schiffvon Paphos13,13 Paphos: Hafenstadt an der Südküste Zyperns. nach Perge13,13 Perge: Stadt in Pamphylien an der südlichen Mittelmeerküste Kleinasiens. in Pamphylien13,13 Pamphylien: Gebiet an der Südküste Kleinasiens. über.Dort trennte sich Johannes13,13 Johannes Markus: Begleiter von Paulus und Barnabas auf der ersten Missionsreise. von ihnenund kehrte nach Jerusalem13,13 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. zurück.14Paulus13,14 Paulus: Bedeutender Apostel, der die gute Nachricht von Jesus weit über das Land der Bibel hinaus bekannt machte. und Barnabaszogen von Perge13,14 Perge: Stadt in Pamphylien an der südlichen Mittelmeerküste Kleinasiens. aus weiterund kamen nach Antiochia in Pisidien13,14 Antiochia in Pisidien: Stadt in Kleinasien in der heutigen Türkei, Hauptstadt der römischen Provinz Pisidien. .Am Sabbat13,14 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. gingen sie dort in die Synagoge13,14 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden.und nahmen Platz.15Nach der Lesung aus dem Gesetz und den Propheten13,15 Gesetz und Propheten: Zur Zeit von Paulus eine gebräuchliche Bezeichnung für die Heilige Schrift.ließen die Synagogenleiter13,15 Synagogenleiter: Er ist für die Ordnung in der Synagoge und den richtigen Ablauf des Gottesdienstes am Sabbat verantwortlich. Der Synagogenleiter ist ehrenamtlich tätig. ihnen sagen:»Ihr Brüder,wenn ihr ein ermutigendes Wort für das Volk habt,dann sprecht!«

16Da stand Paulus auf,bat mit einer Handbewegung um Ruheund sagte:»Ihr Männer13,16 Männer: Angesprochen sind die Männer als Repräsentanten der Familie oder der Gemeinde. Es ist aber davon auszugehen, dass auch viele Frauen und Kinder anwesend und ebenfalls angesprochen waren. von Israel13,16 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. und ihr anderen, die ihr an den Gott Israels glaubt13,16 die ihr an den Gott Israels glaubt: Wörtlich heißt es in Vers 16: »Ihr Männer von Israel und ihr Gottesfürchtigen«.,hört her!17Der Gott unseres Volkes,der Gott Israels13,17 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. ,hat unsere Vorfahren erwählt.Er hat sie zu einem großen Volk gemacht,während sie als Fremde im Land Ägypten13,17 Ägypten: Land am Nil, eine der ältesten Stätten menschlicher Kultur. lebten.Mit starker Handhat er sie aus Ägypten13,17 Ägypten: Land am Nil, eine der ältesten Stätten menschlicher Kultur. herausgeführt.18Vierzig Jahre lang ertrug er ihr Verhalten13,18 ihr Verhalten: Die ständige Auflehnung der Israeliten gegen Gott.,während sie durch die Wüste13,18 Wüste: Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z. B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt. zogen.19Er unterwarf13,19 unterwarf: Die Unterwerfung der Völker im Land Kanaan wird in 5. Mose/Deuteronomium 7,1 berichtet. im Land Kanaan13,19 Kanaan: Das Gebiet zwischen Jordansenke und Mittelmeer bis hinauf nach Sidon. sieben Völkerund gab das Land den Israeliten13,19 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. zum Erbbesitz13,19 Erbbesitz: Der Anteil jedes einzelnen Israeliten am gesamten Land eines Stammes. Er kann nicht veräußert werden, da er sonst dem Gesamteigentum des Stammes verloren geht..20Das dauerte insgesamt 450 Jahre13,20 450 Jahre: Gerechnet von dem Zeitpunkt, als die Vorfahren der Israeliten nach Ägypten gekommen waren..Dann gab Gott dem Volk Israel13,20 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. Richter13,20 Richter: Anführer des Volkes Israel in der Zeit zwischen der Besiedelung des verheißenen Landes und der Einsetzung von König Saul.bis zur Zeit des Propheten13,20 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Samuel13,20 Samuel: Alttestamentlicher Prophet und Richter im 11. Jh v. Chr, in der Übergangszeit zum Königtum..21Von da an wollten sie einen König haben.Und Gott gab ihnen Saul13,21 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel., den Sohn von Kischaus dem Stamm Benjamin.Saul13,21 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel. regierte vierzig Jahre lang.22Dann setzte Gott ihn wieder abund erhob David13,22 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. zu ihrem König.Von ihm hat Gott bezeugt13,22 bezeugt: Das Zeugnis Gottes über David steht in Psalm 89,21 und in 1. Samuel 13,14.:›Ich habe David13,22 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. ausgewählt,den Sohn von Isai.Er ist ein Mann nach meinem Herzen.Er wird in allem so handeln,wie ich es will.‹23Nun hat Gott einen Nachkommen Davids13,23 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. als Retter zu Israel13,23 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. gesandt– genau wie er es versprochen hat.Dieser Retter ist Jesus13,23 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. .

24Bevor er auftrat,hat Johannes13,24 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. dem ganzen Volk Israel13,24 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. verkündet13,24 verkündet: Hier wird auf Lukas 3,3 verwiesen.:›Lasst euch taufen13,24 taufen: Untertauchen im Wasser als Zeichen für das Abwaschen von Schuld. Wer sich von Johannes taufen ließ, bekannte: Ich will von meinem falschen Weg umkehren und nach Gottes Geboten leben.!Ändert euer Leben!‹25Als Johannes13,25 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. am Ende seines Wirkens stand,sagte er zu den Leuten:›Was denkt ihr,wer bin ich?Ich bin nicht der,für den ihr mich haltet!Seht doch,der kommt nach mir.Ich bin nicht einmal wert,ihm die Sandalen13,25 Sandale: Im Altertum lief die einfache Bevölkerung innerhalb des Hauses und in der Ortschaft in der Regel barfuß. Für Reisen und bei der Arbeit auf dem Feld trug man jedoch Sandalen. von den Füßen loszubinden.‹

26Ihr Brüder13,26 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. ,ihr Nachkommen Abrahams13,26 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. und auch ihr anderen13,26 anderen: Wörtlich heißt es in Vers 26: »Ihr Brüder, Nachkommen Abrahams und alle Gottesfürchtigen«.,die ihr an den Gott Israels glaubt13,26 die ihr an den Gott Israels glaubt: Wörtlich heißt es in Vers 26: »Ihr Brüder, Nachkommen Abrahams und alle Gottesfürchtigen«.:Wir sind es,denen Gottdie Botschaft von dieser Rettung gesandt hat.27Die Bewohner von Jerusalem13,27 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. und ihre führenden Männerhaben nicht erkannt,wer Jesus13,27 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. war.Sie haben ihn zum Tod verurteilt.Dadurch haben sie die Ankündigungen der Propheten13,27 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.in Erfüllung gehen lassen,die an jedem Sabbat13,27 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. vorgelesen werden.28Sie fanden nichts,wofür Jesus13,28 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. den Tod verdient hätte.Dennoch forderten sie von Pilatus13,28 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. seine Hinrichtung.29Damit hatten sie alles getan,was in den Heiligen Schriften13,29 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind.über Jesus13,29 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. vorhergesagt ist.Danach nahmen sie ihn von dem Pfahl13,29 Pfahl: Gemeint ist das Kreuz. Wer gehängt wurde, galt als verflucht. abund legten ihn ins Grab13,29 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren..30Aber Gott hat ihn vom Tod auferweckt13,30 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. .31Viele Tage hindurchzeigte Jesus13,31 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sich seinen Begleitern,die mit ihm von Galiläa13,31 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene.nach Jerusalem13,31 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. hinaufgezogen waren.Die sind jetzt seine Zeugen vor dem Volk.

32Und wir verkünden euch nun die Gute Nachricht13,32 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«.:Was Gott unseren Vorfahren versprochen hat,33das hat er in Erfüllung gehen lassen –und zwar für uns, ihre Nachkommen.Er hat Jesus13,33 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. vom Tod auferweckt13,33 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. ,wie es ja auch im zweiten Psalm steht13,33 steht: Das Zitat stammt aus Psalm 2,7. Gemeint ist: Durch die Auferstehung von Jesus ist in Erfüllung gegangen, was Gott versprochen hatte. Jetzt ist es sichtbar geworden. Jesus ist der Nachkomme Davids, der als Retter zum Volk Israel gekommen ist.:›Du bist mein Sohn13,33 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.!Heute habe ich dich geboren13,33 geboren: Das Bild beschreibt die Einsetzung als König. Die Thronbesteigung wird als Geburtstag des Königs gefeiert. Gott hat ihn als seinen Sohn angenommen.!‹

34Gott hat Jesus13,34 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. vom Tod auferweckt13,34 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. und nicht zugelassen,dass sein Körper verwest.Davon hatte Gott gesprochen,als er sagte13,34 sagte: Das Zitat steht in Jesaja 55,3.:›Ich will euch geben,was ich David13,34 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. versprochen habe:das unvergängliche Heil.‹35Darum heißt es auch an einer anderen Stelle13,35 an einer anderen Stelle: Das Zitat stammt aus Psalm 16,10.:›Du lässt nicht zu,dass dein treuer Diener verwest.‹36David13,36 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. starb nach Gottes Willen,nachdem er sein Leben langden Menschen seiner Zeit gedient hatte.Er wurde bei seinen Vorfahren bestattet13,36 Tod, Bestattung: Im Land der Bibel wurden die Toten außerhalb der Ortschaften begraben, da die Grabstätten als unrein galten.und sein Leib verweste.37Aber derjenige,den Gott auferweckt13,37 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. hat,dessen Leib verweste nicht.

38Ihr Brüder,das sollt ihr wissen:Durch Jesus13,38 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wird euchdie Vergebung eurer Schuld13,38 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. angeboten.Das Gesetz13,38 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. des Mose13,38 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. hatte nicht die Kraft,euch vor Gott gerecht13,38 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach den Vorstellungen Gottes. zu machen.39Aber durch Jesus13,39 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wird jeder, der glaubt13,39 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,vor Gott als gerecht13,39 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach den Vorstellungen Gottes. dastehen.

40Gebt also acht,dass es nicht so kommt,wie es bei den Propheten13,40 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. vorhergesagt13,40 vorhergesagt: Das Zitat stammt aus der griechischen Übersetzung von Habakuk 1,5. ist:41›Schaut her, ihr Spötter13,41 Spötter: Sie nehmen die Botschaft von Jesus und dem Heil, das er bringt, nicht an, sondern machen sich über sie lustig.!Wundert euchund geht zugrunde.Denn in euren Tagen handle ich so,wie ihr es nicht erwartet.Ihr könntet es nicht glauben,wenn man euch davon erzählen würde.‹«

42Als Paulus13,42 Paulus: Bedeutender Apostel, der die gute Nachricht von Jesus weit über das Land der Bibel hinaus bekannt machte. und Barnabas die Synagoge13,42 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden. verließen,bat man sie:»Erzählt uns am nächsten Sabbat13,42 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. noch mehrvon dieser Sache.«43Die Versammlung löste sich auf.Viele Juden13,43 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. und Leute,die zum Judentum übergetreten waren13,43 die zum Judentum übergetreten waren: Wörtlich heißt es in Vers 43: »Viele Proselyten«.und an den Gott Israels glaubten13,43 an den Gott Israels glaubten: Wörtlich heißt es in Vers 43: »Viele Juden und gottesfürchtige Proselyten folgten Paulus und Barnabas.«,folgten Paulus13,43 Paulus: Bedeutender Apostel, der die gute Nachricht von Jesus weit über das Land der Bibel hinaus bekannt machte. und Barnabas.Die beiden sprachen ausführlich mit ihnen.Sie redeten ihnen zu,sich ganz auf die Gnade13,43 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu. Gottes zu verlassen.

Barnabas und Paulus in Antiochia in Pisidien: Paulus wendet sich den Heiden zu

44Am folgenden Sabbat13,44 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet.kam fast die ganze Stadt zusammen,um die Botschaft vom Herrn13,44 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. zu hören.45Als die Juden13,45 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. sahen,wie groß die Menge war,wurden sie eifersüchtig.Ständig widersprachen sie dem,was Paulus13,45 Paulus: Bedeutender Apostel, der die gute Nachricht von Jesus weit über das Land der Bibel hinaus bekannt machte. sagte,und spotteten darüber.

46Aber Paulus13,46 Paulus: Bedeutender Apostel, der die gute Nachricht von Jesus weit über das Land der Bibel hinaus bekannt machte. und Barnabas ließen sich nicht einschüchternund sagten:»Ihr wart die Ersten,denen wir das Wort Gottes13,46 Wort (Gottes): Die Botschaft, dass Jesus der Christus ist. verkünden mussten.Aber ihr wollt nichts davon wissen.Ihr habt euch selbst davon ausgeschlossen,das ewige Leben13,46 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. zu empfangen.Seht doch,deshalb wenden wir uns jetzt an die Heiden13,46 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben..47So hat es uns der Herr aufgetragen13,47 aufgetragen: Das Zitat stammt aus Jesaja 49,6. Im Lukasevangelium wird dieses Wort auf Jesus bezogen, vgl. Lukas 2,32. Hier wird es dann mit seinen Boten, insbesondere mit Paulus, in Verbindung gebracht.:›Ich habe dich zum Licht für die Heiden13,47 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. gemacht.Du sollst die Rettung zu allen Menschen bringen –bis ans Ende der Welt.‹«

48Als die Heiden13,48 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. das hörten,freuten sie sichund priesen den Herrn13,48 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist. für dieses Wort.Und alle,die für das ewige Leben13,48 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. bestimmt waren,kamen zum Glauben13,48 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott..

49Die Botschaft vom Herrn13,49 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.verbreitete sich in der ganzen Gegend.50Aber die Juden13,50 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. hetzten die Leute in der Stadtgegen Paulus13,50 Paulus: Bedeutender Apostel, der die gute Nachricht von Jesus weit über das Land der Bibel hinaus bekannt machte. und Barnabas auf –die vornehmen Frauen,die an den Gott Israels glaubten13,50 die an den Gott Israels glaubten: Wörtlich heißt es in Vers 50: »Aber die Juden hetzten die vornehmen gottesfürchtigen Frauen und die angesehensten Männer der Stadt auf«.,ebenso wie die angesehensten Männer der Stadt.Sie veranlassten,dass man gegen die beiden vorging.Deshalb mussten sie das Gebiet der Stadt verlassen.51Die beiden schüttelten den Staub13,51 Staub abschütteln: Eine zeichenhafte Handlung, die den Abbruch der Beziehungen und die Überantwortung an Gottes Gericht zum Ausdruck bringt. von ihren Füßenals Warnung13,51 Warnung: Vgl. das Wort von Jesus in Lukas 9,5 und Lukas 10,10-11. für die Bewohner.Dann zogen sie weiter nach Ikonion13,51 Ikonion: Bedeutendste Stadt der Region Lykaonien im heutigen Zentralanatolien. .52Aber die Jünger13,52 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. ,die sie in Antiochia13,52 Antiochia in Pisidien: Stadt in Kleinasien in der heutigen Türkei, Hauptstadt der römischen Provinz Pisidien. gewonnen hatten,wurden von Freude erfülltund der Heilige Geist13,52 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. kam auf sie herab.
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Paulus und Barnabas in Ikonion

141In Ikonion14,1 Ikonion: Bedeutendste Stadt der Region Lykaonien im heutigen Zentralanatolien. gingen Paulus14,1 Paulus: Bedeutender Apostel, der die gute Nachricht von Jesus weit über das Land der Bibel hinaus bekannt machte. und Barnabaswieder in die jüdische14,1 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Synagoge14,1 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden..Sie sprachen dort genauso,wie sie es auch in Antiochia14,1 Antiochia in Pisidien: Stadt in Kleinasien in der heutigen Türkei, Hauptstadt der römischen Provinz Pisidien. getan hatten.Daraufhin kamen viele Leute zum Glauben14,1 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,Juden14,1 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. wie Griechen14,1 Grieche: Gemeint sind Menschen aus den Ländern rings um Israel, die keine Juden waren und Griechisch sprachen. Griechisch war im gesamten Osten des römischen Reichs gemeinsame Sprache..2Die übrigen Juden14,2 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. ,die sich nicht überzeugen lassen wollten,stachelten die Heiden14,2 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. gegen die Brüder14,2 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. auf.3Trotzdem blieben Paulus