BasisBibel (BB)
6

David baut seine Herrschaft aus

2. Samuel 6,1–8,18

David holt die Bundeslade aus Kirjat-Jearim

61David6,1 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … rief die besten Soldaten Israels zusammen.Es waren 30.000 Mann.2Dann zog David mit allen Leuten los,die bei ihm waren.Er ging nach Baala6,2 Baala: Anderer Name für die Ortschaft Kirjat-Jearim. 1. Samuel 7,1 erzählt, dass die Lade Gottes dort untergebracht wurde. ins Gebiet von Juda,um von dort die Lade6,2 Lade: Eine an Stangen tragbare Truhe aus Holz mit goldener Deckplatte, die für die Gegenwart Gottes bei seinem Volk steht. 2. Mose/Exodus 25,16 zufolge werden in ihr die Tafeln mit den Zehn Geboten aufbewahrt. Mehr … Gottes zu holen.Sie ist benannt nach dem Herrn Zebaot6,2 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck. Mehr …,der über den Kerubim6,2 Kerubim: Himmlische Wesen mit einem menschlichen Gesicht, Flügeln und einem Löwenkörper. Ihre Abbilder im Heiligtum tragen den Thron Gottes. Mehr … thront.3Man fuhr die Lade Gottes mit einem neuen Wagen.So holte man sie aus dem Haus von Abinadab in Gibea6,3 Gibea: Stadt 5 km nördlich von Jerusalem..Usa und Achjo, die Söhne des Abinadab,führten den neuen Wagen.4Usa ging neben der Lade Gottes her und Achjo voraus.5David und alle Israeliten waren fröhlich vor dem Herrn.Sie sangen voller Hingabe und musizierten dazumit Leiern6,5 Leier: Musikinstrument mit bis zu 10 Saiten, die gezupft wurden. Mehr …, Harfen6,5 Harfe: Musikinstrument mit einer größeren Anzahl von Saiten, die gezupft wurden., Handpauken, Rasseln und Zimbeln6,5 Zimbel: Musikinstrument aus einem Paar kleiner bronzener Teller, die rhythmisch aneinandergeschlagen werden. Mehr ….

6So kamen sie zum Dreschplatz6,6 Dreschplatz: Ebener Platz außerhalb einer Siedlung, auf dem das Getreide gedroschen und die Spreu vom Weizen getrennt wird. Mehr … des Nachon.Usa aber streckte seine Hand nach der Lade6,6 Lade: Eine an Stangen tragbare Truhe aus Holz mit goldener Deckplatte, die für die Gegenwart Gottes bei seinem Volk steht. 2. Mose/Exodus 25,16 zufolge werden in ihr die Tafeln mit den Zehn Geboten aufbewahrt. Mehr … Gottes ausund hielt sie fest.Denn die Zugtiere drohten sich loszureißen.7Da wurde der Herr zornig auf Usa6,7 zornig auf Usa: Die Lade Gottes galt als heilig. Die Begebenheit zeigt, dass heilige Gegenstände nicht einfach berührt werden durften..Der hatte nämlich seine Hand ausgestreckt.Deshalb bestrafte ihn Gott mit dem Tod.So starb Usa an Ort und Stelle neben der Lade Gottes.8David6,8 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … war darüber entsetzt,dass der Herr Usa aus dem Leben gerissen hatte.Darum nannte David den Ort Perez-Usa,das bedeutet: Riss-Usa.So heißt er bis zum heutigen Tag.9David fürchtete sich damals vor dem Herrn und sagte:»Wie kann die Lade des Herrn zu mir kommen?«10Da wollte David die Lade des Herrnnicht mehr zu sich in die Stadt Davids6,10 Stadt Davids: Name für den ältesten besiedelten Teil Jerusalems, im Südosten der heutigen Altstadt gelegen. Der Name erinnert an die Eroberung durch König David, vgl. 2. Samuel 5,6-9. holen.Stattdessen schaffte David sie beiseitein das Haus des Obed-Edom aus Gat6,10 Gat: Eine der fünf Hauptstädte der Philister, im Bergland zwischen Jerusalem und dem Mittelmeer gelegen..

David bringt die Bundeslade nach Jerusalem

11Drei Monate war die Lade des Herrn6,11 Lade: Eine an Stangen tragbare Truhe aus Holz mit goldener Deckplatte, die für die Gegenwart Gottes bei seinem Volk steht. 2. Mose/Exodus 25,16 zufolge werden in ihr die Tafeln mit den Zehn Geboten aufbewahrt. Mehr …bereits im Haus von Obed-Edom aus Gat6,11 Gat: Eine der fünf Hauptstädte der Philister, im Bergland zwischen Jerusalem und dem Mittelmeer gelegen..Und der Herr segnete Obed-Edommit seinem ganzen Haus.12Davon berichtete man König David6,12 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr …:»Der Herr hat das Haus Obed-Edoms gesegnetmit allem, was dazugehört.Und das hat mit der Lade Gottes zu tun.«Da ging David losund holte die Lade Gottes aus dem Haus Obed-Edoms.Voller Freude brachte er sie in die Stadt Davids6,12 Stadt Davids: Name für den ältesten besiedelten Teil Jerusalems, im Südosten der heutigen Altstadt gelegen. Der Name erinnert an die Eroberung durch König David, vgl. 2. Samuel 5,6-9..13Die Träger führten die Lade des Herrn mit sich.Nachdem sie sechs Schritte gegangen waren,brachte er einen Stier und ein Mastkalb als Opfer6,13 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. Mehr … dar.14David tanzte voller Hingabe vor dem Herrn.Dabei hatte David nur einen leinenen Priesterschurz6,14 Priesterschurz: Teil der Dienstkleidung eines Priesters. Er wird in 2. Mose/Exodus 28,6-14 beschrieben. an.15So brachten David und alle Israelitendie Lade des Herrn in die Hauptstadt.Dabei jubelten sie und die Widderhörner6,15 Widderhorn: Hebräisch schofar. Ein Musik- und Signalinstrument, das aus dem Horn eines Widders hergestellt wird. Mehr … erschallten.

16Die Lade des Herrn kam in die Stadt Davids6,16 Stadt Davids: Name für den ältesten besiedelten Teil Jerusalems, im Südosten der heutigen Altstadt gelegen. Der Name erinnert an die Eroberung durch König David, vgl. 2. Samuel 5,6-9..Michal6,16 Michal: Die erste Ehefrau Davids, vgl. 1. Samuel 18,17-29. aber, Sauls6,16 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr … Tochter, schaute durchs Fenster.Und sie sah König David6,16 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr …,wie er vor dem Herrn hüpfte und tanzte.Da verachtete sie ihn in ihrem Herzen.17Als die Lade des Herrn angekommen war,stellte man sie an ihren Platz in der Mitte des Zeltes.David hatte es für sie aufgeschlagen.Dann brachte David Brand-6,17 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr … und Schlachtopfer6,17 Schlachtopfer: Fett und Innereien wurden als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde. Mehr … darvor dem Herrn.18Als David mit dem Darbringen der Opfer fertig war,segnete6,18 Segen, segnen: Wer einen anderen Menschen segnet, bittet Gott, dem Gesegneten Kraft, Leben und Wohlergehen zu schenken. Mehr … er das Volk im Namen des Herrn Zebaot6,18 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck. Mehr ….19Er gab allen im Volk, jedem Israeliten,Männern wie Frauen, jeweils einen Laib Brot,einen Dattelkuchen und einen Rosinenkuchen.Dann ging das Volk heim,jeder in sein Haus.

Michal schaut auf David herab

20Als David6,20 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … heimkehrte und seine Familie begrüßte,trat ihm Michal, die Tochter Sauls, entgegen und sagte:»Ach wie würdevoll hat er sich heute aufgeführt,der König von Israel!Nackt hat er vor den Frauen seiner Knechte getanzt,wie es sonst nur einer aus dem Gesindel tut.«21David erwiderte Michal:»Nein! Vor dem Herrn habe ich getanzt.Er hat mich zum königlichen Hirten6,21 königlicher Hirte: Ehrentitel für Könige im Alten Orient, der anzeigt, dass sie für den Schutz ihres Volkes zuständig sind. bestimmt.Ich sollte über sein Volk Israel herrschenanstelle deines Vaters und seiner Nachkommen.22Vor dem Herrn will ich mich erniedrigen,noch mehr, als ich es diesmal getan habe.In seinen Augen will ich niedrig erscheinen.Bei den Frauen aber, von denen du sprichst,bei denen werde ich hoch angesehen sein.«23Michal aber, die Tochter Sauls, blieb kinderlosbis zu ihrem Tod.
7

Die Verheißung an David und sein Königshaus

71Der König wohnte nun in seinem Palast.Der Herr hatte ihm Ruhe7,1 Ruhe: Im Alten Orient setzt der Bau eines Tempels voraus, dass der König seine Kriege beendet und Frieden geschaffen hat. verschafftvor allen seinen Feinden in den Nachbarstaaten.2Eines Tages sagte der König zum Propheten7,2 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … Natan:»Schau her, ich sitze in einem Palast aus Zedernholz.Aber die Lade7,2 Lade: Eine an Stangen tragbare Truhe aus Holz mit goldener Deckplatte, die für die Gegenwart Gottes bei seinem Volk steht. 2. Mose/Exodus 25,16 zufolge werden in ihr die Tafeln mit den Zehn Geboten aufbewahrt. Mehr … Gottes steht unter einer Zeltplane!«3Da antwortete Natan dem König: »Gut!Was immer du vorhast, führe es aus!Denn der Herr ist mit dir.«

4Doch in der folgenden Nacht geschah es,dass das Wort des Herrn zu Natan kam:5»Geh und sag zu meinem Knecht7,5 Knecht, Knecht Gottes: Ehrenvolle Bezeichnung für Menschen, die Gott in seinen Dienst nimmt. Mehr … David7,5 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr …:So spricht der Herr7,5 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:Du willst mir ein Haus bauen,in dem ich in Zukunft wohnen soll?6Ich habe doch noch nie in einem Haus gewohnt,seit ich die Israeliten aus Ägypten geführt7,6 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit. habe.Bis heute bin ich mit einem Zelt7,6 Zelt der Begegnung: Transportables Zeltheiligtum der Israeliten in der Zeit, als sie durch die Wüste ziehen und bis zum Bau des Tempels in Jerusalem. Mehr … umhergezogen,das meine Wohnung war.7Als ich mit allen Israeliten umhergezogen bin,habe ich nie etwas gesagt.Ich habe einigen aus den Stämmen Israels7,7 Stämme Israels: Israel versteht sich als Verband von zwölf Stämmen, die auf die Nachkommen der Söhne Jakobs zurückgehen. Mehr … aufgetragen,mein Volk Israel zu weiden.Aber keinem von ihnen habe ich vorgeworfen:›Warum habt ihr mir kein Haus aus Zedernholz gebaut?‹8Jetzt aber sollst du zu meinem Knecht David sagen:So spricht der Herr Zebaot7,8 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck. Mehr …:Ich habe dich vom Weideland von den Schafen weggeholt7,8 von den Schafen weggeholt: 1. Samuel 16,11-13 erzählt, dass David die Schafe seines Vaters hütete, unmittelbar bevor er zum König gesalbt wurde..Du solltest der königliche Hirte7,8 königlicher Hirte: Ehrentitel für Könige im Alten Orient, der anzeigt, dass sie für den Schutz ihres Volkes zuständig sind. sein,der über mein Volk Israel herrscht.9Ich bin überall mit dir gewesen, wohin du gingst,und habe vor dir alle Feinde ausgerottet.

Ich will dir einen großen Namen verschaffen,dass man dich zu den Größten auf der Erde zählt.10Ich will meinem Volk Israel einen Platz gebenund es einpflanzen, dass es dort sicher wohnen kann.Dann muss es nicht mehr zittern vor Angst.Niemand wird es mehr unterdrücken wie früher –11seit ich Richter7,11 Richter: Von Gott eingesetzte Anführer, vor allem gegen die äußeren Feinde der Israeliten, bevor ein König über sie herrschte. Ihre Geschichte wird im Buch Richter erzählt. über mein Volk Israel eingesetzt habe.

Ich habe dir Ruhe7,11 Ruhe: Im Alten Orient setzt der Bau eines Tempels voraus, dass der König seine Kriege beendet und Frieden geschaffen hat. verschafft vor allen deinen Feinden.Und so verkündet dir jetzt der Herr,dass der Herr dir ein Haus7,11 Haus: Damit wird der Grundstein für die Königsfamilie gelegt, die von Generation zu Generation den Thronnachfolger stellt. bauen wird:12Wenn dein Leben erfüllt ist und du stirbst7,12 sterben: Hier mit der Redewendung ausgedrückt: »sich zu den Vätern legen«. Gemeint ist die ordentliche Bestattung im Familiengrab.,will ich einen Nachkommen an deine Stelle treten lassen.Dein eigener Sohn wird es sein.Und ich werde dafür sorgen,dass das Königtum fest in seiner Hand7,12 fest in seiner Hand: Die Erfüllung der Zusage klingt in 1. Könige 2,12 an. Salomo folgte seinem Vater David auf den Königsthron. bleibt.13Er wird für meinen Namen ein Haus bauen7,13 für meinen Namen ein Haus bauen: 1. Könige 6–8 erzählt davon, wie Davids Sohn Salomo den Tempel für Gott baut und ausstattet..Und ich werde seine Herrschaft festigen,dass sein Thron für immer bestehen bleibt.14Ich werde sein Vater sein und er mein Sohn:Wenn er Unrecht tut, werde ich ihn bestrafen –mit einem Stock und mit Schlägen, so wie es Menschen tun.15Aber meine Güte will ich ihm nicht entziehen,wie ich es bei Saul getan7,15 bei Saul getan: Saul war der erste König, den Gott über Israel eingesetzt hat. Weil er sich nicht an Gottes Anweisungen gehalten hat, wurde er von Gott verworfen; vgl. 1. Samuel 15,10-26. habe.Ihm habe ich das Königtum entzogen und es dir gegeben.16Dein Haus und dein Königtum sollen für immer bestehen,dein Thron soll für alle Zeit fest gegründet sein.«

17Das waren genau die Worte,die Natan in einer Vision7,17 Vision: Eine Erscheinung, in der Gott zu verstehen gibt, was er vorhat. Mehr … empfangen hatte.Und genau so gab er sie an David7,17 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … weiter.

David dankt Gott mit einem Gebet

18König David7,18 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … ging hinein zu dem Herrn,setzte sich vor ihm7,18 vor ihm: Das bedeutet vor der Lade Gottes. Bevor der Tempel gebaut wurde, stand sie in einem Zelt. auf den Boden und betete:»Wer bin ich schon, Herr, mein Gott?Und was ist dir mein Haus7,18 mein Haus: Die Familie Davids, aus der von Generation zu Generation der künftige Thronfolger stammen wird. wert,dass du mich bis hierher gebracht hast?19Doch auch das war für dich noch zu wenig,Herr, mein Gott!Du hast dem Haus deines Knechtes Zusagen gegeben,die weit in die Zukunft reichen –und das nach menschlichem Ermessen, Herr, mein Gott!20Was soll David dazu noch sagen?Du kennst ja deinen Knecht7,20 Knecht: Selbstbezeichnung von Menschen, die ihr Gegenüber damit als ihren Herrn anerkennen., Herr, mein Gott!21Alle diese großen Dinge hast du getan,wie du es gesagt und im Herzen beschlossen hast.Und deinem Knecht hast du es mitgeteilt.22So groß bist du, Herr, mein Gott!Keiner reicht an dich heran!Es gibt keinen Gott außer dir –nach allem, was wir selbst gehört haben!

23Welches Volk auf der Erde ist wie dein Volk Israel7,23 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. Mehr …?Nur für dieses Volk ist ein Gott hingegangen,um es freizukaufen und zu einem Volk zu machen.Du hast das Volk zu hohem Ansehen gebracht.Du hast Großes und Schreckliches für es getan.Du hast Völker und Götter vor deinem Volk vertrieben,das du aus Ägypten freigekauft7,23 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit. hast.24Du hast dein Volk Israel fest an dich gebunden,dass es für alle Zeit dein Volk bleibt.Und du, Herr, bist ihr Gott geworden.

25Jetzt sorge dafür, Herr und Gott,dass deine Zusagen für immer gültig bleiben.Du hast sie ja deinem Knecht7,25 Knecht: Selbstbezeichnung von Menschen, die ihr Gegenüber damit als ihren Herrn anerkennen. und seinem Haus gegeben.Erfülle, was du versprochen hast!26Dann wird dein Name für immer hoch geschätzt,der da lautet: Herr Zebaot7,26 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck. Mehr …, der Gott Israels!Dann wird das Haus deines Knechtes Davidvor dir fest gegründet sein.27Ja, du Herr Zebaot, du Gott Israels,hast deinen Knecht ins Vertrauen gezogen und gesagt:›Ich werde dir ein Haus bauen7,27 Haus bauen: Damit wird der Grundstein für die Königsfamilie gelegt, die von Generation zu Generation den Thronnachfolger stellt..‹Darum hat sich dein Knecht ein Herz gefasstund dieses Gebet an dich gerichtet.28Ich weiß jetzt, Herr, mein Gott:Du bist Gott und deine Worte werden Wirklichkeit!Alles ist gut, was du deinem Knecht versprochen hast.29So fang nun an und segne7,29 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen. Mehr … das Haus deines Knechtes,damit es vor dir für immer bestehen bleibt.Denn du, Herr, mein Gott, hast es versprochen.Und mit deinem Segen wird das Haus deines Knechtesfür immer gesegnet sein.«
8

Davids Kriege gegen die Nachbarvölker

81Danach besiegte David8,1 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … die Philister und demütigte sie.So übernahm David von den Philistern die Vorherrschaft.

2Ebenso besiegte er die Moabiter8,2 Moabiter: Nachbarvolk Israels im Ostjordanland. Mehr ….Er nahm eine Messschnur8,2 Messschnur: Eine Schnur, die man zum Bauen und Landvermessen verwendet. zur Hand und befahl ihnen,sich nebeneinander auf den Boden zu legen.Dann maß er jeweils eine Strecke von zwei Schnurlängen.Alle, die in diesem Bereich lagen, ließ er töten.Dazwischen maß er eine Strecke von einer Schnurlänge.Diese ließ er am Leben.So kam Moab unter die Herrschaft Davidsund musste Tribut8,2 Tribut: Geld- oder Sachleistungen, die ein unterworfenes Volk an die Großmacht zahlen muss. Mehr … zahlen.

3Ebenso besiegte David den König Hadad-Eser8,3 Hadad-Eser: König von Zoba, einem Gebiet nördlich und westlich von Damaskus. Er regierte um 1000 v. Chr. von Zoba,den Sohn des Rehob.Das geschah zu der Zeit, als Hadad-Eser versuchte,seine Macht am Fluss8,3 Fluss: Der Name wird hier nicht genannt. Es könnte sich um den Orontes handeln, der durch den Libanon und Syrien ins Mittelmeer fließt. wiederherzustellen.4Aus seinem Heer nahm David 1700 Reiterund 20.000 Fußsoldaten gefangen.Dann machte David alle Streitwagen unbrauchbar8,4 unbrauchbar machen: Den Zugpferden sollen die Sehnen an den Hinterbeinen zerschnitten werden, damit die Streitwagen nicht mehr eingesetzt werden können.bis auf 100, die er für sich behielt.

5Daraufhin eilten die Aramäer vom Königreich Damaskus8,5 Damaskus: Bedeutende Handelsstadt am Rand der syrischen Wüste. Mehr …dem König Hadad-Eser8,5 Hadad-Eser: König von Zoba, einem Gebiet nördlich und westlich von Damaskus. Er regierte um 1000 v. Chr. von Zoba zu Hilfe.David8,5 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … aber tötete von den Aramäern 22.000 Mann6und richtete Militärposten in Aram-Damaskus ein.So kamen die Aramäer unter die Herrschaft Davidsund mussten Tribut8,6 Tribut: Geld- oder Sachleistungen, die ein unterworfenes Volk an die Großmacht zahlen muss. Mehr … zahlen.Und der Herr half David bei allem,was er unternahm.

7Die Soldaten Hadad-Esers8,7 Hadad-Eser: König von Zoba, einem Gebiet nördlich und westlich von Damaskus. Er regierte um 1000 v. Chr. hatten goldene Köcher8,7 Köcher: Behältnis für das Mitführen von Pfeilen..Die nahm David8,7 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … und brachte sie nach Jerusalem8,7 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr ….8Aus den Städten Tebach und Berotai,die zu Hadad-Eser gehörten,nahm König David eine große Menge Bronze8,8 Bronze: Metall-Legierung aus Kupfer und Zinn. Sie wurde zur Herstellung von Schmuck, Waffen und Gegenständen für den Gottesdienst verwendet. mit.9Toi, der König von Hamat, hörte davon,dass David die Streitmacht Hadad-Esers besiegt hatte.10Da schickte er seinen Sohn Hadoram zu König David.Der sollte ihm Grüße überbringen und dazu gratulieren,dass er gegen Hadad-Eser gekämpft und ihn besiegt hatte.– Toi lag nämlich mit Hadad-Eser im Krieg. –Als Geschenke hatte Hadoram verschiedene Gefäßeaus Gold, Silber und Bronze dabei.11Auch diese nahm König David mit,um sie für den Herrn in den Tempel zu geben8,11 in den Tempel geben: 1. Könige 7,51 erzählt, dass Davids Sohn Salomo dieses Gold und Silber nach der Fertigstellung des Tempels in die Schatzkammer bringen lässt..Das tat er zusammen mit dem ganzen Gold und Silber,das er für den Herrn bestimmt hatte.Es stammte von allen Völkern, die er besiegt hatte:12von den Aramäern, Moabitern8,12 Moabiter: Nachbarvolk Israels im Ostjordanland. Mehr …, Ammonitern8,12 Ammoniter: Nachbarvolk Israels im Ostjordanland., Philistern8,12 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr …und Amalekitern8,12 Amalekiter: Räuberisches Nomadenvolk im Südwesten Israels und auf der Sinaihalbinsel. Sie werden als Sinnbild für die Feinde Israels genannt. und nicht zuletzt von der Beute,die er beim König Hadad-Eser von Zoba,dem Sohn des Rehob, gemacht hatte.

13Außerdem machte sich David8,13 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … einen Namen,als er von der Schlacht gegen Edom8,13 Edom: Nachbarstaat Israels im Süden. zurückkehrte:Im Salztal hatte er 18.000 Mann erschlagen.14Und er richtete Militärposten in Edom ein.Ja, in ganz Edom richtete er Militärposten ein.So kam ganz Edom unter die Herrschaft Davids.Und der Herr half David bei allem, was er unternahm.

Verzeichnis der Beamten Davids

15So herrschte David8,15 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … als König über ganz Israelund sorgte bei seinem Volk für Recht und Gerechtigkeit.16Joab8,16 Joab: Neffe Davids und Befehlshaber in dessen Heer. Er war für viele Jahre ein treuer Unterstützer Davids., der Sohn der Zeruja, war Kommandant des Heeres.Joschafat, der Sohn des Ahilud, war Staatssekretär8,16 Staatssekretär: Überwacht die Ausführung der Befehle des Königs und unterrichtet den König über Vorgänge im Volk..17Die führenden Priester8,17 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … waren Zadok und Abjatar,der Sohn des Ahimelech und Enkel des Ahitub.Seraja war Staatsschreiber8,17 Staatsschreiber: Beamter für alle Verwaltungsaufgaben..18Benaja, der Sohn des Jojada, hatte den Oberbefehlüber die Kreter und Pleter8,18 Kreter und Pleter: Eine Söldnertruppe von Nicht-Israeliten, die Davids Leibgarde bildete. Es handelt sich wahrscheinlich um Philister und Leute aus Kreta., nämlich über die Leibwache.Auch die Söhne Davids waren Priester.