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Poetische Stücke

2. Samuel 22,1–23,7

Das Danklied Davids

221David22,1 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … sang für den Herrn das folgende Lied.Damals, als der Herr ihn befreit hataus der Gewalt all seiner Feinde –und aus der Gewalt Sauls22,1 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr ….2Es lautet:

Der Herr ist mein Fels22,2 Fels: Ehrenvolle Bezeichnung für Gott, in der seine Stärke zum Ausdruck kommt., meine Burg, mein Retter.

3Mein Gott ist die Festung, auf die ich vertraue,

mein Schild, meine Schutzmacht und meine Zuflucht.

Du bist mein Zufluchtsort22,3 Zuflucht: Ort, der Schutz bietet. Oft werden Gott oder sein Tempel als Zufluchtsort genannt. Mehr … und mein Retter,

du schützt mich vor Gewalt.

4»Gelobt sei der Herr!«, rufe ich aus.

Ich bin in Sicherheit vor meinen Feinden.

5Wellen, die den Tod bringen, brachen über mich herein.

Fluten, die Verderben bringen, erschreckten mich.

6Mit Stricken der Unterwelt22,6 Stricke der Unterwelt: Bild für die Nähe des Todes. Man stellte sich vor, dass die Menschen im Totenreich wie Gefangene gefesselt in einem Kerker sitzen. war ich gefesselt.

In Fangnetze22,6 Netz: Wird bei der Jagd eingesetzt, um Tiere darin zu fangen. Mehr … des Todes war ich geraten.

7In meiner höchsten Not rief ich den Herrn.

Ja, ich schrie zu meinem Gott.

Er hörte mein Rufen in seinem Palast22,7 Palast: Meint den himmlischen Wohnsitz Gottes, der über den Wolken thront..

Mein Hilfeschrei drang an sein Ohr.

8Da schwankte und wankte die Erde.

Es bebten die Fundamente22,8 Fundamente: Im Alten Orient gab es die Vorstellung, dass die Erde auf Pfeilern ruht, die im unterirdischen Meer verankert sind. des Himmels.

Sie schwankten, weil er so zornig war.

9Rauch drang aus seiner Nase hervor,

verzehrendes Feuer aus seinem Mund.

Hitze von glühenden Kohlen ging von ihm aus.

10Er bog den Himmel nieder und stieg herab,

dunkle Wolken waren unter seinen Füßen.

11Er ritt auf einem Kerub22,11 Kerubim: Himmlische Wesen mit einem menschlichen Gesicht, Flügeln und einem Löwenkörper. Ihre Abbilder im Heiligtum tragen den Thron Gottes. Mehr … und flog daher.

Er jagte auf Schwingen des Sturms dahin.

12Finsternis umgab ihn wie eine Hütte von dichtem Laub,

hinter Nebel und dunklen Wolken verbarg er sich.

13Im Gewitterleuchten zogen seine Wolken vorüber,

es fielen Feuerblitze.

14Donner ließ der Herr vom Himmel dröhnen,

der Höchste22,14 der Höchste: Titel für Gott, der eng mit dem Tempel in Jerusalem verbunden ist. ließ seine Stimme ertönen.

15Er schoss Pfeile – so zerstreute er die Feinde.

Er schleuderte Blitze – so jagte er sie davon.

16Der Meeresgrund wurde sichtbar,

die Fundamente der Erde lagen frei.

Das Donnerwetter22,16 Donnerwetter: Gott erscheint im Gewittersturm, um seine Herrschaft in der Welt anzutreten. des Herrn hat es bewirkt.

So heftig tobte der Sturm seiner Entrüstung.

17Aus der Höhe streckte er mir die Hand entgegen.

Er packte mich und zog mich aus dem Wasser.

18Er rettete mich vor dem übermächtigen Feind,

vor denen, die mich mit Hass verfolgten.

Denn sie waren zu stark für mich!

19Sie überfielen mich an meinem Unglückstag.

Doch der Herr stand fest an meiner Seite.

20Er führte mich hinaus in die Weite,

befreite mich aus ihrer Umklammerung.

Denn er hatte mich lieb!

21Der Herr hat mir Gutes getan,

wie es meinem gerechten Handeln entspricht.

Meine Hände waren frei von Schuld22,21 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr …,

das hat er zu meinen Gunsten angerechnet.

22Ja, ich bin den Wegen des Herrn gefolgt

und nicht im Bösen von meinem Gott gewichen.

23Ja, ich hatte alle seine Gebote22,23 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr … vor Augen

und ließ keines seiner Gesetze beiseite.

24Ich richtete mich ganz nach seinem Willen

und habe keine Schuld auf mich geladen.

25Der Herr hat mich belohnt,

wie es meinem gerechten Handeln entspricht.

Ich war frei von Schuld,

das hat er sich vor Augen gehalten.

26Dem Treuen zeigst du dich treu.

Dem Aufrichtigen begegnest du aufrichtig.

27Dem Makellosen zeigst du dich makellos.

Wer aber krumme Wege geht,

den lässt du verkehrt gehen.

28Ja, du selbst hilfst dem bedrückten Volk.

Aber die Augen, die sich stolz erheben,

lässt du in den Staub blicken.

29Ja, du selbst, Herr, bringst Licht in mein Leben.

Der Herr macht alles Dunkle um mich hell.

30Ja, mit dir kann ich Festungen erstürmen.

Mit meinem Gott springe ich über Mauern.

31So ist Gott: Sein Weg ist vollkommen!

Das Wort des Herrn ist klar und rein22,31 klar und rein: Wie Metall, das durch Schmelzen von seinen unreinen Bestandteilen gereinigt worden ist. Ein ähnliches Bild findet sich in Psalm 12,7..

Er ist ein Schild22,31 Schild: Abwehrwaffe in der Schlacht und Bild für Gottes Schutz. Mehr …, der alle schützt,

die bei ihm Zuflucht22,31 Zuflucht: Ort, der Schutz bietet. Oft werden Gott oder sein Tempel als Zufluchtsort genannt. Mehr … suchen.

32Ja, wer ist Gott, wenn nicht der Herr?

Und wer ist ein Fels22,32 Fels: Ehrenvolle Bezeichnung für Gott, in der seine Stärke zum Ausdruck kommt., wenn nicht unser Gott?

33So ist Gott: Er schenkt mir Kraft

und lässt meinen Weg vollkommen sein.

34Meine Füße macht er flink wie Hirsche

und meine Tritte sicher auf Bergeshöhen.

35Meine Hände lehrt er, wie man kämpft,

und meine Arme, wie man den Bogen spannt.

36Du gibst mir den Schild22,36 Schild: Abwehrwaffe in der Schlacht und Bild für Gottes Schutz. Mehr … zum Zeichen deiner Hilfe.

Dein Zuspruch wird mich stärken.

37Weiten Raum verschaffst du meinen Schritten,

sodass ich mir die Knöchel nicht verstauche.

38Meinen Feinden jage ich nach und lösche sie aus.

Ich kehre nicht um, bis sie vernichtet sind.

39Ich schlage sie nieder, sie stehen nicht mehr auf.

Schon stürzen sie zu Boden vor meine Füße.

40So gabst du mir Kraft, den Kampf zu bestehen.

Meine Gegner hast du in die Knie gezwungen.

41Mit dem Rücken zu mir liefen meine Feinde davon.

Und alle, die mich hassen, konnte ich vernichten.

42Sie schrien, doch es kam ihnen keiner zu Hilfe.

Sie schrien zum Herrn, er antwortete nicht.

43Ich zerrieb sie zu Staub auf der Erde.

Wie Dreck zertrat ich sie auf der Straße.

44Vor Streitigkeiten meines Volkes bewahrst du mich.

Du behandelst mich als Herrscher über Völker.

Völker, die ich nicht kenne, dienen mir.

45Wildfremde Leute heucheln vor mir Ergebenheit.

Wenn sie mich hören, gehorchen sie.

46Fremde, von drückender Not getrieben,

kommen aus ihren Schlupfwinkeln hervor.

47Der Herr lebt! Mein Fels22,47 Fels: Ehrenvolle Bezeichnung für Gott, in der seine Stärke zum Ausdruck kommt., ihn will ich preisen!

Meinen Gott, der mir hilft, will ich hoch loben!

48So ist Gott: Er lässt mich Vergeltung üben.

Völker hat er unter meine Herrschaft gezwungen.

49Von meinen Feinden hat er mich befreit.

Du lässt mich über meine Widersacher triumphieren,

rettest mich vor der Gewalt grausamer Menschen.

50Darum will ich dir danken, Herr, unter den Völkern.

Deinen Namen22,50 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. Mehr … will ich preisen mit einem Lied.

51Seinem König22,51 König: Der von Gott eingesetzte Herrscher, der im Staat für Gerechtigkeit und Ordnung zu sorgen hat. Mehr … verschafft er Sieg um Sieg

und seinem Gesalbten22,51 Gesalbter: Hebräisch Messias. Bezeichnet den im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, später auch den zum Herrscher der Welt bestimmten Retter. hält er die Treue:

David22,51 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … und seinen Nachkommen für alle Zeit.

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Die letzten Worte Davids

231Dies sind die letzten Worte Davids23,1 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr …:

Ausspruch Davids23,1 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr …, des Sohnes von Isai23,1 Isai: Vater von König David..

Ausspruch des Mannes, den Gott erhoben hat.

Gesalbt durch den Gott Jakobs23,1 Gott Jakobs: Bezeichnung für den Gott Israels. Sie steht für das persönliche Treueverhältnis zwischen Gott und dem Stammvater seines Volkes.,

besungen in den Liedern Israels.

2Der Geist des Herrn hat durch mich geredet,

sein Wort hat er mir auf die Zunge gelegt.

3Der Gott Jakobs hat gesprochen,

der Fels23,3 Fels: Ehrenvolle Bezeichnung für Gott, in der seine Stärke zum Ausdruck kommt. Israels hat zu mir gesagt:

Wer gerecht über Menschen herrscht,

der herrscht in Ehrfurcht vor Gott.

4Er ist wie die helle Morgensonne

an einem klaren Morgen ohne Wolken.

Sie sendet ihre Strahlen auf die Erde.

Da sprießt grünes Gras nach dem Regen.

5Ja, mein Königshaus hält es mit Gott!

Denn für immer schloss er einen Bund mit mir23,5 Bund mit mir: Gott hat David versprochen, dass immer ein Nachkomme aus seinem Königshaus in Jerusalem regieren wird; vgl. 2. Samuel 7,12-16..

Der gilt und wird in allem eingehalten.

Denn alles, was ich brauche und was ich wünsche,

lässt er sprießen wie grünes Gras.

6Die Gegner des Königs aber sind wie Dornbüsche,

die alle entwurzelt durch die Gegend wehen.

Mit der Hand fasst man sie nicht an.

7Wer mit ihnen zu tun hat,

nimmt dazu ein Eisen oder das Holz eines Speers.

Man wirft sie ins Feuer23,7 ins Feuer: Die damit angedeutete Vernichtung der Feinde ist im Alten Orient die rechtmäßige Aufgabe des Königs., verbrennt sie ganz und gar.

Die Kriegshelden Davids

2. Samuel 23,8-39

Die drei großen Kriegshelden

8Das sind die Namen der Kriegshelden Davids23,8 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr …:Jisch-Boschet aus Hachmon,er war der Anführer der Drei23,8 die Drei: Gruppe von Elitesoldaten Davids, die in höchstem Rang und Ansehen stehen..Er schwang seine Streitaxt über 800 Feinde,die er in einer einzigen Schlacht erschlagen hatte.9An zweiter Stelle kam Eleasar,der Sohn des Dodo, aus Ahoach.Er war einer der drei Kriegshelden Davids.Damals hatte man die Philister23,9 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … verspottet.Als diese daraufhin zum Kampf antraten,zogen sich die Israeliten zurück.10Er aber hielt allein die Stellungund schlug so lange auf die Philister ein,bis seine Hand ganz lahm wurde.Trotzdem ließ seine Hand das Schwert nicht los.So schenkte der Herr einen großen Siegan diesem Tag.Dann kehrte das Kriegsvolk zu Eleasar zurück,aber nur noch, um zu plündern.11An dritter Stelle kam Schamma,der Sohn des Age, aus Harar.Damals sammelten sich die Philister bei Lehi,wo es ein Feld mit Linsen gab.Als nun das Kriegsvolk vor den Philistern floh,12stellte er sich hin mitten in das Feld.Er verteidigte es und schlug die Philister.So schenkte der Herr einen großen Sieg.

13Drei von den 30 Kriegshelden zogen los.Es waren die Anführer.Zur Erntezeit kamen sie zu der Höhle von Adullam23,13 Höhle von Adullam: Höhle in der Nähe der Ortschaft Adullam, etwa 16 km nordwestlich von Hebron im Bergland gelegen.,wo sich David aufhielt23,13 wo sich David aufhielt: Vom Aufenthalt Davids in der Höhle von Adullam erzählt 1. Samuel 22,1-5..Das Heer der Philister aberhatte sein Lager in der Ebene Refaim23,13 Ebene Refaim: Talebene südwestlich von Jerusalem. Dort besiegte David die Philister, vgl. 2. Samuel 5,17-25. aufgeschlagen.14David war zu dieser Zeit in der Bergfestung,während ein Wachposten der Philister in Betlehem23,14 Betlehem: Ortschaft etwa 8 km südwestlich von Jerusalem. Mehr … lag.15Einmal bekam David23,15 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … großen Durst und sagte:»Wer bringt mir Wasser zum Trinken aus dem Brunnen,der in Betlehem beim Stadttor ist?«16Da bahnten sich die drei Kriegshelden einen Wegdurch das Lager der Philister hindurch.Dann schöpften sie Wasser aus dem Brunnen,der in Betlehem beim Stadttor ist,und brachten es David.Doch der wollte es nicht trinken.Er goss es aus als Trankopfer23,16 Trankopfer: Ausgießen von Wein, Wasser oder Öl an einem Altar. Mehr … für den Herrn.17Und dazu sagte er:»Nie und nimmer, das schwöre ich beim Herrn,werde ich von diesem Wasser trinken!Es ist doch gerade so wie das Blut der Männer,die loszogen und damit ihr Leben aufs Spiel setzten.«Darum wollte er das Wasser nicht trinken.Solche Taten vollbrachten die drei Kriegshelden.

Die Kriegshelden Abischai und Benaja

18Abischai, der Bruder Joabs23,18 Joab: Neffe Davids und Befehlshaber in dessen Heer. Er war für viele Jahre ein treuer Unterstützer Davids. und Sohn der Zeruja,war Anführer der 30 Kriegshelden.Er schwang seine Lanze über 300 erschlagene Feindeund war so berühmt wie einer der Drei23,18 die Drei: Gruppe von Elitesoldaten Davids, die in höchstem Rang und Ansehen stehen..19Und er war höher geachtet als die 30 Kriegshelden,sodass er ihr Truppenführer wurde.Aber an die Drei reichte er nicht heran.

20Benaja23,20 Benaja: Kommandant der Leibwache Davids., der Sohn des Jojada, aus Kabzeel,war ein kräftiger Mann und stammte aus reichem Haus.Er erschlug zwei Kriegshelden aus Moab.Auch stieg er einmal in eine Zisterne23,20 Zisterne: In den Boden geschlagene Kammer oder Beckenanlage zum Sammeln und Speichern von Regenwasser. Mehr … hinabund erschlug da unten einen Löwen.An diesem Tag war Schnee gefallen.21Auch erschlug er einmal einen Mann,einen Ägypter von beeindruckender Gestalt.Der hatte eine Lanze23,21 Lanze: Waffe eines Soldaten, die im Nahkampf eingesetzt wird. Mehr … in der Hand.Er aber ging nur mit einem Stock auf ihn los.Er riss dem Ägypter die Lanze aus der Handund tötete ihn mit dessen eigener Waffe.22Solche Taten vollbrachte Benaja, der Sohn des Jojada.Er war so berühmt wie einer der Drei23,22 die Drei: Gruppe von Elitesoldaten Davids, die in höchstem Rang und Ansehen stehen..23Und er war höher geachtet als die 30 Kriegshelden,aber an die Drei reichte er nicht heran.David machte ihn zum Kommandanten seiner Leibwache.

Die Liste der Kriegshelden

24Zu den 30 Kriegshelden gehörten:Asael, der Bruder Joabs23,24 Joab: Neffe Davids und Befehlshaber in dessen Heer. Er war für viele Jahre ein treuer Unterstützer Davids.;Elhanan, der Sohn des Dodo, aus Betlehem23,24 Betlehem: Ortschaft etwa 8 km südwestlich von Jerusalem. Mehr …;25Schamma aus Harod; Elika ebenfalls aus Harod;26Helez aus Pelet; Ira, der Sohn des Ikkesch, aus Tekoa23,26 Tekoa: Ortschaft etwa 20 km südlich von Jerusalem.;27Abieser aus Anatot; Sibbechai aus Huscha;28Zalmon aus Ahoach; Mahrai aus Netofa;29Heled, der Sohn des Baana, ebenfalls aus Netofa;Ittai, der Sohn des Ribai, aus Gibea in Benjamin;30Benaja aus Piraton; Hiddai aus Nahale-Gaasch;31Abialbon aus Araba; Asmawet aus Bahurim;32Eljachba aus Schaalbon, Jaschen aus Gun;33Jonatan, der Sohn des Schamma, aus Harar;Ahiam, der Sohn des Scharar, ebenfalls aus Harar;34Elifelet, der Sohn des Ahasbai, aus Maacha;Eliam, der Sohn des Ahitofel, aus Gilo;35Hezro aus Karmel; Paarai aus Arab;36Jigal, der Sohn des Natan, aus Zoba; Bani aus Gad;37Zelek, der Ammoniter23,37 Ammoniter: Nachbarvolk Israels im Ostjordanland.; Nachrai aus Beerot,der Waffenträger23,37 Waffenträger: Trägt zusätzliche Ausrüstung für einen Kämpfer und gehört zu seinen Vertrauten. von Joab, dem Sohn der Zeruja;38Ira aus Jattir; Gareb ebenfalls aus Jattir;39Urija23,39 Urija: Ehemann der Batseba, der beim Angriff auf die Hauptstadt der Ammoniter starb; vgl. 2. Samuel 11,1-27., der Hetiter.Alle zusammengezählt sind es 37 Kriegshelden23,39 37 Kriegshelden: Die Liste umfasst 31 Namen. Mit den fünf Helden aus 2. Samuel 23,8-18 sind es 36. Vielleicht wurde Joab aus der Liste gestrichen..
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Weitere Nachrichten

2. Samuel 24,1-25

Die Volkszählung

241Noch einmal packte den Herrn der Zorn über Israel.Da stachelte er David an, dem Volk zu schaden.Er verlangte von ihm: »Auf, zähle Israel und Juda!«2Der König sagte zu Joab und zu den Truppenführern,die bei ihm waren:»Zieht durch alle Gebiete der Stämme Israels,von Dan bis Beerscheba24,2 von Dan bis Beerscheba: Die beiden Orte kennzeichnen die Nord- und Südgrenze von Davids Königreich.!Dort mustert die kriegstüchtigen Männer!Ich will wissen, wie viele es sind.«3Joab24,3 Joab: Neffe Davids und Befehlshaber in dessen Heer. Er war für viele Jahre ein treuer Unterstützer Davids. aber widersprach dem König:»Der Herr, dein Gott, wird schon dafür sorgen,dass das kriegstüchtige Volk groß genug ist.Er kann ihm hundertmal mehr Männer zufügen,als es jetzt schon sind.Mein Herr und König wird es mit eigenen Augen sehen.Warum also verlangt mein Herr und König danach,diese Volkszählung durchzuführen?«4Doch der König setzte seinen Befehl durchgegen Joab und gegen die Truppenführer.So gingen Joab und die Truppenführer vom König weg,um das kriegstüchtige Volk, um Israel zu mustern.5Sie überquerten den Jordan24,5 Jordan: Wichtigster Fluss in der Region, der vom Hermongebirge durch den See Gennesaret ins Tote Meer fließt. Mehr … und machten Halt bei Aroer24,5 Aroer: Festung am Fluss Arnon gelegen, der die Grenze zwischen Moab und Israel markiert..Südlich der Stadt, die mitten im Bachtal liegt,begannen sie mit der Zählung24,5 Zählung: Sie beginnt im Ostjordanland und führt von dort gegen den Uhrzeigersinn einmal durch das gesamte Gebiet Israels..Sie zogen weiter nach Gad und Jaser.6Dann kamen sie nach Gilead24,6 Gilead: Landschaft im heutigen Jordanien, zwischen See Gennesaret und Totem Meer.und ins Land der Hetiter nach Kadesch.Danach gelangten sie nach Dan24,6 Dan: Stadt im Norden, etwa 50 km nördlich des See Gennesaret gelegen. und Ijonund bogen ab in Richtung der Stadt Sidon24,6 Sidon: Bedeutende Hafenstadt der Phönizier am östlichen Mittelmeer, im heutigen Libanon gelegen. Mehr ….7Sie erreichten die Festung Tyros24,7 Tyros: Hafenstadt am östlichen Mittelmeer und Hauptstadt der Phönizier, im heutigen Libanon gelegen. Mehr …und alle Städte der Hiwiter und Kanaaniter24,7 Kanaaniter: Bewohner des Gebietes zwischen Jordantal und Mittelmeer, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. Mehr ….Dann zogen sie hinab in den Süden von Judanach Beerscheba24,7 Beerscheba: Wörtlich »Schwurbrunnen«. 90 km südwestlich von Jerusalem an einer wichtigen Handelsstraße gelegene Stadt mit Heiligtum..8So kamen sie im ganzen Land herum.Es dauerte neun Monate und zwanzig Tage,bis sie wieder in Jerusalem zurück waren.9Joab gab dem König bekannt,was bei der Musterung des Volkes herausgekommen war:Israel zählte 800.000 kriegstüchtige Männer,die mit dem Schwert umgehen konnten,die Judäer kamen auf 500.000 Mann.10Hinterher hatte David ein schlechtes Gewissen,weil er das Volk gemustert hatte.David sagte zum Herrn:»Es war ein großes Unrecht24,10 großes Unrecht: David erkennt, dass die Volkszählung ein schwerer Fehler war. Statt auf Gott zu vertrauen, setzte er auf militärische Stärke., was ich getan habe.Doch jetzt, Herr, vergib deinem Knecht die Schuld!Denn ich habe ohne Sinn und Verstand gehandelt.«

11Als David24,11 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … am nächsten Morgen aufstand,hatte der Prophet Gad24,11 Gad: Neben Natan ein weiterer Prophet am Königshof Davids, der bereits in 1. Samuel 22,5 erwähnt wird. ein Wort des Herrn erhalten.Er war Seher und stand im Dienst Davids.Es lautete:12»Geh und rede mit David: So spricht der Herr:Drei schlimme Dinge lege ich dir zur Entscheidung vor.Wähl dir eins davon aus, das ich dir antun soll!«13So kam Gad zu David, um ihm das Wort zu melden.Er sagte zu ihm: »Was willst du?Soll eine Hungersnot drei Jahre über dein Land kommen?Oder willst du drei Monate auf der Flucht sein,während dein Feind hinter dir herjagt?Oder soll die Pest drei Tage in deinem Land wüten?Denk nach und entscheide, was ich dem antworten soll,der mich geschickt hat!«14Darauf sagte David zu Gad:»Ich bin in großer Not.So will ich lieber in die Hand des Herrn fallen,denn sein Erbarmen ist groß.In die Hand von Menschen aber will ich nicht fallen.«15Da ließ der Herr die Pest in Israel ausbrechen.Sie dauerte vom Morgen an bis zum Ende der Frist.Im Volk starben von Dan bis Beerscheba24,15 von Dan bis Beerscheba: Die beiden Orte kennzeichnen die Nord- und Südgrenze von Davids Königreich. 70.000 Mann.

16Als der Engel seine Hand ausstreckte,um auch noch Jerusalem24,16 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr … zu vernichten,tat dem Herrn das Unheil leid.Und so sprach er zu dem Engel,der die Vernichtung des Volkes durchführte:»Genug jetzt, zieh deine Hand zurück!«Da war der Engel des Herrn gerade beim Dreschplatz24,16 Dreschplatz: Ebener Platz außerhalb einer Siedlung, auf dem das Getreide gedroschen und die Spreu vom Weizen getrennt wird. Mehr …,der dem Jebusiter24,16 Jebusiter: Bevölkerungsgruppe, die vor den Israeliten in Jerusalem und dem umliegenden Gebiet lebte. Arauna gehörte.17Als David den Engel sah, wie er das Volk schlug,wandte er sich an den Herrn:»Ja, es ist meine Schuld!Ich, der Hirte24,17 Hirte: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. In der Antike steht das Hirtenbild oft für den König oder für Gott. Mehr …, habe Böses getan!Aber diese Herde hat doch nichts getan.Deshalb straf mich allein und mein Vaterhaus!«

Der Altarbau

18Noch am selben Tag kam Gad zu David24,18 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … und sagte zu ihm:»Geh, errichte für den Herrn einen Altar24,18 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. Mehr …,und zwar auf dem Dreschplatz24,18 Dreschplatz: Ebener Platz außerhalb einer Siedlung, auf dem das Getreide gedroschen und die Spreu vom Weizen getrennt wird. Mehr … des Jebusiters24,18 Jebusiter: Bevölkerungsgruppe, die vor den Israeliten in Jerusalem und dem umliegenden Gebiet lebte. Arauna!«19David ging hin, wie es Gad verlangt hatte.Der Herr selbst hatte es ja befohlen.20Als Arauna von seinem Platz hinunterschaute,sah er den König mit seinen Knechten zu ihm kommen.Da ging Arauna hinab und verneigte sich vor dem Königmit dem Gesicht zur Erde.21Arauna fragte:»Warum kommt mein Herr und König zu seinem Knecht24,21 Knecht: Selbstbezeichnung von Menschen, die ihr Gegenüber damit als ihren Herrn anerkennen.David antwortete:»Ich will von dir den Dreschplatz24,21 Dreschplatz: Ebener Platz außerhalb einer Siedlung, auf dem das Getreide gedroschen und die Spreu vom Weizen getrennt wird. Mehr … kaufen,um für den Herrn einen Altar zu bauen.Vielleicht wird so die Pest aufhören,die unter dem Volk wütet.«22Da sagte Arauna zu David:»Mein Herr und König soll sich nehmen, was er braucht,und die Brandopfer24,22 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr … darbringen.Schau, hier sind Rinder für die Brandopfer.Auch die Dreschschlitten24,22 Dreschschlitten: Mit spitzen Steinen oder Eisenmessern besetztes Gerät, mit dessen Hilfe die Getreidekörner nach der Ernte aus den Ähren gelöst werden. Mehr … und das Joch24,22 Joch: Holzbalken, der Tieren über den Nacken gelegt wird, um einen Wagen oder Pflug zu ziehen. Mehr … der Rinderkannst du als Brennholz verwenden.23Das alles schenkt Arauna dem König.«Und dann wünschte Arauna dem König:»Der Herr, dein Gott, sei dir wohlgesonnen!«24Der König aber sagte zu Arauna:»Nein! Ich will es auf keinen Fall geschenkt,sondern zu einem angemessenen Preis von dir kaufen.Ich will doch dem Herrn, meinem Gott,keine Brandopfer24,24 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr … darbringen, die umsonst sind.«Daraufhin kaufte David den Dreschplatz und die Rinderzum Wert von 50 Silberstücken24,24 50 Silberstücke: Wörtlich »50 Schekel«. Ein Schekel Silber entspricht etwa 12 g..25Auf dem Platz baute David einen Altar für den Herrn.Dann brachte er die Brand- und Schlachtopfer24,25 Schlachtopfer: Fett und Innereien wurden als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde. Mehr … dar.Da ließ sich der Herr nicht länger bitten.Er nahm sich des Landes an und sorgte dafür,dass das Sterben unter den Israeliten aufhörte.