BasisBibel (BB)
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Der Streit führt zum Aufstand des Scheba

201Zufällig war dort auch ein übler Kerl namens Scheba,der Sohn des Bichri, aus dem Stamm Benjamin20,1 Benjamin: Einer der zwölf Stämme Israels. Sein Siedlungsgebiet liegt im judäischen Bergland, nördlich von Jerusalem..Der blies in das Widderhorn20,1 Widderhorn: Hebräisch schofar. Ein Musik- und Signalinstrument, das aus dem Horn eines Widders hergestellt wird. Mehr … und rief:»Wir haben keinen Anteil an David20,1 keinen Anteil an David: Die Stämme im Norden Israels distanzieren sich von David, der zum Stamm Juda im Süden gehört..Wir haben nichts zu tun mit dem Sohn des Isai.Jeder zu seinen Zelten, Israel!«2Da liefen alle Israeliten von David20,2 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … wegund hinter Scheba her, dem Sohn des Bichri.Die Judäer20,2 Judäer: David kann seine Herrschaft damit nur noch auf den Stamm Juda im Süden stützen. aber blieben bei ihrem Königund folgten ihm vom Jordan bis nach Jerusalem20,2 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr ….3So kam David in seinen Palast nach Jerusalem.Dort hatte er die zehn Nebenfrauen zurückgelassen20,3 zehn Nebenfrauen zurückgelassen: 2. Samuel 15,13-16 erzählt, dass David bei seiner Flucht vor Abschalom zehn Nebenfrauen im Palast zurücklässt.,die auf das Haus aufpassen sollten.Jetzt ließ er sie in ein abgeschlossenes Haus bringen.Der König versorgte sie,schlief aber nicht mit ihnen.So blieben sie eingesperrt bis zum Tag ihres Todes –wie Witwen, ihr Leben lang!

Amasa wird aus dem Weg geräumt

4Der König befahl Amasa20,4 Amasa: Neffe von König David und Befehlshaber in seinem Heer.:»Ruf die Soldaten Judas zusammen,innerhalb von drei Tagen!Dann sei wieder pünktlich zur Stelle!«5Amasa ging los, um das Heer Judas zusammenzurufen.Doch er versäumte die Frist, die ihm gesetzt war.6Da sagte David zu Abischai20,6 Abischai: Bruder von Joab und einer der Anführer im Heer Davids.:»Nun droht uns noch größere Gefahr von Scheba,dem Sohn des Bichri, als damals von Abschalom20,6 Abschalom: Einer der Söhne von König David. Er versuchte seinen Vater gewaltsam vom Thron zu stoßen, vgl. 2. Samuel 15,7–19,9..Jetzt bist du dran!Nimm die Soldaten deines Herrnund jage hinter ihm her!Keinesfalls darf er die befestigten Städte erreichen!Sonst haben wir das Nachsehen.«7Also zogen die Soldaten unter seiner Führung aus:die Truppe Joabs, die Kreter und Pleter20,7 Kreter und Pleter: Eine Söldnertruppe von Nicht-Israeliten, die Davids Leibgarde bildete. Es handelt sich wahrscheinlich um Philister und Leute aus Kreta., alle Helden.Von Jerusalem aus zogen sie los,um hinter Scheba, dem Sohn des Bichri, herzujagen.

8Sie waren gerade beim großen Stein angekommen,der bei Gibeon20,8 Gibeon: Stadt 8 km nordwestlich von Jerusalem. steht, als Amasa20,8 Amasa: Neffe von König David und Befehlshaber in seinem Heer. vor ihnen erschien.Joab20,8 Joab: Neffe Davids und Befehlshaber in dessen Heer. Er war für viele Jahre ein treuer Unterstützer Davids. hatte um sein Gewand einen Gürtel gebunden,dort steckte ein Dolch in seiner Scheide.Die aber war so an seinen Hüften befestigt,dass er den Dolch leicht herausziehen konnte.9Joab fragte Amasa: »Geht’s dir gut, mein Bruder?«Dann packte er Amasa mit der rechten Hand am Bart,um ihn zu küssen.10Amasa bemerkte den Dolch nicht,den Joab mit der linken Hand führte.Der aber stieß ihm den Dolch in den Bauch,dass seine Eingeweide zum Boden quollen.Und er brauchte keinen zweiten Stoß dazu,dass er starb.Dann setzte Joab die Verfolgung fort.Zusammen mit seinem Bruder Abischaijagte er hinter Scheba, dem Sohn des Bichri, her.11Einer der Soldaten Joabs aber blieb zurück,stellte sich neben die Leiche und rief:»Wer zu Joab hält und wer für David ist,der folge Joab!«12Amasa lag aber noch immer in seinem Blutmitten auf der Straße.Als der Soldat merkte,dass alle Leute stehen blieben,schaffte er Amasa in den Straßengraben.Dort warf er ein Kleidungsstück über ihn.Denn er hatte gesehen, dass jeder stehen blieb,der an ihm vorbeikam.13Als er aber von der Straße weggeschafft war,schlossen sich alle Joab an,um hinter Scheba, dem Sohn des Bichri, herzujagen.

Die kluge Frau von Abel-Bet-Maacha

14Scheba zog durch das Gebiet aller Stämme Israels20,14 Stämme Israels: Israel versteht sich als Verband von zwölf Stämmen, die auf die Nachkommen der Söhne Jakobs zurückgehen. Mehr …bis nach Abel-Bet-Maacha20,14 Abel-Bet-Maacha: Stadt im äußersten Norden Israels, an der Grenze zum Libanon gelegen..Auch alle anderen, die auf der Flucht waren,versammelten sich und kamen hinter ihm her.15Als Joab20,15 Joab: Neffe Davids und Befehlshaber in dessen Heer. Er war für viele Jahre ein treuer Unterstützer Davids. und seine Leute dorthin gelangten,schlossen sie Scheba in Abel-Bet-Maacha ein.Sie schütteten eine Sturmrampe zur Stadt hin auf,bis sie an die Vormauer20,15 Vormauer: Eine erste Schutzmauer, die der eigentlichen Stadtmauer vorgelagert ist. heranreichte.Das ganze Kriegsvolk aber, das bei Joab war,ging daran, die Mauer zum Einsturz zu bringen.16In der Stadt lebte eine kluge Frau20,16 kluge Frau: Eine mit Weisheit und diplomatischem Geschick begabte Frau, die auch in der Politik die Funktion einer Ratgeberin wahrnehmen konnte..Die rief ihnen zu: »Hört mal her! Richtet Joab aus:Komm, ich will mit dir reden!«17Als er näher kam,fragte ihn die Frau: »Bist du Joab?«Er antwortete: »Ja, ich bin es!«Darauf sagte die Frau zu ihm:»Höre, was deine Magd20,17 Magd: Selbstbezeichnung von Menschen, die ihr Gegenüber damit als ihren Herrn anerkennen. zu sagen hat!«Er antwortete: »Ich höre.«18Da sagte sie: »In früheren Zeiten hieß es einmal:›Holt euch in der Stadt Abel einen Rat,dann nimmt’s ein gutes Ende!‹19Unsere Stadt ist doch die friedlichste und treuesteunter den Städten in Israel.Du aber willst eine Stadt auslöschen,die wie eine Mutter in Israel ist.Warum willst du das Eigentum des Herrn vernichten?«20Joab antwortete: »Nein!Es liegt mir fern, ganz fern,die Stadt zu vernichten und zu zerstören!21So ist es nicht!Schuld ist vielmehr ein Mann aus dem Gebirge Efraim20,21 Efraim: Gebirgszug im mittleren Westjordanland. Der Name kommt vom Stamm Efraim, der dort sein Siedlungsgebiet hatte..Er heißt Scheba und ist der Sohn des Bichri.Der hat seine Hand gegen König David20,21 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … erhoben!Ihn sollt ihr ausliefern, ihn allein,dann rücke ich ab von der Stadt.«Die Frau sagte zu Joab: »Pass auf!Sein Kopf wird dir über die Mauer zugeworfen!«22Dann ging die Frau zu den Leuten in der Stadtund überzeugte sie alle mit klugen Worten.Sie schnitten Scheba, dem Sohn des Bichri, den Kopf abund warfen ihn Joab zu.Da ließ Joab das Widderhorn20,22 Widderhorn: Hebräisch schofar. Ein Musik- und Signalinstrument, das aus dem Horn eines Widders hergestellt wird. Mehr … blasen.Seine Leute rückten ab von der Stadt,jeder zu seinem Zelt20,22 jeder zu seinem Zelt: Mit dieser Redewendung wird die Auflösung eines Heeres und die Rückkehr der Soldaten nach Hause zum Ausdruck gebracht..Und Joab kehrte nach Jerusalem20,22 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr … zum König zurück.

Verzeichnis der Beamten Davids

23Joab20,23 Joab: Neffe Davids und Befehlshaber in dessen Heer. Er war für viele Jahre ein treuer Unterstützer Davids. war Kommandant des Heeres von ganz Israel.Benaja, der Sohn des Jojada, hatte den Oberbefehlüber die Kreter und Pleter20,23 Kreter und Pleter: Eine Söldnertruppe von Nicht-Israeliten, die Davids Leibgarde bildete. Es handelt sich wahrscheinlich um Philister und Leute aus Kreta., nämlich über die Leibwache.24Adoniram beschaffte Arbeiter für den König20,24 Arbeiter für den König: Männer aus dem Volk, die ohne Bezahlung die königlichen Bauvorhaben ausführen mussten..Joschafat, der Sohn des Ahilud, war Staatssekretär20,24 Staatssekretär: Überwacht die Ausführung der Befehle des Königs und unterrichtet den König über Vorgänge im Volk.25und Schewa war Staatsschreiber20,25 Staatsschreiber: Beamter für alle Verwaltungsaufgaben..Die führenden Priester waren Zadok und Abjatar.26Auch Ira war ein Priester im Dienst Davids.Er stammte aus Jair.
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Nachträge zur Regierung Davids

2. Samuel 21,1–24,25

Das Ende der Familie Sauls und weitere Berichte

2. Samuel 21,1-22

Die Gibeoniter rächen sich an der Familie Sauls

211Während der Regierungszeit Davids21,1 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr …kam es zu einer Hungersnot.Die herrschte drei Jahre hintereinander.Da ging David ins Heiligtum,um vor das Angesicht des Herrn zu treten.Der Herr sagte:»Auf Saul21,1 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr … und seiner Familie liegt eine Blutschuld21,1 Blutschuld: Schuld am gewaltsamen Tod eines Menschen, die dem Täter anhaftet.,weil er die Gibeoniter getötet hat.«2Da ließ der König die Bewohner von Gibeon21,2 Gibeon: Stadt 8 km nordwestlich von Jerusalem. rufen,um mit ihnen die Sache zu besprechen. –Zu den Gibeonitern ist noch zu sagen,dass sie keine Israeliten waren.Sie gehörten zu den Amoritern21,2 Amoriter: Volksgruppe, die im Gebiet östlich und westlich des Jordan lebte, bevor das Volk Israel das Land in Besitz nahm.,von denen ein Rest im Land geblieben war.Die Israeliten hatten ihnen Schutz zugesichert21,2 zugesichert: Josua 9,15 erzählt von einem Friedensvertrag, den Josua mit den Bewohnern von Gibeon geschlossen hat..Doch Saul hatte versucht, sie zu vernichten.In seinem Einsatz für die Israeliten und Judäerwar er damit zu weit gegangen.

3David fragte also die Gibeoniter:»Was soll ich für euch tun?Wie kann ich das Unrecht wiedergutmachen,damit ihr dem Eigentum21,3 Eigentum: Bezeichnung für das Volk Israel und Ausdruck des engen Verhältnisses zwischen Gott, dem Land und seinem Volk. des Herrn Segen bringt?«4Die Gibeoniter antworteten ihm:»Es geht uns nicht um Silber oder Gold,das wir von Saul und seiner Familie bekommen könnten.Es steht uns auch nicht zu,irgendeinen Menschen in Israel zu töten.«David fragte weiter: »Was denn sonst?Sagt, was ich für euch tun soll!«5Da sagten sie zum König:»Die Verantwortung liegt bei dem Mann,der uns fertigmachen, der uns vernichten wollte.Wir sollten keinen Platz mehr zum Leben habenim ganzen Gebiet von Israel.6Darum soll man uns sieben von seinen Söhnen geben!Wir wollen sie vor dem Herrn hinrichten,bei uns in Gibeon21,6 Gibeon: Stadt 8 km nordwestlich von Jerusalem. auf dem Berg des Herrn21,6 Berg des HERRN: So der wahrscheinliche Text nach der griechischen Überlieferung. In Gibeon gab es einen Hügel, auf dem Opfer vor dem Herrn dargebracht wurden; vgl. 1. Könige 3,4.Der König sagte: »Ich gebe sie heraus.«7Doch Mefi-Boschet, den Sohn Jonatans und Enkel Sauls,verschonte der König.Denn er hatte beim Herrn mit einem Schwur21,7 mit einem Schwur: 1. Samuel 20,14-17 erzählt vom Freundschaftsbund zwischen Jonatan und David. Deshalb schont David die Nachkommen von Jonatan. bekräftigt,dass die Freundschaft zwischen ihnen bestehen bleibt:zwischen David und Jonatan, dem Sohn Sauls.8Stattdessen nahm der König die beiden Söhne,die Rizpa, Ajas Tochter, dem Saul geboren hatte.Sie hießen Armoni und Mefi-Boschet21,8 Mefi-Boschet: Trotz Namensgleichheit mit dem in Vers 7 erwähnten Nachkommen handelt es sich um einen anderen Sohn Sauls..Dazu nahm er die fünf Söhne,die Michal21,8 Michal: Gemeint ist Merab, die ältere Schwester der Michal, die mit Adriel verheiratet war; vgl. 1. Samuel 18,17-19., Sauls Tochter, dem Adriel geboren hatte.Der war der Sohn des Barsillai und stammte aus Mehola.9Diese Söhne übergab er nun den Gibeonitern.Die richteten sie hin auf dem Berg vor dem Herrn.So starben alle sieben auf einmal.Sie wurden in den ersten Tagen der Erntezeit getötet,nämlich zu Beginn der Gerstenernte21,9 Beginn der Gerstenernte: Anfang April. Weizen wurde erst später geerntet. So konnte David hoffen, dass durch Beseitigung der Blutschuld die Hungersnot enden würde..

Rizpa schützt die Leichen der Hingerichteten

10Rizpa nahm ein Tuch aus Sackleinen21,10 Tuch aus Sackleinen: Grobes Gewebe, das zumeist aus Ziegenhaaren hergestellt wird und in der Regel schwarz ist. Aus diesem Stoff werden auch Trauerkleider genäht..Das spannte sie als Zeltdach für sich über den Felsen.Sie blieb dort bei den Leichenvom Beginn der Ernte bis zum ersten Regen im Herbst.Sie ließ es nicht zu,dass sich die Vögel bei Tag auf ihnen niederließen.Und in der Nacht verscheuchte sie die wilden Tiere.11Man berichtete David21,11 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … davon, was Rizpa getan hatte,die Tochter des Aja und Nebenfrau21,11 Nebenfrau: Ehefrau, die weniger Rechte als die Hauptfrau besitzt, aber höhergestellt ist als eine Sklavin. Sauls.12Da ging David zu den Herren der Stadt Jabesch-Gileadund holte von dort die Gebeine der Toten:von Saul21,12 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr … und von dessen Sohn Jonatan.Diese hatten ja damals21,12 damals: 1. Samuel 31,8-13 erzählt von der Bestattung Sauls und seiner Söhne. die Leichnamevom Marktplatz in Bet-Schean21,12 Bet-Schean: Bedeutende Stadt südwestlich des See Gennesaret, in einem fruchtbaren Tal gelegen. Dort kreuzten sich zwei Handelsstraßen. heimlich weggeholt.Dort hatten die Philister sie an dem Tag21,12 an dem Tag: Was damals geschah, wird in 1. Samuel 31,8-13 erzählt. aufgehängt,als sie Saul auf dem Gebirge Gilboa erschlagen hatten.13David also brachte von dort die Gebeine von Saulund von dessen Sohn Jonatan.Dann sammelte man die Gebeine ein,die von den sieben Hingerichteten übrig geblieben waren.14Man begrub sie zusammen mit den Gebeinenvon Saul und von dessen Sohn Jonatan –und zwar in Zela, im Gebiet des Stammes Benjamin21,14 Benjamin: Einer der zwölf Stämme Israels. Sein Siedlungsgebiet liegt im judäischen Bergland, nördlich von Jerusalem.,im Grab von Kisch, dem Vater Sauls.Alles wurde so ausgeführt,wie es der König befohlen hatte.Danach ließ sich Gott gnädig stimmen,und die Hungersnot im Land hörte auf.

Begebenheiten aus den Philisterkriegen

15Außerdem geschah noch Folgendes,als die Philister21,15 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … gegen Israel Krieg führten:Damals zog David21,15 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … mit seinen Leuten hinabund kämpfte gegen die Philister.David war sehr erschöpft.16Da war ein Mann in Gob namens Jischbi,der zu den Nachkommen der Riesen21,16 Riesen: Die hier als Nachkommen des Rafa genannten Riesen gehörten zu den Bewohnern des Landes, bevor es von Israel in Besitz genommen wurde. Sie waren für ihre außergewöhnliche Körpergröße berühmt. gehörte.Der hatte eine Lanze mit einer bronzenen Spitze,die über drei Kilogramm21,16 über drei Kilogramm: Wörtlich »300 Schekel«. Ein Schekel ist eine Gewichtseinheit von etwa 12 g. wog.Auch steckte ein neues Schwert in seinem Gürtel.Er behauptete, dass er David töten werde.17Doch Abischai, der Sohn der Zeruja,kam David zu Hilfe und schlug den Philister tot.Daraufhin wurde David von seinen Leuten beschworen:»Du darfst nicht mehr mit uns in den Krieg ziehen,damit nicht die Leuchte Israels21,17 Leuchte: Bild für den Fortbestand des Königtums. Von der Sorge um das Leben Davids erzählt auch 2. Samuel 18,3. verlöscht!«

18Danach geschah noch Folgendes,als es in Gob mit den Philistern21,18 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … zum Kampf kam:Damals erschlug Sibbechai aus Huscha den Sippai,der zu den Nachkommen der Riesen gehörte.

19Und es geschah noch Folgendes,als es in Gob mit den Philistern21,19 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … zum Kampf kam:Elhanan, der Sohn des Jair aus Betlehem,erschlug den Goliat21,19 Goliat: Einzelkämpfer im Heer der Philister, der wegen seiner überdurchschnittlichen Körpergröße gefürchtet war. 1. Samuel 17 erzählt von Davids Sieg über Goliat. aus Gat.Das Holz seiner Lanze war so dickwie der Balken an einem Webstuhl21,19 Balken an einem Webstuhl: Die Querbalken an den beiden Enden des Webstuhls besaßen eine beträchtliche Dicke. Denn sie mussten die Spannung der zwischen ihnen befestigten Kettfäden aushalten..

20Und es geschah noch Folgendes,als es in Gat21,20 Gat: Eine der fünf Hauptstädte der Philister, im Bergland zwischen Jerusalem und dem Mittelmeer gelegen. zu einem Kampf kam:Da war ein riesengroßer Mann.Der hatte Hände mit sechs Fingernund Füße mit sechs Zehen.Zusammengezählt sind es also 24.Auch er gehörte zu den Nachkommen der Riesen21,20 Riesen: Die sonst Rafaiter genannten Riesen gehörten zu den Bewohnern des Landes, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. Sie waren für ihre außergewöhnliche Körpergröße berühmt..21Als er die Israeliten verspottete,tötete ihn Jonatan, der Sohn des Schima,der ein Bruder Davids war.

22Diese vier Riesen waren Nachkommen des Rafa aus Gat21,22 Gat: Eine der fünf Hauptstädte der Philister, im Bergland zwischen Jerusalem und dem Mittelmeer gelegen..Sie fielen durch die Hand Davids und seiner Leute.
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Poetische Stücke

2. Samuel 22,1–23,7

Das Danklied Davids

221David22,1 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … sang für den Herrn das folgende Lied.Damals, als der Herr ihn befreit hataus der Gewalt all seiner Feinde –und aus der Gewalt Sauls22,1 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr ….2Es lautet:

Der Herr ist mein Fels22,2 Fels: Ehrenvolle Bezeichnung für Gott, in der seine Stärke zum Ausdruck kommt., meine Burg, mein Retter.

3Mein Gott ist die Festung, auf die ich vertraue,

mein Schild, meine Schutzmacht und meine Zuflucht.

Du bist mein Zufluchtsort22,3 Zuflucht: Ort, der Schutz bietet. Oft werden Gott oder sein Tempel als Zufluchtsort genannt. Mehr … und mein Retter,

du schützt mich vor Gewalt.

4»Gelobt sei der Herr!«, rufe ich aus.

Ich bin in Sicherheit vor meinen Feinden.

5Wellen, die den Tod bringen, brachen über mich herein.

Fluten, die Verderben bringen, erschreckten mich.

6Mit Stricken der Unterwelt22,6 Stricke der Unterwelt: Bild für die Nähe des Todes. Man stellte sich vor, dass die Menschen im Totenreich wie Gefangene gefesselt in einem Kerker sitzen. war ich gefesselt.

In Fangnetze22,6 Netz: Wird bei der Jagd eingesetzt, um Tiere darin zu fangen. Mehr … des Todes war ich geraten.

7In meiner höchsten Not rief ich den Herrn.

Ja, ich schrie zu meinem Gott.

Er hörte mein Rufen in seinem Palast22,7 Palast: Meint den himmlischen Wohnsitz Gottes, der über den Wolken thront..

Mein Hilfeschrei drang an sein Ohr.

8Da schwankte und wankte die Erde.

Es bebten die Fundamente22,8 Fundamente: Im Alten Orient gab es die Vorstellung, dass die Erde auf Pfeilern ruht, die im unterirdischen Meer verankert sind. des Himmels.

Sie schwankten, weil er so zornig war.

9Rauch drang aus seiner Nase hervor,

verzehrendes Feuer aus seinem Mund.

Hitze von glühenden Kohlen ging von ihm aus.

10Er bog den Himmel nieder und stieg herab,

dunkle Wolken waren unter seinen Füßen.

11Er ritt auf einem Kerub22,11 Kerubim: Himmlische Wesen mit einem menschlichen Gesicht, Flügeln und einem Löwenkörper. Ihre Abbilder im Heiligtum tragen den Thron Gottes. Mehr … und flog daher.

Er jagte auf Schwingen des Sturms dahin.

12Finsternis umgab ihn wie eine Hütte von dichtem Laub,

hinter Nebel und dunklen Wolken verbarg er sich.

13Im Gewitterleuchten zogen seine Wolken vorüber,

es fielen Feuerblitze.

14Donner ließ der Herr vom Himmel dröhnen,

der Höchste22,14 der Höchste: Titel für Gott, der eng mit dem Tempel in Jerusalem verbunden ist. ließ seine Stimme ertönen.

15Er schoss Pfeile – so zerstreute er die Feinde.

Er schleuderte Blitze – so jagte er sie davon.

16Der Meeresgrund wurde sichtbar,

die Fundamente der Erde lagen frei.

Das Donnerwetter22,16 Donnerwetter: Gott erscheint im Gewittersturm, um seine Herrschaft in der Welt anzutreten. des Herrn hat es bewirkt.

So heftig tobte der Sturm seiner Entrüstung.

17Aus der Höhe streckte er mir die Hand entgegen.

Er packte mich und zog mich aus dem Wasser.

18Er rettete mich vor dem übermächtigen Feind,

vor denen, die mich mit Hass verfolgten.

Denn sie waren zu stark für mich!

19Sie überfielen mich an meinem Unglückstag.

Doch der Herr stand fest an meiner Seite.

20Er führte mich hinaus in die Weite,

befreite mich aus ihrer Umklammerung.

Denn er hatte mich lieb!

21Der Herr hat mir Gutes getan,

wie es meinem gerechten Handeln entspricht.

Meine Hände waren frei von Schuld22,21 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr …,

das hat er zu meinen Gunsten angerechnet.

22Ja, ich bin den Wegen des Herrn gefolgt

und nicht im Bösen von meinem Gott gewichen.

23Ja, ich hatte alle seine Gebote22,23 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr … vor Augen

und ließ keines seiner Gesetze beiseite.

24Ich richtete mich ganz nach seinem Willen

und habe keine Schuld auf mich geladen.

25Der Herr hat mich belohnt,

wie es meinem gerechten Handeln entspricht.

Ich war frei von Schuld,

das hat er sich vor Augen gehalten.

26Dem Treuen zeigst du dich treu.

Dem Aufrichtigen begegnest du aufrichtig.

27Dem Makellosen zeigst du dich makellos.

Wer aber krumme Wege geht,

den lässt du verkehrt gehen.

28Ja, du selbst hilfst dem bedrückten Volk.

Aber die Augen, die sich stolz erheben,

lässt du in den Staub blicken.

29Ja, du selbst, Herr, bringst Licht in mein Leben.

Der Herr macht alles Dunkle um mich hell.

30Ja, mit dir kann ich Festungen erstürmen.

Mit meinem Gott springe ich über Mauern.

31So ist Gott: Sein Weg ist vollkommen!

Das Wort des Herrn ist klar und rein22,31 klar und rein: Wie Metall, das durch Schmelzen von seinen unreinen Bestandteilen gereinigt worden ist. Ein ähnliches Bild findet sich in Psalm 12,7..

Er ist ein Schild22,31 Schild: Abwehrwaffe in der Schlacht und Bild für Gottes Schutz. Mehr …, der alle schützt,

die bei ihm Zuflucht22,31 Zuflucht: Ort, der Schutz bietet. Oft werden Gott oder sein Tempel als Zufluchtsort genannt. Mehr … suchen.

32Ja, wer ist Gott, wenn nicht der Herr?

Und wer ist ein Fels22,32 Fels: Ehrenvolle Bezeichnung für Gott, in der seine Stärke zum Ausdruck kommt., wenn nicht unser Gott?

33So ist Gott: Er schenkt mir Kraft

und lässt meinen Weg vollkommen sein.

34Meine Füße macht er flink wie Hirsche

und meine Tritte sicher auf Bergeshöhen.

35Meine Hände lehrt er, wie man kämpft,

und meine Arme, wie man den Bogen spannt.

36Du gibst mir den Schild22,36 Schild: Abwehrwaffe in der Schlacht und Bild für Gottes Schutz. Mehr … zum Zeichen deiner Hilfe.

Dein Zuspruch wird mich stärken.

37Weiten Raum verschaffst du meinen Schritten,

sodass ich mir die Knöchel nicht verstauche.

38Meinen Feinden jage ich nach und lösche sie aus.

Ich kehre nicht um, bis sie vernichtet sind.

39Ich schlage sie nieder, sie stehen nicht mehr auf.

Schon stürzen sie zu Boden vor meine Füße.

40So gabst du mir Kraft, den Kampf zu bestehen.

Meine Gegner hast du in die Knie gezwungen.

41Mit dem Rücken zu mir liefen meine Feinde davon.

Und alle, die mich hassen, konnte ich vernichten.

42Sie schrien, doch es kam ihnen keiner zu Hilfe.

Sie schrien zum Herrn, er antwortete nicht.

43Ich zerrieb sie zu Staub auf der Erde.

Wie Dreck zertrat ich sie auf der Straße.

44Vor Streitigkeiten meines Volkes bewahrst du mich.

Du behandelst mich als Herrscher über Völker.

Völker, die ich nicht kenne, dienen mir.

45Wildfremde Leute heucheln vor mir Ergebenheit.

Wenn sie mich hören, gehorchen sie.

46Fremde, von drückender Not getrieben,

kommen aus ihren Schlupfwinkeln hervor.

47Der Herr lebt! Mein Fels22,47 Fels: Ehrenvolle Bezeichnung für Gott, in der seine Stärke zum Ausdruck kommt., ihn will ich preisen!

Meinen Gott, der mir hilft, will ich hoch loben!

48So ist Gott: Er lässt mich Vergeltung üben.

Völker hat er unter meine Herrschaft gezwungen.

49Von meinen Feinden hat er mich befreit.

Du lässt mich über meine Widersacher triumphieren,

rettest mich vor der Gewalt grausamer Menschen.

50Darum will ich dir danken, Herr, unter den Völkern.

Deinen Namen22,50 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. Mehr … will ich preisen mit einem Lied.

51Seinem König22,51 König: Der von Gott eingesetzte Herrscher, der im Staat für Gerechtigkeit und Ordnung zu sorgen hat. Mehr … verschafft er Sieg um Sieg

und seinem Gesalbten22,51 Gesalbter: Hebräisch Messias. Bezeichnet den im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, später auch den zum Herrscher der Welt bestimmten Retter. hält er die Treue:

David22,51 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … und seinen Nachkommen für alle Zeit.