BasisBibel (BB)
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Briefanfang

2. Petrus 1,1-15

Absender und Empfänger

11Simon Petrus1,1 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. Mehr …,Diener1,1 Diener von Christus: Bezeichnung für eine Person, die Christus als ihren Herrn anerkennt. In seinem Auftrag und mit seiner Vollmacht verkündet sie das Wort Gottes. Mehr … und Apostel1,1 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. Mehr … von Jesus Christus1,1 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. Mehr ….

An alle, die durch die Gerechtigkeit unseres Gottesund Retters Jesus Christus1,1 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. Mehr …den Glauben1,1 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr … empfangen haben –den gleichen wertvollen Glauben wie wir, die Apostel.

2Ich wünsche euch Gnade1,2 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. Mehr … und Frieden1,2 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht. Mehr …in immer größerem Maß.Sie werden euch zuteildurch die Erkenntnis Gottes und unseres Herrn1,2 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. Mehr … Jesus1,2 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. Mehr ….

Leben, wie es dem Glauben entspricht

3Seiner göttlichen Macht verdanken wir alles,was wir zum Lebenund zur Ausübung des Glaubens1,3 Ausübung des Glaubens: Gebet, Gottesdienst und eine Lebensführung, die dem Willen Gottes und dem Glauben an Christus entspricht. Mehr … benötigen.Wir haben alles dadurch geschenkt bekommen,dass wir ihn erkannt haben:unseren Herrn1,3 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. Mehr … Jesus Christus1,3 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. Mehr …,der uns durch seine wunderbare Kraft berufen hat.4Durch sie sind unswertvolle und überaus große Versprechen gegeben:Durch sie sollt ihr Anteil bekommenan der göttlichen Unsterblichkeit.Aber zuvor müsst ihr dem Verderben entkommen,das durch die Begierde in dieser Welt1,4 Welt, diese Welt: Die von griechischer Kultur geprägte Umwelt der frühen Gemeinden, die sich nicht an christlichen Maßstäben orientierte. Mehr … verursacht wird.

5Bemüht euch deshalb nach Kräften,dass zu eurem Glauben1,5 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr … das richtige Verhalten kommt.Zum richtigen Verhalten soll die Erkenntnis kommen,6zur Erkenntnis die Selbstbeherrschung,zur Selbstbeherrschung die Standhaftigkeit,zur Standhaftigkeit die Ausübung des Glaubens1,6 Ausübung des Glaubens: Gebet, Gottesdienst und eine Lebensführung, die dem Willen Gottes und dem Glauben an Christus entspricht. Mehr …,7zur Ausübung des Glaubens die geschwisterliche1,7 geschwisterlich: In den Gemeinden war es üblich, sich mit »Bruder« oder »Schwester« anzureden. Liebeund zur geschwisterlichen Liebe die Liebe überhaupt.8Seht zu, dass es dies alles bei euch gibtund dass es immer mehr wird.Dann werdet ihr auch nicht untätig und erfolglos seinin der Erkenntnis unseres Herrn1,8 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. Mehr … Jesus Christus1,8 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. Mehr ….9Doch wer dies alles nicht hat,ist blind vor Kurzsichtigkeit.Er hat vergessen,dass er gereinigt worden istvon seinen früheren Sünden1,9 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr ….

10Bemüht euch deshalb nach Kräften,liebe Brüder und Schwestern1,10 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde. Mehr …,eure Berufung und Erwählung zu festigen.Wenn ihr das tut, werdet ihr niemals zu Fall kommen.11Dann wird euch in herrlicher Weise Zugang gewährtzum ewigen Reich1,11 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr … unseres Herrn1,11 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen. Mehr … und Retters Jesus Christus1,11 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. Mehr ….

Das Anliegen des Apostels

12Darum will ich euch immer wiederan das Gesagte erinnern –auch wenn ihr schon alles wisstund an der Wahrheit1,12 Wahrheit: Meint die Versöhnung mit Gott, die den Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus geschenkt ist. festhaltet,die euch verkündet wurde.13Aber ich halte es für richtig,euch durch die Erinnerung daran wachzuhalten –solange ich noch bei euch lebe,in meinem Körper, der so vergänglich ist wie ein Zelt.14Ich weiß aber, dass mein Zelt bald abgebrochen wird.So hat es mir unser Herr1,14 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen. Mehr … Jesus Christus1,14 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. Mehr … angekündigt.15Ich aber will dafür sorgen,dass ihr euch jederzeit an das Gesagte erinnern könnt –auch dann noch, wenn ich von euch gegangen bin.

Die Verteidigung des Glaubens

2. Petrus 1,16–3,13

Propheten und Apostel bezeugen, dass Christus wiederkommen wird

16Wir haben euch ja angekündigt,dass unser Herr1,16 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen. Mehr … Jesus Christus1,16 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. Mehr …machtvoll wiederkommen wird.Und dabei haben wir uns nichtauf ausgeklügelte, erfundene Geschichten gestützt.Sondern wir haben mit eigenen Augenseine wahre Größe gesehen.17Von Gott, dem Vater,empfing er seine Ehre1,17 Ehre, ehren: Einen Menschen oder Gott ehren heißt, ihn so zu behandeln, wie es seiner Stellung entspricht. Mehr … und Herrlichkeit1,17 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. Mehr …aus der majestätischen Herrlichkeit Gotteskam eine Stimme zu ihm, die sagte1,17 die sagte: Die folgenden Worte finden sich in der Erzählung von der Taufe von Jesus in Markus 1,11 und in Markus 9,7. Auf diese Erzählung wird in Vers 18 Bezug genommen.:»Das ist mein geliebter Sohn1,17 mein geliebter Sohn: Im Titel »Sohn Gottes« kommt das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck. Im Neuen Testament wird der Titel nur für Jesus verwendet.,an ihm habe ich Freude.«18Diese Stimme haben wir selbst gehört.Sie kam vom Himmel1,18 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. Mehr … her,als wir mit Jesus auf dem heiligen Berg1,18 mit Jesus auf dem heiligen Berg: Meint die Erzählung aus Markus 9,2-10, in der die Jünger von Jesus ihn in der Herrlichkeit Gottes erstrahlen sehen. waren.

19So gewinnen die prophetischen Worte1,19 prophetische Worte: Christen lesen bestimmte Texte aus dem Alten Testament als Ankündigung für das Schicksal von Jesus Christus. Ein zentraler Text ist beispielsweise Jesaja 52,13–53,12.für uns noch an Zuverlässigkeit.Und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet.Denn diese Worte sind wie ein Licht,das an einem finsteren Ort brennt –bis der Tag anbrichtund der Morgenstern1,19 Morgenstern: Im Römischen Reich wurde die Göttin Venus als Morgenstern verehrt. Hier wird Jesus Christus als Morgenstern bezeichnet, weil er als Sinnbild für das kommende Licht Gottes die Dunkelheit der Welt überwindet. in eurem Herzen aufgeht.20Ihr sollt vor allem eines wissen:Kein prophetisches Wort aus der Heiligen Schrift1,20 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die sich im Alten Testament finden. Mehr …lässt eine eigenmächtige Deutung zu.21Denn keines dieser Worte wurde jemals verkündet,weil ein Mensch es so gewollt hätte.Vielmehr waren Menschen vom Geist Gottes1,21 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. Mehr … ergriffenund haben in seinem Auftrag geredet.
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Das Gericht über die falschen Lehrer

21Wie im Volk Israel falsche Propheten2,1 falscher Prophet: Gibt vor, im Auftrag Gottes zu reden, und verführt seine Mitmenschen so zu falschem Tun. Kritik an falschen Propheten findet sich im Alten Testament beispielsweise in Jeremia 23,9-40. aufgetreten sind,werden auch bei euch falsche Lehrer auftreten.Sie werden unter der Hand Lehren einführen,die den Untergang bringen.Außerdem begehen sie Verrat an ihrem wahren Herrscher2,1 wahrer Herrscher: Meint Gott.,der sie freigekauft2,1 freigekauft: Wer einen Menschen auf einem Sklavenmarkt kaufte, wurde sein Herr. Der Brief benutzt dieses Bild, um deutlich zu machen, was es bedeutet, Gott zum Herrn zu haben. hat.Damit bereiten sie sich schnell selbst den Untergang.2Viele werden ihnen in ihrem zügellosen Leben folgen.Dadurch werden sieden Weg der Wahrheit2,2 Weg der Wahrheit: Meint eine Lebensführung, die dem Willen Gottes entspricht. in Verruf bringen.3Aus Habgier werden sie versuchen,euch mit Lügengeschichten zu ködern.Das Urteil über sie ist schon längst wirksam,und ihr Untergang steht unmittelbar bevor.

4Gott verschonte ja auch die Engel2,4 Engel: Hier Bezeichnung für die »Gottessöhne« aus 1. Mose/Genesis 6,1-4. Texte außerhalb der Bibel kennen weitere Erzählungen zu diesen Figuren. nicht,die Unrecht getan hatten.Er legte sie in Ketten,die in der Finsternis angebracht sind,und übergab sie damit der Unterwelt2,4 Unterwelt: Anderes Wort für die Hölle, den Strafort für die Gottlosen..Dort werden sie bis zum Gericht2,4 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. Mehr … gefangen gehalten.5Ebenso wenig verschonte er die vorige Welt2,5 vorige Welt: Meint die Welt vor der Sintflut, von der in 1. Mose/Genesis 6,5–9,29 erzählt wird. In der Sintflut vernichtete Gott wegen der Bosheit der Menschen alles, was er geschaffen hatte..Über diese gottlose Weltließ er die Sintflut hereinbrechen.Nur acht Menschen bewahrte er.Einer davon war Noah2,5 Noah: Wurde von Gott vor dem Untergang in der »Sintflut« gerettet, vgl. 1. Mose/Genesis 6,5–9,29. Mehr …, der dazu aufgerufen hatte,Gottes Gebote zu halten.

6Auch die Städte Sodom und Gomorra2,6 Sodom, Gomorra: Die Städte wurden vernichtet, weil ihre Bewohner sich von Gott abgewandt hatten; vgl. 1. Mose/Genesis 19. Mehr …verurteilte Gott zum Untergang.Er legte sie in Schutt und Asche.Damit zeigte er allen ein warnendes Beispiel für das,was den Frevlern2,6 Frevler: Menschen, die Gottes Gebote missachten und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen. Mehr … bevorsteht.7Er rettete nur Lot2,7 Lot: Neffe von Abraham. Lebte in der Stadt Sodom und wurde bei der Vernichtung der Stadt von Gott gerettet. Mehr …, der Gottes Gebote hielt.Der hatte schwer zu leidenunter der zügellosen Lebensführung der Frevler.8Denn er wohnte als Gerechter2,8 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt. mitten unter ihnen.So musste er Tag für Tagihr unrechtes Tun ansehen und anhören.Das quälte den gerechten Mann sehr.

9All das zeigt:Der Herr2,9 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Mehr … wird die Frommen2,9 Fromme: Menschen, die Jesus Christus als ihren Herrn anerkennen und ihr Leben nach ihm ausrichten. retten,wenn sie auf die Probe gestellt werden.Aber bei denen, die Unrecht tun,wartet er mit der Strafe bis zum Tag des Gerichts2,9 Tag des Gerichts: Der Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an..10Das gilt besonders für diejenigen,die aus schmutziger Begierdeihrer menschlichen Natur2,10 menschliche Natur: Wörtlich »Fleisch«. Wer vom Fleisch bestimmt ist, glaubt nicht an Gott und die Versöhnung, die er den Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus geschenkt hat. Er vertraut sich selbst mehr als Gott. Das ist nach biblischer Vorstellung Sünde. folgen.Damit missachten sie auch Gottes Herrschaftsanspruch.Frech und selbstgefällig, wie sie sind,schrecken sie nicht einmal davor zurück,die himmlischen Mächte herabzusetzen.11Dabei sind sogar die Engel zurückhaltender2,11 die Engel sind zurückhaltender: In Judas 1,9 findet sich eine ähnliche Stelle: Dort ist von Michael die Rede, einem der obersten Engel, der die Bestrafung des Teufels Gott überlässt.,die ihnen an Kraft und Macht doch weit überlegen sind.Sie setzen nicht einmal die herab,gegen die sie ein Urteil beim Herrn vorbringen.

Das gottlose Verhalten der falschen Lehrer

12Aber diese Menschen sindwie vernunftlose Tiere –von Natur aus dazu geboren,eingefangen zu werden und zugrunde zu gehen.Sie setzen alles herab, von dem sie nichts verstehen.Wie jene Tiere dazu bestimmt sind, zugrunde zu gehen,werden auch sie zugrunde gehen.13So erhalten sie den entsprechenden Lohnfür das Unrecht, das sie tun.

Für sie ist es ein Genuss,schon am hellen Tag im Luxus zu schwelgen.Sie sind Schmutz- und Schandflecken!Ja, sie schwelgen regelrecht in ihrem Betrug,wenn sie zusammen mit euch das Mahl2,13 Mahlfeier: Bezeichnung für die Feier des Abendmahls. Mehr … halten.14Ihre Augen suchen ständig nach einer Frau,mit der sie Ehebruch2,14 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten. Mehr … begehen können.Sie hören nicht damit auf, Schuld2,14 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … auf sich laden.Sie werfen ihren Köder aus nach Menschen,die noch nicht im Glauben2,14 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr … gefestigt sind.Sie haben ein Herz2,14 Herz: Sitz des Verstandes und des Willens., das in Habgier geübt ist.Der Fluch soll sie treffen!

15Sie haben den geraden Weg verlassenund sind in die Irre gegangen.Denn sie folgten dem Weg von Bileam2,15 Bileam: 4. Mose/Numeri 22–24 erzählt, dass er von König Balak beauftragt wurde, das Volk Israel zu verfluchen. Vor diesem Hintergrund entwickelte sich die Figur des Bileam zum Sinnbild für einen gottlosen Menschen.,dem Sohn von Beor.Ihm ging es nur um den Lohn für das Unrecht, das er tat.16Aber er wurde für sein Vergehen zurechtgewiesen.Ein Esel, der ja eigentlich gar nicht reden kann,sprach mit menschlicher Stimme zu ihm.Dadurch hielt er den Prophetenvon seinem wahnsinnigen Vorhaben ab.

17Diese Menschen sind wie Quellen ohne Wasser,wie Nebelschwaden, die der Sturm vor sich hertreibt.Auf sie wartet die schwärzeste Finsternis.18Sie nehmen große Worte in den Mund,doch es ist alles nur sinnloses Geschwätz.Ihre menschlichen Begierden leben sie zügellos aus.Damit werfen sie den Köder aus nach Menschen,die gerade erst denen entkommen sind,die im Irrtum leben.19Sie versprechen ihnen Freiheit,obwohl sie selbst Sklaven des Verderbens sind.Denn von wem man besiegt wird, dessen Sklave ist man.20Sie waren zwar schon einmalder Verdorbenheit dieser Welt2,20 Welt, diese Welt: Die von griechischer Kultur geprägte Umwelt der frühen Gemeinden, die sich nicht an christlichen Maßstäben orientierte. Mehr … entkommen.Denn sie hatten den Herrn2,20 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. Mehr … und RetterJesus Christus2,20 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. Mehr … erkannt.Aber dann haben sie sich wieder darin verstricktund sich davon besiegen lassen.So steht es am Ende schlimmer um sie als am Anfang.

21Es wäre besser für sie gewesen,wenn sie den Weg der Gerechtigkeit2,21 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. Mehr … nicht gekannt hätten.Jetzt haben sie ihn erkannt –und dennoch haben sie sich von der heiligen Lehre abgewandt,die ihnen überliefert ist.22Auf sie trifft das Sprichwort zu:»Ein Hund frisst wieder, was er erbrochen hat.«Und:»Nach dem Badenwälzt sich ein Schwein wieder im Dreck.«