BasisBibel NT+Ps (BB)
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Briefanfang

1,1-2

Absender und Empfänger

11Simeon1,1 Simeon: Alte jüdische Namensform für Simon. Petrus1,1 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.,Diener1,1 Diener von Christus: Bezeichnung für das Verhältnis, in dem eine Person zu Christus steht: In seinem Auftrag und mit seiner Vollmacht verkündet sie das Wort Gottes und wirkt beim Aufbau der Gemeinden mit. und Apostel1,1 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. von Jesus1,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. Christus1,1 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. .

An alle,die aufgrund der Gerechtigkeit unseres Gottesund Retters Jesus1,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. Christus1,1 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. den Glauben1,1 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. empfangen haben –einen Glauben1,1 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,der dem unseren gleichwertig ist.2Ich wünsche euch Gnade1,2 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu. und Frieden1,2 Friede: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft.in immer reicherem Maß.Sie werden euch zuteildurch die Erkenntnis Gottesund unseres Herrn1,2 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. Jesus1,2 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. .

Einstimmung: Gabe und Aufgabe der Christen

1,3-15

Aufruf zu einem Verhalten, das dem Glauben entspricht

3Seiner göttlichen Macht verdanken wir alles,was wir zum Lebenund zur Ausübung des Glaubens1,3 Ausübung des Glaubens: In anderen Übersetzungen »Frömmigkeit«. Gebet, Gottesdienst und eine Lebensgestaltung, die dem Glauben an Jesus entspricht. benötigen.Wir haben es erhalten,weil wir ihn erkannt haben –unseren Herrn1,3 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. Jesus1,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ,der uns aus seiner eigenen Herrlichkeit1,3 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. und Kraft berufen hat.4In all dem werden unswertvolle und unüberbietbare Zusagen geschenkt.Denn dadurch sollt ihr Anteil bekommenan der göttlichen Natur1,4 göttliche Natur: D. h. an der Unvergänglichkeit Gottes..Aber zuvor müsst ihr dem Verderben entkommen,das durch die Begierde in dieser Welt1,4 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. verursacht wird.

5Bemüht euch deshalb nach all euren Kräften,dass zu eurem Glauben1,5 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.das richtige Verhalten kommt.Zum richtigen Verhalten die Erkenntnis,6zur Erkenntnis die Selbstbeherrschung,zur Selbstbeherrschung die Standhaftigkeit.Zur Standhaftigkeit die Ausübung des Glaubens1,6 Ausübung des Glaubens: In anderen Übersetzungen »Frömmigkeit«. Gebet, Gottesdienst und eine Lebensgestaltung, die dem Glauben an Jesus entspricht. ,7zur Ausübung des Glaubens1,7 Ausübung des Glaubens: In anderen Übersetzungen »Frömmigkeit«. Gebet, Gottesdienst und eine Lebensgestaltung, die dem Glauben an Jesus entspricht. die geschwisterliche Liebe.Und zur geschwisterlichen Liebeschließlich die Liebe überhaupt.8Seht zu,dass diese Dinge bei euch vorhanden sindund immer weiter zunehmen.Dann werden sieauch für die Erkenntnis unseres Herrn1,8 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. Jesus1,8 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. Christus1,8 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. nicht nutzlos und fruchtlos bleiben.9Dagegen ist der, bei dem sie nicht vorhanden sind,blind und kurzsichtig.Er hat vergessen,dass er von seiner früheren Schuld gereinigt worden ist.

10Bemüht euch deshalb nach Kräften,liebe Brüder und Schwestern1,10 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. ,dass eure Berufung und Erwählung Bestand haben.Wenn ihr das tut,werdet ihr niemals zu Fall kommen.11Entsprechend bereitet euch Gotteinen prunkvollen Einzug in das ewige Reichunseres Herrn1,11 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. und Retters Jesus1,11 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. Christus1,11 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. .

Das Vermächtnis des Apostels

12Deswegen will ich euch immer wiederan das Gesagte erinnern –auch wenn ihr ja schon alles wisstund unerschütterlich an der Wahrheit1,12 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. festhaltet,die ihr kennt.13Aber ich halte es für richtig,euch durch die Erinnerung daran wach zu halten –jedenfalls solange ich noch in diesem Zelt1,13 Zelt: Sinnbild für den menschlichen Körper. »Leben in diesem Zelt« bedeutet also »am Leben sein«. lebe.14Denn ich weiß,dass ich mein Zelt1,14 Zelt: Sinnbild für den menschlichen Körper. »Leben in diesem Zelt« bedeutet also »am Leben sein«. bald abbrechen muss.So hat es mir auch unser Herr1,14 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. Jesus1,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. Christus1,14 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. angekündigt.15Ich will mich aber nach Kräften bemühen,dass ihr euch das Gesagtejederzeit ins Gedächtnis rufen könnt.Auch dann noch,wenn ich von euch gegangen bin.

Die Verteidigung des Glaubens, das Christus wiederkommt

1,16–3,13

Die zuverlässige Grundlage für unsere Hoffnung

16Wir haben euch ja angekündigt,dass unser Herr1,16 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. Jesus1,16 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. Christus1,16 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. machtvoll wiederkommen wird.Und dabei haben wir uns nichtauf ausgeklügelte, erfundene Geschichten gestützt.Sondern wir haben mit eigenen Augenseine wahre Macht und Größe gesehen.17Gott, der Vater,ließ seine Ehre1,17 Ehre, ehren: Das Ansehen bzw. die Bedeutung Gottes oder eines Menschen. Jemanden ehren heißt, ihn so zu behandeln, wie es diesem Ansehen entspricht. und Herrlichkeit1,17 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. sichtbar werden –damals,als von der Ehrfurcht gebietenden Herrlichkeit1,17 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. Gottes hereine Stimme erklang,die zu ihm sprach1,17 sprach: Das Zitat spielt auf die Taufe (Markus 1,11) und die Verklärung (Markus 9,7) von Jesus an.:»Das ist mein Sohn1,17 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.,ihn habe ich lieb.An ihm habe ich Freude.«18Diese Stimme haben wir selbst gehört.Sie kam vom Himmel1,18 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. her,als wir mit Jesus1,18 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. auf dem heiligen Berg1,18 heiliger Berg: Normalerweise der Berg Zion, der Ort bleibt aber unbestimmt. Wahrscheinlich bezeichnet der Verfasser den Berg der Verklärung als »heilig«, weil auf ihm die göttliche Offenbarung geschieht. waren.

19So gewinnt das prophetische Wort1,19 prophetisches Wort: Die Ankündigungen in den Büchern der Propheten im Alten Testament.für uns noch an Zuverlässigkeit.Und ihr seid gut beraten,wenn ihr euch daran haltet.Denn dieses Wort ist wie ein Licht1,19 Licht: Das Licht ist das erste Werk in Gottes Schöpfung. Im übertragenen Sinn bedeutet das Licht Leben, während Dunkelheit für den Tod steht. Im Neuen Testament wird Jesus als Licht der Welt bezeichnet, weil die Menschen durch ihn das ewige Leben erhalten.,das an einem dunklen Ort brennt –so lang bis der Tag anbrichtund der Morgenstern1,19 Morgenstern: Der Planet Venus. Weil er kurz vor Tagesanbruch zu sehen ist, steht er als Sinnbild für das kommende Licht Gottes, das die Dunkelheit der Welt überwindet. in eurem Herzen1,19 Herz: Das Herz gilt als Sitz des Verstandes und des Willens und damit auch als Ort der Entscheidung über richtiges und falsches Handeln. aufgeht.20Denn vor allem anderen sollt ihr wissen:Kein Prophetenwort1,20 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. aus der Heiligen Schrift1,20 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind.lässt eine eigenmächtige Auslegung zu.21Denn kein Prophetenwort1,21 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. wurde jemals verkündet,weil ein Mensch es so gewollt hatte.Sondern es erging durch Menschen,die von Gottes Geist1,21 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. ergriffen warenund in seinem Auftrag redeten.
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Die falschen Lehrer und ihre Bestrafung

21Im Volk2,1 Volk: Gemeint ist das Volk Israel. sind allerdings immer schonauch falsche Propheten2,1 falscher Prophet: Mensch, der vorgibt, im Auftrag Gottes zu reden, und so seine Mitmenschen zu falschem Tun verführt. aufgetreten.Und genauso werden bei euch falsche Lehrer2,1 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. auftreten.Sie werden unter der Hand Lehren einführen,die den Untergang bringen.Und sie begehen Verrat an ihrem eigentlichen Herrscher2,1 eigentlicher Herrscher: Gemeint ist Jesus Christus.,der sie freigekauft hat.Damit bereiten sie sich sehr schnell selbst den Untergang.2Viele werden dem Beispiel ihres zügellosen Lebens folgen.Und dadurch werden sieden Weg der Wahrheit2,2 Weg der Wahrheit: Bezeichnet eine Lebensführung, die dem christlichen Glauben entspricht. in Verruf bringen.3Aus reiner Habgier werden sie versuchen,euch mit Lügengeschichten zu ködern.Das Urteil über sie steht schon längst fest,und ihr Untergang lässt nicht auf sich warten.

4Gott verschonte ja auch die Engel2,4 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. nicht,die Unrecht getan hatten.Sondern er legte sie in Ketten,die in der Dunkelheit angebracht sind,und übergab sie damit der Unterwelt2,4 Hölle, Totenreich, Unterwelt: In der Antike Reich, in dem die Toten wohnen; auch Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht..Dort werden sie bis zum Gericht2,4 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat. gefangen gehalten.5Ebenso wenig verschonte er die ursprüngliche Welt2,5 ursprüngliche Welt: Gemeint ist die Welt vor der Sintflut..Vielmehr ließ er die große Flut hereinbrechenüber diese von gottlosen Menschen bewohnte Welt.Aber als einen von acht Menschen bewahrte er Noah2,5 Noah: Er wurde von Gott wegen seines vorbildlichen Lebens vor dem Untergang in der »Sintflut« gerettet..Der hatte ja dazu aufgerufen,Gottes Gebote zu halten.

6Auch die Städte Sodom und Gomorra2,6 Sodom und Gomorra: Die Städte Sodom und Gomorra wurden vernichtet, weil ihre Bewohner sich ganz von Gott abgewandt hatten und alles taten, was gegen Gottes Gebote ging.verurteilte Gott zum Untergang.Er ließ sie in Schutt und Asche sinken.Damit setzte er ein warnendes Beispiel für alle,die sich künftig gottlos verhalten.7Aber er rettete Lot2,7 Lot: Neffe von Abraham. Lebte in der Stadt Sodom und wurde bei der Vernichtung der Stadt von Gott gerettet..Der hielt Gottes Geboteund hatte schwer zu leidenunter der zügellosen Lebensführung dieser Gottesverächter.8Denn er wohnte als Gerechter2,8 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach den Vorstellungen Gottes. mitten unter ihnen.So musste er Tag für Tagihr gesetzloses Treiben ansehen und anhören.Und das setzte dem gerechten2,8 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach den Vorstellungen Gottes. Mann schwer zu.

9All das zeigt:Der Herr2,9 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist. wird diejenigen,die ihn verehren,sehr wohl retten,wenn sie auf die Probe gestellt werden.Aber bei denen, die Unrecht tun,wartet er mit der Strafebis zum Tag des Gerichts2,9 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat..10Das gilt besonders für diejenigen,die aus schmutziger Begierdeihrem körperlichen Verlangen2,10 Fleisch: Wörtlich »Fleisch«. Gemeint ist der ganze Mensch mit Leib und Seele. Das Fleisch gehört zur Erde, im Gegensatz dazu gehört der Geist zum Bereich Gottes. folgen.Damit missachten sie auch Gottes Herrschaftsanspruch.In ihrer anmaßenden Selbstherrlichkeitschrecken sie nicht einmal davor zurück,die himmlischen Mächte2,10 himmlische Mächte: Gemeint sind die Engel. herabzusetzen.11Dabei sind sogar die Engel2,11 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. zurückhaltender,die ihnen an Kraft und Macht doch weit überlegen sind.Nicht einmal sie überbringen ihnen vom Herrn2,11 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist. ein Urteil,das sie herabsetzt.

Das schändliche Verhalten der falschen Lehrer

12Aber diese Menschen sindwie nicht mit Vernunft begabte Tiere –von Natur aus dazu geboren,um eingefangen zu werdenund zugrunde zu gehen.Sie setzen alles herab,von dem sie nichts verstehen.Wie jene Tiere dazu bestimmt sind,zugrunde zu gehen,werden auch sie zugrunde gehen.13So erhalten sie den entsprechenden Lohnfür das Unrecht, das sie tun.

Für sie ist es ein Genuss,schon am hellen Tag zu schlemmen.Sie sind Schmutz- und Schandflecken!Ja, sie schwelgen regelrecht in ihrem Betrug,wenn sie zusammen mit euch das Mahl2,13 Mahlfeier: Frühchristliche Bezeichnung für die Feier des Abendmahls. halten.14Ihre Augen suchen ständig nach einer Frau,mit der sie die Ehe brechen2,14 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten. können.Sie sind geradezu unersättlich darin,Schuld2,14 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. auf sich laden.Sie werfen ihren Köder aus nach Menschen2,14 Menschen: Wörtlich heißt es »Seele«. Die Seele steht für den ganzen Menschen.,die noch nicht im Glauben2,14 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. gefestigt sind.Ihr Herz2,14 Herz: Das Herz gilt als Sitz des Verstandes und des Willens und damit auch als Ort der Entscheidung über richtiges und falsches Handeln. ist in Habgier geübt.Der Fluch soll sie treffen!

15Sie haben den geraden Weg verlassenund sind in die Irre gegangen.Denn sie folgten dem Weg2,15 folgten dem Weg: Die Geschichte von Bileam steht in 4. Mose/Numeri 22. von Bileam2,15 Bileam: Er wirkte zur Zeit des Mose als heidnischer Prophet und Zauberer. Er bekam von Balak, den Auftrag, Israel zu verfluchen. ,dem Sohn von Bosor2,15 Bosor: Im Alten Testament lautet der Name »Beor«. Vielleicht soll der veränderte Name an das hebräische Wort für Fleisch (bosor) erinnern: Der Sohn des Fleisches, d. h. der irdischen Gesinnung, ist ein unmoralischer Mensch..Der war auf Lohn ausfür das Unrecht, das er tat.16Aber er wurde für seine böse Tat zurechtgewiesen.Ein Lasttier2,16 Lasttier: Ein Esel.,das ja eigentlich gar nicht reden kann,sprach mit menschlicher Stimme zu ihm.Dadurch hielt es den Propheten2,16 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.von seinem wahnsinnigen Vorhaben ab.

17Diese Leute sind wie Quellen,die kein Wasser spenden.Wie Nebelschwaden,die der Sturm vor sich hertreibt.Auf sie wartet die tiefste Dunkelheit.18Sie führen das große Wort,ohne etwas zu sagen.Ihr körperliches2,18 Fleisch: Wörtlich »Fleisch«. Gemeint ist der ganze Mensch mit Leib und Seele. Das Fleisch gehört zur Erde, im Gegensatz dazu gehört der Geist zum Bereich Gottes. Verlangen leben sie zügellos aus.Damit werfen sie den Köder aus nach Menschen,die dem Leben im Irrtum tatsächlich entkommen sind.19Sie versprechen ihnen Freiheit,obwohl sie selbst unfrei sindund im Dienst des allgemeinen Untergangs stehen.Denn von wem man besiegt wird,dessen Diener ist man.20Sie waren zwar schon einmaldem Schmutz der Welt entkommen.Denn sie hatten den Herrn2,20 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. und RetterJesus2,20 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. Christus2,20 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. erkannt.Aber dann haben sie sich wiederin den Schmutz hineinziehenund von ihm besiegen lassen.Dadurch steht es am Ende schlimmer um sieals am Anfang.

21Es wäre für sie besser gewesen,den Weg der Gerechtigkeit2,21 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach den Vorstellungen Gottes. nicht zu erkennen,als ihn zu erkennen –und sich dann wieder abzuwendenvon dem heiligen2,21 heilig: Heilig ist in der Bibel alles, was zu Gott gehört und mit ihm in Verbindung steht. Gebot,das ihnen überliefert wurde.22Auf sie trifft zu,was das Sprichwort ganz richtig sagt:»Ein Hund frisst wieder,was er erbrochen hat.«Oder:»Nach dem Badenwälzt sich das Schwein wieder im Dreck.«