BasisBibel (BB)
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71Elischa7,1 Elischa: Prophet im Nordreich Israel und Nachfolger des Propheten Elija. aber sagte: »Hört das Wort des Herrn!

So spricht der Herr7,1 so spricht der Herr: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:Morgen um diese Zeit ist in Samaria7,1 Samaria: Hauptstadt des Nordreichs Israel, 722 v. Chr. von den Assyrern zerstört. alles anders.Dann kann man im Tor7,1 Tor: Torgebäude in der Stadtmauer. Der Platz davor diente als Marktplatz und Versammlungsort für Gerichtsverhandlungen. wieder Lebensmittel kaufen:einen Eimer7,1 Eimer: Wörtlich »ein Sea«. Ein Sea entspricht 7 Litern. Mehl für ein Silberstück7,1 ein Silberstück: Wörtlich »ein Schekel«. Ein Schekel Silber entspricht etwa 12 g.,zwei Eimer7,1 Eimer: Wörtlich »zwei Sea«. Ein Sea entspricht 7 Litern, also 14 Liter. Gerste auch für ein Silberstück.«2Der Offizier, der dabeistand, widersprach.Er war es, auf dessen Arm sich der König stützte.Dieser Offizier sagte zum Gottesmann7,2 Gottesmann: Verkündet wie ein Prophet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat, und wirkt in seinem Namen Wunder.:»Wie soll das gehen?Selbst wenn der Herr Fenster7,2 Fenster: Wörtlich »Schleusen im Himmel«. Bild dafür, dass Gott vom Himmel her die Stadt wunderbar mit Nahrung versorgt. am Himmel öffnetund so die Stadt versorgt, geht das nicht.«Doch Elischa entgegnete:»Du wirst es mit eigenen Augen sehen,aber nichts mehr davon essen!«

Das Ende der Belagerung

3Am Eingang des Tores7,3 Tor: Torgebäude in der Stadtmauer. Der Platz davor diente als Marktplatz und Versammlungsort für Gerichtsverhandlungen. saßen vier Männer mit Aussatz7,3 Aussatz: Bezeichnet verschiedene Arten von Hautkrankheiten..Die sprachen untereinander:»Sollen wir hier sitzen bleiben, bis wir sterben?4Wenn wir uns entschließen, in die Stadt zu gehen,werden wir dort sterben – wegen der Hungersnot.Wenn wir aber hierbleiben, müssen wir auch sterben.Also lasst uns zu den Aramäern überlaufenund in ihr Lager gehen.Wenn sie uns am Leben lassen, überleben wir.Wenn sie uns töten, so sind wir tot.«5In der Dämmerung machten sie sich auf,um in das Lager der Aramäer zu gehen.Als sie aber an den Rand des Lager kamen,war dort niemand mehr.6Der Herr7,6 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. hatte die Aramäer nämlich verjagt.Im Lager hatten sie auf einmal Wagen und Pferde7,6 Wagen und Pferde: In 2. Könige 6,17 wird erzählt, dass Elischa von einem unsichtbaren Heer von Pferden und Wagen aus Feuer beschützt wird. gehört,als ob ein großes Heer im Anmarsch war.Also hatten sie untereinander gesagt:»Die Verbündeten des Königs von Israel kommen!Die Könige der Hetiter7,6 Hetiter: Bewohner Kleinasiens im Gebiet der heutigen Türkei. und die Könige von Ägypten7,6 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste.kämpfen auf seiner Seite und wollen uns überfallen.«7In der Dämmerung hatten sie die Flucht ergriffenund ihre Zelte, Pferde und Esel zurückgelassen.Sie waren geflohen, um ihr Leben zu retten.Doch im Lager blieb alles so, wie es war.8Als die Männer mit Aussatz das Lager erreichten,gingen sie in das erste Zelt.Dort aßen und tranken sie.Sie nahmen Gold, Silber und Kleider mitund versteckten alles.Dann gingen sie in das nächste Zelt,machten auch hier Beute und versteckten alles.9Dann sagten sie zueinander:»Was wir tun, ist nicht richtig.Heute ist doch ein Freudentag,und wir haben eine gute Nachricht.Wenn wir schweigen und bis zum Morgengrauen warten,machen wir uns schuldig.Kommt, lasst uns gehenund es im Palast des Königs melden.«

10So kamen sie zu den Wächtern am Stadttor7,10 Tor: Torgebäude in der Stadtmauer. Der Platz davor diente als Marktplatz und Versammlungsort für Gerichtsverhandlungen.,riefen ihnen zu und berichteten:»Wir kommen aus dem Lager der Aramäer7,10 Aram: Bezeichnung für verschiedene Staaten im Gebiet des heutigen Syrien..Dort ist niemand mehr und kein Mensch ist zu hören.Nur die Pferde und Esel stehen noch angebunden da.Auch die Zelte stehen so, wie sie waren.«11Die Wächter gaben diese Neuigkeit durch Zuruf weiter,und man meldete es im Palast des Königs.12Mitten in der Nacht stand der König aufund beriet sich mit seinen Offizieren:»Ich will euch sagen, was die Aramäer mit uns machen:Sie wissen, dass wir Hunger leiden.Also haben sie ihr Lager verlassenund sich auf dem freien Feld versteckt.Sie denken sich:Sobald die Israeliten die Stadt verlassen,nehmen wir sie lebendig gefangenund dringen in die Stadt ein.«13Doch einer der Offiziere schlug vor:»Man soll fünf Pferde nehmen von denen,die hier noch übrig geblieben sind.Sie sind doch jetzt schon so gut wie tot –wie auch der Rest von Israel.Die wollen wir hinausschicken,und dann werden wir sehen, was passiert.«14Man nahm also zwei Wagen mit Pferden.Der König schickte sie los, um herauszufinden,wo sich das Heer der Aramäer befand.Er befahl: »Geht hin und seht nach!«15Sie folgten den Spuren der Aramäer bis zum Jordan7,15 Jordan: Wichtigster Fluss in der Region, der vom Hermongebirge durch den See Gennesaret ins Tote Meer fließt..Der ganze Weg war übersät mit Kleidern und Waffen.Die Aramäer hatten sie auf der Flucht weggeworfen,so sehr waren sie in Eile.Schließlich kehrten die Soldaten zurückund berichteten das dem König.16Da ging das Volk hinausund plünderte das Lager der Aramäer.Sofort fielen die Preise für Lebensmittel:Ein Eimer7,16 Eimer: Wörtlich »ein Sea«. Ein Sea entspricht 7 Litern. Mehl kostete ein Silberstück7,16 ein Silberstück: Wörtlich »ein Schekel«. Ein Schekel Silber entspricht etwa 12 g.,zwei Eimer7,16 Eimer: Wörtlich »zwei Sea«. Ein Sea entspricht 7 Litern, also 14 Liter. Gerste auch ein Silberstück.So erfüllte sich das Wort des Herrn.

17Dann gab es da noch den Offizier,auf dessen Arm sich der König gestützt hatte.Ihn hatte der König als Aufsicht ans Tor7,17 Tor: Torgebäude in der Stadtmauer. Der Platz davor diente als Marktplatz und Versammlungsort für Gerichtsverhandlungen. geschickt.Doch das Volk trampelte ihn dort zu Tode.So erfüllte sich, was der Gottesmann7,17 Gottesmann: Verkündet wie ein Prophet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat, und wirkt in seinem Namen Wunder. Hier ein Titel für Elischa. gesprochen hatte.Er hatte es vorausgesagt, als der König zu ihm kam.18Der Gottesmann hatte zum König gesagt:»Morgen um diese Zeit ist in Samaria7,18 Samaria: Hauptstadt des Nordreichs Israel, 722 v. Chr. von den Assyrern zerstört. alles anders.Dann kann man im Tor7,18 Tor: Torgebäude in der Stadtmauer. Der Platz davor diente als Marktplatz und Versammlungsort für Gerichtsverhandlungen. wieder Lebensmittel kaufen:einen Eimer7,18 Eimer: Wörtlich »ein Sea«. Ein Sea entspricht 7 Litern. Mehl für ein Silberstück7,18 ein Silberstück: Wörtlich »ein Schekel«. Ein Schekel Silber entspricht etwa 12 g.,zwei Eimer7,18 Eimer: Wörtlich »zwei Sea«. Ein Sea entspricht 7 Litern, also 14 Liter. Gerste auch für ein Silberstück.«19Der Offizier hatte dem Gottesmann widersprochen:»Wie soll das gehen?Selbst wenn der Herr Schleusen am Himmel öffnetund so die Stadt versorgt, ändert sich doch nichts.«Doch Elischa7,19 Elischa: Prophet im Nordreich Israel und Nachfolger des Propheten Elija. hatte entgegnet:»Du wirst es mit eigenen Augen sehen,aber nichts mehr davon essen!«20Genauso erging es ihm jetzt:Das Volk trampelte ihn im Tor zu Tode.
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Die Frau aus Schunem bekommt ihren Besitz zurück

81Elischa8,1 Elischa: Prophet im Nordreich Israel und Nachfolger des Propheten Elija. hatte den Sohn der Frau8,1 die Frau: Eine reiche Frau, bei der Elischa regelmäßig zu Gast ist. 2. Könige 4,18-37 erzählt von der Rettung ihres Sohnes. aus Schunemwieder lebendig gemacht.Damals hatte er ihr folgenden Rat gegeben:»Zieh mit deiner Familie fortund halte dich irgendwo in der Fremde auf!Denn der Herr8,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. schickt eine siebenjährige Hungersnot.Schon kommt sie über das Land.«2Da machte sich die Frau aufund befolgte den Rat des Gottesmannes8,2 Gottesmann: Verkündet wie ein Prophet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat, und wirkt in seinem Namen Wunder..Sie und ihre Familie lebten im Land der Philister8,2 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer.,sieben Jahre lang blieben sie dort als Fremde.3Als die sieben Jahre vorbei waren,kehrte sie aus dem Land der Philister zurück.Sie ging zum König, um ihn um Hilfe zu bitten.Sie wollte ihr Haus und ihren Acker zurückbekommen.

4Der König sprach gerade mit Gehasi,dem Diener des Gottesmannes8,4 Gottesmann: Verkündet wie ein Prophet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat, und wirkt in seinem Namen Wunder..Er sagte: »Erzähl mir doch von all den großen Taten,die Elischa8,4 Elischa: Prophet im Nordreich Israel und Nachfolger des Propheten Elija. vollbracht hat.«5Also erzählte Gehasi dem König,dass Elischa ein totes Kind lebendig gemacht hatte.Genau in diesem Moment kam die Frau dazu,deren Sohn wieder lebendig geworden war.Sie wollte dem König die Bitte vortragenwegen ihres Hauses und ihres Ackers.Da rief Gehasi: »Mein Herr und König, das ist die Frau!Und das ist ihr Sohn,den Elischa wieder lebendig gemacht hat.«6Nun fragte der König die Frau,und sie erzählte ihm alles.Da gab der König ihr einen Beamten mit und befahl:»Sorge dafür, dass sie alles bekommt, was ihr gehört!Ihren Besitz und den ganzen Ertrag des Ackers –seit damals, als sie wegging, bis heute.«

Ben-Hadad stirbt und Hasael wird König von Aram

7Elischa8,7 Elischa: Prophet im Nordreich Israel und Nachfolger des Propheten Elija. war unterwegs nach Damaskus8,7 Damaskus: Bedeutende Handelsstadt am Rand der syrischen Wüste.,als Ben-Hadad, der König von Aram8,7 Aram: Bezeichnung für verschiedene Staaten im Gebiet des heutigen Syrien., krank war.Man meldete ihm: »Der Gottesmann8,7 Gottesmann: Verkündet wie ein Prophet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat, und wirkt in seinem Namen Wunder. kommt hierher!«8Da sagte der König zu Hasael8,8 Hasael: Einer der Vertrauten des Königs Ben-Hadad.:»Nimm Geschenke mit und geh dem Gottesmann entgegen.Befrage den Herrn8,8 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. durch ihn,ob ich von dieser Krankheit genesen werde.«9Hasael ging ihm entgegen und nahm Geschenke mit:Kostbarkeiten aus Damaskus, die 40 Kamele trugen.So kam er zu Elischa, trat vor ihn hin und sprach:»Dein Sohn8,9 dein Sohn: Der König unterstellt sich so Elischa und erinnert an ihr gutes Verhältnis. Ben-Hadad schickt mich zu dir.Der König von Aram möchte wissen,ob er von dieser Krankheit genesen wird.«10Elischa antwortete ihm:»Geh und sag ihm, dass er wieder gesund wird!Doch der Herr hat mir gezeigt,dass er sterben muss.«11Der Gottesmann starrte lange vor sich hin,dann fing er an zu weinen.12Schließlich fragte Hasael: »Warum weint mein Herr?«Der antwortete: »Weil ich weiß,wie viel Leid du über die Israeliten bringen wirst:Ihre befestigten Städte wirst du mit Feuer verbrennen,ihre jungen Männer erschlagen,ihre Kinder töten und ihre Schwangeren aufschlitzen.«13Hasael gab zurück:»Dein Knecht ist doch nur ein Hund8,13 Hund: Bild, mit dem ein Untergebener seinen niedrigen Rang zum Ausdruck bringt.!Wie sollte er so etwas Gewaltiges tun können?«Elischa antwortete:»Der Herr hat mir gezeigt,dass du König über Aram sein wirst.«

14Da verließ Hasael8,14 Hasael: König des Aramäerreichs in Damaskus (842–810 v. Chr.). den Elischaund kehrte zu seinem Herrn zurück.Der fragte: »Was hat Elischa zu dir gesagt?«Er antwortete:»Er hat zu mir gesagt, dass du wieder gesund wirst.«15Am nächsten Tag aber nahm er eine Decke,tauchte sie ins Wasser und legte sie auf sein Gesicht.Dadurch erstickte Ben-Hadad,und Hasael wurde König an seiner Stelle.

Südreich Juda: König Joram

16Im fünften Regierungsjahr des Königs Joram8,16 Joram: König des Nordreichs Israel (851–841 v. Chr.). von Israelwurde Joram8,16 Joram (Vers 16): König des Südreichs Juda (847–841 v. Chr.)., der Sohn des Joschafat, König von Juda.Das geschah noch, während sein Vater regierte.Joram von Israel war ein Sohn des Ahab8,16 Ahab: König des Nordreichs Israel (871–852 v. Chr.).,Joram von Juda dagegen ein Sohn des Joschafat8,16 Joschafat: König des Südreichs Juda (868–847 v. Chr.)..17Er war 32 Jahre, als er König wurde,und regierte acht Jahre in Jerusalem8,17 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört..18Er folgte dem schlechten Vorbild der Könige Israelsund machte es wie die aus dem Haus Ahab8,18 Haus Ahab: Bezeichnet die Familie und die Nachkommen König Ahabs. 1. Könige 18–19 und 1. Könige 21 erzählen von den Zuständen während der Regierungszeit Ahabs..Denn seine Frau war eine Tochter des Ahab.Also tat er, was der Herr8,18 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. verurteilt.19Aber der Herr wollte Juda nicht vernichten –seinem Knecht David8,19 Knecht David: Meint König David. Ihm wurde von Gott versprochen, dass immer ein Nachkomme aus seinem Königshaus in Jerusalem regieren wird; vgl. 2. Samuel 7,16. zuliebe.Ihm hatte er versprochen,dass das Licht seines Königshauses nicht erlischt,sondern für immer eine Leuchte8,19 Leuchte: Bild dafür, dass das Andenken an König David auch für spätere Generationen sichtbar bleibt; vgl. 1. Könige 11,36. bleibt.Einer seiner Nachkommen sollte stets König sein.

20Während der Regierungszeit des Joram8,20 Joram: König des Südreichs Juda (847–841 v. Chr.).fielen die Edomiter8,20 Edomiter: Nachbarvolk Judas im Süden. von Juda abund setzten einen eigenen König ein.21Also zog Joram nach Zair8,21 Zair: Stadt südlich des Toten Meeres. mit allen seinen Streitwagen8,21 Streitwagen: Ein für den Krieg ausgerüsteter Wagen mit zwei oder drei Mann Besatzung..Dort wurden sie von den Edomitern umzingelt.Doch während der Nacht griff er sie anund schlug die Edomiter.Jorams Heer aber floh, jeder heim zu seinen Zelten8,21 heimgehen zu den Zelten: Biblische Redewendung, mit der die Auflösung eines Heeres und Rückkehr der Soldaten nach Hause zum Ausdruck gebracht wird..22So fielen die Edomiter von Juda ab bis heute.Damals, zu jener Zeit, fiel auch Libna8,22 Libna: Stadt im Grenzgebiet zwischen Juda und dem Gebiet der Philister. ab.23Die übrigen Berichte über Joram finden sichin der Chronik der Könige von Juda8,23 Chronik der Könige von Juda: Ein uns unbekanntes Buch, das vermutlich Aufzeichnungen über den Königshof und die Regierungszeit einzelner Könige umfasste..Dort sind auch seine Taten beschrieben.24Dann starb Joram.Er wurde in der Stadt Davids8,24 Stadt Davids: Name für den ältesten besiedelten Teil Jerusalems, im Südosten der heutigen Altstadt gelegen. Der Name erinnert an die Eroberung durch König David, vgl. 2. Samuel 5,6-9. begraben,wo auch seine Vorfahren lagen.Sein Sohn Ahasja8,24 Ahasja: König des Südreichs Juda (841 v. Chr.). wurde König an seiner Stelle.

Südreich Juda: König Ahasja

25König Joram8,25 Joram: König des Nordreichs Israel (851–841 v. Chr.). von Israel war ein Sohn des Ahab8,25 Ahab: König des Nordreichs Israel (871–852 v. Chr.)..In seinem 12. Regierungsjahrwurde Ahasja8,25 Ahasja: König des Südreichs Juda (841 v. Chr.)., der Sohn des Joram, König von Juda.26Ahasja war 22 Jahre alt, als er König wurde,und er regierte ein Jahr in Jerusalem8,26 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört..Seine Mutter hieß Atalja8,26 Atalja: Nach dem Tod ihres Enkels macht Atalja sich selbst zur Königin des Südreichs Juda, vgl. 2. Könige 11..Sie war eine Enkelin des Königs Omri von Israel.27Ahasja folgte dem schlechten Vorbild des Hauses Ahab8,27 Haus Ahab: Bezeichnet die Familie und die Nachkommen König Ahabs, des Sohnes von Omri. 1. Könige 21,25-26 fasst seine Vergehen zusammen..Also tat er, was der Herr8,27 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. verurteilt,genauso wie es die Familie des Ahab tat.Er war nämlich mit ihnen verschwägert.

28Einmal zog er mit Joram8,28 Joram (Vers 28): König des Nordreichs Israel (851–841 v. Chr.)., dem Sohn Ahabs, in den Krieg.Bei Ramot-Gilead8,28 Ramot-Gilead: Viel umkämpfte Stadt im Ostjordanland, 50 km südöstlich des See Gennesaret im heutigen Jordanien gelegen. kam es zum Kampf gegen Hasael8,28 Hasael: König des Aramäerreichs in Damaskus (842–810 v. Chr.).,den König von Aram.Dabei verwundeten die Aramäer Joram.29König Joram musste deshalb heimkehren.In Jesreel wollte er sich von den Wunden erholen,die ihm die Aramäer zugefügt hatten –im Kampf bei Ramot gegen König Hasael von Aram.Auch König Ahasja8,29 Ahasja: König des Südreichs Juda (841 v. Chr.). von Juda, der Sohn des Joram,kam hinab nach Jesreel8,29 Jesreel: Stadt am Ostrand der fruchtbaren Ebene Jesreel, in der die Könige Israels einen Palast hatten..Er wollte nach Joram, dem Sohn des Ahab, sehen,weil er verletzt war.
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Die Geschichte der beiden Königreiche (zweiter Teil)

2. Könige 9,1–17,41

Die Revolution des Jehu

2. Könige 9,1–10,36

Nordreich Israel: Jehu wird zum König gesalbt

91Der Prophet9,1 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Elischa9,1 Elischa: Prophet im Nordreich Israel und Nachfolger des Propheten Elija.rief einen aus der Gruppe junger Propheten9,1 Gruppe junger Propheten: Zusammenschluss von jungen Männern, die sich unter Anleitung eines älteren Propheten auf ihre Aufgabe als Propheten vorbereiten.und befahl ihm: »Los, beeil dich!Nimm diesen Krug mit Öl und geh nach Ramot-Gilead9,1 Ramot-Gilead: Viel umkämpfte Stadt im Ostjordanland, 50 km südöstlich des See Gennesaret im heutigen Jordanien gelegen.!2Wenn du dort ankommst,such Jehu9,2 Jehu: Hauptmann im Heer des Königs von Israel., den Sohn des Joschafat und Enkel Nimschis.Geh zu ihm und bitte ihn, die anderen zu verlassen.Aus dem Kreis der anderen Offizieresoll er heraustreten.Dann geh mit ihm in das hinterste Zimmer.3Nimm dort den Ölkrug,gieße das Öl über seinen Kopf und verkünde:So spricht der Herr9,3 so spricht der Herr: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:Hiermit salbe9,3 zum König salben: Teil der religiösen Handlung, mit der eine Person zum König gemacht wird. Ein wohlriechendes Öl wird dabei über bestimmte Körperteile ausgegossen. ich dich zum König über Israel.‹Dann öffne die Tür und lauf schnell fort!«

4Der Prophet9,4 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. ging nach Ramot-Gilead9,4 Ramot-Gilead: Viel umkämpfte Stadt im Ostjordanland, 50 km südöstlich des See Gennesaret im heutigen Jordanien gelegen..5Als er ankam,saßen die Hauptleute des Heeres gerade beisammen.Er sagte: »Ich habe mit dir zu reden, Hauptmann.«Jehu9,5 Jehu: Hauptmann im Heer des Königs von Israel. fragte zurück: »Mit wem von uns?«Er antwortete: »Mit dir, Hauptmann.«6Da stand Jehu auf und ging ins Haus.Der Prophet goss das Öl über seinen Kopfund verkündete ihm:»So spricht der Herr9,6 so spricht der Herr: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern., der Gott Israels:Hiermit salbe9,6 zum König salben: Teil der religiösen Handlung, mit der eine Person zum König gemacht wird. Ein wohlriechendes Öl wird dabei über bestimmte Körperteile ausgegossen. ich dich zum Königüber das Volk des Herrn9,6 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr., über Israel9,6 Israel: Bezeichnung für das Königreich im Norden (926–722 v. Chr.)..7Du sollst die Familie Ahabs töten,zu der auch dein Herr gehört.Das ist meine Rache für das Blut,das diese Familie, allen voran Isebel9,7 Isebel: Ehefrau von König Ahab. 1. Könige 21 erzählt, wie Isebel einen Weingärtner ermorden lässt, um an dessen Weinberg zu kommen., vergossen hat:für das Blut der Propheten, der Knechte des Herrn.8Das ganze Haus Ahab9,8 Haus Ahab: Bezeichnung für die Familie des Königs und seine Nachkommen. König Ahab war der Mann von Isebel. soll untergehen.Alle, die an die Wand pissen9,8 an die Wand pissen: Verächtliche Bezeichnung für alle männlichen Nachkommen König Ahabs, alle seine Beamten und alle Sklaven am Königshof.,werde ich ausrotten aus Israel,bis auf den letzten Mann.9Ich werde das Haus Ahab so zerstörenwie das Haus Jerobeam9,9 Haus Jerobeam: 1. Könige 15,25-30 erzählt, wie das Königshaus des Jerobeam untergeht. und das Haus Bascha9,9 Haus Bascha: 1. Könige 16,8-13 erzählt, wie das Königshaus des Bascha unterging..Jerobeam war ein Sohn von Nebat und Bascha von Ahija.10Isebel aber sollen die Hunde fressen,draußen vor der Stadt Jesreel9,10 Jesreel: Stadt am Ostrand der fruchtbaren Ebene Jesreel, in der die Könige Israels einen Palast hatten..Niemand soll sie begraben.«Dann öffnete er die Tür und lief fort.

11Als Jehu9,11 Jehu: Hauptmann im Heer des Königs von Israel. zu den Leuten seines Herrn zurückkam,wollten sie wissen: »Ist alles in Ordnung?Warum ist dieser Verrückte zu dir gekommen?«Er antwortete ihnen:»Ihr kennt doch den Mann und sein Gerede.«12Aber sie gaben sich damit nicht zufrieden:»Keine Ausflüchte! Raus mit der Sprache!«Da sagte er: »Er hat Folgendes zu mir gesagt:›So spricht der Herr9,12 so spricht der Herr: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:Hiermit salbe9,12 zum König salben: Teil der religiösen Handlung, mit der eine Person zum König gemacht wird. Ein wohlriechendes Öl wird dabei über bestimmte Körperteile ausgegossen. ich dich zum König über Israel.‹«13Sofort nahmen sie ihre Kleiderund legten sie vor ihn auf die blanken Stufen.Dann ließen sie in die Widderhörner9,13 Widderhorn: Hebräisch schofar. Ein Musik- und Signalinstrument, das aus dem Horn eines Widders hergestellt wird. blasenund verkündeten: »Jehu ist König!«

Jehu tötet König Joram und König Ahasja

14Jehu9,14 Jehu: Hauptmann im Heer des Königs von Israel, der durch einen Putsch zum König wird., der Sohn des Joschafat und Enkel Nimschis,musste jetzt noch König Joram9,14 Joram: König des Nordreichs Israel (851–841 v. Chr.). aus dem Weg schaffen.Damals hatte Joram Ramot-Gilead9,14 Ramot-Gilead: Viel umkämpfte Stadt im Ostjordanland, 50 km südöstlich des See Gennesaret im heutigen Jordanien gelegen. beschützt.Mit dem ganzen Heer Israels war er losgezogenund hatte gegen Hasael9,14 Hasael: König des Aramäerreichs in Damaskus (842–810 v. Chr.)., den König von Aram, gekämpft.15Doch dann hatten die Aramäer Joram verwundet,und er hatte deshalb heimkehren müssen.In Jesreel9,15 Jesreel: Stadt am Ostrand der fruchtbaren Ebene Jesreel, in der die Könige Israels einen Palast hatten. wollte er sich von den Wunden erholen,die ihm die Aramäer zugefügt hatten –im Kampf gegen König Hasael von Aram.

Jehu9,15 Jehu: Hauptmann im Heer des Königs von Israel, der durch einen Putsch zum König wird. schlug deshalb vor: »Wenn ihr einverstanden seid,lassen wir niemanden aus der Stadt heraus.So kann niemand in Jesreel Bericht erstatten.«16Dann bestieg Jehu seinen Wagen9,16 Streitwagen: Ein für den Krieg ausgerüsteter Wagen mit zwei oder drei Mann Besatzung. und fuhr nach Jesreel9,16 Jesreel: Stadt am Ostrand der fruchtbaren Ebene Jesreel, in der die Könige Israels einen Palast hatten.,wo sich der verwundete Joram9,16 Joram: König des Nordreichs Israel (851–841 v. Chr.). aufhielt.Ahasja9,16 Ahasja: König des Südreichs Juda (841 v. Chr.)., der König von Juda, war auch gekommen,um nach Joram zu sehen.17Auf dem Turm in Jesreel stand ein Wächter.Er sah, dass sich Soldaten der Stadt näherten.Darunter war Jehu.Er meldete: »Ich sehe eine Gruppe Soldaten kommen.«Da befahl Joram: »Schickt ihnen einen Reiter entgegen.Er soll fragen: Kommt ihr in Frieden?«18Als der Reiter sie erreichte, fragte er:»So spricht der König: Kommst du in Frieden?«Jehu antwortete: »Was geht dich der Frieden an?Schließ dich mir an!«Der Wächter meldete:»Der Bote ist bei ihnen, kommt aber nicht zurück.«19Also schickte Joram einen zweiten Reiter.Auch der kam zu ihnen und sprach:»So spricht der König: Gewiss kommst du in Frieden!«Jehu antwortete: »Was geht dich der Frieden an?Schließ dich mir an!«20Der Wächter meldete erneut:»Er ist bei ihnen, kommt aber nicht zurück.Der Anführer fährt wie ein Verrückter –genauso wie Jehu, der Enkel des Nimschi.«21Da befahl Joram: »Spannt an!«Und man spannte seinen Wagen an.König Joram von Israel bestieg seinen Wagen,und auch König Ahasja von Juda bestieg einen Wagen.So fuhren die beiden Könige Jehu entgegen,jeder stand auf seinem Wagen.Sie trafen ihn auf dem Acker,der früher Nabot9,21 Nabot: 1. Könige 21 erzählt, dass König Ahab und seine Frau Isebel ihn ermorden ließen, um sich sein Grundstück anzueignen. aus Jesreel gehört hatte.

22Als Joram9,22 Joram: König des Nordreichs Israel (851–841 v. Chr.). Jehu9,22 Jehu: Hauptmann im Heer des Königs von Israel, der durch einen Putsch zum König wird. erblickte, fragte er:»Kommst du in Frieden, Jehu?«Der antwortete: »Was für ein Frieden?Bei all dem, was deine Mutter Isebel9,22 Isebel: Ehefrau von König Ahab. Sie stammte aus Phönizien. treibt?Sie betet fremde Götter9,22 Götter: Götter, die von anderen Völkern verehrt werden. Israel hat nur einen einzigen Gott. an und betreibt Zauberei!«23Joram wendete den Wagen und wollte fliehen.Dabei rief er Ahasja9,23 Ahasja: König des Südreichs Juda (841 v. Chr.). zu: »Verrat, Ahasja!«24Doch Jehu nahm den Bogen9,24 Bogen: Waffe für die Jagd oder den Krieg, mit der Pfeile abgeschossen werden können. zur Hand,schoss und traf Joram in die Brust.Der Pfeil durchbohrte sein Herz,er brach in seinem Wagen zusammen.25Da befahl Jehu seinem Offizier Bidkar:»Nimm ihn vom Wagenund wirf ihn auf den Acker Nabots9,25 Acker Nabots: In 1. Könige 21 wird erzählt, wie König Ahab und seine Frau Isebel einen Mord begehen, um an dieses Grundstück zu kommen. aus Jesreel9,25 Jesreel: Stadt am Ostrand der fruchtbaren Ebene Jesreel, in der die Könige Israels einen Palast hatten.!Erinnere dich, was der Herr9,25 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. ihm angekündigt hat!Du und ich fuhren damals hinter seinem Vater Ahab9,25 Ahab: König des Nordreichs Israel (871–852 v. Chr.). her,als über ihn das Urteil9,25 das Urteil: 1. Könige 21,17-24 erzählt von der Strafe, die der Prophet Elija König Ahab angekündigt hat. gesprochen wurde:26›Gestern habe ich das Blut Unschuldiger gesehen,das Blut des Nabot und seiner Söhne.So lautet der Ausspruch des Herrn9,26 so spricht der Herr: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern..Auf diesem Acker wirst du dafür bezahlen!So lautet der Ausspruch des Herrn.‹Und nun nimm ihn und wirf ihn auf den Acker,wie der Herr es gesagt hat.«

27Als König Ahasja9,27 Ahasja: König des Südreichs Juda (841 v. Chr.). von Juda das sah,floh er in Richtung Bet-Gan9,27 Bet-Gan: Die genaue Lage dieses Ortes ist unbekannt. Er dürfte südlich von Jesreel liegen..Jehu9,27 Jehu: Hauptmann im Heer des Königs von Israel, der durch einen Putsch zum König wird. verfolgte ihn und befahl:»Tötet auch ihn!«Beim Anstieg von Gur, das bei Jibleam liegt,trafen sie ihn und verwundeten ihn schwer.Er floh noch bis Megiddo9,27 Megiddo: Bedeutende Stadt im nördlichen Israel, an der Kreuzung zweier Handelsstraßen., wo er starb.28Seine Diener brachten ihn im Wagen nach Jerusalem9,28 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört..Man begrub ihn in seinem Grab in der Stadt Davids9,28 Stadt Davids: Name für den ältesten besiedelten Teil Jerusalems, im Südosten der heutigen Altstadt gelegen. Der Name erinnert an die Eroberung durch König David, vgl. 2. Samuel 5,6-9.,wo auch seine Vorfahren lagen.29Im elften Regierungsjahr des Königs Joram9,29 Joram: König des Nordreichs Israel (851–841 v. Chr.). von Israelwar Ahasja9,29 Ahasja: König des Südreichs Juda (841 v. Chr.). König über Juda geworden.Joram war ein Sohn von König Ahab.

Jehu lässt Isebel töten

30Danach kehrte Jehu9,30 Jehu: Hauptmann im Heer des Königs von Israel, der durch einen Putsch zum König wird. nach Jesreel9,30 Jesreel: Stadt am Ostrand der fruchtbaren Ebene Jesreel, in der die Könige Israels einen Palast hatten. zurück.Als Isebel9,30 Isebel: Mutter des von Jehu ermordeten Königs Joram. das hörte,ließ sie sich schminken und königlich frisieren.So schaute sie aus dem Fenster des Palastes.31Als Jehu durch das Tor kam, rief sie:»Geht es dir gut, du Mörder deines Herrn?Wie Simri9,31 Simri: 1. Könige 16,8-19 erzählt, dass der Hauptmann Simri seinen Herrn, den König Ela, ermordete, aber nach sieben Tagen selbst den Tod fand. sollst du den Tod finden!«32Er sah hoch zum Fenster und rief:»Wer ist auf meiner Seite?«Da blickten ihn ein paar Hofleute an.33Und er befahl: »Stürzt sie herunter!«Da stürzten sie Isebel herunter.Ihr Blut spritzte an die Wand und auf die Pferde,die sie zertrampelten.34Jehu aber ging hinein, aß und trank.Danach befahl er:»Schaut nach dieser Verfluchten und begrabt sie.Immerhin ist sie eine Königstochter.«35Doch als sie hinkamen, um sie zu begraben,fanden sie fast nichts mehr von ihr:Nur noch ihr Schädel, die Füße und Hände waren da.36Also gingen sie zurück und berichteten es Jehu.Der sagte: »So hat es der Herr9,36 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. angekündigt.Durch seinen Knecht Elija9,36 Elija: Prophet im Nordreich Israel. Sein Name bedeutet »Mein Gott ist der Herr aus Tischbe hat er gesagt9,36 gesagt: 1. Könige 21,17-24 erzählt von der Strafe, die der Prophet Elija König Ahab angekündigt.:›Draußen vor der Stadt Jesreel9,36 Jesreel: Stadt am Ostrand der fruchtbaren Ebene Jesreel, in der die Könige Israels einen Palast hatten.werden die Hunde das Fleisch Isebels fressen.‹37Der Leichnam Isebels soll wie der Mist sein,verteilt über die Felder von Jesreel.Niemand wird sagen können: Hier liegt Isebel.«