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Die weitere Geschichte des Königreichs Juda

2. Könige 18,1–25,30

Die Regierung von König Hiskija

2. Könige 18,1–20,21

Hiskija wird König

181König Hoschea18,1 Hoschea: König des Nordreichs Israel (732–723 v. Chr.). Er war abhängig von den assyrischen Königen. von Israel war ein Sohn des Ela.In seinem dritten Regierungsjahrwurde Hiskija18,1 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte., der Sohn des Ahas, König über Juda.2Er war 25 Jahre alt, als er König wurde,und regierte 29 Jahre in Jerusalem18,2 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr ….Seine Mutter hieß Abi und war eine Tochter des Secharja18,2 Secharja: König des Nordreichs Israel (747 v. Chr.)..3Hiskija tat, was dem Herrn gefiel,und handelte wie sein Vorfahre David18,3 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr ….4Er schaffte die Kultplätze18,4 Kultplatz: Lokales Heiligtum auf einer Anhöhe oder Bezeichnung für einen Ort, an dem fremde Götter verehrt werden. ab,zerschlug die Kultsteine18,4 Kultstein: Hebräisch Massebe. Ein von Menschen aufgerichteter Stein mit religiöser Bedeutung. und fällte den Kultpfahl18,4 Kultpfahl: Hebräisch Aschera. Ein von Menschen aufgerichteter Holzpfahl mit religiöser Bedeutung..Er zerstörte auch die Schlange aus Bronze,die Mose gemacht hatte18,4 die Mose gemacht hatte: 4. Mose/Numeri 21,4-9 erzählt von der Anfertigung einer Schlange aus Bronze, die Schlangenbisse heilte..Denn bis zu dieser Zeit wurde sie verehrt,die Israeliten brachten Räucheropfer18,4 Räucheropfer: Verbrennen von Weihrauch oder anderen Duftharzen auf einem Räucheraltar. Mehr … für sie dar.Man nannte sie Nehuschtan,das heißt: Schlange aus Bronze.5Hiskija vertraute dem Herrn, dem Gott Israels.Unter allen Königen Judas gab es keinen wie ihn,weder vor ihm noch nach ihm.6Hiskija hielt am Herrn fest und ließ nicht von ihm ab.Er befolgte die Gebote18,6 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr …,die der Herr Mose18,6 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … gegeben hatte.7Daher war der Herr mit ihm.Bei allen seinen Unternehmungen hatte er Erfolg.So lehnte er sich gegen den König von Assyrien18,7 Assyrien: Militärische Großmacht in der gleichnamigen Region am oberen Tigris, im heutigen Irak. aufund blieb nicht länger von ihm abhängig.8Er schlug auch die Philister18,8 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … bis nach Gaza18,8 Gaza: Bedeutende Stadt der Philister und Handelsstadt, im heutigen Gazastreifen gelegen..Im Gebiet um Gaza zerstörte er alles,vom kleinen Wachturm bis zur ausgebauten Festung.

Eine Notiz über den Untergang des Nordreichs

9Es war im vierten Regierungsjahr des Königs Hiskija18,9 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte..Das war zugleich das siebte Regierungsjahrvon König Hoschea18,9 Hoschea: König des Nordreichs Israel (732–723 v. Chr.). Er war abhängig von den assyrischen Königen. von Israel, dem Sohn des Ela.Da rückte Salmanassar18,9 Salmanassar V.: König von Assyrien (726–722 v. Chr.)., der König von Assyrien, heran,kam nach Samaria18,9 Samaria: Hauptstadt des Nordreichs Israel, 722 v. Chr. von den Assyrern zerstört. und belagerte die Stadt.10Nach drei Jahren Belagerung nahm er sie ein.Im sechsten Regierungsjahr des Hiskija fiel Samaria.Das war zugleich das neunte Regierungsjahr des Hoschea,des Königs von Israel.11Der König von Assyrien nahm die Bevölkerung gefangenund verschleppte die Israeliten nach Assyrien.In den Städten der Meder18,11 Städte der Meder: Gebiete östlich des Tigris im heutigen Irak. siedelte er sie neu anund in Halach18,11 Halach: Stadt nordöstlich der assyrischen Stadt Ninive, an der Grenze zur heutigen Türkei gelegen. am Habor, dem Fluss von Gosan18,11 Gosan: Bedeutende Stadt im nordöstlichen Mesopotamien, wird mit dem Siedlungshügel Tel Halaf identifiziert..12Das war die Strafe dafür, dass sie nicht gehört hattenauf die Stimme des Herrn, ihres Gottes.Sie hatten seinen Bund18,12 Bund: Vertrag, mit dem zwei Partner eine gegenseitige Verpflichtung eingehen. Ist Gott einer der Partner, kann er sich auch einseitig zur Treue gegenüber seinem Volk oder einzelnen Menschen verpflichten. Mehr … gebrochen.Ja, sie hatten nicht gehorchtund nichts von dem getan,was Mose18,12 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr …, der Knecht18,12 Knecht, Knecht Gottes: Ehrenvolle Bezeichnung für Menschen, die Gott in seinen Dienst nimmt. Mehr … des Herrn, geboten hatte.

Sanherib zieht gegen Jerusalem

13Im 14. Regierungsjahr des Königs Hiskija18,13 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte.rückte der assyrische König Sanherib18,13 Sanherib: König von Assyrien (704–681 v. Chr.), der 701 v. Chr. Juda eroberte und Jerusalem belagerte. heran.Er griff Juda18,13 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt. Mehr … an und eroberte alle befestigten Städte.14Da schickte König Hiskija von Juda eine Botschaftzum König von Assyrien nach Lachisch18,14 Lachisch: Stadt 44 km südwestlich von Jerusalem und wichtiger Militärstützpunkt. und bat ihn:»Ich habe einen schweren Fehler18,14 schwerer Fehler: Hiskija hatte sich gegen den assyrischen König aufgelehnt und ihm keinen Tribut mehr gezahlt. gemacht.Kämpfe nicht länger gegen mich!Ich werde alles zahlen, was du von mir forderst.«Also legte der König von Assyrien einen Tribut18,14 Tribut: Geld- oder Sachleistungen, die ein unterworfenes Volk an die Großmacht zahlen muss. Mehr … fest,den König Hiskija von Juda zu zahlen hatte:zehn Tonnen18,14 zehn Tonnen: Wörtlich »300 Kikkar«. Ein Kikkar entspricht etwa 34 kg. Silber und eine Tonne18,14 eine Tonne: Wörtlich »30 Kikkar«. Ein Kikkar entspricht etwa 34 kg. Gold.15Und Hiskija lieferte alles Silber ab,das im Tempel18,15 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … des Herrn vorhanden warund in den Schatzkammern des Palastes.16Er ließ sogar alles Gold entfernen,mit dem der Tempel des Herrn verziert war:das Gold an den Türen und Pfosten der Tempelhalle,das er selbst hatte anbringen lassen.Das alles brachte Hiskija dem König von Assyrien.

17Damals sandte der assyrische Königseine höchsten Beamten von Lachisch18,17 Lachisch: Stadt 44 km südwestlich von Jerusalem und wichtiger Militärstützpunkt. auszu König Hiskija18,17 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte. nach Jerusalem18,17 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr ….Sie trugen die Titel Tartan, Rabsaris18,17 Tartan, Rabsaris: Titel für hohe Beamte mit militärischen Aufgaben, die hier wie ein Eigenname verwendet werden. und Rabschake18,17 Rabschake: Übersetzt bedeutet der Name »Obermundschenk«. In Assyrien war das ein Titel für hohe zivile oder militärische Beamte..Mit einem großen Heerbezogen sie Stellung an der Walkerfeldstraße18,17 Walkerfeld: Liegt im Südosten Jerusalems und führt zu dem Ort, an dem die Weber ihre Stoffe im Wasser reinigten und durch »Walken«, das heißt durch Kneten und Schlagen, geschmeidig machten.,bei der Wasserleitung zum oberen Teich.18Dann wollten sie den König sprechen.Da kam Eljakim, der Sohn des Hilkija, zu ihnen heraus.Er verwaltete den Königshof.In seiner Begleitung waren der Staatsschreiber18,18 Staatsschreiber: Beamter für alle Verwaltungsaufgaben. Schebnaund der Staatssekretär18,18 Staatssekretär: Überwacht die Ausführung der Befehle des Königs und unterrichtet den König über Vorgänge im Volk. Joach, der Sohn des Asaf.19Der Rabschake sagte zu ihnen:»Richtet Hiskija18,19 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte. aus:So spricht der assyrische Großkönig18,19 Großkönig: Titel des assyrischen Königs. Hier ist von Sanherib die Rede.:Worauf setzt du eigentlich dein Vertrauen?20Du meinst wohl, bloße Versprechungen können helfenund ersetzen Planung und Stärke im Krieg!Auf wen vertraust du so sehr,dass du einen Aufstand gegen mich anzettelst?21Vertraust du etwa auf Ägypten18,21 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste. Mehr …?Ägypten ist doch nur ein zerbrochenes Schilfrohr18,21 Schilf: Pflanze mit dünnem Stängel, die mehrere Meter hoch werden kann. Daher gerät sie leicht ins Schwanken oder knickt um..Wer sich darauf stützt,dem fährt es in die Hand und durchbohrt sie.So geht es allen,die auf den Pharao, den König von Ägypten, vertrauen.22Oder wollt ihr mir sagen:›Wir vertrauen auf den Herrn, unseren Gott?‹Waren es denn nicht seine Kultplätze und Altäre18,22 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. Mehr …,die Hiskija beseitigt18,22 beseitigt: Von König Hiskijas Reformen berichtet 2. Könige 18,3-5. hat?Er hat doch in Juda18,22 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt. Mehr … und Jerusalem18,22 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr … angeordnet:›Allein vor diesem Altar in Jerusalemsollt ihr Gott anbeten.‹23Mein Herr, der König von Assyrien,bietet dir nun folgende Wette an:›Ich gebe dir 2000 Pferde,wenn du die Reiter dazu stellen kannst.‹24Du kannst ja nicht einmal einen einzigen zurückschlagen,einen unbedeutenden Hauptmann, der meinem Herrn dient.Vielmehr musst du auf Ägypten vertrauen,das so viele Streitwagen und Reiter hat.25Nun frage ich dich:Bin ich etwa ohne Erlaubnis des Herrn gekommen,um diesen Ort hier zu verwüsten?Nein, der Herr selbst hat zu mir gesagt:›Zieh gegen dieses Land und verwüste es!‹«

26Eljakim, der Sohn des Hilkija, Schebna und Joachbaten daraufhin den Rabschake18,26 Rabschake: Titel für hohe zivile oder militärische Beamte in Assyrien. Übersetzt bedeutet der Name »Obermundschenk«.:»Sprich doch bitte Aramäisch18,26 Aramäisch: Diese Sprache diente der Verständigung im assyrischen Reich und in den Nachbarländern. Auch in Jerusalem konnten die hohen Beamten Aramäisch sprechen. mit deinen Knechten!Denn das verstehen wir.Sprich nicht Hebräisch mit uns!Denn die Leute auf der Stadtmauer hören zu.«27Der Rabschake antwortete ihnen:»Hat mich mein Herr mit seiner Botschaftdenn nur zu euch und zu eurem Herrn gesandt?Nein, er hat mich auch zu den Leuten gesandt,die auf der Mauer sitzen.Sie müssen bald ihren eigenen Kot essenund ihren eigenen Urin mit euch trinken.«

28Dann trat der Rabschake18,28 Rabschake: Titel für hohe zivile oder militärische Beamte in Assyrien. Übersetzt bedeutet der Name »Obermundschenk«. noch weiter vorund rief laut auf Hebräisch:»Hört, was euch der assyrische Großkönig18,28 Großkönig: Titel des assyrischen Königs. Hier ist von Sanherib die Rede. zu sagen hat!29So spricht der König:Lasst euch von Hiskija18,29 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte. nicht täuschen!Er kann euch nicht retten.30Lasst euch von Hiskija nicht dazu verleiten,auf den Herrn zu vertrauen.Hört nicht auf ihn, wenn er sagt:›Der Herr wird uns bestimmt retten.Diese Stadt wird dem König von Assyriennicht in die Hände fallen.‹31Hört nicht auf Hiskija!So spricht der König von Assyrien:Kommt heraus und schließt Frieden mit mir!Dann kann jeder von seinem Weinstock essenund von seinem Feigenbaum.Jeder kann Wasser aus seiner eigenen Zisterne18,31 Zisterne: In den Boden geschlagene Kammer oder Beckenanlage zum Sammeln und Speichern von Regenwasser. Mehr … trinken.32Später komme ich und bringe euch in ein Land,das eurem ähnlich ist.Dort gibt es Getreide18,32 Getreide: Getreide, vor allem Weizen, war ein Grundnahrungsmittel, das hauptsächlich zum Backen von Brot verwendet wurde. Mehr … und Most18,32 Most: Vorstufe von Wein. Der Prozess, der den im Fruchtsaft enthaltenen Zucker in Alkohol umwandelt, hat begonnen.,Brot und Wein, Olivenbäume und Honig.Ihr werdet am Leben bleiben und nicht sterben.Deshalb lasst euch von Hiskija nichts vormachen,wenn er sagt: ›Der Herr wird uns retten.‹33Haben etwa die Götter18,33 Götter: Götter, die von anderen Völkern verehrt werden. Israel hat nur einen einzigen Gott. Mehr … der anderen Völkerihre Länder vor dem König von Assyrien retten können?34*18,34 Vers 34: Die in diesem Vers aufgezählten Städte wurden zur Zeit Jesajas von den Assyrern erobert. Wo sind denn die Götter von Hamat und Arpad?Wo sind die Götter von Sefarwajim, Hena oder Awa?Haben sie Samaria vor mir gerettet?35Gibt es denn einen unter den Göttern aller Länder,der sein Land vor mir gerettet hat?Wieso sollte ausgerechnet der Herr das könnenund Jerusalem18,35 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr … vor mir retten?«

36Das Volk schwieg und gab keine Antwort.Denn König Hiskija18,36 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte. hatte befohlen:»Gebt ihm keine Antwort!«37Da kehrten die drei Beamten zu Hiskija zurück:der Palastverwalter Eljakim, der Sohn des Hilkija,der Staatsschreiber18,37 Staatsschreiber: Beamter für alle Verwaltungsaufgaben. Schebnaund der Staatssekretär18,37 Staatssekretär: Überwacht die Ausführung der Befehle des Königs und unterrichtet den König über Vorgänge im Volk. Joach, der Sohn des Asaf.Mit zerrissenen Kleidern18,37 Kleider zerreißen: Ausdruck tiefer Betroffenheit, beispielsweise bei Trauer, Wut oder Verzweiflung. traten sie vor den Königund berichteten ihm, was der Rabschake18,37 Rabschake: Titel für hohe zivile oder militärische Beamte in Assyrien. Übersetzt bedeutet der Name »Obermundschenk«. gesagt hatte.
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Jesaja kündigt Hiskija die Rettung an

191Als König Hiskija19,1 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte. das hörte, zerriss er seine Kleider19,1 seine Kleider zerreißen: Ausdruck tiefer Betroffenheit, beispielsweise bei Trauer, Wut oder Verzweiflung.und zog ein Trauergewand19,1 Trauergewand: Kleidungsstück aus rauem Leinen, das zum Zeichen von Trauer oder Buße auf bloßer Haut getragen wurde. Es wird auch »Sack« genannt. an.Dann ging er in den Tempel19,1 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr ….2Auch der Palastverwalter Eljakim,der Staatsschreiber19,2 Staatsschreiber: Beamter für alle Verwaltungsaufgaben. Schebna und die führenden Priesterzogen Trauergewänder an.So schickte Hiskija sie zum Propheten19,2 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … Jesaja,dem Sohn des Amoz.3Sie sollten ihm ausrichten:»So spricht Hiskija:Heute ist ein Tag der Not, der Strafe und der Schande.Es geht uns wie Kindern, die bei der Geburt feststecken.Doch den Frauen fehlt die Kraft, sie herauszupressen.4Vielleicht hört ja der Herr, dein Gott, alles,was der Rabschake19,4 Rabschake: Übersetzt bedeutet der Name »Obermundschenk«. In Assyrien war das ein Titel für hohe zivile oder militärische Beamte. gesagt hat,und bestraft ihn dafür.Denn er hat den lebendigen Gott verhöhntim Auftrag seines Herrn, des assyrischen Königs19,4 assyrischer König: Meint Sanherib, der 701 v. Chr. die Stadt Jerusalem belagerte..Bete doch für den Rest der Leute,den man in Jerusalem19,4 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr … noch finden kann.«

5So kamen die Berater des Königs Hiskija19,5 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte. zu Jesaja.6Der gab ihnen folgende Nachricht für ihren Herrn mit:»So spricht der Herr:Fürchte dich nicht vor dieser Drohung.Die Boten des assyrischen Königs19,6 assyrischer König: Meint Sanherib, der 701 v. Chr. die Stadt Jerusalem belagerte.haben mich mit ihren Worten verspottet.7Deshalb werde ich ihn verwirren:Er wird eine Nachricht bekommen,sodass er in sein Land zurückkehrt.Dort werde ich ihn durch das Schwert umkommen lassen.«8Da kehrte der Rabschake19,8 Rabschake: Übersetzt bedeutet der Name »Obermundschenk«. In Assyrien war das ein Titel für hohe zivile oder militärische Beamte. zum assyrischen König zurück.Denn er hatte erfahren,dass der König von Lachisch19,8 Lachisch: Stadt 44 km südwestlich von Jerusalem und wichtiger Militärstützpunkt. abgezogen warund gegen Libna19,8 Libna: Stadt nordöstlich von Lachisch. kämpfte.

Ein Drohbrief des assyrischen Königs Sanherib

9Damals erhielt der König von Assyrien19,9 König von Assyrien: Meint Sanherib, der 701 v. Chr. die Stadt Jerusalem belagerte. die Nachricht:»Tirhaka, der König von Kusch19,9 Kusch: Gebiet, das vom südlichen Teil Ägyptens bis in den heutigen Sudan reicht.,ist zum Krieg gegen dich ausgezogen.«Daraufhin kehrte er umund schickte Boten zu Hiskija19,9 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte. mit folgendem Auftrag:10»So sollt ihr zu König Hiskija von Juda sprechen:Lass dich von deinem Gott nicht betrügen.Du vertraust ihm und denkst:›Jerusalem wird dem assyrischen Könignicht in die Hände fallen.‹11Du hast doch gehört,was die Könige von Assyrienden anderen Ländern angetan haben.Sie haben alle vollständig verwüstet.Und ausgerechnet du solltest gerettet werden?12*19,12 Vers 12-13: Die in diesem Vers aufgezählten Städte wurden zur Zeit Jesajas von den Assyrern erobert. Sind denn die Völker,die meine Vorfahren vernichtet haben,von ihren Göttern gerettet worden?Was ist mit Gosan, Haran und Rezef geschehen?Wie steht es um die Nachkommen Edens,die in Telassar lebten?13Wo ist der König von Hamat geblieben?Wo ist der König von Arpad,wo der König der Stadt Sefarwajim?Wo sind die Könige von Hena und Awa?«14Das alles stand in einem Brief,den Hiskija von den Boten erhielt.Nachdem er ihn gelesen hatte,ging er zum Tempel19,14 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … hinauf und legte ihn dem Herrn vor.

Hiskijas Gebet

15Hiskija19,15 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte. stand im Tempel19,15 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … vor dem Herrn und betete:»Herr, Gott Israels,der über den Kerubim19,15 Kerubim: Himmlische Wesen mit einem menschlichen Gesicht, Flügeln und einem Löwenkörper. Ihre Abbilder im Heiligtum tragen den Thron Gottes. Mehr … thront!Du allein bist Gottund herrschst über alle Reiche der Erde.Du hast den Himmel und die Erde gemacht.16Herr, hab ein offenes Ohr für mich und höre!Herr, öffne deine Augen und sieh!Hör dir die Worte des Sanherib19,16 Sanherib: König von Assyrien (704–681 v. Chr.), der 701 v. Chr. Juda eroberte und Jerusalem belagerte. an.Er hat diesen Brief geschickt,um dich, den lebendigen Gott zu verhöhnen.17Es ist wahr, Herr:Die Könige von Assyrien19,17 Assyrien: Militärische Großmacht in der gleichnamigen Region am oberen Tigris, im heutigen Irak.haben die Völker und ihre Länder verwüstet18und deren Götter ins Feuer geworfen.Es waren ja auch gar keine Götter,sondern Machwerke von Menschenhandaus Holz oder Stein.Deshalb konnten die Assyrer sie vernichten.19Nun bitte ich dich, Herr, unser Gott:Rette uns vor dem König von Assyrien!Dann werden alle Königreiche der Erde erkennen,dass du, Herr, allein Gott bist.«

Gottes Wort über Sanherib

20Daraufhin schickte Jesaja, der Sohn des Amoz,eine Botschaft an Hiskija19,20 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte.:»So spricht der Herr, der Gott Israels:Du hast zu mir gebetet,weil Sanherib19,20 Sanherib: König von Assyrien (704–681 v. Chr.), der 701 v. Chr. Juda eroberte und Jerusalem belagerte., der König von Assyrien, dich bedroht.Und ich habe es gehört.21Dies ist das Wort, das der Herr ihm zu sagen hat:Die Jungfrau, die Tochter Zion19,21 Tochter Zion: Poetische Bezeichnung für die Stadt Jerusalem.,verachtet und verspottet dich.Die Tochter Jerusalem schüttelt ihren Kopf über dich.22Wen hast du da verhöhnt und beschimpft?Gegen wen hast du deine Stimme erhoben?Auf wen hast du unverschämt herabgeblickt?Es war der Heilige Israels19,22 Heiliger Israels: Ehrenvolle Bezeichnung für Gott, die vor allem im Buch Jesaja vorkommt.!23Durch deine Botenhast du den Herrn verhöhnt und geprahlt:›Mit meinen vielen Streitwagen19,23 Streitwagen: Ein für den Krieg ausgerüsteter Wagen mit zwei oder drei Mann Besatzung. Mehr …habe ich die höchsten Berge bezwungen.Bis in die hintersten Winkel des Libanon19,23 Libanon: Gebirgszug nördlich von Israel mit bis zu 3000 m hohen, dicht bewaldeten Bergen. Mehr …bin ich vorgedrungen.Dort habe ich die höchsten Zedern19,23 Zeder: Bis zu 30 m hoher Gebirgsbaum, der vor allem im Libanon wächst. Mehr … gefälltund die schönsten Zypressen19,23 Zypresse: Immergrüner Nadelbaum von säulenartiger Gestalt, der eine Höhe von 9–15 m erreicht. Mehr ….Bis zu den entlegensten Hütten bin ich gelangtund in die dichtesten Wälder.24Ich habe in der Fremde nach Wasser gegrabenund es weggetrunken.Mit meinen Füßen versperre ich alle Arme des Nil19,24 Nil: Fluss in Ägypten, der durch jährliche Überschwemmungen die Fruchtbarkeit des Landes sicherte.und lasse Ägypten19,24 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste. Mehr … austrocknen.‹25Hast du es denn nicht gemerkt?Ich habe das von Anfang an geplantund schon längst in Angriff genommen.Jetzt habe ich es dazu kommen lassen,dass du befestigte Städte zerstört hast.Du hast sie dem Erdboden gleichgemacht.26Ihre Bewohner verließ der Mut,Angst und Verzweiflung packten sie.Sie verwelkten wie Kraut auf dem Feld.Es ging ihnen wie frischem Grünund dem Gras auf dem Dach,das im Ostwind verdorrt27Ich weiß, ob du zu Hause bleibstoder aufbrichst und losziehst.Ich weiß auch, dass du gegen mich wütest.28Ja, du wütest gegen mich,und ich habe von deiner Überheblichkeit gehört.Darum ziehe ich dir einen Ring durch die Naseund lege dir Zaumzeug ins Maul.So führe ich dich auf demselben Weg zurück,auf dem du gekommen bist.

29Ich will dir ein Zeichen geben, Hiskija19,29 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte..Daran sollst du erkennen, dass ich das tue:In diesem Jahr sollt ihr essen,was nach der Ernte von selbst nachwächst.Im nächsten Jahr müsst ihr euch von dem ernähren,was dann noch wild wächst.Aber im dritten Jahr könnt ihr wieder säen und ernten.Ihr könnt Weinberge19,29 Weinberg: Ein mit einer Mauer umgebener Garten, in dem Wein angebaut wird. In Israel war das ein wertvoller Besitz. Mehr … bepflanzen und ihre Trauben genießen.30Die Judäer, die mit dem Leben davongekommen sind,werden gedeihen wie Pflanzen:Sie werden unten tiefe Wurzeln schlagenund oben reiche Frucht bringen.31Und die wenigen, die in Jerusalem19,31 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr … überlebt haben,werden sich vom Berg Zion19,31 Zion: Tempelberg von Jerusalem, aber auch Bezeichnung für die ganze Stadt. Mehr … her wieder ausbreiten.Der Herr Zebaot19,31 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck. Mehr … bewirkt dasin seiner leidenschaftlichen Liebe.32Deshalb spricht der Herr über den König von Assyrien19,32 König von Assyrien: Meint Sanherib, der 701 v. Chr. die Stadt Jerusalem belagerte.:Er wird nicht in diese Stadt eindringenund keinen Pfeil auf sie schießen.Er wird sie nicht mit Schilden umringenund keinen Belagerungswall19,32 Belagerungswall: Um eine Stadt herum errichteter Damm aus Erde. Er verhindert sowohl die Flucht aus der belagerten Stadt als auch die Versorgung der Stadt von außen. gegen sie aufschütten.33Auf demselben Weg, auf dem er gekommen ist,wird er wieder abziehen.Er wird nicht in diese Stadt eindringen.So lautet der Ausspruch des Herrn19,33 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet..34Ich werde diese Stadt beschützen und retten.Das bin ich mir und meinem Knecht David19,34 Knecht David: Meint König David, dem von Gott versprochen wurde, dass immer ein Nachkomme aus seinem Königshaus in Jerusalem regieren wird; vgl. 2. Samuel 7,16. schuldig.«

Gottes Strafgericht an den Assyrern

35In jener Nacht zog der Engel19,35 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. Mehr … des Herrn ausund erschlug im Lager der Assyrer19,35 Assyrer: Militärische Großmacht, deren Kerngebiet im heutigen Irak lag. Mehr … 185.000 Mann.Als man am Morgen aufstand, lag alles voller Leichen.36Der assyrische König Sanherib19,36 Sanherib: König von Assyrien (704–681 v. Chr.), der 701 v. Chr. Juda eroberte und Jerusalem belagerte. brach auf und zog ab.Er kehrte nach Ninive19,36 Ninive: Hauptstadt des assyrischen Reiches. Die Stadt lag am Tigris auf dem Gebiet des heutigen Mossul im Irak. zurück und blieb dort.37Einmal betete er im Tempel seines Gottes Nisroch.Als er vor ihm auf die Knie fiel,ermordeten ihn seine Söhne Adrammelech und Sarezer.Sie erschlugen ihn mit dem Schwert.Dann flohen sie in das Land Ararat.Asarhaddon19,37 Asarhaddon: König von Assyrien (680–669 v. Chr.). Er führte Kriege im östlichen Mittelmeerraum und siedelte die besiegte Bevölkerung in anderen Teilen seines Reiches an., der Sohn des Sanherib,wurde König an seiner Stelle.
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Hiskijas Krankheit und das göttliche Zeichen

201Zu dieser Zeit wurde Hiskija20,1 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte. todkrank.Da kam der Prophet20,1 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … Jesaja, der Sohn des Amoz, zu ihmund sagte: »So spricht der Herr20,1 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.:Regle deine Angelegenheiten,denn du wirst nicht mehr gesund, sondern stirbst.«2Da drehte Hiskija das Gesicht zur Wandund betete zum Herrn:3»Ach Herr, denk doch daran,wie ich vor dir gelebt habe:Ich habe mich treu an dich gehalten.Mit ganzem Herzen bin ich dir gefolgtund habe getan, was dir gefällt.«Dabei brach Hiskija in Tränen aus und weinte laut.

4Jesaja war auf dem Heimweg.Er lief gerade durch den mittleren Hof des Palastes,als das Wort des Herrn zu ihm kam20,4 das Wort des HERRN kam: Typische Redewendung in prophetischen Büchern. Sie verdeutlicht, dass die Propheten in ihren Worten Gottes Willen weitergeben.:5»Kehre um und richte Hiskija20,5 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte. aus,der als Hirte20,5 Hirte: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. In der Antike steht das Hirtenbild oft für den König oder für Gott. Mehr … über mein Volk wacht:So spricht der Herr20,5 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern., der Gott deines Vorfahren David20,5 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr …:Ich habe dein Gebet gehört und deine Tränen gesehen.Deshalb werde ich dich heilen.Am dritten Tag wirst du wieder gehen könnenund den Tempel des Herrn besuchen.6Um 15 Jahre will ich dein Leben verlängern.Auch vor dem assyrischen König20,6 assyrischer König: Meint Sanherib, der 701 v. Chr. die Stadt Jerusalem belagerte.will ich dich und diese Stadt retten.Ich werde Jerusalem20,6 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr … beschützen.Das tue ich für mich und für meinen Knecht David20,6 Knecht David: Meint König David, dem von Gott versprochen wurde, dass immer ein Nachkomme aus seinem Königshaus in Jerusalem regieren wird; vgl. 2. Samuel 7,16.7Dann ordnete Jesaja an: »Holt eine Paste aus Feigen.«Sie holten die Paste,strichen sie auf Hiskijas Geschwürund es begann zu heilen.8Da fragte Hiskija den Jesaja: »Woran kann ich erkennen,dass der Herr mich wirklich ganz gesund machen wird?Was ist das Zeichen,dass ich am dritten Tag wieder gehenund den Tempel des Herrn besuchen20,8 den Tempel des HERRN besuchen: Bei Hautkrankheiten musste ein Priester die Heilung bestätigen, bevor der Geheilte wieder am Gottesdienst teilnehmen konnte. kann?«9Jesaja antwortete:»Das soll das Zeichen für dich vom Herrn sein –daran sollst du sehen,dass der Herr tut, was er dir angekündigt hat:Achte auf die Sonnenuhr und entscheide dich:Soll der Schatten zehn Stufen vorgehenoder zehn Stufen zurückgehen?«10Hiskija meinte: »Es ist einfach,dass der Schatten zehn Stufen vorgeht.Nein, rückwärts soll er gehen!Der Schatten soll zehn Stufen zurückgehen.«11Da betete der Prophet20,11 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … Jesaja zum Herrn.Und tatsächlich: Dieser ließ den Schatten zurückgehen.Zehn Stufen ging der Schatten wieder rückwärtsan der Sonnenuhr, die Ahas20,11 Ahas: König des Südreichs Juda (741–725 v. Chr.). gemacht hatte.

Hiskija und die babylonische Gesandschaft

12Zu dieser Zeit war Marduk-Baladan20,12 Marduk-Baladan: König von Babylonien (722–709 v. Chr.). Im Kampf gegen die Assyrer war er zunächst erfolgreich, bevor er 709 v. Chr. endgültig geschlagen wurde.,der Sohn des Baladan, König von Babylonien.Der schickte Boten zu Hiskija20,12 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte.,um ihm einen Brief und Geschenke zu überbringen.Denn er hatte gehört, dass Hiskija krank geworden war.13Hiskija hörte sich die Botschaft an.Dann zeigte er den Boten sein ganzes Schatzhaus:das Silber und Gold, die Duftstoffe und kostbaren Öle.Sie sahen auch sein ganzes Waffenlagerund alles, was sich in seinen Vorratskammern befand.Es gab nichts in seinem Palast und seinem Reich,was Hiskija ihnen nicht zeigte.14Da kam der Prophet20,14 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … Jesaja zu König Hiskijaund fragte ihn:»Was wollten diese Männer denn von dir?Und woher sind sie gekommen?«Hiskija antwortete:»Sie sind aus einem fernen Land zu mir gekommen,aus Babylonien20,14 Babylonien: Gebiet am Unterlauf der Flüsse Eufrat und Tigris, südöstlich des heutigen Bagdad. Mehr …15Jesaja fragte:»Und was haben sie in deinem Palast gesehen?«Hiskija antwortete:»Sie haben alles gesehen, was ich besitze.Es gibt nichts in meinen Vorratskammern,was ich ihnen nicht gezeigt habe.«16Da sagte Jesaja zu Hiskija:»Höre, was der Herr dazu sagt:17Es kommt eine Zeit20,17 es kommt eine Zeit: Anspielung auf die Eroberung Jerusalems durch den babylonischen König Nebukadnezzar 586 v. Chr. Nach seinem Sieg wurden die Schätze Jerusalems und viele Bewohner nach Babylonien verschleppt.,da wird alles, was in deinem Palast ist,nach Babylonien gebracht werden.Es wird nichts von dem übrig bleiben,was deine Vorfahren angesammelt haben.Das sagt der Herr.18Auch deine Nachkommen wird es treffen:Einige deiner Nachfolger wird man fortbringen.Sie werden Hofbeamte seinam Palast des Königs von Babylonien.«19Da sagte Hiskija zu Jesaja:»Das ist eine gute Botschaft des Herrndie du mir übermittelt hast.«Denn er dachte sich: »Solange ich lebe,werden Frieden und Sicherheit sein.«

20Die übrigen Berichte über Hiskija20,20 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte. finden sichim Buch der Chronik der Könige von Juda20,20 Chronik der Könige von Juda: Ein uns unbekanntes Buch, das vermutlich Aufzeichnungen über den Königshof und die Regierungszeit einzelner Könige umfasste..Dort sind auch seine Erfolge beschriebenund wie er den Teich und die Wasserleitung baute.So regelte er die Wasserversorgung der Stadt20,20 Wasserversorgung der Stadt: In Hiskijas Regierungszeit wurde ein Tunnel in den Felsen gehauen, der das Wasser der außerhalb der Stadtmauern gelegenen Gihonquelle in die Stadt zum Teich von Schiloach leitete. So war die Wasserversorgung auch während einer Belagerung sichergestellt..21Dann starb Hiskija.Sein Sohn Manasse20,21 Manasse: König des Südreichs Juda (696–642 v. Chr.). wurde König an seiner Stelle.