BasisBibel NT+Ps (BB)
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Der Dienst des Apostels

41Gott hat uns diesen Dienst4,1 diesen Dienst: Den Dienst für den Heiligen Geist (vgl. 2. Korinther 3,8), der gerecht macht (vgl. 2. Korinther 3,9). übertragenund uns dazu sein Erbarmen geschenkt.Deshalb lassen wir den Mut nicht sinken.2Im Gegenteil:Wir verzichten auf alle Heimlichtuerei,als ob wir uns für etwas schämen müssten.Wir treiben kein falsches Spielund verdrehen das Wort Gottes4,2 Wort (Gottes): Die Botschaft, dass Jesus der Christus ist. nicht.Weil wir uns vor Gott verantwortlich wissen,verkünden wir frei und offen die Wahrheit4,2 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. .Dadurch empfehlen wir uns jedem Menschen,der auf sein Gewissen hört.3Und dennoch kann die Gute Nachricht4,3 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«.,die wir verkünden,wie von einem Schleier verhüllt erscheinen.Sie ist aber nur für die Menschen verhüllt,die verloren gehen.4Der »Gott« unserer Zeit4,4 »Gott« unserer Zeit: Der Satan. hat die Sinne der Ungläubigenmit Blindheit geschlagen.Denn für sie sollte das Licht nicht scheinen,das die Gute Nachricht4,4 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. bringt.Dieses Licht ist die Herrlichkeit4,4 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. von Christus4,4 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. ,der das Abbild Gottes ist.

5Wir verkünden schließlich nicht uns selbst.Vielmehr verkünden wir Jesus4,5 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. Christus4,5 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. , den Herrn4,5 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet..Uns hat Jesus4,5 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. nur dazu bestimmt,euch zu dienen.6Gott hat einst gesagt4,6 gesagt: Das Zitat ist eine freie Wiedergabe von 1. Mose/Genesis 1,3.:»Aus der Dunkelheit soll ein Licht aufleuchten!«Genauso hat er es in unseren Herzen4,6 Herz: Das Herz gilt als Sitz des Verstandes und des Willens und damit auch als Ort der Entscheidung über richtiges und falsches Handeln. hell werden lassen.Uns sollte ein Licht aufgehenund wir sollten erkennen:Es ist die Herrlichkeit4,6 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. Gottes,die wir sehen,wenn wir auf Jesus Christus schauen4,6 wenn wir auf Jesus Christus schauen: Wörtlich heißt es in Vers 6: »Wir sollten die Herrlichkeit Gottes im Angesicht von Jesus Christus erkennen.«.

Der Schatz in zerbrechlichen Gefäßen

7Wir tragen diesen Schatz4,7 dieser Schatz: Gemeint ist der Anteil an der Herrlichkeit Gottes, der mit dem Dienst als Apostel verbunden ist. aberin zerbrechlichen Gefäßen4,7 in zerbrechlichen Gefäßen: Gemeint ist der menschliche Körper, der verletzlich und vergänglich ist..So wird deutlich,dass unsere überragende Bedeutung von Gott kommtund nicht aus uns selbst.8Wir stehen von allen Seiten unter Druck,aber wir werden nicht erdrückt.Wir sind ratlos,aber wir verzweifeln nicht.9Wir werden verfolgt,aber wir sind nicht im Stich gelassen.Wir werden zu Boden geworfen,aber wir gehen nicht zugrunde.10Tagtäglich erfahren wir am eigenen Leib,was es heißt,mit Jesus4,10 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu sterben.Denn an unserem Leib soll ja auch sichtbar werden,was es heißt,mit Jesus4,10 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. neu zu leben.11Durch Jesus4,11 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sind wir mitten im Lebenständig dem Tod ausgeliefert.Denn auch das Leben von Jesus4,11 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. soll an unserem sterblichen Leib sichtbar werden.12Man könnte meinen,dass bei uns eher der Tod am Werk ist,aber bei euch das Leben.

13Wir haben den Geist4,13 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. empfangen,der uns glauben4,13 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. lässt.Es ist derselbe Geist4,13 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt.,von dem es in der Heiligen Schrift heißt4,13 heißt: Paulus zitiert hier frei die griechische Übersetzung von Psalm 116,10.:»Ich habe geglaubt4,13 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,deshalb habe ich geredet.«Genauso glauben4,13 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. wir,und deshalb verkünden wir die Gute Nachricht4,13 verkünden wir die Gute Nachricht: Wörtlich heißt es in Vers 13: »Und deshalb reden wir.«.14Wir wissen ja:Gott hat Jesus4,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. , den Herrn4,14 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., auferweckt4,14 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. .Er wird auch uns gemeinsam mit Jesus4,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. auferwecken4,14 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. und zusammen mit euch vor sich treten lassen.15Denn alles geschieht für euch:Die Gnade4,15 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu. soll immer größer werdendurch die wachsende Zahl von Dankgebeten4,15 Gebet: Reden des Menschen mit Gott..Und dadurch soll auch die Herrlichkeit4,15 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. Gottesumso größer werden.

Die gegenwärtige Not und die zukünftige Herrlichkeit

16Das ist der Grund,weshalb wir den Mut nicht sinken lassen.Unsere menschlichen Kräfte4,16 menschlichen Kräfte: Wörtlich heißt es in Vers 16: »Unser äußerer Mensch wird zwar aufgerieben, aber unser innerer Mensch wird Tag für Tag erneuert«. werden zwar aufgezehrt.Aber innerlich4,16 innerlich: Durch die Verbundenheit mit Christus. bekommen wir Tag für Tag neue Kraft4,16 neue Kraft: Wörtlich heißt es in Vers 16: »Unser äußerer Mensch wird zwar aufgerieben, aber unser innerer Mensch wird Tag für Tag erneuert«..17Denn die Not, die wir gegenwärtig leiden,wiegt leicht.Doch sie bringt uns eine Fülle an Herrlichkeit4,17 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor.,die jedes Maß übersteigtund kein Ende hat.18Wir dürfen unseren Blick allerdingsnicht nur auf das Sichtbare richten,sondern auf das Unsichtbare.Denn das Sichtbare ist vergänglich,das Unsichtbare dagegen ist unvergänglich.
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Die Sehnsucht nach dem himmlischen Zuhause

51Wir wissen ja:Unser Zelt5,1 Zelt: Gemeint ist der menschliche Körper. hier auf der Erde wird abgebrochen werden.Und dann bekommen wir von Gott eine neue Bleibe –ein Haus im Himmel5,1 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war.,das für immer bleibtund nicht von Menschenhand gemacht ist.2Und weil wir das wissen,seufzen wir voll Sehnsucht.Wir sehnen uns danach,von dieser himmlischen Behausung5,2 himmlische Behausung: Der zukünftige, himmlische Leib.gewissermaßen umhüllt zu werden.3Wir werden dann nicht nackt dastehen,wenn wir einmal aus unserem irdischen Zeltausziehen müssen.4Doch solange wir noch in dem alten Zelt5,4 Zelt: Gemeint ist der menschliche Körper. leben,stöhnen wir wie unter einer schweren Last.Wir würden diese Hülle am liebsten gar nicht ausziehen,sondern die neue einfach darüberziehen.Dann ginge das, was an uns vergänglich ist,im neuen Leben5,4 Leben, neues Leben: Das von Gott geschenkte, unvergängliche Leben. auf.5Auf jeden Fall hat Gott selbst uns dazu5,5 dazu: Für den Einzug in die neue himmlische Behausung, vgl. 2. Korinther 5,1-2. bereit gemacht.Er hat uns als Vorschuss5,5 als Vorschuss: Auf das ewige Leben, das Gott uns schenken will. seinen Geist5,5 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. gegeben.

6So sind wir in jeder Lage zuversichtlich.Wir sind uns zwar bewusst:Solange wir in unserem Körper wohnen,leben wir noch nicht beim Herrn5,6 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet..7In diesem Leben können wir ja nur an Gott glauben5,7 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,wir können ihn noch nicht sehen.8Trotzdem sind wir voller Zuversicht.Am liebsten würden wir aus unserem Körper ausziehenund beim Herrn5,8 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. leben.9Deswegen ist es für uns eine Ehrensache,ihm zu gefallen –ganz gleich, ob wir schon bei ihm lebenoder noch nicht.10Denn wir alle müssen einmalvor dem Richterstuhl von Christus5,10 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. erscheinen.Dann bekommt jeder,was er verdient –je nachdem,ob er zu Lebzeiten5,10 zu Lebzeiten: Wörtlich heißt es in Vers 10: »je nachdem, ob er in seinem Körper Gutes oder Böses getan hat«. Gutes oder Böses getan hat.

Der Dienst an der Versöhnung

11Wir wissen sehr wohl,dass man in Ehrfurcht vor dem Herrn5,11 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist. lebenmuss.Deshalb versuchen wir,die Menschen für ihn zu gewinnen.Wir können vor Gott nichts verbergen.Und ich hoffe nur,dass euer Gewissen euch das Gleiche sagt!12Wir möchten uns bei euchnicht schon wieder selbst empfehlen.Wir wollen euch vielmehr zeigen,dass ihr Grund habt,stolz auf uns zu sein.Das könnt ihr dann auch denen entgegenhalten,die nur auf den äußeren Anschein Wert legen –und nicht auf das,was im Innern dahintersteht.13Wenn wir außer uns gerieten,dann geschah das für Gott.Wenn wir vernünftig bleiben,dann kommt das euch zugute.14Denn es ist die Liebe von Christus5,14 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. ,die uns antreibt.Wir sind nämlich zu der Überzeugung gelangt:Wenn einer für alle gestorben ist,dann sind damit zugleich alle gestorben.15Christus5,15 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. ist für alle gestorben,damit die Lebenden nicht längernur für sich selbst leben.Sie sollen jetzt vielmehr ganz für den leben,der für sie gestorben istund auferweckt5,15 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. wurde.

16Daher beurteilen wir von nun an niemanden mehrnach menschlichen Maßstäben5,16 nach menschlichen Maßstäben: Wörtlich heißt es in Vers 16: »nach dem Fleisch«..Auch Christus5,16 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. nicht,selbst wenn wir ihn frühernach menschlichen Maßstäben5,16 nach menschlichen Maßstäben: Wörtlich heißt es in Vers 16: »nach dem Fleisch«. beurteilt haben.17Wenn jemand zu Christus5,17 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. gehört,gehört er schon zur neuen Schöpfung5,17 neue Schöpfung: Sinnbild für das endgültige Heil, das Gott durch die Propheten versprochen hat und in Christus schafft. Alle Bereiche der Welt werden durch die Gegenwart Gottes grundlegend verwandelt..Das Alte ist vergangen.Seht doch!Etwas Neues ist entstanden!18Das alles kommt von Gott.Durch Christus5,18 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. hat er uns mit sich versöhnt.Und er hat uns den Dienst übertragen,die Versöhnung zu verkünden.19Ja, in Christus5,19 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. war Gott selbst am Werk,um die Welt mit sich zu versöhnen.Er hat den Menschen ihre Verfehlungen nicht angerechnet.Und uns hat er sein Wort5,19 Wort (Gottes): Die Botschaft, dass Jesus der Christus ist. anvertraut,das Versöhnung schenkt.

20Wir treten also anstelle von Christus5,20 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. auf.Es ist,als ob Gott selbst die Menschen durch uns einlädt.So bitten wir anstelle von Christus5,20 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. :Lasst euch mit Gott versöhnen!21Gott hat Christus5,21 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. ,der keine Sünde5,21 Sünde, Sünder: Das grundsätzliche Gestörtsein der Beziehung des Menschen zu Gott. Die Sünde kennzeichnet das gesamte irdische Leben und kommt in der Missachtung von Gottes Willen zum Ausdruck. kannte,an unserer Stelle als Sünder5,21 Sünde, Sünder: Das grundsätzliche Gestörtsein der Beziehung des Menschen zu Gott. Die Sünde kennzeichnet das gesamte irdische Leben und kommt in der Missachtung von Gottes Willen zum Ausdruck. verurteilt.Denn durch Christus5,21 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. sollten wirvor Gott als gerecht5,21 gerecht, als gerecht gelten: Durch Jesus Christus von ihrer Schuld befreit, können die Menschen vor Gottes Gericht als gerecht bestehen und in Gemeinschaft mit ihm leben. dastehen.
661Als Mitarbeiter Gottes bitten wir euch aber auch:Sorgt dafür,dass die Gnade6,1 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu. Gottes,die ihr empfangen habt,nicht ohne Wirkung bleibt.2Denn Gott spricht6,2 spricht: Das Zitat stammt aus Jesaja 49,8. Das Zitat redet von der Zukunft, gebraucht aber eine Zeitform der Vergangenheit. Darin kommt zum Ausdruck, dass das, was Gott hier verspricht, so sicher eintritt, als sei es bereits geschehen. Zur Auslegung des Zitats durch Paulus vgl. auch Lukas 4,19-21.:»Zu der Zeit,als ich dir Gnade6,2 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu. schenkte,habe ich dich erhört.Am Tag der Rettungbin ich dir zu Hilfe gekommen.«Seht doch!Jetzt beginnt die Zeit,in der Gott Gnade6,2 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu. schenkt.Seht doch!Jetzt ist der Tag der Rettung.

Paulus im Dienst der Versöhnungsbotschaft

3Wir achten darauf,dass wir auf gar keinen Fallin irgendeiner Weise Anstoß erregen.Denn der Dienst für Gott soll nicht in Verruf geraten.4Vielmehr beweisen wir in jeder Lage,dass wir Gottes Diener sind:Mit großer Standhaftigkeitertragen wir Leid,Not und Verzweiflung.5Man schlägt uns,wirft uns ins Gefängnisund hetzt die Leute gegen uns auf.Wir arbeiten bis zur Erschöpfung,ohne zu schlafenoder zu essen.6Wir achten auf einen einwandfreien Lebenswandel,Erkenntnis, Geduld und Güte,den Heiligen Geist6,6 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt.und aufrichtige Liebe.7Wir achten außerdemauf die Wahrheit unserer Verkündigungund die Kraft,die von Gott kommt.Wir erfüllen unseren Auftrag –mit den Waffen der Gerechtigkeit6,7 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach den Vorstellungen Gottes.,die Gott uns in die rechte und die linke Hand6,7 in die rechte und linke Hand: Die Waffen in der rechten Hand dienen zum Angriff, die in der linken Hand zur Verteidigung. legt.8Wir erfüllen ihn –gleichgültig, ob wir dadurch Herrlichkeit gewinnenoder Schande,ob wir verleumdet werden oder gelobt.Wir gelten als Betrügerund sagen doch die Wahrheit.9Wir werden verkanntund sind doch anerkannt.Wir sind vom Tod bedroht,und seht doch:Wir leben!Wir werden ausgepeitschtund kommen doch nicht um.10Wir geraten in Trauerund bleiben doch fröhlich.Wir sind armund machen doch viele reich.Wir haben nichtsund besitzen doch alles!

Paulus wirbt um die Gemeinde

11Liebe Korinther!Wir haben kein Blatt vor den Mund genommenund unser Herz6,11 Herz: Das Herz gilt als Sitz des Verstandes und des Willens und damit auch als Ort der Entscheidung über richtiges und falsches Handeln. weit geöffnet.12Wir haben es euch gegenüber nicht verschlossen.Vielmehr seid ihr es,die ihre Herzen6,12 Herz: Das Herz gilt als Sitz des Verstandes und des Willens und damit auch als Ort der Entscheidung über richtiges und falsches Handeln. vor uns verschlossen haben.13Ich spreche zu euch als meinen Kindern:Öffnet im Gegenzugdoch auch eure Herzen6,13 Herz: Das Herz gilt als Sitz des Verstandes und des Willens und damit auch als Ort der Entscheidung über richtiges und falsches Handeln. für mich.

Warnung vor schädlichen Einflüssen

14Zieht nicht mit den Ungläubigen an einemStrang.Wie passen Gerechtigkeit6,14 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach den Vorstellungen Gottes.und Gesetzlosigkeit zusammen?Oder was hat das Lichtmit der Dunkelheit zu tun?15Gibt es irgendeine Übereinstimmungzwischen Christus6,15 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. und Beliar6,15 Beliar: Jüdischer Name für den Teufel (von hebräisch »belijaal« = Bosheit, Verderben).?Oder was hat ein Glaubender6,15 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.mit einem Ungläubigen gemeinsam?16Wie verträgt sich der Tempel Gottes mit Götzenbildern?

Das sind wir doch:der Tempel des lebendigen Gottes.Denn so hat Gott es gesagt6,16 gesagt: Das Zitat stammt aus 3. Mose/Levitikus 26,11-12. Vgl. auch die griechische Übersetzung von Ezechiel 37,26-28.:»Ich werde bei ihnen wohnenund mitten unter ihnen leben.Ich werde ihr Gott seinund sie werden mein Volk sein.«17Aus diesem Grund heißt6,17 heißt: Das Zitat verbindet Jesaja 52,11; Ezechiel 20,34; Ezechiel 20,41 und 2. Samuel 7,14. es auch:»›Zieht weg von hierund trennt euch von diesen Leuten‹,spricht der Herr6,17 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist..›Berührt nichts Unreines6,17 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen..Dann werde ich euch annehmen.18Ich werde euer Vater seinund ihr werdet meine Söhne und Töchter sein.‹So spricht der Herr6,18 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist.,der Herrscher über die ganze Welt6,18 Zebaot: Hebräisch: »Heerscharen«. Gemeint sind sowohl himmlische als auch irdische Heere. »Herr Zebaot« wird in der griechischen Übersetzung des Alten Testaments meist als »Herr über die ganze Welt« übersetzt.