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Die Herrlichkeit Gottes erscheint und das Volk feiert

71Salomo7,1 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. beendete das Gebet.Da kam Feuer vom Himmel7,1 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. herabund verbrannte das Schlachtopfer7,1 Schlachtopfer: Fett und Innereien wurden als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde. und die Brandopfer7,1 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt..Die Herrlichkeit7,1 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. des Herrn7,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. erfüllte das Haus.2Daher konnten die Priester7,2 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes.nicht in das Haus des Herrn7,2 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem. gehen.Die Herrlichkeit des Herrnerfüllte ja das Haus des Herrn.3Alle Israeliten sahen das Feuer herabkommenund sahen die Herrlichkeit des Herrn über dem Haus.Sie fielen auf die Knie und verneigten sich so tief,dass ihre Stirn das Pflaster berührte.Sie beteten den Herrn an und priesen ihn:»Ja, er ist gut!Für immer bleibt seine Güte bestehen.«

4Der König und das ganze Volkbrachten dem Herrn Schlachtopfer7,4 Schlachtopfer: Fett und Innereien wurden als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde. dar.522.000 Rinder sowie 120.000 Schafebrachte König Salomo7,5 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. als Schlachtopfer dar.Der König und das ganze Volk weihten so den Tempel7,5 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. ein.6Die Priester7,6 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. nahmen ihre Plätze ein.Auch die Leviten7,6 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. waren mit ihren Instrumenten bereitfür die Musik zum Lob des Herrn.Die Instrumente hatte König David7,6 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. anfertigen lassen,um mit ihnen den Herrn zu preisen:»Ja, für immer bleibt seine Güte bestehen.«Jetzt trugen die Leviten Davids Lobpreis vor.Ihnen gegenüber bliesen die Priester ihre Trompeten7,6 Trompete: Ein Musik- und Signalinstrument, das aus einem Metallrohr mit Schalltrichter besteht. Es kommt sowohl im Gottesdienst als auch beim Militär zum Einsatz..Ganz Israel stand.7Salomo erweiterte sogar den heiligen Bereich:Auch in der Mitte des Hofes vor dem Haus des Herrnbrachte er Opfer7,7 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. dar:Brandopfer und das Fett der Schlachtopfer.Denn der Altar7,7 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. aus Bronze, den Salomo errichtet hatte,war zu klein für Brandopfer, Speiseopfer7,7 Speiseopfer: Besteht aus Getreide, Mehl, ungesäuerten Backwaren und Öl. Ein Teil wird auf dem Altar verbrannt. und Fett.

8Salomo7,8 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. richtete damals dieses Fest ausund ganz Israel feierte sieben Tage lang mit ihm.Die Versammlung war riesengroß.Das Gebiet, aus dem die Leute kamen,erstreckte sich von Lebo-Hamat7,8 Lebo-Hamat: Bedeutende Stadt am Fluss Orontes im heutigen Syrien. bis zum Bach Ägyptens7,8 Bach Ägyptens: Bezeichnung für das Flusstal, das auf der östlichen Sinaihalbinsel die Grenze zu Ägypten bildet..9Sieben Tage langhatten sie die Einweihung des Altars7,9 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. gefeiert.Am achten Tag war die Schlussfeier.Danach dauerte das Fest noch einmal sieben Tage.10Am 23. Tag des siebten Monats7,10 siebter Monat: Festmonat, in dessen Verlauf das jüdische Neujahrsfest, der Versöhnungstag und das Laubhüttenfest gefeiert werden; vgl. 3. Mose/Levitikus 23,23-43.ließ Salomo die Leute in ihre Zelte zurückkehren.Sie waren fröhlich und guter Dinge.So viel Gutes hatte der Herr David7,10 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete., Salomound seinem Volk Israel getan.11So vollendete Salomo das Haus des Herrn7,11 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem.und den Palast.Ihm war alles gut gelungen,was er für das Haus des Herrnund für sein eigenes Haus geplant hatte.

Gott erscheint Salomo und antwortet auf das Gebet

12Der Herr7,12 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. erschien Salomo7,12 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. in der Nachtund sagte zu ihm: »Ich habe dein Gebet7,12 dein Gebet: Salomos Gebet findet sich in 2. Chronik 6,12-42. gehört.Und ich habe diesen Ort für das Haus7,12 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem. gewählt,in dem man Opfer7,12 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. darbringt.13Stell dir vor,dass ich den Himmel verschließe und kein Regen fällt.Ich befehle, dass Heuschrecken7,13 Heuschrecken: Flugfähige und gefräßige Insekten, die sich von Grünpflanzen ernähren. In Schwärmen von Millionen Einzeltieren können sie ganze Ernten vernichten. das Land kahl fressen.Ich schicke meinem Volk die Pest.14Dann aber besinnt sich mein Volk,das für mich wie Eigentum7,14 wie Eigentum: Wörtlich »meinen Namen über ihm ausrufen«. Auf diese Art und Weise wurde etwas in Besitz genommen. Das Bild drückt die enge Verbindung von Gott zu Israel aus, das auch als Gottes Eigentum bezeichnet wird. ist.Sie beten und suchen michund kehren von ihren bösen Wegen um.Dann will ich vom Himmel7,14 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. her darauf hören.Ich will ihnen ihre Sünde7,14 Sünde: Die Trennung des Menschen von Gott, seinem Schöpfer. Sie führt dazu, dass der Mensch sein Leben nicht nach Gottes Willen ausrichten kann. vergebenund will allen Schaden in ihrem Land heilen.15Jetzt will ich meine Augen offen halten.Und meine Ohren sollen aufmerksam seinfür das Gebet an diesem Ort.16Ich habe dieses Haus erwähltund für mich selbst bestimmt.Dort soll mein Name7,16 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. immer bleiben,dort sollen meine Augen und mein Herzfür alle Zeit sein.

17Doch nun zu dir: Führe dein Leben vor mir,wie es dein Vater David7,17 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. getan hat.Tu also alles, was ich dir befohlen habe,und halte meine Gesetze und Gebote7,17 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll.!18Dann werde ich den Thron deines Königreichs festigen.Das habe ich deinem Vater David versprochen7,18 deinem Vater David versprochen: Dieses Versprechen findet sich in 1. Chronik 17,11-14.:›Du wirst immer einen Nachfolger haben,der über Israel herrscht.‹

19Das Gegenteil geschieht,wenn ihr euch von mir abwendet:Ihr brecht die Ordnungen und Gesetze,die ich euch gegeben habe.Ihr verehrt andere Götter7,19 Götter: Götter, die von anderen Völkern verehrt werden. Israel hat nur einen einzigen Gott. und betet sie an.20Dann werde ich euch herausreißen aus meinem Erdboden,den ich euch gegeben habe.Dann will ich dieses Haus7,20 Haus: Meint hier sowohl das Volk Israel als auch den Tempel. von mir wegstoßen,das mir heilig ist und das meinen Namen7,20 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. trägt.Zu Hohn und Spott mache ich es bei allen Völkern.21Jetzt ist dieses Haus noch hoch erhaben.Aber jeder, der dann daran vorübergeht,wird entsetzt sein und sich fragen:›Warum hat der Herr das getanund dieses Land und dieses Haus so zugerichtet?‹22Und man wird antworten:›Weil sie den Herrn, den Gott ihrer Vorfahren,verlassen haben.Dabei hat er sie doch aus Ägypten geführt7,22 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit..Aber sie haben sich anderen Göttern zugewandt,sie angebetet und verehrt.Darum hat er all das über sie gebrachtund sie mit diesem Unglück bestraft.‹«
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Salomos Macht und Reichtum

2. Chronik 8,1–9,31

Salomo baut Städte aus

8120 Jahre hatte Salomo8,1 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. am Haus des Herrn8,1 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem.und an seinem eigenen Haus gebaut.2Salomo baute auch die Städte aus,die Hiram8,2 Hiram I.: König der phönizischen Hafenstadt Tyros 970–936 v. Chr. ihm überlassen hatte.Dort siedelte er Israeliten an.3Danach kämpfte Salomo gegen Hamat-Zobaund nahm es ein.4Er baute Tadmor8,4 Tadmor: Biblischer Name für die Wüstenstadt Palmyra im heutigen Syrien. in der Wüste aus.Ebenso die Städte mit Vorratslagern,die er in Hamat angelegt hatte.5Er baute das obere und untere Bet-Horon aus.So wurden sie zu befestigten Städtenmit Stadtmauern und Toren mit Riegeln.6Ebenso baute Salomo auch Baalat aus.Außerdem ließ Salomo noch weitere Städte ausbauen,für all seine Vorräte, Streitwagen8,6 Streitwagen: Ein für den Krieg ausgerüsteter Wagen mit zwei oder drei Mann Besatzung. und Reiter.Salomo baute alles, was er sich vornahm –in Jerusalem8,6 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört., auf dem Libanon8,6 Libanon: Gebirgszug nördlich von Israel mit bis zu 3000 m hohen, dicht bewaldeten Bergen.und in seinem ganzen Herrschaftsgebiet.

7Im Land waren noch einzelne Hetiter8,7 Hetiter: Volksgruppe im südlichen Kanaan, bevor das Land durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde., Amoriter8,7 Amoriter: Volksgruppe, die im Gebiet östlich und westlich des Jordan lebte, bevor das Volk Israel das Land in Besitz nahm.,Perisiter, Hiwiter und Jebusiter8,7 Jebusiter: Bevölkerungsgruppe, die vor den Israeliten in Jerusalem und dem umliegenden Gebiet lebte. übrig geblieben.Sie gehörten nicht zu Israel.8Auch deren Nachkommen lebten noch im Land.Denn die Israeliten hatten es nicht geschafft,sie vollständig zu vernichten.Salomo8,8 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. zwang sie zur Arbeit –so ist es bis heute.9Doch die Israeliten zwang Salomo nicht zur Arbeit.Dafür zog er sie zum Kriegsdienst ein.Sie dienten ihm als Hauptleute und Offiziereund kommandierten die Streitwagen8,9 Streitwagen: Ein für den Krieg ausgerüsteter Wagen mit zwei oder drei Mann Besatzung. und Pferde.10König Salomo hatte 250 Oberaufseher.Die beaufsichtigten die Arbeiter.

11Salomo8,11 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. brachte die Tochter des Pharao8,11 Pharao: Bezeichnung für den König von Ägypten.aus der Stadt Davids8,11 Stadt Davids: Name für den ältesten besiedelten Teil Jerusalems, im Südosten der heutigen Altstadt gelegen. Der Name erinnert an die Eroberung durch König David, vgl. 2. Samuel 5,6-9. weg.Er ließ sie in den Palast einziehen,den er für sie gebaut hatte.Er sagte sich: »Ich will nicht,dass meine Frau im Haus von David wohnt,der König in Israel war.Die Lade8,11 Lade: Eine an Stangen tragbare Truhe aus Holz mit goldener Deckplatte, die für die Gegenwart Gottes bei seinem Volk steht. 2. Mose/Exodus 25,16 zufolge werden in ihr die Tafeln mit den Zehn Geboten aufbewahrt. des Herrn8,11 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. wurde dorthin gebracht,deswegen ist es ein ganz besonderer Ort.«

Salomo ordnet den Tempeldienst

12Salomo8,12 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. brachte dem Herrn8,12 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. Brandopfer8,12 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. dar.Er nutzte dazu den Altar8,12 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. des Herrn,den er vor dem Tempel8,12 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. gebaut hatte.13Das tat er nach der Ordnung für die Opfer8,13 Ordnung für die Opfer: Anweisungen zum Darbringen von Opfern finden sich beispielsweise in 4. Mose/Numeri 28–29.,die Mose8,13 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. für besondere Tage festgelegt hatte:am Sabbat8,13 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf., an den Neumondfeiern8,13 Neumond: Beginn eines neuen Monats und Anlass für ein religiöses Fest.und an den drei Festen im Jahr –dem Fest der ungesäuerten Brote8,13 Fest der ungesäuerten Brote: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12,14-20. In der Eile des Aufbruchs war keine Zeit, Brot aus Sauerteig zu backen. Deshalb wird in dieser Festwoche nur ungesäuertes Brot gegessen.,dem Wochenfest8,13 Wochenfest: Erntefest, das jährlich im Frühsommer gefeiert wird, sieben Wochen nach dem Passafest. und dem Laubhüttenfest8,13 Laubhüttenfest: Siebentägiges Erntefest im Herbst. Während dieser Zeit leben die Menschen in Hütten aus Laub und Zweigen, die an die Zeit der Wüstenwanderung Israels erinnern sollen..14Nach der Vorschrift seines Vaters David8,14 Vorschrift seines Vaters David: Die Anweisungen finden sich in 1. Chronik 23–26.bestellte er die Abteilungen der Priester8,14 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. zum Dienst.Ebenso berief er die Leviten8,14 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. in ihre Ämter.Sie sollten Loblieder singenund an der Seite der Priester dienen,wie es Tag für Tag nötig war.Auch die Torwächter8,14 Torwächter: Leviten, die den Zugang zum Tempel und die Abgaben an den Tempel überwachten. teilte er in Gruppen ein,für jedes einzelne Tor.Denn so hatte es David, der Mann Gottes, angeordnet.15Nie wich man vom Gebot des Königs ab,das den Dienst der Priester und Leviten regelte.Das galt auch für die Schatzkammern.16So wurde das Haus des Herrn8,16 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem.,das ganze Werk Salomos, fertig.Vom Tag der Grundsteinlegungbis zur Fertigstellung war alles gut gegangen.Das Haus des Herrn war vollendet.

17Damals zog Salomo8,17 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. nach Ezjon-Geberund nach Elat am Ufer des Roten Meeres im Land Edom8,17 Edom: Nachbarstaat Israels im Süden..18Hiram8,18 Hiram I.: König der phönizischen Hafenstadt Tyros 970–936 v. Chr. schickte ihm durch seine Männer Schiffeund erfahrene Seeleute, die das Meer kannten.Zusammen mit den Männern Salomos kamen sie nach Ofir8,18 Ofir: Gegend auf der südlichen arabischen Halbinsel, die für ihre Goldvorkommen berühmt war..Von dort holten sie sich 15 Tonnen8,18 15 Tonnen: Wörtlich »450 Kikkar«. Ein Kikkar entspricht etwa 34 kg. Goldund brachten es zu König Salomo.
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Die Königin von Saba kommt zu Besuch

91Die Königin von Saba9,1 Saba: Land und Volk in Südarabien, durch seinen Handel mit Gold und Weihrauch bekannt. hatte von Salomo9,1 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. gehört.Nun kam sie,um Salomo in Jerusalem9,1 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. mit Rätseln zu prüfen.Sie kam mit einem gewaltigen Gefolge.Kamele trugen Balsam9,1 Balsam: Harz des Balsambaums und Hauptzutat für kostbare Duftöle., eine Menge Gold und Edelsteine.So kam sie zu Salomo und besprach mit ihm alles,was sie sich vorgenommen hatte.2Salomo beantwortete alle ihre Fragen.Es gab nichts, was Salomo nicht wusste.Auf alles fand er eine Antwort.3So erkannte die Königin von Saba seine Weisheit9,3 Weisheit: Lebenspraktisches Wissen oder handwerkliches Können, das durch Erfahrung erworben oder von Gott geschenkt wird..Auch der Palast, den Salomo gebaut hatte,beeindruckte die Königin von Saba.4Dazu kamen noch die Speisen auf seinem Tisch,die Rangordnung seiner Beamten,das vornehme Auftreten seiner Diener und ihre Kleidungund seine Mundschenke9,4 Mundschenk: Titel für hohe Beamte am Königshof. Der Mundschenk genoss das besondere Vertrauen des Königs und prüfte beispielsweise dessen Getränke auf Gift. und ihre Gewänder.Weiter oben sah sie auch den Raum,durch den er immer zum Haus des Herrn9,4 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem. hinaufging.Das alles sah sie, und es verschlug ihr den Atem.

5Da sagte sie zum König:»Es stimmt wirklich,was ich in meinem Land über dich gehört habe.Man spricht von deinen Taten und deiner Weisheit9,5 Weisheit: Lebenspraktisches Wissen oder handwerkliches Können, das durch Erfahrung erworben oder von Gott geschenkt wird..6Erst habe ich das gar nicht geglaubt.Aber jetzt bin ich selbst gekommenund habe es mit eigenen Augen gesehen.Nicht einmal die Hälfte von deiner großen Weisheithat man mir berichtet.Du übertriffst alles, was ich vorher von dir gehört habe.7Deine Männer können sich glücklich schätzen.Ebenso glücklich sind deine Beamten,die in deiner Nähe sind und deine weisen Worte hören.8Der Herr9,8 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr., dein Gott, sei gepriesen.Er hat seine Freude an dir.Deshalb hat er dich auf seinen Thron gesetztals König des Herrn, deines Gottes.Weil dein Gott das Volk Israel liebt,lässt er es für immer bestehen.Darum hat er dich zum König über es gemacht,damit du für Recht und Gerechtigkeit sorgst.«9Sie schenkte dem König vier Tonnen9,9 vier Tonnen: Wörtlich »120 Kikkar«. Ein Kikkar entspricht etwa 34 kg. Goldund eine große Menge an Balsam9,9 Balsam: Harz des Balsambaums und Hauptzutat für kostbare Duftöle. und Edelsteinen.Nie mehr gab es solchen Balsam wie den,den die Königin von Saba9,9 Saba: Land und Volk in Südarabien, durch seinen Handel mit Gold und Weihrauch bekannt. König Salomo schenkte.

10Die Männer von Hiram9,10 Hiram I.: König der phönizischen Hafenstadt Tyros 970–936 v. Chr. und Salomo9,10 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte.brachten auch kostbares Holz und Edelsteine.Sie hatten schon Gold aus Ofir9,10 Ofir: Gegend auf der südlichen arabischen Halbinsel, die für ihre Goldvorkommen berühmt war. geholt.11Das kostbare Holz ließ König Salomo verarbeiten:beim Bau des Tempels9,11 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. und seines Palastesund zu Leiern9,11 Leier: Musikinstrument mit bis zu 10 Saiten, die gezupft wurden. und Harfen9,11 Harfe: Musikinstrument mit einer größeren Anzahl von Saiten, die gezupft wurden. für die Sänger.So etwas hatte es im Land Juda9,11 Juda: Der südliche Teil des Landes, in dem die Israeliten lebten. bis dahin nie gegeben.

12König Salomo9,12 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. erfüllte der Königin von Saba9,12 Saba: Land und Volk in Südarabien, durch seinen Handel mit Gold und Weihrauch bekannt.jeden Wunsch, den sie hatte.Dazu kam noch die Gegengabe für das,was sie selbst dem König mitgebracht hatte.Schließlich kehrte sie wieder in ihr Land zurück,zusammen mit ihrem Gefolge.

Salomos Reichtum, Macht und Weisheit übertreffen alles

13Das Gold, das für Salomo in einem Jahr zusammenkam,hatte ein Gewicht von 22 Tonnen9,13 22.200 Kilogramm: Wörtlich »666 Kikkar«. Ein Kikkar entspricht etwa 34 kg..14Dazu kamen noch die Steuernvon Händlern und Kaufleuten.Auch alle Könige aus Arabien und alle Provinzverwalterbrachten Salomo Gold und Silber.15König Salomo ließ 200 Langschilde9,15 Langschilde: Abwehrwaffen für Soldaten. Hier dienen sie in erster Linie als Kennzeichen für Macht und Reichtum. machen,die waren aus gehämmertem Gold.Ein Schild war überzogenmit sechs Kilogramm9,15 sechs Kilogramm: Wörtlich »600 Schekel«. Ein Schekel entspricht etwa 12 g. gehämmertem Gold.16Auch 300 Rundschilde9,16 Rundschilde: Abwehrwaffen für Soldaten. Hier dienen sie in erster Linie als Kennzeichen für Macht und Reichtum. aus gehämmertem Goldließ er machen.Die waren mit drei Kilogramm9,16 drei Kilogramm: Wörtlich »300«. Gemeint sind 300 Schekel Ein Schekel entspricht etwa 12 g. Gold überzogen.Der König ließ sie alle in das Libanonwaldhaus9,16 Libanonwaldhaus: Größter Teil des Palastes, der für offizielle Veranstaltungen des Königshofs gebaut wurde. Das Besondere an diesem Saal waren die vielen Säulen aus Zedernholz vom Libanongebirge. bringen.17Er baute einen großen Thron aus Elfenbein9,17 Elfenbein: Wertvolles Material aus den Stoßzähnen von Elefanten, das zur Verzierung von Möbeln und Luxusgegenständen verwendet wurde.und überzog ihn mit reinem Gold.18Der Thron hatte sechs Stufenund einen goldenen Schemel9,18 Schemel: Eine Art Fußbank, die vor dem Thron eines Herrschers steht. für die Füße.Beides war am Thron befestigt.An beiden Seiten des Sitzes waren Armlehnen.Neben den Lehnen standen zwei Löwen.19Auf jeder Seite der sechs Stufen stand ein Löwe.Insgesamt waren es also zwölf.Ein solcher Thron war noch nie angefertigt worden,für kein anderes Königreich.20Alle Trinkgefäße König Salomos waren aus Gold.Alle Gegenstände im Libanonwaldhauswaren aus purem Gold.Silber hielt man in den Tagen Salomos für wertlos.21Der König besaß Schiffe,die mit den Seeleuten von Hiram9,21 Hiram I.: König der phönizischen Hafenstadt Tyros 970–936 v. Chr. nach Tarschisch9,21 Tarschisch: Landschaft und Hafenstadt an der Südküste Spaniens, zur Zeit des Alten Testaments das westliche Ende der bekannten Welt. fuhren.Alle drei Jahre kamen die Schiffe von Tarschischund brachten Gold, Silber, Elfenbein, Affen und Pfauen.

22Der Reichtum und die Weisheit9,22 Weisheit: Lebenspraktisches Wissen oder handwerkliches Können, das durch Erfahrung erworben oder von Gott geschenkt wird. von König Salomo9,22 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte.waren größer als die aller Könige der Erde.23Alle Könige der Erde suchten Salomo auf,um von seiner Weisheit zu lernen.Gott hatte sie ihm gegeben.24Jeder, der kam, brachte ein Geschenk mit:Gegenstände aus Silber oder aus Gold,kostbare Kleider, Waffen und Düfte,Pferde und Maultiere9,24 Maultier: Kreuzung aus Pferd und Esel. Maultiere waren die Reittiere der Königsfamilie, wurden aber auch als Lasttiere eingesetzt..So ging das Jahr für Jahr.25Salomo besaß 4000 Stellplätze für Reitpferde und Wagen9,25 Streitwagen: Ein für den Krieg ausgerüsteter Wagen mit zwei oder drei Mann Besatzung.und 12.000 Pferde für Gespanne.Er brachte sie in den ausgebauten Städten unterund in Jerusalem9,25 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. in seiner Umgebung.26Er war Herrscher über alle Königevom Eufrat9,26 Eufrat: Neben dem Tigris einer der beiden Hauptflüsse in Assyrien und Babylonien, im heutigen Irak. bis zum Land der Philister9,26 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer.und bis zur Grenze Ägyptens9,26 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste..27Unter König Salomo gab es in Jerusalemso viel Silber, als wären es Steine.Zedern9,27 Zeder: Bis zu 30 m hoher Gebirgsbaum, der vor allem im Libanon wächst. waren so häufig wie Feigenbäume9,27 Feigenbaum: Obstbaum mit großen Blättern, die in der Mittagshitze reichlich Schatten spenden. Die Früchte gehören im östlichen Mittelmeerraum zu den Grundnahrungsmitteln. im Hügelland9,27 Hügelland: Wörtlich »Schefela«. Fruchtbares Land zwischen dem Gebirge Juda und der Küstenebene am Mittelmeer..28Seine Pferde bezog Salomo aus Ägyptenund aus allen anderen Ländern.

Angaben zur Regierungszeit von König Salomo

29Die übrige Geschichte von König Salomo9,29 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte.ist in diesen Texten von Anfang bis Ende aufgeschrieben:in der Geschichte des Propheten Natan9,29 Prophet Natan: Prophet am Hof König Davids, vgl. 1. Chronik 17.,in der Weissagung von Ahija9,29 Weissagung von Ahija: Ein uns unbekanntes Werk, das vermutlich Aufzeichnungen des Propheten Ahija enthielt; vgl. 1. Könige 11,29-39. aus Schilo9,29 Schilo: Stadt etwa 35 km nördlich von Jerusalem. Dort stand ein Heiligtum, in dem die Bundeslade aufbewahrt wurde.und in der Vision des Sehers Jedo9,29 Vision des Sehers Jedo: Ein uns unbekanntes Werk, das vermutlich Aufzeichnungen des ebenfalls unbekannten Sehers Jedo enthielt. In den Visionen hat Gott ihm zu verstehen gegeben, was er mit Jerobeam vorhat. über Jerobeam9,29 Jerobeam: Ein Beamter am Hof Salomos, dem der Prophet Ahija verheißt, dass er König wird.,den Sohn von Nebat.30Salomo9,30 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. regierte 40 Jahre lang in Jerusalem9,30 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört.als König über ganz Israel.31Als Salomo starb, begrub man ihnin der Stadt Davids9,31 Stadt Davids: Name für den ältesten besiedelten Teil Jerusalems, im Südosten der heutigen Altstadt gelegen. Der Name erinnert an die Eroberung durch König David, vgl. 2. Samuel 5,6-9., seines Vaters.Sein Sohn Rehabeam9,31 Rehabeam: Erster König des Südreichs Juda (926–910 v. Chr.). wurde an seiner Stelle König.