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König Manasse und König Amon

2. Chronik 33,1-25

Manasse führt den Götzendienst ein

331Manasse33,1 Manasse: König des Südreichs Juda (696–642 v. Chr.). war zwölf Jahre alt, als er König wurde.55 Jahre regierte er in Jerusalem33,1 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr ….2Er tat, was der Herr verurteilt.Er tat Abscheuliches genau wie die anderen Völker,die der Herr vor den Israeliten vertrieben33,2 vertrieben: Josua 6–12 berichtet davon, wie Gott den Israeliten half, das verheißene Land zu erobern. hatte.3Manasse baute die Kultplätze33,3 Kultplatz: Lokales Heiligtum auf einer Anhöhe oder Bezeichnung für einen Ort, an dem fremde Götter verehrt werden. wieder auf,die sein Vater Hiskija abgerissen hatte.Er errichtete Altäre für die Baale33,3 Baal: Der palästinisch-syrische Wettergott Baal ist hier zum Sinnbild für alle fremden Götter geworden, deren Verehrung in Israel verboten war..Und er ließ Kultpfähle33,3 Kultpfahl: Hebräisch Aschera. Ein von Menschen aufgerichteter Holzpfahl mit religiöser Bedeutung. anfertigen.Dazu verehrte er das himmlische Heer33,3 himmlisches Heer: Bezeichnung für Sonne, Mond und Sterne, die als Gottheiten verehrt wurden.und betete die Gestirne an.4Er baute auch Altäre33,4 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. Mehr … im Tempel des Herrn33,4 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr ….Dabei hatte der Herr doch gesagt:»In Jerusalem bin ich in meinem Namenfür immer gegenwärtig.«5Für das ganze himmlische Heer baute er Altärein den beiden Höfen33,5 Höfe: Der Tempel in Jerusalem war von einem inneren und äußeren Vorhof umgeben. des Tempels.6Er ließ seinen Sohn im Ben-Hinnom-Tal33,6 Ben-Hinnom-Tal: Tal, in dem die Opferstätte Tofet liegt, an der fremden Göttern Opfer dargebracht werden.durchs Feuer gehen33,6 durchs Feuer gehen lassen: Meint das Opfern von Kindern in Notlagen. Das war in Israel verboten..Er betrieb Wahrsagerei33,6 Wahrsagerei, wahrsagen: Praktiken und Methoden, um zukünftige Ereignisse vorherzusagen oder gegenwärtig Verborgenes zu enthüllen. Mehr …, Zauberei33,6 Zauberei: Praktiken und Methoden, um Ereignisse, Menschen oder Gegenstände auf übernatürliche Art und Weise zu beeinflussen. Mehr … und Zeichendeutung,ließ Tote und Geister befragen33,6 Tote und Geister befragen: Die Befragung von Totengeistern war in Israel verboten, vgl. die Erzählung von Saul bei der Totenbeschwörerin in En-Dor 1. Samuel 28,3-25..Er tat so viele Dinge, die der Herr verurteilt,dass er ihn sehr zornig33,6 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten. Mehr … machte.7Er ließ ein Götzenbild33,7 Götzenbild: Abfällige Bezeichnung für ein aus Stein, Ton, Holz oder Metall gefertigtes Standbild einer Gottheit. Seine Herstellung und Verehrung waren in Israel verboten. anfertigen.Auch das brachte er in den Tempel Gottes.Dabei hatte Gott doch Folgendes33,7 Folgendes: Ein ähnliches Versprechen findet sich in 2. Chronik 7,12-16. gesagt,als er zu David33,7 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … und seinem Sohn Salomo33,7 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. Mehr … sprach:»Jerusalem habe ich aus allen Stämmen Israels erwählt.Denn an diesem Ort und in diesem Tempelwill ich für immer in meinem Namen gegenwärtig sein33,7 im Namen gegenwärtig sein: Durch seinen Namen ist Gott selbst anwesend. In der Regel ist diese Vorstellung mit Jerusalem und dem Tempel verbunden. Mehr ….8Ich habe euren Vorfahren Land zugewiesen.Ich werde es nicht noch einmal zulassen,dass die Füße der Israeliten diesen Boden verlassen.Nur müssen sie darauf achten, alles zu tun,was ich ihnen befohlen habe:Sie müssen nach der ganzen Weisung33,8 Weisung: Hebräisch Tora. Sie umfasst die schriftliche und mündliche Mitteilung von Gottes Willen. Mehr …, den Satzungenund den Rechtsbestimmungen des Mose33,8 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … leben.«9Trotzdem verführte Manasse die Judäerund die Einwohner von Jerusalem.Sie taten noch schlimmere Dinge als die Völker,die der Herr vor den Israeliten vertrieben hatte.

10Der Herr redete mit Manasse33,10 Manasse: König des Südreichs Juda (696–642 v. Chr.).und mit seinem ganzen Volk.Aber die hörten nicht zu.11Da ließ der Herrdie Heerführer des Königs von Assyrien33,11 Assyrien: Militärische Großmacht in der gleichnamigen Region am oberen Tigris, im heutigen Irak. angreifen.Die nahmen Manasse mit Haken gefangen,legten ihn in Ketten aus Bronze33,11 Bronze: Metall-Legierung aus Kupfer und Zinn. Sie wurde zur Herstellung von Schmuck, Waffen und Gegenständen für den Gottesdienst verwendet.und führten ihn nach Babylon33,11 Babylon: Hauptstadt Babyloniens. Nach der Eroberung Jerusalems 586 v. Chr. wurden viele Bewohner dorthin verschleppt..

Manasse schafft den Götzendienst ab

12Die Lage von Manasse33,12 Manasse: König des Südreichs Juda (696–642 v. Chr.). war aussichtslos geworden.Da wollte er den Herrn, seinen Gott, milde stimmen.Er verbeugte sich ganz tiefvor dem Gott seiner Vorfahren 13und betete zu ihm.Der ließ sich von ihm erweichenund erhörte sein Flehen.Er ließ ihn als König nach Jerusalem33,13 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr … zurückkehren.Da erkannte Manasse: »Der Herr ist Gott.«

14Danach baute Manasse33,14 Manasse: König des Südreichs Juda (696–642 v. Chr.). eine äußere Mauer für die Stadt Davids33,14 Stadt Davids: Name für den ältesten besiedelten Teil Jerusalems, im Südosten der heutigen Altstadt gelegen. Der Name erinnert an die Eroberung durch König David, vgl. 2. Samuel 5,6-9.im Tal westlich der Gihonquelle33,14 Gihonquelle: Hauptquelle für die Wasserversorgung Jerusalems, in der Nähe des Tempels gelegen..Sie ging rings um den Hügel Ofel33,14 Hügel Ofel: Südlich des Tempelbergs in Jerusalem gelegener, künstlich aufgeschütteter Hügel.bis zum Eingang am Fischtor.Er ließ sie sehr hoch bauen.In allen befestigten Städten in Juda33,14 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt. Mehr …ernannte er Kommandanten.15Er beseitigte die fremden Götter33,15 Götter: Götter, die von anderen Völkern verehrt werden. Israel hat nur einen einzigen Gott. Mehr …und das Götterbild33,15 Götterbild: Aus Stein, Ton, Holz oder Metall gefertigtes kleines Standbild einer Gottheit. Seine Herstellung und Verehrung waren in Israel verboten. Mehr … aus dem Haus des Herrn33,15 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem..Er entfernte alle Altäre33,15 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. Mehr …,die er auf dem Berg beim Haus des Herrnund sonst in Jerusalem33,15 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr … gebaut hatte.Er warf das alles aus der Stadt hinaus.16Den Altar des Herrn stellte er wieder herund brachte auf ihm Schlacht-33,16 Schlachtopfer: Fett und Innereien wurden als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde. Mehr … und Dankopfer33,16 Dankopfer: Eine Opfergabe, die Gott zum Dank für die erfahrene Rettung im Tempel dargebracht wird. Mehr … dar.Schließlich befahl er den Bewohnern von Juda,dem Herrn, dem Gott Israels, zu dienen.17Das Volk brachte auf den Kultplätzen33,17 Kultplatz: Lokales Heiligtum auf einer Anhöhe oder Bezeichnung für einen Ort, an dem fremde Götter verehrt werden.zwar nach wie vor Opfer33,17 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. Mehr … dar.Aber jetzt taten sie es für den Herrn, ihren Gott.

Angaben zur Regierungszeit von König Manasse

18Die übrige Geschichte von Manasse33,18 Manasse: König des Südreichs Juda (696–642 v. Chr.).steht in der Chronik der Könige von Israel33,18 Chronik der Könige von Israel: Ein uns unbekanntes Buch, das vermutlich Aufzeichnungen über den Königshof und die Regierungszeit einzelner Könige umfasste..Sie enthält auch das Gebet33,18 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. Mehr … zu seinem Gottund die Worte der Seher33,18 Seher: Mensch, dem Gott die Gabe verliehen hat, verborgene Dinge und künftige Ereignisse vorherzusehen., die zu ihm sprachenim Namen des Herrn, des Gottes Israels.19Das Gebet Manasses und wie es erhört wurdeist aufgeschrieben in der Geschichte des Hosai33,19 Geschichte des Hosai: Eine uns unbekannte Schrift, die vermutlich Aufzeichnungen des ebenfalls unbekannten Hosai enthielt..Sie berichtet auch von Manasses Sünden33,19 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr …, seiner Untreue,von den Orten, an denen er Kultplätze33,19 Kultplatz: Lokales Heiligtum auf einer Anhöhe oder Bezeichnung für einen Ort, an dem fremde Götter verehrt werden. angelegtund Kultpfähle33,19 Kultpfahl: Hebräisch Aschera. Ein von Menschen aufgerichteter Holzpfahl mit religiöser Bedeutung. und Götterbilder33,19 Götterbild: Aus Stein, Ton, Holz oder Metall gefertigtes kleines Standbild einer Gottheit. Seine Herstellung und Verehrung waren in Israel verboten. Mehr … errichtet hatte.Sie reicht bis zu dem Punkt,an dem er sich schließlich beugte.20Als Manasse33,20 Manasse: König des Südreichs Juda (696–642 v. Chr.). starb, begrub man ihn bei seinem Haus.Sein Sohn Amon33,20 Amon: König des Südreichs Juda (641–640 v. Chr.). wurde König an seiner Stelle.

Angaben zur Regierungszeit von König Amon

21Amon33,21 Amon: König des Südreichs Juda (641–640 v. Chr.). war 22 Jahre alt, als er König wurde.Zwei Jahre regierte er in Jerusalem33,21 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr ….22Er tat, was der Herr verurteilt,so wie sein Vater Manasse es getan hatte.Amon brachte Opfer33,22 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. Mehr … dar vor allen Götterbildern33,22 Götterbild: Aus Stein, Ton, Holz oder Metall gefertigtes kleines Standbild einer Gottheit. Seine Herstellung und Verehrung waren in Israel verboten. Mehr …,die sein Vater Manasse hergestellt hatte,und verehrte sie.23Er verbeugte sich nicht vor dem Herrn,wie sich sein Vater Manasse unterworfen hatte.Nein, Amon machte die Schuld33,23 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … noch größer.24Da verschworen sich seine Beamten gegen ihnund töteten ihn in seinem Palast.25Daraufhin erschlug das Volk des Landes alle,die sich gegen König Amon verschworen hatten.Und so machten sie seinen Sohn Joschija33,25 Joschija: König des Südreichs Juda (640–609 v. Chr.). Er kam als Kind auf den Thron und führte Reformen am Tempel durch, vgl. 2. Könige 22,1–23,30. zum König.Er regierte an seiner Stelle.
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Die Regierung von König Joschija

2. Chronik 34,1–35,27

König Joschija räumt mit dem Götzendienst auf

341Joschija34,1 Joschija: König des Südreichs Juda (640–609 v. Chr.). Er kam als Kind auf den Thron und führte Reformen am Tempel durch, vgl. 2. Könige 22,1–23,30. war acht Jahre alt, als er König wurde.31 Jahre regierte er in Jerusalem34,1 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr ….2Er tat, was dem Herrn gefiel,und folgte ganz dem Vorbild seines Vorfahren David34,2 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr ….Niemals wich er von diesem guten Weg ab,weder nach rechts noch nach links.

3Im achten Jahr seiner Königsherrschaftwar er immer noch ein junger Mann.Schon da fing er an,nach dem Gott seines Vorfahren David34,3 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … zu fragen.Im zwölften Jahr begann er,Juda34,3 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt. Mehr … und Jerusalem34,3 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr … zu reinigen34,3 Reinigung, sich reinigen: Religiöse Handlung, mit der Menschen und Dinge dafür vorbereitet werden, in der Nähe Gottes zu sein.:Kultplätze34,3 Kultplatz: Lokales Heiligtum auf einer Anhöhe oder Bezeichnung für einen Ort, an dem fremde Götter verehrt werden. und Kultpfähle34,3 Kultpfahl: Hebräisch Aschera. Ein von Menschen aufgerichteter Holzpfahl mit religiöser Bedeutung. wurden beseitigt,ebenso geschnitzte und gegossene Götterbilder34,3 Götterbild: Aus Stein, Ton, Holz oder Metall gefertigtes kleines Standbild einer Gottheit. Seine Herstellung und Verehrung waren in Israel verboten. Mehr ….4Vor seinen Augen riss man die Altäre34,4 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. Mehr … der Baale34,4 Baal: Der palästinisch-syrische Wettergott Baal ist hier zum Sinnbild für alle fremden Götter geworden, deren Verehrung in Israel verboten war. ein.Die Räucheraltäre34,4 Räucheraltar: Spezieller kleiner Altar, auf dem Räucheropfer verbrannt wurden. Mehr …, die darauf standen, zerschlug er.Er zerbrach und zermalmte die Kultpfähleund die geschnitzten und gegossenen Götterbilder.Den Staub verstreute er auf den Gräbern von denen,die ihnen Opfer34,4 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. Mehr … dargebracht hatten.5Die Knochen der Priester34,5 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … dieser Götterverbrannte er auf ihren Altären.So reinigte er Juda und Jerusalem.6Er riss auch die Altäre niederin den Städten im Gebiet Manasse,in Efraim und Simeon und bis hin nach Naftaliund in den zertrümmerten Städten ringsum.7Die Kultpfähle und Götterbilderzertrümmerte und zermalmte er.Er zerschlug die Räucheraltäre in ganz Israel.Dann kehrte er nach Jerusalem zurück.

Joschija baut den Tempel aus und wird belohnt

8In seinem 18. Regierungsjahrwar Joschija34,8 Joschija: König des Südreichs Juda (640–609 v. Chr.). Er kam als Kind auf den Thron und führte Reformen am Tempel durch, vgl. 2. Könige 22,1–23,30. immer noch dabei,das Land und das Haus zu reinigen34,8 Reinigung, sich reinigen: Religiöse Handlung, mit der Menschen und Dinge dafür vorbereitet werden, in der Nähe Gottes zu sein..Er vergab einen Auftragan Schafan, den Sohn des Azalja,an den Stadtoberen Maasejaund an den Schreiber34,8 Schreiber: Verwaltungsbeamte, die Listen mit Namen führen und Befehle weitergeben. Joach, den Sohn des Joahas.Sie sollten das Haus des Herrn34,8 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem.,seines Gottes, ausbessern.9Sie gingen zum Hohepriester34,9 Hohepriester: Hatte die Aufsicht über alles, was das Heiligtum, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. Mehr … Hilkija,und übergaben Geld,das zum Tempel34,9 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … gebracht worden war.Die Leviten34,9 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Mehr …, die an den Eingängen Wache hielten,hatten es gesammeltvon Manasse und Efraim34,9 Manasse und Efraim: Die Siedlungsgebiete dieser Stämme lagen im Bereich des Nordreichs Israel, das 722 v. Chr. von den Assyrern erobert wurde. – dem ganzen Rest Israels34,9 Israel: Bezeichnung für das Königreich im Norden (926–722 v. Chr.). –,von ganz Juda und Benjamin34,9 Juda und Benjamin: Die Gebiete der Stämme Juda und Benjamin stellen das Herrschaftsgebiet von König Joschija und somit das Südreich Juda dar.und von den Einwohnern Jerusalems34,9 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr ….10Sie gaben es den Handwerkern,die die Arbeiten am Tempel des Herrn beaufsichtigten.Diese sollten davon die anderen Handwerker zahlen,die den Tempel ausbesserten und erneuerten.11Sie gaben es den Zimmerleuten34,11 Zimmerleute: Handwerker, die auf die Bearbeitung von Holz spezialisiert sind. und Bauarbeitern.Die sollten damit behauene Steineund Holz für die Verbindungsbalken kaufen.Mit den Balken sollten die Häuser erneuert werden,die die Könige von Juda hatten herunterkommen lassen.12Die Männer waren gewissenhaft bei der Arbeit.Die Aufsicht hatten die LevitenJahat und Obadja von den Merariternund Secharja und Meschullam von den Kehatitern.Die Leviten, die mit Musikinstrumenten umgehen konnten,13hatten die Aufsicht über die Lastträger.Sie beaufsichtigten auch alle Handwerkerbei ihren verschiedenen Tätigkeiten.Andere Leviten waren Schreiber34,13 Schreiber: Verwaltungsbeamte, die Listen mit Namen führen und Befehle weitergeben.,Schriftführer oder Torwächter34,13 Torwächter: Leviten, die den Zugang zum Tempel und die Abgaben an den Tempel überwachten..

14Als sie das Geld holten,das in das Haus des Herrn34,14 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem. gebracht worden war,machten sie einen Fund.Der Priester34,14 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … Hilkija entdeckte ein Buchmit der Weisung34,14 Weisung: Hebräisch Tora. Sie umfasst die schriftliche und mündliche Mitteilung von Gottes Willen. Mehr … des Herrn.Gott hatte sie dem Volk durch Mose34,14 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … gegeben.15Hilkija ergriff das Wortund sagte zu Schafan, dem Schreiber34,15 Schreiber: Verwaltungsbeamte, die Listen mit Namen führen und Befehle weitergeben.:»Ich habe im Tempel des Herrndiese Heilige Schrift34,15 Heilige Schrift: Wörtlich »Buch der Weisung«. Im Judentum die Tora, die Weisung Gottes, wie sie in den fünf Büchern Mose steht. gefunden.«Hilkija übergab Schafan das Buch.16Dann machte sich der Schreiber Schafanauf den Weg zum König und berichtete ihm:»Sie tun alles, was deinen Dienern aufgetragen wurde.17Sie haben das Geld,das sich im Tempel des Herrn34,17 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … befand, ausgeschüttet.Sie haben es den Aufsehern und Handwerkern gegeben.«18Dann berichtete der Schreiber Schafan dem König:»Der Priester Hilkija hat mir ein Buch gegeben.«Und Schafan las dem König daraus vor.

Joschija befragt die Prophetin Hulda

19Der König hörte, was im Buch der Weisung stand,das ihm vorgelesen wurde.Da zerriss er seine Kleider34,19 seine Kleider zerreißen: Ausdruck tiefer Betroffenheit, beispielsweise bei Trauer, Wut oder Verzweiflung..20Der König wollte den Herrn befragen, was er tun sollte.Deshalb gab er fünf Beamten einen Auftrag:Hilkija und Ahikam, dem Sohn des Schafan,Abdon, dem Sohn des Micha, dem Schreiber34,20 Schreiber: Verwaltungsbeamte, die Listen mit Namen führen und Befehle weitergeben. Schafanund Asaja, seinem engsten Vertrauten.21Er sagte: »Geht! Befragt den Herrn für mich,für Juda34,21 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt. Mehr … und für den Rest Israels34,21 Israel: Bezeichnung für das Königreich im Norden (926–722 v. Chr.).:Sucht in dem Buch, das gefunden wurde,nach seinem Willen!Denn der Zorn des Herrn34,21 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten. Mehr …, der uns droht, ist gewaltig.Unsere Vorfahren haben die Worte des Herrn nicht befolgt.Sie haben nicht nach dem gehandelt,was in diesem Buch steht.«

22Da gingen Hilkija und die Boten des Königszur Prophetin34,22 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … Hulda, der Frau von Schallum.Der verwaltete die Kleiderkammer.Schallum war ein Sohn von Tokhat und ein Enkel von Hasra.Hulda war gerade in der Neustadt34,22 Neustadt: Bezirk nördlich und westlich der Stadt Davids, dem ältesten Teil Jerusalems. von Jerusalem.Sie redeten mit ihr, wie der König befohlen hatte.23Sie antwortete ihnen:»So spricht der Herr34,23 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern., der Gott Israels!Sagt dem Mann, der euch zu mir geschickt hat:24›So spricht der Herr!Ich werde Unheil über diesen Ort bringenund über seine Bewohner.Ich lasse alle Flüche34,24 Fluch: Ein Unheil bringendes Wort, durch das die Lebenskraft oder das Wohlergehen des Verfluchten gemindert werden soll. Mehr … wahr werden,wie man es dem König von Juda34,24 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt. Mehr … vorgelesen hat.Sie stehen in dem Buch34,24 in dem Buch: In 5. Mose/Deuteronomium 28,15-68 findet sich eine Reihe von Flüchen, die denen angedroht werden, die sich nicht an Gottes Gebote halten.!25Denn die Israeliten haben mich verlassen.Sie haben anderen Göttern34,25 Götter: Götter, die von anderen Völkern verehrt werden. Israel hat nur einen einzigen Gott. Mehr … Räucheropfer34,25 Räucheropfer: Verbrennen von Weihrauch oder anderen Duftharzen auf einem Räucheraltar. Mehr … dargebracht.So haben sie mich zornig34,25 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten. Mehr … gemacht mit dem,was ihre Hände geschaffen haben.Mein Zorn wird über diesen Ort kommenund nicht verlöschen.‹26Doch ich habe noch eine andere Botschaftfür den König von Juda, der euch geschickt hat.Er wollte ja den Herrn befragen.Richtet ihm also aus:›So spricht der Herr, der Gott Israels!Du hast die Worte gehört27und sie dir zu Herzen genommen.Du hast dich demütig vor deinem Gott gebeugt.Denn du hast gehört, welches Unheil ich angekündigt habefür diesen Ort und seine Bewohner.Deshalb hast du dich vor mir gebeugt,deine Kleider zerrissen34,27 seine Kleider zerreißen: Ausdruck tiefer Betroffenheit, beispielsweise bei Trauer, Wut oder Verzweiflung. und vor mir geweint.Und ich habe dich erhörtAusspruch des Herrn34,27 Ausspruch des HERRN: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.. –28Ich will dich mit deinen Vorfahren vereinen34,28 mit den Vorfahren vereinen: Biblischer Ausdruck für einen friedlichen Tod..In Frieden wirst du in deinem Grab beigesetzt.Deine Augen müssen das Unheil nicht mit ansehen,das ich über diesen Ort und seine Bewohner bringe.‹«Das alles berichteten sie dem König.

König Joschija erneuert den Bund

29Der König ließ alle Ältesten34,29 Älteste: Bezeichnung für ein leitendes Amt in der Gemeinschaft, das von älteren Männern ausgeübt wurde.aus Juda34,29 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt. Mehr … und Jerusalem34,29 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr … zusammenrufen.30Sie alle zogen zum Tempel des Herrn34,30 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … hinauf:der König, alle Leute aus Juda und die Bewohner Jerusalems,die Priester34,30 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … und die Leviten34,30 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Mehr …und das ganze übrige Volk, Groß und Klein.Dort las man ihnen das Buch des Bundes34,30 Buch des Bundes: Hier andere Bezeichnung für das Buch mit der Weisung Gottes, das der Priester Hilkija im Tempel findet. vor,das man im Tempel des Herrn gefunden hatte.31Dann trat der König an seinen Platzund schloss vor dem Herrn einen Bund34,31 Bund: Vertrag, mit dem zwei Partner eine gegenseitige Verpflichtung eingehen. Ist Gott einer der Partner, kann er sich auch einseitig zur Treue gegenüber seinem Volk oder einzelnen Menschen verpflichten. Mehr ….Er versprach: »Ich will dem Herrn nachfolgen.Mit ganzem Herzen34,31 Herz: Sitz des Verstandes und des Willens. und mit ganzer Seele34,31 mit ganzer Seele: Joschija verspricht, sich mit seiner ganzen Lebenskraft für Gott einzusetzen. will ichseine Gebote34,31 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr …, Vorschriften und Gesetze halten.Die Bestimmungen dieses Bundes sollen für uns gelten,wie sie in diesem Buch aufgeschrieben sind.«32Er ließ alle herantreten,die in Jerusalem und Benjamin34,32 Jerusalem und Benjamin: Die Gebiete der Stämme Juda und Benjamin stellen das Herrschaftsgebiet von König Joschija und somit das Südreich Juda dar. Jerusalem steht dabei stellvertretend für Juda. waren.Die Leute in Jerusalem handelten so,wie es dem Bund entsprach –dem Bund mit Gott, dem Gott ihrer Vorfahren.

33Joschija34,33 Joschija: König des Südreichs Juda (640–609 v. Chr.). Er kam als Kind auf den Thron und führte Reformen am Tempel durch, vgl. 2. Könige 22,1–23,30. beseitigte den abscheulichen Götzendienst34,33 Götzendienst: Verehrung einer fremden Gottheit, die in Israel verboten war.in allen Ländern, die zu Israel gehörten.Er brachte die Bewohner Israels dazu,dem Herrn, ihrem Gott, zu dienen.Solange Joschija lebte,wichen sie nicht vom Weg des Herrn ab.
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König Joschija feiert das Passafest

351Joschija35,1 Joschija: König des Südreichs Juda (640–609 v. Chr.). Er kam als Kind auf den Thron und führte Reformen am Tempel durch, vgl. 2. Könige 22,1–23,30. feierte in Jerusalem35,1 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr …ein Passafest35,1 Passafest: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13. Mehr … zu Ehren des Herrn.Er schlachtete das Passalamm35,1 Passalamm: Opfertier, das zum Passafest geschlachtet wurde; vgl. 2. Mose/Exodus 12,3-11.am 14. Tag des ersten Monats35,1 erster Monat: Festmonat, in dessen Verlauf das Passafest gefeiert wurde, vgl. 3. Mose/Levitikus 23,5-8.2und bestellte die Priester35,2 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … zu ihrem Dienst.Dann schärfte er ihnen ein,welche Pflichten sie im Haus des Herrn35,2 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem. hatten.

3Die Leviten35,3 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Mehr … unterrichteten die Israelitenin der Weisung des Herrn.Joschija sagte zu den Leviten,die dem Herrn heilig waren:»Stellt die heilige Lade35,3 Lade: Eine an Stangen tragbare Truhe aus Holz mit goldener Deckplatte, die für die Gegenwart Gottes bei seinem Volk steht. 2. Mose/Exodus 25,16 zufolge werden in ihr die Tafeln mit den Zehn Geboten aufbewahrt. Mehr … in das Haus,das Salomo35,3 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. Mehr … gebaut hat –der Sohn Davids, der König über Israel.Ihr müsst sie nicht mehr auf den Schultern tragen.Jetzt verehrt den Herrn, euren Gott,und dient seinem Volk Israel!4Haltet euch bereit,geordnet nach euren Großfamilien in den Abteilungen.So hat es David35,4 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr …, der König Israels, vorgeschrieben35,4 vorgeschrieben: Ähnliche Vorschriften finden sich in 1. Chronik 23,6-32..Und so hat es sein Sohn Salomo schriftlich angeordnet.5Tretet im Heiligtum anzum Dienst für eure Verwandten aus dem Volk.Ordnet euch nach den Familiengruppen.Immer genau eine Gruppe von den Leviten hat Dienst.6Schlachtet das Passalammund bereitet es für die anderen Leviten vor.Sorgt dafür, dass ihr heilig35,6 heilig: Die Priester und Leviten sollen sich darauf vorbereiten, in die Nähe Gottes zu kommen. seid.So entspricht es dem Wort des Herrn,wie es Mose35,6 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … verkündet hat.«

7Da spendete Joschija35,7 Joschija: König des Südreichs Juda (640–609 v. Chr.). Er kam als Kind auf den Thron und führte Reformen am Tempel durch, vgl. 2. Könige 22,1–23,30. den Leuten aus dem Volk30.000 Lämmer und junge Ziegenund 3000 Rinder aus seinem Privatbesitz.Alles war für die Opfer35,7 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. Mehr … zum Passafest35,7 Passafest: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13. Mehr … bestimmtfür alle, die da waren.8Auch seine Beamten gaben freiwillig etwasfür das Volk, die Priester und die Leviten.Hilkija, Secharja und Jehielwaren die führenden Männer im Haus Gottes35,8 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem..Sie übergaben den Priestern35,8 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr …2600 Schafe und 300 Rinder für die Opfer zum Passafest.9Die obersten Leviten35,9 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Mehr … waren:Konanja mit seinen Brüdern Schemaja und Netanel,Haschabaja, Jeiel und Josabad.Sie spendeten den anderen Leviten5000 Schafe und Ziegenund 500 Rinder für das Passafest.10Damit war das Fest vorbereitet.Die Priester standen an ihren Plätzenund die Leviten in ihren Abteilungen.So hatte es der König befohlen.

11Dann schlachteten die Leviten35,11 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Mehr … die Passalämmer35,11 Passalämmer: Opfertiere, die zum Passafest geschlachtet wurden; vgl. 2. Mose/Exodus 12,3-11..Die Priester35,11 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … versprengten das Blut35,11 Blut: Gilt bei Mensch und Tier als Sitz der Lebenskraft. Wer Blut vergießt, nimmt das Leben, das Gott gegeben hat. Mehr …,das ihnen die Leviten reichten.Die zogen den Tieren die Haut ab.12Die Stücke für die Opfer35,12 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. Mehr … legten sie zur Seite.Sie sollten den Familiengruppen gegeben werdenfür die Leute aus dem Volk.Die sollten es dem Herrn darbringen,wie es im Buch des Mose35,12 Buch des Mose: Bezeichnung für die Texte, die heute die ersten fünf Bücher der Bibel sind. Die Vorschriften für das Passafest finden sich in 3. Mose/Levitikus 23,5-8. steht.Genauso machten sie es mit den Rindern.13Sie brieten die Passalämmer am Feuer,wie es vorgeschrieben ist.Die heiligen Opfergaben35,13 Opfergabe: Eine Gabe für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer wird auf dem Altar verbrannt und schafft Gemeinschaft mit Gott. Mehr … kochten siein Kesseln, Kochtöpfen und Schüsseln.Sie brachten sie schnell zu den Leuten aus dem Volk.14Danach bereiteten die Leviten sie für sich zuund für die Priester.Denn die Priester, die Nachkommen Aarons35,14 Aaron: Bruder von Mose und erster Hohepriester Israels. Er gilt in der Bibel als Stammvater der Priester. Mehr …,hatten bis in die Nacht zu tun.Sie brachten die Brandopfer und Fettstücke35,14 Fettstücke: Fett galt als kostbarer Teil eines Tieres und wurde Gott daher als Opfer dargebracht. dar.Die Leviten bereiteten alles für sich selbst zuund für die Priester, die Nachkommen Aarons.15Auch die Sänger, die Nachkommen von Asaf35,15 Asaf: Sänger und Leiter einer Gruppe von Musikern am Tempel in Jerusalem. Mehr …,blieben an ihrem Platz.So hatten es David, Asaf, Hemanund der königliche Seher35,15 Seher: Mensch, dem Gott die Gabe verliehen hat, verborgene Dinge und künftige Ereignisse vorherzusehen. Jedutun angeordnet.Die Torwächter35,15 Torwächter: Leviten, die den Zugang zum Tempel und die Abgaben an den Tempel überwachten. an den einzelnen Türenbrauchten sich nicht von ihrem Dienst zu entfernen.Denn die anderen Levitenbereiteten das Essen zum Passafest35,15 Passafest: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13. Mehr … für sie zu.16So war ab diesem Tagder ganze Dienst für den Herrn gut geordnet.Man feierte das Passafestund brachte auf dem Altar35,16 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. Mehr … des Herrn Brandopfer35,16 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr … dar.So hatte es König Joschija35,16 Joschija: König des Südreichs Juda (640–609 v. Chr.). Er kam als Kind auf den Thron und führte Reformen am Tempel durch, vgl. 2. Könige 22,1–23,30. angeordnet.

17Die anwesenden Israeliten feierten das Passafest35,17 Passafest: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13. Mehr ….Anschließend feierten sie sieben Tage langdas Fest der ungesäuerten Brote35,17 Fest der ungesäuerten Brote: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12,14-20. In der Eile des Aufbruchs war keine Zeit, Brot aus Sauerteig zu backen. Deshalb wird in dieser Festwoche nur ungesäuertes Brot gegessen. Mehr ….18Ein Passafest wie dieses war in Israel nicht gefeiert wordenseit der Zeit des Propheten Samuel35,18 Prophet Samuel: Prophet zur Zeit Sauls. Saul herrschte vor König David über Israel..Niemals zuvor hatte man ein solches Passafest gefeiert,wie Joschija, die Priester35,18 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … und Leviten35,18 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Mehr … es feierten,die Leute, die aus ganz Juda und Israel35,18 ganz Juda und Israel: Alle Bewohner des Südreichs Juda und des 722 v. Chr. von den Assyrern besiegten Nordreichs Israel. kamen,und die Bewohner Jerusalems.19Es war im 18. Regierungsjahr von Joschija,als man das Passafest so feierte.

Joschijas Tod

20Als Joschija35,20 Joschija: König des Südreichs Juda (640–609 v. Chr.). Er kam als Kind auf den Thron und führte Reformen am Tempel durch, vgl. 2. Könige 22,1–23,30. die Ausbesserung des Tempels35,20 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr …abgeschlossen hatte,zog Necho35,20 Necho II.: Regierte 609–594 v. Chr. in Ägypten und war ein Gegenspieler des babylonischen Königs Nebukadnezzar II., der König von Ägypten35,20 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste. Mehr …, heran.Er wollte in Karkemisch am Eufrat35,20 Eufrat: Neben dem Tigris einer der beiden Hauptflüsse in Assyrien und Babylonien, im heutigen Irak. Mehr … kämpfen.Da stellte sich ihm Joschija in den Weg.21Necho schickte Boten zu ihm und ließ ihm sagen:»Was habe ich mit dir zu tun, König von Juda35,21 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt. Mehr …?Ich ziehe heute nicht gegen dich ins Feld,sondern gegen das Herrscherhaus in Babylonien35,21 Babylonien: Militärische Großmacht am Unterlauf der Flüsse Eufrat und Tigris.,mit dem ich Krieg führe.Gott hat mir befohlen, mich zu beeilen.Gott ist auf meiner Seite.Belästige ihn nicht, sonst vernichtet er dich!«

22Doch Joschija35,22 Joschija: König des Südreichs Juda (640–609 v. Chr.). Er kam als Kind auf den Thron und führte Reformen am Tempel durch, vgl. 2. Könige 22,1–23,30. zog sich nicht vor Necho35,22 Necho II.: Regierte 609–594 v. Chr. in Ägypten und war ein Gegenspieler des babylonischen Königs Nebukadnezzar II. zurück.Nein, er verkleidete sich, um ihn anzugreifen.Er hörte nicht auf die Worte von Necho.Necho aber hatte Gottes Wort wiedergegebenund zog in der Ebene von Megiddo35,22 Megiddo: Bedeutende Stadt im nördlichen Israel, an der Kreuzung zweier Handelsstraßen. in den Kampf.23Bogenschützen schossen und trafen König Joschija.Da sagte der König zu seinen Soldaten:»Bringt mich weg.Ich bin schwer verwundet!«24Da halfen ihm seine Soldaten vom Streitwagen35,24 Streitwagen: Ein für den Krieg ausgerüsteter Wagen mit zwei oder drei Mann Besatzung. Mehr … herunter.Sie ließen ihn mit einem zweiten Wagen fahren,den er dabeihatte.Sie begleiteten ihn nach