BasisBibel (BB)
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Hiskija bereitet das Passafest vor

301Hiskija schickte Boten durch ganz Israel30,1 Israel: Bezeichnung für das Königreich im Norden (926–722 v. Chr.). und Juda30,1 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt..Er schrieb auch Briefe an Efraim und Manasse.Alle sollten zum Haus des Herrn30,1 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem. nach Jerusalem30,1 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. kommen.Dort sollten sie das Passafest30,1 Passafest: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13. feiernzur Ehre des Herrn30,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr., des Gottes Israels.2Der König beriet sich mit seinen Oberstenund mit der ganzen Versammlung in Jerusalem.Sie entschieden, das Passafesterst im zweiten Monat30,2 zweiter Monat: Normalerweise wird das Passafest im ersten Monat, dem Monat Nisan gefeiert. zu feiern.3Vorher konnten sie es noch nicht feiern,da sich noch nicht genügend Priester30,3 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. gereinigt30,3 Reinigung, sich reinigen: Religiöse Handlung, mit der Menschen und Dinge dafür vorbereitet werden, in der Nähe Gottes zu sein. hatten.Das Volk hatte sich noch nicht in Jerusalem versammelt.4Der König und die Versammlung stimmten zu.5Sie beschlossen, eine Einladung zu verschicken,in ganz Israel von Beerscheba bis Dan30,5 von Beerscheba bis Dan: Die beiden Orte Dan und Beerscheba kennzeichnen die Süd- und Nordgrenze der beiden Königreiche Israel und Juda..Alle sollten nach Jerusalem kommen,um für den Herrn, den Gott Israels,das Passafest zu feiern.Denn lange Zeit hatten sie es nicht so gefeiert,wie es vorgeschrieben ist30,5 vorgeschrieben ist: Regelungen zum Passafest finden sich in 4. Mose/Numeri 28,16-25..

6Eilboten gingen nun durch ganz Israel30,6 Israel: Bezeichnung für das Königreich im Norden (926–722 v. Chr.). und Juda30,6 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt.mit Briefen des Königs und seiner Beamten.Darin stand, was der König befohlen hatte:»Israeliten! Kehrt um zum Herrn,dem Gott eurer Väter Abraham, Isaak und Israel30,6 Abraham, Isaak, Israel: Stammväter des Volkes Israel, mit denen Gott einen Bund schloss. Ihre Geschichte wird in 1. Mose/Genesis 12–50 erzählt.!Dann soll er sich euch wieder zuwenden,dem Rest30,6 der Rest: 722 v. Chr. eroberten die Assyrer das Nordreich Israel und verschleppten einen Teil der Bevölkerung. Nur ein kleiner Rest blieb zurück im Land., der den Königen von Assyrien30,6 Assyrien: Militärische Großmacht in der gleichnamigen Region am oberen Tigris, im heutigen Irak. entkommen ist.7Macht es nicht wie eure Vorfahren und Verwandten.Sie waren dem Herrn, dem Gott ihrer Vorfahren,untreu geworden.Denn er ließ sie zum abschreckenden Beispiel werden,wie ihr sehen könnt.8Seid jetzt nicht so halsstarrig wie eure Vorfahren!Gebt dem Herrn die Handund kommt zu seinem Heiligtum30,8 Heiligtum: Meint den Tempel in Jerusalem..Er hat es für immer als heiligen Ort bestimmt.Dient dem Herrn, eurem Gott!Dann wird sich sein glühender Zorn30,8 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten. von euch abwenden.9Wenn ihr zum Herrn zurückkehrt,werden eure Verwandten und Kinder Erbarmen finden:Die sie gefangen genommen haben,werden sie zurückkehren lassen in dieses Land.Denn der Herr, euer Gott,ist reich an Gnade30,9 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. und Barmherzigkeit.Er wird sein Angesicht nicht vor euch verbergen30,9 Angesicht verbergen: Wenn Gott sein Gesicht verbirgt, nimmt er die Bitten des Beters nicht an.,wenn ihr zu ihm zurückkehrt.«10So zogen die Eilboten von Stadt zu Stadtim Land Efraim und Manasse30,10 Land Efraim, Manasse und Sebulon: Die Siedlungsgebiete dieser Stämme stehen stellvertretend für das Nordreich Israel. bis hin nach Sebulon.Aber man lachte sie aus und verspottete sie.11Nur einige Männer aus Ascher30,11 Ascher: Einer der zwölf Stämme Israels. Sein Siedlungsgebiet liegt am Mittelmeer, nördlich des Gebirges Karmel., Manasse30,11 Manasse: Stamm Israels, der nach einem der beiden Söhne Josefs benannt ist. Die eine Hälfte seines Siedlungsgebiets liegt zwischen Mittelmeer und Jordan, die andere erstreckt sich von dort aus weiter ins Ostjordanland. und Sebulonfügten sich und kamen nach Jerusalem.12In Juda aber half Gott selbst.Einmütig befolgten die Bewohner von Juda den Befehldes Königs und der Obersten.Er entsprach dem Befehl des Herrn.

Hiskija feiert das Passafest

13In Jerusalem30,13 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. kamen viele Menschen zusammen.Es wurde eine große Versammlung.Im zweiten Monat30,13 zweiter Monat: Meint den Monat Ijjar. Er fällt in den April/Mai unseres Kalenders. Das Jahr ist das zweite nach dem Auszug aus Ägypten.wollten sie das Fest der ungesäuerten Brote30,13 Fest der ungesäuerten Brote: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12,14-20. In der Eile des Aufbruchs war keine Zeit, Brot aus Sauerteig zu backen. Deshalb wird in dieser Festwoche nur ungesäuertes Brot gegessen. feiern.14Zuerst machten sie sich daran,die Altäre30,14 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. wegzuschaffen, die in Jerusalem waren.Sie beseitigten auch alles,was man braucht, um ein Räucheropfer30,14 Räucheropfer: Verbrennen von Weihrauch oder anderen Duftharzen auf einem Räucheraltar. darzubringen.Sie warfen alles ins Kidrontal.15Dann schlachteten sie die Passalämmer30,15 Passalämmer: Opfertiere, die zum Passafest geschlachtet wurden; vgl. 2. Mose/Exodus 12,3-11.,am 14. Tag des zweiten Monats.Die Priester30,15 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. und die Leviten30,15 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. schämten sichund bereiteten sich diesmal auf den Dienst vor.Nun brachten sie Gaben für Brandopfer30,15 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt.zum Haus des Herrn30,15 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr..16Sie nahmen ihre Plätze ein,nach der Vorschrift im Gesetzbuch des Mose30,16 Gesetzbuch des Mose: Verweis auf den Willen Gottes, wie er in den Gesetzen der fünf Bücher Mose aufgeschrieben ist.,der ein Mann Gottes war.Die Priester versprengten das Blut,das ihnen die Leviten reichten.

17Nun waren viele in der Versammlung,die sich nicht richtig vorbereitet hatten.Die Leviten30,17 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. schlachteten daher die Opfer30,17 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. zum Passafest30,17 Passafest: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13.für alle, die nicht rein30,17 rein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. In der Bibel sind dabei bestimmte religiöse Vorschriften zu beachten. waren.So wurden auch diese Opfer heilig für den Herrn.18Der größte Teil des Volkeshatte sich noch nicht gereinigt30,18 Reinigung, sich reinigen: Religiöse Handlung, mit der Menschen und Dinge dafür vorbereitet werden, in der Nähe Gottes zu sein..Darunter waren vieleaus Efraim, Manasse, Issachar und Sebulon30,18 Efraim, Manasse, Issachar, Sebulon: Die Siedlungsgebiete dieser Stämme lagen im Bereich des Nordreichs Israel..Trotzdem aßen sie das Passalamm30,18 Passalamm: Opfertier, das zum Passafest dargebracht wurde; vgl. 2. Mose/Exodus 12,3-11..Sie beachteten die Vorschrift nicht,und deshalb betete Hiskija30,18 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte. für sie:»Der Herr ist gut.Er möge jedem Vergebung schenken,19der sich fest vornimmt, Gott zu suchen –auch dann, wenn der Bittende noch nicht rein istund das Heiligtum30,19 Heiligtum: Meint den Tempel in Jerusalem. nicht betreten darf.Er ist der Herr, der Gott seiner Vorfahren.«20Der Herr erhörte Hiskija und ließ das Volk unversehrt.

21So feierten die Israelitenin Jerusalem30,21 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. mit großer Freude.Sieben Tage dauerte das Fest der ungesäuerten Brote30,21 Fest der ungesäuerten Brote: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12,14-20. In der Eile des Aufbruchs war keine Zeit, Brot aus Sauerteig zu backen. Deshalb wird in dieser Festwoche nur ungesäuertes Brot gegessen..Tag für Tag lobten die Priester30,21 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. und die Leviten30,21 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi.den Herrn mit lauten Musikinstrumenten.22Hiskija30,22 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte. lobte die Leviten,die sich gut auf den Dienst des Herrn verstanden.Sieben Tage lang aßen sie von dem,was zum Fest als Opfer30,22 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. dargebracht wurde.Sie brachten Schlachtopfer30,22 Schlachtopfer: Fett und Innereien wurden als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde. darund dankten dem Herrn, dem Gott ihrer Vorfahren.

23Dann beschloss die ganze Versammlung,sieben weitere Tage zu feiern.So feierten sie noch einmal sieben Tage voll Freude.24Hiskija30,24 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte., der König von Juda, spendete der Versammlung1000 Jungstiere und 7000 Schafe.Die Obersten spendeten der Versammlung1000 Jungstiere und 10.000 Schafe.25So freute sich die ganze Versammlung Judas30,25 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt.,zusammen mit den Priestern30,25 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. und Leviten30,25 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi..Es freuten sich auch alle,die aus Israel30,25 Israel: Bezeichnung für das Königreich im Norden (926–722 v. Chr.). zur Versammlung gekommen waren.Ebenso freuten sich die Fremden30,25 Fremder: Person, die nicht zur Gemeinschaft Israels gehört und häufig wirtschaftlich schlechter gestellt war. Fremde sind durch das Gastrecht geschützt.,die aus dem Land Israel gekommen waren –einfach alle, die in Juda wohnten.26Es herrschte große Freude in Jerusalem.Seit den Tagen Salomos30,26 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte.,dem Sohn Davids und König von Israel,hatte es in Jerusalem so etwas nicht mehr gegeben.27Schließlich erhoben sich die Priester,die ja Leviten waren,und segneten30,27 Segen, segnen: Wer einen anderen Menschen segnet, bittet Gott, dem Gesegneten Kraft, Leben und Wohlergehen zu schenken. das Volk.Ihr Ruf wurde gehört,und ihr Gebet30,27 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. gelangte zur heiligen Wohnung im Himmel.
31311Wer aus Israel31,1 Israel: Bezeichnung für das Königreich im Norden (926–722 v. Chr.). angereist war,zog nach dem Ende des Festesin andere Städte in Juda31,1 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt..Dort zerschlugen sie die Kultpfähle31,1 Kultpfahl: Hebräisch Aschera. Ein von Menschen aufgerichteter Holzpfahl mit religiöser Bedeutung.,zerschmetterten die Kultsteine31,1 Kultstein: Hebräisch Massebe. Ein von Menschen aufgerichteter Stein mit religiöser Bedeutung.,zerstörten die Kultplätze31,1 Kultplatz: Lokales Heiligtum auf einer Anhöhe oder Bezeichnung für einen Ort, an dem fremde Götter verehrt werden.und rissen die Altäre31,1 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. ein.Das taten sie in ganz Juda und Benjamin31,1 Juda und Benjamin: Die Gebiete der Stämme Juda und Benjamin stellen das Herrschaftsgebiet von König Hiskija und somit das Südreich Juda dar.und in Efraim und Manasse31,1 Efraim und Manasse: Die Stämme Efraim und Manasse stehen stellvertretend für das untergegangene Nordreich Israel..Sie ließen nichts übrig.Erst dann kehrten die Israeliten in ihre Städte zurück,dorthin, wo jeder seinen Grund und Boden hatte.

Hiskija ordnet den Tempeldienst

2Hiskija31,2 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte. ordnete die Priester31,2 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. und Leviten31,2 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. so,wie ihre Abteilungen zuvor geordnet waren.Jeder Priester und jeder Levit hatte seinen Platz,wie es seinem Dienst entsprach.Sie sollten Brandopfer31,2 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. und Schlachtopfer31,2 Schlachtopfer: Fett und Innereien wurden als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde. darbringen.Dabei sollten sie dienen, danken und lobenin den Toren vor dem Lager des Herrn31,2 Lager des Herrn: Anderer Name für den Tempel, der auf die Zeit zurückgeht, als Israel durch die Wüste zog und Gott im Zelt der Begegnung verehrte..3Der Beitrag des Königs für die Brandopferstammte aus seinem eigenen Vermögen.Er war bestimmt für die Opfer31,3 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. am Morgen und am Abend,an jedem Sabbat31,3 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf., den Neumondfeiern31,3 Neumond: Beginn eines neuen Monats und Anlass für ein religiöses Fest.und den anderen Festtagen.So ist es vorgesehen in der Weisung31,3 Weisung: Hebräisch Tora. Sie umfasst die schriftliche und mündliche Mitteilung von Gottes Willen. des Herrn31,3 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr..

4Hiskija31,4 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte. gab einen Befehl ausan das Volk, das in Jerusalem31,4 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. wohnte:Sie sollten den Beitrag bezahlen,den eigentlich Priester31,4 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. und Leviten31,4 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. leisten sollten.Diese sollten sich ganz der Weisung31,4 Weisung: Hebräisch Tora. Sie umfasst die schriftliche und mündliche Mitteilung von Gottes Willen. des Herrn widmen.5Der Befehl wurde weithin bekannt.Da brachten die Israeliten sehr viele Gabenvon der ersten Ernte:Honig und Oliven, neuen Wein, Kornund andere Erträge des Feldes.Sie zahlten den zehnten Teil31,5 zehnter Teil: Abgabe vom jährlichen Ernteertrag an das Heiligtum. Sie gehört Gott. von allem.Es war sehr viel.6Auch die Israeliten und die Judäer,die in den Städten in Juda31,6 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt. wohnten, beteiligten sich.Auch sie gaben den zehnten Teilvon Rindern, Schafen und Ziegen.Und sie brachten die Pflichtabgaben:den zehnten Teil,der für den Herrn, ihren Gott, bestimmt war.Sie lagerten die Gaben haufenweise.7Im dritten Monat31,7 dritter Monat: Meint den Monat Siwan. Er fällt in den Mai/Juni unseres Jahres. begannen sie damit,die Gaben anzuhäufen.Erst im siebten Monat31,7 siebter Monat: Meint den Monat Tischri. Er fällt in den September/Oktober unseres Jahres. waren sie damit fertig.8Dann kamen Hiskija und die Obersten.Als sie die großen Haufen sahen,priesen sie den Herrn und sein Volk Israel.9Hiskija erkundigte sich nach den Lagernbei den Priestern und Leviten.10Asarja, der Hohepriester31,10 Hohepriester: Hatte die Aufsicht über alles, was das Heiligtum, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. aus dem Haus Zadok, erklärte:»Seit das Volk die Abgabe leistet,essen wir und werden satt.Und es ist noch eine Menge übrig.Denn der Herr segnet sein Volk.Diese große Menge hier ist übrig geblieben.«

11Da befahl Hiskija31,11 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte.,im Haus des Herrn Vorratskammern einzurichten.Also bauten sie welche.12Dorthin brachte man gewissenhaft die Abgaben,die Pflichtabgaben und den zehnten Teil31,12 zehnter Teil: Abgabe vom jährlichen Ernteertrag an das Heiligtum. Sie gehört Gott..

Priester und Leviten werden in Listen eingetragen

Die Oberaufsicht hatte der Levit31,12 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Konanja.An zweiter Stelle stand sein Bruder Schimi.13Als Verwalter wurden eingesetzt:Jehiel, Asasja, Nahat, Asael, Jerimot,Josabad, Eliel, Jismachja, Mahat und Benaja.Sie waren tätig unter der Leitung von Konanjaund seinem Bruder Schimi.So hatten es König Hiskija und Asarja,der führende Priester im Haus Gottes31,13 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem., angeordnet.14Der Levit Kore, der Sohn des Jimna,war Torwächter31,14 Torwächter: Leviten, die den Zugang zum Tempel und die Abgaben überwachten. an der Ostseite.Er beaufsichtigte die freiwilligen Opfer für Gott.Er sollte die Abgabe für den Herrn31,14 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr.und die Pflichtabgaben weitergeben.15Ihm standen in den Priesterstädten treu zur Seite:Eden, Minjamin, Jeschua,Schemaja, Amarja und Schechanja.Sie sollten den anderen Leviten deren Anteile geben,den Älteren wie den Jüngeren in den Abteilungen –16allen Männern, die drei Jahre alt oder älter warenund die in den Familienverzeichnissen standen.Alle, die für den täglichen Dienstzum Haus des Herrn31,16 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem. gingen,sollten ihren Anteil erhalten.Der Anteil entsprach dem,was die Abteilung am betreffenden Tag zu tun hatte.

17Die Priester31,17 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. trug man nach ihren Großfamilienin die Familienverzeichnisse ein.Die Leviten31,17 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi., die 20 Jahre alt waren oder älter,wurden nach ihren Abteilungen eingetragen –so, wie es ihrem Dienst entsprach.18Auch ihre kleinen Kinder, ihre Frauenund ihre älteren Söhne und Töchter wurden eingetragen.Das galt für die ganze Versammlung,denn sie alle achteten darauf, heilig zu sein31,18 heilig sein: Wer heilig sein und damit in die Nähe Gottes kommen will, muss bestimmte religiöse Vorschriften beachten und Handlungen durchführen..19In den Weidegebieten im Umland ihrer Städtewaren den Nachkommen Aarons31,19 Aaron: Bruder von Mose und erster Hohepriester Israels. Er gilt in der Bibel als Stammvater der Priester. Männer zugeordnet.Für jede einzelne Stadt waren sie benannt.Sie sollten den männlichen Angehörigen der Priesterund allen eingetragenen Leviten ihre Anteile geben.

20So machte es Hiskija31,20 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte. in ganz Juda31,20 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt..Er tat, was für den Herrn, seinen Gott,gut, richtig und treu war.21Bei allem, was er im Dienst am Haus Gottes31,21 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem. unternahm,wollte er seinen Gott suchen –in der Weisung31,21 Weisung: Hebräisch Tora. Sie umfasst die schriftliche und mündliche Mitteilung von Gottes Willen. und im Gebot.Er handelte aus ganzem Herzen31,21 Herz: Sitz des Verstandes und des Willens. und hatte Erfolg.
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Der König von Assyrien überfällt das Land Juda

321Hiskija32,1 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte. hatte seine Treue durch Taten bewiesen.Dann aber rückte der assyrische König Sanherib32,1 Sanherib: König von Assyrien (704–681 v. Chr.), der 701 v. Chr. Juda eroberte und Jerusalem belagerte. heran.Er fiel in Juda32,1 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt. ein und belagerte die befestigten Städte,um sie zu erobern.2Hiskija erkannte, dass Sanherib kam,weil er gegen Jerusalem32,2 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. kämpfen wollte.3Er fasste den Plan, die Wasserquellendraußen vor der Stadt zu verstopfen.Er beriet sich mit seinen Beamten und Heerführern,und sie unterstützten sein Vorhaben.4Nun kamen viele Leute zusammen.Sie verstopften die Quellen und den Bach,der mitten durch das Land strömte.Sie sagten sich:»Warum sollten die Könige von Assyrien32,4 Assyrien: Militärische Großmacht in der gleichnamigen Region am oberen Tigris, im heutigen Irak. ankommenund gleich das Wasser finden?«

5Hiskija32,5 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte. machte sich tatkräftig ans Werk.Er baute die eingerissene Stadtmauer wieder aufund führte sie bis an die Mauertürme weiter.Er errichtete noch eine zweite Maueraußerhalb der Stadt.Er verstärkte den Millo32,5 Millo: Große Terrassenanlage an einem Hügel im Norden der Stadt Davids. Das Gelände wurde aufgeschüttet, um dort Wohnhäuser bauen zu können. der Stadt Davids32,5 Stadt Davids: Name für den ältesten besiedelten Teil Jerusalems, im Südosten der heutigen Altstadt gelegen. Der Name erinnert an die Eroberung durch König David, vgl. 2. Samuel 5,6-9.und stellte massenhaft Geschosse und Schilde32,5 Schild: Abwehrwaffe in der Schlacht und Bild für Gottes Schutz. her.6Schließlich setzte er Truppenführer über das Volk ein.Die versammelte er auf dem Platz am Stadttor um sichund redete eindringlich mit ihnen:7»Seid mutig und stark! Habt keine Angst!Fürchtet euch nicht vor dem König von Assyrien32,7 Assyrien: Militärische Großmacht in der gleichnamigen Region am oberen Tigris, im heutigen Irak.und vor der Menge, die mit ihm kommt.Mit uns ist ja ein Größerer als mit ihm.8Er hat nur Arme aus Fleisch und Blut.Mit uns aber ist der Herr32,8 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr., unser Gott.Er will uns helfen und für uns kämpfen.«Das Volk verließ sich auf die Worte von Hiskija,dem König von Juda.

9Dann lagerte Sanherib32,9 Sanherib: König von Assyrien (704–681 v. Chr.), der 701 v. Chr. Juda eroberte und Jerusalem belagerte., der König von Assyrien,mit seiner Streitmacht vor Lachisch32,9 Lachisch: Stadt 44 km südwestlich von Jerusalem und wichtiger Militärstützpunkt..Er schickte Boten zu König Hiskija von Judaund zu den Judäern nach Jerusalem32,9 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört..Er ließ ihnen sagen:10»So spricht Sanherib, der König von Assyrien!Worauf vertraut ihr,dass ihr trotz der Belagerung in Jerusalem bleibt?11Hiskija führt euch in die Irre.Ihr werdet vor Hunger und Durst sterben.Lasst euch bloß nicht erzählen:›Der Herr, unser Gott,wird uns aus der Gewalt des Königs von Assyrien retten!‹12Das ist doch derselbe Hiskija,der Kultplätze32,12 Kultplatz: Lokales Heiligtum auf einer Anhöhe oder Bezeichnung für einen Ort, an dem fremde Götter verehrt werden. und Altäre32,12 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. in seinem Land beseitigt hat.Er war es doch, der zu Juda und Jerusalem gesagt hat:›Allein vor diesem einen Altar in Jerusalemsollt ihr Gott anbeten und Räucheropfer32,12 Räucheropfer: Verbrennen von Weihrauch oder anderen Duftharzen auf einem Räucheraltar. darbringen!‹13Wisst ihr etwa nicht, was ich mit vielen Völkernin anderen Ländern gemacht habe –ich und meine Vorfahren?Haben etwa die Götter32,13 Götter: Götter, die von anderen Völkern verehrt werden. Israel hat nur einen einzigen Gott. der anderen Völkerihre Länder vor mir gerettet?14Meine Vorfahren hatten beschlossen,sie dem Untergang zu weihen32,14 dem Untergang weihen: Kriegsbeute und Gefangene werden dem Volk durch Vernichtung entzogen..Diese anderen Völker hatten ihre Götter.Aber welcher von diesen Götternhat sein Volk vor mir gerettet?Und da sollte euch euer Gott vor mir retten können?15Jetzt lasst euch doch nicht von Hiskija täuschen!Lasst euch nicht auf diese Weise verführen.Glaubt ihm nicht!Denn kein Gott von irgendeinem Volk oder Königreichkann sein Volk aus meiner Gewalt retten.Das galt auch schon für meine Vorfahren.Genauso wenig wird euch euer Gott aus meiner Gewalt retten!«16Sanheribs Boten redeten immer weitergegen Gott, den Herrn,und gegen seinen Knecht32,16 Knecht: Selbstbezeichnung von Menschen, die ihr Gegenüber damit als ihren Herrn anerkennen. Hiskija.

Sanherib verhöhnt Gott

17Sanherib32,17 Sanherib: König von Assyrien (704–681 v. Chr.), der 701 v. Chr. Juda eroberte und Jerusalem belagerte. hatte Briefe geschrieben,um den Herrn32,17 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr., den Gott Israels, zu verhöhnen.Er redete schlecht über ihn und schrieb:»Die Götter32,17 Götter: Götter, die von anderen Völkern verehrt werden. Israel hat nur einen einzigen Gott. der anderen Länderhaben ihre Völker nicht aus meiner Gewalt gerettet.Genauso wenig wird der Gott von Hiskija32,17 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte.sein Volk aus meiner Gewalt retten.«18Das Volk von Jerusalem32,18 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. stand auf den Mauern.Sanheribs Boten riefen zu ihnen mit lauter Stimme.Sie benutzten die Sprache der Judäer.Sie wollten sie in Angst und Schrecken versetzen,um die Stadt einnehmen zu können.19Sie redeten von dem Gott Jerusalems sowie von den Göttern der anderen Völker auf der Erde:»Sie sind von Menschenhand gemacht32,19 von Menschenhand gemacht: Sanherib behauptet, dass der Herr nur ein Götterbild ist und keine Macht hat.20Daraufhin beteten König Hiskijaund der Prophet32,20 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Jesaja32,20 Jesaja: Die Worte des Propheten Jesaja finden sich im Buch Jesaja., der Sohn des Amoz.Sie schrien zum Himmel.21Da schickte der Herr einen Engel32,21 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen..Der vernichtete alle Kriegshelden, Heerführerund Offiziere im Lager des Königs von Assyrien32,21 Assyrien: Militärische Großmacht in der gleichnamigen Region am oberen Tigris, im heutigen Irak..Gedemütigt und beschämtkehrte der in sein Land zurück.Dort suchte er den Tempel32,21 Tempel: Gebäude, in dem Gottesdienste gefeiert und Opfer für eine bestimmte Gottheit dargebracht wurden. seines Gottes auf.Da erschlugen ihn einige seiner Söhne mit dem Schwert.

22So half der Herr Hiskija32,22 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte. und den Einwohnern von Jerusalem32,22 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört..Er rettete sie aus der Gewalt von Sanherib32,22 Sanherib: König von Assyrien (704–681 v. Chr.), der 701 v. Chr. Juda eroberte und Jerusalem belagerte.,dem König von Assyrien,und der Gewalt aller anderen Feinde.Er sorgte dafür, dass das Land Ruhe vor dem Krieg hatte.23Viele Menschen brachten Opfergaben32,23 Opfergabe: Eine Gabe für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer wird auf dem Altar verbrannt und schafft Gemeinschaft mit Gott. für den Herrnnach Jerusalem.Sie hatten auch kostbare Geschenkefür Hiskija, den König von Juda.Von da an war Hiskija sehr angesehen bei allen Völkern.

Die Krankheit und die Erfolge von Hiskija

24Es kam eine Zeit, da wurde Hiskija32,24 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte. todkrank.Er betete zum Herrn32,24 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr., und der antwortete ihm.Er wirkte ein Wunder als Zeichen seiner Rettung.25Hiskija aber war hochmütig gewordenund bedankte sich nicht.Da kam der Zorn Gottes32,25 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten. über ihn,über Juda32,25 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt. und Jerusalem32,25 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört..26Hiskija kam zur Einsicht und bereute seinen Hochmut.Auch die Einwohner von Jerusalem zeigten Reue.Daher traf sie der Zorn des Herrn nicht mehr,solange Hiskija lebte.

27Hiskija32,27 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte. war sehr reich und genoss hohes Ansehen.Er legte sich Schatzkammern für Silber und Gold an,für Edelsteine und Balsam-Öle,für alle Schätze und kostbare Geräte.28Er baute Vorratslager für Korn, neuen Wein und Oliven,Ställe für jede Art von Vieh und Ställe für Herden.29Auch Städte legte er für sich an.Er besaß eine Menge Rinder, Schafe und Ziegen.Denn Gott hatte ihm ein bedeutendes Vermögen gegeben.30Es war Hiskija, der die obere Gihonquelle32,30 Gihonquelle: Hauptquelle für die Wasserversorgung Jerusalems, in der Nähe des Tempels gelegen. abdeckte.Er leitete das Wasser unterirdisch um in die Stadt Davids32,30 Stadt Davids: Name für den ältesten besiedelten Teil Jerusalems, im Südosten der heutigen Altstadt gelegen. Der Name erinnert an die Eroberung durch König David, vgl. 2. Samuel 5,6-9.,nach Westen.Bei allen seinen Unternehmungen hatte Hiskija Erfolg.

31So war es auch,als die Obersten von Babylonien32,31 Babylon: Hauptstadt Babyloniens. Nach der Eroberung Jerusalems 586 v. Chr. wurden viele Bewohner dorthin verschleppt. Unterhändler zu ihm sandten.Sie sollten sich nach dem Wunder32,31 Zeichen, Wunder: Gottes Eingreifen in die Welt wird an seinen Wundertaten und Schöpfungswerken sichtbar. erkundigen,das im Land geschehen war.Damals hatte Gott Hiskija verlassen,um ihn auf die Probe zu stellen.Er wollte sein Herz ganz genau prüfen.

Angaben zur Regierungszeit von König Hiskija

32Die übrige Geschichte von Hiskija32,32 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte.und seiner Treue zu Gottist in diesen Büchern aufgeschrieben:in der Vision des Propheten Jesaja32,32 Vision des Propheten Jesaja: Die Worte des Propheten Jesaja finden sich im Buch Jesaja, das in Jesaja 1,1 als »Vision« bezeichnet wird., dem Sohn des Amoz,und im Buch der Könige von Juda und Israel32,32 Buch der Könige von Juda und Israel: Ein uns unbekanntes Buch, das vermutlich Aufzeichnungen über den Königshof und die Regierungszeit einzelner Könige umfasste..33Dann starb Hiskija32,33 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte..Man begrub ihnbeim Aufgang zu den Gräbern der Nachkommen Davids32,33 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete..Ganz Juda32,33 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt. und die Einwohner von Jerusalem32,33 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört.erwiesen ihm bei seinem Tod die Ehre.Sein Sohn Manasse32,33 Manasse: König des Südreichs Juda (696–642 v. Chr.). wurde König an seiner Stelle.