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Die Regierung von König Joschafat

2. Chronik 17,1–21,1

Joschafat sorgt für die Unterweisung des Volkes

171Joschafat17,1 Joschafat: König des Südreichs Juda (868–847 v. Chr.)., der Sohn des Asa,wurde an seiner Stelle König.Er festigte seine Macht in Israel17,1 Israel (Vers 1): Um zu verdeutlichen, dass das Südreich Juda rechtmäßiger Nachfolger des Königreichs von David und Salomo ist, wird es hier »Israel« genannt..2Er verlegte Truppen in alle befestigten Städte in Juda17,2 Juda (Vers 2, Vers 10): Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt..Er errichtete Stützpunkte in Judaund besetzte die Städte in Efraim17,2 Efraim: Gebiet eines der Stämme Israels im mittleren Westjordanland, das sich bis zum Mittelmeer erstreckt.,die sein Vater Asa17,2 Asa: König des Südreichs Juda (908–868 v. Chr.). eingenommen hatte.3Der Herr war mit Joschafat.Denn Joschafat folgte den Wegen,die sein Vorfahre David17,3 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … früher beschritten hatte.Er verehrte nicht die Baale17,3 Baal: Der palästinisch-syrische Wettergott Baal ist hier zum Sinnbild für alle fremden Götter geworden, deren Verehrung in Israel verboten war.,4sondern suchte den Gott seines Vaters.Er folgte seinen Geboten17,4 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr …und handelte nicht so wie Israel17,4 Israel (Vers 4): Bezeichnung für das Königreich im Norden (926–722 v. Chr.)..

5Der Herr stärkte die Königsherrschaft Joschafats17,5 Joschafat: König des Südreichs Juda (868–847 v. Chr.)..Ganz Juda17,5 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt. Mehr … brachte ihm Geschenke.So kam er zu großem Reichtum und hohem Ansehen.6Entschlossen blieb er auf den Wegen des Herrn.Er beseitigte die Kultplätze17,6 Kultplatz: Lokales Heiligtum auf einer Anhöhe oder Bezeichnung für einen Ort, an dem fremde Götter verehrt werden.und die Kultpfähle17,6 Kultpfahl: Hebräisch Aschera. Ein von Menschen aufgerichteter Holzpfahl mit religiöser Bedeutung. in Juda.

7In seinem dritten Regierungsjahrschickte Joschafat seine höchsten Beamten los:Ben-Hajil, Obadja, Secharja, Netanel und Michaja.Sie sollten in den Städten Judasdie Weisung17,7 Weisung: Hebräisch Tora. Sie umfasst die schriftliche und mündliche Mitteilung von Gottes Willen. Mehr … des Herrn lehren.8Mit ihnen gingen die Leviten17,8 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Mehr …Schemaja, Netanja, Sebadja, Asael, Schemiramot,Jonatan, Adonija, Tobija und Tob-Adonija.Sie alle waren Leviten.Auch die Priester17,8 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … Elischama und Joram waren dabei.9Sie lehrten in Juda17,9 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt. Mehr …mit der Heiligen Schrift17,9 Heilige Schrift: Wörtlich »Weisung des Herrn«. Im Judentum die Tora, die Weisung Gottes, wie sie in den fünf Büchern Mose steht. in der Hand.Sie zogen in allen Städten in Juda umherund unterrichteten das Volk.

Joschafat sorgt für Frieden und Wohlstand in seinem Land

10Der Herr verbreitete Schrecken in den Königreichenund Nachbarländern von Juda17,10 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt. Mehr ….Deswegen führten sie keinen Krieg gegen Joschafat17,10 Joschafat: König des Südreichs Juda (868–847 v. Chr.)..11Sogar einige Philister17,11 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … brachten Joschafat Abgabenund Silber als Tribut17,11 Tribut: Geld- oder Sachleistungen, die ein unterworfenes Volk an die Großmacht zahlen muss. Mehr ….Die Araber brachten ihm Vieh:7700 Schafböcke und 7700 Ziegenböcke.12Joschafat wurde immer mächtiger.Er baute Festungen und Vorratslager in Städten in Juda.13Auch in anderen Städten Judaslagerte er eine Menge Vorräte.In Jerusalem17,13 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr … verfügte er über Kriegshelden,die für ihn kämpften.

14Das sind die Truppen,geordnet nach den Familien ihrer Vorfahren.Genannt werden die Befehlshaber der Tausendschaften:Für Juda17,14 Juda (Vers 14): Zusammen mit dem Gebiet des Stammes Benjamin stellt das Gebiet des Stammes Juda das Herrschaftsgebiet von König Joschafat dar. war es zunächst Adna,Heerführer für 300.000 tüchtige Krieger.15Der Heerführer Johanan war an seiner Seite.Ihm unterstanden 280.000 Mann.16Auch Amasja, der Sohn des Sichri, war an seiner Seite.Er hatte sich dem Herrn freiwillig angeboten.Ihm unterstanden 200.000 tüchtige Krieger.17Aus Benjamin17,17 Benjamin: Zusammen mit dem Gebiet des Stammes Juda stellt das Gebiet des Stammes Benjamin das Herrschaftsgebiet von König Joschafat dar. kam Eljada hinzu, ein tüchtiger Krieger.Ihm unterstanden 200.000 Mann,die mit Bogen und Schild ausgerüstet waren.18An seiner Seite war Josabad.Ihm unterstanden 180.000 kampfbereite Männer.19Sie alle dienten dem König.Dazu kamen noch die Truppen, die der Königin die befestigten Städte in ganz Juda17,19 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt. Mehr … verlegt hatte.
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Ahab und Joschafat beschließen einen Feldzug

181König Joschafat18,1 Joschafat: König des Südreichs Juda (868–847 v. Chr.). war sehr reichund genoss hohes Ansehen.Er wurde der Schwiegersohn18,1 Schwiegersohn: 2. Chronik 21,6 erzählt, dass Joram, der Sohn von Joschafat, mit einer Tochter König Ahabs verheiratet war. So schlossen die beiden Könige ein Bündnis. von König Ahab18,1 Ahab: König des Nordreichs Israel (871–852 v. Chr.)..2Einige Jahre später besuchte er Ahab in Samaria18,2 Samaria: Hauptstadt des Nordreichs Israel, 722 v. Chr. von den Assyrern zerstört..Ahab brachte viele Schafe und Rinder als Opfer18,2 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. Mehr … dar,im Namen von Joschafat und seinen Leuten.Schließlich brachte er Joschafat dazu,mit ihm die Stadt Ramot-Gilead18,2 Ramot-Gilead: Viel umkämpfte Stadt im Ostjordanland, 50 km südöstlich des See Gennesaret im heutigen Jordanien gelegen. anzugreifen.

3Ahab18,3 Ahab: König des Nordreichs Israel (871–852 v. Chr.)., der König von Israel,fragte Joschafat18,3 Joschafat: König des Südreichs Juda (868–847 v. Chr.)., den König von Juda:»Willst du mit mir gegen Ramot-Gilead18,3 Ramot-Gilead: Viel umkämpfte Stadt im Ostjordanland, 50 km südöstlich des See Gennesaret im heutigen Jordanien gelegen. ziehen?«Joschafat antwortete ihm:»Wir gehören zusammen.Ich bin wie du.Dein Volk ist wie mein Volk.Ich ziehe mit dir in den Kampf!«4Dann fuhr Joschafat fortund bat den König von Israel:»Befrag nur zuerst den Herrngleich heute.«5Also versammelte der König von Israel seine Propheten18,5 seine Propheten: Diese Männer tragen zwar den Titel »Prophet«, erhalten aber keine Botschaft von Gott..400 kamen zusammen, und er fragte sie:»Soll ich gegen Ramot-Gilead in den Krieg ziehenoder soll ich es lassen?«Sie antworteten: »Zieh los!Gott gibt es in deine Gewalt, König!«6Joschafat aber hakte nach:»Gibt es hier sonst keinen Propheten des Herrn18,6 Prophet des HERRN: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.,den wir befragen könnten?«7Der König von Israel antwortete Joschafat:»Es gibt noch einen Mann,durch den wir den Herrn befragen könnten.Aber ich hasse ihn, denn er kündigt mir nie Gutes an,sondern immer nur Unheil.Es ist Micha, der Sohn des Jimla.«Joschafat erwiderte:»Der König sollte nicht so reden!«8Da rief der König von Israel einen Beamten des Hofesund befahl: »Hol schnell Micha, den Sohn des Jimla!«

9Der König von Israel und Joschafat18,9 Joschafat: König des Südreichs Juda (868–847 v. Chr.). von Judasaßen auf dem Platz18,9 Dreschplatz: Ebener Platz außerhalb einer Siedlung, auf dem das Getreide gedroschen und die Spreu vom Weizen getrennt wird. Mehr … beim Stadttor18,9 Tor: Torgebäude in der Stadtmauer. Der Platz davor diente als Marktplatz und Versammlungsort für Gerichtsverhandlungen. Samarias18,9 Samaria: Hauptstadt des Nordreichs Israel, 722 v. Chr. von den Assyrern zerstört..Jeder saß auf seinem Thron,und sie hatten ihre königlichen Gewänder angelegt.Die Propheten18,9 Propheten: Diese Männer tragen zwar den Titel »Prophet«, erhalten aber keine Botschaft von Gott. machten ihre Ankündigungen vor ihnen.10Zidkija, der Sohn des Kenaana, machte Hörner aus Eisenund sagte: »So spricht der Herr18,10 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern.!Mit solchen Hörnern wirst du Aram niederstoßen,bis es vernichtet ist.«11Alle Propheten kündigten dasselbe an:»Greif die Stadt Ramot-Gilead18,11 Ramot-Gilead: Viel umkämpfte Stadt im Ostjordanland, 50 km südöstlich des See Gennesaret im heutigen Jordanien gelegen. an,und du wirst Erfolg haben!Der Herr wird sie in die Gewalt des Königs geben.«

Der Prophet Micha warnt König Ahab von Israel

12Inzwischen kam der Bote zu Micha,um ihn zu holen und ihm zu sagen:»Alle Propheten18,12 Propheten: Diese Männer tragen zwar den Titel »Prophet«, erhalten aber keine Botschaft von Gott. haben dem König dasselbe angekündigt:Wie aus einem Mund haben sie Gutes gesagt.Jetzt kündige auch du Gutes an, so wie sie!«13Doch Micha entgegnete: »So gewiss der Herr lebt!Ich kann nur das sagen, was mein Gott mir sagt.«14Als er dann zum König kam, fragte der ihn:»Sollen wir gegen Ramot-Gilead18,14 Ramot-Gilead: Viel umkämpfte Stadt im Ostjordanland, 50 km südöstlich des See Gennesaret im heutigen Jordanien gelegen. in den Krieg ziehenoder soll ich es lassen, Micha?«Er antwortete:»Zieht nach Ramot-Gilead, und ihr werdet Erfolg haben!Es wird in eure Gewalt gegeben!«15Doch der König entgegnete:»Wie oft muss ich dich noch beschwören,mir im Namen des Herrn die Wahrheit zu sagen?«16Also sagte Micha:»Ich habe ganz Israel gesehen,wie sie zerstreut in den Bergen umherirrten.Sie waren wie Schafe, die keinen Hirten18,16 Hirte: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. In der Antike steht das Hirtenbild oft für den König oder für Gott. Mehr … haben.Und der Herr sagte:Sie haben keine Herren mehr.Jeder soll in Frieden nach Hause gehen.«17Da wandte sich der König von Israel an Joschafat18,17 Joschafat: König des Südreichs Juda (868–847 v. Chr.).:»Habe ich es dir nicht gesagt?Er kündigt mir nie Gutes an, sondern nur Unheil.«

18Micha aber sprach weiter: »Hört das Wort des Herrn!Ich habe den Herrn gesehen,wie er auf seinem Thron saß.Das ganze himmlische Heer18,18 himmlisches Heer: Gott wird in der Bibel oft »Herr der himmlischen Heere« genannt. Hier kann man sie sich als himmlische Ratsversammlung vorstellen.stand zu seiner Rechten und zu seiner Linken.19Der Herr fragte:›Wer will Ahab18,19 Ahab: König des Nordreichs Israel (871–852 v. Chr.)., den König von Israel, verwirren?Er soll gegen Ramot-Gilead18,19 Ramot-Gilead: Viel umkämpfte Stadt im Ostjordanland, 50 km südöstlich des See Gennesaret im heutigen Jordanien gelegen. ziehen und es überfallen.‹Verschiedene Vorschläge wurden gemacht.20Schließlich kam ein Geist18,20 Geist: Gehört zur himmlischen Versammlung, die Gott umgibt.,trat vor den Herrn und sprach:›Ich werde ihn verwirren!‹Der Herr fragte: ›Womit?‹21Er antwortete: ›Ich werde zu einem Lügengeist werdenund durch alle seine Propheten sprechen.‹Der Herr sprach darauf:›Mach es so und verwirre ihn, wenn du kannst!‹22Du, König, siehst also:Der Herr hat einen Lügengeist geschickt,der durch alle deine Propheten spricht.Denn der Herr hat Böses gegen dich beschlossen.«

23Da trat Zidkija, der Sohn des Kenaana, hinzuund schlug Micha ins Gesicht.Dann sprach er: »Wie sollte das zugehen?Hat mich etwa der Geist des Herrn verlassen,um nur noch mit dir zu reden?«24Micha antwortete:»Du wirst es an dem Tag wissen,an dem du verzweifelt versuchst, dich zu verstecken.«25Da gab der König von Israel18,25 Israel: Bezeichnung für das Königreich im Norden (926–722 v. Chr.). den Befehl:»Ergreift Micha und bringt ihn zum Kommandanten Amonund zu Prinz Joasch!26Dann sollt ihr ihnen melden: ›So spricht der König:Werft diesen Mann ins Gefängnis!Gebt ihm so wenig Brot und Wasser18,26 wenig Brot und Wasser: Meint die zum Überleben notwendige Notration, und kein bisschen mehr. wie möglich,bis ich wohlbehalten zurückkehre.‹«27Micha erwiderte:»Wenn du wirklich wohlbehalten wiederkommst,dann hat der Herr nicht durch mich gesprochen.«Und er fügte noch hinzu: »Alle Völker sollen es hören!«18,27 »Alle Völker sollen es hören!«: Micha ruft die Völker als Zeugen an.

Ahab wird getötet und Joschafat kehrt heim

28Dann zogen der König von Israel18,28 Israel: Bezeichnung für das Königreich im Norden (926–722 v. Chr.). und Joschafat18,28 Joschafat: König des Südreichs Juda (868–847 v. Chr.). von Judagegen Ramot-Gilead18,28 Ramot-Gilead: Viel umkämpfte Stadt im Ostjordanland, 50 km südöstlich des See Gennesaret im heutigen Jordanien gelegen. in den Kampf.29Der König von Israel aber sagte zu Joschafat:»Ich werde mich verkleiden,wenn ich den Kampf ziehe.Du aber bleibe, wie du bist, königlich gekleidet.«So zog der König von Israel verkleidet in den Kampf.

30Der König von Aram18,30 Aram: Bezeichnung für verschiedene Staaten im Gebiet des heutigen Syrien. hatte seinen Wagenführern befohlen:»Bekämpft nicht irgendwelche Gegner,sondern ausschließlich den König von Israel18,30 Israel: Bezeichnung für das Königreich im Norden (926–722 v. Chr.).31Als sie nun Joschafat18,31 Joschafat: König des Südreichs Juda (868–847 v. Chr.). sahen, dachten die Wagenführer:»Das ist der König von Israel!«Also umzingelten sie ihn und griffen ihn an.Doch Joschafat schrie laut um Hilfe,und der Herr half ihm.Gott lenkte sie von ihm ab.32Die Wagenführer bemerkten,dass es nicht der König von Israel war.Deshalb ließen sie wieder von ihm ab.33Einer der Männer hatte seinen Bogen gespanntund schoss ziellos einen Pfeil ab.Dabei traf er den König von Israelgenau zwischen zwei Teilen seiner Rüstung.Dieser befahl seinem Wagenlenker:»Dreh um und bring mich aus der Schlacht!Ich bin schwer verwundet.«34An diesem Tag wurde der Kampf immer heftiger.Bis abends hielt sich der König von Israel aufrechtund begegnete den Aramäern in seinem Wagen.Doch als die Sonne unterging, starb er.
19191Joschafat19,1 Joschafat: König des Südreichs Juda (868–847 v. Chr.)., der König von Juda,kehrte wohlbehaltennach Jerusalem19,1 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr … in seinen Palast zurück.2Der Seher19,2 Seher: Mensch, dem Gott die Gabe verliehen hat, verborgene Dinge und künftige Ereignisse vorherzusehen. Jehu, der Sohn des Hanani,trat König Joschafat entgegen und sagte zu ihm:»Musstest du diesem Frevler19,2 Frevler: Menschen, die Gottes Gebote missachten und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen. Mehr … helfenund die lieben, die den Herrn hassen?Deswegen hättest du es verdient,dass der Herr zornig19,2 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten. Mehr … auf dich ist.3Aber es findet sich auch Gutes bei dir:Du hast die Kultpfähle19,3 Kultpfahl: Hebräisch Aschera. Ein von Menschen aufgerichteter Holzpfahl mit religiöser Bedeutung. aus dem Land geschafftund dein Herz fest darauf gerichtet, Gott zu suchen.«

Joschafats Rechtsreform

4Joschafat19,4 Joschafat: König des Südreichs Juda (868–847 v. Chr.). herrschte nun in Jerusalem19,4 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr ….Von dort aus zog er in seinem Volk umhervon Beerscheba19,4 Beerscheba: Wörtlich »Schwurbrunnen«. 90 km südwestlich von Jerusalem an einer wichtigen Handelsstraße gelegene Stadt mit Heiligtum. bis zum Gebirge Efraim19,4 Efraim: Gebirgszug im mittleren Westjordanland. Der Name kommt vom Stamm Efraim, der dort sein Siedlungsgebiet hatte..Er sorgte dafür,dass die Leute sich wieder dem Herrn zuwandten,dem Gott ihrer Vorfahren.5Dann bestellte er Richter im ganzen Land,in allen befestigten Städten Judas19,5 Juda: Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt. Mehr …, Stadt für Stadt.6Er sagte zu den Richtern:»Bedenkt, was ihr tut!Nicht im Auftrag von Menschen haltet ihr Gericht,sondern im Auftrag des Herrn.Er wird mit euch sein, wenn ihr Recht sprecht.7Ehrfurcht19,7 Ehrfurcht: Eine Haltung größter Hochachtung gegenüber Gott, die sowohl Bewunderung als auch Erschrecken zum Ausdruck bringt. Mehr … vor dem Herrn soll euch leiten.Übt euer Amt gewissenhaft aus.Denn bei dem Herrn, unserem Gott,gibt es weder Unredlichkeit noch Parteilichkeitnoch Bestechlichkeit.«

8Joschafat19,8 Joschafat: König des Südreichs Juda (868–847 v. Chr.). regelte in Jerusalem19,8 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr … auch den Dienstder Priester19,8 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr …, Leviten19,8 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Mehr … und Familienoberhäupter Israels19,8 Israel: Um zu verdeutlichen, dass das Südreich Juda rechtmäßiger Nachfolger des Königreichs von David und Salomo ist, wird es hier »Israel« genannt..Sie sollten das Gesetz des Herrn anwendenbei Streitigkeiten der Bewohner Jerusalems.9Joschafat befahl:»So handelt ihr in Ehrfurcht19,9 Ehrfurcht: Eine Haltung größter Hochachtung gegenüber Gott, die sowohl Bewunderung als auch Erschrecken zum Ausdruck bringt. Mehr … vor dem Herrn:Seid zuverlässig und mit ganzem Herzen bei der Sache!10Eure Verwandten, die in den Städten wohnen,werden euch ihre Streitigkeiten vorlegen.Da kann es um Mord und Totschlag gehen –oder es geht um einen Gegensatz zwischen der Weisung19,10 Weisung: Hebräisch Tora. Sie umfasst die schriftliche und mündliche Mitteilung von Gottes Willen. Mehr …und anderen Gesetzen, Geboten und Anordnungen.Ermahnt eure Verwandten,damit sie nicht vor dem Herrn schuldig19,10 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … werden.Sonst kommt sein Zorn19,10 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten. Mehr … über sie und euch!Macht ihr aber alles so, wie ich es gesagt habe,macht ihr euch nicht schuldig.11Der oberste Priester Amarja ist als Erster zuständigfür alle Angelegenheiten des Herrn.Sebadja, der Sohn des Jischmaelund Vorsteher des Hauses Juda19,11 Haus Juda: Bezeichnung für das Südreich Juda mit der Hauptstadt Jerusalem.,ist zuständig für alle Angelegenheiten des Königs.Die Leviten dienen auch als Schreiber19,11 Schreiber: Verwaltungsbeamte, die Listen mit Namen führen und Befehle weitergeben..Geht entschlossen an die Arbeit!Der Herr wird mit dem Guten sein.«