BasisBibel (BB)
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71Da kamen die Leute aus Kirjat-Jearim7,1 Kirjat-Jearim: Ortschaft etwa 15 km nordwestlich von Jerusalem gelegen.

und nahmen die Lade7,1 Lade: Eine an Stangen tragbare Truhe aus Holz mit goldener Deckplatte, die für die Gegenwart Gottes bei seinem Volk steht. 2. Mose/Exodus 25,16 zufolge werden in ihr die Tafeln mit den Zehn Geboten aufbewahrt. Mehr … des Herrn mit.Sie brachten sie in das Haus Abinadabs7,1 Haus Abinadabs: Standort der Lade, bis sie von David nach Jerusalem gebracht wird; vgl. 2. Samuel 6,1-18.,das auf einer Anhöhe stand.Seinen Sohn Eleasar bestimmten siezum heiligen Dienst an der Lade des Herrn.Er sollte auf sie aufpassen.

Samuel als Richter Israels

1. Samuel 7,2–8,22

Samuel bittet für Israel

2Die Lade7,2 Lade: Eine an Stangen tragbare Truhe aus Holz mit goldener Deckplatte, die für die Gegenwart Gottes bei seinem Volk steht. 2. Mose/Exodus 25,16 zufolge werden in ihr die Tafeln mit den Zehn Geboten aufbewahrt. Mehr … hatte ihren Platz in Kirjat-Jearim7,2 Kirjat-Jearim: Ortschaft etwa 15 km nordwestlich von Jerusalem gelegen. gefunden.Seitdem war eine lange Zeit vergangen, etwa 20 Jahre.Als Israel dem Herrn wieder einmal sein Leid klagte,3sagte Samuel zu ihnen:»Seid ihr wirklich bereit,von ganzem Herzen zum Herrn umzukehren?Dann entfernt die fremden Götter und Göttinnen7,3 Götter: Götter, die von anderen Völkern verehrt werden. Israel hat nur einen einzigen Gott. Mehr …aus eurer Mitte!Richtet euer Herz7,3 Herz: Sitz des Verstandes und des Willens. ganz auf den Herrn!Ihm allein sollt ihr dienen.So wird er euch aus der Gewalt der Philister7,3 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … befreien.«4Da entfernten die Israeliten die Baale7,4 Baale: Sammelbezeichnung für Gottheiten, die im östlichen Mittelmeerraum verehrt wurden. und Astarten7,4 Astarte: Im palästinisch-syrischen Raum verehrte Kriegsgöttin. Die Mehrzahl »Astarten« steht hier für fremde Göttinnen im Allgemeinen.und dienten nur noch dem Herrn.

5Samuel sagte:»Lasst ganz Israel in Mizpa7,5 Mizpa: Die Stadt Mizpa ist der traditionelle Versammlungsort der Stämme Israels in vorstaatlicher Zeit. Sie liegt etwa 12 km nordwestlich von Jerusalem. zusammenkommen!Ich will für euch7,5 für euch: Samuel leistet Fürbitte für das ganze Volk Israel wie zuvor Mose, vgl. 2. Mose/Exodus 32,7-14. zum Herrn beten.«6Da kamen sie alle nach Mizpa.Sie schöpften Wasser und gossen es aus7,6 Wasser schöpfen und ausgießen: Der Vorgang, Wasser zu schöpfen und auszugießen, gehört wie Fasten und Beten zur Klagefeier. vor dem Herrn.Sie fasteten7,6 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken ist in der Bibel eine übliche religiöse Praxis. Mehr … den ganzen Tag und bekannten dort:»Wir haben uns gegen den Herrn gestellt!« –Zu dieser Zeit war Samuel Richter7,6 Richter: Von Gott eingesetzte Anführer, vor allem für den Kampf gegen äußere Feinde. Mehr … in Mizpaund entschied alle Angelegenheiten der Israeliten.

Die Philister werden besiegt

7Die Philister7,7 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … hatten erfahren,dass sich die Israeliten in Mizpa7,7 Mizpa: Ortschaft etwa 12 km nördlich von Jerusalem. versammelt hatten.Da zogen die Stadtfürsten der Philister los,um gegen Israel zu kämpfen.Als das die Israeliten hörten,bekamen sie große Angst vor den Philistern.8Die Israeliten bedrängten Samuel:»Lass uns nicht im Stich!Schrei weiter um Hilfe zum Herrn, unserem Gott!Er wird uns aus der Gewalt der Philister retten!«9Samuel nahm ein Lamm als Brandopfer7,9 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr … für den Herrn.Das verbrannte er vollständig auf dem Altar7,9 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. Mehr ….Dann schrie Samuel zum Herrn,dass er Israel helfen sollte,und der Herr antwortete ihm.

10Als Samuel das Brandopfer7,10 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr … darbrachte,befanden sich die Philister7,10 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … bereits im Anmarsch.Es kam zur Schlacht gegen Israel.An diesem Tag ließ der Herr es donnern.Die Donnerschläge aber brachten die Philisterso sehr in Verwirrung,dass sie von den Israeliten besiegt wurden.11Die Männer Israels rückten von Mizpa7,11 Mizpa: Ortschaft etwa 12 km nördlich von Jerusalem. aus.Sie verfolgten die Philister und erschlugen siebis zum Gebiet unterhalb von Bet-Kar.12Danach nahm Samuel einen Steinund stellte ihn auf zwischen Mizpa und Schen.Dem Stein gab er den Namen Eben-Eser,das heißt: Stein der Hilfe.Dazu erklärte er feierlich:»Bis hierher hat der Herr uns geholfen.«13So wurden die Philister gedemütigt,dass sie nicht wieder in das Gebiet Israels einfielen.Die Philister bekamen die Macht des Herrn zu spüren,so lange Samuel lebte.

14Die Philister7,14 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … hatten Israeleine Reihe von Städten weggenommen.Diese fielen nun wieder an Israel zurück,in der gesamten Gegend von Ekron7,14 Ekron: Einflussreiche Stadt der Philister etwa 40 km westlich von Jerusalem. bis Gat7,14 Gat: Eine der fünf Hauptstädte der Philister, im Bergland zwischen Jerusalem und dem Mittelmeer gelegen..Auch das Gebiet, das zu den Städten gehörte,befreiten die Israeliten aus der Gewalt der Philister.Und zwischen Israel und den Amoritern herrschte Frieden.

Samuel zieht als Richter durchs Land

15Samuel war Richter7,15 Richter: Von Gott eingesetzte Anführer, vor allem für den Kampf gegen äußere Feinde. Mehr … in Israel sein ganzes Leben lang.16Jahr für Jahr zog er durchs Landund machte die Runde über Bet-El7,16 Bet-El: Ortschaft 16 km nördlich von Jerusalem. Der Name bedeutet übersetzt »Haus Gottes«., Gilgal7,16 Gilgal: Heiligtum in der Nähe von Jericho. Dort haben die Israeliten nach ihrem Durchzug durch den Jordan zwölf Steine aufgestellt, vgl. Josua 4,19-20. und Mizpa7,16 Mizpa: Ortschaft etwa 12 km nördlich von Jerusalem..An allen diesen Orten entschied er Israels Streitfälle.Danach kehrte er wieder nach Rama zurück,denn dort war er zu Hause.17Dort hatte er seinen Sitz als Richterund baute dort einen Altar7,17 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. Mehr … für den Herrn.
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Das Volk Israel fordert einen König

81Als Samuel alt geworden war,setzte er seine Söhne als Richter in Israel ein.2Sein älterer Sohn hieß Joel, der jüngere Abija.Sie waren Richter in Beerscheba8,2 Beerscheba: Wörtlich »Schwurbrunnen«. 90 km südwestlich von Jerusalem an einer wichtigen Handelsstraße gelegene Stadt mit Heiligtum..3Doch seine Söhne verhielten sich nicht wie ihr Vater.Sie hatten nur ihren eigenen Vorteil im Sinn,ließen sich bestechen und beugten das Recht.4Da taten sich alle Ältesten8,4 Älteste: Bezeichnung für ein leitendes Amt in der Gemeinschaft, das von älteren Männern ausgeübt wurde. Israels zusammenund gingen zu Samuel nach Rama8,4 Rama: Ortschaft an der Südgrenze Efraims, in der Nähe von Bet-El gelegen..5Sie sagten zu ihm: »Du bist nun alt!Doch deine Söhne verhalten sich nicht wie du.Deshalb setze einen König bei uns ein,wie es bei allen Völkern üblich ist.Der soll unsere Angelegenheiten entscheiden.«6Samuel gefiel es gar nicht, dass sie sagten:»Gib uns einen König!Der soll unsere Angelegenheiten entscheiden.«Deshalb betete Samuel zum Herrn.7Der Herr aber sagte zu Samuel:»Geh auf alles ein, was das Volk von dir fordert!Denn sie haben nicht dich verworfen, sondern mich.Ich soll nicht länger König8,7 König: Ehrentitel für Gott, der als Herrscher der Welt verehrt wird und für Recht und Gerechtigkeit sorgt. über sie sein.8So tun sie, was sie schon immer getan haben –seit ich sie aus Ägypten geführt8,8 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit. habe bis heute:Sie haben mich verlassen und fremden Göttern8,8 Götter: Götter, die von anderen Völkern verehrt werden. Israel hat nur einen einzigen Gott. Mehr … gedient.Und so machen sie es jetzt auch mit dir.9Geh also auf ihre Forderung ein!Aber zuvor schärfe ihnen genau ein,welche Rechte der König besitzt!Gib ihnen bekannt, was es bedeutet,wenn er über sie herrschen wird!«10Samuel redete mit dem Volk,das von ihm einen König verlangte.Er gab alle Worte weiter,die der Herr gesagt hatte.

Samuel spricht über die Rechte des Königs

11Samuel sagte zum Volk:»Das werden die Rechte des Königs sein,der über euch herrschen wird:Eure Söhne wird er euch wegnehmen.Er wird sie als Stallburschen einsetzen.Sie müssen seine Wagen und Pferde versorgenund bei Ausfahrten vor dem Wagen des Königs herlaufen.12Er wird sie als Truppenführer einsetzen,die 1000 oder 50 Mann kommandieren.Sie müssen für ihn das Ackerland bearbeitenund die Ernte einbringen.Sie müssen Waffen für den Krieg herstellenund seine Streitwagen8,12 Streitwagen: Ein für den Krieg ausgerüsteter Wagen mit zwei oder drei Mann Besatzung. Mehr … ausrüsten.13Eure Töchter wird er euch wegnehmen.Sie müssen für ihn Salben mischen,Essen zubereiten und Brot backen.14Eure besten Felder, Weinberge8,14 Weinberg: Ein mit einer Mauer umgebener Garten, in dem Wein angebaut wird. In Israel war das ein wertvoller Besitz. Mehr … und Olivenhaine8,14 Olivenhain: Ein wertvolles Stück Land mit alten Olivenbäumen.wird er euch wegnehmen und seinen Hofleuten geben.15Vom Ertrag eurer Felder und Weinbergewird er den zehnten Teil als Steuer einziehen.Davon wird er seine Beamten und Hofleute bezahlen.16Eure Sklaven8,16 Sklaven: Sie gehörten zum Eigentum anderer Menschen, bekamen keinen Lohn für ihre Arbeit und konnten nicht frei über ihr Leben entscheiden. Mehr … und Sklavinnen wird er euch wegnehmen,dazu eure besten Rinder und Esel8,16 Esel: In der Antike das Last-, Zug- und Reittier schlechthin, da es selbst in schwierigem Gelände einsetzbar ist..Mit ihnen wird er seinen Königshof bewirtschaften.17Auch von euren Schafen und Ziegennimmt er euch den zehnten Teil.Ja, ihr alle werdet seine Sklaven sein!18So wird es sein mit dem König,den ihr unbedingt haben wollt.Dann werdet ihr um Hilfe schreien,aber der Herr wird euch nicht antworten.«

19Doch das Volk wollte nicht auf Samuel hören.Sie riefen: »Nein! Wir wollen einen König über uns!20Dann werden auch wir so sein wie alle anderen Völker.Unser König soll über uns herrschen,uns im Krieg anführen und unsere Schlachten schlagen.«21Samuel hörte sich alles an, was das Volk sagte,und berichtete es dem Herrn.22Da sprach der Herr zu Samuel:»Lass ihnen ihren Willen!Setze einen König über sie ein!«Und Samuel sagte zu den Männern Israels:»Geht nach Hause, jeder in seine Stadt!«
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Saul

1. Samuel 9,1–15,35

Saul wird König

1. Samuel 9,1–11,15

Saul sucht die Eselinnen seines Vaters

91Damals lebte ein Mann im Stamm Benjamin9,1 Benjamin: Einer der zwölf Stämme Israels. Sein Siedlungsgebiet liegt im judäischen Bergland, nördlich von Jerusalem.,der hieß Kisch.Er war der Sohn von Abiel, dem Sohn von Zeror,dem Sohne von Bechorat, dem Sohn von Afiach.Er war ein Benjaminiter,wohlhabend und einflussreich.2Der Mann hatte einen Sohn namens Saul9,2 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr ….Der war jung und schön.Unter den Israeliten gab es keinen,der schöner gewesen wäre als er.Um einen Kopf war er größer als alle anderen im Volk.

3Eines Tages waren dem Kisch, dem Vater Sauls,die Eselinnen weggelaufen.Da sagte Kisch zu seinem Sohn Saul9,3 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr …:»Nimm dir einen von den jungen Männern!Geh mit ihm los und such die Eselinnen!«4Die beiden zogen durch das Gebirge Efraim9,4 Efraim: Gebirgszug im mittleren Westjordanland. Der Name kommt vom Stamm Efraim, der dort sein Siedlungsgebiet hatte.und durchstreiften die Landschaft Schalischa9,4 Schalischa: Die Lage dieser Landschaft und der folgenden Ortsnamen lässt sich nicht näher bestimmen..Doch sie fanden nichts.Sie zogen durch das Land Schaalim – wieder nichts.Dann durchwanderten sie die Landschaft Jemini.Doch sie fanden nichts.5Als sie in die Gegend von Zuf kamen,sagte Saul zu dem jungen Mann, der ihn begleitete:»Auf, lass uns umkehren!Sonst macht sich mein Vater noch Sorgen um unsstatt um die Eselinnen!«6Doch der entgegnete ihm:»Schau, dort in der Stadt gibt es einen Mann Gottes9,6 Mann Gottes: Verkündet wie ein Prophet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.!Der Mann ist bedeutend:Alles, was er sagt, trifft ganz gewiss ein.Lass uns doch dahin gehen.Vielleicht kann er uns den Weg sagen,auf dem wir weitersuchen sollen.«7Saul antwortete dem jungen Mann:»Einverstanden! Doch wenn wir hingehen:Wie könnten wir den Mann bezahlen?Das Brot in unseren Beuteln ist ja ausgegangen.Und ein Geschenk haben wir nicht,das wir dem Gottesmann bringen könnten.Unsere Taschen sind leer!«8Der junge Mann antwortete auf der Stelleund sagte zu Saul:»Schau, ich hab noch eine Silbermünze9,8 Silbermünze: Wörtlich »ein Viertel Silber-Schekel«. Ein Viertel Silber-Schekel ist eine Münze im Wert von etwa 3 g Silber. Damit lässt sich der Gottesmann für seine Auskunft angemessen bezahlen. gefunden.Die will ich dem Gottesmann geben,damit er uns den Weg sagt.«9– Früher sagten die Leute in Israel,wenn sie eine Antwort von Gott haben wollten:Kommt, wir gehen zum Seher9,9 Seher: Mensch, dem Gott die Gabe verliehen hat, verborgene Dinge und künftige Ereignisse vorherzusehen.!Denn wer heute als Prophet9,9 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … bezeichnet wird,den nannte man früher einen Seher. –10Da sagte Saul zu dem jungen Mann:»Also gut! Komm, wir wollen gehen!«So kamen sie zu der Stadt, wo der Gottesmann wohnte.

11Als sie den steilen Weg zur Stadt hinaufgingen,trafen sie einige Mädchen.Die waren gerade unterwegs zum Wasserholen.Sie fragten die Mädchen: »Ist der Seher9,11 Seher: Mensch, dem Gott die Gabe verliehen hat, verborgene Dinge und künftige Ereignisse vorherzusehen. hier?«12Sie antworteten: »Ja!Er ist euch schon ein gutes Stück voraus! Beeilt euch!Gerade heute ist er in die Stadt gekommen.Denn das Volk feiert heute ein Opferfest,oben auf dem Kultplatz9,12 Kultplatz: Lokales Heiligtum auf einer Anhöhe oder Bezeichnung für einen Ort, an dem fremde Götter verehrt werden..13Wenn ihr schnell in die Stadt geht,könnt ihr ihn noch treffen.Danach steigt er zum Kultplatz hinauf,um am Festessen teilzunehmen.Denn das Volk beginnt nicht mit dem Essen,bis er kommt.Er muss nämlich zuerst das Schlachtopfer9,13 Schlachtopfer: Fett und Innereien wurden als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde. Mehr … segnen.Dann dürfen die geladenen Gäste davon essen.Jetzt geht los! Gerade heute könnt ihr ihn treffen.«14Da gingen sie zur Stadt hinauf.

Samuel und Saul treffen zusammen

Als Saul und sein Begleiter in die Stadt hineinkamen,da kam ihnen Samuel tatsächlich entgegen.Er wollte gerade zum Kultplatz9,14 Kultplatz: Lokales Heiligtum auf einer Anhöhe oder Bezeichnung für einen Ort, an dem fremde Götter verehrt werden. hinaufsteigen.15Der Herr hatte Samuel einen Tag zuvor angekündigt:16»Morgen um diese Zeit schicke ich einen Mann zu dir,der aus dem Land Benjamin kommt.Den sollst du zum königlichen Hirten9,16 königlicher Hirte: Ehrentitel für Könige im Alten Orient, der anzeigt, dass sie für den Schutz ihres Volkes zuständig sind. salben9,16 zum König salben: Teil der religiösen Handlung, mit der eine Person zum König gemacht wird. Ein wohlriechendes Öl wird dabei über bestimmte Körperteile ausgegossen.über mein Volk Israel.Er wird mein Volk aus der Gewalt der Philister9,16 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … retten.Denn ich habe die Not meines Volkes gesehen,und ihr Hilferuf hat mich erreicht.«17Als nun Samuel Saul9,17 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr … sah, sagte der Herr zu ihm:»Das ist der Mann, von dem ich dir gesagt habe:Der soll über mein Volk herrschen.«

18Im Stadttor ging Saul9,18 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr … auf Samuel zu und fragte:»Sag mir doch, wo das Haus des Sehers ist!«19Samuel antwortete Saul: »Ich selbst bin der Seher9,19 Seher: Mensch, dem Gott die Gabe verliehen hat, verborgene Dinge und künftige Ereignisse vorherzusehen.!Geh du schon voraus, hinauf zum Kultplatz9,19 Kultplatz: Lokales Heiligtum auf einer Anhöhe oder Bezeichnung für einen Ort, an dem fremde Götter verehrt werden.!Denn dort sollst du heute mit mir essen.Morgen früh darfst du weiterziehen.Ich werde dir alle Fragen beantworten,die du auf dem Herzen hast.20Was die Eselinnen betrifft,die seit drei Tagen weg sind:Um sie brauchst du dir keine Sorgen zu machen.Denn sie wurden gefunden.Aber was ist mit der Suche Israels?Ist sie nicht viel wichtiger?Gilt sie nicht dir und dem ganzen Haus deines Vaters?«21Saul entgegnete: »Ich bin doch nur ein Benjaminit!Ich komme aus dem kleinsten Stamm in Israel.Und meine Familie ist ganz unbedeutend,unbedeutender als alle anderen Familien in Benjamin9,21 Benjamin: Einer der zwölf Stämme Israels. Sein Siedlungsgebiet liegt im judäischen Bergland, nördlich von Jerusalem..Warum redest du denn so mit mir?«

22Samuel nahm Saul9,22 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr … und den jungen Mann mit sichund führte sie in die Halle beim Heiligtum.Er ließ sie Platz nehmen ganz oben am Tisch,wo die geladenen Gäste saßen, etwa 30 Personen.23Dann sagte Samuel zu dem Koch:»Bring das Stück Fleisch, das ich dir gegeben habe.Ich hab dir gesagt, dass du es zurücklegen sollst!«24Daraufhin brachte der Koch die Fleischkeule.Er stellte sie vor Saul auf den Tisch und sagte:»Das ist das Stück, das für dich zurückgelegt wurde.Es steht jetzt vor dir auf dem Tisch.Iss es, denn es ist für dich aufbewahrt worden –genau für diesen Moment.«So aß Saul mit Samuel an diesem Tag.25Danach stiegen sie vom Kultplatz9,25 Kultplatz: Lokales Heiligtum auf einer Anhöhe oder Bezeichnung für einen Ort, an dem fremde Götter verehrt werden. in die Stadt hinab.Auf dem Dach des Hauses richtete man ein Lager her,auf dem Saul sich schlafen legte.

26Als der Morgen dämmerte,rief Samuel zum Dach hinauf und sagte zu Saul9,26 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr …:»Steh auf, ich will dich noch ein Stück begleiten!«Da stand Saul auf, und beide gingen hinaus auf die Straße,Saul und Samuel.27Als sie zum Stadtrand kamen,sagte Samuel zu Saul:»Sag dem jungen Mann, der dich begleitet,er soll schon vorausgehen!Und du, bleib einen Augenblick hier stehen!Ich will, dass du ein Wort Gottes hörst.«Der junge Mann aber war schon vorausgegangen.