BasisBibel (BB)
21

211Dann stand David auf und ging fort.

Jonatan aber kehrte in die Stadt21,1 in die Stadt: Nach Gibea an den Königshof seines Vaters Saul. zurück.

David auf der Flucht vor Saul

1. Samuel 21,2–26,25

David wird Anführer einer eigenen Truppe

1. Samuel 21,2–23,28

David beim Priester Ahimelech

2David21,2 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … kam zum Priester21,2 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … Ahimelech nach Nob21,2 Nob: Ortschaft in der Nähe von Jerusalem, in der sich ein Heiligtum befand..Das machte Ahimelech Angst.Er ging David entgegen und fragte ihn:»Warum bist du allein und hast niemanden bei dir?«3David antwortete dem Priester Ahimelech:»Der König hat es so befohlen und zu mir gesagt:›Der Auftrag, den ich dir gebe, ist streng geheim.Niemand darf etwas von deiner Mission erfahren.‹Deshalb habe ich auch mit meinen Leuten verabredet,dass wir uns an einem geheimen Ort treffen.4Jetzt aber: Hast du etwas zum Essen da?Vielleicht fünf Brote? Dann gib sie mir!Oder hast du sonst noch etwas zur Hand?«

5Der Priester21,5 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … antwortete David21,5 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr …:»Ich habe leider kein normales Brot zur Hand.Nur heiliges Brot21,5 heiliges Brot: Im Heiligtum als Gabe für Gott ausgelegtes Brot. Wurde es ausgetauscht, durften die Priester es essen. ist noch da.Doch das kann ich deinen Leuten nur geben,wenn sie sich von Frauen ferngehalten haben21,5 von Frauen fernhalten: Heiliges Brot zu essen, war den Männern Davids nur in einem Zustand der Reinheit erlaubt. Dazu gehörte der Verzicht auf Geschlechtsverkehr.6Daraufhin sagte David zu dem Priester:»Wir sind mit keinen Frauen in Berührung gekommen,seit wir unterwegs sind –gestern nicht und vorgestern nicht!Auch haben meine Leute dafür gesorgt,dass ihre Ausrüstung heilig21,6 heilig: Auch Kleider, Waffen und Gefäße der Truppe waren mit nichts Unreinem in Berührung gekommen. ist.Wir führen zwar nur einen normalen Auftrag aus,aber auf alle Fälle ist unsere Ausrüstung heilig.«7Da gab ihnen der Priester das heilige Brot.Es war nämlich kein anderes Brot vorhandenaußer den Schaubroten21,7 Schaubrote: Zwölf Brote, die auf einen Tisch im Heiligtum gelegt wurden. An jedem Sabbat wurden sie durch frische Brote ersetzt. im Heiligtum.Es wird immer wieder21,7immer wieder: Jeweils wöchentlich am Sabbat, vgl. 3. Mose/Levitikus 24,8. vom Tisch des Herrn genommen.Und an dem Tag, an dem es abgeräumt wird,wird es durch frisches Brot ersetzt.8An jenem Tag hielt sich dort auch ein Mann auf,der zu den Leuten Sauls21,8 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr … gehörte.Er war an diesem Tag ins Heiligtum gekommen,um beim Herrn zu sein.Es war der Edomiter21,8 Edomiter: Nachbarvolk Israels im Süden. Mehr … Doeg,der am Hof Sauls eine hohe Stellung einnahm.

9David21,9 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … fragte Ahimelech weiter:»Hast du eine Waffe für mich,vielleicht einen Speer oder ein Schwert?Denn ich habe keine Zeit gehabt,mein Schwert und meine Ausrüstung mitzunehmen.So dringend war der Auftrag des Königs.«10Der Priester21,10 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … sagte darauf:»Hier ist das Schwert des Philisters Goliat21,10 Goliat: Einzelkämpfer im Heer der Philister, der wegen seiner überdurchschnittlichen Körpergröße gefürchtet war. 1. Samuel 17 erzählt von Davids Sieg über Goliat.,den du im Terebinthen-Tal21,10 Terebinthen-Tal: Talebene zwischen Mittelmeerküste und dem Gebirge Juda, etwa 20 km südwestlich von Betlehem. erschlagen hast.Schau, es liegt eingewickelt in einem Manteldort hinter dem Kasten21,10 Kasten: Hebräisch Efod. Bezeichnet einen tragbaren Gegenstand. Mit seiner Hilfe konnte man eine göttliche Antwort auf eine konkrete Frage einholen..Wenn du es haben willst, dann nimm es!Denn eine andere Waffe gibt es hier nicht.«David sagte: »Her damit!Ein besseres Schwert gibt es nicht!«

David flieht zum König Achisch nach Gat

11David21,11 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … machte sich sofort auf den Wegund setzte seine Flucht vor Saul21,11 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr … fort.Er kam zu Achisch, dem Philisterkönig von Gat21,11 Gat: Eine der fünf Hauptstädte der Philister, im Bergland zwischen Jerusalem und dem Mittelmeer gelegen..12Da sagten die Leute, die Achisch dienten:»Ist das nicht David, der König des Nachbarlandes?Ja, das ist er doch, von dem man beim Tanz singt21,12 singen: Das Lied wird auch in 1. Samuel 18,7 und 1. Samuel 29,5 überliefert.:Saul hat tausend erschlagen, David aber zehntausend!«13Das Gerede erschien David allerdings sehr bedenklich.Er bekam furchtbare Angst vor Achisch,dem König von Gat.14Da tat er so, als ob er geisteskrank wäre.Ja, er führte sich unter ihnen auf wie ein Verrückter,kritzelte dummes Zeug auf die Flügel des Stadttorsund ließ den Speichel in seinen Bart laufen.15Achisch aber sagte zu seinen Leuten:»Da seht ihr es!Der ist doch vollkommen verrückt!Warum bringt ihr gerade den zu mir?16Hab ich nicht schon genug Verrückte um mich,dass ihr mir auch noch den anschleppen müsst?Warum soll der bei mir verrückt spielen?So einer kommt mir nicht ins Haus!«
22

David versteckt sich in Adullam

221David22,1 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … ging von dort weg nach Adullam22,1 Adullam: Ort am Rand des judäischen Berglands, etwa 16 km nordwestlich von Hebron gelegen.und brachte sich in einer Höhle in Sicherheit.Als seine Brüder und alle Verwandten davon hörten,kamen sie zu ihm.2Auch andere schlossen sich ihm an:Leute, die verfolgt wurden, die Schulden hattenoder die mit ihrem Leben unzufrieden waren.Er wurde ihr Anführer, bei ihm waren etwa 400 Mann.

3Von dort ging er nach Mizpe ins Land Moab22,3 Moab: Nachbarstaat Israels im Ostjordanland. Mehr …und bat den König der Moabiter:»Lass meinen Vater und meine Mutter zu dir ziehen,bis ich weiß, was Gott mit mir vorhat.«4So brachte er sie zum König der Moabiter.Und sie blieben bei ihm die ganze Zeit,in der David sich in der Bergfestung22,4 Bergfestung: Damit ist das Versteck Davids bei Adullam gemeint. aufhielt.

5Danach sagte der Prophet Gad22,5 Prophet Gad: Prophet, der später auch am Königshof Davids in Jerusalem auftritt; vgl. 2. Samuel 24,11. zu David:»Du sollst nicht in der Bergfestung bleiben.Auf, komm wieder in das Land Juda22,5 Juda: Der südliche Teil des Landes, in dem die Israeliten lebten. Mehr …Da ging David fort und kam nach Jaar-Heret22,5 Jaar-Heret: »Wald von Heret«, vermutlich in der Gegend von Adullam gelegen..

Saul lässt die Priester von Nob töten

6Saul22,6 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr … hörte davon,dass man David22,6 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … und seine Männer entdeckt hatte.Saul war gerade in Gibea22,6 Gibea: Stadt 5 km nördlich von Jerusalem.und saß unter einer Tamariske22,6 Tamariske: Hoher und weit sichtbarer Baum mit vielen blattlosen Ästen. auf der Anhöhe.Er hielt seinen Speer in der Hand,und seine ganze Truppe stand um ihn herum.7Da sagte Saul zu den Soldaten,die um ihn herumstanden:»Hört her, ihr Benjaminiter22,7 Benjamin: Einer der zwölf Stämme Israels. Sein Siedlungsgebiet liegt im judäischen Bergland, nördlich von Jerusalem.!Glaubt ihr denn, dass der Sohn Isais22,7 Sohn Isais: Isai ist der Vater Davids.euch allen Ackerland und Weinberge schenkt?Oder wird er euch alle zu Truppenführern machen,die 1000 oder 100 Mann kommandieren?8Habt ihr euch deshalb gegen mich verschworen?Keiner hat mir davon berichtet,dass sich mein Sohn mit dem Sohn Isais verbündet hat.Keinem von euch habe ich leid getan.Keiner hat mich ins Vertrauen gezogen,was mein eigener Sohn tut.Er hat meinen Knecht dazu aufgestachelt,mir aufzulauern, wie es jetzt der Fall ist!«9Da ergriff der Edomiter Doeg das Wort.Der stand neben den Leuten Sauls und sagte:»Ich habe den Sohn Isais gesehen.Er war in Nob bei Ahimelech22,9 in Nob bei Ahimelech: Von Davids Aufenthalt in Nob erzählt 1. Samuel 21,2-10., dem Sohn des Ahitub.10Der hat für ihn den Herrn befragt22,10 den HERRN befragen: Vor wichtigen Entscheidungen konnte man Gott durch einen Priester um Rat bitten. Die Antwort erfolgte durch Ziehen von Lossteinen, die entsprechend gekennzeichnet waren..Dann hat er ihm noch Verpflegung gegebenund dazu das Schwert des Philisters Goliat22,10 Goliat: Einzelkämpfer im Heer der Philister, der wegen seiner überdurchschnittlichen Körpergröße gefürchtet war. 1. Samuel 17 erzählt von Davids Sieg über Goliat.

11Da ließ der König den Priester22,11 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … Ahimelech rufen,den Sohn des Ahitub.Auch die anderen Priester von Nob22,11 Nob: Ortschaft in der Nähe von Jerusalem, in der sich ein Heiligtum befand. mussten mitkommen,die alle seine Verwandten waren.Zusammen kamen sie also zum König.12Saul22,12 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr … sagte: »Hör zu, Sohn des Ahitub!«Er antwortete: »Ja, hier bin ich, mein Herr!«13»Warum habt ihr euch gegen mich verschworen,du und der Sohn Isais22,13 Sohn Isais: Isai ist der Vater Davids.?«, schimpfte Saul.»Du hast ihm Brot gegeben und ein Schwert.Auch hast du Gott für ihn befragt.Ja, dadurch hast du ihn dazu aufgestachelt,mir aufzulauern, wie es jetzt der Fall ist!«14Ahimelech hielt dem König entgegen:»Es gibt keinen unter deinen Leuten,der so zuverlässig ist wie David22,14 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr ….Er ist der Schwiegersohn des Königs.Er ist der Kommandant deiner Leibwache.Er ist hoch angesehen an deinem Königshof.15War es denn an diesem Tag das erste Mal,dass ich Gott für ihn befragt habe?Ganz bestimmt nicht!Diese Sache darf der König mir nicht vorwerfen,auch nicht allen meinen Verwandten.Denn dein Knecht hatte ja keine Ahnung,von allem hat er nicht das Geringste gewusst.«16Doch der König sagte: »Ahimelech, du musst sterben,du und alle deine Verwandten!«

17Dann befahl der König der Leibwache, die bei ihm stand:»Umstellt die Priester des Herrn und tötet sie!Sie haben gemeinsame Sache mit David gemacht.Sie haben gewusst, dass er auf der Flucht war.Trotzdem haben sie es mir nicht mitgeteilt.«Doch die Leute des Königs weigerten sich,gegen die Priester des Herrn Gewalt anzuwenden.18Daraufhin sagte der König zu Doeg:»Komm du her und schlag die Priester tot!«Da trat der Edomiter Doeg heranund schlug die Priester eigenhändig tot.So ermordete er an diesem Tag 85 Mann,die alle das leinene Priestergewand trugen.19Und das Morden ging weiter in der Stadt Nob,aus der die Priester stammten.Alle Einwohner wurden mit dem Schwert umgebracht:Männer und Frauen, Kinder und Kleinkinder.Auch Rinder, Esel und Schafe wurden abgeschlachtet.

20Nur ein Einziger kam mit dem Leben davon.Es war der Sohn des Ahimelech und Enkel des Ahitub.Er hieß Abjatar und konnte sich zu David22,20 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … retten.21Dieser Abjatar überbrachte David die Nachricht,dass Saul22,21 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr … die Priester des Herrn töten ließ.22Da sagte David zu Abjatar:»Ich wusste es schon an dem Tag,als ich den Edomiter22,22 Edomiter: Nachbarvolk Israels im Süden. Mehr … Doeg in Nob22,22 Nob: Ortschaft in der Nähe von Jerusalem, in der sich ein Heiligtum befand. bemerkt habe:Er würde Saul meine Anwesenheit verraten.Ja, ich bin schuld am Tod aller deiner Verwandten.23Du aber, bleib jetzt bei mir und hab keine Angst!Denn wer mir ans Leben will, will auch dir ans Leben.Bei mir bist du in Sicherheit.«
23

David hilft der Stadt Keila

231Folgende Nachricht erreichte David23,1 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr …:»Die Philister23,1 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … haben die Stadt Keila23,1 Keila: Alte Königsstadt, etwa 30 km südwestlich von Jerusalem. überfallen.Jetzt sind sie dabei, die Dreschplätze23,1 Dreschplatz: Ebener Platz außerhalb einer Siedlung, auf dem das Getreide gedroschen und die Spreu vom Weizen getrennt wird. Mehr … zu plündern.«2David bat den Herrn um eine Entscheidung23,2 Entscheidung: Von Gott wird eine Antwort mit Ja oder Nein erwartet. Vermutlich erfolgte sie durch Ziehen von Lossteinen, die entsprechend gekennzeichnet waren.:»Soll ich losziehen und diese Philister schlagen?«Der Herr gab David die Antwort:»Ja, zieh los und schlag die Philister! Rette Keila!«3Davids Männer aber sagten zu ihm:»Du weißt doch, wir leben schon hier in Juda23,3 Juda: Der südliche Teil des Landes, in dem die Israeliten lebten. Mehr … in Angst!Wie wird das erst,wenn wir nach Keila gehen und die Philister angreifen?«4Da befragte David den Herrn ein zweites Mal.Und wieder gab der Herr die Antwort:»Ja, zieh hinab nach Keila!Ich werde die Philister in deine Gewalt geben.«5Da ging David mit seinen Männern nach Keila,kämpfte gegen die Philister, erbeutete ihre Viehherdenund brachte ihnen eine schwere Niederlage bei.So rettete David die Bewohner von Keila. –6Übrigens war Abjatar, der Sohn des Ahimelech,nach seiner Flucht zu David gekommen:Er ging mit ihm nach Keila und hatte den Kasten23,6 Kasten: Hebräisch Efod. Bezeichnet einen tragbaren Gegenstand. Mit seiner Hilfe konnte man eine göttliche Antwort auf eine konkrete Frage einholen. dabei,mit dem man Gott befragen konnte.

7Saul23,7 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr … erreichte die Nachricht, dass David23,7 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … in Keila war.Da rief Saul aus: »Gott hat ihn mir in die Hände gegeben.Seit er in die Stadt gegangen ist,sitzt er in der Falle wie hinter Schloss und Riegel.«8Und Saul zog das ganze Volk zum Kriegsdienst ein.Er wollte nach Keila hinabund David mit seinen Männern in der Stadt einschließen.9Als David merkte, dass Saul Böses gegen ihn plante,forderte er den Priester Abjatar auf:»Bring den Kasten23,9 Kasten: Hebräisch Efod. Bezeichnet einen tragbaren Gegenstand. Mit seiner Hilfe konnte man eine göttliche Antwort auf eine konkrete Frage einholen. her, mit dem man Gott befragt!«10Dann sprach David: »Herr, du Gott Israels!Dein Knecht23,10 Knecht: Selbstbezeichnung von Menschen, die ihr Gegenüber damit als ihren Herrn anerkennen. hat aus zuverlässiger Quelle erfahren,dass Saul plant, nach Keila zu kommen.Er will die Stadt zerstören – und das nur wegen mir!11Darum, Herr, du Gott Israels, antworte deinem Knecht:Werden mich die Herren der Stadt Keila ausliefern?Wird Saul überhaupt kommen, so wie ich es gehört habe?«Da gab ihm der Herr die Antwort: »Er kommt!«12David fragte weiter: »Und die Herren der Stadt Keila:Werden sie mich und meine Männer an Saul ausliefern?«Der Herr gab die Antwort: »Sie liefern euch aus!«13Da machte sich David mit seinen Männern auf den Weg.Er verließ Keila mit etwa 600 Mann und zog durchs Land,mal nach hier und mal nach dort.Saul aber wurde berichtet,dass David aus Keila entkommen war.Daraufhin brach er seinen Feldzug ab.

David zieht sich in die Wüste zurück

14David23,14 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … zog sich in unbewohntes Gebiet zurückund hielt sich in Bergfestungen versteckt.Er setzte sich im Gebirge fest, in der Wüste Sif23,14 Wüste Sif: Nach der gleichnamigen Stadt benannte Wüste südöstlich von Hebron..Saul23,14 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr … war die ganze Zeit hinter ihm her.Doch Gott ließ nicht zu,dass Saul ihn zu fassen bekam.15David war klar, dass Saul alles daransetzen würde,ihm das Leben zu nehmen.So blieb David in Horescha in der Wüste Sif.

16Da machte sich Jonatan, der Sohn Sauls, auf den Weg.Er ging zu David23,16 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … nach Horescha und machte ihm Mut,sich auf Gott zu verlassen.17Er sagte zu ihm: »Fürchte dich nicht!Mein Vater Saul23,17 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr … wird dich nicht zu fassen bekommen.Vielmehr wirst du König in Israel sein,und ich komme nach dir an zweiter Stelle.Sogar Saul, mein Vater, weiß das.«18Dann schlossen beide einen Bund vor dem Herrn.David hielt sich weiterhin in Horescha versteckt,Jonatan aber ging wieder nach Hause.

19Einige Bewohner aus der Gegend von Sif23,19 Sif: Nach der gleichnamigen Stadt benannte Wüste südöstlich von Hebron.kamen zu Saul23,19 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr … nach Gibea23,19 Gibea: Stadt 5 km nördlich von Jerusalem. und meldeten ihm:»David23,19 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … hält sich bei uns in Bergfestungen versteckt,nämlich in Horescha auf dem Hügel Hachila,das südlich von Jeschimon liegt.20Wenn nun dem König so viel daran liegt,David gefangen zu nehmen, dann soll er kommen.Es ist dann unsere Sache, ihn dem König auszuliefern.«21Saul sagte: »Seid gesegnet23,21 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen. Mehr … vom Herrn,dass ihr an mich gedacht habt!22Bitte, geht noch gründlicher vor!Forscht nach seinem Aufenthaltsort und beobachtet,wo er sich bewegt und wer ihn dort gesehen hat!Denn man hat mir gesagt, David sei sehr schlau.23Beobachtet alle Verstecke und forscht nach,wo er sich aufhalten könnte!Sobald ihr sichere Erkenntnisse habt, kommt wieder zu mir.Dann will ich mit euch gehen.Wenn er wirklich im Land Juda ist, spüre ich ihn auf –ganz gleich, bei welcher Familie er sich versteckt.«

24Die Leute machten sich also auf den Weg nach Sifund gingen Saul23,24 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr … voraus.David23,24 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … und seine Männer waren inzwischenin der Gegend von Maon23,24 Gegend von Maon: Maon ist eine Stadt im judäischen Gebirge.,in der Wüste südlich von Jeschimon.25David erreichte die Nachricht,dass Saul und seine Männer hinter ihm her waren.Deshalb zog er sich in ein felsiges Gebiet zurückund blieb dort in der Gegend von Maon.Als Saul davon erfuhr,verfolgte er David bis in die Gegend von Maon.26Saul zog auf der einen Seite des Berges entlang,David und seine Männer auf der anderen Seite.David setzte alles daran, Saul zu entkommen.Doch Saul und seine Männer waren drauf und dran,David mit seinen Leuten einzukreisen.27In dem Augenblick, als Saul ihn hätte fassen können,kam ein Bote zu Saul.Der sagte: »Komm schnell, ein Überfall!Die Philister23,27 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … sind im Land und plündern.«28Da musste Saul die Verfolgung Davids aufgebenund zog gegen die Philister in den Kampf.Deshalb nannte man diesen Ort Sela-Machlekot,das heißt: Fels der Trennung.