BasisBibel (BB)
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Saul kämpft gegen die Amalekiter

151Samuel15,1 Samuel: Prophet und Richter um 1000 v. Chr., in der Übergangszeit zum Königtum. sprach zu Saul15,1 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr …:»Ich war es, den der Herr geschickt hat,um dich zum König über sein Volk Israel zu salben15,1 zum König salben: Teil der religiösen Handlung, mit der eine Person zum König gemacht wird. Ein wohlriechendes Öl wird dabei über bestimmte Körperteile ausgegossen..Und jetzt gehorche den Befehlen des Herrn!2So spricht der Herr der himmlischen Heere15,2 himmlische Heere: Hebräisch Zebaot. Der Beiname bringt die ganze Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck. Mehr …:Ich habe genau beobachtet,was die Amalekiter15,2 Amalekiter: Räuberisches Nomadenvolk im Südwesten Israels und auf der Sinaihalbinsel. Sie werden als Sinnbild für die Feinde Israels genannt. den Israeliten angetan haben.Sie haben ihnen den Weg versperrt15,2 den Weg versperrt: Von der Begegnung der Israeliten mit den Amalekitern bei der Flucht aus Ägypten erzählt 2. Mose/Exodus 17,8-16.,als sie aus Ägypten gezogen sind.3Jetzt zieh in den Krieg und besiege die Amalekiter.Alles, was sie haben, sollst du dem Untergang weihen15,3 dem Untergang weihen: Meint die vollständige Vernichtung von Kriegsbeute und Gefangenen durch Gott oder im Auftrag Gottes. Das Volk hat keinen Anspruch darauf, weil Gott allein den Sieg ermöglicht..Verschone sie nicht, töte sie alle:Männer und Frauen, Kinder und Kleinkinder,Rinder, Schafe, Kamele und Esel4Saul zog also das Volk zum Kriegsdienst einund musterte das Heer bei der Ortschaft Telem:200.000 Fußsoldaten und 10.000 Mann aus Juda.5Dann rückte Saul bis zur Hauptstadt der Amalekiter vorund legte einen Hinterhalt im Bachtal.6Den Kenitern15,6 Keniter: Eine Nomadengruppe, die sich dem Stamm Juda angeschlossen hatte und im Süden des judäischen Berglands lebte. aber schickte Saul die Botschaft:»Auf! Geht fort!Verlasst das Gebiet der Amalekiter,damit ich euch nicht zusammen mit ihnen vernichte!Denn ihr habt zu den Israeliten gehalten,als sie aus Ägypten gezogen sind.«Da verließen die Keniter das Gebiet der Amalekiter.

7Saul besiegte die Amalekiter von Hawila bis Schur15,7 von Hawila und Schur: Gebiet im Westen der arabischen Halbinsel, heute ein Teil von Saudi-Arabien.,das an der Grenze zu Ägypten liegt.8Agag, den König der Amalekiter, nahm er gefangen,ließ ihn aber am Leben.Alle anderen aus dem Volk weihte er dem Untergang15,8 dem Untergang weihen: Meint die vollständige Vernichtung von Kriegsbeute und Gefangenen durch Gott oder im Auftrag Gottes. Das Volk hat keinen Anspruch darauf, weil Gott allein den Sieg ermöglicht.und ließ sie mit dem Schwert hinrichten.9Saul und das Volk verschonten also Agagund auch die besten Schafe und Rinder,nämlich die fetten Tiere und die Lämmer.Was ihnen an der Beute wertvoll erschien,wollten sie keineswegs dem Untergang weihen.Nur das schwache und nutzlose Vieh vernichteten sie.

Samuel zieht Saul zur Rechenschaft

10Das Wort des Herrn kam zu Samuel:11»Ich bereue, dass ich Saul15,11 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr … zum König gemacht habe.Denn er hat sich von mir abgewendetund meine Befehle nicht ausgeführt.«Samuel regte sich sehr darüber aufund schrie die ganze Nacht zum Herrn.12Am anderen Morgen stand Samuel früh aufund machte sich auf den Weg zu Saul.Man hatte Samuel zuvor mitgeteilt:»Saul ist zur Stadt Karmel15,12 Karmel: Ortschaft in Juda. Sie liegt 40 km südlich von Jerusalem. gekommenund hat dort ein Zeichen15,12 Zeichen: Ein besonderer Stein, der entweder an Saul erinnern soll oder an Gott, den Saul um diesen Sieg gebeten hat. seines Sieges aufgestellt.Dann ist er weitergezogenund hat den Weg nach Gilgal15,12 Gilgal: Heiligtum in der Nähe von Jericho. Dort haben die Israeliten nach ihrem Durchzug durch den Jordan zwölf Steine aufgestellt, vgl. Josua 4,19-20. genommen.«

13Als Samuel bei Saul15,13 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr … eintraf, begrüßte ihn Saul:»Sei gesegnet15,13 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen. Mehr … vom Herrn!Ich habe den Befehl des Herrn ausgeführt.«14Doch Samuel erwiderte:»Und was ist das für ein Lärm?Höre ich nicht Schafe blöken und Rinder brüllen?«15Saul antwortete:»Man hat das Vieh aus Amalek mitgebracht.Das Volk hat die besten Schafe und Rinder verschont,um sie dem Herrn, deinem Gott, als Opfer15,15 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. Mehr … darzubringen.Alles Übrige haben wir dem Untergang geweiht15,15 dem Untergang weihen: Meint die vollständige Vernichtung von Kriegsbeute und Gefangenen durch Gott oder im Auftrag Gottes. Das Volk hat keinen Anspruch darauf, weil Gott allein den Sieg ermöglicht.16Da fiel ihm Samuel ins Wort: »Schluss damit!Ich werde dir mitteilen,was mir der Herr letzte Nacht gesagt hat.«Man forderte ihn auf: »Rede!«17Und Samuel sprach weiter:»Du bist doch der Anführer der Stämme Israels15,17 Stämme Israels: Israel versteht sich als Verband von zwölf Stämmen, die auf die Nachkommen der Söhne Jakobs zurückgehen. Mehr …,obwohl du dich für unbedeutend gehalten hast.Der Herr hat dich zum König über Israel gesalbt15,17 zum König salben: Teil der religiösen Handlung, mit der eine Person zum König gemacht wird. Ein wohlriechendes Öl wird dabei über bestimmte Körperteile ausgegossen..18Der Herr hat dich losgeschickt und dir befohlen:Geh und weihe diese Übeltäter dem Untergang!Kämpf gegen die Amalekiter15,18 Amalekiter: Räuberisches Nomadenvolk im Südwesten Israels und auf der Sinaihalbinsel. Sie werden als Sinnbild für die Feinde Israels genannt.,bis du sie ganz und gar vernichtet hast!19Warum hast du dem Herrn nicht gehorcht?Warum hast du dich auf die Beute gestürzt?Du hast getan, was der Herr verurteilt!«20Saul entgegnete Samuel:»Nein! Ich habe dem Herrn gehorcht!Ich habe mich auf den Weg gemacht,auf den mich der Herr geschickt hat.Ich habe den Amalekiterkönig Agag hergebracht.Und die Amalekiter habe ich dem Untergang geweiht.21Das Volk nahm Schafe und Rinder von der Beute –die besten Stücke, die dem Untergang geweiht waren.Die hat es für den Herrn, deinen Gott, ausgewählt,um sie ihm hier in Gilgal15,21 Gilgal: Heiligtum in der Nähe von Jericho. Dort haben die Israeliten nach ihrem Durchzug durch den Jordan zwölf Steine aufgestellt, vgl. Josua 4,19-20. als Opfer darzubringen.«22Doch Samuel sagte: »Meinst du,Schlacht-15,22 Schlachtopfer: Fett und Innereien wurden als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde. Mehr … und Brandopfer15,22 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr … gefallen dem Herrn ebenso gutwie das Hören auf seine Stimme?Nein! Hören ist besser als Schlachtopfer.Achtgeben ist besser als das Fett15,22 Fett: Fett galt in der Antike als kostbarer Teil eines Tieres und wurde Gott daher als Opfer dargebracht. von Widdern.23Denn Ungehorsam ist eine Sünde15,23 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … wie die Zauberei15,23 Zauberei: Praktiken und Methoden, um Ereignisse, Menschen oder Gegenstände auf übernatürliche Art und Weise zu beeinflussen. Mehr ….Eigenmächtigkeit ist so schlimm wie Götzendienst15,23 Götzendienst: Wörtlich »Frevel mit Terafim«, das sind aus Holz oder Ton hergestellte kleine Statuen verstorbener Vorfahren, die als Götter verehrt wurden..Weil du das Wort des Herrn verworfen hast,hat er nun dich verworfen:Du sollst nicht mehr König sein!«

24Daraufhin sagte Saul15,24 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr … zu Samuel:»Ja, ich habe mich falsch verhalten!Ich habe mich über den Befehl des Herrn hinweggesetztund deine Anweisungen nicht befolgt.Ich habe mich nämlich vor dem Volk gefürchtetund ihm seinen Willen gelassen.25Doch jetzt bitte ich dich:Nimm die Schuld von mir wegund kehre mit mir zurück!Dann will ich vor dem Herrn auf die Knie fallen.«26Samuel aber antwortete ihm:»Nein! Ich kehre nicht mit dir zurück!Denn du hast das Wort des Herrn verworfen.Darum hat der Herr dich verworfen:Du wirst nicht länger König über Israel sein!«

Samuel und Saul kehren zurück

27Als sich Samuel umdrehte und gehen wollte,packte ihn Saul15,27 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr … am Zipfel seines Mantels.Doch der riss ab.28Da sagte Samuel zu ihm:»Genauso geht es mit dem Königtum Israels.Der Herr reißt es heute von dirund gibt es einem anderen, der besser ist als du.29Der Gott, den man den Stolz Israels15,29 Stolz Israels: Ehrenvolle Bezeichnung für den Gott Israels. nennt,hält sein Wort und bereut es nicht.Denn er ist ja kein Mensch, dass er etwas bereuen muss.«30Saul antwortete:»Ja, ich habe mich falsch verhalten!Doch jetzt gib mir die Ehre15,30 Ehre, ehren: Einen Menschen oder Gott ehren heißt, ihn so zu behandeln, wie es seiner Stellung entspricht. Mehr … und zeige dich mit mirvor den Ältesten15,30 Älteste: Bezeichnung für ein leitendes Amt in der Gemeinschaft, das von älteren Männern ausgeübt wurde. meines Volkes und vor Israel.Kehre mit mir zurück!Dann will ich vor dem Herrn, deinem Gott,auf die Knie fallen.«31So kam es, dass Samuel mit Saul zurückkehrte.Und Saul fiel vor dem Herrn auf die Knie.

Was geschieht mit dem Amalekiterkönig?

32Samuel befahl:»Schafft mir den Amalekiterkönig Agag herbei!«Erleichtert15,32 erleichtert: Agag meinte, dass er zu seiner Begnadigung vorgeführt wird. erschien Agag vor ihm und rief:»Endlich! Ich dachte schon an ein bitteres Ende!«33Samuel aber sagte nur:»Dein Schwert hat viele Mütter kinderlos gemacht,nun sei auch deine Mutter um ihre Kinder gebracht.«Daraufhin hieb Samuel den Agag in Stücke.Er tat es in Gilgal vor dem Herrn.34Dann ging Samuel nach Rama15,34 Rama: Wohnort Samuels, 60 km nordöstlich von Jerusalem gelegen.,während Saul in seine Stadt Gibea15,34 Gibea: Stadt 5 km nördlich von Jerusalem. heimkehrte.35Und bis zu dem Tag, als Samuel starb,sah er Saul15,35 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr … nicht wieder.Samuel war sehr traurig wegen Saul.Denn der Herr hatte es bereut,dass er Saul zum König über Israel gemacht hatte.
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David im Dienst von König Saul

1. Samuel 16,1–21,1

Der Beginn der David-Erzählungen

1. Samuel 16,1-23

Samuel salbt David zum König

161Der Herr sprach zu Samuel:»Wie lange willst du noch traurig sein wegen Saul16,1 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr …?Ich habe ihn doch verworfen.Er soll nicht mehr König sein über Israel.Jetzt füll dein Horn mit Öl16,1 Horn mit Öl: Das abgeschnittene Horn eines Widders oder Rindes wurde als Gefäß verwendet. Man konnte es mit Salböl füllen und mitnehmen. und geh!Ich schicke dich zu Isai nach Betlehem16,1 Betlehem: Ortschaft etwa 8 km südwestlich von Jerusalem. Mehr ….Unter seinen Söhnen habe ich einen gesehen,den ich als König haben will.«2Samuel sagte: »Ich kann das nicht tun!Wenn Saul davon hört, bringt er mich um!«Der Herr aber antwortete:»Nimm eine junge Kuh mit dir auf den Weg!Und sag einfach, dass du gekommen bist,um dem Herrn ein Schlachtopfer16,2 Schlachtopfer: Fett und Innereien wurden als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde. Mehr … darzubringen.3Zu dieser Opferfeier sollst du Isai einladen.Dann lass ich dich wissen, was du tun sollst.Du sollst mir den zum König salben16,3 zum König salben: Teil der religiösen Handlung, mit der eine Person zum König gemacht wird. Ein wohlriechendes Öl wird dabei über bestimmte Körperteile ausgegossen.,den ich dir nennen werde.«4Samuel tat, was der Herr ihm aufgetragen hatte.Als er in Betlehem eintraf,kamen ihm die Ältesten16,4 Älteste: Bezeichnung für ein leitendes Amt in der Gemeinschaft, das von älteren Männern ausgeübt wurde. der Stadt aufgeregt entgegen.Sie fragten: »Bedeutet dein Kommen etwas Gutes?«5Er antwortete: »Ja, etwas Gutes!Ich will dem Herrn ein Schlachtopfer darbringen.Bereitet euch vor, heilig vor Gott zu treten!Dann kommt und feiert mit mir!«Samuel lud auch Isai und seine Söhne zum Opfer einund sorgte dafür, dass sie heilig vor Gott traten.

6Als sie kamen, sah Samuel den Eliab16,6 Eliab: Der Erstgeborene von insgesamt acht Söhnen Isais, vgl. 1. Samuel 17,12. und dachte:»Ja, das ist er!Vor dem Herrn steht sein Gesalbter16,6 Gesalbter: Hebräisch Messias. Bezeichnet den im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, später auch den zum Herrscher der Welt bestimmten Retter.7Doch der Herr sagte zu Samuel:»Sieh nicht auf sein Aussehen und seine große Gestalt!Ich habe ihn nicht in Betracht gezogen.Denn bei mir zählt nicht, was ein Mensch sieht.Der Mensch sieht nur auf das Äußere,der Herr aber sieht auf das Herz.«8Nun rief Isai den Abinadab16,8 Abinadab: Zweitältester Sohn von Isai.und ließ ihn an Samuel vorbeigehen.Doch der schüttelte den Kopf:»Auch den hat der Herr nicht erwählt.«9Dann ließ Isai den Schima16,9 Schima: Drittältester Sohn von Isai. vorbeigehen.Wieder schüttelte er den Kopf:»Auch den hat der Herr nicht erwählt.«10So ließ Isai sieben seiner Söhne an Samuel vorbeigehen.Aber Samuel schüttelte jedes Mal den Kopf:»Keinen von ihnen hat der Herr erwählt.«11Daraufhin fragte Samuel bei Isai nach:»Sind das jetzt alle deine Söhne?«Er antwortete: »Es fehlt noch der jüngste,der hütet gerade die Schafe.«»Schick einen, der ihn holt!«, sagte Samuel zu Isai.»Wir wollen uns nicht vorher um den Tisch setzen,bis er hierhergekommen ist.«12Also lief einer hin und brachte ihn her.Er hatte helle Haut16,12 helle Haut: Wörtlich »er war rötlich«. Die Hautfarbe seines Gesichts wirkte nicht dunkel und verbrannt, sondern rosa und hell. Das galt als schön., schöne Augen und sah gut aus.Der Herr sprach: »Das ist er!Auf, salbe ihn zum König16,12 zum König salben: Teil der religiösen Handlung, mit der eine Person zum König gemacht wird. Ein wohlriechendes Öl wird dabei über bestimmte Körperteile ausgegossen.13Samuel nahm das Horn mit dem Öl16,13 Horn mit Öl: Das abgeschnittene Horn eines Widders oder Rindes wurde als Gefäß verwendet. Man konnte es mit Salböl befüllen, das für bestimmte religiöse Handlungen verwendet wurde.und salbte ihn mitten unter seinen Brüdern.Da kam der Geist des Herrn16,13 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. Mehr … zu David16,13 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr …,an diesem Tag und auch in Zukunft.Danach machte sich Samuel auf den Wegund ging heim nach Rama.

Ein Harfenspieler wird gesucht

14Der Geist des Herrn16,14 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. Mehr … hatte Saul16,14 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr … verlassen.Von Zeit zu Zeit quälte ihn aber ein böser Geist,der seine Stimmung verfinsterte.Auch der kam vom Herrn.15Da sprachen Sauls Leute zu ihm:»Du weißt, dass es ein böser Geist ist,durch den Gott deine Stimmung verfinstert.16Unser Herr braucht nur etwas zu sagen,deine Knechte16,16 Knechte: Selbstbezeichnung von Menschen, die sich in den Dienst Gottes stellen und ihn dadurch als ihren Herrn anerkennen. stehen bereit.Wenn du es willst, suchen wir einen Mann,der auf der Harfe16,16 Harfe: Musikinstrument mit einer größeren Anzahl von Saiten, die gezupft wurden. spielen kann.Wenn dann der böse Geist Gottes über dich kommt,gleitet seine Hand über die Saiten.Und gleich wird es dir besser gehen.«17Saul antwortete seinen Leuten: »Also gut!Seht euch um nach einem Harfenspielerund bringt ihn zu mir!«18Da meldete sich einer von den jungen Leutenund sagte: »Ich weiß von einem!Es ist der Sohn Isais16,18 Isai: Vater von König David. aus Betlehem16,18 Betlehem: Ortschaft etwa 8 km südwestlich von Jerusalem. Mehr ….Der kann Harfe spielen.Er ist mutig und ein guter Soldat.Klug ist er auch und sieht gut aus.Ja, der Herr ist mit ihm!«19Saul ließ Isai durch Boten ausrichten:»Schick deinen Sohn David16,19 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … zu mir –den, der die Schafe hütet!«20Daraufhin nahm Isai einige Laibe Brot,einen Krug Wein und ein Ziegenböckchen.Damit schickte er seinen Sohn David zu Saul.21So kam David zu Saul und trat in seinen Dienst.Saul liebte ihn und machte ihn zu seinem Waffenträger16,21 Waffenträger: Trägt zusätzliche Ausrüstung für einen Kämpfer und gehört zu seinen Vertrauten..22Darum ließ er Isai die Botschaft überbringen:»Lass doch David in meinem Dienst bleiben.Denn mir gefällt, wie er seine Aufgaben erfüllt.«23Sooft aber der böse Geist Gottes über Saul kam,nahm David die Harfe zur Hand und spielte.Da konnte Saul befreit aufatmen und es ging ihm besser.Denn der böse Geist hatte ihn verlassen.
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David und Goliat

1. Samuel 17,1-58

Bewaffnet bis an die Zähne

171Die Philister17,1 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … zogen ihre Truppen zusammen,um Krieg zu führen.Sie sammelten sich bei Socho17,1 Socho: Ortschaft im Hügelland, etwa 27 km südwestlich von Jerusalem gelegen. auf dem Gebiet von Juda.Ihr Heerlager errichteten sie in Efes-Dammim,nämlich zwischen den Ortschaften Socho und Aseka.2Auch Saul17,2 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr … und die Männer aus Israel kamen zusammenund errichteten ihr Heerlager im Terebinthen-Tal17,2 Terebinthen-Tal: Talebene zwischen Mittelmeerküste und dem Gebirge Juda, etwa 20 km südwestlich von Betlehem..Dort stellten sie sich zur Schlacht auf,um gegen die Philister zu kämpfen.3Auf der einen Seite des Berges standen die Philisterund auf der anderen Seite die Israeliten.Dazwischen lag ein Tal.

4Aus den Reihen der Philister trat ein Kämpfer hervor.Er hieß Goliat und stammte aus der Stadt Gat.Er war weit über zwei Meter17,4 weit über zwei Meter: Wörtlich »sechseinhalb Ellen«. Eine Elle entspricht etwa 45 cm und wird vom Ellenbogen bis zu den Fingerspitzen gemessen. groß.5Auf seinem Kopf trug er einen Helm aus Bronze17,5 Bronze: Metall-Legierung aus Kupfer und Zinn. Sie wurde zur Herstellung von Schmuck, Waffen und Gegenständen für den Gottesdienst verwendet.und am Leib einen bronzenen Schuppenpanzer.Dessen Gewicht betrug fast 60 Kilogramm17,5 60 Kilogramm: Wörtlich »5000 Schekel«. Ein Schekel entspricht einem Gewicht von etwa 12 g..6Dazu trug er Beinschienen aus Bronzeund ein bronzenes Sichelschwert.Das hatte er sich um die Schulter gehängt.7Bewaffnet war er außerdem mit einer Lanze.Ihr langes Ende aus Holz war so dickwie der Balken an einem Webstuhl17,7 Balken an einem Webstuhl: Die Querbalken an den beiden Enden des Webstuhls besaßen eine beträchtliche Dicke. Denn sie mussten die Spannung der zwischen ihnen befestigten Kettfäden aushalten..Ihre Spitze bestand aus reinem Eisenund wog um die sieben Kilogramm17,7 sieben Kilogramm: Wörtlich »600 Schekel«. Ein Schekel entspricht einem Gewicht von etwa 12 g..Vor ihm ging einer, der den Schild trug.

8Goliat17,8 Goliat: Einzelkämpfer im Heer der Philister, der wegen seiner überdurchschnittlichen Körpergröße gefürchtet war. stellte sich hinund rief den Schlachtreihen Israels zu:»Warum seid ihr hierhergekommenund habt euch zur Schlacht aufgestellt?Stehe ich hier nicht für die Philister17,8 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr …?Ihr aber seid doch nur die Knechte Sauls17,8 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr …!Sucht euch einen aus, der gegen mich antritt!9Wenn er mit mir kämpfen kann und mich erschlägt,wollen wir eure Knechte17,9 Knechte: Selbstbezeichnung von Menschen, die sich in den Dienst Gottes stellen und ihn dadurch als ihren Herrn anerkennen. sein.Wenn ich aber stärker bin und ich ihn erschlage,müsst ihr unsere Knechte sein und uns dienen.«10Dann schrie der Philister:»Ja, heute habe ich Israel lächerlich gemachtund seine Schlachtreihen verspottet.Denn ich habe gesagt: Schickt mir einen Mann!Wir wollen miteinander kämpfen.«11Das also waren die Worte des Philisters.Saul und ganz Israel konnten sie hörenund bekamen schreckliche Angst.

12David17,12 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … war der Sohn eines Efratitersaus der Stadt Betlehem17,12 Betlehem: Ortschaft etwa 8 km südwestlich von Jerusalem. Mehr … im Gebiet von Juda.Der hieß Isai und hatte acht Söhne.Isai selbst war schon zu alt für den Kriegsdienst,als Saul in Israel herrschte.13Aber seine drei ältesten Söhnewaren Saul in den Krieg gefolgt.Und so hießen die drei Söhne,die in den Krieg gezogen waren:Der älteste hieß Eliab, der zweite Abinadab,der dritte Schima.14David aber war der jüngste,seine drei großen Brüder waren Saul gefolgt.15David aber ging immer wieder von Saul heim,um die Schafe seines Vaters in Betlehem zu hüten.16Der Philister aber trat morgens und abends hervor.40 Tage lang forderte er so Israel heraus.

David besucht seine Brüder im Krieg

17Eines Tages sagte Isai17,17 Isai: Vater von König David. zu seinem Sohn David17,17 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr …:»Nimm für deine Brüderdiesen Sack mit geröstetem Korn17,17 geröstetes Korn: Reifer Weizen, den man am Feuer röstete, war neben Brot ein beliebtes Nahrungsmittel. und dazu zehn Brote!Bring sie schnell ins Heerlager zu deinen Brüdern!18Und diese zehn Laib Käse bringst du dem Hauptmann.Sieh nach deinen Brüdern, ob es ihnen gut geht,und lass dir ein Lebenszeichen von ihnen geben!19Sie sind mit Saul17,19 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr … und allen Männern Israelsgerade im Terebinthen-Tal17,19 Terebinthen-Tal: Talebene zwischen Mittelmeerküste und dem Gebirge Juda, etwa 20 km südwestlich von Betlehem..Dort stehen sie im Kampf mit den Philistern17,19 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr …

20Früh am Morgen übergab David17,20 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … seine Schafherdeeinem anderen Hirten, der auf sie aufpassen sollte.Dann packte er die Lebensmittel ein und ging los,wie es ihm sein Vater Isai aufgetragen hatte.Als er zum Lagerplatz des Heeres kam,rückte es gerade in Schlachtordnung aus.Da brach ein lautes Kriegsgeschrei los.21Israel und die Philister17,21 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … standen sich gegenüber,Schlachtreihe gegen Schlachtreihe.22David übergab die Vorräte einem Wachposten,der auf sie aufpasste.Dann lief er nach vorn bis in die Schlachtreiheund fragte seine Brüder, wie es ihnen gehe.23Während er noch mit ihnen redete,trat einer aus den Reihen der Philister hervor:Es war Goliat17,23 Goliat: Einzelkämpfer im Heer der Philister, der wegen seiner überdurchschnittlichen Körpergröße gefürchtet war., der Einzelkämpfer der Philister,der aus der Stadt Gat stammte.Der forderte Israel auf die übliche Art heraus,und David hörte es.24Als die Soldaten Israels den Mann sahen,wichen sie aus lauter Angst vor ihm zurück.25Die Israeliten sagten zueinander:»Habt ihr diesen Mann gesehen, wie er daherkommt?Er kommt nur, um Israel lächerlich zu machen.Gibt es denn keinen Mann, der ihn erschlagen kann?Der König wird ihm dafür ein Vermögen schenken.Er wird ihm seine Tochter zur Frau gebenund die Familie von Steuern in Israel befreien.«

26David17,26 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … fragte die Soldaten, die bei ihm standen:»Was bekommt der Mann, der den Philister17,26 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … erschlägtund so die Schande von Israel nimmt?Wer ist dieser unbeschnittene17,26 unbeschnitten: Verächtliche Bezeichnung für die Philister, die im Gegensatz zu den Israeliten die Beschneidung nicht kannten. Philister,dass er die Schlachtreihen des lebendigen Gotteslächerlich machen darf?«27Wieder erhielt er dieselbe Auskunft:»Das und das bekommt der Mann, der ihn erschlägt!«28Sein ältester Bruder Eliab aber hörte,wie David mit den Soldaten redete.Eliab ärgerte sich über David und sagte:»Warum bist du überhaupt hierhergekommen?Und wem hast du deine paar Schafe übergeben,damit du sie in der Wüste zurücklassen kannst?Ich kenne doch deine vorlaute und freche Art!Du bist nur gekommen, um dir den Krieg anzusehen.«29David antwortete: »Was habe ich denn getan?Es war doch nur eine Frage!«30Er drehte sich um und fragte einen anderen.Wieder erhielt er dieselbe Auskunft wie zuvor.

Israels König ruft David zu sich

31Es sprach sich herum, dass David17,31 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … sich erkundigt hatte.Als man auch Saul17,31 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr … davon berichtete, ließ er ihn holen.32David sagte zu Saul:»Mein Herr verliere nicht den Mut wegen dem da!Dein Knecht17,32 Knechte: Selbstbezeichnung von Menschen, die sich in den Dienst Gottes stellen und ihn dadurch als ihren Herrn anerkennen. wird hingehenund mit diesem Philister17,32 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … kämpfen.«33Saul antwortete David: »Auf keinen Fall!Du kannst nicht zu diesem Philister hingehenund mit ihm kämpfen.Dafür bist du einfach noch zu unerfahren.Er dagegen ist seit seiner Jugend im Kampf geübt.«34David erwiderte:»Als dein Knecht die Schafe seines Vaters hütete,musste er auch schon kämpfen:So kam es vor, dass ein Löwe oder ein Bärdie Herde überfiel und ein Lamm rauben wollte.35Da lief ich hinterher, schlug auf ihn einund rettete es aus seinem Rachen.Wenn er dann auf mich losgehen wollte,packte ich ihn bei der Mähne und schlug ihn tot.36Den Löwen wie den Bären hat dein Knecht erledigt.Und genauso soll es dem Philister ergehen,diesem unbeschnittenen17,36 unbeschnitten: Verächtliche Bezeichnung für die Philister, die im Gegensatz zu den Israeliten die Beschneidung nicht kannten. Kerl!Denn er hat die Schlachtreihen des lebendigen Gotteslächerlich gemacht.«37Und David sagte:»Der Herr war es,der mich aus den Tatzen des Löwenund des Bären gerettet hat.Er wird mich auch aus der Hand des Philisters retten!«Darauf sagte Saul zu David:»Geh hin, der Herr wird mit dir sein!«

38Saul17,38 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr … wollte David17,38 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … seine eigene Rüstung anlegen.Er setzte ihm den Helm aus Bronze17,38 Bronze: Metall-Legierung aus Kupfer und Zinn. Sie wurde zur Herstellung von Schmuck, Waffen und Gegenständen für den Gottesdienst verwendet. auf den Kopfund zog ihm den Brustpanzer17,38 Brustpanzer: Eine Art Hemd mit aufgenähten Metallplättchen, das als Schutz im Kampf getragen wurde. an.39Sein Schwert17,39 Schwert: Angriffswaffe für den Nahkampf, die von Soldaten getragen wurde. trug David über der Rüstung.Dann versuchte er zu gehen,aber so war er es nicht gewohnt.David sagte zu Saul:»Ich kann damit nicht gehen,denn so bin ich es nicht gewohnt!«Also musste er alles wieder ausziehen.40David nahm nur einen Stock in seine Handund suchte sich fünf glatte Steine aus dem Bachbett.Die steckte er ein und tat sie in seine Hirtentasche.Dann zog er mit der Schleuder17,40 Schleuder: Lederband, in das ein Stein eingelegt und das geschwungen wurde. Durch die Freigabe eines der Enden konnte das Geschoss bis zu 200 m weit geschleudert werden. in seiner Handdem Philister entgegen.

David besiegt Goliat im Zweikampf

41Auch der Philister17,41 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … ging losund kam immer näher an David17,41 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … heran.Vor ihm lief der Soldat, der seinen Schild17,41 Schild: Abwehrwaffe in der Schlacht und Bild für Gottes Schutz. Mehr … trug.42Als der Philister sah, wer ihm da entgegenkam,hatte er nur Verachtung für David übrig.Denn der war ja noch ganz unerfahren.Er hatte helle Haut17,42 helle Haut: Wörtlich »er war rötlich«. Die Hautfarbe seines Gesichts wirkte nicht dunkel und verbrannt, sondern rosa und hell. Das galt als schön. und ein schönes Aussehen.43Der Philister schrie David an:»Bin ich denn ein Hund17,43 Hund: Hier als Schimpfwort verwendet. Im Alten Orient wurden die vielen herrenlos umherschweifenden Hunde verachtet.,dass du mit Stöcken zu mir kommst?«Dann verfluchte er David bei seinen Göttern17,43 Götter: Götter, die von anderen Völkern verehrt werden. Israel hat nur einen einzigen Gott. Mehr ….44Und der Philister schrie David zu:»Komm nur her zu mir!Ich gebe dein Fleisch den Aasgeiern am Himmelund den Raubtieren auf dem Feld zu fressen.«45David aber erwiderte dem Philister:»Du kommst zu mir mit Schwert, Lanze17,45 Lanze: Waffe eines Soldaten, die im Nahkampf eingesetzt wird. Mehr … und Speer17,45 Speer: Waffe mit einer aufgesetzten zweischneidigen Spitze. Sie kann im Nahkampf eingesetzt, aber auch geworfen werden..Ich aber komme zu dir im Namen des Herrn Zebaot17,45 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck. Mehr ….Er ist der Gott der Schlachtreihen Israels,die du lächerlich gemacht hast.46Heute wird der Herr dich in meine Gewalt geben.Ich werde dich erschlagen und dir den Kopf abhauen.Auch das Heer der Philister wird heute erschlagen.Ich gebe ihre Leichen den Aasgeiern am Himmelund den Raubtieren auf der Erde zu fressen.Dann wird die ganze Welt erkennen:Es gibt einen Gott, der für Israel kämpft.47Dann werden alle feindlichen Heere erkennen:Der Herr rettet nicht durch Schwert und Lanze.Denn der Herr bestimmt den Ausgang der Schlacht.Und er wird euch in unsere Gewalt geben.«

48Da ging der Philister17,48 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … losund kam direkt auf David17,48 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … zu.Sofort trat David aus der Schlachtreiheund lief dem Philister entgegen.49Dabei steckte David seine Hand in die Tasche,zog einen Stein heraus und schleuderte ihn.Er traf den Philister am Kopf.Der Stein durchschlug seine Stirn,sodass er mit dem Gesicht zu Boden stürzte.50Nur mit Schleuder17,50 Schleuder: Lederband, in das ein Stein eingelegt und das geschwungen wurde. Durch die Freigabe eines der Enden konnte das Geschoss bis zu 200 m weit geschleudert werden. und Steinwar David stärker als der Philister.Er besiegte den Philister und tötete ihn.Ein Schwert hatte David dazu nicht gebraucht.

Die Philister werden vernichtend geschlagen

51David17,51 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … lief weiter und trat neben den Philister17,51 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr ….Er griff nach dessen Schwert,zog es aus der Scheide und tötete ihn.Mit einem Hieb schlug er ihm den Kopf ab.Als die Philister sahen,dass ihr stärkster Mann tot war,liefen sie davon.52Da stürmten die Männer aus Israel und Juda vor.Unter Kriegsgeschrei verfolgten sie die Philisterbis nach Gat17,52 Gat: Eine der fünf Hauptstädte der Philister, im Bergland zwischen Jerusalem und dem Mittelmeer gelegen. und bis zu den Toren von Ekron17,52 Ekron: Einflussreiche Stadt der Philister etwa 40 km westlich von Jerusalem..Am Ende lagen die Leichen der erschlagenen Philisterauf dem ganzen Weg nach Schaarajim –in beide Richtungen nach Gat und nach Ekron.53Dann stellten die Israeliten die Verfolgung ein.Sie kehrten um und plünderten das Lager der Philister.54David aber nahm den Kopf des Philistersund brachte ihn nach Jerusalem17,54 Jerusalem: Hier wird die Bedeutung Jerusalems als zukünftige Residenz Davids bereits vorweggenommen..Die Waffen des Philisters legte er in sein Zelt.

Saul erkundigt sich nach David

55Saul17,55 Saul: Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr. Mehr … hatte zugesehen,wie David17,55 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … dem Philister17,55 Philister: Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer. Mehr … entgegenging.Darum fragte er seinen Heerführer Abner:»Wessen Sohn ist denn dieser junge Mann?«Abner antwortete:»Wirklich! Ich habe keine Ahnung, mein König!«56Da sagte der König:»Frag nach, wessen Sohn dieser junge Kerl ist!«

57Als David vom Sieg über den Philister zurückkam,holte ihn Abner aus dem Lager und führte ihn zu Saul.Da hatte David den Kopf des Philisters noch in der Hand.58Saul fragte ihn:»Wessen Sohn bist du denn, junger Mann?«Und David sagte:»Ich bin der Sohn deines Knechts Isai aus Betlehem17,58 Betlehem: Ortschaft etwa 8 km südwestlich von Jerusalem. Mehr …