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Salomo bringt die Lade Gottes in den Tempel

81König Salomo8,1 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. Mehr … plante eine Versammlung in Jerusalem8,1 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr ….Die Ältesten8,1 Älteste: Bezeichnung für ein leitendes Amt in der Gemeinschaft, das von älteren Männern ausgeübt wurde. Israels sollten kommen,dazu alle Stammesführer und Familienoberhäupter.Er wollte nämlich die Lade8,1 Lade: Eine an Stangen tragbare Truhe aus Holz mit goldener Deckplatte, die für die Gegenwart Gottes bei seinem Volk steht. 2. Mose/Exodus 25,16 zufolge werden in ihr die Tafeln mit den Zehn Geboten aufbewahrt. Mehr … des Herrn heraufholen.Sie war noch in der Stadt Davids8,1 Stadt Davids: Name für den ältesten besiedelten Teil Jerusalems, im Südosten der heutigen Altstadt gelegen. Der Name erinnert an die Eroberung durch König David, vgl. 2. Samuel 5,6-9., das ist Zion8,1 Zion: Tempelberg von Jerusalem, aber auch Bezeichnung für die ganze Stadt. Mehr ….2Und tatsächlich: Alle Israeliten versammelten sichzu einem Fest bei König Salomo in Jerusalem.Das war im Monat Etanim8,2 Etanim: Name des siebten Monats im biblischen Kalender. Er fällt in den September/Oktober unseres Kalenders., dem siebten Monat.3Alle Ältesten Israels kamen.Die Priester8,3 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … trugen die Lade des Herrn.4Dann brachten sie diese hinauf zu Salomo.Gemeinsam mit den Leviten8,4 Leviten: Erfüllen bestimmte Aufgaben beim Gottesdienst im Heiligtum. Mit den Priestern gelten sie als Nachkommen des Stammvaters Levi. Mehr …trugen sie auch das Zelt der Begegnung8,4 Zelt der Begegnung: Transportables Zeltheiligtum der Israeliten in der Zeit, als sie durch die Wüste ziehen und bis zum Bau des Tempels in Jerusalem. Mehr …,mitsamt den heiligen Gerätschaften8,4 heilige Gerätschaften: Meint Gegenstände, die für den Gottesdienst benötigt werden..5König Salomo und die Israeliten, die gekommen waren,versammelten sich vor der Lade.Dort brachten sie Schafe und Rinder als Opfer dar –so viele, dass man sie nicht zählen konnte.

6So brachten die Priester8,6 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … die Lade8,6 Lade: Eine an Stangen tragbare Truhe aus Holz mit goldener Deckplatte, die für die Gegenwart Gottes bei seinem Volk steht. 2. Mose/Exodus 25,16 zufolge werden in ihr die Tafeln mit den Zehn Geboten aufbewahrt. Mehr … des Herrnan ihren Bestimmungsort –in den hinteren Raum des Tempels, ins Allerheiligste8,6 Allerheiligstes: Ort der Gegenwart Gottes im hinteren Teil der Haupthalle des Jerusalemer Tempels. Mehr ….Sie stellten sie unter die Flügel der Kerubim8,6 Kerubim: Himmlische Wesen mit einem menschlichen Gesicht, Flügeln und einem Löwenkörper. Ihre Abbilder im Heiligtum tragen den Thron Gottes. Mehr ….7Denn die Kerubim sollten ihre Flügel ausbreitenüber dem Platz, an dem die Lade stand.So bedeckten sie die Lade von oben her,ebenso die Stangen, mit denen sie getragen wurde.8Doch die Stangen waren so lang,dass ihre Enden aus dem Allerheiligsten herausragten.Im Tempel konnte man sie sehen, aber nicht außerhalb.Bis zum heutigen Tag ist das so.9In der Lade war nichts außer den beiden Steintafeln,die Mose8,9 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … am Horeb8,9 Horeb: Auch »Sinai« genannter Gottesberg in der Wüste, auf dem Gott im Gewittersturm erscheint und Mose die Zehn Gebote erhält; vgl. 2. Mose/Exodus 19–20. hineingelegt hatte.Es waren die Tafeln des Bundes8,9 Tafeln des Bundes: Meint die Tafeln mit den Zehn Geboten, die Mose von Gott erhält; vgl. 2. Mose/Exodus 34. Sie stehen sinnbildlich für alle Gebote Gottes.,den der Herr mit den Israeliten geschlossen hatte –damals, als sie Ägypten verlassen hatten8,9 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit..10Als die Priester wieder aus dem Heiligtum kamen,erfüllte die Wolke8,10 die Wolke: Bild für die Anwesenheit Gottes im Tempel. Beim Auszug aus Ägypten begleitete Gott sein Volk in einer Wolkensäule, vgl. 2. Mose/Exodus 13,21-22. das Haus des Herrn.11Solange diese Wolke da war,konnten die Priester nicht hineingehen und Dienst8,11 Dienst: Die Priester waren für die Opfer im Tempel verantwortlich. tun.Denn die Herrlichkeit8,11 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. Mehr … des Herrnerfüllte das Haus des Herrn8,11 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem..

12Damals sprach Salomo:»Die Sonne8,12 Die Sonne: Dieser Satz steht nur in der griechischen Überlieferung. hat der Herr an den Himmel gesetzt.Doch er selbst wollte im Wolkendunkel wohnen.13So habe ich nun für dich, Herr, dieses Haus8,13 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem. gebaut:Ein würdiger Ort, an dem du für immer wohnen kannst.«

Salomo weiht den Tempel ein

14Dann drehte sich der König umund segnete8,14 segnen: Der Tempel, den Salomo gebaut hat, war der Ort, an dem Gottes Segen als besondere Zuwendung für alle erfahrbar wurde. alle versammelten Israeliten.Die ganze Versammlung Israels stand auf vor ihm.15Und Salomo8,15 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. Mehr … sprach:»Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels!Was er meinem Vater David8,15 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … versprochen hatte,hat er erfüllt.Er hat getan, was er gesagt hat8,15 was er gesagt hat: Von dieser Zusage erzählt 2. Samuel 7,1-16.:16›Lange Zeit habe ich keine bestimmte Stadt erwählt,seit ich mein Volk aus Ägypten geführt8,16 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit. habe.In keiner Stadt sollte mir ein Tempel gebaut werden,damit mein Name8,16 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. Mehr … nicht bei einem einzigen Stamm8,16 Stämme Israels: Israel versteht sich als Verband von zwölf Stämmen, die auf die Nachkommen der Söhne Jakobs zurückgehen. Mehr … wohnt.Aber David habe ich erwählt,um über mein Volk Israel zu herrschen.‹17Mein Vater David hatte einen Herzenswunsch:Er wollte einen Tempel bauenfür den Namen des Herrn, des Gottes von Israel.18Aber der Herr sagte zu meinem Vater David8,18 sagte zu meinem Vater David: Diese Zusage findet sich in 2. Samuel 7,12-13.:›Du hast vor, einen Tempel für meinen Namen zu bauen.Es ist gut, dass du das vorhast.19Aber nicht du wirst diesen Tempel bauen,sondern dein Sohn, dein leiblicher Nachkomme.Er wird für meinen Namen den Tempel bauen.‹20Der Herr hat sein Versprechen erfüllt:Ich bin an die Stelle meines Vaters David getretenund habe den Thron Israels bestiegen.So hatte es der Herr versprochen.Ich habe den Tempel gebautfür den Namen des Herrn, des Gottes Israels.21Dort habe ich einen Raum für die Lade8,21 Lade: Eine an Stangen tragbare Truhe aus Holz mit goldener Deckplatte, die für die Gegenwart Gottes bei seinem Volk steht. 2. Mose/Exodus 25,16 zufolge werden in ihr die Tafeln mit den Zehn Geboten aufbewahrt. Mehr … geschaffen,in der die Tafeln des Bundes liegen.Der Herr hat diesen Bund8,21 Bund: 2. Mose/Exodus 19–20 erzählt vom Bund, den Gott mit den Israeliten am Berg Sinai schließt, nachdem er sie aus der Sklaverei in Ägypten befreit hat. mit unseren Vätern geschlossen,als er sie aus Ägypten geführt8,21 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit. hat.«

Salomo betet zu Gott

22Dann trat Salomo8,22 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. Mehr … vor den Altar8,22 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. Mehr … des Herrn.Vor der ganzen Versammlung der Israelitenbreitete er seine Hände zum Himmel aus23und betete8,23 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. Mehr …:Herr, Gott Israels!Kein Gott ist wie du,weder oben im Himmel noch unten auf der Erde.Du bewahrst den Bund8,23 Bund: Vertrag, mit dem zwei Partner eine gegenseitige Verpflichtung eingehen. Ist Gott einer der Partner, kann er sich auch einseitig zur Treue gegenüber seinem Volk oder einzelnen Menschen verpflichten. Mehr … mit deinen Knechten8,23 Knechte: Selbstbezeichnung von Menschen, die sich in den Dienst Gottes stellen und ihn dadurch als ihren Herrn anerkennen..Du hältst denen die Treue,die vor dir mit ganzem Herzen8,23 Herz: Sitz des Verstandes und des Willens. ihr Leben führen.24Du hast das Versprechen gehalten,das du deinem Knecht8,24 Knechte: Selbstbezeichnung von Menschen, die sich in den Dienst Gottes stellen und ihn dadurch als ihren Herrn anerkennen., meinem Vater David8,24 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr …, gegeben hast.Hier und heute hat deine Hand erfüllt,was dein Mund versprochen hat.25Herr, Gott Israels, jetzt erfülle auch,was du deinem Knecht sonst noch versprochen hast.Du hast meinem Vater David doch dein Wort gegeben:»Nie soll es dir an einem Nachkommen fehlen,der vor mir8,25 vor mir: Die Formulierung soll die räumliche Nähe zwischen Tempel und Palast zum Ausdruck bringen. auf dem Thron Israels sitzt.Nur sollen deine Söhne stets darauf achten,ihr Leben vor mir zu führen, wie du es getan hast.«26Gott Israels, lass dein Wort jetzt wahr werden,das du deinem Knecht, meinem Vater David, gegeben hast!27Doch sollte Gott wirklich auf der Erde wohnen?Selbst die unendliche Weite des Himmelskann dich, Gott, nicht fassen!Wie könnte das der Tempel8,27 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr …, den ich gebaut habe?

28Herr, mein Gott, wende dich deinem Knecht8,28 Knechte: Selbstbezeichnung von Menschen, die sich in den Dienst Gottes stellen und ihn dadurch als ihren Herrn anerkennen. zu,höre sein Gebet und sein Flehen!Ich flehe dich an! Höre die Worte des Gebets,das dein Knecht heute vor dir spricht.29Richte deinen Blick Tag und Nacht auf diesen Tempel.Du hast es doch versprochen:»Es soll der Ort sein,an dem mein Name8,29 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. Mehr … gegenwärtig ist.«Erhöre nun das Gebet,das dein Knecht an diesem Ort spricht!30Erhöre die Bitten,die hier an diesem Ort vorgebracht werden,wenn dein Knecht und dein Volk Israel beten!Höre auf sie in deiner Wohnung oben im Himmel!Höre auf sie und vergib ihnen!

31Höre auf sie in den verschiedenen Notlagen.Höre den, der beschuldigt wird,seinem Nächsten etwas Schlimmes angetan zu haben.Wenn er zu deinem Altar8,31 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. Mehr … in diesem Tempel8,31 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … kommt,wird man einen Fluch über ihn aussprechen.32Dann höre dir diesen Fluch an und greife ein!Halte Gericht über deine Knechte8,32 Knechte: Selbstbezeichnung von Menschen, die sich in den Dienst Gottes stellen und ihn dadurch als ihren Herrn anerkennen.:Erkläre den für schuldig, der Schuld hat.Er soll die Folgen seiner Tat zu spüren bekommen.Aber sprich den gerecht, der im Recht ist.Er soll seine gerechte Belohnung empfangen.

33Höre dein Volk Israel,wenn sie nach einer Niederlage zu dir umkehren.Sie haben einen Kampf gegen einen Feind verloren,weil sie sich dir widersetzt haben.Doch dann bekennen sie sich zu dir,sie beten in diesem Tempel8,33 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … und bitten dich.34Dann höre du es oben im Himmel!Vergib deinem Volk Israel das Unrecht,das sie getan haben.Lass sie zurückkehren in das Land,das du ihren Vätern gegeben8,34 ihren Vätern gegeben: Gott hat das Land zunächst Abraham, dann seinen Nachkommen und schließlich dem ganzen Volk Israel versprochen; vgl. 1. Mose/Genesis 12,7 und 5. Mose/Deuteronomium 4,20. hast.

35Höre, wenn der Himmel verschlossen ist,wenn kein Regen auf die Erde fällt,weil dein Volk sich dir widersetzt hat.Aber sie wenden sich von ihrem Unrecht ab,weil du sie dazu drängst.Sie beten in Richtung dieses Ortes8,35 dieses Ortes: Meint den Tempel in Jerusalem.und bekennen sich zu dir.36Dann höre du es oben im Himmel.Vergib deinen Knechten8,36 Knechte: Selbstbezeichnung von Menschen, die sich in den Dienst Gottes stellen und ihn dadurch als ihren Herrn anerkennen., deinem Volk Israel,das Unrecht, das sie getan haben.Zeige ihnen einen guten Weg,auf dem sie gehen können.Lass es wieder auf dein Land regnen,das du deinem Volk zum Erbbesitz8,36 Erbbesitz: Der Anteil der Israeliten an dem Land, das Gott ihnen gibt. Sie dürfen das Land für ihren Lebensunterhalt nutzen, der Eigentümer bleibt Gott. gegeben hast.

37Höre sie,wenn irgendeine Not oder Krankheit sie trifft:wenn Hungersnot im Land herrscht,Pest, Getreidebrand oder Mehltau8,37 Getreidebrand, Mehltau: Krankheiten, die Nutzpflanzen befallen und zu schlechten Ernten führen. auftreten,Heuschrecken8,37 Heuschrecken: Flugfähige und gefräßige Insekten, die sich von Grünpflanzen ernähren. In Schwärmen von Millionen Einzeltieren können sie ganze Ernten vernichten. Mehr … und Ungeziefer sich ausbreitenoder ein Feind die Stadttore8,37 Tor: Torgebäude in der Stadtmauer. Der Platz davor diente als Marktplatz und Versammlungsort für Gerichtsverhandlungen. im Land belagert.38Wer immer dann betet,ein einzelner Mensch oder dein ganzes Volk Israel:Höre jedes Gebet und jede Bitte!Denn jeder Mensch weiß,was seinem Herzen Not macht.Er wird seine Hände zum Gebet erhebenund in Richtung dieses Tempels flehen.39Dann hör du es in deiner himmlischen Wohnung!Vergib ihm und greif ein!Gib jedem, wie es sein Tun verdient.Du allein kennst das Herz eines jeden Menschen.40So werden sie voller Ehrfurcht8,40 Ehrfurcht: Eine Haltung größter Hochachtung gegenüber Gott, die sowohl Bewunderung als auch Erschrecken zum Ausdruck bringt. Mehr … vor dir sein –solange sie in dem Land leben,das du unseren Vorfahren gegeben8,40 unseren Vorfahren gegeben: Gott hat das Land zunächst Abraham, dann seinen Nachkommen und schließlich dem ganzen Volk Israel versprochen; vgl. 1. Mose/Genesis 12,7 und 5. Mose/Deuteronomium 4,20. hast.

41Höre auch den Ausländer,der nicht zu deinem Volk Israel gehört.Er kommt aus einem fernen Land zu dir,weil er von deinem Namen8,41 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. Mehr … gehört hat.42Ja, sie werden von deinem großen Namen hören,von deiner starken Hand und deinem ausgestreckten Arm.Wenn er nun kommt und in Richtung des Tempels betet,43dann höre es in deiner himmlischen Wohnung.Erfülle alle Bitten des Ausländers!Alle Völker der Erde lernen so deinen Namen kennen.Sie werden Ehrfurcht8,43 Ehrfurcht: Eine Haltung größter Hochachtung gegenüber Gott, die sowohl Bewunderung als auch Erschrecken zum Ausdruck bringt. Mehr … vor dir habenwie dein Volk Israel.Sie werden erkennen,dass dein Name und der Tempel zusammengehören.Dieses Haus habe ich für dich gebaut.

44Höre dein Volk,wenn sie auf dem Weg in die Schlacht beten.Du schickst sie gegen ihren Feind in den Krieg.Unterwegs beten sie zu dir, Herr,in Richtung der Stadt8,44 in Richtung der Stadt: Meint Jerusalem, die Stadt, in der der Tempel steht., die du erwählt hast.Sie wenden sich diesem Haus8,44 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem. zu,das ich für deinen Namen8,44 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. Mehr … gebaut habe.45Dann erhöre du oben im Himmel ihre Bitten und ihr Gebet.Steh ihnen bei und verhilf ihnen zu ihrem Recht!

46Und zuletzt: Gibt es etwa einen Menschen,der sich niemals gegen dich stellen wird?Auch dein Volk wird sich einmal gegen dich stellen.Dann wirst du zornigund gibst sie in die Gewalt ihrer Feinde.Diese nehmen sie gefangenund verschleppen sie in ein fremdes Land,sei es nah oder fern.47In diesem Land wird dein Volk gefangen gehalten.Dort bereuen sie ihre Taten,kehren um und beten zu dir:»Wir haben Unrecht getan,wir haben Schuld auf uns geladenund uns falsch verhalten.«48Sie wollen zu dir umkehrenmit ganzem Herzen8,48 Herz: Sitz des Verstandes und des Willens. und mit ganzer Seele8,48 mit ganzer Seele: Das Volk will sich wieder mit seiner ganzen Lebenskraft für Gott einsetzen..Aber noch sind sie im fremden Land,in das sie verschleppt wurden.Dennoch beten sie zu dir in Richtung des Landes,das du ihren Vätern gegeben8,48 ihren Vätern gegeben: Gott hat das Land zunächst Abraham, dann seinen Nachkommen und schließlich dem ganzen Volk Israel versprochen; vgl. 1. Mose/Genesis 12,7 und 5. Mose/Deuteronomium 4,20. hast.Sie wenden sich der Stadt zu, die du erwählt hast8,48 die Stadt, die du erwählt hast: Meint Jerusalem..Sie beten in Richtung des Hauses8,48 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem.,das ich für deinen Namen gebaut habe.49Dann erhöre du in deiner himmlischen Wohnungihre Bitten und ihr Gebet!Steh ihnen bei und verhilf ihnen zu ihrem Recht!50Vergib deinem Volk all das Unrecht,das sie dir angetan haben!Vergib ihnen, dass sie sich gegen dich gestellt haben!Hab du Erbarmen mit ihnen!Dann werden sich auch ihre Feinde erbarmen,durch die sie ins fremde Land verschleppt wurden.51Sie sind doch dein Volk und dein Eigentum8,51 Eigentum: Bezeichnung für das Volk Israel und Ausdruck des engen Verhältnisses zwischen Gott, dem Land und seinem Volk.!Du hast sie aus Ägypten geführt8,51 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit.,aus dem Land, das wie ein Schmelzofen8,51 Schmelzofen: Ofen, um Metalle zu schmelzen und von anderem Material zu trennen. Aufgrund der hohen Temperaturen ist er äußerst lebensfeindlich. war.52Sieh hin und erhöre die Bitte deines Knechts8,52 Knechte: Selbstbezeichnung von Menschen, die sich in den Dienst Gottes stellen und ihn dadurch als ihren Herrn anerkennen.und die Bitte deines Volkes Israel.Höre auf sie, Gott, wann immer sie dich anrufen!53Du selbst hast sie erwählt aus allen Völkern,sie sind doch dein Eigentum8,53 Eigentum: Bezeichnung für das Volk Israel und Ausdruck des engen Verhältnisses zwischen Gott, dem Land und seinem Volk..So hast du es gesagt, Herr, unser Gott,und durch deinen Knecht8,53 Knecht: Selbstbezeichnung von Menschen, die ihr Gegenüber damit als ihren Herrn anerkennen. Mose8,53 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … mitgeteilt.Das war damals,als du unsere Vorfahren aus Ägypten geführt8,53 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit. hast.

Salomo wendet sich an die Gemeinde

54All diese Bitten hatte Salomo8,54 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. Mehr … vor den Herrn gebracht.Dabei hatte er vor dem Altar8,54 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. Mehr … des Herrn geknietund die Arme zum Himmel erhoben.Als er sein Gebet8,54 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. Mehr … beendet hatte, stand er auf.55Er stellte sich vor die versammelten Israeliten,segnete8,55 segnen: Der Tempel, den Salomo gebaut hat, war der Ort, an dem Gottes Segen als besondere Zuwendung für alle erfahrbar wurde. sie und sprach mit lauter Stimme:56»Gepriesen sei der Herr!Denn er hat seinem Volk Israel Ruhe geschenkt,wie er es versprochen hat.Wort für Wort hat sich erfüllt,was er durch seinen Knecht8,56 Knecht, Knecht Gottes: Ehrenvolle Bezeichnung für Menschen, die Gott in seinen Dienst nimmt. Mehr … Mose8,56 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … verheißen hat.57Der Herr, unser Gott, soll mit uns sein,wie er auch mit unseren Vorfahren gewesen ist.Niemals soll er uns verlassen,sondern sich immer um uns kümmern.58Er schenke uns ein Herz, das auf ihn gerichtet ist!Dann können wir unser Leben nach ihm ausrichten.Wir können seine Gebote8,58 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr … halten,seine Gesetze und Bestimmungen,wie er sie unseren Vorfahren gegeben hat.59All diese Worte und Bitten bringe ich vor den Herrn.Sie sollen ihm Tag und Nacht gegenwärtig sein,dem Herrn, unserem Gott, sollen sie nahe sein.Seinem Volk Israel und seinem Knechtsoll er zum Recht verhelfen –so, wie es jeder Tag erfordert!60Daran sollen alle Völker der Welt erkennen:Nur der Herr ist Gott, keiner sonst!61Euer Herz soll ungeteilt sein beim Herrn, unserem Gott.Richtet euer Leben nach seinen Gesetzen ausund befolgt seine Gebote, wie ihr es heute tut!«

Salomo bringt Opfer dar zur Einweihung des Tempels

62Der König und ganz Israelbrachten dem Herrn gemeinsam Opfer8,62 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. Mehr … dar.63Es waren 22.000 Rinder sowie 120.000 Schafe,die Salomo für den Herrn als Schlachtopfer darbrachte.So weihten sie das Haus des Herrn8,63 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem. ein,der König und alle Israeliten.64An diesem Tag erweiterte der König den heiligen Bereich.Auch in der Mitte des Hofes, der vor dem Tempel liegt,brachte der König große Mengen an Opfern dar:Brandopfer8,64 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr …, Speiseopfer8,64 Speiseopfer: Besteht aus Getreide, Mehl, ungesäuerten Backwaren und Öl. Ein Teil wird auf dem Altar verbrannt. Mehr … und das Fett8,64 Fett: Fett galt in der Antike als kostbarer Teil eines Tieres und wurde Gott daher als Opfer dargebracht. der Schlachtopfer.Der bronzene Altar, der vor dem Herrn stand,war dafür nämlich zu klein.Er konnte die großen Mengen nicht fassen,die ganzen Brandopfer und Speiseopfer,dazu das Fett der Schlachtopfer.

65Salomo richtete damals dieses Fest aus,und ganz Israel feierte mit ihm.Es war eine riesige Versammlung.Das Gebiet, aus dem sie kamen,erstreckte sich von Lebo-Hamat8,65 Lebo-Hamat: Bedeutende Stadt am Fluss Orontes im heutigen Syrien.bis hinab zur Grenze Ägyptens8,65 Grenze Ägyptens: Wörtlich »Bach Ägyptens«. Meint einen Fluss, der auf der östlichen Sinaihalbinsel die Grenze zu Ägypten markierte..So feierten sie vor dem Herrn, unserem Gott,sieben Tage lang und nochmal sieben Tage –also insgesamt vierzehn Tage.66Am achten Tag entließ Salomo das Volk.Die Leute segneten den Königund gingen zurück zu ihren Zelten8,66 zurück zu ihren Zelten: Biblische Redewendung, mit der die Rückkehr nach Hause zum Ausdruck gebracht wird..Alle waren fröhlich und guter Dinge.Denn der Herr hatte viel Gutes getanan seinem Knecht8,66 Knecht: Selbstbezeichnung von Menschen, die ihr Gegenüber damit als ihren Herrn anerkennen. David8,66 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … und seinem Volk Israel!
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Salomos Macht und Reichtum

1. Könige 9,1–10,29

Gott erscheint Salomo ein zweites Mal

91Schließlich war Salomo9,1 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. Mehr … mit dem Bauen fertig.Er hatte das Haus des Herrn9,1 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem. und seinen Palast gebaut.Auch alle anderen Vorhaben hatte er verwirklichtund freute sich darüber.2Da erschien der Herr Salomo zum zweiten Mal,wie er ihm in Gibeon9,2 in Gibeon: Davon erzählt 1. Könige 3,4-15. das erste Mal erschienen war.3Der Herr sprach zu ihm:»Ich habe dein Gebet und deine Bitten9,3 dein Gebet und deine Bitten: In 1. Könige 8,22-53 spricht Salomo zur Tempeleinweihung ein langes Gebet. gehört,mit denen du zu mir gekommen bist.Das Haus, das du gebaut hast, ist mir heilig.Dort will ich stets in meinem Namen9,3 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. Mehr … gegenwärtig sein.Meine Augen und mein Herz werden allezeit dort sein.4Doch nun zu dir:Führe dein Leben vor mir,wie es dein Vater David9,4 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Mehr … getan hat.Er war von Herzen aufrichtig und ehrlich.Tu also alles, was ich dir befohlen habe,und halte meine Gesetze und Gebote9,4 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr …!5Dann wird dein Königtum für immer Bestand haben,und ich werde deinen Thron über Israel festigen.So habe ich es deinem Vater David versprochen9,5 Versprechen an David: Dieses Versprechen findet sich in 2. Samuel 7,12-13.:›Nie soll es dir an einem Nachkommen fehlen,der auf dem Thron Israels sitzt.‹

6Das Gegenteil aber wird passieren,wenn ihr und eure Söhne euch von mir abwendet:Ihr haltet euch nicht an meine Gebote9,6 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr … und Gesetze,die ich euch gegeben habe.Ihr verehrt andere Götter9,6 Götter: Götter, die von anderen Völkern verehrt werden. Israel hat nur einen einzigen Gott. Mehr … und betet sie an.7Dann werde ich Israel9,7 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. Mehr … vernichtenund aus dem Land entfernen,das ich ihnen gegeben habe.Auch das Haus9,7 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem. werde ich vernichten,das mir heilig ist und das meinen Namen trägt.Ich werde sie verstoßen,und Israel wird zu Hohn und Spott für alle Völker.8Dieses Haus wird dann ein Trümmerhaufen sein.Jeder, der vorbeikommt, wird entsetzt pfeifen9,8 pfeifen: In der Antike ein Ausdruck von Verachtung und Abscheu..Man wird fragen: ›Warum hat der Herr das getanund dieses Land und dieses Haus so zugerichtet?‹9Und man wird antworten:›Weil sie den Herrn, ihren Gott, verlassen haben.Dabei hat er ihre Vorfahren doch aus Ägypten geführt9,9 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit..Aber sie haben sich anderen Göttern zugewandt,sie angebetet und verehrt.Darum hat der Herr all das über sie gebrachtund sie mit diesem Unglück gestraft.‹«

Salomo bezahlt Hiram von Tyros

1020 Jahre hatte Salomo an den beiden Häusern gebaut,am Tempel9,10 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … des Herrn und am Palast.11Hiram9,11 Hiram: König der phönizischen Hafenstadt Tyros 970–936 v. Chr. aus Tyros hatte ihn dabei unterstützt9,11 unterstützt: Von der Unterstützung des Königs von Tyros erzählt 1. Könige 5,15-26.und alles nach Salomos Wünschen geliefert:Zedernholz9,11 Zeder: Bis zu 30 m hoher Gebirgsbaum, der vor allem im Libanon wächst. Mehr …, Zypressenholz9,11 Zypresse: Immergrüner Nadelbaum von säulenartiger Gestalt, der eine Höhe von 9–15 m erreicht. Mehr … und Gold.Dafür gab Salomo Hiram 20 Städte in Galiläa.12Hiram kam von Tyros herüber,um sich die Städte anzusehen.Doch was Salomo ihm gegeben hatte,gefiel ihm nicht.13Er sagte: »Mein Freund,was für Städte hast du mir da gegeben?«Er nannte das Gebiet Kabul9,13 Kabul: Meint keine bestimmte Stadt, sondern ein Wortspiel im hebräischen Text, das die geringe Bedeutung und die Armut der Städte zum Ausdruck bringt. und so heißt es bis heute.14Dabei hatte Hiram Salomo viel Gold geschickt,über 4000 Kilogramm9,14 4000 Kilogramm: Wörtlich »120 Kikkar«. Ein Kikkar entspricht etwa 34 kg. waren es gewesen.

Salomo führt weitere Baumaßnahmen durch

15Um alle seine Bauvorhaben verwirklichen zu können,bestimmte Salomo9,15 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. Mehr …, wer wie viel Arbeit leisten musste.So baute er das Haus des Herrn9,15 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem., seinen Palast,den Millo9,15 Millo: Große Terrassenanlage an einem Hügel im Norden der Stadt Davids. Das Gelände wurde aufgeschüttet, um dort Wohnhäuser bauen zu können. und die Stadtmauer von Jerusalem9,15 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr ….Außerdem baute er einige Städte aus,nämlich Hazor9,15 Hazor: Stadt im Norden Israels, an der Kreuzung zweier bedeutender Handelsstraßen gelegen., Megiddo9,15 Megiddo: Bedeutende Stadt im nördlichen Israel, an der Kreuzung zweier Handelsstraßen. und Geser9,15 Geser: Ortschaft 40 km westlich von Jerusalem..16Mit Geser verhielt es sich so:Der Pharao9,16 Pharao: Bezeichnung für den König von Ägypten., der König von Ägypten, war heraufgezogen,hatte Geser erobert und mit Feuer niedergebrannt.Er hatte die Kanaaniter9,16 Kanaaniter: Bewohner des Gebietes zwischen Jordantal und Mittelmeer, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. Mehr … getötet, die in der Stadt lebten.Als seine Tochter Salomo heiratete,schenkte er ihr die Stadt zur Hochzeit.17Salomo baute Geser wieder auf,ebenso das untere Bet-Horon,18dazu Baalat und Tamar in der Steppe.19Außerdem ließ Salomo noch weitere Städte ausbauenfür seine Vorräte, Streitwagen9,19 Streitwagen: Ein für den Krieg ausgerüsteter Wagen mit zwei oder drei Mann Besatzung. Mehr … und Reiter.Salomo baute alles, was er sich vorgenommen hatte:in Jerusalem, auf dem Libanon9,19 Libanon: Gebirgszug nördlich von Israel mit bis zu 3000 m hohen, dicht bewaldeten Bergen. Mehr …und im ganzen Land seiner Herrschaft.

20In Israel lebten auch Menschen aus fremden Völkern,die Amoriter9,20 Amoriter: Volksgruppe, die im Gebiet östlich und westlich des Jordan lebte, bevor das Volk Israel das Land in Besitz nahm., Hetiter9,20 Hetiter: Volksgruppe im südlichen Kanaan, bevor das Land durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde., Perisiter, Hiwiter und Jebusiter9,20 Jebusiter: Bevölkerungsgruppe, die vor den Israeliten in Jerusalem und dem umliegenden Gebiet lebte..Bei der Eroberung des Landeswaren diese Völker nicht ganz verschwunden.21Ihre Nachkommen lebten immer noch dort.Denn die Israeliten hatten es damals nicht geschafft,sie vollständig auszurotten.Dabei sollten die Israeliten sie dem Untergang weihen9,21 dem Untergang weihen: Meint die vollständige Vernichtung von Kriegsbeute und Gefangenen durch Gott oder im Auftrag Gottes. Das Volk hat keinen Anspruch darauf, weil Gott allein den Sieg ermöglicht..Salomo9,21 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. Mehr … zwang sie, für ihn zu arbeiten.Bis zum heutigen Tag ist das so.22Doch die Israeliten mussten nicht für ihn arbeiten,dafür zog Salomo sie zum Kriegsdienst ein.Sie dienten ihm als Berater, Hauptleute und Offiziereund kommandierten die Streitwagen9,22 Streitwagen: Ein für den Krieg ausgerüsteter Wagen mit zwei oder drei Mann Besatzung. Mehr … und Pferde.23Die Arbeiter, die Salomo verpflichtet hatte,standen unter der Aufsicht von 550 Beamten.Sie leiteten die Baumaßnahmen Salomosund gaben Anweisungen.

24Salomo hatte der Tochter des Pharao9,24 Pharao: Bezeichnung für den König von Ägypten. ein Haus9,24 Haus: Vom Bau dieses Hauses erzählt 1. Könige 7,8-11. gebaut.Erst als sie aus der Stadt Davids9,24 Stadt Davids: Name für den ältesten besiedelten Teil Jerusalems, im Südosten der heutigen Altstadt gelegen. Der Name erinnert an die Eroberung durch König David, vgl. 2. Samuel 5,6-9. dorthin umzog,baute Salomo den Millo9,24 Millo: Große Terrassenanlage an einem Hügel im Norden der Stadt Davids. Das Gelände wurde aufgeschüttet, um dort Wohnhäuser bauen zu können..

Salomos Reichtum und Hofhaltung

25Dreimal im Jahr brachte Salomo9,25 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. Mehr … Opfer9,25 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. Mehr … darauf dem Altar9,25 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. Mehr …, den er für den Herrn gebaut hatte:Brandopfer9,25 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr … und Schlachtopfer9,25 Schlachtopfer: Fett und Innereien wurden als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde. Mehr ….Er ließ sie vor dem Herrn in Rauch aufgehen.So vollendete Salomo den Tempelbau.

26König Salomo baute auch Schiffeund besaß dadurch eine Flotte in Ezjon-Geber.Das liegt bei Elat9,26 Elat: Ortschaft am Golf von Akaba, dem nordöstlichen Ausläufer des Roten Meeres. an der Küste des Roten Meeresim Land der Edomiter.27Auf den Schiffen arbeiteten Salomos Männermit erfahrenen Seeleuten zusammen,die Hiram9,27 Hiram I.: König der phönizischen Hafenstadt Tyros 970–936 v. Chr. Salomo geschickt hatte.28So kamen sie nach Ofir9,28 Ofir: Gegend auf der südlichen arabischen Halbinsel, die für ihre Goldvorkommen berühmt war.,holten dort über 14 Tonnen9,28 14 Tonnen: Wörtlich »420 Kikkar«. Ein Kikkar entspricht etwa 34 kg. Goldund brachten sie zu König Salomo.
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Die Königin von Saba kommt zu Besuch

101Salomos10,1 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. Mehr … Ruhm machte den Namen des Herrn bekannt.Die Königin von Saba10,1 Saba: Land und Volk in Südarabien, durch seinen Handel mit Gold und Weihrauch bekannt. hörte davonund kam, um Salomo mit Rätseln zu prüfen.2Sie kam mit einem gewaltigen Gefolge nach Jerusalem10,2 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. Mehr …:Kamele trugen Balsam10,2 Balsam: Harz des Balsambaums und Hauptzutat für kostbare Duftöle., Gold und Edelsteinein unvorstellbar großen Mengen.So kam sie zu Salomo und redete mit ihm über alles,was sie sich vorgenommen hatte.3Und Salomo beantwortete alle ihre Fragen.Es gab nichts, was dem König verborgen war.Auf alles fand er eine Antwort.4So erkannte die Königin von Saba seine ganze Weisheit.Auch der Palast, den Salomo gebaut hatte,beeindruckte die Königin von Saba.5Dazu kamen noch die Speisen an seiner Tafel,die Rangordnung seiner Beamten,das vornehme Auftreten seiner Diener und ihre Kleidung,seine Trinkgefäße und seine Opfergaben10,5 Opfergabe: Eine Gabe für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer wird auf dem Altar verbrannt und schafft Gemeinschaft mit Gott. Mehr …,die er im Haus des Herrn10,5 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem. darbrachte.Das alles sah sie, und es verschlug ihr den Atem.

6Da sagte sie zum König: »Es ist wirklich alles wahr,was ich in meinem Land über dich gehört habe.Man spricht von deinen Taten und deiner Weisheit.7Ich wollte es nicht glauben,bis ich hierherkam und es mit eigenen Augen sah:Nicht einmal die Hälfte hatte man mir berichtet!Deine Weisheit und dein Wohlstand übertreffen alles,was ich von dir gehört habe.8Deine Männer können sich glücklich schätzen.Ebenso glücklich sind deine Beamten,die in deiner Nähe sind und deine Weisheit hören.9Gepriesen sei der Herr, dein Gott!Er hat Gefallen an dir gefundenund dich auf den Thron Israels gesetzt.Denn der Herr liebt Israel für alle Zeit.Deshalb hat er dich zum König gemacht,damit du für Recht und Gerechtigkeit sorgst.«10Und sie gab dem König 4000 Kilogramm10,10 4000 Kilogramm: Wörtlich »120 Kikkar«. Ein Kikkar entspricht etwa 34 kg. Goldund eine große Menge an Balsam10,10 Balsam: Harz des Balsambaums und Hauptzutat für kostbare Duftöle. und Edelsteinen.Nie mehr kam so viel Balsam ins Land wie damals,als die Königin von Saba10,10 Saba: Land und Volk in Südarabien, durch seinen Handel mit Gold und Weihrauch bekannt. Salomo10,10 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. Mehr … beschenkte.

11Auch andere Kostbarkeiten kamen ins Land:Die Schiffe Hirams10,11 Hiram: König der phönizischen Hafenstadt Tyros 970–936 v. Chr., die Gold aus Ofir10,11 Ofir: Gegend auf der südlichen arabischen Halbinsel, die für ihre Goldvorkommen berühmt war. holten,waren voll beladen mit kostbaren Steinen und Hölzern.12Dieses kostbare Holz ließ König Salomo10,12 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. Mehr … verarbeiten.Er verwendete es zur Verzierung von Tempel und Palastund zum Bau von Leiern10,12 Leier: Musikinstrument mit bis zu 10 Saiten, die gezupft wurden. Mehr … und Harfen10,12 Harfe: Musikinstrument mit einer größeren Anzahl von Saiten, die gezupft wurden. für seine Sänger.Nie mehr kamen so viele kostbare Hölzer ins Land.Nie mehr hat man so etwas gesehen – bis heute.

13König Salomo10,13 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. Mehr … erfüllte der Königin von Saba10,13 Saba: Land und Volk in Südarabien, durch seinen Handel mit Gold und Weihrauch bekannt.jeden Wunsch, den sie hatte.